Verfahren zur Herstellung von gereinigtes Pyrethrin enthaltenden Zusammensetzungen Pyrethrum-Extrakt wird durch Extrakt getrock- neter und gemahlener Pyrethrum-Blüten (Chrysantemum cinerariaefolium) mit Ligroin und Verdamp- fen des Ligroins hergestellt, wobei man einen als Ílharz-Extrakt bezeichneten Rückstand erhÏlt, der gewöhnlich 25-35% seines Gewichtes an aktiven Bestandteilen enthält. Die aktiven Bestandteile sind die Pyrethrine I und II und die Cinerine I und II.
Diese Stoffe unterscheiden sich dadurch voneinander, dass die beiden Pyrethrine eine Pentadienyl-Kette und die beiden Cinerine eine Butenyl-Kette enthalten, welche in 2-Stellung am Cyclopentenon-Ring haftet.
Die Pyrethrine unterscheiden sich dadurch voneinander, da¯ Pyrethrin I eine endstÏndige Methylgruppe, Pyrethrin lI eine endständige Mefhoxycar bonylgruppe aufweist ; die beiden Cinerine I und II unterscheiden sich in gleicher Weise voneinander.
Alle diese Verbindungen können bei sehr niedrigen Drucken ohne Zersetzung destilliert werden : Pyrethrin I und Cinerin I sieden bei ungefähr 140 bis 150¯C/10-4 mm, Pyrethrin II und Cinerin II bel ungefähr 190-195¯C/10-4 mm.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von gerèìnigtem Pyrethrin I, II und Cinerin I, II in Form von Lösungen in paraffinischen Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, da¯ Pyrethrum-ölhatzexttakt in mindestens'der doppelten.
Volumenmenge von unter Normalbedingungen fl ssigen paraffinischen Kohlenwasserstoffen aus Erctöl- destillaten,-die zwischen 200 und 500 t sieden, dìe keine ungesÏttigten Kohlenwasserstoffe, wachsartige Produkte oder wesentliche Anteile von verfÏrbenden Bestandteilen enthalten, gel¯st wird und anschlie¯end bei ausreichend tiefen Temperaturen'und Drucken eine Küdestillation von Pyrethnnen,'Cinerinen'und paraffinischen Kohlenwasserstoffen durchgeführt wird, bei der eine thermische Zersetzung oder ein Abbau der Pyrethrine bzw. Cinerine praktisch vermieden wird.
Zu den in Frage kommenden Paraffinkohlenwasserstoffen geh¯ren Petroleumarten (Kerosine), welche über 200 Cdestillieren,niedrig-und mittelviskose, technische Ole sowie mittel-und hochviskose Medizinalölfraktionen, aus denen ungesättigte Kohlenwasserstoffe, wachsartige Stoffe und mindestens die hauptsächlichen farbgebenden Komponenten ent feint worden sind. Eine derartige Behandlung zur Herstellung sogenannter ¸wei¯er¯ oder farbloser Me ist bekannt. Die entstehenden weissen Öle be- sitzen Viskositäten (gemessen nach Saybolt) von 30'bis 3'50 Sekunden ; die vorzugsweise verwendeten Fraktionen besitzen ViskositÏten von 50-250 Sekun- den.
Es ist zu betonen, dass die ATt-der fliissigen Paraffinkohlenwasserstoffe und das Aasmass der Raffination von der geplanten Verwendung des Produktes abhängt. Wenn das Produkt auf eine wachsende Nutzpflanzenkultur für menschliche oder tierische'Ernährung verwendet werden soll, müssen die Kohlenwasserstoffe unschÏdlich sein und den Pflanzen keinen Schaden zuf gen;
im allgemeinen sollten sie den Reinheitsanforderungen an ilüssige Paraffine entsprechend'den britischen und USA-Arzneimittel- vofschriften entsprechen.'Wenn das Produkt für die Vervcrendung in Fliegenvernichtenden Mischungen be stimmt ist, ist der für die Reinigung der Kohlenwasserstoffe erforderliche Grad weniger kritisch, doch sollten auch in diesem Palle keine störenden Oeruchs- Stoffe vorliegen, welche HaushaltsgegenstÏnde und Möbel beschädigen und beflecken würden. Bei ande- ren als den erwähnten Verwendungsarten, beispielsweise bei der Verwendung auf Nichtfutterpflanzen im Freien braucht der Reinheitsgrad weniger hoch zu sein.
