CH394977A - Steuerungseinrichtung für den Steigladenwechsel bei Webstühlen - Google Patents

Steuerungseinrichtung für den Steigladenwechsel bei Webstühlen

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CH394977A
CH394977A CH427461A CH427461A CH394977A CH 394977 A CH394977 A CH 394977A CH 427461 A CH427461 A CH 427461A CH 427461 A CH427461 A CH 427461A CH 394977 A CH394977 A CH 394977A
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CH427461A
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Kudla Frantisek
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Sdruzeni Podniku Textilniho St
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Steuerungseinrichtung für den     Steigladenwechsel    bei Webstühlen    Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft  eine Steuerungseinrichtung für den     Steigladenwechsel     bei Webstühlen, mit einem System gegenseitig     ver-          drehbarer    Exzenter, deren Drehung von einem Be  fehlsmechanismus, insbesondere einem Lochkarten  mechanismus, aus herbeigeführt wird, und eignet sich  besonders für Webstühle mit Zwei- bis Sechsschützen  ladenwechsel.  



  Es sind bereits     Einrichtungen    dieser Art bekannt,  bei welchen die Verschiebung des Schützenkastens  mittels einiger gegeneinander verstellter Exzenter er  folgt, die von einem Befehlsmechanismus aus mittels       Fühlnadeln,    verschiebbarer     Triebstockräder    und Mit  nehmerkränzen gesteuert werden.  



  Bei diesen Systemen ist es notwendig,     verhältnis-          mässig    grosse Massen beim Verschieben der Trieb  stockräder in Bewegung zu versetzen, so dass es er  forderlich ist, entweder ungünstige und teuere Blech  karten oder Schaftmaschinen zu verwenden.  



  Die erwähnten grossen Massen unterliegen dabei  einem erheblichen Verschleiss, demzufolge ihre Stand  zeit verkürzt wird und ausserdem die Notwendigkeit  wesentlicher Zurichtungen, häufiges     Auswechseln    der  Einzelteile u. a. m. nach sich zieht. Der Hauptnachteil  besteht jedoch darin, dass die Einrichtung nur in  einem kleineren Tourenbereich arbeiten kann, was  wiederum eine Erniedrigung der Maschinenleistung  zur Folge hat.  



  Die Einrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung  hat den Zweck, diese Nachteile zu beseitigen und eine  zuverlässige Funktion des     Steigladenwechsels    auch  bei höheren Tourenzahlen im Betrieb, d. h. bei er  höhter     Webstuhlleistung,    zu gewährleisten.  



  Die Erfindung beruht in der Anordnung eines  schwenkbaren Hebels, der durch einen Nocken ge  steuert wird, wobei dieser Hebel mit seiner Schräg-         fläche    die Abnahme der Befehlsbewegung von dem  Befehlsmechanismus aus mittels einem     Fühlhebel    er  möglicht oder ausschliesst, wobei dieser     Fühlhebel     gleichzeitig einen zweiarmigen Schwenkhebel steuert,  vermittels dem der Impuls durch ein System eines  Winkelhebels, einer Zugstange und eines zweiarmigen  Hebels auf einen verschiebbaren Zahnkranz über  tragen wird, der in die Bahn der Zähne eines Trieb  stockrades gelangt und dadurch ein Verdrehen des  entsprechenden Exzenters bewirkt.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 eine schematische Darstellung des Befehls  mechanismus in der Lage ausser Betrieb,       Fig.    2 und 3 denselben Befehlsmechanismus in       Abtastlage    und in der Arbeitslage,       Fig.    4 eine schematische Darstellung des Steue  rungsmechanismus des     Steigladenwechsels,          Fig.    5 eine Seitenansicht des     Triebstockrades.     Der Schützenkasten 1 gemäss     Fig.    4 (in der dar  gestellten Ausführung mit vier Schützen)

   ist in an  sich bekannter Weise verschiebbar     im    Bereich der  Schützenbahn der Weblade angeordnet, mit welcher  er eine Schwenkbewegung in die vordere und hintere       Totlage    ausführt. Die Steuerung des Kastens 1 erfolgt  über eine Zugstange 2, die an einer Hülse 3     befestigt     ist. Diese Hülse ist frei drehbar auf einem Exzenter  4 gelagert, in welchem ein weiterer, kleinerer Exzenter  5 angeordnet ist.

