CH392380A - Vorrichtung zum Befestigen eines Mitnehmerteiles an einer Rundgliederförderkette - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen eines Mitnehmerteiles an einer RundgliederförderketteInfo
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Description
Vorrichtung zum Befestigen eines Mitnehmerteiles an einer Rundgliederförderkette Die Erfindung betrifft eine beispielsweise für Stahlgliederförderbänder verwendbare Vorrichtung zum Befestigen eines Mitnehmerteiles an einer Rundglieder-Förderkette. Es ist bekannt, ein Paar Laschen mit einem quer zur Laufrichtung angeordneten Mitnehmerauge zu verbolzen und die Laschen als abge winkelte Formteile auszubilden, die von der Mitnehmerseite aus in ein und dasselbe Kettenglied hineingeschwenkt werden. Dabei besitzen die in der Kettengliedebene spiegelbildlich liegenden Schenkel der Formteile am Ende und am Scheitel je eine sich der Oberfläche der Kettengliedschenkel anschmiegende Hohlkehle. Die Hohlkehlen der Schenkelenden sind nahezu halbkreisförmig, untergreifen also die Kettengliedschenkel, um die Kettenzugkraft als Moment zu übernehmen und mit nur geringer Schrägstellung der Laschen an den Gelenkbolzen zu übertragen. Die Erfindung bezweckt in Weiterbildung jener bekannten Befestigungsvorrichtung, eine Schrägstellung der Laschen vollständig zu unterbinden. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Befestigen eines Mitnehmerteiles an einer Rundglieder-Förderkette, mit einem in ein an dem Mitnehmerteil angeschlossenes, mit seiner Bohrung quer zur Laufrichtung angeordnetes Auge hineingesteckten Bolzen, der zwei von der Mitnehmerseite aus in die Kette hineingesteckte Laschen trägt, die abgewinkelte Formteile sind, deren Schenkel in der Kettenglied- ebene am Ende und am Scheitel je eine bei den beiden Schenkeln spiegelbildliche, sich der Oberfläche der Kettengliedschenkel anschmiegende Hohlkehle besitzen, welche Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass der Bolzen ein die freien Schenkel der Laschen verspannendes Element ist und die Hohlkehlen derart angeordnet sind, dass sie das aus der Verspannung herrührende Moment jeder Lasche an den Kettengliedschenkeln abstützen können. In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Befestiglmgsvorrichtung mit auseinandergedrückten Laschen; Fig. 2 eine Befestigungsvorrichtung mit zusammengezogenen Laschen; und Fig. 3 die Befestigungsvorrichtung nach Fig. 2, im Längsschnitt nach Linie III-III. Unter Bezug auf Fig. 1 ist an einem Mitnehmerteil 1 beispielsweise eines Stahlgliederförderbandes ein Auge 2 angeschweisst, durch das ein Gelenkbolzen 3 hindurchgesteckt ist. Beiderseitig des Auges 2 sitzen auf dem Bolzen 3 je eine winklige Lasche 4 und 5. Bis auf die den Bolzen 3 aufnehmenden Löcher sind in dem Beispiel die Laschen 4 und 5 völlig gleich. Sie liegen lediglich um 1800 verdreht und sind geschmiedete Formteile. Die Laschenschenkel 6 stehen senkrecht zur Ebene 7 des Rundglieder-Kettengliedes 8, während die Schenkel 9 in dieser Ebene liegen. Die Schenkel 9 liegen in axialer Richtung des Kettengliedes 8 eng nebeneinander. Abweichend von dem Beispiel kann einer der Schenkel 9 gabelförmig sein und den zungenförmigen anderen Schenkel aufnehmen. Die Enden der Schenkel 9 besitzen nahezu gabelkreisförmige Hohlkehlen 10 und untergreifen mit einem Finger 11 je einen der Kettengliedschenkel 12 oder 13. Die Wurzel der Schenkel 6 und 9, d. h. der Bereich. des Scheitels des von den Schenkeln eingeschlossenen Winkels besitzt eine nahezu viertelkreisförmige Hohlkehle 14 und stützt sich damit von schräg oben an den Kettengliedschenkeln 12 bzw. 13 ab. Die Hohlkehlen beider Schenkel 9 sind in der Kettengliedebene spiegelbildlich geformt und schmie gen sich der Rundung der Kettengliedschenkel an, um eine satte Anlage zu erreichen. Es ist in der Regel nicht notwendig, die Hohlkehlen spangebend zu erzeugen. Der Bolzen 3 ist ein Gewindestift mit einem Vierkantzapfen 15 an einem Ende. Das andere Ende des Gewindestiftes sitzt in einem Sackloch 16 der Lasche 4, während das Loch 17 der Lasche 5 ein Gewindeloch ist und dem Stift als Mutterbohrung dient. 