CH394880A - Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen - Google Patents

Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen

Info

Publication number
CH394880A
CH394880A CH997061A CH997061A CH394880A CH 394880 A CH394880 A CH 394880A CH 997061 A CH997061 A CH 997061A CH 997061 A CH997061 A CH 997061A CH 394880 A CH394880 A CH 394880A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
signal
traffic
red
pedestrian
timer
Prior art date
Application number
CH997061A
Other languages
English (en)
Inventor
Henseler Robert
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DES70094A priority Critical patent/DE1152643B/de
Priority claimed from DES70095A external-priority patent/DE1135800B/de
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Priority to NL268645A priority patent/NL268645A/xx
Priority to CH997061A priority patent/CH394880A/de
Priority to CH997161A priority patent/CH415379A/de
Publication of CH394880A publication Critical patent/CH394880A/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/07Controlling traffic signals
    • G08G1/081Plural intersections under common control
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Program-control systems
    • G05B19/02Program-control systems electric
    • G05B19/04Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/08Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using plugboards, cross-bar distributors, matrix switches, or the like

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)

Description


      Zentral    gesteuerte Lichtsignalanlage an     Strassenkreuzungen       Zum Schalten der Rot-, Gelb- und Grünlampen in  den einzelnen Signalgebern einer Strassenverkehrssi  gnalanlage mit mehreren unabhängig voneinander oder  zentral gesteuerten Strassenkreuzungen sind Schalter,  Zeitglieder zur Bemessung der Schaltzeiten, Einstell  mittel für die Zeitglieder,     Programmspeichereinrich-          tungen    für die Einstellmittel der Zeitglieder und der  gleichen erforderlich.

   Dabei können diese Schaltmittel  je nachdem, ob es sich um örtlich, also unabhängig  voneinander, oder zentral gesteuerte Strassenkreuzun  gen handelt, entweder sämtlich an der entsprechenden  Strassenkreuzung oder teilweise an der Strassen  kreuzung und teilweise in der Zentrale und unter  Umständen sogar bis auf die die Rot-, Gelb- und  Grünlampen unmittelbar schaltenden Starkstromschal  ter sämtlich in der Zentrale vorgesehen sein.

   Zur  Einsparung von Schaltmitteln, um also nicht für  jede Rot-, Gelb- und Grünlampe in den     einzelnen,     jeweils einen selbständigen Verkehrsfluss     regelnden     Signalgebern einer besonderen, von den übrigen un  abhängigen, aus einem Schalter seinem Zeitglied und  dessen Einstellmittel samt der diese steuernden Pro  grammspeichereinrichtung bestehenden Steuereinrich  tung zu bedürfen, werden die Rot-, Gelb- und Grün  lampen im allgemeinen durch Verwendung von allen  oder einzelnen der Signallampen gemeinsamen Schalt  mittel betriebsmässig miteinander verknüpft.

   So bildet  beispielsweise eine die einzelnen Schalter der Signal  lampen steuernde     Schaltwalze    für diese, eine ihnen  allen gemeinsame     Programmspeichereinrichtung,    so  dass nur durch Veränderung oder Austausch der  Schaltwalze die betriebliche Zuordnung der einzelnen  Lampen zueinander verändert werden kann. Auch  können die Rot-, Gelb- und Grünlampen einzelner  oder mehrerer Signalgeber gemeinsam von mehreren  miteinander in Schaltzusammenhang stehenden Um-         schaltern    oder durch ein für alle Signalgeber gemein  sames Zeitglied, z. B. in Form eines Taktgebers und  eines Taktverteilers der nacheinander die als Speicher  ausgebildeten Schalter für die einzelnen Signallampen  betätigt, eingestellt werden.

      Da aber bei einer zentral gesteuerten Strassen  verkehrssignalanlage die     Programmspeicher-Einstell-          und    möglichst auch die -Auswahleinrichtungen   der leichteren     Einstell-    und Austauschbarkeit der Pro  gramme wegen - sämtlich in der Zentrale vorzusehen  sind, war auch hier die Verknüpfung der     einzelnen     Signallampen unumgänglich. Denn nur durch diese  Verknüpfung und die sich daraus ergebende Ein  sparung an Schaltmitteln bzw. durch besondere über  tragungsverfahren, die dann aber ihrerseits einen  entsprechenden Aufwand an Schaltmitteln notwendig  machen, konnte die Zahl der Übertragungskanäle von  der Zentrale zu den Schaltern der einzelnen Signal  lampen ausreichend klein gehalten werden.

   Bekannt  sind schon zentral gesteuerte Lichtsignalanlagen für  den Strassenverkehr, bei denen die den gesamten  Regelungsablauf einer Strassenkreuzung steuernden  Schaltmittel, also das Zeitglied in Form eines Takt  gebers mit seinem Taktverteiler, sowie die als Speicher  ausgebildeten     Signallampenschalter    und die Programm  speicher-Einstell- und -Auswahleinrichtungen in der  Schalteinrichtung nahe der Strassenkreuzung gemein  sam mit einer Empfangseinrichtung zur Programm  auswahl der einzelnen vorgegebenen Regelungsmög  lichkeiten untergebracht sind und von der Zentrale  nur die Befehle zur Programmauswahl und zur  Synchronisierung der einzelnen Taktgeber an den  verschiedenen Strassenkreuzungen übertragen werden.  



  Bei anderen zentral gesteuerten Lichtsignalanlagen  befinden sich mit Ausnahme der     Starkstromschalt-          relais    für die Signallampen alle Schaltmittel, also das      Zeitglied in Form eines Taktgebers mit seinem Takt  verteiler, sowie als Speicher ausgebildete Steuerschalter  für die     Starkstromschaltrelais        derSignallampen    und die       Programmspeicher-Einstelleinrichtung    in Form einer  festen     Rangierung        einschliesslich    der Programm  speicher-Auswahleinrichtung in Form eines Programm  auswahlschalters in der Zentrale.

