Selbstschaltende Synchronkupplung Die Erfindung bezieht sich auf eine selbstschal tende Synchronkupplung, bei der die Ein- und Aus kupplung durch die schraubenförmige Bewegung eines gezahnten Zwischengliedes zwischen zwei mit einander zu kuppelnden Teilen bewirkt wird.
Der Erfindung liegt, die Aufgabe zugrunde, eine Kupplung zu schaffen, die geeignet ist für die Ver bindung zweier Wellen miteinander, welche achs- parallel zueinander fluchtend hintereinander ange ordnet sind, wobei die Kupplung automatisch ein gerückt und unterbrochen werden soll in Abhängig keit von der zwischen den beiden Wellen bestehen den relativen Drehrichtung, und die ausserdem ein leichtes Spiel bezüglich der achsparallelen Anord nung der beiden Wellen derart gestattet, dass diese eine leichte Neigung gegeneinander aufweisen dür fen, wie sie durch die Verwendung sogenannter flexi bler Kupplung erreichbar ist.
Eine bekannte Ausführungsform der flexiblen Kupplung ist die sogenannte flexible Kupplung mit doppelgezahnter Einrückung , bei der zwei Wellen an ihren Stirnflächen mit Zahnkränzen versehen sind, welche als Kupplungselemente dienen, mit denen Zahnkränze zum Eingriff gebracht werden können, welche in axialem Abstand voneinander auf einem Zwischenglied in Form einer Buchse oder einer Welle angeordnet sind ;
bisweilen ist 'hierbei mindestens einer von zwei miteinander in Eingriff bringbaren Kränzen von Zähnen ballig ausgebildet, so dass bei einer leichten Neigung der Wellenachsen gegenein ander die miteinander in Eingriff stehenden Zähne aufeinander abzurollen vermögen, wodurch der ge genseitige Abrieb im Vergleich mit anderen flexiblen Kupplungsvorrichtungen herabgesetzt ist, bei denen sämtliche Seitenflächen der miteinander in Eingriff bringbaren Zähne eben ausgebildet sind.
Es ist ebenfalls bekannt, zur Bewegung des einen oder des anderen der gezahnten Elemente einer sol chen flexiblen Kupplung in die Ein- oder Auskupp- lungsstellung einen von Hand betätigbaren Steuer mechanismus zu verwenden, um einen von der einen auf die andere Welle ausgeübten Antrieb nach Wunsch ein- und auszuschalten, insbesondere bei sehr langsamer oder bei gleichmässiger Drehge schwindigkeit.
Die Erfindung betrifft eine selbstschaltende Syn chronkupplung zur selbsttätigen Herstellung und Un terbrechung einer Antriebsverbindung zwischen zwei achsparallel hintereinander fluchtend angeordneten Wellen in Abhängigkeit von deren gegenseitiger Drehrichtung, wobei ein mit zwei in axialer Rich tung gegeneinander versetzten Kränzen von Kupp lungszähnen ausgestattetes Zwischenglied vorgesehen ist, welches in Antriebsverbindung mit zwei in axia ler Richtung gegeneinander versetzten Kränzen von Kupplungszähnen an jeweils der betreffenden Welle einrastbar ist und welches gegenüber einer der Welle an eine Schraubenbahn gebunden ist,
wobei Mittel zur Einleitung der Eingriffsbewegung der Kränze von Kupplungszähnen des Zwischengliedes mit den Krän zen von Kupplungszähnen an den Wellen vorgesehen sind und das Zwischenglied im entkuppelten Zustand grundsätzlich an zwei in axialer Richtung gegenein ander versetzten Zonen getragen wird, die mit der Welle umlaufen, durch welche das Zwischenglied ge tragen wird.
Die erfindungsgemässe selbstschaltende Syn chronkupplung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ausgleichs einer Fehlausrichtung der Wellen durch das Zwischenglied im gekuppelten Zustand eine weitere tragende Zone vorgesehen ist, die mit der anderen Welle umläuft und die tragende Funk- tion einer der beiden genannten Zonen übernimmt, wenn sich das Zwischenglied in die gekuppelte Stel lung bewegt, wobei unter allen Betriebsbedingungen eine anhaltende gegenseitige Bewegung zwischen den Kupplungselementen an den genannten tragenden Zonen vermieden wird.
