CH394929A - Verfahren zur Verpackung von Lebensmitteln und nach dem Verfahren hergestellte Verpackung - Google Patents
Verfahren zur Verpackung von Lebensmitteln und nach dem Verfahren hergestellte VerpackungInfo
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Description
Verfahren zur Verpackung von Lebensmitteln und nach dem Verfahren hergestellte Verpackung
Der moderne Wunsch nach Erholung und Entlastung von allen entbehrlichen Haushaltsarbeiten stellt der Verpackung von Lebensmitteln besondere Aufgaben. Früher war es üblich, bei längeren Ausflügen Konserven mitzunehmen und diese an Ort und Stelle zu verzehren. Ein grosser Nachteil der Konservenbüchsen ist die Notwendigkeit ihres Öffnens mit besonderen Werkzeugen und die Schwierigkeit, die nicht mehr verwendungsfähigen leeren Dosen zu vernichten oder beiseitezuschaffen. Nicht selten finden sich daher leere Konservenbüchsen in rostigem Zustand noch Jahre nach einem Picknick im Walde.
Ebenso besteht auf Hütten, in Wochenendhäusern usw. die Schwierigkeit, die anfallenden leeren Kon servendosen beiseitezuschaffen.
Diesem überstand abzuhelfen, dient der Vorschlag der vorliegenden Erfindung. Hierbei wurde die Aufgabe zugrunde gelegt, ein Verfahren zur Verpackung von vorübergehend haltbaren, insbesondere für Wochenendzwecke bestimmten, tischfertigen, gebrühten, gekochten oder gebratenen Lebensmitteln unter Verwendung eines Kunststoffbeutels zu schaffen, das sich durch besondere Preiswürdigkeit und bequeme Handhabung auszeichnet. Die Lösung der Aufgabe besteht darin, dass die Speisen in noch heissem Zustand in den Kunststoffbeutel eingefüllt werden, darauf der Beutel unter Ausnutzung der durch die Temperatur eintretenden Luftverdünnung eng um den Inhalt gepresst, verschlossen und anschliessend das Ganze ohne Gefriermittel abgekühlt und aufbewahrt wird.
Frischhalte-bzw. Klarsichtbeutel, z. B. aus Zellstoffolie oder dgl., sind an sich bekannt, jedoch nur für ungekochte und kalt zu verzehrende Lebensmittel, wie Käse, Obst und dgl., nicht aber für tischfertige, vorher einer Hitzebehandlung zu unterwerfende und nachher ebenfalls warm zu verzehrende Lebensmittel.
Der besondere Vorteil der neuen Verpackung besteht, wie ersichtlich, darin, dass für den Verbrauch kein Garkochen oder sonstiges längeres Zubereiten erforderlich ist, sondern ein einfaches Anwärmen bis zur gewünschten Verzehrtemperatur genügt. Durch einen luftdichten Verschluss, z. B. einen Knebelverschluss, kann einerseits eine längere Haltbarkeit erzielt und andererseits jede Geruchsbelästigung vermieden werden, wobei dennoch die Entnahme durch Lösen eines solchen Knebelverschlusses ohne Werkzeug möglich ist. Entsprechend dem Zweck eines Wochenendverzehrs ist es ausreichend, wenn der Inhalt der Packung, der ja bereits tischfertig ist, sich nur einige Tage frisch erhält. In Kühlräumen oder Kühlschränken besteht natürlich eine längere Haltbarkeit von 1 bis 2 Wochen oder mehr.
Die neue Verpackung dient auch der Erleichterung der Hausfrauenarbeit allgemein. Es ist mit der erfindungsgemässen Verpackung möglich, hochwertig zubereitete Speisen tischfertig und in abgemessenen Portionen praktisch zum gleichen Preis wie die Rohware anzubieten, so dass also die Hausfrau die Speisen lediglich zu wärmen hat und dadurch die freigewordene Zeit anderen Arbeiten oder der Erholung widmen kann. Auf diese Weise wird in sehr vielen Fällen eine Haushaltshilfe völlig erspart.
