CH393048A - Einrichtung zur Steuerung einer Speisevorrichtung - Google Patents

Einrichtung zur Steuerung einer Speisevorrichtung

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CH393048A
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Eppenberger Paul
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Buehler Ag Geb
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Description


  Einrichtung zur     Steuerung        einer    Speisevorrichtung    In Verarbeitungsmaschinen mit Speisevorrich  tungen, die in Abhängigkeit der     zufliessenden    Gut  menge geregelt werden bei gleichmässiger Verteilung  des Guts über eine gewisse Breite, wurden bereits       Mess-    und Regelgeräte vorgeschlagen.  



  Es ist eine an einer Feder aufgehängte und mit  seitlichen Armen versehene Überwachungsvorrichtung  bekannt, die derart einen schwimmartigen Körper  bildet. Dabei reagiert diese Überwachungsvorrichtung  auf die Geschwindigkeit des     durchfliessenden    Gutes.  Sie weist aber den Nachteil auf, dass bei     Änderung     der Gutkörnung auch das     Messresultat    verändert wird.  



  Auch ist bekannt, dass Schwimmkörper über das  zu verarbeitende Gut angehoben und auf das Gut  niveau abgesenkt werden. Die sich durch die Absen  kung ergebenden     Schwimmkörperlagen    werden in  elektrische Werte transformiert und als solche für die  Steuerung verwendet.  



  Dadurch ergibt sich ein umfangreicher, teurer       Vorrichtungsaufbau,    was besonders bei Hilfseinrich  tungen zu vermeiden ist.  



  Die Erfindung will eine neuartige, vorteilhafte  Einrichtung zur     Steuerung    einer     Speisevorrichtung,     insbesondere bei Verarbeitungsmaschinen körniger  bis pulveriger Güter, angeben.  



  Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steue  rung einer Speisevorrichtung mit Speisespalt in Ab  hängigkeit der Guthöhe, dadurch     gekennzeichnet,    dass  ein     Fühlelement    im wesentlichen durch ein sich stets  an die     Gutoberfläche        arbeitendes,    angetriebenes Flü  gelrad gebildet ist und mit Steuerelementen zur  Veränderung der Gutspeisung in Verbindung steht.  



  Durch die Verwendung eines stets rotierenden  Flügelrades wird eine vorteilhafte Möglichkeit nach  dem Prinzip eines sich durch ein     fliessfähiges    Medium  durcharbeitenden Propellers gezeigt, um     damit        Schütt-          guthöhen    kontinuierlich zu bestimmen, und um gleich-    zeitig in Abhängigkeit davon Steuerelemente, z. B. für  die Spaltweite zwischen einem Speiseschieber und  einer Speisewalze, zu beeinflussen.

   Dadurch ergibt sich  der Vorteil einer Messung und kombinierten Steue  rung in regelnder Art mit kurzer Zeitkonstante bei  geringem Energiebedarf und stetig feiner Anpassung  an     kleinste        Messgutveränderungen    unter Vermeidung  der     Verschüttungs-    und     Verklemmgefahr.    Dadurch,  dass die Messung auch nicht vom Strömungswider  stand abhängig gemacht wird, ergeben sich auch we  sentlich genauere     Messgrössen.     



  Die Zeichnung zeigt am Beispiel eines Walzen  stuhls zwei Ausführungsformen der Erfindung, wobei  konstruktive Einzelheiten wie Lager, Gehäuse und  ähnliches nur schematisch angedeutet sind.  



       Fig.    1 zeigt eine erste Ausführungsform der Fühl  und Steuervorrichtung in parallelperspektivischer Dar  stellung.  



       Fig.    2 zeigt das     Fühlelement    der Steuervorrich  tung der     Fig.    1 in     Aufrissdarstellung.     



       Fig.    3 zeigt die Steuervorrichtung als     Regelglied     in einer zweiten Ausführungsform in parallelperspek  tivischer Darstellung.  



