Laufbildkamera mit einen Kippspiegel aufweisendem Spiegelreflexsucher Bei Laufbildkameras mit Spiegelreflexsuchern ist einer Reihe von Bedingungen zu genügen, um den auftretenden Aufgaben gerecht werden zu können. Zunächst muss der Verlegung des Spiegels aus der Reflexstellung in die Filmbelichtungsstellungbzw. der Umkehrung dieser Bewegung ein möglichst kleiner Verdrehungswinkel der Welle entsprechen, von der die Spiegelbewegung abgeleitet ist.
Je kleiner dieser Winkel ist, desto grösser ist der Winkelweg, der zur Durchführung der übrigen Vorgänge zur Verfügung steht, insbesondere also die Zeitspanne, in der einer seits der Spiegel zur Erzeugung des Sucherbildes ruht und anderseits sich in Belichtungsstellung be findet, also dem Licht den Weg zum lichtempfind lichen Material (Film) freigibt. Es besteht zwar die Möglichkeit, zwischen Antriebswelle und zur Bewe gung des Spiegels dienenden Teilen Übersetzungen vorzusehen, so dass bei rein äusserlicher Betrachtung die erwähnte Spiegelbewegung mit relativ kleinen Verdrehungswinkeln der Antriebswelle durchgeführt werden kann.
Die Vergrösserung der Übersetzung führt aber gleichzeitig zu einer wesentlichen Erhö hung des Antriebsdrehmomentes für die Spiegelbe wegung, womit sich unerwünschte Auswirkungen auf die Dimensionierung des Getriebes ergeben. Der ge nannten Bedingung entsprechen daher nicht die An ordnungen, bei denen der Spiegel parallel zu sich selbst verschoben wird, weil den dadurch bedingten grossen Bewegungsamplituden verhältnismässig grosse Verdrehungswinkel der Antriebswelle entsprechen. Es sind weiter Spiegelreflexsucher bei Laufbildkame- ras bekanntgeworden, bei denen der Spiegel umläuft, wobei einzelne Sektoren abwechselnd in den Strah lengang des Suchers gelangen.
Hier bedarf es eben falls grosser Bewegungswinkel, um die Sektoren nach einander in die das Bild in den Sucher einspiegelnde Stellung zu bringen, wobei die Bildgüte deshalb zu wünschen übrig lässt, weil nur in den Symmetriestel lungen jedes Spiegels im Verhältnis zur Hauptachse des einfallenden Lichtes eine einwandfreie Abbildung erfolgt.
Eine weitere Bedingung besteht darin, dass ins besondere bei einer grösseren Zahl von Bildwechseln, also höheren Gangzahlen dieses Getriebes, keine Schwingungen, Vibrationen und Resonanzen auftre ten dürfen, die die ruhige Haltung der Kamera er schweren. Es ist daher auf möglichst massearme Ausbildung des Spiegels und des Spiegelträgers sowie des Antriebsgetriebes zu achten. Auch in dieser Be ziehung entsprechen die bisher bekanntgewordenen Vorschläge nicht den zu stellenden Anforderungen.
Insbesondere bei Kameraausbildungen, bei denen eine Prismafläche zur Spiegelung herangezogen ist, führt die Unterbringung der schweren Glasmasse des Prismas zu einer derartigen Vergrösserung der zu bewegenden Massen, dass ein schwingungsfreier Lauf bei höheren Gangzahlen nicht zu erreichen ist. Das gleiche gilt für Spiegel mit hin und her gehender Bewegung. Auch hier nehmen die hin und her ge henden Massen ein Ausmass an, dass Schwingungen durch Massenwirkungen nicht zu vermeiden sind.
Vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass nur der Kippspiegel die Möglichkeit einer massearmen Ausbildungsmöglichkeit gibt. Befindet sich der Spiegel oder ein Spiegelträger im labilen Gleichgewicht derart, dass das Gewicht des Spiegels und des Spiegelträgers in den Lagern der Achse auf genommen wird, um die die Kippbewegung erfolgt, so bedarf es nur verhältnismässig kleiner Kippwinkel dieser Achse, um die gewünschten Ablenkungen im Strahlengang des Suchers hervorrufen zu können. Damit ist der ersten Bedingung zu genügen.
Die Einhaltung der zweiten Bedingung wird dadurch er leichtert, dass bei übereinstimmung zwischen einer symmetrischen Mittellage der Kippbewegung und der Lage, in der sich der Spiegel im labilen Gleichge wicht befindet, praktisch nur die Reibungswider stände in der Lagerung der Kippwelle des Spiegels zu überwinden sind, um die Kippbewegung zu er zeugen, da keine Bewegungen gegen das Schwerge wicht des Spiegels und des Spiegelträgers zu erfolgen brauchen.
Kippspiegel sind an sich bekannt, haben aber bisher keine Ausbildung erfahren, die die oben genannten Gesichtspunkte berücksichtigt. Weiter ist nicht berücksichtigt worden, dass eine zusätzliche Verringerung der bewegten Massen dadurch erfolgen kann, dass man die Kippbewegung des Spiegels von derselben Welle ableitet, die zur Erzeugung der Grei- ferbewegung vorgesehen ist. Diese Greifer sind er forderlich, um in die Perforation des Filmes einzu greifen und dessen diskontinuierliche Fortschaltung zu bewirken.
Durch diese Zusammenfassung der An triebe, soweit sie zur Erzeugung diskontinuierlicher Bewegungen in der Kamera erforderlich sind, ergibt sich eine massgebliche Verringerung aller hin und her gehenden Massen, zumal die Ausbildung so getroffen werden kann, dass die hin und her gehenden Teile als äusserst dünnwandige Platinen auftreten, deren Masse vernachlässigbar klein ist.
Ausgehend von diesen Erkenntnissen, kennzeich net sich eine erfindungsgemäss ausgebildete Laufbild karnera mit einen Kippspiegel aufweisendem Spiegel reflexsucher dadurch, dass zum Antrieb des Kipp- spiegels und der Filmfortschaltgreifer eine gemein same Antriebswelle vorgesehen ist, die vorteilhaft auch die Sektoren eines Umlaufverschlusses und einer Umlaufblende trägt und lagert.
Dadurch ist es mög lich, zur Bildung von Lagerstellen des Trägers des Kippspiegels eine dünnwandige Platine heranzuzie hen, die unter Zwischenschaltung einer weiteren Pla tine, zur Führung eines Filmfortschaltgreifer tragen den Platinenschiebers, planparallel zu einer Platine angeordnet ist, die lappenförmige Ansätze zum Tra gen eines Teiles der optischen Elemente im Sucher strahlengang aufweist, wobei die Platinen vorteilhaft einer Tragplatine an der Stirnwand des Kamerage häuses vorgeordnet sind.
Eine weitere Verringerung der Massen ergibt sich vorzugsweise dadurch, dass der Träger des Spiegels als Stanzblechstreifen aus bildbar ist, dessen Enden zur Bildung von Lager stellen entweder eingerollt sind oder Lagerstifte auf weisen. Zu diesem Zwecke ist der Blechträger zweck mässig ausgekröpft, und er nimmt in der Auskröp- fung den Spiegel entweder auf oder bildet ihn durch Verspiegelung einer seiner Begrenzungsflächen. Bei dem an sich bekannten Nockenantrieb des Spiegel trägers besteht die weitere Möglichkeit, den Nocken als Stirnnocken der Antriebswelle auszubilden und an ihm einen Zapfen zum Bewegungsantrieb des Greifers vorzusehen.
