Vorrichtung zum Messen einer Kraft
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen einer Kraft auf der Basis elektrischer Dehnungsmessung.
Zum Messen einer Kraft bestimmte Vorrichtungen, bei denen ein Eingangselement ciie Spannungsbeanspruchung eines Drahtes entsprechend der Kraft ändert, um am Draht eine Anderung des elektrischen Widerstandes zu bewirken, der so ein Mass für die Spannungsänderung im Draht oder der auf das Eingangselement übertragenen Kraft ist, sind bekannt.
Das Eingangselement mag ein Stab, eine Membran, ein Gewicht oder ein anderes Element sein, das unter der Wirkung von Kräften oder Bewegungen, die auf das Element übertragen werden, einer Bewegung im Raum unterworfen wird. Das Eingangselement ist das Mittel zum Summieren all der Kräfte, die gleichzeitig auf das Eingangselement gelangen, und zum übertragen derselben auf den Draht. Wenn das Eingangselement ein Stab ist, kann die Vorrichtung zum Messen von Kraft eine Verschiebungsmessvorrichtung sein. Wenn das Eingangselement eine Membran ist, kann die Vorrichtung ein Druckmesser sein. Un wenn das Eingangselement eine Masse ist, kann die Vorrichtung ein Beschleunigungsmesser oder ein Geschwindigkeitsmesser sein. Doch ist diese Aufzählung nicht als erschöpfend, sondern nur als beispielsweise Angabe zu betrachten.
Bei den bisherigen Vorrichtungen zum Messen von Kraft auf der Basis der Dehnungsmessung, bei denen die Drähte unter Spannung zwischen zwei Punkten gestreckt werden, wenn der Abstand längs des Drahtes sich ändert, indem einer oder beide Punkte in Abhängigkeit von der Bewegung des Eingangselementes verschoben werden, war es notwendig, die Drähte an Klemmen und die Klemmen an Drahtverbindern so zu befestigen, dass die Spanndrähte in einen elektrischen Brückenkreis zum Messen der aus der Veränderung der Spannung in den Drähten resultierenden Widerstandsänderung geschaltet werden können.
Bei den bisher bekannten Vorrichtungen ist eine Rückführung jedes Drahtes notwendig, um die Drähte in die Brückenanordnung zu bringen, das heisst, in der Vorrichtung sind Querverbindungen notwendig, damit die Drahtklemmen so verbunden werden könen, dass die Drähte mit der Spannungsänderung in einander gegenüberliegenden Brücken armen zu liegen kommen.
Bei den bekannten Vorrichtungen müssen die Enden der Drähte, deren mechanische Spannung verändert wird, so an Klemmen und Leitungen angeschlossen werden, dass sie in einer elektrischen Brücke zusammengeschaltet werden können. Das bedingt, dass die Drähte; die an den Drahtstützen befestigt sind, rückgeführt werden müssen, was eine umständliche Verdrahtung mit sich bringt. Die erhöhten Kosten und die Fehler, die durch schlechte Lötverbindungen auftreten können, erhöhen die Kosten der Vorrichtung infolge des komplizierten Aufbaues und lassen bei schlechter Konstruktion Fehler auftreten.
Diese Schwierigkeiten sollen durch eine einfache Massnahme der Anordnung und Verdrahtung der Brücke beseitigt werden.
Die Vorrichtung nach dieser Erfindung dient zum Messen einer Kraft auf der Basis elektrischer Dehnungsmessung und ist ausgerüstet mit einem Gehäuse, einem Rahmen in dem Gehäuse, einem Eingangsglied, Drahtträgern in dem Gehäuse, von denen ein Teil mit dem Eingangsglied gekuppelt sind, Spannungsdrähten, die zwischen den Drahtträgern in Spannung gehalten werden, und Mitteln, die die Spannungsdrähte in einer Wheatstone'schen Brückenanordnung verbinden.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass vier Paare Spannungs drähte durch Mittel in solcher Weise elektrisch verbunden sind, dass ein Draht jedes Paares mit einem Draht eines anderen Paares in Serie liegt, wobei die letztgenannten Drähte ihre Spannung in der gleichen Richtung ändern, um jeden der vier Zweige der Weatstone'schen Brücken anordnung zu bilden, wobei die Drähte mit vier Klemmen verbunden sind, die an einem Ende des Gehäuses bei den vier Verbindungspunkten der Brücke angeordnet sind, und die vier Verbindungspunkte über Mittel mit den vier Klemmen verbunden sind.