  In einem durch     Fig.    1 und     Fig.    2 wesentlich  vereinfacht gezeigten     Walzenstuhl    9 mit einem oben  liegenden     Fallrohr    10 zur Speisung desselben sind  zwei Walzen 11 und 12 gelagert. Diesen beiden       Mahlwalzen    ist eine     Speisewalze    13 mit einer Spei  seklappe 14 zugeordnet. Zur Steuerung des Speise  spaltes zwischen der     Speisewalze    13 und der Speise  klappe 14 ist ein oberhalb dieser Speisevorrichtung  vorgesehenes     Niveaufühlelement    15 an einem um eine  Drehachse 16 schwenkbaren Hebel 17 vorgesehen.

    Dieses     Niveaufühlelement    15 wird von der Mahlwalze  12 aus über eine auf der gleichen Welle sitzende An  triebsscheibe 20, einem endlosen     Riemen    21 und einer  nachfolgenden Antriebsscheibe 22, die auf einer      Welle 23 sitzt und über ein Kreuzgelenk 24 mit der       Fühlerwelle    25 gelenkig verbunden ist, angetrieben.  Ein Gehäuse 26 umfasst ein     Kegelradgetriebe    27 mit  dazugehöriger Propellerwelle 28. Die Propellerwelle  28 trägt oben einen Propeller 29. Auf der dem Hebel  17 abgewandten Seite zur Drehachse 16 ist ein  Gegengewicht 30 vorgesehen, das den Hebel mit  dem     Niveaufühlelement    15 in nahezu ausgewogener  Lage hält.

   Durch Rotation des Propellers 29 arbei  tet sich dieser stets an die Oberfläche des Mahlgut  kegels 31 empor. Änderungen der Kegelhöhe 31 be  wirken     Änderungen    der Lage des Propellers 29 und       damit    Winkelveränderungen in bezug auf die Dreh  achse 16. Diese Winkeländerungen werden durch  einen Arm 33 über eine     Kugelgelenkstange    34 mit  den beiden Kugelgelenken 35 auf einen Winkelhebel  36, der auf einer Schwenkachse 37 gelagert ist, über  tragen. Durch den Übersetzungshebel 39, der mit  einem verstellbaren Finger 40     zur        übersetzungsanpas-          sung    versehen ist, werden die Winkelveränderungen  in geeignetem Abbildungsmassstab auf den Feinstell  hebel 41 übertragen.

   Dieser Feinstellhebel 41 trägt  eine     Feinstellmutter    42, die auf einer     Feinstellspindel     43 verschiebbar vorgesehen ist. Diese     Feinstellspin-          del    43 ist über eine     Klappenstange    44 mit der Speise  klappe 14 verbunden, die mit     Klappenzapfen    45  drehbar     gelagert    ist. Einer tiefsten Stellung des     M-          veaufühlelementes    15 entsprechend ist z. B. dem  Winkelhebel 36 ein Endschalter 50 zugeordnet.

   Durch  diese Anordnung ergibt sich folgende Funktionsweise:  Das zu verarbeitende Mahlgut erreicht durch das       Fallrohr    10 den Walzenstuhl 9 und bildet über der  Speisewalze 13 mit der Speiseklappe 14 einen Kegel  31. Je nach Höhe dieses     Mahlgutkegels    31 stellt sich  eine gewisse Lage des     Niveaufühlelementes    15, ge  bildet durch den Propeller 29 über dem Gehäuse 26  mit dem     Kegelradgetriebe    27, ein. Dabei arbeitet sich  der Propeller 29 während des Betriebs der Mahl  walzen 11 und 12, mit diesen gekuppelt durch das  Riemengetriebe 20, 21, 22 über das Gestänge 23,  das Kreuzgelenk 24 und die Stange 25 stets an dessen  Oberfläche empor.