Dadurch lässt sich ohne Schwie rigkeiten eine Formgebung des Nockens verwirkli chen, bei der einem Übergang des Spiegels aus der Filmbelichtungs- in die Reflexionsstellung und umge kehrt eine Nockenverdrehung von etwa 30 ent spricht. Eine entsprechend geringe Winkelverdrehung führt die antreibende Umlaufwelle aus, um die er forderlichen Spiegel- und Greiferbewegungen erzeu gen zu können.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Verwirk lichungsmöglichkeit der Erfindung.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der gesam ten Kamera mit ihren wesentlichsten Teilen.
Fig. 2 gibt, ebenfalls in schaubildlicher Darstel lung, die tragende Platine für die Getriebeteile wie der. In Fig. 3 sind die massgebenden Getriebeteile selbst, und zwar unter axialem Auseinanderziehen, darge stellt, um eine bessere Anschaulichkeit der Darstel lung erreichen zu können.
Fig. 4 gibt den Auslöser und die mit ihm zu sammenhängenden Teile in der Seitenansicht wieder. Fig. 5 schliesslich gibt einen senkrechten Quer schnitt durch die wesentlichen Getriebeteile der Fig. 3, jedoch im zusammengebauten Zustand der selben, wieder.
In Fig. 1 erkennt man zunächst das Kamera grundgestell bei 1. Ein umklappbarer Griff 2 enthält normale Stabbatterien 3 und 4. Da die Spannung derartiger Stabbatterien im allgemeinen 1,5 Volt be trägt, bedarf es bei der durchweg benutzten Motor spannung von 4,5 Volt der Anordnung einer weite ren Stabbatterie 5 im Kameragehäuse 72. Parallel zur Batterie 5 ist der Motor 6 angeordnet. Die Achse 7 des Motors 6 trägt das Antriebsritzel 8, das mit dem Zahnrad 9 kämmt. Auf der Achse 10 des Zahn rades 9 angeordnet ist ein weiteres Zahnrad 11.
Abgeschlossen wird die Kamera in der Richtung nach oben durch den Fernrohrsucher, dessen Linsen- syste,m bei 12 zu erkennen ist. Ein Okular 13 schliesst den Fernrohrsucher 12 zum Benutzer der Kamera hin ab. Der Griff 2 ist in das Kameragehäuse, wie bereits erwähnt, einklappbar, so dass bei Nichtge brauch der Kamera der Handgriff im Kamerage häuse 72 verdeckt untergebracht ist.
Fig. 2 lässt wieder die Zahnräder 9 und 11 mit ihrer gemeinsamen Achse 10 erkennen. Zu ihrer Lagerung und zur Lagerung weiterer Getriebeteile dient die tragende Platine 14. Man erkennt, dass die Platine 14 auch die Führungsbahn 15 für den nicht gezeichneten Film bildet. Das Bildfenster ist bei 16 gekennzeichnet. Die Platine bildet bei 17 eine Lage rung für die Antriebswelle 18 eines mit ihr starr und beweglich verbundenen Sektors. Das dem Zeich nungsbetrachter zugewandte Ende der Welle 18 ist abgeschlossen durch die Kurvenscheibe 19, die bei 20 und 21 zahnartige Vorsprünge besitzt. Die Zahn lücke ist mit 22 bezeichnet.
Im Ruhrezustand des Getriebes dient die Zahnlücke 22 zur Aufnahme des zahnartig ausgestalteten Endes 23 des Schiebers 24, der bei 25 so geführt ist, dass er nur Parallelverschie bungen zu sich selbst ausführen kann. Dieser Schie- ber 24 ist wieder in Fig. 4 erkennbar. Ein abgebo gener Lappen 25 dieses Schiebers 24 ist umfasst von dem gabelartigen Ende 26 des doppelarmigen Hebels 27, der bei 28 gelagert ist. Auch der Hebel 27 weist bei 29 einen abgebogenen Lappen auf, der zum Einhängen der Feder 30 dient. Das andere Ende der Feder 30 ist an dem abgebogenen Lappen 31 des Hebels 32 aufgehängt.
