Verfahren zur Herstellung von aromatischen a -Acylamino-Verbindungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen a-Acylamino-Verbindungen der Formel
EMI1.1
worin Ar einen aromatischen Rest oder einen heterozyklischen Rest aromatischen Charakters, R und R' Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest be deuten.
Eine aromatische a-Acylaminoalkylierungs-Reaktion von Stefanovic et al. (Rec. Trav. Chim. 76, (1957) 249-260) ist bereits bekannt, wonach eine auf 180-1900C erhitzte Benzyliden-bis-amid-Verbindung mit einem Phenol, ss-Naphthol oder einem Acyl-Derivat davon umgesetzt wird, um eine a-Acylaminobenzyl-Gruppe in den aromatischen Kern einzuführen.
Das nach diesem bekannten Verfahren verwendete Ausgangsmaterial betraf nur Phenol, Toluol, Xylol oder p-Naphthol. Nach dieser Literaturstelle kann angeblich nicht nur ein Benzyliden-bis-amid, sondern auch eine beliebige Alkyliden-bis-amid-Verbindung mit Phenol kondensiert werden. Die Einzelheiten von solchen Umsetzungen werden allerdings nicht angegeben. Nach den von den Erfindern ausgeführten Versuchen ist die bekannte Reaktion in ihrer Anwendung allerdings beschränkt. Es konnte z. B. bestätigt werden, dass selbst bei verschiedenen Umsetzungen mit Benzyliden-bis-amid manchmal keine Umsetzung stattfindet.
Im weiteren verläuft die bekannte Reaktion so schwierig, dass die Ausbeuten nicht mehr befriedigend sind. Das Reaktionsprodukt ist so nnrein und viskos oder harzartig, dass seine Reinigung nicht leicht ist und mehrere Umkristallisationen ausgeführt werden müssen.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese verschiedenen Nachteile im bekannten Verfahren zu eliminieren und ein Verfahren zu schaffen, das auf einen weiten Bereich an Ausgangsmaterial angewendet werden kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2
in Gegenwart eines Phosphoroxyhalogenides mit einer Verbindung der Formel ArH umsetzt. Die so erhaltenen Acylamino-Verbindungen können ausserdem zu den entsprechenden Amino-Verbindungen hydrolysiert werden.
Der erfindungsgemässe Reaktionsablauf kann durch folgendes Formelschema veranschaulicht werden:
EMI1.3
worin X ein Halogen darstellt.
Als Nebenprodukte der erfindungsgemässen Reaktion treten meistens ein Halogenwasserstoff und ein Nitril auf.
Es wird angenommen, dass sich folgender Reak tionsmechanismus abspielt:
EMI2.1
Nach der vorliegenden Erfindung können aromatische Verbindungen, heterozyklische Verbindungen aromatischen Charakters und Bis-amid-Verbindungen in beträchtlicher Auswahl verwendet werden.
Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht ferner darin, dass jede aromatische Verbindung bzw. heterozyklische Verbindung aromatischen Charakters verwendet werden kann, unabhängig von ihrer Kernstruktur und der Art des Substituenten.
Das heisst, dass als Verbindung ArEI erfindungsgemäss jede Verbindung verwendet werden kann, die im Kern beispielsweise ein Hydroxyl-Radikal, dessen äther- oder esterähnliche Derivate, ein Nitro-, ein Acylamino-, ein Alkyl- oder Carboxyl-Radikal oder dessen Amide oder Ester, ein Phenyl- oder Carbonyl Radikal, ein Halogen- oder ein Sulfonsäure-Radikal oder einen Substituenten irgendeines anderen Substitutionsproduktes aufweist, unabhängig davon, ob es eine karbozyklischemonozyklische oder kondensierte zyklische Verbindung sei, solange sie aktiven Wasserstoff aufweist.
Als Bis-amid-Verbindung kann jede geeignete Verbindung gemäss der oben angegebenen allgemeinen Formel verwendet werden, worin R und R', beispielsweise Wasserstoff, Methyl, Aethyl, Propyl, Phenyl, Benzyl oder Phenethyl bedeuten.
Die Kemstellung, bei welcher die a-Acylaminogruppe eingeführt wird, kann verschieden sein und ist nicht spezifisch in bezug auf die Stellung und die Art des Rohmaterialsubstituenten oder die Anzahl dieser Substituenten. Im allgemeinen jedoch tritt im Falle eines Phenylkernes diese Gruppe in Ortho- oder Parastellung zum Substituenten ein. Da der Eintritt einzeln oder gleichzeitig an verschiedenen Stellen erfolgen kann, kann das Reaktionsprodukt eine Mischung von zwei oder mehreren Verbindungen sein.