   Die Schalteinrich  tung nahe der Kreuzung enthält also nur die Stark  stromschaltrelais, um die für die gewünschten Signal  bilder erforderlichen Signallampen einzuschalten. Zur  Einsparung von Steueradern und     Starkstromschalt-          relais    sind die letzteren miteinander kombiniert und  gestatten an der Strassenkreuzung während der Signal  zyklen nur bestimmte     Signalbildkombinationen    von  der Zentrale aus einzuschalten.  



  Bei einer anderen bekannten zentral gesteuerten  Lichtsignalanlage für den Strassenverkehr befinden  sich in der Zentrale das Zeitglied in Form eines  Taktgebers mit seinem Taktverteiler, sowie einer Zeit  programmspeicher-Einstell- und -Auswahleinrichtung,  durch welche bestimmte Zeittakte als den Signalbild  ablauf bestimmende Einsatzpunkte ausgewählt wer  den, während in jeder Schalteinrichtung nahe der  Kreuzung zur Einsparung von Übertragungsmitteln  eine     Signalprogrammspeicher-Einstell-    und -Auswahl  einrichtung zum Steuern der einzelnen Schalter für  die Rot-, Gelb- und Grünlampen in den     Signalgebern     der Kreuzung vorgesehen ist.

   Von der Zentrale werden  also durch die     Zeitprogrammspeicher-Einstell-    und  -Auswahleinrichtung ausgewählte Impulse in unter  schiedlichen Zeitabständen entsprechend den Einsatz  punkten des gewünschten Phasenablaufes an die ein  zelnen Kreuzungen gegeben. Sie bestimmen dort ge  gebenenfalls in Verbindung mit den     Signalprogramm-          Einstell-    und -Auswahleinrichtungen und besonderen,  als Speicher ausgebildeten Schaltern den Signalbild  ablauf an der Kreuzung.  



  Andere zentral gesteuerte Lichtsignalanlagen weisen  mindestens ein Empfangsrelais an der Kreuzung auf,  das durch ein Zeitglied entsprechend dem in der  Zentrale eingestellten Programm steuerbar ist und  seinerseits über ein an der Kreuzung vorgesehenes  Zeitglied die Schalter für bestimmte Signallampen  an der Kreuzung beeinflusst. Das Zeitglied und die       Signallampenschalter    bilden also ein     Zeitschaltwerk     und dieses legt die Zeitdauer einzelner Signalphasen  für den gesamten     Signalbildablauf    einer Kreuzung  fest, enthält also gleichzeitig ein fest eingestelltes  Programm für die Kreuzung und vermag deshalb  bestimmte Signalbilder für die verschiedenen Ver  kehrsflüsse der Kreuzung nur in festem Schaltzusam  menhang zueinander einzustellen.

   Aus dieser zwangs  läufigen Abhängigkeit     folgt    jedoch, dass beispiels  weise ein Verkehrsfluss durch  Rot  gesperrt wird,  wenn ein anderer Verkehrsfluss durch  Grün  freige  geben werden soll.  



  Dagegen besteht keine Möglichkeit, willkürlich  diese feste Zuordnung zueinander von der Zentrale  aus zu ändern, also z. B. manchmal     gleichzeitig    alle  Fahrzeugrichtungen mittels  Rot  zu sperren und    so eine besondere Phase entweder für die Fussgänger  zu schaffen, in der diese die Strasse an allen Über  gängen ungehindert von den Fahrzeugen überschreiten  können, oder auch durch die Phase  Alles Rot      bei     grossen Kreuzungen die dafür erforderlichen langen  Räumzeiten zu schaffen, ohne dass die     übergangs-          phasen    -  Gelb  vor dem Aufleuchten des Rotsignals  bzw.      Rot/Gelb     vor dem Aufleuchten des Grün  signals - länger als drei Sekunden gemacht werden  müssen.

   Damit entspricht also die Dauer des Über  gangssignals trotz der längeren Räumzeit den neueren  Erkenntnissen der     Verkehrssignaltechnik.     



  Es treten also durchaus Fälle auf, in denen sämt  liche Rotlampen unabhängig von den Grünlampen  ein- und letztere unabhängig von den Rotlampen  ausschaltbar sein müssen.  



  Wie bereits einleitend gesagt, ist eine völlig un  abhängige Einstellmöglichkeit für die Rot-, Gelb  und Grünlampen in den einzelnen Signalgebern an  den verschiedenen Einmündungen einer Strassenkreu  zung nur durch einen entsprechend grossen Aufwand  an     Ubertragungs-    und/oder     Schaltmitteln    möglich,  während andererseits jede Einsparung an Schalt- und  Übertragungsmitteln eine mehr oder weniger grosse  Verknüpfung der Betriebszustände der einzelnen Si  gnallampen mit sich bringt und damit keine völlig  freie, unabhängige Regelung der einzelnen Verkehrs  flüsse an den Strassenkreuzungen gestattet.

   In letzte  rem Falle sind nur noch bestimmte     Verschluss-          schemen    einstellbar und die Einsatzpunkte der ein  zelnen Verkehrsflüsse liegen zueinander ebenso wie  ihre Anzahl auch dann fest, wen die Dauer eines  Verkehrszyklus und/oder das Verhältnis der einzelnen  Phasenzeiten zueinander veränderbar sind; dadurch  können aber von der Zentrale aus keinesfalls sämtliche  voneinander unabhängig zu regelnde Verkehrsflüsse  wirklich unabhängig gesteuert werden.  



  Es war bei diesen zentral gesteuerten Signalan  lagen bisher schon üblich, die Steuerzentrale baustein  artig aus Steuereinrichtungen für die einzelnen Kreu  zungen aufzubauen und diese einzelnen Bausteine  durch     Vielfachstecker    in der Zentrale zusammen  zuschalten, also sie leicht austauschbar zu machen.  Weiterhin war es auch bekannt, bestimmte Schalt  mittel, z.