Bevorzugt sind die in der Petroleumindustrie als weise Ole bezeichneten Stoffe, die aus über 200 destillierendem Petroleum technischen und medizinalen Olfraktionen stammen, welche durch Behandlung mit Schwefelsäure, durch Neutralisieren und Klären (siehe Dunstan et al. The Science of Petro leur , Bd. IV, Seite 2838 und Bd. V Teil III, Seite 189 Oxford University Press) erhalten wurden.
Beispiele von geeigneten Materialien sind 1. das flüssige Leichtparaffin der britischen Arznei mittelvorschrift, das eine Mischung von raffinier ten flüssigen Paraffinen mit einer kinematischen
Viskosität von nicht über 30 centi-Stockes bei
37, 8 C ist, 2. das flüssige Paraffin der britischen Arzneimittel vorschrift, das eine Mischung von raffinierten flüssigen Paraffinen mit einer kinematischen
Viskosität von nicht über 64 centi-Stockes bei
37, 8 C ist und 3. desodorisierte und entfärbte Petroleumfraktionen, die über 200 C destillieren nach Entfernung der aromatischen Kohlenwasserstoffe und unter dem
Handelsnamen Deobases erhältlich.
Mischungen solcher flüssiger Paraffine können ebenso verwen det werden, wie andere Fraktionen von unter
Normalbedingungen flüssigen Paraffinen mit den angegebenen Siedepunkten.
Mischungen, die ganz oder teilweise aus Fraktionen mit einer kinematischen Zähigkeit zwischen 20 und 80 und vorzugsweise zwischen 25 und 70 centi Stockes bei 37, 8 C bestehen, sind besonders brauchbar.
Bei der Durchführung der Reinigungsbehandlung gemäss der Erfindung wird der Pyrethrum-Olharz- sxtrakt zuerst in mindestens der doppelten Volumenmenge der als Kodestillans verwendeten, unter Normalbedingungen flüssigen Paraffinkohlenwasserstoffe gelöst, worauf die so entstehende Lösung bei ausreichend tiefen Temperaturen und Drucken einer Kodestillation unterworfen wird. Normalerweise ist der Druck nicht grösser als 1 mm Hg und vorzugsweise nicht grösser als 0, 1 mm Hg. Besonders bevorzugt wird der Bereich zwischen 10-2 und 10-5 mm Hg, wobei Drucke zwischen 10-3 und 10-4 sehr günstig sind.
Vorzugsweise wird der Olharzextrakt in weniger als dem 12fachen und vorzugsweise zwischen dem 2-bis 10fachen des Volumes der flüssigen Paraffinkohlenwasserstoffe gelöst, doch können auch grössere Anteile verwendet werden. Es ist darauf hinzuweisen, dass die optimalen Verhältnisse durch die aus verschiedenen Quellen stammenden Extrakte sowie durch die Struktur und die relativen Anteile der Paraffinund Cycloparaffinkohlenwasserstoffe und schliesslich durch die Destillationsart mit bedingt sind. Die Destillation wird vorzugsweise als Kurzwegdestillation durchgeführt und führt in ihrer einfachsten Form dazu, dass die Pyrethrine und Cinerine von begleitenden Farbsubstanzen, deren Gegenwart bei Sprüh- mittelgemischen störend ist, befreit werden.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung kann eine partielle Trennung von Pyrethrin I, Cinerin I und Pyrethrin II und Cinerin II, während der Destillation dadurch erreicht werden, dass man getrennt Fraktionen verschiedener Siedepunkte sammelt.
