Regulierventil Die Erfindung betrifft ein Regulierventil mit einem sowohl drehbaren als auch axial hin und her verschiebbaren Kolben zum Öffnen und Schliessen bzw. Regulieren dreier Leitungswege, von denen der eine axial eingerichtet ist und die beiden anderen seitlich vorgesehen sind. Die Art des hier interessie renden Regulierventiles ist an sich bekannt und im wesentlichen bestimmt durch einen sowohl dreh baren als auch axial hin und her verschiebbaren Kolben zum öffnen und Schliessen bzw. Regulieren dreier Leitungswege, von denen der eine axial einge richtet ist und die beiden anderen seitlich vorgesehen sind.
Die Erfindung bringt ein solches Regulierventil in verbesserter Ausführung. Die Steuerbewegungen des Kolbens (Drehen und axiales Verschieben) er fordern nicht unbedingt zweierlei Handhaben, sie können; vielmehr mittels nur einer Handhabe ge schehen, wobei eine der Bewegungen die Grösse der Durchlaufmenge und die andere das Mischungs verhältnis bestimmt.
Zweck der Erfindung ist, die erwähnten Regulier ventile, die als Mischbatterien bislang entweder nur für Druckbetrieb, nicht aber für überlaufspeicher- betrieb, oder nur für überlaufspeicherbetrieb und nicht für Druckbetrieb brauchbar waren, so zu ver bessern, dass sie als Mischbatterie für sogenannten Druckbetrieb und auch als Mischbatterie für sogenann ten überlaufspeicherbetrieb verwendbar sind. Darüber hinaus ist darauf hingezielt, die Konstruktion weniger aufwendig als bisher zu gestalten, sie so einfach wie nur möglich zu erzielen, nicht aber die Betriebszuver lässigkeit darunter leiden zu lassen.
Die Konstruktion soll, gleichgültig ob das Regulierventil als Misch batterie für Druckbetrieb oder als Mischbatterie für überlaufspeicherbetrieb verwendet wird, stets gleich gut zuverlässig sein, insbesondere auch die Gefahren ausschliessen, dass ein Überströmen aus irgendeiner der Flüssigkeitsleitungen in eine andere vorkommen kann.
Das Regulierventil der erfindungsgemäss ver besserten Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden seitlichen Leitungswege des Gehäuses vom axialen Leitungsweg gemeinsam mittels eines Kolbens absperrbar sind, zur Längsmittelachse in verschiedenen Querebenen des Gehäuses vorgesehen sind und der Kolben rings seines Umfanges in einer Ebene zwischen den Ebenen der beiden seitlichen Leitungswege des Gehäuses abgedichtet ist.
Aus der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ersichtlich.
Das Ventil besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, nämlich aus einem Gehäuse 1 und einem Kolben 2, der in einer seiner Grösse entsprechenden axialen Ausbohrung des Gehäuses 1 sowohl axial hin und her verschiebbar als auch drehbar ist, so insbesondere mittels eines oben an bzw. in dem Gehäuse kugelgelenkig vorgesehenen Griffes 3, dessen Gelenkkugel mit dem Kolben 2 durch eine Lasche 4 verbunden ist. Das schliesst allerdings nicht aus, den Kolben mittels einer Schraubspindel axial hin und her verstellbar zu machen und zum Hin- und Her drehen noch einen besonderen Drehgriff vorzusehen.
Von den an sich bekannten, mittels des Kolbens 2 steuerbaren Leitungswegen ist der axiale Leitungs weg 5 den beiden seitlichen Leitungswegen 6 und 7 gegenüber dadurch absperrbar, dass der Kolben 2 mit einer ihm am vorderen bzw. unteren Ende ange brachten Dichtungsscheibe 8 gegen die Einmündung des axialen Leitungsweges 5 in das Gehäuse 1 ge drückt wird. Die seitlichen Leitungswege 6, 7 sind, wie aus der Zeichnung deutlich hervorgeht, in ver schiedenen Querebenen des Gehäuses vorgesehen. Der Kolben 2 ist von dem das Dichtungsmittel 8 tragenden Ende her teilweise axial ausgebohrt.
Oben im Kolben 2 ist diese mit 9 bezeichnete axiale Aus bohrung durch eine über einen gewissen Umfangs abschnitt 10, 11 des Kolbens sich erstreckende Aus- fräsung seitlich angeschnitten. Eine über einen Teil des Kolbenumfanges sich erstreckende Ausfräsung ist dem Kolben 2 bei 12 eingearbeitet. Gegenüber den seitlichen Leitungswegen 6, 7 des Ventilgehäuses 1 sind die erwähnten Ausfräsungen<B>11,</B> 12 so ange ordnet, dass sie, solange das Ventil geschlossen ist, sich also in der aus der Zeichnung ersichtlichen Stellung befindet, zur Unterkante des dazugehörigen seitlichen Leitungsweges im Gehäuse etwas zurück stehen.
