CH393215A - Kettfadenwächter für eine Kantenbildevorrichtung an einem Webstuhl - Google Patents
Kettfadenwächter für eine Kantenbildevorrichtung an einem WebstuhlInfo
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Description
Kettfadenwächter für eine Kantenbildevorrichtung an einem Webstuhl Die Erfindung betrifft einen Kettfadenwächter für eine Kantenbildevorrichtung an einem Webstuhl für mindestens zwei gleichzeitig nebeneinander auf dem Webstuhl hergestellte Gewebe mit je einer Dreherkante, welche Kantenbildevorrichtung ein im Webfach befindliches Drehscheibenpaar für die Fach bildung besitzt und zwei zugehörige,
vom Dreh scheibenpaar getrennte Dreherfädenspulen ausserhalb des Webfaches aufweist.
Bei derartigen Kantenbildevorrichtungen ist es nicht möglich, die Dreherfäden durch den an sich bekannten, an jedem Webstuhl vorhandenen Kett- fadenwächter zu überwachen, da die sich ständig in einer Richtung miteinander verschlingenden Dreher fäden nicht durch die undrehbar angeordneten Wäch terlamellen des Kettfadenwächters hindurchgeführt werden können.
Die Wächterlamellen des bekannten Kettfadenwächters sind auf zwei gegeneinander ver schiebbar angeordneten Zahnstangen aufgereiht. Bei den bekannten Kantenbildevorrichtungen wird daher auf die Überwachung der beiden Dreherfäden ver zichtet.
Der vorliegende Kettfadenwächter ermöglicht es nun, die Dreherfäden auch bei einer solchen Kanten bildevorrichtung zu überwachen, bei der die über wachung der Dreherfäden bisher nicht möglich war.
Dieser Kettfadenwächter ist dadurch gekenn zeichnet, dass für jeden der beiden Dreherfäden eine Wächterlamelle vorgesehen ist, welche beide La mellen in einer sich zusammen mit den Dreherfäden- spulen drehenden Lamellenführung verschiebbar ge halten sind, und dass bei Bruch eines der Dreher fäden sich die entsprechende Wächterlamelle im Bereich eines Hebels befindet, welcher eine Rast aufweist, in die das eine Ende eines Hebels eingreift,
welcher Hebel sich mit seinem anderen Ende im Bereich der Zahnstangen eines an sich bekannten Kettfadenwächters befindet.
Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unteran sprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in welch letzterer rein beispielsweise eine Ausführungs form dargestellt ist.
Es zeigen: Fig. 1 einen Kettfadenwächter in perspektivischer Darstellung, Fig.2 eine aus Dreherfäden und Schussfäden gebildete Dreherkante in vergrösserter Darstellung. Der Kettfadenwächter weist eine U-förmige Schiene 10 auf, die als Lamellenführung dient. Die Schiene 10 ist an der Stirnseite eines Rohres 38 be festigt. Das Rohr 38 ist in einem Lagerbock 11 drehbar gelagert.
Die als Lamellenführung dienende Schiene 10 weist an ihren zwei Schenkeln 12, 12' zwei Schlitze 13, 14 auf, in denen die Wächter lamellen 15, 16 geführt sind. Diese Wächterlamellen 15, 16 weisen eine etwas verbreiterte Partie 17, 18 auf, welche verhindert, dass die Wächterlamellen 15, 16 aus der Schiene 10 herausfallen.
An dieser verbreiterten Partie 17, 18, die in ihrer Mitte eine Führungsöse 19 bzw. 20 für je einen Dreherfaden 21 bzw. 22 aufweist, greift mit ihrem einen Ende eine Druckfeder 23 bzw. 24 an, die sich mit ihrem anderen Ende an den Schenkeln 12 bzw: 12' der Lamellenführungsschiene 10 abstützt.