Es ist bekannt, dass Pyrethrin I und Cinerin I gegen bestimmte kriechende Insekten aktiver sind als Pyrethrin II und Cinerin II, welch letztere wiederum aktiver gegen bestimmte fliegende Insekten sind. Der Rohextrakt kann in Destillatfraktionen getrennt werden, die jeweils aktiver gegen diese zwei Arten von Insekten sind als das Ausgangsmaterial. Darüber hinaus ermöglicht die Herstellung von Lösungen der aktiven Komponenten des Pyrethrums in Paraffinkohlenwasserstoffen auf diese Weise dem Verbraucher den Zusatz weiterer Komponenten, wie Synergica, entsprechend der geplanten Zusammensetzung und unter Berücksichtigung des Verwendungszwecks des Produktes. Wenn das Produkt auf Kulturen angewendet werden soll, die der menschlichen Ernährung dienen, muss der Auswahl der zusätzlichen Komponenten besonders Sorgfalt gewidmet werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann eine Destillationsanlage mit gewöhn- lichem Destillationsgefäss (Sumpfdestillation) verwendet werden, doch wird eine Schnelldestillationsanlage (Gleichgewichtsdestillation) bevorzugt, damit die Einwirkungsdauer der Destillationstemperatur auf den Olharzextrakt auf einem Minimum gehalten wird.
Das bevorzugte Verfahren besteht darin, dass man die Lösung des Extraktes in einem Vorratsgefäss auf eine Temperatur von nicht über 80 C hält, und dass man die auf diese Weise entgaste und vorerwärmte Lösung tropfenweise in das Destillationsgefäss einbringt, wo sie als Film über eine derart geheizte Oberfläche läuft, dass mindestens ein Teil des flüchtigen Materials rasch über einen kurzen Weg zum Kondensationsrohr gelangt. Das Innere der Destillationsanlage wird auf einem niedrigen Druck gehalten, bei dem die Pyrethrine und Cinerine praktisch ohne Zersetzung destillieren, z. B. bei einem Druck von 10-S bis 10-4 mm Hg oder darunter.
Auf diese Weise kann die Zeitspanne, während der der Ölharzextrakt er höhten Temperaturen ausgesetzt ist, auf einige Mi- nuten und sogar auf einige Sekunden verkürzt werden.
Die Schnelldestillation (Gleichgewichtsverdampfung bzw.-destillation) kann in mehreren Stufen ausgeführt werden. Zu diesem Zweck wird die Lösung des Pyrethrum-Olharzextrakte zuerst einem Kurzwegverdampfer zugeleitet, in dem die Temperatur der von der Lösung bespülten Oberfläche im unteren Teil des Bereiches gehalten wird, innerhalb dessen Mischungen von Pyrethrinen und Cinerinen bei dem in der Destillationsanlage gegebenen Unterdruck verflüchtigt werden, z. B. bei 135-155 C bei Drucken von ungefähr 10-4 mm Hg. Der unverdampfte Anteil der Lösung aus dem ersten Verdampfer wird dann in einen zweiten Verdampfer geleitet, in welchem die Temperatur der von der zu verdampfenden Lösung bespülten Oberfläche höher ist als im ersten Verdampfer, z.
B. 160-200 C bei Drucken von ungefähr 10-4 mm Hg, oder in welchen der Druck entsprechend geringer gehalten wird. Der unverdampfte Rückstand aus der zweiten Destillationsanlage kann in eine dritte Destillationsanlage überführt werden, in der die Temperatur der mit der zu verdampfenden Lösung bespülten Oberfläche höher oder der Druck niedriger ist als im zweiten Verdampfer.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann z. B. zur Abtrennung der flüchtigeren Gruppe von Pyrethrinen dienen, welche in Pyrethrin I und Cinerin I aus dem Pyrethrum-Olharzextrakt vorherrschen oder zur Trennung des Extraktes in zwei pyrethrin und cinerinhaltige Kohlenwasserstofflösungen, die jeweils Pyrethrin I und Cinerin I bzw. Pyrethrin II und Cinerin II enthalten. Bei Durchführung dieser zuletzt genannten Art der Abscheidung können mehr als 2 getrennte Fraktionen gesammelt werden, wobei die Fraktionen mit dazwischenliegendem Siedepunkt redestilliert werden.
Bei Durchführung einer Schnell- oder Gleichgewichtsdestillation in 2 oder mehr Stufen unter höherer Erwärmung des verdampfenden Films in der zweiten oder späteren Stufe als in der vorangehenden Stufe, kann eine ziemlich weitgehende Trennung der beiden Gruppen der Wirkstoffe erzielt werden. Ein relativ grosser Anteil der als Lösungs- mittel dienenden Paraffinkohlenwasserstoffe, z. B. 4 bis 10 Teile je Teil Extrakt, trägt ebenfalls zum Erreichen eines hohen Trennungsgrades bei ; dies trifft ohne Rücksicht darauf zu ob eine mehrstufige Destil- lation oder eine normale Sumpfdestillation verwendet wird, bei der mehrere Fraktionen mit progressiv anwachsendem Siedepunkt abgetrennt werden.