   B. mehrere     Programmspeichereinrichtungen     für unterschiedlich einzustellende Signalprogramme  oder die Starkstromschalter für die Rot-, Gelb- und  Grünlampen mehrerer Signalgeber bausteinartig zu  sammenzufassen und sie durch     Vielfachstecker    in der  Schalteinrichtung an der Kreuzung zusammenzu  schalten, sie also auch leicht austauschbar zu machen,  wodurch auch die einfache Erweiterungsmöglichkeit  der Schalteinrichtungen zur Anpassung an die ver  schiedenartigen Kreuzungen gegeben war.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine  zentral gesteuerte Lichtsignalanlage mit voneinander  unabhängigen selbständig zu regelnden Verkehrs  flüssen zu schaffen, bei der die Rot-, Gelb- und  Grünlampen für den oder die Signalgeber eines selb  ständig zu regelnden Verkehrsflusses weder durch die      Übertragungsmittel von der Zentrale an die Kreuzung  noch durch die Schaltmittel an der Kreuzung mit den  Rot-, Gelb- und Grünlampen der Signalgeber für  die übrigen selbständigen Verkehrsflüsse     betriebs-          mässig    verknüpft sind, so dass also die Rot-, Gelb  und Grünlampen eines jeden selbständig zu     regelnden     Verkehrsflusses allein durch die Programmspeicher  einrichtungen in der Zentrale unabhängig von den  anderen eingeschaltet werden können.  



       Erfindungsgemäss    wird dies dadurch erreicht, dass  zum Zwecke der selbsttätigen Regelung jedes Ver  kehrsflusses an den Kreuzungen für den oder die  jeweils einem Verkehrsfluss zugeordneten Signalgeber  ein besonderes, mindestens ein von der Zentrale  steuerbares Empfangsrelais und ein davon     beeinfluss-          bares        Zeitschaltwerk    enthaltendes Schaltgerät zum  Einstellen der Signalbilder einer Signalperiode vor  gesehen ist, wobei bestimmte Signalbilder der Signal  periode unmittelbar vom Empfangsrelais selbst und  die übrigen unmittelbar mittels des ebenfalls vom  Empfangsrelais beeinflussbaren     Zeitschaltwerkes    ein  stellbar sind.

       Vorteilhafterweise    können dabei die der  Anzahl der verschieden zu regelnden Verkehrsflüsse  entsprechende Anzahl Schaltgeräte an jeder Kreuzung  bausteinartig ausgebildet und zusammengefasst sein.  Dabei ist es vorteilhaft, wenn von den Einsatzpunkten  für die Signalbilder einer Signalperiode eines selb  ständig zu regelnden Verkehrsflusses mindestens einer  durch das Empfangsrelais von der Zentrale unmittel  bar und die übrigen von dem     Zeitschaltwerk    geschaltet  werden, wobei vorzugsweise die Zentrale die Einsatz  punkte für den Beginn der Übergangsphasen  Rot/  Gelb  und  Gelb  und das     Zeitschaltwerk    die Ein  satzpunkte für die Hauptphasen  Rot  und  Grün   schaltet. Können an einer Kreuzung mehrere Ver  kehrsflüsse, z.

   B. der jeweilige Fahrzeug- und der  dazu parallel verlaufende Fussgängerverkehrsfluss oder  beispielsweise auch zwei Fahrzeugverkehrsflüsse ent  gegengesetzter Richtung völlig gleichartig, also auch  mit zeitlich gleichen Einsatzpunkten und gleicher Zeit  dauer für die verschiedenen Phasenabläufe geregelt  werden, so sind diese vorzugsweise wie ein einziger  Verkehrsfluss zu behandeln, werden also durch ein  und dasselbe Schaltgerät gesteuert.  



  In zweckmässiger Weiterbildung der Erfindung  wird das Schaltwerk durch einen aus dem Wechsel  stromnetz gespeisten und     Nockenkontakte    steuernden  Synchronmotor gebildet, wobei das Empfangsrelais  das     Zeitschaltwerk    ein- und dieses sich selbst ab  schaltet und vorzugsweise das     Zeitschaltwerk    nur  während der Übergangsphasen eingeschaltet sein kann.  



  Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Be  schreibung der Schaltbilder und eines Zeitdiagramms  für den Phasenablauf eines in der Zeichnung sche  matisch dargestellten     Ausführungsbeispieles.     



  Es zeigen:       Fig.    1 die Schaltung des Ausführungsbeispiels zur  Regelung einer einfachen Kreuzung,       Fig.    2a ein     Zeitschaltwerk,    bestehend aus einem    Synchronmotor als Zeitglied und     Nockenkontakten     als Schaltwerk,       Fig.    2b und 2c zwei verschiedene Schaltungen  der die Signallampen schaltenden Relais,       Fig.    2d ein Zeitdiagramm von zwei verschiedenen  Phasenabläufen für einen selbständig zu regelnden     Ver-          kehrsfluss    einschliesslich des Zeitablaufs für ein Emp  fangsrelais,

   den Synchronmotor und die     Nockenkon-          takte    eines     Zeitschaltwerkes,          Fig.    3a die Schaltung eines Schaltgerätes zur  Steuerung eines     Fahrzeugsignalgebers    und eines     Fuss-          gängersignales,          Fig.    3b ein Diagramm der Zeitabläufe für die  Schaltung gemäss     Fig.    3a,       Fig.    4a eine rechtwinkelige Kreuzung sehr unter  schiedlicher Strassenbreite,       Fig.    4b ein     Signalbild-Zeit-Diagramm,

      sowie die  Zeitabläufe für die einzelnen Schaltelemente eines  Fahrzeug- und eines     Fussgängersignalgebers.     