   Steigt nun der Propeller 29 in  die Höhe, so     führt    der Arm 33 eine Abwärtsbewegung  aus, was am Winkelhebel eine Bewegung nach vorne       bewirkt,    womit die Speiseklappe stärker geöffnet wird  und der     Mahlgutkegel    31 daher etwas rascher abgetra  gen werden kann. Damit ergibt sich eine stete feine  Anpassung des Speisespaltes an die zufliessende Mate  rialmenge und die     abfliessende        Mahlgutmenge.    Dies  bewirkt aber auch eine optimale Ausnützung und eine  gleichmässige     Vermahlung    des Gutes, da stets Mahl  gut über die ganze Speisespaltbreite und damit auch  über die gesamte Mahlbreite verteilt wird. Unter  schreitet der Kegel 31 eine bestimmte Höhe, z. B.

    die Höhe 31' gemäss     Fig.    2, so spricht der Schalter  50 an, und die gesamte Mahlanlage wird stillgesetzt,  was einer Schonung der     Mahlwalzen    dient. Durch  den Finger 40 auf dem Übersetzungshebel 39 gegen  über dem Winkelhebel 36 lässt sich auf einfache Art  und Weise die     Übersetzung    einstellen, während eine    sehr feine Einstellung durch die Feinstellmutter 42  auf der     Feinstellspindel    43 erfolgen kann. Durch diese  Anordnung lässt sich das     Niveaufühlelement    und da  mit die ganze Steuer- und Regelvorrichtung an belie  bige Mahlgüter anpassen.  



  Durch diese beschriebene Vorrichtung ergibt sich  eine einfache, rasch ansprechende mechanische Re  gelstrecke. Sie zeichnet sich durch einfachen Auf  bau und sehr feine     Ansprechgenauigkeit    aus. Gleich  zeitig ist der     apparative    Aufwand auf ein Minimum  reduziert.  



  Als Ausführungsvariante ist anhand von     Fig.    3  ein erfindungsmässiges     Niveaufühlelement    zur Steue  rung eines hydraulischen Walzenstuhls gezeigt. Gleich  zeitig wird eine weitere Antriebsmöglichkeit des     Ni-          veaufühlelements    gezeigt. Wiederum sind Mahlwalzen  11 und 12, die in bekannter Weise angetrieben sind,  in einem Walzenstuhl gelagert. Auf der Achse 51  der Walze 12 ist ein Antriebsrad 52 befestigt, das  mit dem Rad 53 auf separater Achse durch einen  Riemen 54 in treibender Verbindung steht. Die Welle  53' des angetriebenen Rades 53 wiederum ist mit  einer     flexiblen    Welle 55 verbunden, die in einer  flexiblen Hülle 56 geführt ist.

   In einem     Fühlelement-          gehäuse    57, worin die Propellerwelle 28 und der Pro  peller 29 gelagert sind, erfolgt eine Verbindung zwi  schen der flexiblen Welle 55 und der Propeller  welle 28. Das     Fühlelementgehäuse    57 ist an einem  Hebel 59, der durch die Achse 60 gelenkig gelagert  ist, befestigt.  



  Während die Regulierung des Speisespalts in oben  beschriebener Weise erfolgen kann, ist an Stelle des  Schalters 50 eine hydraulische     Ausrückvorrichtung     vorgesehen. Auf der Achse 60 sitzt ein Betätigungs  arm 61, der in einer bestimmten tiefsten Lage des       Niveaufühlelementes    15 auf ein Steuerventil 65, das  durch eine Steuerleitung 66     gespiesen    wird, einwirkt.  Dieses Steuerventil 65 ist durch Leitung 67 mit einem  Leistungsventil 68, das durch Leitung 69 an ein       Druckmittelsystem    angeschlossen ist, verbunden. Die  ses Leistungsventil 68 wirkt über die Druckmittel  leitung 70 auf den Arbeitszylinder 71, der sich  gegen einen Fixpunkt 72 des Walzenstuhls abstützt,  ein.

   Die Mahlwalze 11 ihrerseits ist mit ihrem Lager  zapfen 73 in einer um den Drehzapfen 74 schwenk  bar gelagerten Lasche 75, die sich auf eine Klimme  einer Kolbenstange 77 abstützt, gehalten. Eine gleiche  Lagerung der Mahlwalze 11 ist dabei auf der andern  Seite derselben vorgesehen.  