Die Reaktionsgeschwindigkeit ist verhältnismässig so rasch, dass die Reaktionstemperatur nicht hoch zu sein braucht, um das Reaktionsprodukt in reiner Form und mit hoher Ausbeute zu erhalten.
Im allgemeinen verläuft die Reaktion bei einer Wasserbadtemperatur von 90-96 C befriedigend.
Zur Durchführung der Reaktion können auch inerte Lösungsmittel, wie z. B. Chloroform, Benzol oder Tetrachlorkohlenstoff, verwendet werden. Falls die Reaktion so rasch verläuft, dass sich die Kontrolle der Temperatur schwierig gestaltet, kann die Gegenwart eines Lösungsmittels dazu dienen, einen gleichförmigen Reaktionsablauf zu bewirken, womit das Reaktionsprodukt in reinem Zustand erhalten werden kann.
Im Vergleich mit dem bekannten Verfahren von Stefanovic zeigt das erfindungsgemässe Verfahren folgende Unterschiede:
Wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht, nach welcher N, N'-Benzyliden-bis-acetamid mit verschiedenen aromatischen Verbindungen nach dem Stefanovic-Verfahren umgesetzt worden ist, reagiert diese Verbindung je nach dem Reaktionspartner mehr oder weniger gut, und selbst wenn die Reaktion stattfindet, fällt die Ausbeute niedriger aus als nach dem erfindungsgemässen Verfahren, und das Produkt ist überdies nicht rein.
Aromatische Verbindung Rohproduktausbeuten Stefanovic-Erfindungs-
Verfahren gemässes
Verfahren 2,4-Xylenol 74,4 O/o' 98 O/o 2-Naphthol 92,9 O/o' 98 O/o N-(2-Methylphenyl) acetamid 0 2 98 O/o 4-Nitrophenol 0 2 91 O/o 1 Literaturangabe 2 Durch die Erfinder bestimmte experimentelle Werte
Nach dem Stefanovic-Verfahren kann nur N, N' Benzyliden-bis-amid umgesetzt werden, wogegen jede andere bis-amid-Verbindung, z. B. ein substituiertes Alkyliden-bis-amid, nicht reagiert. Die Erfinder haben experimentell festgestellt, dass selbst bei der Einwirkung von Methylen-bis-amid auf 2.4-Xylenol oder 2-Naphthol keine Acylaminoalkylierungs-Reaktion stattfindet.
Das bekannte Verfahren ist deshalb in seiner Anwendungsmöglichkeit auf ganz bestimmte Ausgangsmaterialen beschränkt. Im weiteren ist die damit erhaltene Ausbeute ungünstig und die Reinheit der Verfahrensprodukte ist niedrig.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann die Reaktion dank dem Gebrauch eines Phosphoroxyhalogenides ganz allgemein durchgeführt werden, wobei günstige Resultate erzielt werden.
Pro Mol der Ausgangsmaterialien wird im allgemeinen vorzugsweise ungefähr ein halbes Mol des Phosphoroxyhalogenides eingesetzt.
Das erhaltene Reaktionsprodukt kann mit einer Säure oder einem Alkali in üblicher Art der Hydrolyse unterworfen werden, wobei das Amino-Substitutionsprodukt erhalten wird, wie es sich aus der Abspaltung des Acyl-Radikals aus der Acylaminoalkyl Gruppe ergibt. In einem solchen Falle kann der andere Substituent im Kern gleichzeitig hydrolisiert werden. Unter gewissen Bedingungen wird allerdings nur der letztgenannte Substituent hydrolisiert.
Aus dem nachstehend beschriebenen Versuch geht hervor, dass die erhaltenen Resultate aus dem erfindungsgemässen Verfahren nicht bloss auf die Gegenwart des Kondensationsmittels zurückzuführen sind. Das heisst, die Erfinder studierten auch den Einfluss anderer Kondensationsmittel als Phosphoroxyhalogenide, um die Wirkung der Gegenwart des Kondensationsmittels zu bestätigen. So wurden z. B.
