Kondensationskern-Detektor Die Erfindung betrifft einen Kondensationskern- Detektor, welcher eine Kammer sowie Ventilmittel zur periodischen Einführung von Gasproben und zur Expansion sich folgender Proben sowie Mittel zur Messung der durch die Expansion erzeugten Nebel dichten aufweist.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines sol chen Gerätes, bei welchem die Kerne enthaltenden Proben Expansions-Druckverhältnissen ausgesetzt werden, die hoch genug sind, um Übersättigungen herbeizuführen, welche unmittelbar unterhalb den jenigen liegen, die eine spontane Kondensation er zeugen.
Beim Feststellen und Messen von Kernen ist es üblich, feuchtigkeitshaltige Gasproben mit Ker nen einer bestimmten Expansion auszusetzen, welche eine adiabatische Abkühlung besitzt. Die Abkühlung erzeugt einen Übersättigungszustand, wobei sich über schüssiges Wasser um den Kern absetzt und kleine Tropfen bildet, deren Zahl ein Mass für die Kern konzentration oder -häufigkeit ist.
Beim Feststellen und Messen von Kondensations kernen ist oft erwünscht, auch an Kernen, die im Grössenspektrum kleiner erscheinen, Wassertropfen zu bilden. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, den Grad der Übersättigung zu beherrschen, da bekannt ist, dass ein bestimmter Übersättigungsgrad notwendig ist, um die Wassertropfenbildung an einem Partikel bestimmter Grösse einzuleiten. Diese Ver hältnisse sind in einem Artikel von N. N. Das Guptia und S.
K. Ghosh in Reviews of Modern Physics Vol. 18, No. 2, April 1946, dargelegt, wobei der Artikel genau zeigt, dass je kleiner die festzustel lenden Kerne sind, um so höhere Übersättigung not wendig ist, um die Kondensation einzuleiten.
Aus den Lehren von H. Landsberg, Atmosphä rische Kondensationskerne in dem Buche Ergeb- nisse der Kosmischen Physik, 3 (l938) ist es eben falls bekannt, dass bei bestimmten extrem hohen Übersättigungen ein Zustand vorherrscht, welcher als spontane Kondensation bezeichnet wird, wobei um Wassermoleküle im Trägermedium eine Konden sation stattfindet, selbst wenn keine Kondensations kerne, die als i ropfenzentren wirken, vorhanden sind.
Der obige Artikel von Landsberg hat aufgezeigt, dass diese spontane Kondensation bei übersätti- gungen von etwa 800 % entsteht. Um somit optimale Wirkungsweise zu erreichen, ist es zweckmässig, Ex pansionsdrücke zu verwenden, die Übersättigungen, welche unmittelbar unterhalb dieser spontanen Kon densation liegen, erzeugen. Dabei ist es z. B. mög lich, kleinere Partikeln festzustellen, und es wird eine Unterscheidung gegenüber den älteren und grö sseren Kernen möglich. Überdies lassen sich bessere Signal-Rausch-Verhältnisse erreichen.
So erwünscht diese Betriebsweise auch ist, so hat es sich doch gezeigt, dass ein stabiler Vorgang in diesem Bereich sehr schwierig ist, und zwar infolge der notwendigen genauen Regulierung des Druckes auf das vorbestimmte Expansionsverhältnis, das der Übersättigung entspricht. Derjenige Druck, welcher dem Expansionsverhältnis für spontane Kondensa tion bzw. diesem Übersättigungsgrad entspricht, va riiert mit Umgebungsdruck und -temperatur, und deshalb ist eine genaue Überwachung des Druckes notwendig, um genaue und wiederholbare Resultate zu erzeugen.
Um die gewünschten Resultate zu er reichen, ist es deshalb auch notwendig, das Expan- sions-Druckverhältnis ständig und automatisch ein zustellen, um Veränderungen von Umgebungsdruck und -temperatur zu kompensieren.