Zweckmässigerweise können die zusammenwir kenden Zahnkränze auf dem Zwischenglied und auf der einen Welle, relativ zu welcher das Zwischen glied schraubenförmig bewegbar ist, miteinander ein Gesperre zur Begrenzung der relativen Schrauben bewegung des Zwischengliedes in einer Drehrichtung bilden.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der erfindungsgemässen Kupplungseinrichtung bei spielsweise dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Kupplung im nichteingekuppelten Zustand ; Fig. 2 eine Abwicklung zusammenwirkender Kupplungszähne der Kupplungseinrichtung gemäss Fig. 1 im gekuppelten Zustand ; Fig. 3 eine Abwicklung anderer zusammenwir kender Kupplungszähne der Kupplung nach Fig. 1 im ausgekuppelten Zustand ; Fig. 4 eine Abwicklung der Kupplungszähne ge- mäss Fig. 2 im völlig eingekuppelten Zustand;
Fig. 5 eine Abwicklung der Kupplungszähne ge- mäss Fig. 3 im völlig eingekuppelten Zustand; Fig. 6 einen Querschnitt längs der Linie VI durch die Anordnung gemäss Fig. 1 ; Fig. 7 einen Längsschnitt durch eine andere Kupplungseinrichtung, die insbesondere für hohe Be lastungen und Geschwindigkeiten geeignet ist; Fig. 8 eine Abwicklung zusammenwirkender Kupplungszähne der Einrichtung nach Fig. 7 im nichteingekuppelten Zustand ;
Fig. 9 eine Abwicklung- der Kupplungszähne nach Fig. 8 im eingekuppelten Zustand; Fig. 10 eine Abwicklung anderer zusammenwir kender Zähne der Einrichtung nach Fig. 7 im nicht eingekuppelten Zustand ; Fig. 11 eine Abwicklung der Kupplungszähne gemäss Fig. 10 im eingekuppelten Zustand; Fig. 12 einen Querschnitt längs der Linie IX durch die Einrichtung gemäss Fig. 7 ; Fig. 13 einen Querschnitt längs der Linie XII durch die Einrichtung gemäss Fig. 7.
In Fig. 1 bedeutet 1 eine Welle, welche eine Nabe 2 trägt, die derart abgestuft gestaltet ist, dass ihre einer zweiten Welle 3 zugewandte Endpartie drei verschiedene Durchmesser aufweist ; nämlich den radialinnersten Teil 4 mit dem kleinsten Durch messer, der sich teilweise in eine Aufnahme einer von der zweiten Welle 3 getragenen Nabe 5 hinein erstreckt. Sie weist ferner einen Teil 6 mit dem grössten Durchmesser auf, der an seinem äusseren Umfang einen Kranz äusserer Kupplungszähne 7 trägt. Die Nabe 5 der Welle 3 ist ebenfalls mit einem Kranz äusserer Kupplungsringe 8 versehen.
Das den beiden Wellen 1 und 2 zugeordnete Zwischenglied weist eine Buchse 9 auf, die an ihren beiden Enden mit inneren Kupplungszähnen 10 und 11 versehen ist, welche mit den äusseren Kupplungszahnkränzen 7 und 8 zusammenarbeiten können. Die Buchse 9 besteht aus zwei Teilen, die die beiden Zahnkränze 10 und 11 tragen und durch ein radial nach innen sich erstreckendes Flanschglied 12 miteinander ver bunden sind, welches einen ersten zylindrischen Teil 13 trägt, der mit ein rechtsgängiges Gewinde bilden den Keilnuten 14 versehen ist, die mit ein äusseres rechtsgängiges Schraubengewinde bildenden Keil nuten 15 in Eingriff stehen, welche auf dem Teil 16 mittleren Durchmessers der Nabe 2 angeordnet sind.