  Die Schaltung des Ausführungsbeispiels ist in       Fig.    1 dargestellt. Sie umfasst mindestens vier Signal  geber für die vier verschieden zu     regelnden    Fahr  zeugverkehrsflüsse und weiterhin     mindestens    vier  Signalgeber für die davon unabhängig, ebenso ver  schieden zu     regelnden    vier     Fussgängerverkehrsflüsse.     Die einzelnen Fahrzeugverkehrsflüsse     erfordern    jeweils  insgesamt vier unterschiedliche Signalbilder,

       nämlich      Rot  und  Grün  für die beiden Hauptphasen und        Rot/Gelb     und  Gelb  für die beiden     übergangs-          phasen.    Dagegen sind für die Fussgängerverkehrs  flüsse nur jeweils zwei unterschiedliche Signalbilder,  nämlich  Rot  und  Grün  erforderlich. Für die  Fussgängerverkehrsflüsse können dann einfachere  Schaltgeräte als für die Fahrzeugverkehrsflüsse ver  wendet werden. Anhand des Schaltgerätes I sollen  die vier jeweils einen Fahrzeugverkehrsfluss steuern  den Schaltgeräte I - IV, welche untereinander gleich  sind, erläutert werden.

   Ersteres enthält ein von der  Zentrale Z aus steuerbares Empfangsrelais EI mit  zwei Umschaltkontakten     ell    und     eI2    und ein davon  beeinflussbares     Zeitschaltwerk,    welches im wesent  lichen aus einem Synchronmotor     SI    als Zeitgeber  und aus drei davon gesteuerten     Nockenumschaltkon-          takten        n11,        n12    und n13 als Schaltwerk besteht;

    ausserdem sind noch ein Überwachungsrelais     ÜI,    zwei  Gleichrichter     GrIl    und     GrI2    und die Schaltrelais       RRt,        RGe,        RGnI    vorgesehen, welche die Signal  lampen     RtI,    Gel,     GnI    des Signalgebers einschalten.  Die vereinfachten Schaltgeräte     Ve    -     VRIe    zur Steue  rung der Fussgängerverkehrsflüsse sollen anhand des  Schaltgerätes     Ve    erläutert werden.

   Dieses enthält nur  ein von der Zentrale steuerbares Empfangsrelais     EV     und ein Überwachungsrelais     ÜV,    dagegen kein Zeit  schaltwerk und nur ein Umschaltrelais     RFuV,    um  die Signallampen     RtV    und     GnV    des Signalgebers  zu schalten.

   Diese acht Schaltgeräte I -     IV    und     Ve        -          VIIIe    sind jeweils bausteinartig ausgebildet und an  der Kreuzung zu einer Einheit baukastenartig     zu-          sammengefasst.    Sie werden durch die acht Steueradern       LI    -     LVIII    mit der Zentrale Z verbunden.

   Nachdem      die vier Schaltgeräte I - IV für die Fahrzeugverkehrs  flüsse einerseits und die vier vereinfachten Schalt  geräte     Ve    -     VIIIe    für die Fussgängerverkehrsflüsse  andererseits untereinander gleich sind und dies sowohl  für ihre Steuerelemente in der Zentrale Z als auch  für die einzelnen Signalgeber an der Kreuzung gilt,  wurde jeweils nur für einen Typ davon eine komplette  Schaltung ausführlich dargestellt, während das übrige  nur angedeutet wurde. Deshalb soll die Funktion der  einzelnen Schaltungen auch nur daran erläutert wer  den, nachdem für die weiteren Verkehrsflüsse dieses  sinngemäss gilt.  



  In der Zentrale Z befinden sich die     Befehlsgabe-          kontakte    il und     iV,    welche durch Überbrücken des  Widerstandes WI bzw.     WV    das Empfangsrelais EI  bzw.     EV    im Schaltgerät I bzw.     Ve    an der Kreuzung  zum Ansprechen bringen. Weiterhin enthält die Zen  trale Z für jede Steuerader     LI    bzw. LV ein Rück  melderelais     RI    bzw. RV, welches die Betriebsbereit  schaft der Anlage zurückmeldet.

   Die     Drahtbruchüber-          wachungsrelais        ÜI    und     ÜV    legen die Schaltgeräte 1  und     Ve    und die zugehörigen Signallampen des Signal  gebers an Spannung, so dass bei Drahtbruch die  Anlage ausgeschaltet wird. Weitere hier nicht darge  stellte Sicherheitseinrichtungen sorgen dafür, dass nur  bei Betriebsbereitschaft der gesamten Anlage diese  eingeschaltet und weiter betrieben werden kann und  nur dann die Signalgeber aufleuchten.  



  Nun seien zunächst die Funktion des Schalt  gerätes I und die sonstigen Vorgänge für die Fahr  zeugverkehrsflüsse erläutert. Sind bei betriebsbereiter  Anlage der     Impulsgabekontakt        iI    und damit auch  das Empfangsrelais EI noch abgefallen, so ist das  Relais     RRtI    angezogen und durch seinen Kontakt       rrtI    das Sperrsignal     RtI     Rot  des entsprechenden  Signalgebers eingeschaltet.  



       -@-,        ü12,        eIl,        nIl,        RRtI,    - l.)  Durch Schliessen des     Impulsgabekontaktes    il  spricht das Empfangsrelais EI an. Dadurch zieht das  Relais     RGeI    an und schaltet zusätzlich zum Signal       RtI    das Signal Gel seines Signalgebers und damit die  Übergangsphase      Rot/Gelb     ein. Der Synchronmotor       SI    des     Zeitschaltwerkes    beginnt zu laufen.  



       +,    u12,     eIl,    n12,     GrIl,        RRII,    - 2.)  +,     uI2,        eIl,        nI2,        GrI2,        RGeI,    - 3.)       @..,    e12, n13,     SI,        uIl,        -,.    4.)  Wenn nach etwa drei Sekunden der Zeitdauer  für die Übergangsphase der Synchronmotor     SI    seine  Umschaltkontakte     nIl,    2, 3 umschaltet, unterbricht  er dadurch auch seine Speisespannung und bleibt  stehen.

   Dabei sind die Umschaltkontakte     nIl,    2, 3  so eingerichtet, dass sie in ihrer erreichten Stellung  jeweils so lange verharren, bis sie bei erneuter Er  regung des Synchronmotors     SI    wieder umgeschaltet  werden, was aber erst bei     Aberregung    des Empfangs  relais EI eintritt. Mit dem Umschalten der Nocken  kontakte     nIl,    2, 3 werden gleichzeitig die Strom  kreise 2.) und 3.) unterbrochen. Das Übergangssignal        Rot/Gelb         erlischt    und das Relais     RGnI    schaltet  das     Freifahrtsignal     Grün  ein.

