Bügeleisen Die Erfindung bezieht sich auf elektrisch beheizte Bügeleisen, wie sie insbesondere in Haushalten ver wendet werden, und befasst sich mit Massnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes und der Handha bung.
Bügeleisen dieser Art sind in verschiedenen Aus führungen bekannt, jedoch in der Regel so aufge baut, dass die Bügelsohle von einer Haube aus Me tall abgedeckt ist, an die sich der Handgriff aus Holz oder Kunststoff anschliesst. Die Bügelsohle wird von einem in Ausnehmungen angeordneten Heizwider- stand erhitzt,
und die für die einzelnen Gewebearten jeweils ,infrage ikommende, meist mit Hilfe eines auf der Haube oder am Griff angeordneten Drehknopfes eingestellte Bügeltemperatur wird durch einen unter der Haube angeordneten Thermostaten geregelt. Eine Kontrollampe zeigt an, wenn die gewählte Tempera tur erreicht ist.
Ferner sind B'üge'leisen bekannt, bei denen die nachteilige Wärmestrahlung des in der Bügelsohle vorgesehenen Heizkörpers auf die darüber befindli chen Teile durch Kühllamellen vermindert wird, so dass die Haube mit dem Griff des Bügeleisens aus einem Stück hergestellt werden kann.
Die bekannten Bügeleisen sind weiterhin so aus gebildet, dass sie vor oder nach dem Bügeln oder während der Bügelpausen in aufrechter Stellung ab gestellt werden können. Dazu sind an Griff und Hau benrückwand Nasen und am Griff eine seitliche Lei tungseinführung vorgesehen. Letztere liegt dabei an der Seite, auf der sie Rechtshänder während des Bü gelns nicht stören kann.
Zwar ist schon versucht wor den, ein Bügeleisen mit seitlicher Leitungseinführung sowohl für Links- als auch für Rechtshänder ver wendbar einzurichten, ohne dass ein Fachmann in Anspruch genommen werden muss, indem am hin- teren Griffende eine Klemmvorrichtung angebracht wurde,
um die Leitung auch nach der ihrer Einfüh rung entgegengesetzten Seite abführen zu können. Dabei muss aber die Leitung dann nahezu um l80 umgebogen werden, wodurch eine Knickstelle ent steht, die sie nach gewisser Zeit störanfällig macht.
Die Erfindung bezieht sich auf die vorteilhafte Weiterbildung eines Bügeleisens mit elektrisch be heizter Sohlenplatte und einer Abdeckhaube, die mit einem hohlen, gleichzeitig als Installationsgehäuse dienenden Handgriff aus einem Stück geformt ist,
wobei an der vorderen Stirnseite des Handgriffes ein mit Stelhnitteln im Handgriff bzw. in der hinteren Griffwurzel zusammenwirkendes Betätigungsorgan für einen in der Sohlenplatte angebrachten Tempera- turregler vorgesehen ist.
Gemäss der Erfindung sind nun das Betätigungs organ und die Stehmittel gebildet aus einem walzen förmigen, hohlen, an der Stirnseite des längsgeteilten Handgriffes drehbar gelagerten Knopf, der mit einem im Inneren des Griffes verlaufenden, in der Griff- wurzel drehbar gelagerten Schaltrohr fest verbunden ist,
das an seinem freien Erde eine Kurvenscherbe trägt, und durch einen höhenverschiebbar in der Griffwurzel gelagerten, senkrecht durch die Haube hindurchgeführten Schaltstift, der mit seinem oberen Ende kraftschlüssig gegen die Kurvenscheibe anliegt und mit seinem unteren Ende auf den beweglichen Einstellkontakt des Temperaturreglers drückt derart,
dass sich die Drehung des Rege3 nopfes auf den Ein- stellkontakt überträgt und den Abstand zwischen den Reglerkontakten verändert.
Der walzenförmige Drehknopf besitzt zweckmäs- sig eine durchgehende axiale Ausnehmung, in die von innen her das Schaltrohr eingeschraubt ist, dessen Ende ein als Fassung für eine Kontrollampe dienen des Innengewinde besitzt.