Das Flanschglied 12 trägt ausserdem einen zweiten zylindrischen Teil 17, der sich in Richtung auf die Welle 3 erstreckt. Der innere Durchmesser des zy lindrischen Teils 17 ist an seinem freien Ende an der Stelle 18 etwas reduziert, und der Teil 4 der Nabe 2 weist an seinem freien Ende an der Stelle 19 einen etwas vergrösserten Durchmesser auf, wodurch zwi schen dem zylindrischen Teil 17 und dem Teil 4 der Nabe 2 ein gewisses Spiel bedingt ist, jedoch mit Ausnahme der beiden erwähnten Stellen 18 und 19, welche derart zusammenarbeiten, dass der Teil 4 eine Führung und einen Tragteil in bezug auf das Mittel glied in dessen ausgekuppeltem Zustand bildet.
Der Teil der Buchse 9, der die inneren Kupp lungszähne 11 trägt, ist mit inneren Sperrzähnen 20 versehen, die mit einem Kranz von Sperrklinken 21 zusammenarbeiten, welche auf einem ringförmigen Flansch 22 der Nabe 5 angeordnet sind. Die Breite der Kupplungszähne 8 ist an den Steigungsrändern etwas geringer als die Weite der Zahnlücken der ihnen zugeordneten inneren Kupplungszähne 11, so dass im Kupplungszustande ein leichtes Spiel zwi schen ihnen bedingt ist. Im übrigen sind die Kupp lungszähne 8 und 11 in üblicher Weise angeordnet, wie es aus Fig. 3 ersichtlich ist. Die kranzförmige Anordnung der Kupplungszähne 10 und 7 ist in Fig. 2 entsprechend dargestellt, aus der ersichtlich ist, dass die Zahnlücken erheblich grösser sind als die Zahnbreiten.
Die Profile der Zähne 7, 8, 10 und 11 sind in der aus den Fig. 2 und 3 ersichtlichen Weise ballig ausgebildet.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende Es sei zunächst angenommen, dass sich die Welle 1 in Ruhe befindet und dass sich die Welle 3 in Richtung des Pfeiles dreht ; in diesem Falle schlei fen die Klinken 21. über die inneren Sperrzähne 20, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist. Wenn nun die Welle 1 in derselben Drehrichtung wie die Welle 3 beschleu nigt wird und diese allmählich zu überholen beginnt, kommen die Sperrklinken 21 zum Aufsitzen auf den Sperrzähnen 20, wodurch bewirkt wird, dass das Mittelglied 9 axial in Richtung auf die Welle 3 hin bewegt wird, wobei es eine schraubenförmige Be wegung relativ zur Welle 1 ausführt, jedoch relativ zur Welle 3 sich nicht dreht ; hierdurch kommen die inneren Kupplungszähne 11 mit den entsprechenden äusseren Kupplungszähnen 8 in Eingriff.
Diese Be wegung des Zwischengliedes 9 dauert so lange an, bis die Kupplungszähne 11 und 8 voll miteinander in Eingriff stehen, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. Gleichzeitig kommen die inneren Kupplungszähne 10 infolge ihrer radialen, zu den äusseren Kupplungs zähnen 7 seitlichen Bewegung mit diesen in Eingriff, gemäss Fig. 4, wodurch eine weitere axiale Bewe gung zwischen dem Zwischenglied 9 und der Welle 1 in Richtung auf die Welle 3 unterbunden wird, da durch den Eingriff der Zähne 7 und 10 ineinander die Schraubenbewegung des Teiles 9 relativ zur Welle 1 blockiert ist.
Auf diese Weise ist eine Antriebsverbindung zwischen den Wellen 1 und 3 in ein und derselben Drehrichtung hergestellt. Ausserdem ist hierdurch der Teil 17 des Zwischengliedes 9 in unmittelbare Nähe der Stirnfläche der Wellle 3 gerückt und wird nicht mehr von dem Führungsglied 19 des Teils 4 der Nabe 2 getragen, sondern hat die Möglichkeit, leichten Abweichungen der Wellenachsen von der Koaxialität nachzugeben.
