CH393262A - Heftvorrichtung für vorgelochtes Schriftgut oder dergleichen - Google Patents
Heftvorrichtung für vorgelochtes Schriftgut oder dergleichenInfo
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Description
Heftvorrichtung für vorgelochtes Schriftgut oder dergleichen Zum lösbaren Heften von vorgelochtem Schrift gut, insbesondere alten, zur Ablage bestimmten Akten, ist eine Hülse aus elastischem Werkstoff mit einem in die Hülse eingreifenden Verschlussbolzen und einem 'am entgegengesetzen Ende angeordne ten Ringbund bekannt, wobei der Verschlussbolzen in die Hülse einschraubbar ist und der Kerndurch messer des Aussengewindes des Verschlussbolzens etwa der lichten Weite der Hülse entspricht.
Eine derartige Heftvorrichtung kann zwar durch Abschneiden der Hülse an eine beliebige Dicke eines für die Ablage bestimmten Schriftgutstapels ange passt werden, doch ist einerseits das Einschrauben des Verschlussbolzens in die Hülse zeitraubend, an derseits muss vor dem Abschneiden der Hülse auf die jeweilig benötigte Länge diese Länge durch Mes sen der Dicke des Schriftgutstapels bestimmt wer den.
Die dabei sich eventuell ergebenden Fehlmes sungen führen aber dazu, dass entweder die abge schnittene Hülse zu lang ist, demzufolge die Dicke des Schriftgutstapels erneut festgestellt und auch die Hülse erneut abgeschnitten werden muss, oder die Hülse zu kurz ist und gegen eine andere zeitraubend und kostenerhöhend ausgetauscht werden muss.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Heftvorrichtung, vorzugsweise aus elastischem Werkstoff, zum lösbaren Heften von vorgelochtem Schriftgut zu schaffen, bei welchem diese Mängel entfallen.
Die erfindungsgemässe Heftvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie mindestens zwei an einem Ende mit einem Kopf versehene Aufreihstäbe aufweist, die über ihre ganze Länge mit Abstand von einander angeordnete ringförmige Einbuchtungen be sitzen, und dass mindestens ein auf die Stäbe auf- steckbares, in deren Einbuchtungen lösbar einspreng- bares Verschlussglied vorgesehen ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigt: Fig. 1 einen Ausschnitt eines mit der Heftvor richtung zusammengehefteten Schriftgutstapels in der Vorderansicht, Fig. 2 eine Ansicht auf den Rücken des Sta pels, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1, Fig. 4 eine Einzelheit C in Fig. 3 im Schnitt und in grösserem Massstab.
Ein vorgelochter Schriftgutstapel 1 ist durch zwei Aufreihstäbe 2, denen jeweils eine Scheibe 3 als Verschlussglied zugeordnet ist, zusammengeheftet, wobei zur Versteifung des gehefteten Schriftgutstapels 1 im Bereich des Stapelrückens eine gebogene Platte 4 angeordnet ist, die mit den Aufreihstäben 2 und den Scheiben 3 befestigt ist.
Die Aufreihstäbe 2 besitzen an einem Ende einen Kopf 5 und im Schaft durch konvexe, kugelähnliche, werkstoffeigene Ver dickungen 6 gebildete ringförmige Einbuchtungen 7, in welche die Lochrandteile 8 der Scheibe 3 lösbar eingesprengt sind.
Ferner besitzen die Scheiben 3 eine werkstoffeigene Muffe 9, von welcher ein gleich falls mit den Einbuchtungen 7 der Aufreihstäbe 2 korrespondierender Bund 10 abstrebt. Damit die als Stapelrücken dienende Platte 4 für verschieden dicke Schriftgutstapel 1 verwendet werden kann, ist diese mit mehreren Lochpaaren 11 zur Durchführung der Aufreihstäbe 2, beziehungsweise zur Aufnahme der Muffe 9 der Scheibe 3 versehen.
Ferner weist die Platte 4 parallel zueinander mit unterschiedlichem Abstand voneinander angeordnete Einkerbungen 12 auf, die ein Umbiegen der Platte erleichtern.