Eine vom Lappen 31 gebildete Nase 33 steht unter dem Einfluss der Feder 34. Bei 35 ist Hebel 32 konvex nach unten ausgebuchtet. An dem konvexen Teil liegt der Arm 36 des bei 37 an der Platine 14 gelagerten Auslösers 38 an. Mit dem Lappen 29 verbunden ist noch eine beweg liche Kontaktzunge 39, die im Stromkreis des Motors 6 liegt. Eine zweite, feste Kontaktzunge befindet sich bei 40. Man erkennt, dass die Federn 30 und 34 in der gezeichneten Lage der Teile den Schieber 24 nach oben zu drücken versuchen.
Wird jedoch Aus löser 38 in Pfeilrichtung 41 betätigt, so wird aus dem auf den Lappen 29 in Richtung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinne ausgeübten Drehmoment in dem Zeit punkt ein im Uhrzeigersinne wirkendes, entgegenge setztes Drehmoment, in dem die Aufhängestelle des Lappens 32 für die Feder 30 die Linie 42-42 pas siert. Daher macht Hebel 27 eine Bewegung im Uhrzeigersinne, so dass Schieber 24 nach unten be wegt und Zahn 23 aus der Zahnlücke 22 herausge zogen wird.
Das bedeutet in Verbindung mit dem durch Kontaktschluss bei 39, 40 anlaufenden Motor 6, dass das Getriebe zum Umlauf freigegeben wird. Das ganze ist von einem Lappenansatz 43 der Pla- tine 14 getragen. Die Aufnahme des Zahnes 23 in der Zahnlücke 22 in einer ganz bestimmten Stellung der Welle 18 sorgt dafür, dass der mit der Antriebs welle 18 starr verbundene Sektor 44 in Ruhestellung des Getriebes das Bildfenster 16 völlig abdeckt, wie dies Fig. 2 deutlich veranschaulicht.
Die Welle 18 dient ausser zur Bewegung des Sektors 44 zur Füh rung des im Verhältnis zum Sektor 44 beweglichen Sektors 45. Zu diesem Zwecke tragen die Sektoren 44 und 45 Zahnräder 46 und 47. Auf der Welle 18 schliesslich angeordnet sind noch die Schnecke 48 und der Nocken 49 mit dem Stift 50. Die Schnecke 48 greift in das Zahnrad 51 ein, das in dem Lappenan- satz 52 der Tragplatine 14 gelagert ist. Das Zahnrad 51 sitzt auf einer Welle 53, die ein weiteres, nicht gezeichnetes Zahnrad trägt. Dieses Zahnrad oder auch das Zahnrad 51 seinerseits dienen zum Antrieb der Spulen.
Die in Fig. 3 längs der Achse 54-54 auseinan- dergezogen dargestellten Teile nehmen in Fig. 2 auf der Achse 54-54 ihre Lage im zusammenge rückten Zustand derart ein, dass die dargestellten Wirkungsverbindungen auftreten.
Auf einer zweiten, parallel zur Achse 54-54 ver laufenden Achse 55-55 in Fig. 3 befinden sich wei tere Getriebeteile. Erkennbar sind zunächst die Zahn räder 56 und 57, die mit den Zahnrädern 47 und 46 in Fig.3 kämmen. Ihre Anordnung ist im Quer schnitt der Fig.5 ebenfalls erkennbar. Die Zahn- radscheiben 56, 57 sind an Nabenstücken 58,<B>59</B> befestigt, die auf der gemeinsamen Antriebswelle 60 angeordnet sind. Die rohrförmigen Teile der Naben 58, 59 tragen Gewindeschrauben 61, 62, deren Enden zapfenartig ausgebildet sind.
Diese Zapfen bilden Nabenanschläge, die -ihrerseits in Nuten 63, 64 der Antriebswelle 60 liegen. Die Nut 63 ist schrauben- gangförmig gewunden, während die Nut 64 eine zur Achse 55-55 parallele Lage besitzt. Damit entstehen zwei Wirkungen. Zunächst wirken die Nabenan- schläge 61, 62 als Mitnehmer für die Naben 58, 59 bzw. für die Zahnradscheiben 56, 57.
