CH392904A - Optisches Glied zur Beeinflussung der Richtung des Fernrohr- oder Kreisablesestrahlenganges in optischen Instrumenten - Google Patents

Optisches Glied zur Beeinflussung der Richtung des Fernrohr- oder Kreisablesestrahlenganges in optischen Instrumenten

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CH392904A
CH392904A CH586061A CH586061A CH392904A CH 392904 A CH392904 A CH 392904A CH 586061 A CH586061 A CH 586061A CH 586061 A CH586061 A CH 586061A CH 392904 A CH392904 A CH 392904A
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CH
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liquid
prism
beam path
telescope
instrument
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CH586061A
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Matthias Herbert Ing Dr
Haller Rudolf
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Kern & Co Ag
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    • G01C15/002Active optical surveying means
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/64Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image
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Description


  



  Optisches Glied zur Beeinflussung der Richtung des Fernrohr-oder
Kreisablesestrahlenganges in optischen Instrumenten
Es sind optische Anordnungen im Fernrohr-oder im   Kreisablesestrahlengang    an   Theodoliten,    Nivellieren und anderen optischen   Messinstrumenten    bekannt, bei welchen ein   Flüssigkeitskeil    als brechendes und/oder reflektierendes Glied verwendet wird, wobei die Eigenschaft, dass die   Flüssigkeitsoberflä-    che immer selbsttätig im Horizont liegt, dazu ausgenützt wird, die Aufgabe derartiger Instrumente, Richtungen gegenüber dem Horizont festzulegen, unabhängig von der Horizontierung des Instrumentes automatisch und korrekt zu erfüllen.

   Bei Abweichungen des Instrumentes von der horizontierten Lage verändert sich der   Keilwinke1    des in einem fest am Instrument angeordneten Gehäuse befindlichen   Flüs-      sigkeitskeiles    und damit dessen optische Wirkung.



  Diese Tatsache wird zur Steuerung des   Fernrohr-    oder Kreisablesestrahlenganges im geforderten Sinn, d. h. zur Kompensation der fehlerhaften   Horizontie-    rung des Instrumentes ausgenützt.



   Da jedoch der   Brechungskoeffizient    von   Flüssig-    keiten verhältnismässig stark von der Temperatur abhängt, i, st auch die Wirkung eines solchen Flüssig  keitskeiles temperaturabhängig.    Die Erfindung bezweckt, den   fehlerverursachenden    Einfluss der Anderung des   Brechungskodfizienten    der verwendeten Flüssigkeit bei Temperaturänderungen weitgehend zu vermindern.



   Gegenstand der Erfindung ist ein optisches Glied zur Beeinflussung der Richtung des Fernrohr-oder    Kreisablesestrahlenganges in optischen Instrumenten,    welches aus einem in einem fest im Instrument an   geordneten Gehäuse enthaltenen Flüssigkeitsprisma    besteht, welches eine frei im Horizont liegende FlÏche, an welcher das Strahlenb ndel total reflektiert wird, aufweist und dessen ubrige Begrenzungsflächen gegenüber Glas derart angeordnet sind, dass das einretende Strahlenbündel die Eintrittsfläche in das    Flüssigkeitsprisma mindestens angenähert senkrecht durohsetzt.   



   Wie nachstehend nachgewiesen wird, ist ein solches   Flüssigkeitsprisma    dem Fehler verursachenden Einfluss der Änderung des   Brechungskoeffizienten    der Flüssigkeit bei Temperaturänderungen in wesentlich geringerem Masse unterworfen als die bekannten Fliissigkeitskeile.



   In der Zeichnung sind zwei   Flüssigkeitskeile    be  kannter    Art und   zwei'beispielsweise Ausfuhrungs-    formen des als optisches Glied im Fernrohr-oder   Kreisablesestrahlengang eines    optischen Messinstrumentes verwendeten   Flüssigkeitsprismas    gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.



   Fig. la und Fig. lb zeigen einen   Flüssigkeitskeil    bekannter Art bei genau horizontierter Lage des Instrumentes und bei gegenüber dem Horizont um den Winkel   u    gekippter Lage des Instrumentes.



   Fig. 2a und 2b zeigen eine andere bekannte Anordnung mit einem bekannten   Flüssigkeitskeil,      eben-    falls bei genau   horizontierter    Lage des Instrumentes und bei gegenüber dem Horizont um den Winkel u gekippter Lage und dienen zur Erläuterung der der Erfindung zugrunde liegenden ¯berlegungen.