Die Bezeichnung Kondensationskern wird hier als Gattungsbegriff verwendet und gilt für kleine schwebende Teile, die sich dadurch auszeichnen, dass sie als Kerne dienen, an welchen ein Medium wie z. B. Wasser, kondensiert und Tropfengruppen oder Wol ken bildet. Solche Kerne umfassen mikroskopische und submikroskopische Teile, welche in einem Grö ssenbereich von 1 X 10-4 cm bis 1 X 10-g cm Radius liegen. Numerisch ist allerdings der Bereich von 2,5 X l4-7 cm bis 1 X 10-5 cm Radius am wichtigsten.
Der erfindungsgemässe Kondensations-Detektor, welcher eine Kammer sowie Ventilmittel zur peri odischen Einführung von Gasproben und zur Expan sion sich folgender Proben sowie Mittel zur Messung der durch die Expansion erzeugten Nebeldichten auf weist, zeichnet sich dadurch aus, dass eine Quelle von Kerne enthaltendem Gas und eine Quelle von kernfreiem Gas vorgesehen sind, von welchen Pro ben wechselweise der Kammer zugeführt werden, und dass Druckreguliermittel vorgesehen sind, die in Ab hängigkeit von den kernfreien Proben gesteuert wer den,
um Veränderungen von Umgebungsdruck und -temperatur zu kompensieren und in der Kammer eine Drucksenkung zu erzeugen, die kleiner ist als diejenige, bei welcher sich spontane Kondensation einstellt.
Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemä ssen Kondensationskern-Detektors werden Kerne ent haltende und von Kernen freie Gasproben nachein ander einer kontrollierten adiabatischen Expansion ausgesetzt, die einen übersättigungsgrad unmittelbar unterhalb demjenigen für spontane Kondensation er zeugt.
Der Ausgang des Kondensationsgerätes wird bei der Expansion von kernfreien Gasproben ver wendet, um den Expansionsdruck zu steuern. Sofern das Expansionsdruckverhältnis für die herrschenden Umgebungsbedingungen (Druck, Temperatur) kor rekt ist, liegt der Ausgang des Messgerätes praktisch bei Null, da die Betriebsbedingungen so sind, dass, wenn keine spontane Kondensation entsteht, der Expansionsdruck nicht verändert wird.
Wenn jedoch Umgebungsdruck und -temperatur ändern, so dass der Expansionsdruck eine übersättigung mit spon taner Kondensation erzeugt, entsteht auf Grund der von der spontanen Kondensation hervorgerufenen Tropfen ein Ausgangssignal. Dieses Ausgangssignal wird nun verwendet, um das Expansionsdruckver- hältnis zu reduzieren. Somit ist das System stän dig selbstregulierend, und der Ausgang des Konden- sationskerngerätes für eine kernfreie gasförmige Probe wird nahe bei Null gehalten, wodurch das Expansionsdruckverhältnis unter demjenigen gehalten wird, bei welchem spontane Kondensation eintritt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus führungsform des erfindungsgemässen Detektors dar gestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Blockschema des Gerätes, Fig. 2 einen Querschnitt durch das Druckre gulierventil, Fig. 3 eine perspektivische Schnittdarstellung des Ventils sowie der Kammer, Fig. 4-7 Schnitte entlang den Linien a-a bis d-d in Fig. 3 und Fig. 8 eine Tabelle, die Stellungen des Ventils in einem vollständigen Betriebsablauf zeigt.
Das in Fig. 1 dargestellte bevorzugte Ausfüh rungsbeispiel besitzt eine Kammer 1, in welche peri odisch Gasproben über Leitungen 2 und 3, einen Einlass 4 und einen Drehschieber 5 eingeführt wer den.
