Magnetischer Bandförderer
Es sind magnetische Bandförderer bekannt, bei denen im Bandtraggerüst mit Abstand nebeneinander zwei schienenförmige Magnetpole angeordnet sind, auf denen das Fördertrum des Bandes gleitet. Das sich zwischen diesen beiden Polschienen ausbildende Magnetfeld ist fast ausschliesslich auf die Bandmitte konzentriert. Infolgedessen ist die Bandfläche zum Fördern nur unvollkommen ausgenutzt und deshalb auch die Förderleistung unzureichend. Die beiden Polschienen können durch Joche verbundene Pole sein. Ebenso ist es möglich, die beiden Polschienen über Dauermagnete miteinander zu verbinden.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu beseitigen und ein grösseres magnetisches Wirkfeld zu schaffen. Sie geht aus von der oben erwähnten Bauform, also von einem magnetischen Bandförderer mit über die Förderstrecke reichenden Polschienen, auf denen das Fördertrum des Bandes gleitet, und besteht darin, dass das Bandtraggerüst aus zwei Seitenschienen und einer Verbindungsplatte mit darauf befestigten Magneten besteht, deren gemeinsame Polschiene zwischen Flanschen der Seitenschienen sowie mit diesen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet ist. Das magnets sche Wirkfeld kann nun von der mittleren Polschiene zu den beiden seitlichen Flanschen verlaufen, so dass das hierauf gleitende Fördertrum des Bandes praktisch auf der ganzen Breite unter den Einfluss des Magnetfeldes gebracht ist.
Das bedeutet, dass der Bandförderer flächenmässig besser ausgenutzt werden und auch kleinstes Fördergut sicher fördern kann.
Es sind an sich Bandtraggerüste bekannt, die aus zwei seitlichen, abgebogene Flansche aufweisenden Schienen, z. B. zwei U-Schienen, bestehen und durch eine Platte miteinander verbunden sind. Beim erfindungsgemässen Förderer können die Seitenschienen eines derartigen, ohnehin notwendigen Traggerüstes zur Bildung von Hilfspolen mit herangezogen sein. Das Ausschlaggebende besteht dabei darin, dass das grössere, auf die ganze Bandbreite ausgedehnte Magnetfeld von einem Magnetsystem erzeugt wird, das praktisch mit vom Traggerüst her vorhandenen Mitteln unter Verzicht weiterer Bauteile aufgebaut sein kann.
Die Bandumlenktrommeln können in zwei von Magneten gebildete Ringe mit sie umhüllenden, unmagnetischen Ringen und in drei Scheiben bzw.
Scheibengruppen aus Weicheisen unterteilt sein, wobei die als Pole wirkenden Weicheisenscheiben in Verlängerung der drei Polschienen angeordnet sind.
Die Ausbildung bzw. Unterteilung der Umlenktrommel als Magnettrommel ist an sich bekannt, jedoch nicht im Anwenden für Bandförderer mit drei Polschienen und auch nicht im besonderen Zuordnen der Polscheiben. Damit erstreckt sich das Magnetfeld auch über den gesamten Umschlingungswinkel des Bandes. Dies kann sowohl an der Beschickungsstelle als auch an der Abwurfstelle des Bandes je nach dem zu fördernden Gut von Bedeutung sein.
So kommt es z. B. vor, dass Bandförderer in unmittelbarer Nähe schwer zugänglicher Maschinenteile in Einsatz gebracht werden müssen, um das hier anfallende Fördergut aufzunehmen. In diesem Falle ist es wichtig, dass schon der äusserste Punkt des Bandes unter dem Einfluss eines starken Magnetfeldes steht, anderenfalls das Fördergut vom Band nicht aufgenommen und für solche Fälle der Einsatz von Bandförderern ausgeschlossen ist. Es war inzwischen noch ein Bandförderer mit Polschienen bekanntgeworden, jedoch haben sie Umlenktrom meln aus zwei Böden und einen ungeteilten Mantel, in dessen Innerem nur ein segmentförmiger Magnetkörper mit Bogenmagneten untergebracht ist.
Zweckmässig ist der Förderer abwinkelbar ausgebildet, wie es an sich bei anderen Bandförderern bekannt ist. Der Förderer kann im Bereich der Knickstelle eine Stützrolle aufweisen, um die Reibung zu vermindern und ein Beschädigen des Bandes zu vermeiden. Für unveränderlich abgewinkelte Polschienen-Traggerüste ist vorteilhaft das Bandtraggerüst abgewinkelt, und im Knickbereich können zwei magnetische Stützrollen in Aussparungen der seitlichen Polschienen sowie zwei unmagnetische Stützrollen zwischen den drei Polschienen angeordnet sein. Im Knickbereich des Traggerüstes ist also dem Band eine Abrollmöglichkeit in der oberen Ebene des Knickes gegeben. Die Stützrollen können von dem Traggerüst polarisiert werden, so dass auch im Rollenbereich eine magnetische Unterbrechung nicht eintritt.
Auf diese Weise gelingt ein störungsfreier Übergang des Fördergutes von der Aufwärtszur Abwärtsförderstrecke.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines magnetischen Bandförderers,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. I,
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie B-B in Fig. 1,
Fig. 4 einen Teillängsschnitt durch einen weiteren Bandförderer,
Fig. 5 eine Draufsicht zu Fig. 4 ohne Band,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 4,
Fig. 7 einen Querschnitt nach der Linie B-B in Fig. 4,
Fig. 8 einen Längsschnitt eines weiteren Band förderers,
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 8,
Fig. 10 eine Draufsicht zu Fig. 8.
