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Gasfeuerzeug Die Gasfeuerzeuge werden üblicherweise mit Butan, Propan oder einem anderen brennbaren Druckgas betrieben. Diese Brennstoffe sind im Gegensatz zu Benzin nicht überall erhältlich und wenn, so muss der Vorratsbehälter eine zu dem Feuerzeugfüll- ventil passende Dülle tragen. Der Besitzer eines Gasfeuerzeuges war daher bisher gezwungen, dauernd einen für sein Feuerzeug geeigneten Vorratsbehälter mit sich zu führen, oder auf den Gebrauch seines Feuerzeuges zu verzichten, falls nicht am Orte seines Aufenthaltes ein entsprechender Vorratsbehälter greifbar war.
Die einzige Kontrolle, die bisher zur Verfügung stand, um den Inhalt des Brennstoffbehälters eines Gasfeuerzeuges zu prüfen, war das Schütteln und die Feststellung eines Glucksens im Behälter, so noch flüssiges Gas in ihm vorhanden war. über den tatsächlichen Gasinhalt des Behälters konnte aber diese Probe keinen exakten Aufschluss geben, zumal die Füllung der Behälter durch Druckausgleich zwischen Vorratsbehälter und Feuerzeugtank erfolgt. Es ist daher auch nicht möglich gewesen, einen durchschnittlichen Verbrauch an Brennstoff zu ermitteln.
Die vorliegende Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, die aufgezeigten Mängel zu beheben und erreicht dies bei einem Gasfeuerzeug mit einem aus Kunststoff hergestellten Brennstoffbehälter, dessen Wände im Bereiche der Ventile verstärkt sind und der brennerseitig gegen die Einwirkung der Strahlungswärme der Flamme abgeschirmt ist erfindungsgemäss dadurch, dass die Abschirmung für den Brennstoffbehälter aus einer Kappe besteht, in die der Brennstoffbehälter zumindest mit seinem oberen Teil unter Belassung eines der Wärmeisolierung dienenden Luftspaltes einschiebbar und einrastbar ist. Dieser Brennstoffbehälter kann aus einem durchscheinenden oder durchsichtigen Kunststoff, z. B. Polyamid bestehen.
Dieser Behälter ist vorzugsweise mindestens zweiteilig, wobei die einzelnen Teile gasdicht verbunden, vorzugsweise verschweisst sind. Dadurch wird die rasche Herstellung auch komplizierter Tankformen ermöglicht. Zum Ablesen des Tankinhaltes bzw. zur Ermittlung des durchschnittlichen Verbrauches, z. B. eines monatlichen Verbrauches, und zur Erzielung einer gleichmässigen Füllung kann am Behälter eine Messskala vorgesehen werden. Beim Tank ist die Möglichkeit gegeben, die Behälterwände im Bereiche der Ventile zu verstärken, wobei überdies die Behälterwände im Bereiche der Ventile die äusseren Gehäuse dieser Ventile bilden können.
Die Behälterwände lassen sich auch in einfacher Weise örtlich versteifen, was die Aufnahme eines erheblichen überdruckes gestattet. Beispielsweise kann durch Querwände der Behälter in kommunizierende Räume unterteilt werden. Zwischen dem Brennstoffbehälter und dem eine Abdeckung für diesen bildenden, der Wärmeisolierung dienenden Schirm kann ein Luftspalt belassen werden. Die Abschirmung für den Brennstoffbehälter kann aus einer Kappe bestehen, in die der Brennstoffbehälter zumindest mit seinem oberen Teil einschiebbar ist. Diese Kappe schützt dann den Tank nicht nur gegen eine allfällige direkte Flammeneinwirkung, sondern vor allem gegen die Strahlungswärme.
In dieser Kappe kann eine Durchtrittsöffnung für den Brenner ausgespart sein, und kann ausserdem diese Kappe in vorteilhafter Weise als Träger, z. B. des Zündsteinrohres, des Reibrades, der Windschutzeinrichtung, ausgebildet sein. Ferner kann an dieser Kappe ein das Brennerventil betäti- gender Deckel angelenkt werden. Um den Rauminhalt des Brennstoffbehälters zu vergrössern, kann
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letzterer das Zündsteinrohr auch umschliessen. Schliesslich kann der Behälter durch eine auf die Kappe aufschiebbare Schutzkappe geschützt werden.