Die Erfindung ist leichter durch die nachfolgende Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles verständlich, in der vier Paare von Spannungsdrähten beschrieben werden, die in den Zeichnungen dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das Instrument,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 1,
Fig. 4 eine EinZelheit der Federkonstruktion,
Fig. 5 eine Ansicht des Rahmens, die die Stifte und zwei Paare von Spannungsdrähten an einer Seite des Rahmens zeigt,
Fig. 6 eine Ansicht der entgegengesetzten Seite des Rahmens, die die Stifte und die anderen zwei Paare von Spannungsdrähten an der anderen Seite des Instruments zeigt, und
Fig. 7 eine schematische Darstellung des durch die vier Paare von Spannungsdrähten, die in Fig. 5 und 6 gezeigt sind, gebildeten Brückenstromkreises.
In den Fig. 1-3 der Zeichnungen bezeichnet das Bezugszeichen 10 ein Gehäuse, welches das Instrument enthält. In dem Gehäuse 10 wird ein Rahmen 12 gehalten, der ein oberes zylindrisches Tragglied oder eine Platte 14 hat, die längs ihres Aussenumfanges bei 15 abgeschrägt ist. Der abgeschrägte Umfang 15 des Traggliedes 14 ist zwischen ein Paar O-Ringe 16 und 17 geklemmt, wobei der O-Ring 16 auf eine innere, horizontale Schulter 18 gesetzt ist, die an der Innenwand des Gehäuses 10 gebildet ist und wobei der O-Ring 17 gegen die Innenwand des Gehäuses 10 eingestellt ist und an der abgeschrägten Schulter 20 einer Druckkappe 22 anliegt, die einen mit Gewinde versehenen Druckfluidumeinlass bei 24 hat.
Die Kappe 22 wird in dem Ende des Gehäuses 10 durch den Schnappring 25 in ihrer Lage gehalten, der in einer Nut 26 in der Innenwand an dem Ende des Gehäuses 10 sitzt.
Das obere Tragglied 14 des Rahmens 12 trägt eine aufrechtstehende Lippe 27, die mit dem Glied 14 in der Nähe des abgeschrägten Umfangteiles 15 desselben aus einem Stück besteht. Quer zu der Lippe 27 wird eine Membran 28 gehalten, die mit dem Mittelteil derselben verbunden und sich axial von der Membran erstreckend, einen Bolzen oder eine Armatur 30 besitzt, die durch eine vergrösserte Mittelöffnung 31 in der benachbarten Platte oder dem Tragglied 14 hindurchgeht. Es ist ersichtlich, dass die Stützung der Membran 28 an der Umfangslippe 27 einen Raum 33 zwischen der Membran und dem Glied 14 bildet, um das Schwingen der Membran ohne Berührung der Platte 14 zuzulassen.
Die gegenüberliegend angeordneten Platten 14 und 44 haben, aus einem Stück damit verbunden, diametral quer zu diesen Platten einen Mittelblock 34, der die Platten voneinander im Abstand anordnet.
Der Block 34 hat eine Mittelöffnung 35 im oberen Ende desselben, der den Bolzen 30 mit genügendem Spielraum aufnimmt, um die Axialbewegung des Bolzens in der Öffnung auf Schwingung der Membran 28 ansprechend zu gestatten. Ein Schild 36, der aus einem Paar von symmetrischen Halbteilen 38 mit einem U-förmigen Querschnitt gebildet ist, wie am besten Fig. 2 zeigt, ist an der senkrechten Stützplatte 34 mittels der Schrauben 40 angebracht. Es sind Zwischenräume 41 zwischen den Schildteilen 38 und der Stützplatte 34 vorgesehen, wobei diese Zwischenräume von genügender Weite sind, um die Spannungsdrähte aufzunehmen, die an beiden Seiten der Platte 34 angebracht sind, wie es in Fig. 3 gezeigt und vollständiger nachfolgend beschrieben ist, um die Verstellungsfreiheit der Drähte, ohne Berührung der Platte 34 oder der Schildteile 38 zuzulassen.