Beim Verfahren in dieser Weise kann ohne weiteres eine erste Fraktion aus Pyrethrinen, Cinerinen und Paraffinkohlenwasserstoffen erhalten werden, die 70-80% und darüber des gesamten Pyrethrin I und Cinerin I enthält und eine zweite höher siedende Fraktion aus Pyrethrinen, Cinerinen und Paraffinkohlenwasser- stoffen, die 65-75% des gesamten Pyrethrin II und Cinerin II enthält.
Durch Verwendung einer Fraktion von flüssigen, zwischen 250-400 C destillierenden paraffinischen Kohlenwasserstoffen kann eine Kodestillation dieser Kohlenwasserstoffe und vorwiegend Pyrethrin I und Cinerin I erzielt werden, wobei ein geringer Rest von Kohlenwasserstoffen im Destillationsrückstand verbleibt, der den grösseren Teil des Pyrethrins II und Cinerins II enthält.
Anderseits kann durch Verwendung einer Fraktion von flüssigen, zwischen 250 bis 500 C destillierenden paraffinischen Kohlenwasserstoffen eine erste Fraktion als MischdestiUat von den zwischen 250 und 380 C siedenden Kohlenwasserstoffen und Pyrethrin I, Cinerin I erhalten werden, worauf eine zweite, höher siedende Fraktion folgt, welche ein Mischdestillat hauptsächlich aus den zwischen 380 und 450 C destillierenden Kohlenwasserstoffen und Pyrethrin II und Cinerin Il ist.
Die Anwesenheit von Paraffinkohlenwasserstoffen ermöglicht die Destillation der Pyrethrine und Cinerine bei erheblich niedrigerer Temperatur als ohne Kohlenwasserstoffe. Die inerte Natur der Kohlenwasserstoffe ist eine wertvolle Eigenschaft und er möglicht die Kodestillation ohne Reaktion der in den Pyrcthrinmolekülen vorhandenen reaktiven Gruppen, es sei denn, dass möglicherweise eine geringfügige Polymerisation auftritt. Auf diese Weise kann man die Pyrethrine und Cinerine 25-50 C unter ihren Siedepunkten am besten bei Absolutdrucken von 10-4 mm Hg in einer Ausbeute von 90-95% destillieren.
Der Gehalt des Destillates an Isopyrethrin ist niedrig ; der Gehalt der ersten Fraktion ist gewöhn- lich niedriger als der des nicht destillierten Materials, der Gehalt der zweiten Fraktion ist gewöhnlich ungefähr ebenso hoch wie der des nicht destillierten Materials. Beim Destillieren mit Paraffinkohlen- wasserstoff als Kodestillans gemäss der Erfindung bleibt die insekticide Aktivität der Pyrethrine und Cinerine erhalten. Die verschiedenen Veränderungen wie Polymerisation, Inversion, Racemisierung und Isomerisierung durch die bekannte Möglichkeit der Verlagerung der im Pyrethrinmolekül vorliegenden Doppelbindungen werden offensichtlich vermieden.
Das Destillat ist eine klare, fahlgelbe Flüssigkeit, gleichgültig ob sie als Ganzes abgenommen oder in Fraktionen getrennt ist. Destillat oder Fraktionen desselben können mit Petroleum oder anderen mischbaren organischen Flüssigkeiten verdünnt werden und Lösungen ergeben, die sehr wenig gefärbt sind und keine Flecken verursachen.
In den folgenden Beispielen wurde Pyrethrum Olharzextrakt nach Lösen in flüssigen, zwischen 200 und 500 C destillierenden Paraffinkohlenwasserstoffen unter vermindertem Druck in einer Kurzweganlage mit Sumpf-oder mit Gleichgewichtseinstellung der Destillation unterworfen. Alle Teile sind Volumteile für Flüssigkeiten und Gewichtsteile bei Feststoffen in entsprechenden Einheiten des CGS Systems. Der Isopyrethringehalt der Destillate und Rückstände in den Beispielen wird in Prozent des Gesamtpyrethrins angegeben. Das in den Beispielen verwendete flüssige Leichtparaffin bzw. Flüssigparaffin entspricht den Bestimmungen der britischen Pharmacopie 1958 und siedet im Bereich von 250 bis 500 C.