      +, u12,     eIl,    n12,     RGnI,    - 5.)  Zum Beenden des     Freifahrtsignals     Grün      aberregt     der     Impulsgabekontakt    il das Empfangsrelais EI und  dieses unterbricht den Stromkreis 5.). Gleichzeitig  schaltet der wieder abgefallene Kontakt e12 über  den nunmehr umgeschalteten     Nockenkontakt    n13 den  Synchronmotor     SI    wieder ein, der nach drei Sekunden,  der Zeitdauer der Übergangsphase, seine     Nockenkon-          takte        nIl,    2, 3, in die Ruhestellung zurück- und  damit sich selbst abschaltet.

   Wen nach Abfall des  Kontaktes     eIl    zunächst der     Nockenkontakt        nIl    noch  umgeschaltet ist, wird das Relais     RGeI    und dadurch  die andere Übergangsphase mit  Gelb  allein ein  geschaltet.  



       +,    u12,     eIl,        nIl,        RGeI,    - 6.)  Ist auch der     Nockenkontakt        nIl    in seine Ruhe  stellung zurückgekehrt, so wird das Übergangssignal   Gelb  aus- und das Sperrsignal  Rot  wieder ein  geschaltet (vergleiche Stromkreis 2.)], und damit ist ein  ganzer Phasenablauf eines Signalgebers für einen  Fahrzeugverkehrsfluss abgelaufen.  



  Zur Erläuterung der Regelung der     Fussgänger-          verkehrsflüsse    werden nun die Funktion des Schalt  gerätes     Ve    einschliesslich seiner Steuerelemente in der  Zentrale Z und der dazugehörigen Signalgeber be  trachtet. In Ruhestellung, bei abgefallenem Impuls  gabekontakt     iV    sind das Empfangsrelais     EV    und  das Umschaltrelais     RFuV        aberregt.    Dadurch ist das       Fussgängersperrsignal        RtI     Rot  über den Ruhe  kontakt     rfuV    eingeschaltet.

   Wenn durch Schliessen  des     Impulsgabekontaktes        iV    in der Zentrale das  Empfangsrelais     EV    anzieht, schaltet das Relais     RFuV     seinen Kontakt     rfuV    um und damit das     Fussgänger-          sperrsignal        RtV     Rot  aus und das     Fussgängerfrei-          signal        GnV     Grün  ein.  



       Fig.    2a zeigt ein     Zeitschaltwerk    im Prinzip,  das aus einem Synchronmotor S als Zeitglied und  dadurch     antreibbare    Nocken N1, N2, welche die       Nockenkontakte    n11,     n21,    n2  als Schaltwerk betätigen.  Die Pfeile an den Nocken<B>NI,</B> N2 geben ihre Dreh  richtung an. Schaltet der Umschaltkontakt e eines  hier nicht dargestellten Empfangsrelais um, so erhält  der Synchronmotor S eine gewisse Zeit, beispielsweise  3 - 5 Sekunden, nämlich für die Zeitdauer einer halben       Nockenumdrehung,    Spannung, bis er sich selbst bei  Abschalten seines Kontaktes     nll    wieder abschaltet.

    Der Nocken N2 ist dagegen so eingerichtet, dass  seine Kontakte     n21,        n22    nur während der Umlaufzeit  des Synchronmotors umgeschaltet sind.  



  In     Fig.    2b ist eine Schaltung zur Steuerung von  drei Relais     RRt,        RGe    und     RGn    mittels der Nocken  kontakte     nll,        n21,        n2'=    dargestellt, durch welche die   Signalfolge 3      (Sfg3":         Rot/Gelb    - Grün - Gelb   Rot , wie sie von Verkehrsfachleuten bezeichnet wird)  geschaltet werden kann.  



  In     Fig.    2b ist eine ähnliche Schaltung zur Dar  stellung der  Signalfolge 2      (Sfg2":     Rot - Grün   Gelb - Rot ) gezeigt.  



  Das Zusammenwirken eines hier nicht dargestellten  Empfangsrelais E, des Synchronmotors S und der           Nockenkontakte        n1,    n2, sowie die daraus sich er  gebenden möglichen  Signalfolgen 2 und 3" sollen  nun anhand des Zeitdiagramms gemäss     Fig.    2d für  die in     Fig.    2b und 2c abgebildeten Schaltungen er  läutert werden.  



       In    der Schaltung gemäss     Fig.    2b, mit welcher die   Signalfolge 3  geschaltet werden kann, ist in Ruhe  stellung, also vor dem Einsatzpunkt     1o    das Relais     RRt     erregt und damit das Sperrsignal  Rot  eingeschaltet,  was der Phase 4 entspricht.     Im    Einsatzpunkt     1o     schaltet der Kontakt e des nicht dargestellten Emp  fangsrelais E um und erregt damit den Synchron  motor S. Die Kontaktnocken     N1,    N2 beginnen sich  sich zu drehen und die Kontakte     n21,    n2= werden  sofort umgeschaltet.

   Damit zieht das Relais     RGe    an,  während das Relais     RRt    noch angezogen bleibt. Es  brennen die Lampen      Rot/Gelb     für die Übergangs  phase 1. Nach einer halben Umdrehung der Nocken  <B>NI,</B> N2 schaltet der Kontakt     nll    die Erregung des  Synchronmotors S ab und gleichzeitig unterbricht der  Kontakt     n2=    die Spannung für das Relais     RGe,    wäh  rend Kontakt n     l2    das Relais     RRt     Rot  ab- und das  Relais     RGn         Grün     erregt.  