Der Drehschieber 5 besitzt ein Gehäuse 6 und einen drehbaren Schieberteil 7, der mit einem An triebsmotor 8 gekuppelt ist. Der Drehschieber 5 bil det zwei Teile, die mit A und B bezeichnet sind und von denen der erste durch Vertiefungen im Schieberteil 7 wechselweise die Leitungen 2 und 3 mit der Kammer 1 verbindet, während der Teil B die Kammer periodisch mit einem Gefäss von nied rigerem reguliertem Druck verbindet, um die Pro ben zu expandieren.
In die Leitung 2 ist ein Filter 9 eingeschaltet, um Kerne, Dämpfe und Gase aus der gasförmigen Probe zu entfernen. Der Filter 9 kann Glaswolle oder andere faserartige Mittel enthalten, um die Kerne zu ent fernen, sowie ein Holzkohlen-Element für die Ent fernung der Gase und Dämpfe in der Probe. Es ist ein Befeuchter 10 vorgesehen, um die kernfreien Proben auf eine relative Feuchtigkeit von 100 % zu bringen, bevor diese in die Kammer gebracht werden.
Die Leitung 3 enthält nur einen Befeuchter 11 ähnlich demjenigen in der Leitung 2, so dass die hier zugeführten Proben Kerne enthalten. Durch wechselweise Verbindung der Kammer mit den Lei tungen 2 und 3 werden wechselweise kernfreie und Kerne enthaltende Proben mit einer relativen Feuch tigkeit von 100 % in die Kammer eingeführt.
An die Kammer 1 ist über die Leitung 12, den Teil B, des Ventils 5, die Auslassleitung 13 und ein elektromechanisches einstellbares Druckregulierven- til 14 eine Vakuumpumpe 15 angeschlossen, um in dieser Kammer den Druck zu reduzieren und die Proben zu expandieren. Die Vakuumpumpe ist mit dem Druckregulierventil 14 über eine Leitung 15a verbunden, wobei das Ventil eine Leitung 16 besitzt, die einen dem Umgebungsdruck entsprechenden Druck führt und ein Referenzniveau für die Druck regulierung bildet.
Das Ventil 14 schafft ein bestimm tes einstellbares Druckgefälle bezüglich des anzule genden Umgebungsdruckes und besitzt einen Arm 34, der sich in den Ventilkörper über eine Balgdichtung 35 erstreckt. Mittels des Armes lässt sich das Druck gefälle in später beschriebener Weise verstellen.
Durch die Kammer 1 fällt ein Strahl, der von einer Quelle 17 von Strahlungsenergie produziert wird, z. B. durch eine Glühlampe, die am einen Ende der Kammer angeordnet ist. Der Strahl wird durch ein optisches System in der Kammer an einen strah lungsempfindlichen Teil 18, z. B. eine Photoröhre oder einen: Sekundärelektronen-Vervielfacher, dessen Ausgang proportional zur Dichte der Tropfenwolke ist, übertragen.
Die elektrische Ausgangsspannung des Teiles 18 wird über einen Leiter 19 an einen nockenbetätigten Schalter 20 geführt, der synchron zum Schieber 5 an getrieben wird, um die den kernfreien bzw. kern- haltigen Proben entsprechenden Signale zu getrenn ten Messmitteln zu führen. Dabei ist ein Nocken 21 in Antriebsverbindung mit dem Schieberteil 7 und bewegt einen nachgiebigen Kontaktarm 22 wechsel weise gegen Kontakte 23 und 24. Die Anordnung ist so gewählt, dass der Leiter 19 mit dem Kontakt 23 in Verbindung steht, wenn die Leitung 3 mit der Kammer 1 verbunden ist.
Im Falle der Verbin dung der Leitung 2 mit der Kammer 1 steht der Leiter mit dem Kontakt 24 in Verbindung.
Die Kontakte 23 und 24 sind an Messgeräte, z. B. Voltmeter 25 und 26, angeschlossen, welche die Ausgangssignale des strahlungsempfindlichen Teiles 18 messen. Das Voltmeter 25 ist seinerseits mit einem Anschluss 27 verbunden, der an ein Mess- oder Re- gistriergerät angeschlossen sein kein, um die Trop- fendichte der Kerne enthaltenden Gasproben und damit die Zahl der Kerne in denselben festzustellen.
