CH394080A - Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung von Sunk und Schwall bei Flusskraftwerken - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung von Sunk und Schwall bei Flusskraftwerken

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CH394080A
CH394080A CH531162A CH531162A CH394080A CH 394080 A CH394080 A CH 394080A CH 531162 A CH531162 A CH 531162A CH 531162 A CH531162 A CH 531162A CH 394080 A CH394080 A CH 394080A
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CH
Switzerland
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turbine
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closing
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Application number
CH531162A
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English (en)
Inventor
Eugen Dipl Ing Greiner
Original Assignee
Escher Wyss Ag
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Publication of CH394080A publication Critical patent/CH394080A/de

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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03B—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00—Controlling
    • F03B15/02—Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04—Controlling by varying liquid flow of turbines
    • F03B15/06—Regulating, i.e. acting automatically
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00—Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20—Hydro energy

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Description


  Verfahren und     Einrichtung        zur        Vermeidung    von     Sunk    und Schwall bei     Flusskraftwerken       Der zunehmende Ausbau schiffbarer Flüsse zur       Wasserkraftnutzung    erfordert umfangreiche Mass  nahmen zur Bekämpfung von     Sunk-    und Schwall  bildung im Unter- bzw.     Oberwasser    für die Fälle,  dass einzelne Turbinen oder ganze Kraftwerke plötz  lich von dem     elektrischen    Netz getrennt werden. Um  ein Durchgehen der Maschinen zu verhindern, wür  den ohne besondere Massnahmen die Turbinen dabei  rasch schliessen, wodurch eine erhebliche Störung  des Wasserstromes im Fluss zustande käme.

   Es würde  dabei nicht nur im     Unterwasser    des betreffenden  Kraftwerkes ein     Sunk    entstehen, sondern es würden  im Oberwasser auch     Schwallwellen    auftreten, die sich       flussaufwärts    fortpflanzen. Durch diese Erscheinun  gen wäre die     Schiffahrt    unter Umständen gefährdet.  



  Man hat deshalb nach Massnahmen gesucht, um  die     Sunk-    und     Schwallbildung    bei Turbinenabschal  tungen zu vermeiden. Eine     Möglichkeit    besteht darin,  dass man jeder Turbine einen elektrischen Wasser  widerstand zuordnet, auf den beim Abschalten des  von der Turbine     angetriebenen    Generators vom Netz  die augenblickliche Leistung umgeschaltet werden  kann. Die     Turbinenverschlussorgane        (Leitschaufeln,     Laufschaufeln) könnten damit unverändert offen blei  ben, so dass der Wasserstrom vor und nach der  Abschaltung des Generators vom Netz gleich ist.

    Allerdings muss bei der     Verwendung    von Wasser  widerständen die     Eintauchtiefe    der Elektroden der  Leistung entsprechend dauernd nachreguliert werden.  



  Man hat auch schon Methoden in Erwägung  gezogen, durch Nebenauslässe an den Spiralen der  Turbinen den Wasserstrom nach einer Abschaltung  weiterzuführen. Diese Nebenauslässe müssen genau  so schnell geöffnet werden, wie die Turbinen     schlies-          sen.    Solche Lösungen sind deshalb sehr aufwendig    und sind ausserdem bei     Rohrturbinen    kaum durch  zuführen.  



  Man ist deshalb in den letzten Jahren dazu über  gegangen, den     Turbinenwasserstrom    nach der Ab  schaltung auch weiterhin durch die Turbinen zu leiten.  Bei entsprechender Einstellung von     Leitschaufeln    und  Laufschaufeln zueinander und Inkaufnahme erhöhter  Drehzahl ist     dies    teilweise oder auch ganz     möglich.     Infolge der Möglichkeit des Auftretens von     Vibra-          tionen    an der Turbine muss jedoch dieser Zustand       zeitlich        begrenzt    bleiben, solange bis das Wehr so  weit abgesenkt ist, dass die Turbinenwassermenge       abgeführt    werden kann.  



  Der erstrebte zeitliche Verlauf der Wasserströme  von Turbine und Wehr geht aus     Fig.    1 der beilie  genden Zeichnung hervor. Es bedeuten hierbei:       QT        Turbinenwasserstrom    bei einer     Vollast-Ab-          schaltung          QL        Turbinenwasserstrom    im Leerlauf bei opti  maler Zuordnung von Leitschaufel- und Laufschau  felstellung       Qw        Wehr-Wasserstrom          t1        Turbinenregelzeit          t2    Beginn des Wasserabflusses am Wehr       t3    Erreichung der Beharrungszustände 

  an der  Turbine     (Leerlauföffnung)    und am Wehr.  