Die Deckelplatte 44 schliesst das andere Ende des Instrumentes, wobei ein O-Ring 45 zwischen der Dek kelplatte 44 vorgesehen ist, die einen elektrischen Ausgangsstöpsel 46 von herkömmlichem Muster, z. B. einen Kanonenstöpsel trägt.
Unter Bezugnahme insbesondere auf die Fig. 1, 3, 5 und 6 ist ein Stift 48 an dem Bolzen oder der Armatur 30 angebracht, und es sind an den oberen Enden des Blockes 34 ein Paar Drahtverbindungen oder Stifte 50 und 51 an entgegengesetzten Seiten und dicht angrenzend an den Stift 48 montiert. An den entgegengesetzten Aussenenden der senkrechten Platte 34 sind ein Paar Anschlussklemmen oder leitfähige Stifte 52 und 54 montiert, die sich nach einwärts erstreckende Torsionsfedern 56 bzw. 58 tragen. An den Innenenden der Federn 56 und 58 sind diesbezügliche Klemmen oder Leitungsstifte 57 und 59 angebracht. Es ist ersichtlich, dass der Stift 57 axial zwischen den Stiften 48 und 50 und der Stift 59 ebenfalls axial zwischen den Stiften 48 und 51 versetzt ist.
Die Konstruktion der Federn 56 und 58 ist die gleiche. Fig. 4 zeigt die Konstruktion einer 56 der Federn, wobei das Ende 55a der Feder in einer Nut 55b der Anschlussklemme angeordnet ist und die Feder einen Schleifenteil 55 besitzt, der zurückgebogen ist, sich über den Stift 52 erstreckt und einen sich nach auswärts erstreckenden, verjüngten Teil 57' hat, an dessen Ende die Drahtverbindung 57 montiert ist.
Ein Paar elektrische Widerstandsspannungsdrähte 60 und 62 sind unter Spannung an den Stiften 48, 59 und 51 angebracht, wobei der Spannungsdraht 60 unter Spannung zwischen die Stifte 51 und 59 ge schaltet ist und Spannungsdraht 62 unter Spannung zwischen die Stifte 48 und 59. Ein Paar Spannungsdrähte 64 und 66 sind in ähnlicher Weise an den Stiften 48 und 50 und 57 angebracht, wobei die Spannungsdrähte 64 unter Spannung zwischen den Stiften 48 und 57 gestreckt und daran angebracht sind und der Spannungsdraht 66 unter Spannung zwischen den Stiften 50 und 57 gestreckt und auf denselben angebracht ist.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die Stifte 50 und 50' an einer Seite angeordnet und 51 und 51' an der anderen Seite der Drahtträger 48 und 48' und im wesentlichen damit ausgerichtet, wobei die Drähte jedes Paares der Spannungsdrähte im wesentlichen gleiche kleine spitze Winkel miteinander bilden.
In ähnlicher Weise zu der vorher beschriebenen, ist eine Stift- und Spannungsdrahtverbindung genau gleich der vorher beschriebenen, an der entgegengesetzten Seite der senkrechten Platte 34 zu der vorher beschriebenen Stift- und Drahtverbindung montiert, wobei die entsprechenden Stifte an dieser entgegengesetzten Seite der Platte 34 direkt mit den vorher beschriebenen Stiften ausgerichtet montiert sind und die Spannungsdrähte an dieser entgegengesetzten Seite der Platte 34 sich ausgerichtet und parallel zu den entsprechenden vorher beschriebenen Spannungsdrähten befinden.
So zeigt die Ansicht der Fig. 6, dass bei der Stiftund Spannugsdrahtverbindung an der entgegengesetzten Seite der Platte 34 zu der vorher beschriebenen, der Spannungsdraht 64' unter Spannung zwischen Stiften 48' und 57' und der Spannungsdraht 66' unter Spannung zwischen 50' und 57' montiert ist, wobei der Stift 57' an dem Innenende der Torsionsfeder 56' angebracht ist. Auch ist der Spannungsdraht 60' unter Spannung zwischen den Stiften 51' und 59' und der Spannungsdraht 62' unter Spannung zwischen Stift 48' und 59' montiert, der an dem Innenende der Torsionsfeder 58' angebracht ist.
