CH394057A - Verfahren zur Gründung eines vorgefertigten Baukörpers - Google Patents
Verfahren zur Gründung eines vorgefertigten BaukörpersInfo
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Description
Verfahren zur Gründung eines vorgefertigten Baukörpers Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gründung eines vorgefertigten Baukörpers.
Die Vorteile einer Gründung von Bauwerksteilen in vorgefertigtem Zustand liegen insbesondere darin, dass durch eine Herstellung dieser Baukörper ausser halb der Baugrube und auf einem Werkplatz mit wesentlich besserer Zugänglichkeit grössere Gewähr für die Erzielung einwandfreier Festigkeit und Dich tigkeit gegeben ist.
Besondere Vorteile ergeben sich auch noch bei der Gründung vorgefertigter Baukörper unter Wasser, wenn der Baukörper durch eine besondere Isolie rung - sei es zum Schutz gegen Wasserdurchtritt oder gegen Angriff durch aggressives Wasser oder Lösung - geschützt werden muss. Dabei ist es, wie bislang üblich, nicht mehr erforderlich, unter den erschwerenden Bedingungen in einer engen, künstlich trocken gehaltenen Baugrube den Unterboden und darauf die Isolierbahn zu verlegen, da die Isolierung und darüber gegebenenfalls eine Schutzschicht bereits mit dem Baukörper ausserhalb der Baugrube her gestellt werden können.
Wenn man dabei so verfährt, wie dies bisher die Regel ist, dass man die Baugrubensohle dem Plan entsprechend einebnet - bei unter Wasser befindli chen Baugruben beispielsweise mit unter Wasser ar beitenden Planierungsgeräten - und auf die so ge schaffene Gründungssohle ein vorgefertigtes Bau werksteil absetzt, so besteht keinerlei Sicherheit, dass eine derartige Gründung allen hierfür zu stellenden Anforderungen genügt. Es lässt sich insbesondere bei grossflächigen Gründungssohlen nicht vermeiden, dass zwischen Baukörper und Baugrubensohle Hohlräume verbleiben oder sich bilden.
Für die statische Be rechnung des Baukörpers muss deshalb aus Sicher heitsgründen die ungünstigste Punktauflagerung des Baukörpers angenommen werden. Bei dem Bau von Unterwassertunneln hat man für diesen besonderen Fall vor dem Einschwimmen der grossen Baukörper die Baugrube zwar schon tiefer über die geplante Bauwerksunterkante ausge hoben und den für den Vorgang erforderlichen grösse ren Zwischenraum zwischen Baukörperunterfläche und Baugrubensohle mittels unter dem Baukörper geführter Rohre mit Sand unterspült.
Es liegt jedoch auf der Hand, dass ein derartiges Verfahren nicht voll befriedigen kann, da sich lose unter die Bau werksunterfläche eingespülter Sand nicht in durch gehend gleicher Lagerungsdichte mit Sicherheit ab setzen lässt und damit grössere ungleichmässige Set zungen zu erwarten sind. Auch bei dieser Gründungs art muss aus Sicherheitsgründen mit sehr ungünstigen statischen Verhältnissen gerechnet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die bekannten Nachteile bei Gründung eines Baukörpers zu beseitigen.
Erfindungsgemäss geschieht dies bei einem Ver fahren zur Gründung eines vorgefertigten Baukörpers mit mindestens annähernd ebener Grundfläche im Grundwasser, freien Wasser oder im trockenen Boden, wobei der Baugrund so nivelliert wird, dass seine Sohle wenige Zentimeter unter der Solltiefe der geplanten Gründungssohle liegt, und wobei der Baukörper durch Aufhängen oder Abstützen in Höhe der Solltiefe der Gründungssohle gehalten wird, da durch,
dass man längs der Baukörperrandzonen unter Zugabe von Bodenmaterial einen Tiefenrüttler in den Boden des Untergrundes niederbringt und mit diesem den Boden um die Randbereiche des Bau körpers verdichtet und unter den Baukörper stopft und dass man schliesslich, sofern unter der Baukörper unterseite nach innen zu noch ein Hohlraum ver bleibt, diesen durch Einpressen von erhärtenden Stof fen satt ausfüllt.