Die Massnahmen gemäss der Erfindung erlauben es, die Herstellungskosten von Feuerzeugen wesentlich herabzusetzen, zumal der Brennstoffbehälter zufolge der bisher erforderlichen .Zieharbeiten teuer kommt. Es sind zur Erzeugung der bekannten Brennstoffbehälter mehr Maschinen, Werkzeuge und Arbeitsgänge erforderlich, als beim Behälter nach der Erfindung. Dazu kommen noch die wesentlichen Unterschiede in den Rohmaterialkosten. Demnach bieten die erfindungsgemässen Massnahmen neben der Behebung der den bekannten Brennstoffbehältern von Feuerzeugen, insbesondere von Gasfeuerzeugen anhaftenden und eingangs aufgezeigten Mängel den Vorteil der Verbilligung eines Massenartikels.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand von auf der Zeichnung dargestellten beispielsweisen Ausführungsformen nachstehend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Ausführungsform eines Gasfeuerzeuges nach der Erfindung längs der Linie I-1 in Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1, wobei der weggeschnittene Teil des Deckels abgehoben wurde und Fig. 3 einen Schnitt des Feuerzeuggehäuses längs der Linie III-111 in Fig. 2.
In der Fig. 4 ist der Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform eines Brennstoffbehälters dargestellt und zeigen die Fig. 5-8 Ausführungsbeispiele von erfindungsgemässen Behältern in Draufsicht.
Das Feuerzeug nach der Erfindung besitzt einen durchscheinenden oder durchsichtigen Brennstoffbehälter 1 aus Kunststoff, z. B. Polyamid. Dieser Behälter 1 ist mindestens zweiteilig, und sind die beiden Teile 2, 3 gasdicht miteinander verbunden, beispielsweise bei 4 verschweisst. Im Bereiche der Ventile 5, 6 können die Behälterwände verstärkt sein. Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, kann aber auch die Behälterwand 7 im Bereiche des Brennerventiles 5 das äussere Gehäuse 8 und die Behälterwand 3 im Bereiche des Füllventiles 6 das äussere Gehäuse 9 dieser Ventile 5, 6 bilden.
Weiters sind, um die Steifigkeit des Behälters 1 zu erhöhen, Querwände 10 vorgesehen, die den Behälter 1 in kommunizierende Räume unterteilen. Der Brennstoffbehälter 1 wird brennerseitig gegen die Einwirkung der Strahlungswärme der Flamme abgeschirmt. Im Ausführungsbeispiel geschieht dies mit Hilfe einer Kappe 11, in die der Behälter 1 zum Teil einschiebbar ist, wobei zwischen Kappe 11 und Behälter 1 ein Luftspalt belassen wird. Auf dem Behälter 1 sind Warzen 12 vorgesehen, die in Dellen. 13 der Kappe 11 einrasten. Die Kappe 11 weist eine Durchtrittsöffnung 14 für den Brenner 5 auf.
In der Kappe 11 ist das Zündsteinrohr 15 eingesetzt, welches in eine Ausnehmung 16 des Behälters 1 ragt. An der Kappe 11 sind ferner die Windschutzeinrichtung 17, das Reibrad 18 und eine Blattfeder 19 befestigt. Eine Schutzkappe 20 umschliesst den Brennstoffbehälter 1 und ist diese auf der Kappe 11 aufschiebbar. Zur Inbetriebnahme des Feuerzeuges nach der Erfindung wird vorerst die Schutzkappe 20 abgenommen, wobei das Füllventil 6 zugänglich wird. Nunmehr kann in die Bohrung 21 die Dülle des Vorratsbehälters, der den Brennstoff enthält, eingeführt werden. Die Dülle findet in der engeren Bohrung 22 einer elastischen Platte 23 einen überwindbaren Widerstand und trifft auf eine Kugel 24, die durch eine Feder 25 belastet ist.
Beim Auftreffen auf die Kugel 24 öffnet sich selbsttätig das Ventil des Vorratsbehälters und strömt aus diesem, wenn die Kugel 24 durch die Dülle von ihrem Sitz auf der Platte 23 abgehoben ist, durch die Öffnung 26 im äusseren Gehäuse 9 des Füllventiles 6, Brennstoff in den Behälter 1. Da der Behälter 1 durchscheinend oder durchsichtig ist, kann der Fortschritt der Füllung gut beobachtet werden. Eine allenfalls am Behälter vorgesehene Skala 27 (Fig. 2) gibt überdies Aufschluss über den Inhalt des Behälters 1. An dieser Skala kann ein Durchschnittsverbrauch abgelesen und kann weiters festgestellt werden, wie lange der Inhalt reichen wird. Es empfiehlt sich, den Behälter nicht voll zu füllen, da durch eine Erwärmung des Gases, z.