Die Stirnseite des Drehknopfes trägt mit Vorteil in bekannter Weise eine Einstellskala., und eine an der Stirnwand des Handgriffes angeformte, sich über die Länge des Drehknopfes erstreckende Nase dient als Einstellmarke.
Diese Anordnung erlaubt eine bequeme Bedie nung des Betätigungsorganes und ein leichtes Able sen seiner Einstellskala am aufrecht abgestellten Ge rät. Die z. B. im Zentrum des Betätigungsorganes angeordnete Kontrollampe ist von jedem Standort rings um das abgestellte Bügeleisen aus sichtbar.
Ausserdem ist durch diese Zuordnung von Betäti gungsorgan und Kontrollampe die Erkenntnis, dass Kontrollampe und Betätigungsorgan des Tempera turreglers in korrelativer Funktionsbeziehung mitein ander stehen, auch konstruktiv verwirklicht.
Sind in dem Bügeleisen in an sich bekannter Weise Kühllamellen zwischen Bügelsohle und Haube vor gesehen, so erlaubt die von den Lamellen bewirkte Wärmedämmung, die Haube aus Kunststoff herzu stellen. Vorteilhaft ist sie mit der unteren Griffschale des zur Aufnahme der Betätigungs- und Stel'lorgane in seiner Querebene längsgeteilten Griffes aus einem Stück aus Kunststoff gebildet, während die obere, ebenfalls aus Kunststoff bestehende Schale annä hernd rechtwinklig zur Bügelsohle so herumgezogen ist, dass sie gleichzeitig die Rückwand von Griff und Haube bildet.
Vorteilhaft sind die Griffschalen des längsgeteilten hohlen Handgriffes durch Ansätze und Ausnebmungen an der Trennfuge im Bereich oder in unmittelbarer Nähe von den Griffschalen angeform- ten, den Drehknopf lagernden Wülsten formschlüssig verbunden.
Damit wird nicht nur eine sichere, unverrückbare Verbindung der beiden Griffschalen erreicht, sondern auch ein stabiles und haltbares Lager für den den Temperaturregler beeinflussenden Drehknopf an der Stirnseite des Handgriffes gebildet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile werden im fol genden an einem Ausführungsbeispiel geschildert, das in der Zeichnung schematisch dargestellt ist, und zwar zeigen Fig. 1 ein Bügeleisen im Längsschnitt, Fig. 2 den Kopf des Handgriffgehäuses, aus Fig. 1 heraus gezeichnet, Fig. 3 einen Schnitt durch das Bügeleisen nach der Linie 1/I in Fig. 1, Fig. 4 ,einen Schnitt nach der Linie II-11 in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt durch das Bügeleisen und die eingeführte elektrische Leitung nach der Linie III-111 in der Fig. 1 und Fig. 6 eine Draufsicht auf die Bügelsohle des Bü geleisens mit schematisch dargestellter Anordnung des Heizwiderstandes und Thermostaten.
Die Bügelsohle ist mit 1 bezeichnet. Sie besteht aus einer Leichtmetallegierung, vorzugsweise Alu- minium-Druckguss. Sie trägt in bekannter Weise in Schamottmasse 2 eingebettet den elektrischen Heiz- widerstand 3 in der in Fig. 6 dargestellten Anord nung.
Die Bügelsohle ist von einer dachförmigen Haube 4 aus Kunststoff abgedeckt. Um den Wärmeübergang von der Bügelsohle zur Haube durch Strahlung und Konvektion möglichst gering zu halten, sind zwischen beiden beiderseits verspiegelte oder glanzpolierte Kühllamellen 5 aus Aluminium angebracht.
Diese Lamellen werden mit Hilfe von Abstandscheiben 6 in gleichen Abständen, die nicht kleiner als ein Milli meter sein sollen, gehalten und sind auf eine mit einem Flansch 7 versehene Gewindebuchse 8 (Fig. 1 und 4) nahe der Bügelspitze und zwei Gewindebol zen 9 (Fig. 3) am anderen Ende aufgereiht und mit diesen an insgesamt drei Punkten an der Bügelsohle befestigt.
Der Wärmeleitungsquerschnitt an diesen drei Stel len soll möglichst klein sein.
