CH393662A - Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel - Google Patents
Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem SchuhpflegemittelInfo
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Description
Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel, mit einem Stopfen aus porösem Werkstoff, der als Auftragsvorrichtung dient. Die üblichen Vorrichtungen der vorerwähnten Art sind mit besonderen, durchgehend verhältnismässig grossen Lochungen innerhalb des Stopfens ausgestattet, so dass sich beim unbeabsichtigten Umkippen der Flasche oder bei nicht sorgfältiger Hantierung ein unerwünschtes Austreten der Flüssigkeit einstellt. Es sind weiterhin Vorrichtungen bekannt, die verhältnismässig verwickelt durchgebildet sind, da man Schraubhülsen benötigt, die in entsprechende Gegenformen besonderer Flaschenaufsätze eingeführt werden müssen, abgesehen davon, dass man bei derartigen Vorrichtungen feine poröse Stopfen nicht für notwendig gehalten, sondern mit schwammgummiähnlichen Stopfen auszukommen geglaubt hat. Um die vorerwähnten Mängel zu vermeiden, besteht die Erfindung darin, dass ein im Behälter dicht passender becherartiger Halter aus nachgiebigem Werkstoff vorgesehen ist, dessen Boden eine grössere zentrale Öffnung und mehrere kleinere Öffnungen aufweist, und dass der durch die zentrale Öffnung hindurchtretende Teil des Stopfens zusammengeklammert ist und als Widerlager zur Sicherung des Stopfens in dem Becherkörper dient, wobei für den Stopfen ein derart feinporöser Werkstoff Verwendung findet, dass er das freie Austreten des Behälterinhaltes unterbindet. Die letztgenannte Massnahme ist von besonderer Bedeutung. Wählt man, wie bisher, für derartige Stopfen Schaumgummi oder ähnliches grobporiges Material, so ist eine Sicherung gegenüber einem freien Austreten der Flüssigkeit nicht gegeben. Der durch die zentrale Öffnung hindurchtretende Teil des zusammengeklammerten Stopfens dient nicht nur als Widerlager zur Sicherung des Stopfens, sondern der in z. B. die Flasche hineinragende Teil des Schaumstoffverreibers hat auch die Aufgabe, das Auftraggerät über längere Zeit bei aufgesetzter Verschlusskappe feucht und gebrauchsfertig zu halten. Es hat sich herausgestellt, dass der Widerlagerteil des Stopfens teilweise die periphär angeordneten kleineren Öffnungen abdeckt, so dass die Weiterlei- tung des Behälterinhalts, beispielsweise des Schuh pflegemittels, an die Verreiberfläche und damit an das zu behandelnde Leder nicht immer mit der angestrebten Gleichmässigkeit erfolgt, was sich dann als besonders erschwerend erweist, wenn man die Aufgabe lösen will, einen gleichmässigen und konti; nuierlichen Auftrag in dünner Schicht auf dem Leder vorzunehmen. Es hat sich gezeigt, dass man zu einer völlig befriedigenden Lösung dieser Aufgabe dann kommt, wenn man so vorgeht, dass die zentrale Öffnung des Bodens des Halters von einem Halsring umgeben ist und dass der als Widerlager zur Sicherung des Stopfens in dem Becherkörper dienende Stopfenteil hinter dem freien Endes des Halsringes vorgesehen ist. Beachtet man diese Vorschrift, dann sind die periphär angeordneten kleineren Öffnungen völlig freigelegt, so dass sie sämtlich in vollem Umfange zur Auswirkung kommen. Die Folge ist der erwünschte, sehr gleichmässige Auftrag des Behälter inhalts auf dem Leder, wobei besonders förderlich ist, dass durch die zentrale Öffnung weder Luft noch Flüssigkeit hindurchtreten kann. Es ergibt sich bei der Benutzung des Behälters als Auftragsgerät eine Art Pumpwirkung innerhalb des porösen, gleichsam schwammartigen Werks:toffes. Diese Pumpwirkung ist es, welche das gewünschte gleich mässige kontinuierliche Auftragen in dünnster Schicht ermöglicht. Trotz der an sich bereits ausgezeichneten Verreiberwirkung, z. B. eines Schaumstoffverreibers, sind insbesondere bei weissem glattem Leder Schaum- und Streifenbildungen mitunter nicht zu