Schichtenski Die Erfindung bezieht sich auf einen Schichten ski in Sandwichbauweise mit mindestens zwei äusse- ren Deckblättern aus Metall und einem Kern aus leichtem Werkstoff.
Derartige Schichtenski sind bekannt. Die Deck blätter bestehen dabei in den meisten Fällen aus Dur aluminiu-m und der Kern aus stehend angeordneten Weichholzschichten. Im übrigen sind diese Schichten ski noch mit einem Deckbelag und einem Laufbelag aus Kunststoff sowie mit Stahlkanten ausgestattet.
Der bekannte Aufbau des Kernes entspricht den Grundsätzen der Sandwichbauweise, nach welcher der Kern lediglich die Funktion eines Füllstoffes zur Distanzierung der Deckblätter erfüllt, während die festigkeitsmässigen und elastischen Eigenschaften durch die Deckblätter bestimmt werden.
Bei den bekannten, nach den üblichen Grund sätzen der Sandwichbauweise hergestellten Schichten skier mit Deckblättern aus Metall haben sich Mängel vor allem in der Verbindung zwischen den Deck blättern und dem Kern und in der für gewisse Ein satzzwecke des Skis .ungenügenden Steifheit heraus gestellt.
Zweck der Erfindung ist es, diese Mängel zu be heben, was unter Abweichung von den bei der Sand wichbauweise üblichen Kernkonstruktionen dadurch erreicht wird, dass erfindungsgemäss zwischen den Deckblättern aus Metall und einem mindestens teil weise aus Weichholz bestehenden Innenholzkern mindestens eine blattförmige Zwischenschichte aus Holz, welche sich mindestens über die Länge des Innenkernes erstreckt, angeordnet ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstel lung von derartigen Schichtenskiern besteht darin, dass zunächst die Deckblätter aus Metall mit je einer blattförmigen Zwischenschichte aus Holz zu zwei Paketen mit beidseitig ebener Oberfläche vereinigt und unter Druck verklebt werden, worauf erst die Verbindung der Zwischenschichten und damit auch der mit ihnen verklebten Deckblätter mit den ent sprechenden unebenen Flächen des Innenkerns er folgt.
Die Deckblätter aus Metall und die ebenfalls blattförmigen Zwischenschichten lassen sich mit Hilfe von geeigneten Klebern sehr gut verbinden, da Deckblatt und Zwischenschichte ein Schichtenpaket mit beidseitig ebener Oberfläche bilden, welches in einer Presse leicht einem gleichmässigen Druck aus gesetzt werden kann. Die Verbindung der Zwischen schichte aus Holz mit dem ebenfalls aus Holz beste henden Innenkern bereitet aber trotz der nicht ebe nen Oberflächen des Innenkernes keine Schwierig keiten, da hochwertige Verbindungen zwischen Höl zern auch dann zustande kommen, wenn die Ver bindungsfläche uneben ist.
Zweckmässig ist es für die blattförmigen Zwi schenschichten ein Hartholz zu verwenden. Dies hat seinen Grund darin, dass Hartholz eine höhere Druckfestigkeit aufweist und daher einem beim Ver kleben mit den Deckblättern aus Metall ianzuwen- denden höheren Druck und auch höheren Tempera turen leichter standhält.
Die Anordnung einer blattförmigen Zwischen schichte aus Hartholz zwischen den Deckblättern aus Metall hat auch noch eine Versteifung des Ski zur Folge. Dabei ist die Erhöhung der Steifheit we der mit wesentlichen Änderungen der geometrischen Abmessungen, noch mit wesentlichen Gewichtsände rungen verbunden, so dass die davon abhängigen Fahreigenschaften des Ski nicht beeinflusst werden. Der Innenkern des erfindungsgemässen Schich- tenski besteht mindestens teilweise aus Weichholz, doch auch hier können abweichend von den bisheri gen Sandwichkonstruktionen mit Deckblättern aus Metall teilweise Harthölzer verwendet werden.
Beispielsweise ist es vorteilhaft, die seitlichen Begrenzungsschichten des Innenkernes aus Hartholz herzustellen. Ein Vorteil dieser Massnahme besteht darin, dass Holzschrauben im Hartholz wesentlich besser halten als im Weichholz. Holzschrauben wer den aber zur Befestigung der Stahlkanten in den seit lichen Begrenzungsschichten des Holzkernes zum Eingriff gelangen.
Ferner kann man auch noch die im Bereich der Skimitte (unterhalb der Standfläche für den Läufer) gelegenen Schichten des Innenkernes aus Hartholz herstellen. Dies ist deshalb von Vorteil, weil in die sem Bereich die Befestigungsschrauben für die Bin dungsteile eingreifen. Bei den bekannten Kernen aus Weichholz bzw. bei den Kernen, die ausserdem noch einen zentralen Hohlraum aufweisen, sind zur Be festigung der Bindungsteile Metallschrauben notwen dig. Wegen der geringen Dicke der Metallschichten lockern sich diese Metallschrauben allzu leicht, wie die Praxis bestätigt hat.
Als Hartholz gilt beispielsweise Eschenholz, Hiekoryholz, Buchenholz, also Hölzer mit Raum gewicht (lufttrocken) von etwa 0,60 aufwärts. Als Weichholz gilt beispielsweise Fichtenholz, Tannen holz, Lindenholz, also Hölzer mit einem Raum gewicht (lufttrocken) um 0,50 und darunter.
Die Erfindung ist in der Zeichnung durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Ski.