Versuche mit anorganischen Chloriden wie Thionylchlorid, Sulfurylchlorid, Phosphortrichlorid, Phos phorpentachlorid und ähnlichen durchgeführt. Die Ergebnisse aus diesen Versuchen sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt: Kondensationsmittel Mol- Rohprodukt-
Verhältnis Ausbeuten Phosphoroxychlorid 1:1:0,5 92 O/o Phosphortrichlorid 1:1:0,4 68 O/o Phosphorpentachlorid 1:1:0,5 keine Kristalle Thionylchlorid 1:1:1 37 O/o Sulfurylchlorid 1:1:0,5 316/o
Die Mol-Verhältnisse in der Tabelle sind wie folgt: 2.4-Xylenol: Methylen-bis-acetamid: Kondensationsmittel.
Die oben erwähnten Ergebnisse sind jeweils durch dreistündiges Erhitzen von 5 Gramm 2.4-Xylenol in 25 ccm Benzol zustande gekommen.
Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, dass mit den üblichen Kondensationsmitteln keine günstigen Resultate erhalten werden und dass der erfinderische Effekt nicht auf die Einwirkung des blossen Kondensationsmittels zurückzuführen ist, sondern viel mehr auf die spezielle Einwirkung des Phosphoroxyhalogenides gemäss dem oben erwähnten Reaktionsmechanismus.
Beispiel 1
Eine Mischung von 188g (0,2 Mol) Phenol, 31,2g (0,24 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid, 80 ccm Chloroform und 15,4 g (0,1 Mol) Phosphoroxychlorid wird auf dem Wasserbad am Rückfluss erhitzt. Mit dem Reaktionsablauf beginnt auch eine allmähliche Chlorwasserstoffentwicklung. Nach vier Stunden wird die Reaktionslösung in Wasser geworfen und Na triumbikarbonat zugeführt, um die Säure zu neutralisieren. Die Chloroformschicht wird zusammen mit der Ölschicht abgetrennt und einer Destillation unterworfen. Der chloroformfreie Destillationsrückstand wird dann unter reduziertem Druck destilliert. Aus dem Vorlauf können 3,9 g Phenol zurückgewonnen werden.
Die weitere Destillation unter noch stärker reduziertem Druck ergibt 84 g (Ausbeute 25 O/o) einer festen Fraktion mit einem Siedepunkt von 200 205" C (0,02 mm) in der ersten Fraktion.
Die genannte Fraktion kann aus Äther in Form von Nadeln mit einem Schmelzpunkt von 139-1400 C umkristallisiert werden. Eine Schmelzpunktdepression bei der Bestimmung des Mischschmelzpunktes der genannten Nadeln mit reinem N-(2-Hydroxybenzyl)acetamid kann nicht festgestellt werden. Bei der Weiterdestillation werden danach 6,0 g (Ausbeute 21 O/o) einer festen Fraktion mit einem Siedepunkt von 221 225" C (0,02 mm) erhalten. Diese zweite Fraktion wird aus Chloroform umkristallisiert, wobei Nadeln mit einem Schmelzpunkt von 131 bis 132" C erhalten werden. Diese Nadeln zeigen bei der Mischschmelzpunktbestimmung mit reinem N-(4-Hydroxybenzyl) acetamid keine Schmelzpunktdepression.
10 g des so erhaltenen N-(2-Hydroxybenzyl)-acetamids werden während zweier Stunden in 30ccm Natriumhydroxydlösung auf einem Wasserbad erhitzt.
Die Reaktionslösung wird dann unter reduziertem Druck konzentriert. Die Umkristallisation des Rückstandes aus Äther ergibt 7,3 g 2-Hydroxybenzylamin (Ausbeute 25 6/o, Schmelzpunkt 1250 C).
Beispiel 2
12,2 g (0,1 Mol) 2.4-Xylenol, 15,6 g (0,12 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 7,7 g (0,05 Mol) Phosphoroxychlorid werden auf einem kochenden Wasserbad während einer Stunde erhitzt. Aus dem Reaktionsgemisch kann ein homogenviskoses Reak tionsprodukt erhalten werden. Nach Zusatz von kaltem Wasser wird dem Reaktionsprodukt Natriumbikarbonat zur Säureneutralisierung zugegeben. Die ausgefallenen Kristalle werden durch Filtration abgeschieden (Ausbeute 18,1 g, entsprechend 940/0) und aus Alkohol umkristallisiert, wonach das N (2-Hydroxy-3 .5-dimethylbenzyl)-acetamid mit einem Schmelzpunkt von 146-1470 C erhalten wird.