Soweit bei einem grossflächigen Baukörper die ausserhalb am Rand des Baukörpers angesetzten Tiefenrüttler in ihrer Wirkung in waagrechter Rich tung nicht mehr ausreichen, verbleibt unter dem Baukörper ein Hohlraum, der jedoch durch den unterstopften und verdichteten Auffüllungsboden um schlossen ist. Dieser eingeschlossene Hohlraum wird durch Einpressen geeigneter Materialien, wie z. B. Zementmörtel, satt ausgefüllt, so dass seine erforder liche Tragkraft zuverlässig und gleichmässig erreicht werden kann.
Der verdichtete Auffüllungsboden unterhalb der Baukörperunterfläche entlang des Randes vom Baukörper bildet für das Einpressen z. B. des Zementmörtels ein einwandfreies Wider lager. Um eine einwandfreie Injektion und satte Ver- pressung in dem vom Bodenmaterial fest einge schlossenen Zwischenraum besonders bei grossflächi gen Baukörpern zu erreichen, kann man in dem Boden des Baukörpers zur Durchführung der Injek tion z. B.
Löcher anordnen, die sowohl das Einpres sen von Injektionsgut als auch das Einsetzen von Kontrollorganen gestatten und nach Beendigung des Einpressungsvorganges leicht verschlossen werden können.
Ist der Boden unterhalb der Bauwerksohle von nicht ausreichender Tragkraft, so kann zunächst der Baugrund vor Einbringen des Baukörpers durch Tie- fenrüttler oder durch unter Wasser arbeitende Ober- flächenrüttler verdichtet und so homogenisiert wer den, dass nach Aufbringen der Belastung bleibende Setzungen ausgeschlossen werden.
Ist jedoch der Bo den unterhalb der Bauwerksohle nicht verdichtungs fähig und nicht von ausreichender Tragfähigkeit, so tauscht man zweckmässig den Boden vor dem Einbrin gen des Baukörpers aus und verdichtet ihn, worauf in der bereits dargelegten Weise verfahren wird.
Die Zeichnung zeigt schematisch zwei bevorzugte Anwendungsbeispiele, und zwar zeigt: Fig. 1 Querschnitt durch eine mit Grundwasser angefüllte Baugrube und den an einem Kran hängen den vorgefertigten Bauwerksteil, Fig. 2 Querschnitt durch die gleiche Baugrube. Die Baugrube ist mit Boden wieder verfüllt. Durch Tiefenverdichtung liegt der Bauwerksteil auf dem Gründungsboden satt auf.
In Fig. 1 ist ein Bauwerksteil 1 an einem Kran 2 hängend in eine zuvor ohne Wasserhaltung ausge hobene Baugrube 3 dargestellt. Die Baugrube 3 ist um ein weniges tiefer ausgehoben, so dass nach Ein bringen des Bauwerkteiles 1 in seine Bestimmungs lage zwischen Bauwerks- und Baugrubensohle ein kleiner Zwischenraum verbleibt. Der Boden am Rande und zum Teil unterhalb der Bauwerkssohle wird nach Wiederverfüllung der Baugrube durch einen Tiefenrüttler S verdichtet und unterstopft, so dass nunmehr der Bauwerksteil auf der Gründungs sohle am Umfang gleichmässig satt aufliegt.
Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Bauwerksteiles, nachdem die Baugrube wieder verfüllt und die Tie- fenverdichtung fertiggestellt ist. Durch eine Öffnung 6 im Boden des Bauwerkteiles wird Zementmörtel eingepresst und der nach der Verdichtung noch ver bliebene Zwischenraum in der Mitte der Bauwerk sohle gefüllt. Der Fortgang und die Beendigung des Verpressvorganges wird über in die Bauwerkssohle eingelegte Röhrchen 7 verfolgt.
Durch eine Gründung nach dem vorliegenden Verfahren werden alle gründungstechnischen Erfor dernisse erfüllt, insbesondere wird eine zuverlässige und gleichmässige Schliessung des Zwischenraumes zwischen Bauwerks- und Baugrubensohle ohne die Gefahr ungleichmässiger späterer Setzungen erzielt. Der Baukörper liegt an allen Stellen seiner gesamten Grundfläche gleichmässig satt auf, so dass für die statische Dimensionierung des Bauwerkskörpers nun mehr die günstigsten Auflagebedingungen angenom men werden können.