Ausserdem ist auf die Aussenseite der Platte 4 ein Beschriftungsschild 13 aufgeklebt. Als Werk- Stoff für die Aufreihstäbe 2, die Scheiben 3 und die Platte 4 findet eingefärbter, elastischer Kunst stoff Verwendung.
Die Stäbe können einen runden, ovalen oder polygonalen Querschnitt aufweisen, und der Quer schnitt der Löcher der den Stäben zugeordneten Verschlussglieder ist dem jeweiligen Querschnitt des Stabes angepasst. Es kann auch der Stab wie auf gereihte Perlen in seiner Längserstreckung Verdik- kungen aufweisen, wobei die von einer Verdickung zur anderen durch den Stab gebildete Verbindung als Einbuchtung dient.
Die Einbuchtungen im Stab können durch die Verjüngungen zwischen zwei be nachbarten konvexen, kugelähnlichen, werkstoffeige nen Verdickungen gebildet sein.
Die als Verschlussglied dienende gelochte Scheibe weist einen Aussendurchmesser auf, der grösser als der Durchmesser der Löcher des vorgelochten Schriftgutes ist, während der Durchmesser des Loches der Scheibe etwa dem Durchmesser der Einbuchtung des Aufreihstabes entspricht.
Es kann die als Ver- schlussglied dienende Scheibe eine im montierten Zu stand zum Kopf des Aufreihstabes hin gerichtete, werkstoffeigene Muffe besitzen, deren lichte Weite im. wesentlichen gleich oder gering grösser als der grösste Durchmesser der konvexen Verdickungen des Stabes ist, während die Muffe im Bereich der freien Stirnseite einen nach innen gerichteten Bund be sitzt, dessen Durchmesser etwa dem Durchmesser der Einbuchtungen des Stabes entspricht,
wobei die Loch ränder der Scheibe und/oder der Bund der Muffe mit den Einbuchtungen des Stabes korrespondieren.
Beim Heften eines vorgelochten Schriftgutstapels kann folgendermassen verfahren werden: Zunächst wird ein Aufreihstab durch ein Loch des Schriftgutstapels bis zur Anlage des Kopfes an der einen Seite des Stapels durchgestreckt, an- schliessend die als Verschlussglied dienende,
zweck mässig mit einer Muffe versehene Scheibe auf den Aufreihstab aufgesteckt und bis zur Anlage der Scheibe auf den Schriftgutstapel das überstehende Ende des Stabes abgeschnitten. Es entfällt also gegen über bekannten Ausführungsformen von Heftvorrich- tungen insbesondere für zur Ablage bestimmtes Schriftgut, sowohl jegliches Messen und die damit verbundenen Fehler als auch das zeitraubende ein fach in der Ausführung und billig in der Herstellung.
Ferner kann auch durch Anordnung von zwei oder mehreren Verschlussgliedern auf einem Aufreih- stab der Schriftgutstapel je nach Sachgebieten ge sondert geheftet und aufgeteilt werden. Auch kann# das abgeschnittene Stabende in Verbindung von zwei Verschlussgliedern wieder verwendet werden.
Der Aufreihstab kann beispielsweise im Quer schnitt rund, der Querschnitt des Loches in der als Verschlussglied dienenden Scheibe jedoch quadra tisch sein. Hierdurch wird bei Verwendung von weniger elastischem Werkstoff zur Herstellung des Verschlussgliedes oder des Stabes das Ausprengen der Scheibe auf den Stab wesentlich erleichtert.
Wird den Aufreihstäben mit Verschlussgliedern eine als Rücken für den Schriftgutstapel dienende, umbiegbare, mit Lochungen zum Durchführen der Aufreihstäbe versehene Platte zugeordnet, die vor zugsweise mehrere mit Abstand voneinander ange ordnete Lochpaare aufweist, wird ein Schriftgut stapel beträchtlich stabiler zusammengeheftet als bisher, und er ist besonders für die kurantere Ab lage geeignet.