  Durch den Synchronmotor wurde also der Ein  satzpunkt 2, festgelegt und nun bleibt die Phase 2  solange erhalten, als das Relais     RGn    angezogen ist,  bis nämlich der Kontakt e des Empfangsrelais E von  der Zentrale im Einsatzpunkt 3o wieder abgeschaltet  wird. Dadurch wird der Synchronmotor S über den  noch umgeschalteten Kontakt     nll    wieder erregt, bis  er sich nach einer halben     Nockenumdrehung    wieder  selbst abschaltet.

   Während des     Nockenumlaufs    unter  bricht der Kontakt     n21    die     Spanung    für das Relais       RGn    und der Kontakt     n22    schaltet das Relais     RGe     und damit die Phase 3      Gelb     ein. Wenn schliesslich  der Synchronmotor S nach einer halben     Nockenum-          drehung    wieder zum Stillstand kommt, gelangen alle  Kontakte der Schaltung wieder in die Ausgangs  stellung und während der Phase 4     lechtet    deshalb das  Sperrsignal  Rot .  



  In der Schaltung gemäss     Fig.    2c, welche die  Darstellung der  Signalfolge 2  ermöglicht, schaltet  der Umschaltkontakt e des nicht gezeichneten Emp  fangsrelais E zuerst die Übergangsphase nicht ein.  Vielmehr bringt der Synchronmotor S erst nach einer  halben     Nockenumdrehung    mit seinem Kontakt     nlz    das  Relais     RGn    zum Ansprechen und dies ergibt      Grün      während der Phase 1.

   Die Phase 1 bleibt nun solange  eingeschaltet im Einsatzpunkt     3o,    bis der Umschalte  kontakt e in seine Ruhelage zurückkehrt und so  nochmals den Synchronmotor S anlässt, dessen Kon  takte     n21    und     n2=    die Übergangsphase 2  Gelb  wäh  rend einer halben     Nockenumdrehung    einschalten.  Nach Rückkehr aller     Nockenkontakte    in ihre Aus  gangsstellung wird auch hier als Phase 3      Rot     wieder  eingeschaltet.  



  In     Fig.    3a wird ein Schaltgerät in einer     ähnlichen,     aber vorteilhafteren Schaltung als die in     Fig.    1 ge  zeigt. Durch Verwendung der     Nockenkontakte    n4,  n5, n6, die eine andere zeitliche Zuordnung ihrer    Schaltfolgen zueinander aufweisen und durch kurz  zeitiges Abschalten des Empfangsrelais E entstehen  weitere, zeitlich beliebig wählbare Einsatzpunkte. Da  durch können durch ein Schaltgerät nicht nur ein  Fahrzeugverkehrsfluss allein, sondern zeitlich davon  unabhängig ein parallel verlaufender Fussgängerver  kehrsfluss oder Strassenbahnverkehrsfluss gesteuert  werden.  



  Anhand der Zeitdiagramme nach     Fig.    3b für das  Empfangsrelais E, den Synchronmotor S und die  einzelnen     Nockenkontakte    n4, n5, n6 sei die Funktion  der Schaltung nach     Fig.    3a und der durch sie mög  liche     Signalbildablauf    A für einen     Fahrzeugverkehrs-          fluss    und der     Signalbildablauf    a für     einen        Fussgänger-          verkehrsfluss    erläutert.     Im    Einsatzpunkt     1a    legt das  Empfangsrelais E     seinen    Kontakt e um.

   Der Syn  chronmotor S beginnt zu laufen und schaltet sofort  seine beiden     Nockenkontakte        n41,    n42 um, so dass  zusätzlich zu dem schon erregten Relais     RRt    auch  noch das Relais     RGe    anzieht, und ab Einsatzpunkt     1o     leuchten während der Übergangsphase 1 die     Rot-          Lampe        RtA    und Gelb-Lampe     GeA    auf, wie nach  folgende Stromläufe zeigen.  



  e,     n51,    S,     r-,    7.)       -@,        n52,        n41,        Grl,        RRt,    - 8.)       -I-,        n5-,        n41,        Gr2,        RGe,    - 9.)  Nach einer gewissen Laufzeit unterbricht der Syn  chronmotor S durch Umschalten der     Nockenkontakte     n5, n6, seinen eigenen Stromkreis 7.) sowie die Strom  kreise 8.), 9.) und schaltet dafür das Relais     RGn    ein.

    Nachdem gleichzeitig mit dem Kontakt n5 auch der  Kontakt n6 umgeschaltet wurde, zieht das Relais       RFu    an und schaltet daher im     Einsatzpunkt        2o    wäh  rend der Phase 2 auch das Fussgängersignal a von        Rot     auf  Grün  um.  



       -I-,        n52,        n42;        RGn,    - 10.)       -I-,        n61,        RFu,    - 11.)  Um vorzeitig das Fussgängersignal wieder auf        Rot     zu schalten, lässt man im Einsatzpunkt     3"    den  Umschaltkontakt e ca. 1 Sekunde abfallen. Der Syn  chronmotor wird eine kurze Strecke weitergedreht,  sein Kontakt n6 fällt ab und unterbricht den Strom  kreis für das Relais     RFu,    so dass das     Fussgänger-          signal    a für die Phase 4 auf      Rot     schaltet.  



  Um die Grün-Phase zu beenden, wird im Ein  satzpunkt     4"    das Empfangsrelais E wieder für längere  Zeit     aberregt,    der Synchronmotor S beginnt zu laufen  und schaltet sofort den Kontakt n4 ab, der nun das  Relais     RGe    allein erregt und damit die     übergangs-          phase    4      Gelb     für den Fahrzeugverkehr einschaltet.

         -I-,        n52,        n4=,        RGe,    - 12.)  Wenn sich der Synchronmotor nach einer ge  wissen, immer gleichen Zeit durch den Kontakt     n51     selbst abschaltet, kommt damit gleichzeitig auch der  Kontakt     n52    in seine Ruhelage, so dass jetzt wieder  alle Kontakte in der gezeichneten Ausgangsstellung  sind.     Infolge    des angezogenen Relais     RRt    und durch  das abgefallene Relais     RFu    leuchten die Rotsignale  für Fahrzeuge und Fussgänger.  