       Erfolgt    zur Zeit t=0 eine Abschaltung, so soll  nach Ablauf der Regelzeit     t1    der ursprüngliche     Tur-          binenwasserstrom    bis zur Zeit     t2    beibehalten werden.  Je nach Betrieb der Kraftanlage (z. B. bei     Schwell-          betrieb),    oder nach Ausführung der Wehre, kann die  Zeit     t2    mehrere Minuten betragen.     Darnach        beginnt     das Wehr zu öffnen und die Turbinenwassermenge  soll in gleichem Mass     vermindert    werden.

   Zum Zeit  punkt     t3        fliesst    durch die Turbine nur noch die statio-           näre        Leerlaufwassermenge,    während der Hauptstrom  durch das Wehr geht. Auch die Zeit zwischen     t,    und       t,    kann u. U. mehrere Minuten betragen. Bei Teil  lastabschaltung (gestrichelt) sind die Verhältnisse       ähnlich.    Es muss dabei     lediglich    das Wehr weniger  weit abgesenkt werden.  



  Aus     Fig.    2     können    für eine     Kaplanturbine    die  Wasserströme     QT    und     Qa,    als     Bruchteile    der Vollast  wassermenge und die     Drehzahl    bzw. die Frequenz in  Hz in Funktion der     Leitschaufelöffnung        a,    und der       Laufschaufelöffnung        99    nach einer Abschaltung (Lei  stung Null) ermittelt werden.

   Die stark ausgezogene  Linie stellt den optimalen Zusammenhang zwischen  Leitschaufel- und     Laufschaufelstellung    vor der Ab  schaltung dar; die     gestrichelten    Linien ergeben die  Drehzahlen und die     strichpunktierten    Linien die  Wasserströme nach einer Abschaltung. Wird bei  spielsweise von einem normalen Betriebspunkt A die  Turbine     plötzlich    abgeschaltet und soll nachher der  selbe Wasserstrom durch die Turbine gehen, so kann  eine Stellung von     Leitschaufeln    und Laufschaufeln  eingestellt werden, die dem Punkt B entspricht.

   Die       Laufschaufeln    wären dabei in ihrer Stellung unver  ändert geblieben, die Leitschaufeln hätten um den  Betrag A -B geschlossen und die Drehzahl wäre um  einen gewissen Prozentsatz über normal. Der Zustand  B kann über kürzere oder längere Zeit aufrechter  halten werden. Beim Schliessen der Turbine müssen       Leit-    und Laufschaufeln in einem solchen Verhältnis       zueinander    stehen, dass     sowohl    der Wasserstrom als  auch die Drehzahlkontinuierlich     zurückgehen.     



  Eine für die     Durchführung    eines solchen Ver  fahrens bestimmte Einrichtung ist bekannt. Die     Leit-          schaufeln    können bei dieser bekannten Einrichtung  bei einer Abschaltung der Turbine nur soweit     schlies-          sen,    als es eine von der Betätigungseinrichtung für  die     Laufschaufeln    mitgenommene Stoppkurve erlaubt.  Das weitere Schliessen der Turbine vom Punkt B  der     Fig.    2 aus erfolgt dann gemäss dieser Stoppkurve.  Diese Einrichtung erfordert jedoch einen engen Zu  sammenbau der     Steuerungen    der     Leit-    und Lauf  schaufeln.

   Ein solcher enger Zusammenbau ist in  dessen nicht immer möglich, insbesondere     wenn    eine       Laufradsteuerung    mit Steuerpumpen in     die    Maschine       eingebaut        ist.     



  Die     Erfindung    vermeidet diesen Nachteil. Sie       betrifft    ein Verfahren zur Vermeidung von     Sunk    und  Schwall bei Flusskraftwerken beim Abschalten einer  Wasserturbine     mit    verstellbaren     Leit-    und Laufschau  feln im Falle plötzlicher Entlastung, bei welchem in  einer ersten, kurzen     Schliesszeit    nur die     Leitschau-          feln    um einen     bestimmten    Teil ihres     Verstellweges     geschlossen werden, wobei sich eine     überdrehzahl          einstellt,

      bei der etwa die gleiche Wassermenge durch  die Turbine     fliesst    wie vor der Abschaltung. Gemäss  der Erfindung wird unabhängig von der Laufschaufel  stellung der     gewünschte        Schliessweg    der     Leitschau-          feln    in der erwähnten ersten     Schliesszeit    in Funktion  der vor der Abschaltung vorhandenen     Reglerstellung     vorgegeben, und dieser     Schliesszustand    wird nach der    Abschaltung einige Zeit aufrechterhalten.     Hernach     wird in einer weitern Schliesszeit die durch die Tur  bine     fliessende    Wassermenge vermindert.  