Ausserdem aber wirkt sich jede Axialverschiebung der Antriebs welle 60 parallel zu sich selbst in einer Verdrehung der Zahnradscheibe 56 in bezug auf die Zahnradscheibe 57 aus, trotzdem beide Zahnscheiben infolge der Mit nahme durch die Nabenanschläge 61, 62 eine Um laufbewegung durchführen, die sich auf die Zahn räder 47, 46 und damit auf die Sektoren 45, 44 überträgt. Die Antriebswelle 60 besitzt bei 65 eine Ankörnung, die zur Aufnahme der Laufkugel 66 dient. Der Laufkugel 66 liegt eine Lagerkugel 67 gegenüber, die in einer Ankörnung der Muffe 68 aufgenommen ist. An der Muffe 68 liegt die Druck feder 69 an.
Die Teile 67, 68, 69 sind in einer Büchse 70 geführt, zu deren Aufnahme eine Ausnehmung 71 im Kameragehäuse 72 dient.
Der Stift 50 greift in den Längsschlitz 73 eines in Fig. 3 dargestellten Platinenteiles 74 ein. Ein ab gebogener Lappen 75 des Platinenteiles 74 nimmt den gegen einen weiteren Lappen des Teiles 74 federnd angelegten Greifer 76 auf. Das bedeutet, dass bei einer Bewegung des Platinenteiles 74 nach unten der Greifer 76 am Anschlag anliegt und den nicht gezeichneten Film in der Richtung von oben nach unten mitnimmt. In der umgekehrten Richtung, d. h.
bei einer Aufwärtsbewegung des Platinenteiles 74, kann dagegen der Greifer 76 gegen Wirkung der nicht gezeichneten Feder ausweichen und damit aus der Perforation, in der er sich gerade befunden hatte, austreten. Bei der nächstfolgenden Umkehrung der Bewegung greift er wieder in die ihm gegenüberlie gende Perforation ein und schaltet den Film in der Richtung von oben nach unten fort. Geführt ist der Platinenteil 74 in der Platinenplatte 77. Diese Pla- tinenplatte ist fest. Ihre Lage ist aus Fig. 5 zu entnehmen.
Eine weitere Platinenplatte ist bei 78 gezeigt. Auch die Platinenplatte 78 weist Lappen 79, 80 auf, die zur Lagerung des Spiegelträgers 81 dienen. Der Spiegel selbst ist mit 82 bezeichnet. Der Spiegelträger 81 steht unter dem Einfluss des Nok- kens 49. In der Lage, die der Spiegelträger 81 in Fig. 3 einnimmt, liegt der Spiegel 82 unter 45 gegen den einfallenden Lichtstrahl 83.
Es wird also unter stellt, dass der Nocken 49 eine Lage angenommen hat, in der er, wie aus Fig. 3 ersichtlich, seine tiefste Lage besitzt, so dass der Spiegel 82 den einfallenden Lichtstrahl 83 nach 84 umlenkt. Im Wege des ein fallenden Lichtes 84 liegt die Lupe oder Mattscheibe 85. Gehaltert ist dieser Teil auf den Pratzen 86 der Abschlussplatine 87, in deren Ausnehmung 88 die auf der Getriebeachse 55-55 angeordneten Teile der Fig. 3 angeordnet zu denken sind.
Der Strahlengang 84 wird in den optischen Prismen 89, 90 bei 91, 92, 93 umgelenkt, und in dem Zentralstrahl 93 liegen die Linsen 12 und das Okular 13, wie dies in Fig. 1 verdeutlicht ist.