vermeiden. Eine wirksame Abhilfe gegen diese unerwünschte Erscheinung ergibt sich, wenn man die für die Verreibung an sich vorgesehene Oberfläche des Stopfens mit einer velourartigen Schicht versieht. Unter Velour soll verstanden werden eine Anhäufung von fasrigen, feinsten Härchen, die an der Verreiberseite gleichsam wie Bürstenhaare senkrecht zur Grundfläche und nachgiebig jeweils praktisch in die Ausgangsstellung zurückkehrend angeordnet sind. In dieses Gebiet des anzuwendenden Belages gehören auch sogenannte Plüschbeläge, sofern die Durchschlagsfähigkeit für das flüssige Schuhpflegemittel hinreichend gegeben ist, aber auch samtartige Gewebe aus Kunststoffasern. In all den Fällen, in denen man Fasermaterial verwendet, das unter der Einwirkung eines elektromagnetischen Feldes sich im Raume entsprechend dem Kräftefeld einstellt, lässt sich die Anbringung des Belages in der Weise durchführen, dass man die Oberfläche beleimt oder mit einem geeigneten Binder ausstattet und dass man auf elektrostatischem Wege die Faser in engen Kontakt und damit in eine Verbindung mit der geeigneten Oberfläche bringt. Gelangen bei der Bildung des velour- oder samtartigen Faserbelages Kunststoffasern vorgeschnittener FaserIänge zur Verwendung, die wie gesagt, auf elektrostatischem Wege mit der klebfähig gemachten Oberfläche vereinigt werden, so ergibt sich beim Arbeiten mit einem solchen Stopfen ein weitgehend schaum- und streifenfreier Auftrag z. B. des flüssigen Pflegemittels. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung wiedergegeben und werden im folgenden beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 den Verschlussstopfen mit dem ihn haltenden Becherkörper im Schnitt, Fig. 2 den gleichen Körper in Draufsicht, Fig. 3 den Verschluss stopfen mit becherartigem Haltekörper, eingesetzt in eine Flasche im Schnitt, Fig. 4 als Variante einen Flaschenhalsstopfen mit Halsring in schaubildlicher Darstellung, Fig. 5 eine etwas andersartige Ausgestaltung, ebenfalls in schaubildlicher Darstellung. Die Fig. 1 bis 3 lassen erkennen, dass ein Becherkörper 1 vorgesehen ist, der den Stopfen 2 umgibt Der Boden des Becherkörpers 1 zeigt bei 3 eine zentrale Öffnung und bei 4 kleinere Öffnungen. Der Verschlussstopfen tritt durch die grosse Öffnung 3 nach unten hindurch und ist gegebenenfalls bei 5 verklammert, so dass sich eine riegelartige Sicherung des Stopfens gegenüber dem Becherkörper 1 ergibt. Der Becherkörper 1, der aus einem geeigneten nachgiebigen Material, wie beispielsweise Lupolen, be steht, passt, wie Fig. 3 zeigt, dicht in den Flaschenhals hinein. Während des Hantierens mit dem Stopfen als Auftragsgerät ergibt sich die in Fig. 3 gezeigte Lage. Das Schuhpflegemittel kann durch die Öffnungen 4 hindurchtreten und wird teilweise an der Wandung des Becherkörpers entlang den Weg nach aussen durch die poröse Struktur des Stopfens finden. Die besonders günstige Wirkung des Stopfens ergibt sich aus der feinen porösen Struktur, die sowohl hinsichtlich der Saugwirkung als auch in bezug auf die Kapillarwirkung von günstigem Ein fluss auf das Verhalten des Stopfens sowohl als Auftraggerät als auch als Flüssigkeitsverschluss ist. Man kann die Flasche in üblicher Weise mit einer Abschlusskappe versehen. Um zu verhindern, dass der Widerlagerteil des Stopfens 2 die kleinen Öffnungen 4 im Boden des Becherkörpers 1 verdeckt, wird an die zentrale Bo denöffnung 3 des Becherkörpers 1 ein Halsring 6 angeschlossen, durch den der Stopfen 2 hindurch tritt. Ausserhalb des Halsringes 6 bildet der Stopfen 2 eine Halskrause 7. Man erkennt auch aus der zeich nerischen Darstellung, dass die äusseren Öffnungen 4 völlig freigelegt sind, so dass sie sämtlich an der Weiterleitung des Behälterinhalts nach aussen. d. h. also zu dem Auftragsabschnitt des Stopfens beitragen. Es hat sich als besonders zweckmässig erwiesen, sowohl die in Fig. 4 vorgesehene Halskrause 7 als auch den in