Mischungen von Pyrethrin I und Cinerin I wurden als Pyrethrin Ip, Mischungen von Pyrethrin II und Cinerin II wurden als Pyrethrin IIo bezeichnet.
Beispiel 1
6, 0 Teile Pyrethrum-Olharz (35% Pyrethrine ) werden in 24 Teilen flüssigem Leichtparaffin gelöst und anschliessend aus einer Sumpfdestillationsanlage destilliert ; man erhält folgende getrennte Fraktionen
Fraktion 1 Kp. 75-100¯C/3Î10-3 mm 3, 0 Teile
Fraktion 2 Kp. 100-122 C/10-s mm 11, 2 Teile
Fraktion 3 Kp. 122-148¯C/5Î10-4 mm 7, 9 Teile
Die Analysen der Fraktion ergeben sic vie folgt :
Destillat- Pyrethrin" destilliert ¸Pyrethrin I¯ / ¸Pyrethrin II¯- Isopyrethrine
Fraktion (Summe) Verhältnis %
1 4, 7%
2 25, 0% 3, 99 6, 2
3 48, 5% 1,06 5,9 Summe 78, 2 %
Der verwendete Aüsgangsextrakt hatte ein Vethältnis ¸Pyrethrin I¯/¸Pyrethrin II¯ von l, 42 und enthielt 9, 0% Isopyrethrin.
Beispiel 2
Fine Lösung aus 7, 5 Teilen Pyrethrum-Ölharzextrakt (35 % oPyrethrine ), 7, 5 Teilen flüssigem Paraffin und 15 Teilen flüssigem Leichtparaffin wird in einer Sumpfdestillationsanlage destilliert, wobei folgende Fraktionen getrennt werden :
Fraktion 1 Kp. 70-100 C/9 X 10-3 mm 1, 5 Teile
Fraktion 2 Kp. 100-150 C/10-3 mm 14, 2 Teile
Fraktion 3 Kp. 150-175¯C/5 X 10-4 mm 4, 5 Teile Die Analysen der Fraktion ergeben sich wie folgt :
Destillat-Fraktion ¸Pyrethrin¯ destilliert (Summe) ¸Pyrethrin I¯/¸Pyrethrin II¯-VerhÏltnis Isopyrethrine %
1 4,3% -
2 61, 8% 1, 95 5, 8
3 24, 0% 0, 67 15, 6
Summe 90, 1 %
Der als Ausgangsstoff verwendete Extrakt besass ein ¸Pyrethrin I¯ / ¸Pyrethrin II¯-VerhÏltnis von 1, 42 und enthielt 9, 0 % Isopyrethrine.
Beispiel 3
Eine Lösung von 15 Teilen flüssigem Leichtparaffin, 7, 5 Teilen flüssigem Paraffin und 8, 0 Teilen Pyrethrum-Ílharzextrakt (25% ¸Pyrethrine¯) wird vollständig in einer Sumpfdestillationsanlage ohne Auftrennung in Fraktionen bei 80-175 C bei einem Druck von 10-4 mm destilliert.
Das Destillat isteinklares, sehr fahlgelbes Öl mit einer Menge von 20 Teilen und liefert folgende Analysenergebnisse :
Summe der destillierten ¸Pyrethrine¯ 95, 5 % ; ¸ Pyrethrin I¯/¸Pyrethrin II¯-VerhÏltnis 1,34 ;
Isopyrethringehalt 11, 5%.
Der ursprüngliche Pyrethrum-Ílharzextrakt hatte ein ¸Pyrethrin I¯/¸Pyrethrin II¯- VerhÏltnis von 1, 30 und einen Isopyrethringehalt von 9, 6 % bezogen auf die Summe der ¸Pyrethrine¯.