  In den     Fig.    3 und 5 der beiliegenden     Zeichnung     sind     verschiedene        Ausführungsformen    einer Einrich  tung zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens vereinfacht dargestellt.     Fig.    4 zeigt eine  Variante für einen Teil der Einrichtung nach     Fig.    3.  



  Gemäss     Fig.    3 besitzt eine nicht dargestellte  Wasserturbine mit verstellbaren     Leit-    und Laufschau  feln ein Steuerwerk 1 mit Drehzahlregler 2 und       Drehzahlverstellvorrichtung    3. Die Leitschaufeln  werden durch einen Stellmotor 4 betätigt, dessen       Druckmittelzufluss    von einem Steuerschieber 5 be  herrscht wird. Der Drehzahlregler 2 wirkt über einen  Verstärker 6 des Steuerwerkes auf eine Stange 7, die  über einen Balken 8 mit der Kolbenstange des Stell  motors 4     gelenkig    verbunden ist und an der auch der  Steuerschieber 5 aasgelenkt ist.  



  Zur     Betätigung    der Laufschaufeln dient ein Stell  motor 9, dessen     Druckmittelzufuhr    von einem Steuer  schieber 10 beherrscht wird. Der Steuerschieber 10  wird vom     Leitschaufelstellmotor    4 aus in bekannter  Weise über Gestänge 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 be  tätigt, und durch eine zwischen den Teilen 12 und 13  eingeschaltete Kurvenscheibe 18 wird im     stationären     Zustand eine bestimmte Zuordnung zwischen     Leit-          und        Laufschaufelstellung    erreicht.

   Eine zwischen den       Gestängeteilen    14 und 15 eingebaute Feder 19 und  eine in einem     Abflussteil    des Steuerschiebers 9 ein  gebaute Blende 20 erlauben ferner,     die    Bewegung  des     Stellmotors    9 gegenüber jener des Stellmotors 4  zu verzögern oder sie auch ganz zu     verhindern.     



  Zur Durchführung des     erfindungsgemässen    Ver  fahrens ist nun eine um eine Achse 21 drehbare  Scheibe 22 vorgesehen. Diese Scheibe 22 ist mit dem  einen Ende eines Lenkers 23 verbunden, der an  seinem andern Ende mit einer Nase 24 durch eine  Feder 25 an einen Hebel 26 angedrückt wird, der  durch die vom Steuerwerk 1 bewegte Stange 7 be  tätigt wird. Der Lenker 23 ist     ferner    mit einem Kata  rakt 27 verbunden.  



  Die Scheibe 22 trägt an ihrer Oberseite ein Zahn  segment 28. Ein Riegel 29 wird normalerweise von  einer Feder 30 in einer gewissen     Entfernung    vom       Zahnsegment    28 gehalten. Ein Elektromagnet 31  erlaubt aber, die Feder 30 zu spannen und den     Riegel     29 in das Zahnsegment 28 eingreifen zu lassen, so  dass eine Drehung der Scheibe 22 verhindert wird.  Am     untern    Teil verläuft der Aussenrand der Scheibe  22 gemäss einer Kurve 32 in einem gewissen varia  blen Abstand b vom Hebel 26.  



  Im weiteren ist der Teil 15 des den     Stellmotor     9     steuernden    Gestänges     mit    einer um eine Achse 33  drehbaren, ein Zahnsegment 34 tragenden Scheibe 35  verbunden. Ein Riegel 36, der normalerweise durch  eine Feder 37 in einem gewissen Abstand vom Zahn  segment 34 gehalten wird, kann     wiederum    durch  einen Elektromagneten 38 bei Bedarf mit dem Zahn  segment 34 in Eingriff gebracht werden.