Wenn die obige Reaktion mit einem Zusatz von 50 ccm Benzol während eineinhalb Stunden durchgeführt wird, aber sonst in gleicher Weise vor sich geht, dann bildet der Acetylamidomethyl-Körper ein Phosphat in der unteren Schicht, welches bei der Neutralisation in das Benzol übergeht. Der Rückstand kristallisiert bald. Ausbeute 178 g (92 /o). Die Umkristallisierung aus Alkohol ergibt dasselbe Produkt mit einem Schmelzpunkt von 146-1470 C.
Beispiel 3
7 g (0,05 Mol) 4-Nitrophenol, 7,8 g (0,06 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 38 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden auf einem siedenden Wasserbad erhitzt, wobei sich Chlorwasserstoff bildet.
Nach einstündiger Reaktion wird Wasser zugefügt und die niedergeschlagenen Kristalle werden durch Filtration abgeschieden. Die Ausbeute beträgt 9 g (85 O/o).
Die Umkristallisation aus Alkohol ergibt N-(2-Hy droxy-5-nitrobenzyl)-acetamid als stäbchenförmige
Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 192-1930 C.
9 g des so erhaltenen N-(2-Hydroxy-5-nitroben zyl)-acetamids werden während zweier Stunden auf dem Wasserbad in 20 ccm 10 0/obiger Salzsäure erhitzt.
Die Reaktionslösung wird unter vermindertem Druck konzentriert. Der Rückstand wird mit einer 10 0/obigen Natriumkarbonatlösung neutralisiert. Die Umkristalli- sation der erhaltenen Kristalle aus Wasser ergibt
6,7 g 2-Hydroxy-5-nitrobenzylamin. Ausbeute 96 O/o, Schmelzpunkt 2530 C.
Beispiel 4
7,2 g (0,05 Mol) 2-Naphthol, 7,8 g (0,06 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 3,8 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden in 60 ccm Chloroform auf einem Wasserbad während eineinhalb Stunden unter Chlorwasserstoffgasblldung erhitzt. Nach der Behandlung der Reaktionsmischung mit Natriumbikarbonatlösung wird die Chloroformschicht abgetrennt und getrocknet. Durch Destillation wird das Chloroform entfernt, wonach 10 g (94 0/o) N-(2 Hydroxy-l-naphthylmethyl)-acetamid als kristalliner Rückstand erhalten werden. Durch Umkristallisation des Rückstandes aus Alkohol werden kleine Kristallnadeln mit einem Schmelzpunkt von 165-166 C erhalten.
Wenn die obige Reaktion ohne Zusatz eines Lösungsmittels durchgeführt wird, dann ist der Reaktionsablauf so heftig, dass es schwierig ist, die Temperatur zu kontrollieren, weshalb das Reaktionsprodukt dann harzförmig und unrein anfällt.
10 g des so erhaltenen N-(2-Hydroxy-l-naphthylmethyl)-acetamids werden während zweier Stunden auf dem Wasserbad in 20 ccm 10 0/obiger Salzsäure erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird unter reduziertem Druck konzentriert. Der Rückstand wird mit einer 10 0/eigen Natriumkarbonallösung neutralisiert. Wenn die ausgefallenen Kristalle aus Ligroin umkristallisiert werden, können 7,6 g 2-Hydroxy-l-naphthylmethyl- amin erhalten werden. Ausbeute 95 O/o, Schmelzpunkt 115 C.
Beispiel 5
5 g (0,033 Mol) N-2-Tolylacetamid, 5,2 g (0,04 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 2,45 g (0,016 Mol) Phosphoroxychlorid werden in einem Ölbad auf 130-135 C erhitzt. Die Umsetzung findet unter Chlorwasserstoffgasentwicklung statt. Nach einer Stunde wird dem Reaktionsgemisch Wasser zugesetzt und das ganze mit Natriumbikarbonat behandelt. Die ausgefällte, ölige Substanz wird mit Chloroform extrahiert. Nach der Trocknung des Extraktes wird das Chloroform durch Destillation entfernt. Der viskose, ölige Rückstand wird mit einer geringen Menge Alkohol zur Kristallisation gebracht, wonach 6,3 g (86,3 o/o) N,N'-Diacetyl-L- amino-5 -aminomethyl- toluol erhalten werden. Die Umkristallisation aus Alkohol ergibt nadelförmige Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 179-180 C.