Fig. 5 ersichtlichen geklammerten Teil 5 des Stopfens gegen den Durchtritt von Luft und Flüssigkeit zu sichern. Dies kann beispielsweise durch Eintauchen dieser Teile in Wachs erfolgen. Die feste Umklammerung des Stopfens durch den Halsring 6 sorgt dafür, dass der Stopfen als solcher fest in dem Becherkörper gehalten ist. Beim Auf fragen stellt sich eine Art Pumpwirkung ein, wel che den ständigen Nachschub der Flüssigkeit an die auftragende Fläche gleichmässig, kontinuierlich und in der gewünschten Schichtstärke gewährleistet. Die Unterbindung des Luftdurchtritts, der durch die er findungsgemässe Ausbildung des Behältereinsatzkör pers erhalten wird, stellt eine sehr erwünschte Si cherung gegen eine nicht gleichmässige Auftragwir kung dar. Zur Vergleichmässigung der Streichwirkung ist auf der Oberfläche 8 des Verreibers eine Schicht 9, bestehend aus kurzen, sich senkrecht auf der Ober fläche aufbauenden Fasern, Härchen oder derglei chen vorgesehen, deren Anbringung entsprechend den vorerwähnten Ausführungen erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel mit einem Stopfen aus porösem Werkstoff, der als Auftragvorrichtung dient, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Behälterhals dicht passen der, becherartiger Halter aus nachgiebigem Werkstoff vorgesehen ist, dessen Boden eine grössere zentrale Öffnung und mehrere kleinere Öffnungen aufweist, und dass der durch die zentrale Öffnung hindurchtretende Teil des Stopfens zusammenklammert ist und als Widerlager zur Sicherung des Stopfens in dem Becherkörper dient, wobei für den Stopfen ein derart feinporöser Werkstoff Verwendung findet, dass er das freie Austreten des Behälterinhalts unterbindet.UNTERANSPRÜCHE 1. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die zentrale Öffnung des Bodens des Halters ein Halsring angeschlossen ist und der als Widerlager zur Sicherung des Stopfens in dem Becherkörper dienende Stopfenteil hinter dem freien Ende des Halsringes vorgesehen ist.2. Behälter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der als Widerlager dienende Stopfenteil radial über den Ring vorsteht und zweckmä ssig gegen Luft und Flüssigkeitsdurchtritt durch Imprägnierung gesichert ist.3. Behälter nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stopfenteil auch durch den Ring zusammengeklammert ist.4. Behälter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfen an der Auftragsfläche mit einem velouroder samtartigen Faserbelag ausgestattet ist.5. Behälter nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Material für den Faserbelag Kunststoffasern gleicher Länge Verwendung finden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1296661A CH393662A (de) | 1961-11-06 | 1961-11-06 | Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1296661A CH393662A (de) | 1961-11-06 | 1961-11-06 | Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH393662A true CH393662A (de) | 1965-06-15 |
Family
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Family Applications (1)
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| CH1296661A CH393662A (de) | 1961-11-06 | 1961-11-06 | Behälter mit Inhalt, insbesondere mit flüssigem Schuhpflegemittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH393662A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0019236A3 (de) * | 1979-05-11 | 1980-12-10 | Alfred Aichinger | Vorrichtung zum Austragen einer Flüssigkeit, insbesondere einer Reinigungsflüssigkeit und/oder Pflegeflüssigkeit, auf einer Fläche |
| EP0081816A3 (en) * | 1981-12-17 | 1983-07-20 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Applicator pad |
-
1961
- 1961-11-06 CH CH1296661A patent/CH393662A/de unknown
Cited By (2)
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| EP0081816A3 (en) * | 1981-12-17 | 1983-07-20 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Applicator pad |
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