18 ist ein Federring, 19 eine Sicherungsmutter. Zur Herstellung der Befestigung nach Fig. 1 werden die beiden Laschen 4 und 5 in bekannter Weise in das Kettenglied 8 hineingeschwenkt. Alsdann wird das Mitnehmerauge 2 zwischen die im wesentlichen parallel stehenden Schenkel 6 der Laschen eingeschoben. In diesem Zustand lässt sich der Gewindestift 3 in die Lasche 5 einschrauben, und zwar so weit, bis der gewindelose vordere Teil des Stiftes auf den Grund des Sackloches 16 stösst. Ein auf den Vierkant 15 aufgesteckter Schlüssel zieht den Gewindestift fest und drückt dabei die beiden Schenkel 6 auseinander. Mit dem Gegenmoment stützen die Schenkel 9 sich an den Schenkeln 12 und 13 des Kettengliedes 8 ab. Dabei entstehen in dem Kettenglied 8 entgegengesetzt gerichtete Momente, die die Lage des Kettengliedes zu dem Mitnehmer nicht ver ändern. Jede Lasche 4 oder 5 ist also ein doppelarmiger Hebel, dessen Drehpunkt die Hohlkehle 14 ist. Nach der Verspannung der Befestigung wird die Sicherungsmutter 19 festgezogen. Die Laschen 25 und 26 der Vorrichtung nach Fig. 2 und 3 sind ebenfalls abgewinkelte Formstücke mit den Schenkeln 27 und 28. Die beiden Schenkel 27 nehmen ein Mitnehmerauge 30 zwischen sich auf, das an dem Mitnehmerteil 31 angeschweisst ist. In Durchgangslöchern der Laschen 25 und 26 und des Mitnehmerauges 30 sitzt als Gelenkbolzen eine Schraube 32 mit Kopf 33 und Mutter 34. 35 ist ein angebogenes Sicherungsblech. Die in der Ebene 7 des Kettengliedes 8 liegenden Schenkel 28 weisen umgekehrt zu den Schenkeln 9 der Fig. 1 die nahezu halbkreisförmigen spiegelbildlichen Hohlkehlen 36 im Bereich des Scheitels der jeweiligen Lasche auf und die nahezu viertelkreisförmigen entsprechenden Hohlkehlen 37 am äusseren Ende des Schenkels 28. Die umgekehrte Anordnung der Hohlkehlen ist durch die hier umgekehrte Verspannungsrichtung der Schraube 32 bedingt. Die Schraube übt eine Zugwirkung auf die Laschen aus, versucht also, die beiden Schenkel 27 einander zu nähern. Die dabei in den Kettengliedschenkeln 12 und 13 auftretenden Momente heben sich ebenfalls auf. Die beschriebenen Befestigungsvorrichtungen geben nur dem Bolzen 3 bzw. 32 eine Starrheit gegen über dem Kettenglied 8. Die Starrheit kann auch noch auf das Mitnehmerauge 30 der Fig. 2 ausgedehnt werden. Dazu ist es notwendig, Schraubenbolzen 32 und entsprechend die Bohrung des Mitnehmerauges prismatisch zu machen oder mit sonstigen die Verdrehung in der Bohrung verhindernden Teilen zu versehen. Auch das kopfseitige Ende des Schraubenbolzens muss dann unverdrehbar in der Bohrung der Lasche 26 sitzen. Mit entsprechenden üblichen Mitteln kann auch der Spalt zwischen den beiden Schenkeln 27 und dem Mitnehmerauge 30 ausgefüttert werden, so dass der Mitnehmer in jeder Hinsicht trotz des erheblichen Abstandes fest am Kettenglied 8 sitzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Befestigen eines Mitnehmerteiles an einer Rundglieder-Förderkette, mit einem in ein an dem Mitnehmerteil angeschlossenes, mit seiner Bohrung quer zur Laufrichtung angeordnetes Auge hineingesteckten Bolzen, der zwei von der Mitnehmerseite aus in die Kette hineingesteckte Laschen trägt, die abgewinkelte Formteile sind, deren Schenkel in der Kettengliedebene am Ende und am Scheitel je eine bei den beiden Schenkeln spiegelbildliche, sich der Oberfläche der Kettengliedschenkel anschmiegende Hohlkehle besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (3, 32) ein die freien Schenkel (6, 27) der Laschen (4/5 bzw. 25/26) verspannendes Element ist und die Hohlkehlen (10/14 bzw.36/37) derart angeordnet sind, dass sie das aus der Verspannung herrührende Moment jeder Lasche an den Kettengliedschenkeln (12. und 13) abstützen können.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen ein Gewindestift (3) ist, als dessen Mutterbohrung die Bohrung (17) einer der beiden Laschen (5) ausgebildet und dessen Widerlager die andere Lasche (4) ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen von einer die beiden Laschen (25 und 26) zwischen einem Kopf (33) und einer Mutter (34) aufnehmenden Schraube (32) gebildet ist.3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenbolzen (32) in dem Mitnehmerauge (30) und in einer der Laschen un verdrehbar ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Kettengliedebene (7) liegende Schenkel (9, 28) einer der beiden Laschen zungenförmig in dem entsprechend gabelförmig ausgebildeten Schenkel der anderen Lasche liegt.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Kettengliedebene (7) liegenden Schenkel (9, 28) der Laschen derart seitlich versetzt zu den anderen Schenkeln (6, 27) mit den Bolzenaugen der Laschen liegen, dass bei um 1800 gegeneinander gedreht eingesteckten Laschen die genannten Schenkel dicht nebeneinander liegen.
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