Beispiel 6
5 g (0,033 Mol) N-4-Tolylacetamid, 5,2 g (0,04 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 2,45 g (0,016 Mol) Phosphoroxychlorid werden auf einem Ölbad auf 130-135 C erhitzt, wobei Chlorwasserstoffgasbildung stattfindet. Nach einer Stunde wird die Reaktionsmischung wie im vorstehenden Beispiel behandelt. Der viskose ölige Rückstand wird der Kristallisation überlassen, wobei 5,2 g (71 0/0) N, N'-Diacetyl-3-aminomethyl-4-aminotoluol erhalten werden.
Nach Umkristallisation aus Alkohol werden nadelförmige Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 177
1780 erhalten.
Beispiel 7
21,6 g (0,2 Mol) Anisol, 31,2 g (0,24 Mol) N, N' Methylen-bis-acetamid und 12,3 g (0,08 Mol) Phos phoroxychlorid werden sorgfältig zusammengemischt und während dreier Stunden auf einem kochenden Wasserbad erhitzt, wobei sich Chlorwasserstoffgas bildet. Das klebrige Reaktionsprodukt wird mit wässeriger Natriumkarbonatlösung behandelt. Die abgetrennte ölige Substanz wird mit Chloroform extrahiert. Nachdem das Extrakt getrocknet ist, wird das Chloroform durch Destillation entfernt. Wenn der Rückstand unter reduziertem Druck einer Destillation unterworfen wird, kann ein Gramm Anisol aus dem Vorlauf isoliert werden.
Bei der weiteren Destillation werden drei Fraktionen mit Siedepunkten von 135-1400 C (2 mm), 160-1630 C (2mm) und 195-197 C (0,0025 mm) erhalten.
Die erste Fraktion mit einer Ausbeute von 5,1 g (150/0) wird aus Alkohol umkristallisiert, wobei 4.4'-Dimethoxydiphenylmethan in Form von plättchenförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 52-530 C erhalten wird.
Die zweite Fraktion mit einer Ausbeute von 16,4 g (47,5 O/o) wird aus Alkohol umkristallisiert, wonach 4-Acetaminomethylanisol in Form von plättchenförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 94-95 C erhalten wird.
Bei der Umkristallisation der dritten Fraktion, 13 g (entsprechend 38 O/o) aus Benzol-Alkohol, wird N, N'-Diacetyl-2.4-Diaminomethylanisol in Form von nadelförmigen Kristallen erhalten.
10 g des 4-Acetaminomethylanisols werden während zweier Stunden in 20 ccm 10 %(obiger Salzsäure auf dem Wasserbad erhitzt. Die Reaktionslösung wird unter reduziertem Druck konzentriert. Die Umkristallisation des Rückstandes aus Wasser ergibt 7,1 g 4-Aminomethyl-anisol-hydrochlorid. Ausbeute 94 O/o, Schmelzpunkt 2300 C.
Beispiel 8
3,5 g (0,025 Mol) 8-Hydroxychinolin, 4 g (0,03 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 2 g (0,012 Mol) Phosphoroxychlorid werden während zweier Stunden auf einem kochenden Wasserbad erhitzt. Die Reaktionsmischung wird mit Wasser und Natriumbikarbonat behandelt. Die gebildete ölige Substanz wird mit Chloroform extrahiert und getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Chloroforms verfestigt sich der Rückstand. Ausbeute 4,5 g (84 /o). Bei der Umkristallisation aus Alkohol werden hellgelbe, nadelförmige Kristalle vom N-Acetyl-5-aminomethyl-8hydroxychinolin mit einem Schmelzpunkt von 184 1860 C erhalten.
Beispiel 9
6,9 g (0,05 Mol) Salicylsäure, 7,3 g (0,06 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 3,9 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden während einer Stunde auf einem kochenden Wasserbad erhitzt, wobei sich Chlorwasserstoffgas bildet. Nach dem Zusatz von Wasser zur Reaktionsmischung fällt eine viskose Substanz aus. Nach dem Waschen dieser Substanz mit Wasser verbleiben 5,5 g (53 O/o). Da dieses Produkt schwierig zu kristallisieren ist, werden 3 g davon zwecks Hydrolyse während zweier Stunden mit 20 ccm 10 Obiger Salzsäure gekocht. Wenn die Reaktionslösung unter reduziertem Druck konzentriert wird, werden 275 g (94 o/o) des kristallinen Hydrochlorides erhalten.