Die Federn 56, 58 und 56', 58' haben eine Federkonstante oder Festigkeit, die geringer als die Federkonstante oder Festigkeit der Spannungsdrähte ist.
Daher ist ersichtlich, dass die vorher beschriebene Anordnung zwei Paare von Spannungsdrähten 60, 62 und 64, 66 an einer Seite der Platte 34 vorsieht, sowie zwei Paare von Spannungsdrähten 60', 62' und 64', 66' an der anderen Seite der Platte 34, wobei die beiden Paare von Spannungsdrähten an entgegengesetzten Seiten von 34 Spiegelbilder zueinander sind, wie Fig. 5 und 6 zeigen.
Ein elektrischer Widerstand 65 ist an einem Isolator 61 angebracht, der mit einem Ausseneckteil der Platte 34 verbunden ist. Ein elekrischer Leiter 67 (Fig. 5) ist zwischen den Stiften 51 und 61 angebracht, der den Spannungsdraht 60 und ein Ende des Widerstandes 65 verbindet und ein elektrischer Leiter 69, (Fig. 6), der durch die Öffnung 63 in der Platte 34 hindurchgeht, verbindet das andere Ende des Widerstandes 65 mit dem Spannungsdraht 60' am Stift 51' an der anderen Seite der Platte 34. Diese Stifte bieten die Möglichkeit, in einen Brückenzweig einen inaktiven Einstellwiderstand einzuführen. Solch ein Widerstand ist als Teil 65 gezeigt.
Aus den Fig. 5, 6 und 7 ist zu sehen, dass die vorher beschriebenen Spannungsdrähte so verbunden sind, dass sie einen Brückenstromkreis bilden. Elektrische Leiter 68, 70 und 68', 70' verbinden die Klemmen 52, 54 und 52', 54' mit Klemmen 74, 72 und 74', 72' in dem Stöpsel 46 zur Verbindung in einem äusseren Stromkreis, um den Brückenstromkreis zu vervollständigen. Beim Verfolgen dieses Stromkreises ist ersichtlich, dass der Stift 57, der eine der Eck-Klemmen der Brücke bildet, über die Feder 56 und Stift 52 mit dem Klemmenstift 74 verbunden ist. Der Eckstift 57 ist mit dem Spannungsdraht 64 und dieser mit dem Anschluss oder dem Stift 48 verbunden.
Der Anschluss 48 ist dann mit dem Spannungsdraht 62 und über diesen mit dem Eckstift 59 verbunden, der über Feder 58 mit dem entgegengesetzten Klemmenstift 54 verbunden ist.
Die Eck-Klemme 59 ist mit dem Spannungsdraht 60 verbunden, welcher mit Klemme 51 verbunden ist, und die Klemme 51 ist über den Leiter 67 mit dem Trimmwiderstand 65 verbunden, der seinerseits über Leiter 69 mit Stift 51' an dem Spannungsdraht 60 und über diesen mit der Eckklemme 59' verbunden, der über Feder 58' mit der Klemme 54' verbunden ist. Die Klemme 59' ist dann mit dem mit dem Spannungsdraht 62' und dann mit Stift 48' verbunden und Stift 48' ist seinerseits mit dem Spannungsdraht 64' verbunden, der mit der Eckidemme 57' verbunden ist, die mit der Klemme 52' über die Feder 56' verbunden ist.
Zur Vervollständigung des Stromkreises ist der Eckstift 57' mit dem Spannungsdraht 66' verbunden, der seinerseits mit dem Stift 50 elektrisch in Verbindung steht, wobei der Stift 50 mit dem Spannungsdraht 66 verbunden ist, der an dem anderen Ende an den Eckstift 57 angeschlossen ist.
So ergibt sich, dass die Eckstifte 57, 59, 57' und 59' der Brücke, die mit den Federn 56, 58, 56' bzw.