Das Voltmeter 26 steht mit einem Vergleichs und Steuerstromkreis in Verbindung, der das Re gulierventil betätigt, um die Veränderungen von Um gebungsdruck und Temperatur zu kompensieren. Der Ausgang des Voltmeters 26 steht über einen Leiter 28 mit dem Steuergitter einer Vakuum-Triode 29 in Verbindung. Die Kathode der Triode 29 ist mit einer Solenoidwicklung 32 in Serie geschaltet, deren U-förmiger Kern 33 mit dem Arm 34 zusammen wirkt. Die Solenoidwicklung steht mit einem Poten- tiometer 30 in Verbindung, das an einer Referenz- Spannungsquelle 31 angeschlossen ist.
Der durch die Wicklung 32 fliessende Strom und damit die Stel lung des Armes 34 ist abhängig von der Potential differenz an der Kathode der Triode 29 und am be weglichen Abgriff am Potentiometer 30.
Durch das kontinuierliche Vergleichen der Re ferenzspannung am Potentiometer 30 mit dem Aus gangssignal des Voltmeters 26 ist es möglich, das Druckgefälle zu steuern, welches an die Kammer an gelegt wird, so dass der Übersättigungsgrad unmittel bar unter demjenigen liegt, welcher für eine spon tane Kondensation massgebend ist. Wenn die Um gebungstemperatur sowie der Umgebungsdruck -in einer Richtung ändern sollte, in welcher das Druck gefälle eine spontane Kondensation erzeugt, bei der selbst 'bei Fehlen von Kernen sich Tropfen bilden, die im Teil 18 ein Signal erzeugen, das über das Voltmeter 26 eine Veränderung des Stromflusses in der Wicklung 32 erzeugt.
Der Arm 34 bewegt sich in Abhängigkeit von der Veränderung des magneti schen Feldes der Wicklung 32 und des Kernes 33, um das über das Ventil angelegte Druckgefälle zu verändern.
Die Stellung des beweglichen Abgriffes am Po tentiometer 30 kann so justiert werden, dass ein bestimmtes Referenzniveau eingestellt wird, und das System korrigiert ständig für diejenigen Temperatur- und Druckveränderungen, die die Tendenz haben, das System in den Bereich der spontanen Konden sation zu verschieben.
Auch im Falle, wo das vorhandene Druckge fälle an der Kammer keine spontane Kondensation erzeugt, bilden sich einige Tropfen, da die Wirk samkeit des Filters 9 nicht 100 % ist, so dass der Teil 18 ein kleines Signal erzeugt. Dieses Signal kann im Voltmeter sowie im nachgeschalteten Anzeige- instrument durch entsprechende Kalibrierung kom pensiert werden und lässt sich in der Steuerung bzw.
im Vergleichsstromkreis verwenden, um die Stellung des Armes 34 zu justieren, wenn Umgebungsdruck und Temperatur sich so verändern, dass ein grösseres Druckgefälle notwendig ist, um d :as System auf dem vorbestimmten Betriebspunkt arbeiten zu lassen.
In Fig. 2 ist das Druckregulierventil 14 näher dargestellt. Es besitzt einen Hauptventilkörper, an dessen Inneres die Leitung 15a, welche mit der Va kuumpumpe 15 in Verbindung steht, eine mit dem Ventil 5 verbundene Auslassleitung 13 und eine Leckleitung 16 angeschlossen sind. Die Leitung 16 führt dem Ventilkörper gasförmiges Medium, bei spielsweise Luft, zu, wenn das Druckgefälle einen vorbestimmten und durch den federbelasteten Teil 37 eingestellten Wert überschreitet.