Diese Druck feder 23, 24 hat das Bestreben, bei Bruch eines Dreherfadens 21, 22 die Lamelle 15, 16 so weit zu verschieben, dass sie mit ihrer verbreiterten Partie 17, 18 gegen den entsprechenden Schenkel 12, 12' der Lamellenführungsschiene stösst. Im Bereich dieser Wächterlamellen 15, 16 befindet sich ein Hebel 25. Der Hebel 25 ist um eine Achse 26 in beiden Dreh richtungen schwenkbar gelagert. An seinem unteren Ende besitzt er eine Rast 27, in welche das- eine Ende 28 eines Hebels 29 eingreift. Die Rast 27 ist in der Bewegungsrichtung des Hebels 25 beidseitig ab gerundet.
Der Hebel 29 ist um eine Achse 30 schwenkbar gelagert und arbeitet mit seinem anderen Ende 31 mit einem an sich bekannten Kettfaden- wächter zusammen. Von diesem bekannten Kett- fadenwächter sind in der Zeichnung nur die beiden Zahnstangen 32, 33 dargestellt, die in ihre Längs richtung gegeneinander verschiebbar gelagert sind.
Die Achsen 26 und 30 sind in einer Wand 39 befestigt. Diese Wand 39 sowie der Lagerbock 11 sind in nicht dargestellter Weise am Maschinengestell des Webstuhles unbeweglich befestigt.
Am Rohr 38 sind mittels Träger 34, 35 zwei Spulen 36, 37 für die Dreherfäden 21,'22 befestigt. Diese Dreherfäden 21, 22 gehen durch das Rohr 38 und gelangen durch die Löcher 39, 39' der Schiene 10 sowie durch die Ösen 19, 20 der Lamellen 15, 16 in das in der Zeichnung nur an Hand von Schussfäden 41, 42, 43 dargestellte Gewebe.
Das für einen Dreherfaden 21 bzw. 22 dienende Loch 39 und die Öse 20 bzw. das Loch 39' und die Öse 19 sind so zueinander angeordnet, dass die Dreherfäden 21, 22 durch ihre Spannung die Wäch terlamellen 15, 16 entgegen der Wirkung der Druck federn 23, 24 in einer Stellung halten, bei der der Webstuhl arbeitet, so dass sich die Wächterlamellen 15, 16 bei der Drehung der Lamellenführungsschiene 10 nicht in dem Bereich des Hebels 25 befinden.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Kettfaden- wächters ist wie folgt: Die Drehung der Lamellenführung 10, deren Antrieb in der Zeichnung nicht dargestellt ist, be wirkt in bekannter Weise die Bildung des Webfaches, indem je nach der Stellung der Lamellenführung 10 der eine Dreherfaden 21 gesenkt wird, während der andere Dreherfaden 22 gehoben ist.
Dreht sich die Lamellenführung 10 um 180 , so gelangt der im Oberfach befindliche Dreherfaden 22 ins Unterfach, und umgekehrt wird der im Unterfach befindliche Dreherfaden 21 ins Oberfach gehoben. Die Lamellen führung 10 kann sich in beiden Drehrichtungen dre hen, je nachdem, welche Verdrehrichtung für die beiden Dreherfäden 21, 22 gewünscht wird.
Die Lamellen_ftihrung 10 wird in bekannter Weise bei jedem Arbeitszyklus des Webstuhles in einer gleich bleibenden Drehrichtung um 180 gedreht, so dass nach jedem Schussfaden 41, 42, 43 usw. die Stellung der Dreherfäden 21, 22 vertauscht wird. Dabei wird durch die beiden Dreherfäden 21, 22 eine an sich bekannte Dreherkante 40 im Gewebe gebildet (Fig. 2).
Falls nun einer der beiden Dreherfäden 21, 22 reisst, oder der Garnvorrat auf einer der Spulen 36, 37 aufgebraucht wird, so kann die entsprechende Wächterlamelle 15, 16 nicht mehr von einem Dreh faden 21, 22 in der- in Fig. 1 gezeigten Betriebs- stellung gehalten werden. Die Wächterlamelle 15, 16, die von keinem Dreherfaden 21, 22 gehalten ist, gelangt unter der Wirkung der entsprechenden Druck feder 23, 24 in die in der Zeichnung gestrichelt dar gestellte Lage (bei der Lamelle 15 dargestellt).