58' verbunden sind, alle am einen Ende der Vorrichtung sitzen und die Klemmen 52, 54, 52' und 54' alle an einem Ende der Vorrichtung sitzen und durch Federn mit den Ecken der Brücke verbunden werden können. Dadurch ist im Gegensatz zu den bisherigen Vorrichtungen keine Rückführung notwendig, um die verschiedenen Spannungsdrähte in der Brückenschaltung miteinander zu verbinden.
Ausserdem ergibt sich, dass jeder der vier Brükkenzweige der Wheatstone'schen Brücke aus zwei Drähten aus zwei verschiedenen Spannungsdrahtp aa- ren besteht, die in einem Brückenzweig elektrisch miteinander verbunden sind. So besteht gemäss Fig. 7 ein Zweig der Brücke aus dem Draht 62 des Spannungsdrahtpaares 60, 62 und ist bei 48 elektrisch mit einem Spannungsdraht 64 des Spannungsdrahtpaares 64, 66 verbunden. Ein anderer Brückenzweig besteht aus dem Spannungsdraht 66 des Spannungsdrahtpa res 64, 66 und ist elektrisch bei 50, 50' mit einem Spannungsdraht 66' des Spannungsdrahtpaares 64', 66' verbunden.
Ein dritter Zweig der Brücke wird von einem Spannungsdraht 64' des Spannungsdrahtpaares 64, 64' gebildet und ist elektrisch bei 48 mit dem Spannungsdraht 62' eines Spannungsdrahtpaares 60, 62' verbunden. Der vierte Brückenzweig endlich besteht aus dem Spannungsdraht 60' des Spannungsdrahtpaares 60, 62' und ist über die Leitung 69, den Widerstand 65 und die Leitung 67 mit einem Spannungsdraht 60 eines anderen Spannungsdrahtpaares 60, 62 verbunden.
Um die Terminologie in den Ansprüchen, unter Bezugnahme besonders auf Fig. 5, klarzustellen, ist zu sagen, dass die Stifte 48, 57, 50 und 51 diesbezüglich erste, zweite, dritte, vierte und fünfte Drahtverbindungen oder Stifte und die Federn 56 und 58 diesbezüglich erste und zweite nachgiebige Zwangsmittel oder Federn bilden. Die Spannungsdrähte 64, 66, 62, 60 bilden diesbezüglich erste, zweite, dritte und vierte Spannungs drähte und die Stifte 52 und 54 diesbezüglich erste und zweite I Klemmen oder Anschlüsse. Ferner bilden unter Bezugnahme besonders auf Fig. 6 die Stifte 48', 59', 57' und 50' diesbezüglich sechste, siebte, achte, neunte und zehnte Drahtverbindungen oder Stifte. Die Federn 58' und 56' bilden diesbezüglich dritte und vierte nachgiebige Zwangsmittel oder Federn.
Die Spannungsdrähte 62', 60', 64' und 66' bilden diesbezüglich fünfte, sechste, siebente und achte Spannungsdrähte und die Stifte 52' und 54' bilden dritte und vierte Klemmen oder Anschlüsse.
Ein Paar einstellbarer Anschläge 76 und 78 ist dicht an die Federn 56 und 58 angrenzend eingestellt, wobei diese Anschläge mittels der Schrauben 80 an der Platte 34 angebracht sind. In ähnlicher Weite ist an der entgegengesetzten Seite der Platte 34 ein anderes Paar von einstellbaren Anschlägen 76' und 78'angrenzend an die Federn 56' und 58' mittels der Schrauben 80'angebracht. Die Anschläge können auf ihren Drehzapfen 80 oder 80' gedreht werden, um ihre Stellung mit Bezug auf die Federn 56, 58 und 56', 58'einzustellen. Diese Anschläge werden vor dem Aufziehen der Spannungsdrähte auf ihre Träger oder Stifte, um eine anfängliche Zugkraft auf diese Drähte in eine in Fig. 1 gesehene Aufwärtsrichtung zu legen, gegen jede der benachbarten Fe- dern 76, 78, 76', 78' eingestellt.