        Die Einrichtung wirkt folgendermassen:  Beim normalen Regelungsvorgang werden die       Leitschaufeln    durch den     Stellmotor    4 entsprechend  der Bewegung der durch das Steuerwerk 1 betätigten  Stange 7 verstellt, und die     Laufschaufeln    folgen in  der durch die Kurvenscheibe 18 bestimmten Zuord  nung nach. Der Lenker 23 folgt stets der Bewegung  des Hebels 26 und damit auch der Stange 7, so dass  jeder Stellung der Stange 7 bzw. des     Steuerwerkes    1  eine bestimmte Winkellage der Scheibe 22 zugeordnet  ist.  



  Bei einer Abschaltung werden nun die Elektro  magnete 31 und 38 betätigt, so dass die Riegel 29  und 36 mit den Zahnsegmenten 28 bzw. 34 in Ein  griff kommen. Einerseits wird dabei die Scheibe 35  festgehalten und so die Steuerung für die Laufschau  feln blockiert, so dass diese in ihrer ursprünglichen  Lage festgehalten werden. Anderseits wird durch den  Eingriff des Riegels 29 in das Zahnsegment 28 die  Scheibe 22 in ihrer     ursprünglichen    Stellung festge  halten.  



  Infolge der Abschaltung veranlasst aber nun das  Steuerwerk eine     Schliessbewegung    des Stellmotors 4  für die Leitschaufeln, d. h. eine Bewegung der Stange  7 nach oben (Pfeilrichtung). Da die Scheibe 22 fest  gehalten ist, folgt hierbei der Lenker 23 dem nach  oben schwenkenden Hebel 26 nicht nach. Die  Schliessbewegung geht so lange, bis der Hebel 26  unter Überwindung des Abstandes b zum     Anliegen     an die Kurve 32 der Scheibe 22 kommt. In einer  ersten, kurzen     Schliesszeit    werden somit die     Leit-          schaufeln    um einen bestimmten Teil ihres Verstell  weges geschlossen.

   Der Abstand b ist so bemessen,  dass sich bei diesem     Schliessvorgang    eine     überdreh-          zahl    einstellt, bei der etwa die gleiche     Wassermenge     durch die Turbine     fliesst    wie vor der Abschaltung.  Der     Schliessweg    entspricht also beispielsweise der  Strecke A -B der     Fig.    2.  



  Die Stellung der Scheibe 22 hängt von der Stel  lung des Reglers und damit auch von der Leistung  ab, die die Turbine vor der Abschaltung hatte. Die  Kurve 32 ist so geformt, dass sie unabhängig von der       Laufschaufelstellung    den     Schliessweg    der     Leitschau-          feln    in der ersten     Schliesszeit    auf einen in Funktion  der vor der Abschaltung vorhandenen     Reglerstellung     vorgegebenen Betrag beschränkt. Aus der     Fig.    2  können die entsprechenden Schliesswege im ganzen  Betriebsbereich für jede Ausgangslage festgelegt wer  den.  



  Dieser Schliesszustand wird nach der Abschaltung  einige Zeit aufrechterhalten.     Hernach,    d. h. nach der  Zeit     t2    der     Fig.    1, wird in einer weiteren Schliesszeit,  bis zur Zeit     t3    der     Fig.    1, die durch die Turbine  fliessende Wassermenge vermindert.  



  Dies geschieht bei der Einrichtung nach     Fig.    3  beispielsweise dadurch, dass die Verriegelungen durch  die Riegel 29 und 36 gelöst werden. Dann dreht sich  die Scheibe 22 mit einer durch den Katarakt 27 ver  langsamten Bewegung, und entsprechend wird auch  die Weiterbewegung der Stange 7 und damit des         Stellmotors    4 für die Betätigung der     Leitschaufeln    in       Schliessrichtung    freigegeben.

   Auch die     Laufschaufeln     schliessen     dann,    durch die Wirkung der Blende 20  verlangsamt, im Sinne einer Herstellung der durch die  Kurvenscheibe 18 gegebenen Zuordnung zwischen  der Lage der     Laufschaufeln    und der     Leitschaufeln.     



  Eine Variante für die Ausbildung der Steuerein  richtung für die     Laufschaufeln    zeigt die     Fig.    4. An  Stelle der Scheibe 35 und des     Riegels    36 ist hier ein  durch ein Magnetventil 39     betätigbarer        Stellmotor    40  vorgesehen, welcher bei einer Abschaltung den Hebel  15 nach unten drückt und     damit    ein vollständiges  Öffnen der Laufschaufeln veranlasst. Gleichzeitig ist  die Kurve 32 der Scheibe 22 so ausgebildet, dass das  Leitrad etwas weiter schliesst als bei der Ausführung  nach     Fig.    4, so dass nach der Abschaltung beispiels  weise der Punkt C der     Fig.    2 erreicht wird.