In dieser Stellung befindet sich die Wächterlamelle 15 im Bereich des Hebels 25. Je nachdem, ob die Lamellenführung 10 im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn (Pfeil A) geschwenkt wird, stösst die Wächterlamelle 15 von der einen oder von der anderen Seite gegen den Hebel 25 (z. B. in Richtung des Pfeiles B), so dass der Hebel 25 mit seiner Rast 27 ausser Eingriff mit dem Ende 28 des Hebels 29 gelangt.
Der Hebel 29 fällt daher durch sein Eigenge wicht mit seinem anderen Ende 31 zwischen die Zähne der zwei Zahnstangen 32, 33 des an sich bekannten Kettfadenwächters. Dadurch wird die ge genseitige Verschiebung der beiden Zahnstangen 32, 33 in ihrer Längsrichtung verhindert, und der Web stuhl wird abgestellt. Um den Webstuhl dann wieder in Betrieb setzen zu können, muss der gebrochene Dreherfaden, z. B. 21, geknüpft und so gespannt werden, dass die Wäch terlamelle 15 entgegen der Wirkung der Druckfeder 24 wieder in ihre in Fig. 1 gezeichnete Betriebs stellung gelangt.
Ausserdem muss der Hebel 29 von Hand mit seinem Ende 28 in die Rast 27 des Hebels 25 in Eingriff gebracht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kettfadenwächter für eine Kantenbildevorrich- tung an einem Webstuhl für mindestens zwei gleich zeitig nebeneinander auf dem Webstuhl hergestellte Gewebe mit je einer Dreherkante, welche Kanten- bildevorrichtung ein im Webfach befindliches Dreh scheibenpaar für die Fachbildung besitzt und zwei zugehörige, vom Drehscheibenpaar getrennte Dreher fädenspulen ausserhalb des Webfaches aufweist, da durch gekennzeichnet, dass für jeden der beiden Dreherfäden (21, 22) eine Wächterlamelle (15, 16)vorgesehen ist, welche beiden Wächterlamellen (15, 16) in einer sich zusammen mit den Dreherfäden- spulen (36, 37) drehenden Lamellenführung (10) verschiebbar gehalten sind, und dass bei Bruch eines der Dreherfäden (21, 22) sich die entsprechende Lamelle (15, 16) im Bereich eines Hebels (25) be findet, welcher eine Rast (27) aufweist, in die das eine Ende (28) eines Hebels (29) eingreift, welcher Hebel (29) sich mit seinem anderen Ende (31)im Bereich der Zahnstangen (32, 33) eines Kett- fadenwächters befindet. UNTERANSPRÜCHE 1. Kettfadenwächter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an den Lamellen (15, 16) Druckfedern (23, 24) angeordnet sind, die sich mit ihrem einen Ende an der Lamelle (15 16) und mit ihrem anderen Ende an der Lamellenführung (10) abstützen, welche Druckfedern das Bestreben haben, bei Bruch eines Dreherfadens (21, 22) die Lamelle (15, 16) in den Bereich des mit einer Rast (27)ver- sehenen Hebels (25) zu schieben. 2. Kettfadenwächter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Rast (27) des Hebels (25) in der Bewegungsrichtung des Hebels (25) beidseitig abgerundet ist, und dass der Hebel (25) und die Lamellenführung (10) in beiden Drehrichtun gen drehbar sind.
Priority Applications (2)
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| CH393215A true CH393215A (de) | 1965-05-31 |
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Country Status (2)
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|---|---|
| CH (1) | CH393215A (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4405778C2 (de) * | 1994-02-23 | 2002-03-14 | Dornier Gmbh Lindauer | Rotations-Kantendreher zur Verwendung in Webmaschinen |
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