Wenn die Drähte aufgezogen worden sind, werden die Anschläge von den Federn zurückgebracht, was die Federn veranlasst, sich zurückzuziehen und eine anfängliche Spannung auf die Spannungsdrähte zu legen. Die Anschläge werden dann in die Nähe der diesbezüglichen Federn eingestellt, um eine unangemessene Schwingung der Federn zu verhindern und um die Gefahr eines möglichen Bruches der Spannungsdrähte im Falle plötzlichen Stosses in einer Axialrichtung des Instrumentes oder der Membran 28 zu verhüten.
In einer Seite des Gehäuses 10 ist eine Druckverbindung 82 montiert, die durch Gewinde bei 86 mit der Wand des Gehäuses verbunden ist, wobei eine O-Ringdichtung 88 zwischen 82 und der Aussenwand des Gehäuses benutzt ist. Diese Druckverbindung hat den Zweck, ein unter Druck stehendes Strömungsmittel auf das Innere des Gehäuses 10 und gegen die Unterseite der Membran 28 zur Anwendung zu bringen (s. Fig. 3), so dass die Vorrichtung als eine Differentialdruckvorrichtung benutzt werden kann.
Es ist so ersichtlich, dass, wenn Druck durch den Druckeinlass gegen die Membran 28 ausgeübt wird und dieser Druck grösser ist als der an die Unterseite der Membran durch ein Strömungsmittcl über den Eintrittseinlass 82 ausgeübte Druck, die Membran sich, wie Fig. 1 und 3 zeigen, nach unten bewegen wird und der Bolzen oder die Armatur 30 axial nach unten verstellt wird, wobei die Stifte 48 und 48' mit dem Bolzen 30 zusammen bewegt werden.
Da die Stifte 50, 51 und 50', 51' feststehend sind und da die Stifte 57, 59 und 57', 59' an den Enden der Federn 56, 58 und 56', 58' angebracht sind, wird diese Verstellung der Stifte 48 und 48' eine Abnahme in der Spannung der Spannungsdrähte 62 und 64 bewirken und eine Zunahme in der Spannung in den Spannungsdrähten 60 und 66, und in ähnlicher Weise wird eine entsprechende Abnahme in der Spannung in den Spannungsdrähten 62' und 64'erzeugt werden sowie eine entsprechende Zunahme in der Spannung in den Spannungsdrähten 62' und 64'erzeugt werden sowie eine entsprechende Zunahme in der Spannung in den Spannungsdrähten 60' und 66'.
Diese Ände- rung in der Spannung in den verschiedenen Spannungsdrähten, wie vorher beschrieben, erzeugt entsprechende Änderungen im AMderstand in den Spannungsdrähten, wobei ein Ausgang aus der Brücke bewirkt wird, der proportional diesen Widerstands änderungen ist und daher proportional der Verstellung des Bolzens oder der Armatur 30, sowie der Kraft, die diese Verstellung erzeugt.
Wenn gewünscht, kann das Instrument so betätigt werden, dass der Druck an der Unterseite der Membran Umgebungs- oder Raumdruck ist.
Das Instrument kann auch mit negativen Drücken betätigt werden, d. h. wenn der Druck des über den Einlass 24 eingeführten Strömungsmittels geringer als der über Einlass 82 eingeführte Druck ist. In diesem Falle wird die Membran 28 nach aufwärts verstellt werden (Fig. 1), wobei die Armatur 30 und damit die Stifte 48 und 48' mitgenommen werden. Diese Bewegung der Armatur 30 erzeugt eine Zunahme in der Spannung in den Spannungsdrähten 62, 64 und 62', 64' und eine Abnahme in der Spannung in den Spannunsdrähten 60, 66 und 60', 66', was eine entsprechende Änderung in der Spannung in diesen Drähten ergibt sowie einen Ausgang aus der Brücke proportional zu den Änderungen in der Spannung der Drähte und der Verstellung der Armatur 30.
Es ist ferner ersichtlich, dass die Stifte und die Spannungsdrähte, die daran montiert sind, in dem Gehäuse aufgehängt sind und sich ausser Berührung mit den Innenwänden desselben aufgrund der vorher beschriebenen Konstruktion befinden, in der die Platte 14, welche die Stift- und Spannungsdrahtverbindung trägt, auf den O-Ringen 16 und 17 ruht, so dass der Rahmen, an welchem die Stifte und Spannungsdrähte montiert sind, tatsächlich in dem Gehäuse schwebt.