   Fig. 3a und Fig. 3b zeigen eine erste beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Flüssigkeitsprismas bei genau horizontierter und bei um den Winkel u gekippter Lage des Instrumentes.



   Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform des er  findungsgemässan Flüssigkeitsprismas.   



   In Fig. la und lb ist mit 1 eine Schale aus Glas bezeichnet, welche fest in einem nicht dargestellten Messinstrument, beispielsweise einem   Theodoliten,    einem Nivellier, im Fernrohr-oder im   Kreisablese-    strahlengang angeordnet ist. Diese Schale 1 ist zum Tei mit einer klar durchsichtigen Flüssigkeit 2 gefüllt. Bei genau horizontierter Lage des Messinstrumentes (Fig. 1a) durchsetzt das senkrecht auffallende Strahlenbündel 3, das parallel', konvergent oder divergent sein kann, die Flüssigkeit 2 und den Boden der Schale 1 und geht ungebrochen in das Strahlenbündel   3'über.   



   In Fig. lb ist das   Messinstrument    und damit die Schale 1 mitsamt dem gerätefesten Strahlenbündel 3 um den Winkel   u    gegenüber dem Horizont gekippt.



  Die Flüssigkeit 2 wird dadurch zum optisch wirkenden Keil und lenkt das Strahlenbündel 3'nach 3"ab.



  Der Winkel zwischen entsprechenden Strahlen der Strahlenb ndel 3' und 3" betrÏgt ?1 (v) =   u    (nF-1), wenn nF der Brechungskoeffizient der Flüssigkeit 2 ist.



     Andert    sich der   Brechungskoeffizient    der   Flüssig-    keit 2 infolge einer Temperaturänderung derselben um   Anp,    so ändert sich auch   91    um   A nF.   



  Die   verhältnismässige Änderung    von cpl infolge einer Temperaturänderung der Flüssigkeit 2 beträgt    A Anp     ?1 nF-1
In Fig.   2a    und Fig. 2b ist ein   ähnlicher Flüssig-      keitskeil dargestellt.    Der Boden des wiederum fest in dem nicht dargestellten Instrument im Fernrohroder im Kreisablesestrahlengang angeordneten Behälters   11,    in welchem sich die klar durchsichtige Flüssigkeit 12 befindet, ist durch ein Glasprisma lla gebildet.

   Der Behälter 11 ist derart im Instrument angeordnet, dass ein   Strahlenbündcl    13 senkrecht auf die zum Horizont geneigte   Einfallsflächellb    des   Glasprismas lla-auftrifft.    Dieses Strahlenb ndel 13 wird beim   Ubergang    vom Glas des Prismas lla in die Flüssigkeit 12 gebrochen, dann an der freien Oberfläche der Flüssigkeit 12 total reflektiert und beim Dbergang von der Flüssigkeit 12 in das Glas des Prismas 11a gegengleich gebrochen, um dann, wenn das Instrument genau horizontiert ist, als Strahlenbündel 13'senkrecht aus der gegengleich zur EinfallsflÏche llb des Prismas zum Horizonte geneigten Awstrittsfläche llb des Prismas auszutreten.

   nF ist der   Brechungskoeffizient    der Flüssigkeit 12 und nG der Brechungskoeffizient des Glases des   Prismas lla.   



   Wird nun das Instrument und damit der   Behäl-    ter 11 mitsamt dem gerätefesten Strahlenbündel 13 um den Winkel u gekippt (Fig. 2b), so tritt das Strah  lenbündel    nicht mehr als Strahlenbündel 13'senkrecht aus der Austrittsfläche llc des Prismas 11a aus, sondern erfährt eine Ablenkung nach 13". Der Ablenkungswinkel?2 (v) ergibt sich aus der Gleichung :
EMI2.1     
 wenn mit a der Einfallswinkel des Strahlenb ndels 13 auf die Grenzfläche zwischen dem Prisma lla und der Flüssigkeit 12 bezeichnet ist. Tritt eine Temperaturänderung ein, so ist lediglich deren Einfluss auf den Brechungskoeffizienten nf der Flüssigkeit von Belang.