   Es wird  dabei dieselbe Wassermenge durch     die    Turbine strö  men wie im Punkt B, jedoch bei wesentlich vermin  derter Drehzahl. Diese     Massnahme.hat    für Abschal  tungen aus dem     Teillastgebiet    Bedeutung.  



  Beim Zurücknehmen der     Massnahmen    zur       Schwallbekämpfung    durch Freigabe des     Zahnsegmen-          tes    28 der     Fig.    3 und Entlasten des     Stellmotors    40  der     Fig.    4 schliessen wieder die     Leitschaufeln    ent  sprechend der Stehzeit des Kataraktes 27.

   Die  Schliesszeit der Laufschaufeln hat dabei im Gegen  satz zur Einrichtung nach     Fig.    4 immer ihren Maxi  malwert, doch ist dies nicht von grosser Bedeutung  für die     Verminderung    des Wasserstromes, weil die       strichpunktierten        Linien    der     Fig.    2 fast senkrecht  verlaufen, der Wasserstrom also von der Stellung der       Laufschaufeln    praktisch unabhängig ist.  



  Die Kurve 32 in     Fig.    3     gilt    nur für ein     bestimmtes     Gefälle. Sobald sich durch veränderte     Wasserführung     im Fluss das Gefälle ändert, muss auch diese Kurve  dem     augenblicklichen    Gefälle angepasst werden.     Will     man     also    für jeden Fall korrekte Verhältnisse, so  wird aus dieser Kurve eine sogenannte     Kurvenwalze,     die in Funktion des Gefälles verschoben werden  muss, ähnlich wie dies beim optimalen Zusammen  hang     zwischen    Leitschaufel- und     Laufschaufelstellung     auch notwendig ist. Dadurch treten Komplikationen  auf.  



  Man stellt nun aber fest, dass alle Punkte B der       Fig.    2 auf einer Linie konstanter Drehzahl liegen,  gleichgültig, ob man aus Vollast oder Teillast ab  schaltet. Es können daher zum Erreichen des gleichen  Zieles wie bei der Einrichtung nach     Fig.    3 auch  Einrichtungen verwendet werden, die nicht eine be  stimmte     Leitradstellung    direkt ansteuern, sondern die  zur Einregulierung der     L7berdrehzahl    entsprechend  Punkt B führen.

   Dazu ist     lediglich    ein Impuls auf die       Drehzahlverstellvorrichtung        des        Reglersteuerwerkes     notwendig, der     möglichst    rasch im Moment der  Abschaltung dem Regler die im Punkt B gewünschte  Drehzahl     vorschreibt.    Hält man gleichzeitig die Lauf  schaufeln entsprechend     Fig.    3 fest, so stellt der Regler  auch die gewünschte     Leitschaufelstellung    zur Auf  rechterhaltung der vorgeschriebenen     überdrehzahl         her.

   In diesem Fall sind keine Stoppkurven mehr       erforderlich,    sondern lediglich die Einrichtungen zum  Festhalten der Laufschaufeln und zur raschen Er  höhung des     Drehzahlsollwertes.     



  Eine Einrichtung dieser     Art    ist in     Fig.    5 darge  stellt. Entsprechende Teile     sind    hierbei     mit        gleichen          Bezugsziffern    versehen wie in     Fig.    3. Statt der die  Scheibe 22 der     Fig.    3     aufweisenden    Vorrichtung ist  nun im Steuerwerk 1 ein Stössel 41 angebracht, der  auf die     Drehzahlverstellvorrichtung    einwirkt und mit       Hilfe    eines Elektromagneten 42 betätigt werden kann.  Der Hub des Stössels 41 wird durch eine Justier  schraube 43 begrenzt.  



  Ändert sich das Gefälle, so wird auch die über  drehzahl nach der Abschaltung geringfügig anders  werden. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass  sich für jedes Gefälle eine konstante     überdrehzahl     für jeden Betriebspunkt vor der Abschaltung ergibt.  Die Abhängigkeit des notwendigen     Drehzahlsoll-          wertes    vom     Gefälle    kann leicht an der     Justierschraube     43 eingestellt werden. Die Ausbildung von Kurven  oder Kurvenwalzen entfällt.  