Wenn dieses aus verdünnter Salzsäure umkristallisiert wird, erhält man das Hydrochlorid von 2-Hydroxy-5-aminomethylbenzoesäure in Form von nadelförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 217 C (unter Zersetzung).
Beispiel 10 6,1 g (0,05 Mol) 4-Methoxytolnol, 7,8 g (0,06 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 3,9 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden während einer Stunde auf einem kochenden Wasserbad erhitzt. Der Reaktionsmischung wird Wasser und danach Natriumbikarbonat zur Neutralisation zugesetzt. Der Niederschlag wird mit Benzol extrahiert und getrocknet. Nach der Abdestillation des Benzols verbleiben 9,0 g (93,2 O/o) einer festen Substanz. Nachdem diese mit einer kleinen Menge Petroläther zur Kristallisation gebracht worden ist, werden die Kristalle aus Ligroin/ Benzol umkristallisiert, wobei N-(2-Methoxy-5-methylbenzyl)-acetamid in Form von nadelförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 96 C erhalten wird.
Beispiel 11
24,4 g (0,2 Mol) 2.4-Xylenol, 61 g (0,24 Mol) N, N'-Methylen-bis-acetamid und 15,3 g (0,1 Mol) Phosphoroxychlorid werden in gleicher Weise wie im vorangehenden Beispiel behandelt. Der Rückstand, von dem das Benzol abdestilliert worden ist, wird einer Dampfdestillation unterworfen, um die flüchtige Substanz zu entfernen, wonach der Rückstand kristallisiert. Ausbeute 46, 4 g (910/0). Die Umkristallisation aus einer grossen Menge von Petrol äther ergibt das N-(2-Hydroxy-3.5-dimethylbenzyl)- acetamid in stäbchenförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 119-1200 C.
Beispiel 12
6,1 g (0,05 Mol) 2.4-Xylenol, 9,5 g (0,06 Mol) N, N'-Methylen-bis-propionamid und 3,8 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden in derselben Weise wie im vorangehenden Beispiel behandelt, wobei 9,2 g (88,9 /o) eines viskosen Rückstandes behandelt werden. Die Umkristallisation aus Petroleumbenzin ergibt das N-(2-Hydroxy-3.5-dimethylbenzyl)-pro- pionamid in Form von nadelförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 106 C.
Beispiel 13 6,1 g (0,06 Mol) Methylen-bis-formamid werden anstelle der Propionamidverbindung in Beispiel 12 verwendet. Die Mischung wird in derselben Weise behandelt, worauf 3,4 g (38,20/0) eines viskosen Destillationsrückstandes erhalten werden. Die Umkristallisation aus Petroleumbenzin ergibt N-(2-Hy droxy-3 . 5-dimethylbenzyl)-formamid in Form von nadelförmigen Kristallen mit dem Schmelzpunkt 116,5-1170 C.
Beispiel 14
6 g (0,05 Mol) 2.4-Xylenol, 11,5 g (0,06 Mol) N, N'-Benzyliden-bis-acetamid und 3,8 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden während 1,5 Stunden über einem kochenden Wasserbad miteinander umgesetzt und in derselben Weise wie im vorangehenden Beispiel behandelt, wonach 13,2 g (98 O/o) N-(2 Hydroxy-3 .5 -dimethyldiphenylmethyl)- acetamid erhalten werden. Nach Umkristallisation aus Alkohol wird ein Schmelzpunkt von 150-1520 C erhalten.
Wenn die oben angegebene Reaktion in Gegenwart von 30 ccm Chloroform durchgeführt wird, dann werden 112 g (83 O/o) derselben Verbindung erhalten.
Beispiel 15
3,6 g (0,025 Mol) 2-Naphthol, 5,76 g (0,03 Mol) N, N'-Benzyliden-bis-acetamid und 1,84 g (0,012 Mol) Phosphoroxychlorid werden in 20 ccm Benzol 1,5 Stunden auf einem Wasserbad erhitzt, wobei sich Chlorwasserstoffgas bildet. Beim Beginn der Reaktion ist die Reaktionslösung einheitlich, beim Fortgang der Reaktion scheidet sie sich jedoch in zwei Schichten mit einer halbkristallinen unteren Schicht.
Nach Beendigung der Reaktion wird das Benzol in der oberen Schicht durch Dekantation entfernt. Der unteren Schicht wird Wasser zugefügt, dann wird mit Natriumbikarbonat behandelt und die gebildeten unlöslichen Kristalle werden durch Filtration abgetrennt.