Die Gewindebuchse 8 ist in ein an die Bügelsohle angegossenes Auge 10 eingeschraubt und jeder der beiden schrägstehenden Bolzen 9 ebenfalls in ein an gegossenes Auge 11, wobei je ein auf beide Bolzen aufgeschraubtes Rohrstück 12 mit seinem Bund 13 das Lamellenpaket am rückwärtigen Ende zusam menhält.
Die einzelnen Lamellen, in diesem Falle sechs Stück, sind auf diese Weise zu einem Paket zu sammengespannt, das der äusseren Form der Bügel sohle 1 und der Dachform der Haube 4 angepasst isst. Sie haben nahe der Bügelspitze analog der Hau benform ebenfalls Dachform, deren spitzer Giebel jedoch mit zunehmender Breite der Bügelsohle fla cher ausläuft. Die spitze Dachform der Lamellen an der Bügelspitze hat den Vorteil, dass sich das Bügel gut nicht zwischen die Lamellen schieben kann. Ihre äusseren Kanten 14 sind zur Versteifung zur Bügel sohle hin leicht abgebogen.
Ausserdem sind die La mellen an ihren Spannstellen leicht durchgezogen, um eine gute Anlagefläche für die Abstandscheiben, ins besondere an den schräg in die Bügelsohle einge schraubten Bolzen 9 zu bieten.
Die Bügelsohle und Lamellenpaket nach oben hin abdeckende Haube 4 ist mit der unteren Schale 15 des zur Sohle leicht geneigten in seiner Querebene längs geteilten, aus zwei Schalen 15, 16 bestehenden hohlzylindrischen stirnseitig offenen Handgriffes aus einem Stück aus einem :thermoplastischen Kunststoff gespritzt.
Die obere Griffschale 16 ist ebenfalls aus einem thermoplastischen Kunststoff gespritzt und bil det gleichzeitig die Rückwand 17 der Haube bzw. des Griffes. An der Wurzel 18 des Griffes setzt sich die Haube 4 in eine den hohlen Griffsteg nach unten ab- schliessende Wand 19 fort, die mehrfach durchbro chen ist, und zwar für den Durchtritt der Steuer organe des Temperaturreglers (Fig. 1), der Rohr stücke 12 (Fig. 3) und der elektrischen Leitungen (Fig. 1 und 5),
die Haube wird an der Bügelsohle an drei Punkten befestigt; an der Spitze wird sie mittels einer angespritzten schwalbenschwanzförmigen Nut 20 (Fig. 4) auf den Kopf einer in die Gewindebuchse 8 eingeschraubten Senkschraube 21 aufgeschoben, während sie am entgegengesetzten Ende auf den bei den Rohrstücken 12 zwischen ihren Bunden 13, Di stanzscheiben 54 und den aufgeschraubten Muttern 22 festgelegt ist.
Die obere Griffschale 16 mit Rück wand 17 wird mit Hilfe von zwei an der Trennfuge angespritzten Nasen 23 in entsprechende Ausneh- mungen 24 an der unteren Griffschale 15 formschlüs sig eingehängt (Fig. 2) und mit Hilfe einer durch die leicht abgewinkelte Rückwand 17 hindurchgeführten, in die Wand 19 eingeschraubten Schraube 25 mit der Haube 4 fest verbunden.
Der Handgriff ist etwa 14 zur Sohle geneigt und trägt in seinem Inneren die Stehmittel für den Temperaturregler 47 und an sei ner offenen Stirnseite den walzenförmigen Drehknopf 26 für die Temperatureinstellung. Dieser besitzt eine Ringnut, mit der er zwischen .zwei stirnseitig an die beiden Griffschalen aasgeformten Wulsten 27, 28 drehbar gelagert ist. Eine in den Knopf eingelassene Druckfeder 29 mit Kugel 30 rastet ihn in den einzel nen Schaltstellungen ein.
Diese wiederum sind mit Hilfe der an seiner Stirnseite 31 angebrachten (nicht dargestellten) Skala und der an die untere Griffschale 15 aasgeformten keilförmigen Ablesemarke 32 ein stellbar.