B. beim üblichen Tragen des Feuerzeuges in den Hosentaschen, sich das Gas ausdehnt. Vorsorglich wird daher auf den Behältern ein oberer Warnstrich 28 vorgesehen. Zeigt sich, dass der Behälter nicht bis zu diesem Warnstrich volläuft, so wird der Behälter 1 durch Öffnen des Feuerzeugdeckels 29 entlüftet. Fliesst dennoch kein Gas mehr zu, so ist dies ein Zeichen dafür, dass entweder der Vorrat im Vorratsbehälter erschöpft oder die Dülle desselben schlecht eingesetzt ist. Die Abdichtung der Dülle innerhalb der Bohrung 22 ist mit Hilfe der Schraube 30 nachstellbar. Gegebenenfalls kann die Skala 27 durch einen Schlitz in der Schutzkappe sichtbar gemacht sein.
Um einen neuen Zünd- stein 31 einlegen oder den Anpressdruck desselben auf das Reibrad verändern zu können, kann der Brennstoffbehälter 1 aus der Kappe 11 herausgezogen werden, wodurch die Verschlussschraube 32 des Zünd- steinrohres 15 zugänglich wird. Dabei empfiehlt es sich, entweder den Brenner 5 mit dem Daumen dicht zu halten oder die Schraube 33 zuzudrehen, um Gasverluste zu vermeiden. Diese Einstellscheibe 33 ist auf dem Kopf einer Stellschraube 34 aufgesetzt und durchsetzt die Kappe 11. Die Schraube 34 wirkt auf eine Platte 35 ein, die auf einer zentrisch gelochten elastischen Scheibe 36 aufliegt.
Die Scheibe 36 ruht am Grunde des äusseren Brennerventilge- häuses 8 auf, welches ein nicht dargestellter Docht durchsetzt, der in die Scheibe 36 und in die Platte 35 eingefädelt ist. Wird die Schraube 34 angezogen, so quetscht die Scheibe 36 den Docht und kann so der Gasaustritt gedrosselt bzw. unterbunden werden. Auf dem Dochtende bzw. der Platte 35 ruht ein
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kolbenartig ausgebildeter Ventilstössel 37, dessen zentrale Bohrung 38 ein Gummipfropfen verschliesst. Auf das freie Ende des Stössels, der unter dem Einfluss einer Feder 39 steht, wirkt der Deckel 29 ein.
Dies kann unmittelbar durch eine am Deckel 29 befestigte Dochtkappe erfolgen, oder es kann, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, ein federbelasteter Bolzen 40 vorgesehen werden. Bei der Öffnung des Deckels 29 spannt dessen Schwenkachse 41 die Blattfeder 19 und gleitet die Kante 42 entlang der Fläche 43 der Kappe 11. Bei etwa 45 Neigung des Deckels gegen die Kappe 11, kippt der Deckel 29 und liegt schliesslich die Wand 44 des Deckels 29 auf der Fläche 43 auf. Dabei hat der Bolzen 40 die Bohrung 38 des Ventilstössels 37 freigegeben und wird letzterer durch die Feder 39 sowie den Gasdruck von der Platte 35 abgehoben. Es tritt nunmehr Gas aus. Durch Betätigung des Reibrades 18 wird eine Funkengarbe erzeugt, die das aus dem Brenner 5 austretende Gas entzündet.
Vorsorglich kann auf dem freien Ende des Ventilstössels 37 noch eine Verteilerkappe 45 vorgesehen werden, um die Strahlungswärme der Flamme zu verteilen bzw. abzulenken. Beim Schliessen des Deckels 29 wird die Flamme gelöscht und das Brennerventil 5 geschlossen.
Die äussere Formgebung des Behälters 1 kann den gebräuchlichen Feuerzeugformen angepasst werden. Fig. 4 zeigt den Längsschnitt durch einen aus den Teilen 46-48 zusammengefügten Behälter. Die verstärkten Behälterböden 46 und 48 lassen sich auch gleichartig gestalten, d. h. dass die vorgesehenen Aus- nehmungen für das Brenner- bzw. Füllventil die gleichen Dimensionen haben. Die Wand 47 kann von einem Rohr etwa in der Querschnittsform nach den Fig. 5-8 abgelängt werden.
Diese Massnahmen er- geben eine gegenüber der bisher gebräuchlichen Herstellungsmethode von Brennstoffbehältern nicht nur für Gasfeuerzeuge, sondern auch für Benzinfeuerzeuge eine wesentliche Vereinfachung, da ja ohne Schwierigkeit in den Hohlraum 49 der beispielsweise dreiteiligen Behälter vor dem Aufsetzen des zweiten Bodens 46 oder 48 Watte oder ein anderes saugfähiges Material eingebracht werden kann.