Wenn die Drehgeschwindigkeit der Welle 1 wie der vermindert wird, löst sich der Eingriff der Kupp lungszähne 8 und 11 ineinander wieder, und durch das Zusammenwirken der schraubenförmig angeord neten Keilnuten 14 und 15 wird eine Rückwärts bewegung des Zwischengliedes 9 in seine Ausgangs position relativ zur Welle 1 verursacht, in welcher der zylindrische Teil 13 des Zwischengliedes axial gegen die innere Oberfläche des Flansches 6 auf läuft und dadurch in seiner Bewegung zum Stillstand gebracht wird, wobei gleichzeitig die Kupplungs zähne 8 und 11 ausser Eingriff kommen und das Mittelglied 9 wieder von dem Führungsglied 19 ge tragen wird.
Bei einer anderen Ausführungsform kann die Welle 1 mit einer anzutreibenden Maschine verbun den sein und die Welle 3 mit einem Antriebsmotor verbunden sein, welcher sich in einer dem Pfeil ent gegengesetzten Richtung dreht ; in diesem Falle würde das Mittelglied 9 sich in der ausgekuppelten Position befinden, wenn die angetriebene Maschine sich in Pfeilrichtung dreht und der Antriebsmotor eine langsamere Drehbewegung ausführt oder still steht.
Wenn der Antriebsmotor beschleunigt wird und die Welle 3 den Zustand des relativen Synchronis mus mit der Welle 1 durchläuft, übt wiederum die Sperrklinkenanordnung 21 eine Hemmung auf die Sperrzähne 20 aus, wodurch die schraubenförmige Bewegung des Mittelgliedes 9 relativ zur Weite 1 aus gelöst wird und der Kupplungsvorgang in der im vorstehenden beschriebenen Art vor sich geht.
In Fig. 7 ist eine Kupplungseinrichtung darge stellt, bei der 24 und 25 zwei Wellen bedeuten, die mindestens annähernd achsparallel hintereinander an geordnet sind, wobei ihre Stirnflächen in axialem Abstand voneinander angeordnet sind. Auf die Welle 24 ist eine Nabe 26 aufgekeilt, auf welche auf der der Welle 25 abgewandten Seite ein Flansch 27 auf geschraubt ist, der sich in radialer Richtung von der Wellenachse fort erstreckt und einen zylindrischen Kupplungsteil 28 trägt, der sich vom Flansch aus achsparallel zur Welle 25 erstreckt, wobei der zy lindrische Teil 28 in radialem Abstand von der Nabe 26 angeordnet ist und mit diesem einen länglichen, ringförmigen Hohlraum bildet, der zwischen der Nabe 26 und dem zylindrischen Teil 28 verläuft.
Die Zylinderinnenfläche des Teils 28 ist mit einem links gängigen Gewinde von Keilnuten 29 versehen, in welches ein äusseres Schraubengewinde von Keil nuten 30 eingreift, das sich auf einer Hülse 31 be findet, die einen Teil des Kupplungszwischengliedes bildet und an ihrem der Welle 25 abgewandten Ende einen Kranz gleichabständiger, sich axial ertrecken- der innerer Zähne 32 aufweist, die parallel zur Achse der Welle 24 verlaufen ; die Nabe 26 ist mit einem entsprechenden äusseren Kranz gleichabstän diger Zähne 33 versehen.
Die Anordnung der Zähne 32 und 33 ist aus Fig. 8 ersichtlich, aus der hervor geht, dass die Zahnlücken beträchtlich grösser sind als die Zahnbreiten.
Das Zwischenglied weist ausserdem eine Buchse 34 mit einem Flansch 35 auf, welcher mit einem Flansch 36 verschraubt ist, der den zylindrischen Teil 31 trägt. Die Buchse 34 erstreckt sich gegen die Welle 25 hin und trägt an ihrem der Welle 35 zugewandten Ende einen Kranz von inneren Kupp lungszähnen 37, welche axial zur Welle 25 ver laufen. Auf die Welle 25 ist eine Nabe 25' aufge- keilt, die einen Kranz von äusseren Kupplungszäh nen 38 trägt, die ebenfalls achsparallel zur Welle 25 verlaufen.