  Diese Anordnung dient folgender Funktionsweise:  In einer untersten Stellung des Propellers 29 wird  das Steuerventil 65 durch den     Arm    61 betätigt. Da  mit wird aber auch das Leistungsventil 68 geöffnet  und der Kolben im     Zylinder    71 führt eine Bewegung  nach unten aus, womit durch die Kolbenstange 77 die  Lasche 75 nach unten mitgenommen wird und die  Walze 11 sich von der Walze 12 entfernt. Dadurch  ist eine Beschädigung der Mahlwalzen bei mangeln  dem Material     verunmöglicht.         Durch diese     Vorrichtungsgestaltung    lässt sich das  Steuer- und Regelsystem zur Speisung des Walzen  stuhls in das hydraulische     Anpresssystem    der Mahl  walze einbauen.

   Bei Fehlen von Mahlgut rücken da  her die Mahlwalzen sehr rasch auseinander, womit  eine betriebssicherere Funktionsweise der ganzen An  lage gewährleistet wird.  



  Als Variante ist in     Fig.    1 die gleichzeitige An  ordnung einer     Gutverteilvorrichtung    gezeigt. Um die  gleichmässige Verteilung des zu verarbeitenden Gutes  über die ganze Speise- und Verarbeitungsbreite zu  gewährleisten, bewähren sich rotierende     Gutverteiler.     Anhand von     Fig.    1 wird ein solcher in der Form  eines Rotationskreuzes 80 gezeigt. Dieses Rotations  kreuz sitzt ebenfalls auf der Propellerwelle 28 auf  der Unterseite des Gehäuses 26.  



  Durch diese Anordnung ergibt sich der Vorteil,  dass ein angetriebenes Element sowohl der Messung  als auch der gleichmässigen Verteilung des zu verar  beitenden Guts über der Speisevorrichtung dient.  



  Die beschriebene Steuer- und Regelvorrichtung  lässt sich in verschiedenen Punkten abwandeln, ohne  vom Erfindungsgedanken abzugehen. Es besteht zum  Beispiel die Möglichkeit, an Stelle einer Gelenk  stangenkombination zwischen Speisewalze und Spei  seklappe zur mechanischen     Speisespaltveränderung     eine     Potentiometerschaltung    vorzusehen, womit die       Speisewalzentourenzahl    verändert werden kann.  



  Auch ist diese     Mess-    und Steueranordnung nicht  auf Speisevorrichtungen in Walzstühlen beschränkt,  sondern kann irgendwelchen Verarbeitungsmaschinen,  bei denen fliessfähige Güter verarbeitet werden, zu  geordnet werden. Durch die erfindungsgemässe Vor  richtung werden daher die eingangs erwähnten Nach  teile auf einfache Art behoben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Steuerung einer Speisevorrich tung mit Speisespalt in Abhängigkeit der Guthöhe, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fühlelement im we sentlichen durch ein sich stets an die Gutoberfläche arbeitendes, angetriebenes Flügelrad (29) gebildet ist und mit Steuerelementen zur Veränderung der Gut speisung in Verbindung steht. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Fühlelement an einem durch Gegengewicht (30) nahezu ausgewogenen Hebel (17) angebracht ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Flügelrades (29) über ein im Hebel (17) angeordnetes Treibmittel (25) erfolgt. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Flügelrades (29) über eine flexible Treibwelle (55) erfolgt. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Fühlelement tragende Hebel (17) über eine Gelenkstangenkombination mit einem den Speisespalt bestimmenden Schieber (14) verbunden ist. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (17), gegebenenfalls die Gelenkstangenkombination, mit einem Endsteuer- gerät (50) für die ausrückende Betätigung einer nach geschalteten Verarbeitungsvorrichtung (11, 12) ver sehen ist. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gelenkstangenkombina- tion eine beliebig einstellbare Übersetzungsanordnung (39, 40) zwischengeschaltet ist. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Gelenkstangenkom- bination und dem Schieber (14) eine beliebig regulier bare Feineinstellvorrichtung (42, 43) angebracht ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass am Fühlelement eine damit kom biniert wirkende, der Speisevorrichtung gleichmässig Gut zuteilende Gutverteilvorrichtung (80) angeordnet ist. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gutverteilvorrichtung (80) als Rotationskreuz ausgebildet ist.
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