Erreicht ist dadurch, dass beim Öffnen des Ventils der axiale Leitungsweg 5 zu den seitlichen Leitungswegen 6, 7 erst freigegeben wird, wenn der Kolben 2 mit seiner Dichtung 8 einwandfrei von der Einmündung des axialen Leitungsweges 5 abgehoben ist. Rings seines Umfanges ist der Kolben 1 in einer Ebene zwischen den Ebenen der beiden seit lichen Leitungswege 6, 7 in der ihn aufnehmenden Bohrung des Gehäuses abgedichtet, vorzugsweise mittels einer Rundgummidichtung 13. Es ist durch diese Abdichtung eine praktisch ausreichende Ge währ dafür geschaffen, dass bei geschlossenem Ventil keine flüssigkeitsleitende Verbindung zwischen den seitlichen Leitungswegen 6, 7 zustande kommen kann.
Bei Gebrauch des Ventiles als Mischbatterie für überlaufspeicherbetrieb ist der axiale Leitungsweg 5 mit der Frischwasserzuleitung und einer der beiden seitlichen Leitungswege, so beispielsweise der Lei tungsweg 6, mit dem überlaufspeicher, der andere seitliche Leitungsweg, so beispielsweise der Leitungs weg 7, mit dem Batterieauslauf zu verbinden, wobei mit diesem Auslauf zugleich auch eine Verbindung vom Wasserauslauf des Überlaufspeichers herzustel len ist.
Wird das Ventil geöffnet, also der Kolben 2 mit seiner Dichtung 8 von der Einmündung des das Frischwasser zuführenden axialen Leitungsweges 5 abgehoben, so werden die seitlichen Ausfräsungen <B>11,</B> 12 des Kolbens 2 zu den seitlichen Leitungswegen 6, 7 erst frei, wenn der Kolben einen gewissen Bruch teil seines Öffnungshubes zurückgelegt hat. Erreicht ist dadurch, dass die Kolbenausfräsungen 11, 12 in dem Augenblick, in welchem sie zu den Leitungs wegen 6, 7 frei zu werden beginnen, stets voll mit Flüssigkeit, im vorliegenden Beispielsfall mit Frisch wasser, gefüllt sind und dieses unverzüglich in die Leitungswege 6, 7 einströmen lassen.
Je weiter der Kolben von der Einmündung des axialen Leitungs weges 5 abgehoben wird, um so mehr kommen die Umfangsnuten 11, 12 des Kolbens mit den seitlichen Leitungswegen 6, 7 in Deckung und um so grösser wird demzufolge natürlich auch die Gesamtauslass- menge des Ventiles. Durch Drehen des Kolbens können die Grössen der Flüssigkeitsauslassmengen zu den seitlichen Leitungswegen 6, 7 einander umge kehrt proportional verändert werden, d. h.
es kann die Durchflussmenge bei 7 vergrössert und zugleich die Durchflussmenge bei 6 entsprechend verringert, oder umgekehrt die Durchflussmenge bei 6 vergrössert und die Durchflussmenge bei 7 entsprechend verringert werden. In jedem Falle bleibt die Gesamtauslauf menge entsprechend der jeweiligen Hubgrösse des Kolbens 2 stets unverändert, gleichgültig, in welche Drehstellung der Kolben auch immer gebracht werden sollte. Um das Ventil als Mischbatterie für Druckbe trieb verwenden zu können, sind die Anschlüsse für die nötigen zwei Druckflüssigkeitszuleitungen (z. B.
Kaltwasser- und Warmwasserzuleitung) bei 6 und 7 herzustellen. Der axiale Leitungsweg 5 wird in diesem Falle als Auslass verwendet. Auch in diesem Falle sind die Durchlassmengen ohne weiteres durch axiales Verstellen und die Mischungsverhältnisse durch ent sprechendes Hin- und Herdrehen des Kolbens be stimmbar.
Das Mittel zum axialen und auch drehenden Hin- und Herbewegen des Steuerkolbens 2 ist, wie oben schon erklärt wurde, ein Stellgriff 3, der mit einer Kugel 14 in einer Pfanne 15 gelagert ist. Die Kugel pfanne 15 ist oben mit dem Gehäuse 1 zweckmässig verschraubt vorgesehen. Das besonders Vorteilhafte ist, dass der Hebel 3, die Gelenkkugel 14, die Schraubenfeder 17, die Glieder 16. 18 und der mit der Kugel 14 durch die Lasche 4 verbundene Steuer schieber 2 eine in sich abgeschlossene Baueinheit bilden, die komplett ein- und auch ausgebaut werden kann.
Dadurch erweist sich die Fabrikation des Ventils als ausserordentlich bequem, einfach und zuverlässig. Das gilt im übrigen auch für Reparaturen.
Damit der Hebel 3 verhältnismässig leicht und bequem bedient werden kann, aber auch in jeder Betriebsstellung einwandfrei stehen bleibt, sich also nicht selbsttätig verstellt, ist die Kugel 14 in der Kugelpfanne 15 mit einem Bremsring 16 belastet. Dieser Ring 16 steht unter dem Druck einer Feder 17, deren Spannung bzw. Druckwirkung auf das Bremsglied 16 mittels eines Stellgliedes 18 regelbar ist. Das Stellglied 18 ist der Kugelpfanne 15 von unten her eingeschraubt, von aussen her also unzu gänglich, so dass unbefugtes Verändern der jeweils eingestellten Bremsung des Stellhebels 3 ausgeschlos sen bzw. nicht ohne weiteres möglich ist.