Auch die Bauarbeiten selbst können schneller und unter geringerem Kostenaufwand durchgeführt werden, weil nicht nur die Bauzeit für die Herstel lung und Erhärtung des Baukörpers entfällt, sondern zum Aushub der Baugrube auch eine im allgemeinen erforderliche Wasserhaltung erspart werden kann, da der Aushub und die Gründungsarbeiten unter Wasser durchführbar sind.
Wenn die Platzverhältnisse es gestatten, kann die Baugrube auch ohne Versteifung als offene Bau grube mit sehr steilen Böschungen ausgehoben wer den, weil diese infolge der Ausgeglichenheit des inne ren und äusseren Wasserdruckes standfester sind. Die Standfestigkeit der Böschung kann man durch künst lichen Aufstau des Wasserspiegels in der Baugrube erheblich erhöhen und braucht in allen diesen Fällen keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen bezüglich Standfestigkeit der Böschungen, weil nach dem vor liegenden Verfahren in der Baugrube selbst sich keine Arbeiter aufzuhalten brauchen.
Nach Einbringen des Baukörpers in seine Soll- Lage, was vom Baugelände aus geschehen kann, und nach Auffüllen des Zwischenraumes zwischen Baugrubensohle und Baukörperunterfläche sowie seine Unterstopfung, wozu ebenfalls kein Betreten der Baugrube nötig ist, können, wie erwähnt, viel mehr alle Arbeiten zur Bildung des gewünschten Fundamentes vom Inneren des Baukörpers aus vor genommen und kontrolliert werden.
Wesentlich für die Standfestigkeit der Baugruben- böschungen ist im übrigen auch, dass die Wiederver- füllung der Baugrube bereits schon unmittelbar nach Einbringen des Baukörpers vorgenommen werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gründung eines vorgefertigten Baukörpers mit mindestens annähernd ebener Grund fläche im Grundwasser, freien Wasser oder im trok- kenen Boden, wobei der Baugrund so nivelliert wird, dass seine Sohle wenige Zentimeter unter der Soll tiefe der geplanten Gründungssohle liegt, und wobei der Baukörper durch Aufhängen oder Abstützen in Höhe der Solltiefe der Gründungssohle gehalten wird, dadurch gekennzeichnet,dass man längs der Baukörperrandzonen unter Zugabe von Bodenmate rial einen Tiefenrüttler in den Boden des Baugrundes niederbringt und mit diesem den Boden um die Rand bereiche des Baukörpers verdichtet und unter den Baukörper stopft und dass man schliesslich, sofern unter der Baukörperunterseite nach innen zu noch ein Hohlraum verbleibt, diesen durch Einpressen von erhärtenden Stoffen satt ausfüllt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bevor der Baukörper mittels Rütt- ler unterstopft wird, der Baugrund seitlich des Bau körpers mit Verfüllungsmaterial überschichtet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Baugrund vor Einbringen des Baukörpers verdichtet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die satte Verpressung des einge schlossenen Hohlraumes unter dem Baukörper nach Ausstopfung noch vorhandenen Hohlraumes durch die Sohle des Baukörpers erfolgt. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver dichtung des Baugrundes nach Austausch des anste henden Bodens durch geeignetes Bodenmaterial er folgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH184462A CH394057A (de) | 1962-02-15 | 1962-02-15 | Verfahren zur Gründung eines vorgefertigten Baukörpers |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH394057A true CH394057A (de) | 1965-06-15 |
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| CH (1) | CH394057A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113482047A (zh) * | 2021-07-21 | 2021-10-08 | 中交二公局第六工程有限公司 | 管廊安装方法 |
-
1962
- 1962-02-15 CH CH184462A patent/CH394057A/de unknown
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| CN113482047A (zh) * | 2021-07-21 | 2021-10-08 | 中交二公局第六工程有限公司 | 管廊安装方法 |
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