Der Drehknopf ist mit einem im Inneren des Handgriffes in einem Winkelblech 33 drehbar gela gerten Schaltrohr 34 fest verbunden, das an einem freien Ende eine Kurvenscheibe 35 trägt. Das Win- kelbl'ech ist mit seinem Fuss 36 auf den beiden Rohr stücken 12 durch die Muttern 22 gehaltert (Fig. 3).
Die Kurvenscheibe überträgt die Drehbewegung von Drehknopf und Schaltrohr auf den im Fuss 36 des Winkelbleches in einem von ihm abgebogenen Lap pen 37 geführten Schaltstift 38 und wandelt sie dabei in eine vertikale Schubbewegung um.
Der Schaltstift greift durch eine öffnung 39 in der Decke 19 der Haube hindurch und ist mä dem Verstel:lgl'ied 45, 46 eines in der Bügelsohle angeordnetem Bimetal'lschal- ters 47 an sich bekannter Bauart gekuppelt. Die Funktion dieses Schalters ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Sowohl die untere als auch die obere Griffschale besitzen in den auf den beiden Seitenwänden des Griffes gelegenen Knickpunkten ihrer gemeinsamen Trennfuge je eine Ausnehmung 48 (Fig. 1), in wel che die seitlich eingeführte Knickschutztülle 49 mit der Leitung 50 eingelegt ist (Fig. 5).
Dabei ist die Tülle so geformt, dass sie die der Leitungseinfüh rung gegenüberliegende, nicht benutzte Ausnehmung mit einem Butzen 56 verschliesst. Die dreiadrige Lei tung ist an drei abgewinkelte Klemmleisten 51, 52, 53 angeschlossen, die mit Schrauben 51', 52', 53' auf einer gemeinsamen zwischen Unterlegscheiben 54 auf den Rohrstücken 12 mit den Muttern 22 festgespann ten Anschlussbrücke 55 befestigt sind (Fig. 3).
Mit dieser Anordnung ist es auch für den Laien leicht möglich, nach dem Lösender Schraube 25 die obere Griffschale mit Rückwand 17 abzunehmen, die Tülle mit Leitung aus der Ausnehmung in der unteren Griffschale herauszunehmen, um 180 zu drehen und wieder einzusetzen, ohne dass; dabei die Adern der Leitung 50 verwirrt werden. Auf diese Art kann das Bügeleisen schnell und auf einfachste Weise auch für Linkshänder eingerichtet werden.
Eine zentrische Ausneh'mung des Drehknopfes 26 nimmt eine Fassung 57 auf, die von den eingesetzten Enden Lies Rohces 34 gebildet wird. In sie ist eine Kontrollampe 58 eingeschraubt und so in den (im einzelnen nicht dargestellten) Stromkreis eingeschal- tet, dass sie beim Aufheizen des Widerstandes glimmt.
Beim Niederregeln der Temperatur bedeutet- das Auf- glimmen der Kontrollampe, dass die Minimaltempe ratur der eingestellten Stufe erreicht ist.
An die Rückwand 17 sind in möglichst grossen Abständen drei ausgeprägte Füsse 59, 60 angefommt, die in bekannter Weise dazu dienen, das Bügeleisen senkrecht abzustellen. Der obere Fuss 59 sitzt am Übergang von der Griffwurzel zum Steg, die beiden anderen Füsse 60 sitzen am unteren Rand der Rück wand in Höhe der Haubenunterkante. Sie gewähr leisten eine hohe Standsicherheit des abgestellten Ge rätes auch auf weicher Unterlage und stützen zu gleich die um die Haube aufgewiakelite Leitung.
Die am vorderen Ende des Griffes sitzende Mar kierungsnase 32 und der oben an der Griffwurzel sitzende Fuss 59 werden vorteilhaft so geformt, dass sie der Hand sowohl bei der Vorwärts- als auch bei der Rückwärtsbewegung des Bügeleisens einen Ge genhalt bieten.
Die Erfindung ist nicht auf die Merkmale der geschilderten Ausführung .beschränkt, sie kann auch mit anderen Werkstoffen und insbesondere auch bei Bügeleisen mit geschlossenem Griff verwirklicht wer den, der aus Fig. 1 der Zeichnung leicht entwickelt werden kann.