Das gasförmige Medium in der Leitung 16 wirkt somit gegen den federbelasteten Scheibenteil 37, der die Leitung 16 gegenüber dem Inneren des Ventils 14 abschliesst. Der von der Feder 36 gegen die Scheibe 37 ausgeübte Druck bestimmt das Druckgefälle an der Expansions kammer, indem im Falle eines überschreitens des vor bestimmten Wertes der Umgebungsdruck in der Lei tung 16 den Federdruck an der Scheibe 37 überwindet und Zutritt von gasförmigem Medium in das Ventil 14 gestattet, bis das Druckgefälle den vorbestimmten Wert wieder erreicht hat.
Die Spannung der Feder 36 kann durch den Arm 34, der sich über den Balg 35 in den Ventil körper erstreckt, verändert werden, womit sich auch das vorbestimmte Druckgefälle ändert. Je nach der Richtung der Bewegung des Armes 34 nimmt dabei die auf die Scheibe 37 wirkende Federspannung zu oder ab.
In der Tabelle nach Fig. 8 ist das Verhältnis zwischen den Teilen<I>A</I> und<I>B</I> des Drehschiebers 5 sowie der Leitungen 2, 3 und 13 während eines voll ständigen Betriebsablaufes dargestellt. Im Verlaufe eines solchen Betriebsvorganges werden eine kern- haltige und eine kernfreie Probe nacheinander der Kammer zugeführt, wobei dieser Vorgang in vier Teile unterteilt ist, die als Spülen , Füllen , Ver weilen und Ausdehnen bezeichnet sind.
In. den Spülen- und Füll -Teilen sind beide Ventilab schnitte<I>A</I> und<I>B</I> so angeordnet, d'ass sie eine Ver bindung zwischen der Expansionskammer und den Leitungen 2, 4, 12 und 13 gestatten, wodurch die erste Probe, die beispielsweise als kernfrei angenom men werden soll, in die Kammer 1 strömen kann, während die vorangehende Probe abgesogen wird. Einen kurzen Moment später haben sich die Abschnitte<I>A</I> und<I>B</I> in Stellungen verdreht, in wel chen die Verbindung zwischen der Kammer 1 und den Leitungen 2 und 13 unterbrochen ist, und die neue Probe in der Kammer verweilt,
um thermisches Gleichgewicht zu erreichen.
Bei einer weiteren Verdrehung des Schieber teiles 7 gestattet der Abschnitt B wiederum eine Ver bindung zwischen der Leitung 13 und der Kammer 1, währenddem der Abschnitt A geschlossen bleibt. Hierdurch wird an die Probe der vorbestimmte nied rige Druck vom Ventil 14 und der Vakuumpumpe 15 angelegt, wodurch eine adiabatische Expansion erzeugt wird. Gleichzeitig verdreht sich der Nocken 21 synchron mit dem Teil 7 und bewegt den Kon taktarm 22, so dass der Leiter 19 an den Kontakt 24 und an das Voltmeter 26 angeschlossen wird. Wenn das angelegte Expansionsverhältnis für die herr schende Umgebungstemperatur bzw.
Druck korrekt ist, so entsteht ein nur sehr kleines Signal infolge unvollständiger Filtrierung, und somit erzeugt der Steuerstromkreis 28 einen Stromfluss im Solenoid 32, welcher genügend gross ist, um den Arm 34 in seiner Lage zu halten.
Wenn anderseits Umgebungsdruck und. Tempe ratur so stark geändert haben, dass das vom Ventil 14 eingestellte Druckgefälle zu gross ist, entsteht in der Kammer eine Tropfenbildung infolge spontaner Kon densation, trotzdem keine Kerne vorhanden sind. Demzufolge wird ein Signal erzeugt, das der Trop- fendichte proportional ist, wobei dieses dem Volt meter 26 zugeführt wird und den Stromfluss im Solenoid 32 so ändert, dass der Arm 34 gegen den U förmigen Kern 33 gezogen wird.