Vorteile ergeben sich auch für Gasthäuser. Die von einem Spezialbetrieb gelieferten oder in der Gaststätte selbst vorbereiteten Speisen können vom Gast vor der Bestellung ungehindert in Augenschein genommen und ausgewählt werden, ohne dass ein unhygienisches Betasten oder sonstige Beeinträchtigung möglich ist. Der Gast kann sodann in kürzester Frist bedient werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur dargestellt:
In einem z. B. aus einem Klarsicht- bzw. Zellstoffschlauch gefertigten Frischhaltebeutel 1 sind bei dem Beispiel Sauerkraut 2 und Rostbratwürstchen 3 fertig gebraten und gekocht untergebracht. Der Beutel ist am unteren Ende durch eine Schweissnaht 4 fest verschlossen, während der obere Verschluss dadurch gebildet wird, dass das zusammengefasste Ende 5 des Schlauches um einen Knebel 5 geschlungen und durch ein Gummiband 7 oder dgl. fest zusammengehalten ist. Statt eines Knebels kann auch ein Klammerverschluss benutzt werden. Fabrikmässig wird der Beutel mit dem Nahrungsmittelinhalt gefüllt, solange die Nahrungsmittel sich noch in heissem Zustand befinden. Die Temperatur wird so hoch gewählt, dass eine starke Luftverdünnung eintritt.
Der Beutel wird dann möglichst eng um den Inhalt gepresst, verschlossen und anschliessend abgekühlt. Dabei zieht sich der Inhalt zusammen und der Beutel legt sich unter entsprechender Faltenbildung eng um den Inhalt. Auf diese Weise wird der Entwicklung von Bakterien weitestgehend Widerstand geleistet.
Bei dem Beispiel waren Rostbratwürste und Sauerkraut angenommen. Natürlich können auch andere fertig gekochte, gebrühte oder gebratene Lebensmittel den Inhalt bilden.
Wie in der Zeichnung gestrichelt angedeutet, kann auch die zweite Schlauchseite durch einen Knebel 6' verschlossen sein. In diesem Fall kann der Beutel für die tischfertige Zubereitung einer entsprechend höheren Temperatur ausgesetzt werden, während im Fallc einer Schweissnaht 4 eine entsprechend niedrigere Höchsttemperatur nicht überschritten werden soll.
Natürlich können auch beide Schlauchseiten durch je eine Schweissnaht geschlossen sein.
Wie ersichtlich, ist die Erfindung geeignet, sowohl die Frage der Wochenendverpflegung als auch die der Entlastung der Hausfrau und der Vereinfachung von Gasthausbetrieben in besonders vorteilhafter Weise zu lösen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Verpackung von vorübergehend haltbaren, insbesondere für Wochenendzwecke bestimmten, tischfertigen, gebrühten, gekochten oder gebratenen Lebensmitteln unter Verwendung eines Kunststoffbeutels, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisen in noch heissem Zustand in den Beutel eingefüllt werden, darauf der Beutel unter Ausnutzung der durch die Temperatur entstehenden Luftverdünnung eng um den Inhalt gepresst, verschlossen und anschliessend das Ganze ohne Gefriermittel abgekühlt und aufbewahrt wird.PATENTANSPRUCH II Verpackung hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der aus brühfester Zellstoffolie bestehende Verpackungsbeutel luftdicht verschlossen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verpackung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Verpackungsbeutel dienender Schlauch an einem Ende mittels Schweissnaht (4), am anderen durch einen Knebel (6) luftdicht verschlossen ist.2. Verpackung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Verpackungsbeutel dienender Schlauch an beiden Enden durch je einen Knebel (6, 6') verschlossen ist.3. Verpackung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass beide Seiten eines als Verpakkungsbeutel dienenden Schlauches durch je eine Schweissnaht geschlossen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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