Die Platinen 78, 77, 74 und 87 sind sämtlich von der Platine 14 getragen, wobei die Platinenplatte 77 ihrerseits zur Führung des Platinen schiebers 74 dient. Gilt das gesagte für die in Fig. 3 dargestellte Stellung des Spiegels 82, so führt eine weitere Verdrehung des Nockens 49 aus der darge- stellten Lage zu einem schnellen Anheben des Spie gelträgers 81, so dass der Spiegel 82 in die Horizon tallage kommt. In dieser Horizontallage gibt er dem zentralen Lichtstrahl 83 den Weg zum Bildfenster 16 hin frei.
Unmittelbar nach dieser Freigabe verlassen auch die Sektoren 44, 45 ihre Lage hinter dem Bild fenster 16, so dass es zur Belichtung des dort be findlichen Filmes kommt. Nach durchgeführter Be lichtung verschliessen die Sektoren 44, 45 wieder das Bildfenster, und es folgt sofort die Absenkbewe- gung des Spiegels 82 in die Lage der Fig. 3, in der das einfallende Licht auf dem Weg 84, 91, 92, 93 das Okular 13 der Spiegelreflexsucheranordnung er reicht.
Infolge der günstigen Form des Nockens 49 können die Spiegelanheb- und -absenkbewegungen während eines Getriebeumlaufes von etwa 30 ver- wirklicht werden, so dass unter Einrechnung der Belichtungszeit bzw. des entsprechenden Getriebeum laufes lange Standzeiten für die Reflexsucherbilder erreicht werden, so dass das Auge am Okular 13 das aufzunehmende Objekt ohne Beeinträchtigung der Sucherbildqualität aufnimmt.
Eine axiale Verschiebung der Antriebswelle 60, die auch als Antriebszwischenwelle bezeichnet werden kann, weil sie lediglich die IJbertragung des Kraft flusses zwischen den Zahnradscheiben 56, 57 zum Zwecke der Relativverdrehung dieser Scheiben im Verhältnis zueinander übernimmt,. tritt auf Grund der Betätigung der Einstellglieder für Behchtungs- zeiten (Gangzahlen) und für die Fümempfindlich- keiten ein. Hierzu sind folgende Einrichtungen vor gesehen.
Die Antriebswelle 60 trägt eine zweite Ankörnung bei 94. In der Ankörnung aufgenommen ist eine Kugel 95, der eine Kugel 96 gegenüberliegt, die in einer Ankörnung der Widerlagerplatte 97 aufgenom men ist.
Die Widerlagerplatte 97 schliesst den Ver- stellkörper 98 ab, der an seinem Aussenumfang das Schraubenganggewinde 99 aufweist. Mittels dieses Schraubenganggewindes 99 steht der Verstellkörper 98 mit dem Hohlkörper 100 in Verbindung. Der Hohlkörper 100 besitzt bei 101 eine Nabe, in der die Antriebswelle 60 längsverschieblich geführt ist.
Gehaltert ist der Hohlkörper 100 in einem festen Kamerateil 102. Der Aussenumfang des Hohlkörpers 100 dient zur Führung eines Zahnrades 103. Auf einer weiteren Führungsfläche auf dem Aussenumfang des Hohlteiles 100 ist das Ringstück 104 gelagert, das als Einstellglied für die Belichtungszeiten (Gang zahlen) ausgebildet ist. Das Ringstück 104 trägt den Stift 105, der durch eine Ausnehmung der Zahn radscheibe<B>103</B> längsbeweglich durchgeführt ist.
Auf der entgegengesetzten Stirnseite bildet das Ringstück 104 eine Reihe von lochartigen Ausnehmungen 106, die offen ausmünden. Weiter trägt eine kegelige Be grenzungsfläche 107 des Ringstückes 104 den Index strich 108 für die Belichtungszeiten, die auf dem festen Nachbarteil 109 bei<B>110</B> angegeben sind. Die Kegelfläche 107 weist ausser dem Indexstrich 108 eine Skalenreihe 111 für die Filmempfindlichkeiten auf. Das Verstellstück 98 besitzt eine Vierkantaus- nehmung 112.