Diese Bewegung des Armes 34, welcher im Balg 35 schwenkbar ge lagert ist, erzeugt eine Verringerung der von der Feder 36 auf die Scheibe 37 ausgeübten Kraft. Dem zufolge wird das vorbestimmte Druckgefälle ent sprechend der Veränderung der Umgebungsbedin gungen reduziert, so dass der übersättigungsgrad un ter demjenigen liegt, welcher spontane Kondensation erzeugt.
Bei der Expansion von kernfreien Proben hat sich der Teil 7 um 180 oder die Hälfte seines Drehweges verdreht. Während den verbleibenden 180 wird eine kernhaltige Probe eingeführt und expandiert, um die Zahl der Kerne festzustellen. Wenn die kernhaltige Probe zugeführt wird, ist das Expansionsdruckverhältnis so eingestellt, dass die Umgebungsbedingungen kompensiert werden, wäh renddem aber ein hohes Expansionsverhältnis mög lich ist. Die Leitung 3 wird mit der Kammer 1 über das Ventil 5 verbunden, um die Probe der Kammer zuzuführen. Hierauf ergeben sich die glei chen Betriebsstufen wie im vorstehenden bezüglich kernfreier Proben beschrieben.
Wenn die kernhaltige Probe gemessen wird, hat sich der Nocken 21 in diejenige Stellung bewegt, in welcher der Kontaktarm 22 den Kontakt 23 berührt, so dass der Leiter 19 mit dem Voltmeter 25 verbunden ist. Ein Signal, welches der Spitzenspan nung aus dem Teil 18 entspricht, kann über den Anschluss 27 gemessen oder ausgezeichnet werden. Die Betriebsweise des Gerätes nach Fig. 1 ist also so, dass wechselweise kernfreie und kernhaltige Pro ben der Kammer zugeführt und expandiert werden.
Die kernfreien Proben werden verwendet, um eine Druckregulierung in dem Sinne herbeizuführen, dass das Expansionsverhältnis auf einem Wert gehalten wird, der eine Übersättigung unmittelbar unterhalb derjenigen für spontane Kondensation erzeugt. Im Falle, dass Umgebungstemperatur und Druck in solcher Weise ändern, dass der entsprechende Unterschied im Expansionsdruck zu hoch ist, bildet sich spontane Kondensation, die ein Ausgangssignal erzeugt, das ver wendet wird, um die Druckreguliermittel im Sinne einer Verkleinerung des Expansionsverhältnisses zu beeinflussen.
Somit ist das Expansionsverhältnis im mer vor der Prüfung von kernhaltigen Gasen in der Kammer justiert, welche Proben mit einem hohen Grad von Genauigkeit gemessen werden sollen.
In Fig. 3 sind Expansionskammer 1 und Dreh scheibe 5 im Detail dargestellt. Die Kammer 1 ist in zwei Teile 38 und 39 unterteilt, welche durch eine leckfreie Trennwand 40 getrennt sind. An die Kam mer 39 ist die Einlassleitung 4 und die Auslass- leitung 12 angeschlossen, und sie bildet die eigentliche Expansionskammer, während die Kammer 38 eine optische Transmissionskammer darstellt.
Eine Glüh lampe 17, die an einem Ende der Kammer 1 ange ordnet ist, erzeugt Strahlungsenergie, welche durch ein Paar von Kondensorlinsen 41, die am einen Ende der Kammer aufgeschraubt sind, durch die Kammer 38 übetragen wird. An der Trennwand' 40 ist eine Linse 42 befestigt, die den Strahl auf ein lichtdurchlässiges Stück 43 projektiert, welches dem Teil 18 benachbart an der Kammer 1 angeschraubt ist. Auf der Stirnseite des Stückes 43 ist ein Schirm teil 45 mittels Streben 46 befestigt, welcher gewähr leistet, dass zwischen der Strahlungsquelle 17 und dem strahlungsempfindlichen Teil 18 keine direkte Lichtübertragung stattfindet.