Beispiel 4
Eine L¯sung von 16 Teilen eines Pyrethrum-Íl harz-25 %-Extraktes (entsprechend 4, 0 Teilen Pyrethrin I und II¯) 30 Teilen fl ssigem Leichtparaffin und 15 Teilen ffüssigem Paraffin wird in euler Schnelldestillationsanlage destilliert, wobei die Temperatur der heissen Fläche 158-178¯C, der Druck 1. 10-4 bis 3. 10-3 mm Hg betrug. Man erhält 48 Teile Destillat in Form eines fahlgelben vols, das 3, 6 Teile teinen Pyrethrins 1 und II¯, das heisst 91, 9 % des eingesetzten Pyrethrinss. enthielt.
Der undestillierte Rückstand m Form einer schwarzen, zähen Flüssigkeit enthÏlt 0, 21 Teile Pyrethrin I und II¯, das heisst 5, 1 % der ursprünglichen Pyrethrin - Menge. Der Isopyrethringehalt des ursprünglichen Extraktes, des Destillats und des Rückstandes ist jeweils : 6, 2-6, 7 %, 4, 8-5, 1% und 42-54%.
Beispiel 5
Eine Losung aus 8 Teilen Pyrethrum-Ölharz- 25 %-Extrakt (entsprechend 2, 0 Teilen Pyrethrin I und II¯) 24 Teilen fl ssigem Leichtparaffin und 8 Teilen"flüssigem Paraffin wird in einer Schnell destillationsaftlage destilliert. Das Öl wird vor Eintritt in die Destillationsanlage auf 75¯C/0,01 mm Hg gehalten. Die Temperatur der hei¯en FlÏche betrÏgt 155-180 C, der Destillationsdruck l. 10-s mm Hg.
Man erhÏlt 32 Teile Destillat in Form eines sehr fahlgelben t) ls, das 1, 92 Teile reines Pyrethrin I und II , das heisst 96, 4 % des ursprünglich vorhandenen Pyrethrins enthält. Der Destillationsriickstand enthielt 5, 6 % des ursprünglich eingesetzten Pyrethrins .
Der Isopyrethringehalt des ursprünglichen Extraktes, des Destillates und des Rückstandes ist jeweils : 6, 2 bis 6, 8 %, 6, 5 bis 7, 2 % und 42, 0 bis 54, 0%.
Beispiel 6
Eine Lösung aus 16 Teilen Pyrethrum-Ílharz 25%-Extrakt (entsprechend 4, 0 Teile reinem Pyrethrin I und II¯), 30 Teilen flüssigem Leichtparaffin und 15 Teilen flüssigem Paraffin werden in einer Schnelldestillationsanalge destilliert, wobei die Temperatur der heissen Fläche 160-180 C, der Druck 1. 10-1 mm Hg betrug.
Man erhÏlt 43 Teile Destillat als fahlgelbes Öl, welches 3, 38 Teile reines Pyrethrin I und Il , das heisst 84, 4 % des ursprüng- lich vorliegenden Pyrethrins enthält. Der Destillationsrückstand enthält 11, 4% des ursprünglichen Pyrethrins . Der Isopyrethringehalt des urspr nglichen Extraktes, des Destillates und des Rückstandes ist jeweils : 5, 2-6, 0%, 5, 8-6, 2% und 27, 0-32, 1 %.
Beispiel 7
Eine Lösung aus 6 Teilen Pyrethrum-Olharz- 25%-Extrakt (entsprechend 0, 696 Teilen Pyrethrin Is. und 0, 670 Teilen ¸Pyrethrin II¯), 24 Teilen geruchlosem Petroleum (Siedepunkt > 200 C) und 28 Teilen flüssigem Leichtparaffin werden in einer Schnelldestillationsanlage destilliert, die aus 2 in Serie geschalteten Kurzwegverdampfern bestand. Die WÏnde jedes Verdampfers konnten auf verschiedene Temperaturen eingestellt werden ; der erste befand sich bei 100-110 C der zweite bei 142-154¯C. Der Innendruck betrug 5. 10-4 mm Hg.
Man erhält jeweils vom ersten und zweiten Verdampfer : 1. 26 Teile Destillat als fahlgelbes öl, welches
0, 484 Teile Pyrethrin I und 0, 205 Teile Pyrethrin IIp, das-heisst 50, 4% des gesamten Pyrethrins der Ausgangssubstanz enthält. Das Pyrethrin I / Pyrethrin II -Verhältnis beträgt
2, 36.