Ausbeute 7,2 g (98 /o). Die Umkristallisation aus Alkohol-Essigsäure ergibt nadelförmige Kristalle von N-(2-Hydroxy-naphthylphenylmethyl)-acetamid, mit einem Schmelzpunkt von 240-2410 C.
Beispiel 16
3,5 g (0,025 Mol) 4-Nitrophenol, 5, 76 g (0,03
Mol) N, N'-Benzyliden-bis-acetamid und 1,84 g (0,012 Mol) Phosphoroxychlorid werden während einer Stunde über einem kochenden Wasserbad erhitzt, wobei sich Chlorwasserstoffgas bildet. Der Reaktionsmischung wird Wasser zugefügt. Die ge bildete viskose Masse wird mit Wasser gewaschen und dann der Dampfdestillation unterworfen, um das Benzaldehyd zu entfernen, wonach der Rückstand kristallisiert. Ausbeute 5,8 g (81 /o). Bei der Umkristallisation aus Alkohol wird das N-(2-Hydroxy5-nitrodiphenylmethyl)-acetamid in Form von nadelförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 208-209 C erhalten.
5 g des erhaltenen N-(2-Hydroxy-5-nitrodiphenylmethyl)-acetamids werden in 15 ccm 10 0/obiger Salzsäure und 10 0/obigem Alkohol während zweier Stunden auf dem Wasserbad erhitzt. Die Reaktionslösung wird unter reduziertem Druck konzentriert. Der Rückstand wird mit Natriumkarbonatlösung neutralisiert.
Bei der Umkristallisation der ausgefallenen Kristalle aus Äther werden 4 g 2-Hydroxy-5-nitrodiphenylmethylamin erhalten. Ausbeute 93 O/o, Schmelzpunkt 125 C.
Beispiel 17
5 g (0,033 Mol) N-2-Tolylacetamid, 7,7 g (0,04 Mol) N, N'-Benzyliden-bis-acetamid und 2,45 g (0,016 Mol) Phosphoroxychlorid werden während zweier Stunden in einem Ölbad mit einer Temperatur von 125-1300 C erhitzt, wobei sich Chlorwasserstoffgas bildet. Der Reaktionsmischung wird kaltes Wasser zugefügt und diese dann mit Natriumbikarbonat behandelt. Die ausgefallenen Kristalle werden durch Filtration abgetrennt. Nach Umkristallisation aus Eisessig werden 9, 57 g (98 0/o) N, N'-Diacetyl-3methyl-4-aminodiphenylmethylamin in Form von nadelförmigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 269-270 C erhalten.
Beispiel 18
6,1 g (0,05 Mol) 4-Methoxytoluol, 12,4 g (0,06 Mol) N, N'-Benzyliden-bis-acetamid und 3,9 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden in derselben Weise wie in Beispiel 11 behandelt, wobei 13,2 g (91,45 O/o) eines Rohproduktes von N-(2-Methoxy-5-methyldiphenylmethyl)-acetamid erhalten werden. Die Umkristallisation aus Petroläther und Alkohol ergibt plättchenförmige Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 132-1330C.
Beispiel 19
6 g (0,05 Mol) 2.4-Xylenol, 8,6 g (0,06 Mol) N, N'-Sithyliden-bis-acetamid und 3,8 g (0,025 Mol) Phosphoroxychlorid werden unter Zusatz von 20 ccm Benzol unter dreistündigem Erhitzen auf dem Wasserbad miteinander umgesetzt, wobei Chlorwasserstoffgas entsteht. Die Reaktionsmischung wird mit wässeriger Natriumbikarbonatlösung behandelt. Die Benzolschicht wird abgetrennt und getrocknet. Der nach dem Abdestillieren des Benzols erhaltene Rückstand wird einer weiteren Destillation unter reduziertem Druck unterworfen. Nachdem eine geringe Menge von nicht umgesetztem Xylenol abdestilliert ist, wird eine Fraktion von 7,6 g (74 O/o) mit einem Siedepunkt von 142-152 C (1 mm) erhalten.
Diese Fraktion kristallisiert nach zwei Wochen.
Nach Umkristallisation aus Petroleumäther/Äther wird N-Acetyl-2-hydroxy-3 .5-dimethyl-a-phenyläthyl amin in Form von schuppigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 105-106 C erhalten.