Die Anordnung der Zahnkränze 37 und 38 ist so getroffen, dass, wenn der zylindrische Teil 31 des Zwischengliedes sich ganz in dem Hohlraum zwischen der Nabe 26 und dem zylindrischen Teil 28 befindet, der innere Kupplungszahnkranz 37 ge gen den äusseren Kupplungszahnkranz 38 in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise axial verschoben ist. Die Breite der Kupplungszähne 38 ist an der Windungskante etwas kleiner als die Zahnlücke der ihnen zugeodneten äusseren Kupplungszähne 37, so dass während des Einkupplungsvorganges ein leichtes Arbeitsspiel vorhanden ist.
Die Stirnflächen der Kupplungszähne 38 sind wie aus Fig. 7 ersichtlich - nach aussen konvex gekrümmt, während die Seitenprofile der Kupplungs zähne 37 und 38 ballig ausgeführt sind, bzw. ihre Längsseiten gekrümmt sind, wie es in den Fig. 10 und 11 dargestellt ist.
Die Buchse 34 trägt einen radial nach innen sich erstreckenden Flansch 39, welcher seinerseits an seinem inneren Umfang einen zylindrischen Teil 40 trägt, dessen äussere Oberfläche Keilnuten 41 auf weist, welche einen linksgängigen Gewindegang bil den, in die äussere Keilnuten 42 einzugreifen ver mögen, welche ihrerseits ein inneres Schraubenge winde bilden und in einer Kupplungs-Hilfshülse 43 angeordnet sind, die einen Kranz von äusseren Kupplungszähnen 44 aufweist und einen Kranz von Sperrklinken 45 trägt.
Die Welle 25 trägt einen zylindrischen Fortsatz 46, welcher mit einem Kranz innerer Sperrzähne 47 versehen ist, in die die Sperrklinken 45 einzugreifen vermögen, wenn sich die Kupplungshilfshülse 43 wie es in der Zeichnung dargestellt ist - im nicht eingekuppelten Zustand befindet. Ausserdem sind auf dem Teil 46 ein Kranz von Sperrklinken 48 an geordnet, die im nichteingekuppelten Zustand der Kupplungshilfshülse 43 in die Kupplungszähne 44 einzugreifen vermögen. Der Fortsatz 46 trägt aus- serdem einen Kranz innerer Kupplungszähne 58.
Auf der Stirnfläche der Nabe 26 ist ferner ein ringför miger Flansch 49 festgeschraubt, der ein Führungs glied 50 trägt. Über dem grössten Teil der axialen Längserstreckung des Führungsgliedes 50 verläuft dessen äussere Oberfläche in radialem Abstand von der inneren Oberfläche des zylindrischen Teils 40 und bildet mit dieser einen Spielraum. An seinem freien Ende trägt das Führungsglied 50 einen Ring 50', dessen konvexe Oberfläche in der Zeichnung so dargestellt ist, dass sie an der Stelle 51 Tragorgan und Führung für das verstärkte Ende des zylindri schen Teils 40 bildet, wenn es sich in der in der Zeichnung dargestellten ausgekuppelten Lage der Kupplungseinrichtung befindet.
53 bedeutet eine axial verlaufende Ölzuführung, die in der Nabe 26 verläuft und eine Öffnung 54 aufweist, die in eine öldämpfungskammer 55 mün det, die durch einen hohlzylindrischen Kolben 56 gebildet wird, der in durch die Nabe 26 und den Flansch 49 gebildeten Gleitlagern geführt ist.