Der Bandförderer in Fig. 1-3 weist ein Traggerüst für die Umlenktrommeln 1, 2 und das Band 3 auf. Das Traggerüst besteht aus mit ihren offenen Seiten gegenübergestellten U-Schienen 4, 5, die mittels einer Platte 6 kastenartig zusammengehalten sind. Die Platte 6 bildet einen oberen Raum 7 und einen unteren Raum 8. Im oberen Raum 7 befinden sich aufeinanderfolgende, an der Platte 6 befestigte Magnete 9, die zusammen mit dieser und den beiden U-Schienen 4, 5 ein Magnetsystem bilden. Die Magnete 9 sind mit ihren S-Polen auf die Platte 6 aufgesetzt. Auf ihren N-Polen ist eine alle Magnete 9 untereinander verbindende Polschiene bzw. Polplatte 10 angeordnet, die mit den Flau schen der U-Schienen 4, 5 in einer gemeisamen Ebene liegt.
Diese Flansche bilden Hilfspole, die Gegenpole zur Polplatte 10 sind, so dass sich über die Luftspalte 12 und oberhalb des Bandes 3 starke Magnet felder einstellen. Damit werden Eisenteile auf dem band 3 zum Haften gebracht und mit dem Um lauf des Bandes 3 transportiert.
Der untere Raum 8 dient zum Aufnehmen des Förderband-Untertrums und einer Andrückrolle 13.
Das Bandtraggerüst 4, 5, 6 weist im Bereich der Umlenktrommel 1 einen Stützfuss 14 auf und ist mit Stützen 15, 16 versehen, die das Einstellen des Bandförderers in die Arbeitsstellung ermöglichen.
Die magnetische Förderstrecke beginnt im Anschluss an die Umlenktrommel 1 im Bereich des ersten Magneten 9 und erstreckt sich bis über einen Teil der Abwurftrommel 2. Es sind zu diesem Zweck die Pole des Magnetsystems, die von den Flanschen der U-Schienen 4, 5 und der Polschiene bzw. Polplatte 10 gebildet werden, in bekannter Weise bis zu einem Teil über die aus magnetisch nichtleitendem Werkstoff bestehende Abwurftrommel 2 verlängert.
Die Trommel 2 weist zur Aufnahme dieser Teile entsprechende Ringnuten im Trommelmantel auf, und zwar eine mittlere Ringnut 17 (Fig. 3) für die Polplatte 10 und seitliche Ringnuten 18, 19 für die Flansche der U-Schienen 4, 5. Durch diese Verlängerung der Pole ist das Magnetfeld auch noch auf dem fördernden und umlenkenden Teil der Trommel 2 wirksam. Somit wird das Fördergut sicher über diese Strecke gefördert und schliesslich in einen Wagen 21 abgeworfen. Es kann wahlweise auch ein Abstreifer 20 vorgesehen werden.
Das Traggerüst in Fig. 4 und 5 weist zwei an sich bekannte magnetische Umlenkrollen auf. Ihre Pole stimmen jedoch mit denen des Traggerüstes überein, so dass das Band auch an den Umlenkstellen über ein ununterbrochenes, gleichmässiges Magnetfeld läuft.
Die Magnettrommeln 2 (Fig. 4 und 5) bestehen in an sich bekannter Weise aus vier Weicheisenringen 22, zwischen denen zwei Ringräume zum Einbringen der Magnete 23 vorgesehen sind. Die Magnete 23 sind von nicht ferromagnetischen Ringen 24 umgeben. Die Ringe 22 und Magnete 23 sind auf einer nicht ferromagnetischen Hohlachse 25 aufgezogen und befestigt. Die Weicheisenringe 22 bilden die Pole, die in Verlängerung der drei Polschienen 4, 5, 10 angeordnet sind.
Die Magnettrommeln 2 können in bekannter Weise auch an Stelle der ringförmig angeordneten Stabmagnete 23 mit vollen Magnetscheiben ausge rüstet sein, insbesondere solchen aus Bariumferrit.
Das Bandtraggerüst in Fig. 6-10 besteht aus zwei U-Schienen 4, 5 und einer Verbindungsplatte 6, auf der die Magnete 9 angeordnet sind. Auf den Magneten liegt eine Polschiene 10, die mit den oberen Flanschen der U-Schienen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet ist. Die Schiene 10 und 'ie oberen Flansche bilden drei durchgehende Pn für das Förderband 3. Das Bandtraggerüst iss abgewinkelt und im Knickbereich mit je Stützrollen 26, 27 versehen. Die Rollen 27 bestehen aus einem magnetisch nichtleitenden Werkstoff und sind ie im Spalt zwischen der Mittelschiene 10 und je einem Flansch angeordnet. Die Rollen 27 heben im Knickbereich das Förderband 3 etwas von den drei Pol schienen ab, so dass das Ablenken reibungslos erfolgt.
Die Stützrollen 26 sind in Aussparungen 28 der Flansche angeordnet und bestehen aus einem ferromagnetischen Material, so dass sie sich entsprechend den Flanschen polarisieren. Im Bereich der Aussparungen 28 tritt somit keine Unterbrechung der magnetischen Fläche ein.