Dies ermöglicht eine beträchtliche Zusammenbauerleichterung einfach durch Einsatz des Rahmens, der die Platte 14, die Membran 28, die aufgehängte Platte 34, die Stift- und Sp annungsdrahtverbindung sowie die befestigte Kappe 44 und den Stöpsel 46 trägt, in das Gehäuse vom oberen Ende desselben her, sowie dann den Einsatz der Druck-Kappe 22 und des Schnappringes 24, um die Spannungsverbindung in feststehender Lage in dem Gehäuse zu halten. Bezüglich der Glieder 14, 34 und 44, um den Rahmen der Vorrichtung zu bilden, ist nur der Aussenumfang des Gliedes 14 fest mit dem Behälter oder Gehäuse 10 durch die O-Ringe 16 und 17, das Glied 22 und den Schnappring 25 verbunden. Das Rahmenglied 44 ist nicht direkt mit dem Gehäuse verbunden, sondern kann frei mit Bezug auf das Gehäuse, infolge der gleitenden O-Ringdichtung 45, verstellt werden.
Auf diese Weise befindet sich das Rahmenglied 34, an dem die Spannungsdrahtumformerstruktur montiert ist, in beanspruchungsisolierter Beziehung zu dem Gehäuse, da der Rahmen nur mit dem Gehäuse an der begrenzten Fläche des Gehäuses an die O-Ringe
16 und 17 angrenzend verbunden und von dem Gehäuse an allen anderen Flächen des Rahmens im Abstand angeordnet und von dem Gehäuse über diese anderen Flächen gelöst ist. Es ist zu bemerken, dass die Kraftsummierungsvorrichtung, die die Membran 28 einschliesst, an welcher der Bolzen 30 montiert ist, ebenfalls mit dem Gehäuse über das Glied 14 an der vorher erwähnten begrenzten Fläche des Gehäuses angrenzend an die O-Ringe 16 und 17 verbunden ist.
Daher werden irgendwelche Grössenänderungen des Gehäuses 10, z. B. infolge Anderung in der umgebenden Temperatur oder bei Stoss nicht an das Rahmenglied 34 übertragen, welches die Spannungs drähte trägt oder an die Spannungsdrähte selber und daher beeinflusst dies nicht schädlich das Ansprechen des Instrumentes.
Es ist verständlich, dass statt der Benutzung der Prinzipien der Erfindung in einem wie vorher beschriebenen Druckmesser anstatt der Membran 28 ein Stab benutzt werden kann, der mit dem Bolzen 30 zwecks Messverschiebung des Stabes verbunden ist, oder es kann ein Gewicht an der Membran oder an einem äquivalenten federnden Glied montiert sein, welches mit dem Bolzen 30 verbunden ist, wobei dann ein solches Instrument ein Beschleunigungs messer ist.
Ferner kann, anstatt Federn wie 56, 58, 56', 58' als das nachgiebige Zwangsmittel für die Spannungs drähte zu verwenden, irgendeine andere Form von nachgiebigem Zwangsmittel, z. B. ein Magnet oder
Gewicht, benutzt werden, welches an den konvergierenden Enden jedes Paares der Spannungsdrähte wie vorher beschrieben befestigt ist.
Obwohl Stifte 50, 51, 52, 54 und Stifte 50', 51', 52', 54' mit dem Glied 34 verbunden gezeigt sind, welches am Rahmen 12 gehalten wird, ist verständlich, dass diese Stifte in irgendeiner gewünschten Weise an dem Gehäuse montiert sein können.
Aus dem vorhergehenden geht hervor, dass eine sehr vereinfachte Umformerform verglichen mit In strumenten dieser Art geschaffen ist, die in den vorher erwähnten Patenten beschrieben sind, insbesondere hinsichtlich der Verdrahtung des Instrumentes.
Obwohl eine besondere Ausführung der Erfindung zum Zwecke der Erläuterung beschrieben ist, soll die Erfindung so verstanden werden, dass verschiedene Abwandlungen und Anpassungen im Rahmen der Erfindung daran vorgenommen werden können.