Wäh rend der Bewegung des Zwischengliedes 31, 34 be wegt sich der Flansch 31' in axialer Richtung auf den Dämpfungskolben 56 zu, wobei die Endbewe- gung einer Bremsung unterworfen ist, während wel cher das Öl aus der Dämpfungskammer 55 in die Führung 53 einzudringen vermag ; und zwar gelangt das Öl in die Leitung 53 nur durch die jeweils offen gebliebenen Öffnungen 54', welche im Verlaufe der Endbewegung des Zwischengliedes nacheinander ge schlossen werden.
Die Sperrklinken 48 sind als zentrifugal sich aus kuppelnde Sperrklinken ausgebildet, d. h. sie sind derart gestaltet und gelagert, dass sie ausser Ein griff mit den ihnen zugeordneten Sperrzähnen 44 kommen, wenn sich die Welle 25 dreht. Die Sperr klinken 45 sind als zentrifugal sich einkuppelnde Sperrklinken ausgebildet, d. h. sie sind derart ge staltet und gelagert, dass sie unwirksam sind, wenn sich die Kupplungshilfshülse 43 in Ruhelage befin det, während eine Drehung der Kupplungshilfshülse 43 bewirkt, dass sich die Nasen der Klinken 45 ra dial nach aussen bewegen und mit den Sperrzähnen 47 in Sperreingriff kommen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende Es sei angenommen, dass sich die Welle 25 in Richtung des Pfeiles dreht und mit einem Wechsel stromgenerator gekuppelt ist, der als Synchron-Kon- densator zur Leistungsfaktor-Korrektur dient ; wäh rend die Welle 24 stillsteht und beispielsweise mit einer Anfahr-Turbine (shut down turbine) gekuppelt ist. In diesem Falle besteht keine Antriebsverbindung zwischen den Wellen 24 und 25, da die beiden Kupplungszahnkränze 32 und 37 des Zwischenglie des sich nicht im Eingriff mit den ihnen zugeord neten Kupplungszahnkränzen 33 und 38 befinden, die auf den Naben 26 bzw. 25' angeordnet sind.
Die beiden Kränze von Sperrklinken 45 und 48 sind ebenfalls inaktiv, da die Zentrifugal-Sperrklinken 48 mit der rotierenden Welle 25 umlaufen, und die auf der stillstehenden Kupplungshilfshülse 43 angeord neten Zentrifugal-Sperrklinken 45 sind ebenfalls un wirksam.
Wird nun die Welle 24 durch die Turbine be schleunigt und zwar in demselben Drehsinn wie die Welle 25, so werden die Zentrifugal-Sperrklinken 45 aufgrund der Zentrifugalkraft wirksam, so dass ihre Nasen in Berührung mit den inneren Sperrzähnen 47 kommen, welche jedoch nach wie vor über diese so lange hinwegschleifen, bis sich die Welle 25 auf einer höheren Drehgeschwindigkeit als die Welle 24 befindet.
In dem Augenblick, in dem die Welle 24 sich anschickt, die Geschwindigkeit der Welle 25 zu überschreiten, wird mindestens ein innerer Sperrzahn 47 durch eine Zentrifugal-Sperrklinke 45 erfasst, wo durch bewirkt wird, dass die Kupplungshilfshülse 43 in Richtung auf die Welle 25 hin bewegt wird und dabei mit den äusseren Kupplungszähnen 44 in die inneren Kupplungszähne 58 eingreift. Da die Kupp lungszähne 44 so gestaltet sind, dass sie ein ge wisses Spiel relativ zu den inneren Kupplungszähnen 58 aufweisen, kann eine gewisse Abweichung der Achsen der beiden Wellen 24 und 25 von der Ko- axialität ausgeglichen werden.
Die Kupplungshilfshülse 43 setzt ihre Bewegung so lange fort, bis sie gegen den Anschlag 59 stösst, in welcher Lage die Kupplungszähne 44 im vollen Eingriff mit den Kupplungszähnen 58 stehen. Das Zusammenwirken der Kupplungszähne 44 und 58 veranlasst die Kupplungshilfshülse 43 einen Druck in axialer Richtung auf den Anschlag 49 auszuüben und dadurch das Zwischenglied 34 in Richtung auf die Welle 25 hin zu bewegen, wobei das Zwischen glied 34 relativ zur Welle 24 aufgrund der schrau benförmigen Keilnuten 29 und 30 eine schrauben förmige Bewegung ausführt.