Es kann zweckmässig aus Kunststoff gefertigte Platte mit Vierloch-Lochungen oder der gleichen versehen sein, und es können die Abstände der in der Platte angeordneten Lochpaare vonein ander unterschiedlich und gegebenenfalls zueinander versetzt angeordnet sein. Um das Umbiegen der Platte um den Schriftgutstapel zu erleichtern, kann die Platte mit im Abstand voneinander angeordne ten Einkerbungen versehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Heftvorrichtung zum lösbaren Heften von vor gelochtem Schriftgut oder dergleichen, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mindestens zwei an einem Ende mit einem Kopf (5) versehene Aufreihstäbe (2) auf weist, die über ihre ganze Länge mit Abstand von einander angeordnete, ringförmige Einbuchtungen (7) besitzen, und dass mindestens ein auf die Stäbe (2) aufsteckbares, in deren Einbuchtungen (7) lösbar einsprengbares Verschlussglied vorgesehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Heftvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (2) einen runden, ova len oder polygonalen Querschnitt aufweisen und der Querschnitt der Löcher der den Stäben (2) zuge ordneten Verschlussglieder dem jeweiligen Quer schnitt des Stabes (2) angepasst ist.2. Heftvorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab (2) in seiner Längserstreckung im Abstand vonein ander angeordnete Verdickungen (6) aufweist und dass die zwischen zwei benachbarten Verdickungen liegenden Verbindungsstücke als Einbuchtungen (7) dienen. 3. Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Verdickungen als auch die Ein buchtungen (7) im Stab (2) aus dem gleichen Werk stoff gebildet sind.4. Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Verschlussglied eine gelochte Scheibe (3) dient, deren Aussendurchmesser grösser als der Durchmesser der Löcher (11) des vorgelochten Schriftgutes (1) ist und der Durchmesser des Loches der -Scheibe (3) mindestens angenähert dem Durch messer der Einbuchtung (7) des Aufreihstabes (2) entspricht. 5.Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Verschlussglied dienende Scheibe (3) eine im montierten Zustand zum Kopf (5) des Auf reihstabes (2) hin gerichtete, werkstoffeigene Muffe (9) besitzt, deren lichte Weite mindestens angenähert gleich wie der grösste Durchmesser der konvexen Verdickungen (6) des Stabes (2) ist, die Muffe (9) im Bereich der freien Stirnseite einen nach innen gerichteten Bund (10) besitzt, dessen Durchmesser dem Durchmesser einer Einbuchtung (7) des Stabes (2) entspricht,und die Lochränder der Scheibe (3) und/oder der Bund (10) der Muffe (9) mit den Ein buchtungen (7) des Stabes (2) korrespondieren. 6. Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufreihstab (2) im Querschnitt rund, der Querschnitt des Loches in der als Verschlussglied dienenden Scheibe (3) jedoch urrund ist. 7.Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass den Aufreihstäben (2) mit Verschlussgliedern eine als Rücken für den Schriftgutstapel (1) die nende, umbiegbare, mit Lochungen (11) zum Durch- führen der Aufreihstäbe (2) versehene Platte (4) zu geordnet ist, wobei die Platte (4) mehrere mit Ab stand voneinander angeordnete Lochpaare (11) auf weist. B.Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (4) mit Vierloch-Lochungen versehen ist. 9. Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände der in der Platte (4) angeordneten Lochpaare (11) voneinander unterschiedlich und zu einander versetzt angeordnet sind. 10.Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (4) mit mit Abstand voneinander an geordneten Einkerbungen (12) versehen ist. 11. Heftvorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Platte (4) mindestens ein aufklebbares Be- schriftungsschild (13) zugeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEP28342A DE1211591B (de) | 1961-12-01 | 1961-12-01 | Vorrichtung zum Zusammenschliessen von gelochtem Schriftgut, insbesondere fuer die Altablage |
Publications (1)
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| CH393262A true CH393262A (de) | 1965-06-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1461561A CH393262A (de) | 1961-12-01 | 1961-12-15 | Heftvorrichtung für vorgelochtes Schriftgut oder dergleichen |
Country Status (3)
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| AT (1) | AT248389B (de) |
| CH (1) | CH393262A (de) |
| DE (1) | DE1211591B (de) |
Cited By (1)
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| EP0639469A1 (de) * | 1993-08-20 | 1995-02-22 | Tosingraf S.R.L. | Vorrichtung zum Abheften von losen, gestapelten Blättern |
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1962
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0639469A1 (de) * | 1993-08-20 | 1995-02-22 | Tosingraf S.R.L. | Vorrichtung zum Abheften von losen, gestapelten Blättern |
Also Published As
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