  Beim     Zurücknehmen    der Massnahmen zur       Schwallbekämpfung    (Zeit     t2        Fig.    1) kann auf zweierlei       Arten        verfahren    werden:  Soll die Turbine in etwa 1 bis 2 Minuten ge  schlossen werden, so ist es notwendig, zuerst das  Zahnsegment 34 freizugeben. Dann schliessen die  Laufschaufeln entsprechend der Blende 20 in der  Zeit von 1 bis 2 Minuten, während die     überdrehzahl     konstant beibehalten wird.

   Nach     einiger    Zeit soll  jedoch der Drehzahlimpuls     am    Magnet 42     zurück-          genommen    werden, wodurch die Turbine dem Leer  laufpunkt zusteuert.  



  Soll jedoch die     Turbinenschliesszeit    länger, z. B.  etwa 5     Minuten        dauern,    so ist es kaum     möglich,     durch die Blende 20 das Schliessen der Laufschaufeln  so zu verlangsamen. In diesem Fall ist es     zweck-          mässig,    vom     Zeitpunkt        t2    ab über die normale Dreh  zahlverstellung des Steuerwerkes 1 langsam konti  nuierlich oder schrittweise die Drehzahl zu erniedri  gen. Die     Laufschaufeln    sollen dabei festgehalten  bleiben.

   Es ist ohne weiteres möglich, bei Erreichen  der normalen Drehzahl die Maschine wieder zu  synchronisieren und     zu    belasten, oder sie auch ganz  abzustellen. Nach dem Belasten bzw. Abstellen kön  nen die Laufschaufeln     entblockiert    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Vermeidung von Sunk und Schwall bei Flusskraftwerken beim Abschalten einer Wasser turbine mit verstellbaren Leit- und Laufschaufeln im Falle plötzlicher Entlastung, bei welchem in einer ersten, kurzen Schliesszeit nur die Leitschaufeln um einen bestimmten Teil ihres Verstellweges geschlos sen werden, wobei sich eine überdrehzahl einstellt, bei der etwa die gleiche Wassermenge durch die Turbine fliesst wie vor der Abschaltung, dadurch gekennzeichnet,
    dass unabhängig von der Laufschau felstellung der gewünschte Schliessweg der Leit- schaufeln in der erwähnten ersten Schliesszeit in Funktion der vor der Abschaltung vorhandenen Re glerstellung vorgegeben wird, und dass dieser Schliess- zustand nach der Abschaltung einige Zeit aufrecht erhalten wird und hernach in einer weitem Schliesszeit die durch die Turbine fliessende Wasser menge vermindert wird.
    PATENTANSPRUCH 1I Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Vorrichtung (33, 22 bzw. 41), welche im Augenblick der Entlastung ein Schliessen der Lauf schaufeln verhindert und zu einer selbsttätigen Ein stellung der Leitschaufeln führt, bei welcher etwa die gleiche Wassermenge wie vor der Abschaltung durch die Turbine fliesst, und darauf in der weitem Schliess- zeit die Regelorgane im Sinne einer allmählichen Verminderung der durch die Turbine fliessenden Wassermenge wirken lässt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung der durch die Turbine fliessenden Wassermenge unter Festhal ten der Laufschaufeln in ihrer Ausgangsstellung erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung der durch die Turbine fliessenden Wassermenge unter Festhalten der nach dem ersten Schliessvorgang erreichten Dreh zahl erfolgt. 3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch eine Kurvenscheibe (32), welche den Schliessweg der Leitschaufeln in der ersten Schliess- zeit unabhängig von der Laufschaufelstellung auf einen in Funktion der vor der Abschaltung vorhan denen Reglerstellung vorgegebenen Betrag beschränkt (Fig. 3). 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch Mittel (41, 42), welche bei einem Abschaltvorgang den Drehzahlsollwert des Reglers um einen solchen Betrag erhöhen, dass die Leit- schaufeln auf einen Betriebspunkt mit etwa gleicher durch die Turbine fliessender Wassermenge wie vor der Abschaltung eingestellt werden. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, welche in der nachfolgenden weitern Schliesszeit unter Fest halten der Laufschaufeln in ihrer Ausgangsstellung den am Regler eingestellten Sollwert der Drehzahl allmählich gegen den Normalwert erniedrigen, so dass die Leitschaufeln gegen ihre Schliesslage bewegt werden. 6. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, welche in der nachfolgenden weitern Schliesszeit die Lauf schaufeln und die Leitschaufeln unter Festhalten der nach dem ersten Schliessvorgang erreichten Drehzahl langsam schliessen.
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