Relativ zur Welle 25 führt das Zwischenglied 34 jedoch keine Dreh bewegung aus, und die verschiedenen ineinander ein greifenden Kupplungselemente sind geometrisch so aufeinander abgestimmt, dass ein genaues Zusam menwirken der inneren Kupplungszähne 37 des Zwi schengliedes 34 mit den äusseren Kupplungszähnen 38 der Welle 25 gewährleistet ist.
Wenn diese Kupp lungszähne 37 und 38 voll miteinander in Eingriff gekommen sind, haben auch die inneren Kupplungs zähne 32 des Zwischengliedes 34 und ihre schrau benförmige Bewegung so weit ausgeführt, dass sie mit den äusseren Kupplungszähnen 33 auf der Nabe 26 in Eingriff gekommen sind, wodurch die Dreh bewegung zwischen beiden beendet ist und gleich zeitig eine weitere Bewegung des Zwischengliedes in Richtung auf die Welle 25 verhindert wird; es be findet sich nunmehr die Welle 24 in Antriebsver bindung mit der Welle 25, wobei beide Wellen den selben Drehrichtungssinn aufweisen.
Während der Bewegung des Mittelgliedes 34 ge langt der zylindrische Teil 40 ausser Führungskon takt mit dem Ring 50' auf dem Führungsglied 50, so dass das Zwischenglied 34 nun nur noch an seinen beiden Enden durch die Wellen 24 und 25 unter stützt ist und getragen wird.
Wenn die Zähne 37 und 38 in voller Antriebs verbindung miteinander stehen, hat sich auch der äussere Zahnkranz 44 der Kupplungshilfshülse 43 axial nach rechts über die inneren Kupplungszähne 58 hinaus verschoben, wobei die Zähne 44', die sich auf der Hülse 43 mit den Zähnen 44 fluchtend be finden, mit den inneren Zähnen 58 in Eingriff ge langen, wodurch die Winkellage zwischen der Hülse 43 und den Zähnen 58 in der Weise festgestellt ist, wie sie für die Einleitung der Entkupplungsbewegung der Kupplung erforderlich ist.
Wenn nun die Welle 24 wieder verlangsamt wird, wird durch das Zusammenwirken der Kupplungs zähne 37 und 38 einerseits und der schraubenför mig angeordneten Keilnuten 29 und 30 andererseits bewirkt, dass das Zwischenglied 34 sich in Richtung auf die Welle 24 hin bewegt, bis die Kupplungs zähne 37 ausser Eingriff mit den Kupplungszähnen 38 gekommen sind. Aufgrund der axialen Bewegung des Zwischengliedes 34 wird auch der zylindrische Teil 40 in die Auskupplungslage gebracht, in der er wieder durch den Ring 50' des Führungsgliedes 50 getragen wird.
Während der Auskupplungsbewegung des Zwischengliedes 34 bewegt sich die Kupplungs- hilfshülse 43 aufgrund des Zusammenwirkens der schraubenförmig angeordneten Keilnuten 41 und 42 ;in ihre E.ntkupplungsyAu@gangs:Lage,, in ider die Zentrifugal-Sperrklinken 45 auf den Sperrzähnen 47 zu schleifen vermögen. Dieser Zustand dauert so lange an, bis die antreibende Turbine stillsteht und die Sperrklinken 45 inaktiv werden.
Wenn die Welle 24 stillsteht und die Welle 25 ebenfalls stillsteht oder sich langsam bewegt, bleiben die Zentrifugal-Sperrklinken 48 in Schleifstellung in bezug auf die Kupplungszähne 44 ; wenn daher die Welle 24 wieder beschleunigt wird, kommen die Sperrklinken 48 mit den Kupplungszähnen 44 in Be rührung und können diese erneut zum Einkuppeln in der im vorstehenden beschriebenen Weise bringen.