Somit kann nur Licht, welches durch die Tropfenwolken in der Kammer verteilt ist, zum strahlungsempfindlichen Element 18 gelangen. In diesem Sinne wirkt auch eine zweite lichtundurchlässige kreisförmige Scheibe 47, die an einer Seite einer der Kondensorlinsen 41 angebracht ist und einen Teil des Lichtstrahles abschirmt. Somit wird ein Lichtkegel erzeugt, dessen Winkel tt ist und der einen dunklen Konus vom Winkel b um fasst. Der kleinere Winkel ist jedoch so gross, dass dessen Querschnitt am Teil 43 grösser ist als die Fläche des lichtundurchlässigen Teiles 45. Somit er gibt sich im Falle, dass keine Tropfen in der Kammer vorhanden sind, keine Lichteinwirkung auf den strah lungsempfindlichen Teil 18.
Sind jedoch in der Kam mer Tropfen vorhanden, so wird in dem Ringbe reich, dessen Querschnitt schraffiert dargestellt ist und der von der Strahlungsquelle beleuchtet wird, eine Lichtbrechung, die auch im Bereich des strah- lungsempfindlichen Teiles 18 liegt, wodurch derselbe anspricht und ein elektrisches Signal erzeugt.
Der im Gehäuse des Schiebers 5 enthaltene dreh bare Schieberteil 7 besitzt an seinem linken Endteil ein Paar von diametral gegenüberliegenden und axial versetzten Vertiefungen 48 und 49, die den Teil A bilden und die Leitungen 2 und 3 wahlweise mit der Einlassleitung 4 verbinden. Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, verbindet die Vertiefung 48 während der ersten 180 die Leitungen 2 und 3, was den Zustrom einer kernfreien Probe in die Kammer 39 gestattet. In dieser Stellung ist die Vertiefung 49 unwirksam.
Wenn sich jedoch der Teil 7 um 180 gedreht hat, so verbindet er die Leitungen 3 und 4 über die Vertiefung 49, so dass die kernhaltige Probe in die Kammer einströmen kann. Die axiale über lappung der Vertiefungen 48 und 49 gestattet die Verwendung eines gemeinsamen Einlassrohres 4, das gleichzeitig nur mit einer der Leitungen 2 und 3 in Verbindung steht.
Bezüglich der Vertiefungen 48 und 49 axial distanziert ist der Teil B, welcher mit den Lei tungen 12 und 13 zusammenwirkt. Mit der Aus lassleitung 13 ist ein zylindrischer Einschnitt 50 im Teil 7 in ständiger Verbindung. Ein Paar von dia metral angeordneten V-förmigen Vertiefungen 51 und 52 steht mit dem Einschnitt 50 in ständiger Verbindung, wobei jeder dieser Einschnitte mit einer Umfangsvertiefung 53 bzw. 54 verbunden ist, welche einander diametral gegenüberliegen und wechsel weise mit der Leitung 12 in Verbindung stehen.
Wie aus Fig. 7 hervorgeht, steht die Leitung 13 mit der Leitung 12 während einer halben Umdrehung über die V-förmige Vertiefung 52 und den Einschnitt 53 in Verbindung, während die Vertiefungen 51 und 54 die Verbindung während der andern Um drehungshälfte herstellen. Wenn also jeweils die V-förmigen Vertiefungen 51 und 52 bezüglich der Leitung 12 ausgerichtet sind, wirkt das volle Druck gefälle von der Pumpe 15 und dem Druckregulier- ventil 14 über die Leitung 13 auf die Kammer. Während den Abschnitten Spülen und Füllen befinden sich die Teile 53 und 54 in Verbindung mit der Leitung 12 und gestatten einen beschränkten Ausfluss aus der Kammer.
Wenn der Rotor 7 mit seinem vollen Teil während dem Verweil -Abschnitt auf die Leitung 12 ausgerichtet ist, besteht keine Verbindung zwischen Kammer und Pumpe 15, und die Probe in der Kammer stabilisiert sich auf ein thermisches Gleichgewicht.