In dieser Vierkantausnehmung 112 aufgenommen ist das Vierkantstück 113, das mittels eines kleineren Vierkants 114 und mittels der Schraube 115 mit dem Scheibenkörper<B>116</B> ver bunden ist. Der Scheibenkörper 116 ist mittels des Linksgewindes 117 auf dem Hohlkörper 100 ge führt. Ausserdem weist der Scheibenkörper 116 Kup- pelstifte 118 auf, die in den Ausnehmungen 106 des Ringstückes 104 Aufnahme finden können. Das Ringstück 104 besitzt bei 118 eine Ausnehmung, in der die Feder 119 aufgenommen ist.
Die Feder 119 liegt an der Schulter 120 des Hohlkörpers 100 an, so dass das Ringstück in der Richtung von rechts nach links gedrückt wird. Der Scheibenkörper 116 besitzt bei 121 einen Indexstrich für die auf der Kegelfläche 107 angeordnete Skala 111 für die Film empfindlichkeiten. Das Zahnrad 103 mit der Aus- nehmung <B>126</B> für den Stift 105 kämmt mit dem Zahnrad 122, das den Lamellenring 123 der Vor schaltblende für die Lichtzelle 125 der selbsttätigen Objektivblendensteuerung verdreht.
Hat sich die Empfindlichkeit eines in die Kamera eingelegten Filmes verändert, so bedarf es also einer Neueinstellung der Kamera auf die Empfindlichkeit des gerade zur Verwendung kommenden Filmes. Das wird bewirkt, indem Ringstück 104 gegen Wirkung der Feder 119 in der Richtung von links nach rechts zurückgedrückt wird. Die Kupplung, gegeben durch den Stift 105 und die Ausnehmung 126 des Zahn rades 103, bleibt dabei erhalten, vermag sich aber nicht auszuwirken, wenn nach Entkupplung bei 118, 106 nur der Scheibenkörper 116 so verdreht wird, dass der Indexstrich 121 auf der gewünschten Zahl der Skalenreihe 111 für die Filmempfindlichkeiten einspielt.
Durch die Verdrehung des Scheibenkörpers 116 hat sich aber auch der Vierkant 113 verdreht. Weiter verdreht hat sich dadurch das Verstellstück 98. Das wirkt sich, weil der Hohlkörper 100 bei 102 festgelegt ist, in einer axialen Bewegung des Verstellkörpers 98 aus. Dieser axialen Bewegung folgt die Antriebswelle 60 unter dem Einfluss der Feder 69, so dass sich der Hellsektor zwischen den Sektoren 45, 44 verändert, und zwar derart, dass er sich mit erhöhter Filmempfindlichkeit verkleinert, um überbelichtungen des Films auszuschliessen. Nach dem Einstellen auf die neue Filmempfindlichkeit sind die Teile 116 und 104 bei 118, 106 wieder gekuppelt.
Wird der Scheibenkörper 104 mittels des Index striches 108 auf die gewünschte Zahl der Skalenreihe 110 für Belichtungszeiten eingestellt, so verdrehen sich die Teile 104, 116, 113 und 98. Es verdrehen sich also infolge der Kupplung bei 105, 126 zu nächst die Zahnräder 103, 122, so dass jede Einstel lung auf eine gewünschte, vorher nicht eingestellt gewesene Belichtungszeit zu einer Änderung des Lichtdurchlassquerschnittes in der Vorschaltblende 124 für die Lichtzelle 125 der selbsttätigen Steuerung für die Objektivblende führt.
Weiter kommt es durch Verdrehung des Verstellstückes 98 zu einer Axialver- schiebung der Welle 60 und damit zur Verdrehung der Sektoren 44, 45 im Verhältnis zueinander. Das bedeutet, dass die gewünschte Beeinflussung der Be lichtungszeit zustande kommt.