Fig. 2 zeigt die vordere und rückwärtige Partie einer Seitenansicht des Ski, wobei auf die Darstel lung der Lauffläche und der Oberflächenschutz fläche verzichtet wurde.
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch den Kern des Ski im Bereich der Skimitte, Fig. 4 ein Horizontalschnitt durch den Kern des Ski an seinem vorderen oder hinteren Ende.
Der in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Schichtenski be sitzt gemäss Fig. 1 ein oberes Deckblatt 1 aus Metall und ein unteres Deckblatt 2 aus Metall. Das obere Deckblatt 1 ist mit einem Schutzbelag 3 aus Kunst stoff versehen, das untere Deckblatt 2 ist mit dem Laufbelag 4 versehen.
Innerhalb der beiden Deckblätter aus Metall liegt der Holzkern, welcher aus mehreren Schichten be steht, nämlich aus einer oberen Zwischenschichte 5 und einer unteren Zwischenschichte 6. Dazwischen liegen aneinandergereiht in der Höhe ungeschichtete Kanthölzer 7 und 8, die den Innenkern bilden.
Die obere Zwischenschichte 5 und die untere Zwischen schichte 6 bestehen aus Eschenholz ; die den Innen kern bildenden Kanthölzer bestehen zum grösseren Teil aus Lindenholz (Kanthölzer 7), teilweise aber auch aus Eschenholz (Kanthölzer 7', 8 ; Fig. 3). Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, dass die beiden Zwischenschichten 5, 6 sich bis zum vorderen bzw. hinteren Ende des Ski erstrecken. Der Innenkern reicht nur von der Aufbiegung der Schaufel bis zur Aufbiegung des Hinterendes.
Aus Fig. 3 ist folgendes zu entnehmen: Wäh rend die seitlichen Kanthölzer 8 durchgehend aus Eschenholz bestehen, sind die dazwischen liegenden Kanthölzer 7, 7' nicht durchgehend aus Lindenholz hergestellt. Aus Lindenholz bestehen wohl die vorde ren und hinteren Kanthölzer 7. Im Bereich der Ski mitte, also unterhalb der Standfläche für den Läufer, sind jedoch anstelle von Kanthölzern aus Lindenholz Kanthölzer 7' aus Eschenholz eingesetzt. Der Zweck dieser Kanthölzer 7' aus Eschenholz ist, wie erwähnt, die bessere Möglichkeit Holzschrauben für die Befe stigung der Bindungsteile zu verankern.
Die Kant hölzer aus Eschenholz 7' und jene aus Lindenholz 7 berühren sich in einfachen senkrecht zur Längsrich tung des Ski angeordneten Stossflächen. Die Stoss- flächen benachbarter Reihen von Kanthölzern sind versetzt angeordnet.
Bekanntlich hat ein Ski in seiner Längserstrek- kung nicht überall dieselbe Breite. Der Ski ist am breitesten im Bereich der Schaufel, am schmälsten in der Mitte und erweitert sich wieder zum Hinter ende. Üblicherweise wird die Verengung eines Ski im Mittelbereich durch seitliches Ausfräsen aus dem mit parallelen Seitenkanten versehenen Schich tenhalb- fabrikat erzielt. Dies würde bei einem Ski mit seitli chen Begrenzungsschichten des Holzkernes aus Hartholz zur Folge haben, dass die Breite der Hart holzschichten im mittleren Bereich des Ski verringert würde bzw. es kann sogar vorkommen, dass diese Schichte im Mittelbereich des Ski vollkommen weg gefräst wird.
Um dies zu verhindern, wird vorge schlagen, im vorderen und hinteren Bereich des Kernes einen Keil 9 einzusetzen, welcher eine Ver breiterung des Kernes in diesen Bereichen in der beim Endprodukt gewünschten Weise auch schon beim Halbfabrikat vorsieht. Die nachträglichen Fräsarbeiten werden daher eine Verringerung der Breite der seitlichen Begrenzungsschichten des Kernes aus Hartholz nicht bedingen.
Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht nur auf das dargestellte Ausführungsbeispiel, so müs sen die Zwischenschichten nicht unbedingt bis zur Spitze bzw. dem Hinterende des Ski reichen, ferner kann man anstelle von Eschenholz auch ein anderes Hartholz und anstelle von Lindenholz auch ein an deres Weichholz verwenden. Die spezielle Wahl von Eschenholz und Lindenholz hat sich aber als sehr günstig erwiesen.
Die Zwischenschichten können auch aus Weich holz bestehen, wobei vorzugsweise ein härteres Weichholz besser geeignet ist, während der Innen kern auch aus Weichholz sehr geringer Härte z. B. aus Fichtenholz oder sogar Balsaholz hergestellt sein kann. Immer dann, wenn das Holz der Zwischen schichte härter als jenes des Innenkernes ist, erreicht man durch die Zwischenschichte eine Versteifung des Ski gegenüber einem solchen, dessen Kern nur aus dem weicheren Holz besteht.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden die Deckblätter aus Metall zunächst mit der blatt- förmigen Zwischenschichte aus Holz verklebt. Je nach den verwendeten Werkstoffen wird man ver schiedene Kleber und auch verschiedene Drücke und Temperaturen anwenden. Deckblätter aus Duralu- minimum und Zwischenschichten aus Hartholz kann man mit Hilfe eines Klebers in Film-Form unter einem Druck von 30 kg/cm' und bei Temperaturen von 150-180 C verkleben.
Die Zwischenschicht kann dann mit dem Innen kern durch Verleimen in der üblichen Weise verbun den werden.