   Die Änderung   A92    von   y,    beträgt :
EMI2.2     
 Die   verhältnismässige    Änderung von   92 infolge    einer Temperaturänderung beträgt :  ??2 nF.   np. AnF       cp2 nF2-nG2 sin2α    In dieser Beziehung liegt die Möglichkeit begründet, den Faktor möglichst klein zu machen dadurch, dass zwar die Fl ssigkeitsoberflÏche immer noch total reflektiert, der   Eintri. ttswinkel    in die Flüssigkeit aber gleich Null gemacht wird,   d.    h. dadurch, dass man gemäss der Erfindung den   Flüssigkeitskeil    zum   Flüssigkeitspris-    ma macht.



   Das in Fig. 3a und Fig. 3b dargestellte Flüssig  keitsprisma    besitzt ein Gehäuse, welches zwei senkrecht zueinander stehende WÏnde 21a und 21b aus Glas aufweist, zwischen welchen sich die klar durchsichtige Flüssigkeit 22 befindet. Dieses Gehäuse ist im Fernrohr-oder im Kreisablesestrahlengang eines nicht dargestellten Instrumentes derart angeordnet, dass das   gerätefeste    Strahlenbündel 23 senkrecht auf die Wand 21a auftrifft. Bei genau horizontierter Lage des Instrumentes tritt das Strahlenbündel 23 durch die Wand 21a hindurch ungebrochen in die Flüssigkeit 22 ein und wird an deren Oberfläche total reflektiert, um dann als Strahlenbündel 23'wiederum ungebrochen senkrecht durch die Wand 21b auszutreten.

   Wird das Instrument und damit das Gehäuse 21a, 21b mitsamt dem gerätefesten Strahlenbündel 23 um den Winkel   u    gekippt, so tritt das Strahlenbündel 23'nicht mehr senkrecht durch die Wand 21b hindurch aus, sondern wird nach   23"abgelenkt.    Der Ablenkungswinkel zwischen der Senkrechten auf die Wand 21b und dem austretenden Strahlenbündel 23"   ist cps (u)    = 2u. nF. Die temperaturbedingte Anderung von   (ps    beträgt   Ay,    =   2u.    AnF.

   Daraus ergibt sich die   verhältnismässige    Anderung als    93    ?nF     = ?3 nF    Dieser Faktor ist wesentlich kleiner als   
1  ,  ?1    d. h. der bei einer TemperaturÏnderung infolge Ver änderung des Brechungskoeffizienten nF der   Flüssig-    keit verursachte Fehler ist erheblich kleiner als bei den bekannten   Flüssigkeitskeilen.   



   Das in Fig. 4 dargestellte   Flüssigkeitsprisma    un   terscheidet    sich vom   Flüssigkeitsprisma    nach Fig. 3a und Fig. 3b lediglich dadurch, dass es f r gestreckten Strahlengang ausgebildet ist. Zu diesem Zwecke weist der Behälter fiir die Flüssigkeit 32 an Stelle der planparallelen Wände 21a und 21b des vorbeschriebenen Beispiels als WÏnde zwei   Glasprismen    31a und 31b auf, welche bewirken, dass bei genau   horizontiertem    Instrument das austretende Stralenb ndel 33' in die Richtung des eintretenden StrahlenbundeIs 33 gebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Optisches Glied zur Beeinflussung der Richtung des Fernrohr-oder Kreisablesestrahlenganges in optischen Instrumenten, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem in einem fest im Instrument angeord- neten Gehäuse enthaltenen Flüssigkeitsprisma be- steht, welches eine frei im Horizont liegende FlÏche, an welcher das Strahlenbündel total reflektiert wird, aufweist und dessen übrige Begrenzungsflächen gegenüber Glas derart angeordnet sind, dass das einretende Strahlenbündel die Ei, ntrittsEäche in das Flüssigkeitsprisma mindestens angenähert senkrecht durchsetzt.
    UNTERANSPRUCH Optisches Glied nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Streckung des Strahlen- ganges der Einfalls- und der Austrittsfläche des Flats- sigkeitsprismas ein Glasprisma vor-bzw. nachgeschaltet ist.
CH586061A 1961-05-18 1961-05-18 Optisches Glied zur Beeinflussung der Richtung des Fernrohr- oder Kreisablesestrahlenganges in optischen Instrumenten CH392904A (de)

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