       In        Fig.    4a ist eine einfache rechtwinklige Kreuzung      zweier Strassen dargestellt, die sich jedoch in ihren  Breiten sehr stark voneinander unterscheiden. Um  nicht zu lange Räumzeiten zu erhalten, soll hier der  Fahrzeugverkehrsfluss A bereits freigegeben, wenn  ein noch verbleibender Reststrom des Fahrzeugver  kehrsflusses B über den Fussgängerweg für den     Fuss-          gängerverkehrsfluss    a fliesst. Dabei soll sich möglichst  der nach rechts abzweigende Teil des Fahrzeugver  kehrsflusses A dem Rest des Fahrzeugverkehrsflusses  B anschliessen.

   Da diese Verkehrsflüsse den     Fuss-          gängerverkehrsfluss    a stark behindern und umgekehrt  ist es wünschenswert, dass die Fussgänger zunächst  noch zurückgehalten werden, also ein Vorlauf für  die     Abbieger    bzw. ein Nachlauf der letzten Fahrzeuge  der Querrichtung bei weiträumigen Kreuzungen vor  gesehen ist.

   Durch eine entsprechende Ausbildung  der     Nockenkontaktscheibe    und der dazugehörigen       Nockenkontakte    wird dies ermöglicht und anhand des  Diagramms der     Fig.    4g- für die einzelnen mitwirken  den Bauteile (Empfangsrelais E, Synchronmotor S  und die     Nockenkontakte    n7, n8 und n9) für den       Fahrzeugverkehrsfluss    A und den dazu parallel ver  laufenden Fussgängerverkehrsfluss a erläutert. Zieht  das Empfangsrelais E im Einsatzpunkt     1o    an, so  wird der Synchronmotor erregt und fast gleichzeitig  der Kontakt n7 umgeschaltet.  



  Der Synchronmotor S schaltet sich selbst über  seinen Umschaltkontakt n8 im Einsatzpunkt     2"    ab  und wird im Einsatzpunkt     5"    bei Abschalten des  Empfangsrelais E über den noch umgeschalteten       Nockenkontakt    n8 wieder eingeschaltet, um sich dann  im Einsatzpunkt<B>6,</B> durch Zurückschalten des Nocken  kontaktes n8 in Ruhestellung wieder abzuschalten.  



  Zur Gewinnung der Einsatzpunkte     3o    und 40 lässt  man das Empfangsrelais E jeweils kurzzeitig während  einer Sekunde abfallen und dreht dadurch den Syn  chronmotor etwas weiter, so dass im Einsatzpunkt     30_     der     Nockenkontakt    n9 ein und im Einsatzpunkt 40  der     Nockenkontakt    n9 abgeschaltet wird.

   Es ent  stehen also insgesamt sechs Einsatzpunkte, wobei  im Einsatzpunkt     1o    die Übergangsphase      Rot/Gelb      für Fahrzeuge, im Einsatzpunkt     2o    die Phase      Gün      für Fahrzeuge, im Einsatzpunkt     3"    das     Fussgänger-          signal    von  Rot  auf  Grün , im Einsatzpunkt 40  das Fussgängersignal von  Grün  auf  Rot , im  Einsatzpunkt     5"    die Übergangsphase  Gelb  für Fahr  zeuge und im Einsatzpunkt     6"    die Phase  Rot  für  Fahrzeuge eingeschaltet werden.

   Das Fussgängersignal  wird also erst nach dem der     Fahrzeugverkehrsfluss     bereits einige Zeit freigegeben worden ist, auf  Grün   geschaltet und vorzeitig wieder vor Beendigung des  Fahrzeugverkehrsflusses gesperrt und so der ge  wünschte Vor- bzw. Nachlauf für die Fahrzeuge  und die     Fussgängerschutzzeit    erreicht.

   Wird unmittel  bar nach Erteilung des Schaltbefehls im Einsatzpunkt       3"    sofort der dem Einsatzpunkt     4"    zugehörige Schalt  befehl gegeben und ist als Relais     RFu    ein mit zeit  licher Verzögerung arbeitendes vorgesehen, so kann  dadurch während jedes gewünschten     Signalbildum-          laufes    die Phase 3     unterdrückt    werden; wenn z. B.    infolge eines starken     Abbiegeverkehrs    nach rechts  der Fussgänger- und Fahrzeugverkehr sich gegen  seitig zu stark behindern würde. Wird eine ent  sprechende Kombination mit zeitlicher Anzug- bzw.

    Abfallverzögerung arbeitende Relais vorgesehen, so  kann nun umgekehrt die  grüne Phase  für den  Fahrzeugverkehr ganz unterdrückt werden, um bei  starkem     Abbiegeverkehr    nach rechts den     Fuss-          gängern    Gelegenheit zur Überquerung der Strasse zu  geben.  