2. 20 Teile eines fahlgelben Ols, welches 0, 198 Teile Pyrethrin I und 0, 396 Teile ¸Pyrethrin II¯, das heisst 43, 5 % des ursprünglichen Gesamt Pyrethrins enthält. Das Verhältnis Pyrethrin I / Pyrethrin II ist 0, 50.
Der Isopyrethringehalt von Ausgangssubstanz, erster Fraktion und zweiter Fraktion ist jeweils : 9, 5 %, 8, 0 % und 10, 0 % des Gesamt- Pyrethrins jeder Fraktion.
Die Ausbeute am gesamten destillierten Pyrethrin betrÏgt 93, 8 % des Pyrethrin -Gehalts der Ausgangssubstanz. Der Rückstand enthält 6, 2 % der ursprüng- lich vorliegenden Pyrethrine .
Beispiel 8
Eine Lösung aus 8 Teilen Pyrethrum-Ölharz- 25 S-Extrakt (entsprechend 0, 886 Teilen Pyrethrin I¯ und 0, 854 Teilen Pyrethrin II ) und 48 Teilen flüssigem Leichtparaffin werden in der Anlage von Beispiel 7 destilliert.
Die Temperaturen im ersten und zweiten Verdampfer betrugen 104-116 C und 150-166 C. Der Druck entsprach 1. 10-3 mm Hg. Man erhÏlt jeweils aus dem ersten und zweiten Verdampfer : 1. 26 Teile eines fahlgelben öls, welches 0, 648 Teile Pyrethrin I und 0, 358 Teile Pyrethrin II , das heisst 57, 8 % des Gesamt-¸Pyrethrins¯ der
Ausgangssubstanz enthÏlt. (Der Isopyrethringehalt von Ausgangsprodukt und Destillat entsprach
9, 0 % bzw. 7, 0 % des gesamten ¸Pyrethrins¯). Das
Pyrethrin I¯ / ¸Pyrethrin II¯- VerhÏltnis betrÏgt
1, 81.
2. 18 Teile eines fahlen Destillats, welches 0, 214
Teile Pyrethrin I und 0, 416 Teile PyrethrinII enthielt, das heisst 36, 2 % des gesamten ursprüng- lichen Pyrethrinp-Gehalts (Isopyrethringehalt ist
8, 5% des Gesamt-¸Pyrethrins¯). Das Pyrethrin
I¯/¸Pyrethrin II¯-VerhÏltnis betrug 0, 52. Die Ge samtausbeute an destilliertem Pyrethrin betrug 94%.
Beispiel 9
Eine Lösung aus 10 Teilen Pyrethrum-Ölharz- 25%-Extrakt (entsprechend 1, 150 Teilen Pyrethrin I und 1, 105 Teilen Pyrethrin II ) und 28 Teilen flüssigem Leichtparaffin wurden in der Anlage von Beispiel 7 destilliert. Die Temperatur des ersten und zweiten Verdampfers betrug 100-115¯C bzw. 150 bis 165 C. Der Innendruck betrug einmal 10-3 Hg.
Man erhÏlt jeweils aus dem ersten und zweiten Verdampfer : 1. 20, 9 Teile eines fahlgelben Öls, das 0, 952 Teile Pyrethrin I und 0, 583 Teile Pyrethrin II enthält, das heisst 68, 1 % der ursprünglich vor liegenden Pyrethrine . Das Pyrethrin I / Pyrethrin II -Verhältnis ist 1, 60.
2. 9, 16 Teile eines fahlen Öls, das 0, 158 Teile Pyrethrin I und 0, 383 Teile Pyrethrin II , das heisst 24, 0% der ursprünglichen Menge ent hält. Das Pyrethrin I / Pyrethrin II -Verhältnis ist 0, 41.
Der Isopyrethringehalt von Ausgangssubstanz, erster Destillationsfraktion, zweiter Destillationsfrak- tion und Destillationsrückstand ist jeweils 9, 2 %, 7, 2%, 14, 0% und 45%, berechnet in Prozent des in der jeweiligen Fraktion vorliegenden gesamten Pyre thrin -Gehaltes.