  Unter bestimmten Voraussetzungen kann man  natürlich statt des parallel verlaufenden     Fahrzeug-          und    Fussgängerverkehrs den parallel verlaufenden  Fahrzeug- und Strassenbahnverkehr auf diese Weise  mit unterschiedlichen Zeiten ablaufen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassen kreuzungen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der selbsttätigen Regelung jedes Verkehrs flusses an den Kreuzungen für den oder die jeweils einem Verkehrsfluss zugeordneten Signalgeber ein besonderes, mindestens ein von der Zentrale steuer bares Empfangsrelais und ein davon beeinflussbares Zeitschaltwerk enthaltendes Schaltgerät zum Ein stellen der Signalbilder einer Signalperiode vorgesehen ist, wobei bestimmte Signalbilder der Signalperiode unmittelbar vom Empfangsrelais selbst und die übrigen mittelbar mittels des ebenfalls vom Empfangs relais beeinflussbaren Zeitschaltwerkes einstellbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Anzahl der verschieden zu regelnden Verkehrsflüsse entsprechende Anzahl Schalt geräte an jeder Kreuzung bausteinartig ausgebildet und zusammengefasst sind. 2. Anlage nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von den Ein satzpunkten für die Signalbilder einer Signalperiode eines selbständig zu regelnden Verkehrsflusses min destens einer durch das Empfangsrelais von der Zen trale unmittelbar und die übrigen von dem Zeit schaltwerk geschaltet werden, wobei vorzugsweise die Zentrale die Einsatzpunkte für den Beginn der über gangsphasen Rot/Gelb und Gelb und das Zeit schaltwerk die Einsatzpunkte für die Hauptphasen Rot und Grün schaltet. 3.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Zwecke der Steuerung eines aus parallel verlaufendem Fahrzeug- und Fussgänger- bzw. Strassenbahnverkehr bestehenden Verkehrsflusses die ser durch das mindestens ein vor der Zentrale steuer bares Empfangsrelais und ein davon beeinflussbares Zeitwerk enthaltende Schaltgerät über Nockenkontakte so gesteuert wird, wobei Impulse über das Empfangs relais, das Zeitschaltwerk in Verbindung mit dafür besonders ausgebildeten Nockenkontakten fortschal- ten, dass besondere Einsatzpunkte für den Ablauf des Fahrzeugverkehrs und des Fussgänger- bzw Stras senbahnverkehrs entstehen. 4.
    Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die entsprechende Nockenkontakte so ausgebildet und einstellbar sind, dass sie schon vor bzw. während der Übergangsphase Gelb des Fahrzeugsignals das Fussgängersignal von der Frei phase Grün auf die Sperrphase Rot schalten, um dem Fahrzeugverkehr gegenüber notwendige längere Räumzeit für den Fussgängerverkehr zu er zielen. 5.
    Anlage nach Unteranspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden Nockenkon- takte so ausgebildet und einstellbar sind, dass sie erst nach der Übergangsphase Rot/Gelb des Fahr zeugsignals das Fussgängersignal von der Sperrphase Rot auf die Freiphase Grün schalten, um eine Fussgängerschutzzeit hinsichtlich des Fahrzeug-Rechts- abbiegeverkehrs bzw. hinsichtlich des Nachlaufes der letzten Fahrzeuge in Querrichtung zu erzielen. 6.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Empfangsrelais in den jeweils einem selbständig zu regelnden Verkehrsfluss zugeordneten Schaltgeräten von der Zentrale aus über eine allen Schaltgeräten gemeinsame Ringleitung entweder durch als unterschiedliche Frequenzen oder in Form von zeitlich aufeinanderfolgenden Impulsserien als Befehle steuerbar sind. 7. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zeitschaltwerk durch einen aus einem Wechselstromnetz antreibbaren und Nocken kontakte steuernden Synchronmotor gebildet ist. B.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Empfangsrelais das Zeitwerk ein- und dieses sich selbst abschaltet und dass das Zeit schaltwerk nur während der Übergangsphasen einge schaltet ist.
CH997061A 1960-08-26 1961-08-25 Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen CH394880A (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES70094A DE1152643B (de) 1960-08-26 1960-08-26 Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage fuer den Strassenverkehr
NL268645A NL268645A (de) 1960-08-26 1961-08-25
CH997061A CH394880A (de) 1960-08-26 1961-08-25 Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen
CH997161A CH415379A (de) 1960-08-26 1961-08-25 Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES70095A DE1135800B (de) 1960-08-26 1960-08-26 Programmgebevorrichtung fuer zentral gesteuerte Verkehrssignalanlagen
CH997061A CH394880A (de) 1960-08-26 1961-08-25 Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH394880A true CH394880A (de) 1965-06-30

Family

ID=25705635

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH997061A CH394880A (de) 1960-08-26 1961-08-25 Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH394880A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH394880A (de) Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage an Strassenkreuzungen
DE1132033B (de) Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage fuer den Strassenverkehr
DE652535C (de) Verkehrssignalanlage
DE652893C (de) Verkehrsregelungsanlage
DE1152643B (de) Zentral gesteuerte Lichtsignalanlage fuer den Strassenverkehr
DE1516686C3 (de) Verkehrssignalanlage für eine Hauptstraße mit Gegenverkehr
DE765685C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Strassenverkehrs
DE623176C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Verkehrsregelung an sich kreuzenden Strassen
DE576161C (de) Schaltungsanordnung zur Fernbedienung und/oder Fernueberwachung mehrerer an verschiedenen Stationen gelegener Apparate
DE2323653C3 (de) Steuereinrichtung für eine Verkehrssignalanlage
DE1143132B (de) Schaltungsanordnung zur UEberwachung der Betriebsfaehigkeit der Gluehlampen einer programmgesteuerten Strassenverkehrssignalanlage
DE904388C (de) Verkehrsregeleinrichtung
DE702495C (de) Anordnung zur selbsttaetigen Auswertung von aus Zeichenelementen verschiedener Laenge bestehenden Signalen
DE3022077C2 (de)
DE917678C (de) Schaltungsanordnung zum Verschliessen, Steuern und UEberwachen von Weichen, Gleissperren u. dgl., insbesondere in Stellwerken mit elektrischen Verschlussregistern
DE1135800B (de) Programmgebevorrichtung fuer zentral gesteuerte Verkehrssignalanlagen
DE767197C (de) Anordnung zur selbsttaetigen Sicherung von UEberwegen
DE668944C (de) Schaltungsanordnung fuer Verkehrssignalanlagen
DE1516719B2 (de) Steueranordnung fuer den zeitlichen Abstand von Verkehrssignalen
DE932432C (de) Haltlichtanlage fuer mehrere aufeinanderfolgende Gleisueberwege
DE1762045C (de) Schaltungsanordnung zur Taktversorgung für Informationen verarbeitende Einrichtungen
DE1516719C (de) Steueranordnung fu r den zeitlichen Ab stand von Verkehrssignalen
DE2024514C3 (de) Einrichtung zur Fernsteuerung einer Verkehrsampel
DE764538C (de) Warnsignalanlage fuer ungeschuetzte Weguebergaenge
DE1616228C (de) Steuereinrichtung fur eine Verkehrs signalanlage