   Das Verdrehen dieser Exzenter 4  und 5 geschieht über zwei funktionsmässig gleich  geschaltete Befehlsmechanismen von einer bekannten  Schaftmaschine, von einer     Jacquardmaschine    oder  von einem     Lochkartenmechanismus    aus.     Im    vorliegen  den Ausführungsbeispiel wird die Anwendung eines       Lochkartenmechanismus    beschrieben, welcher eine  Trommel 6 besitzt, die eine Lochkarte 7, die mit      zwei Reihen von Befehlsöffnungen oder -löchern 8  versehen ist, mitnimmt. Im folgenden wird nur der  Befehlsmechanismus beschrieben, der den kleineren  Exzenter 5 steuert. Der Mechanismus, der den grossen  Exzenter 4 steuert, ist analog ausgebildet.

   Ein Finger  9 eines zweiarmigen     Fühlhebels    10 berührt die Ober  fläche der Musterkarte 7 an den Stellen der Löcher B.  Der     Fühlhebel    10 ist an einem festen Zapfen 11  drehbar gelagert. Das in den     Fig.    1 bis 3 linke Ende  dieses     Zweiarmfühlhebels    10 ist mit einer Nase 12  versehen, die mit dem einen Ende eines zweiarmigen  Schwenkhebels 13 zusammenwirkt. Dieser Schwenk  hebel 13 ist gleichfalls um den Zapfen 11 drehbar  gelagert und wird durch eine Feder 14     beeinflusst,     die am Rahmen der Maschine befestigt ist. Der in  den Zeichnungen rechte Arm des     Fühlhebels    10 ist  mit einer weiteren Nase 15 versehen, auf welche eine  Schrägfläche 16 eines Traghebels 17 einwirkt.

   Der  Traghebel 17 ist um einen Zapfen 18 schwenkbar  gelagert, welcher ebenfalls am Maschinenrahmen an  geordnet ist. Der Traghebel 17 ist weiterhin mit einer  Rolle 19 versehen, die durch Einwirkung einer Zug  feder 20 ständig an eine     Nocke    21 angedrückt wird.  Die     Nocke    21 befindet sich auf der Welle 22, die  sich mit gleicher Geschwindigkeit dreht wie die Unter  welle 36     (Fig.    4) des Webstuhles, von welcher aus  sie mittels einer Kette 38 und den Kettenrädern 37  und 43 angetrieben wird. Auf dem Traghebel 17 be  findet sich ferner ein Zapfen 23, an welchem ein  Winkelhebel mit dem Oberarm 25 und dem Unterarm  24 schwenkbar gelagert ist.

   Der Oberarm 25 des       Winkelhebels    kann mit dem rechten Arm des Schwenk  hebels 13 in Berührung kommen, während der Unter  arm 24 des     Winkelhebels    durch einen Zapfen 26 mit  einer Zugstange 27 in     Verbindung    steht. Diese Zug  stange 27 steuert mit     Hilfe    eines zweiarmigen Hebels  28     (Fig.    4), der um einen festen Zapfen 29 schwenkbar  ist, den Teil 33 einer Nabe 31 eines     Mitnehmerzahn-          kranzes    30, die auf einer Welle 32 verschiebbar ist.

    Durch Verschieben der Nabe 31 auf der Welle 32  kann der     Mitnehmerzahnkranz    30 mit Zähnen 34 des  an sich bekannten     Triebstockrades    35 in Eingriff ge  bracht werden. Dieses     Triebstockrad    ist auf der Unter  welle 36 des Stuhles     aufgekeilt,    die durch einen nicht  dargestellten Antriebsmotor gedreht wird. Auf der  Welle 36 ist     ferner    das Kettenrad 37     aufgekeilt,    welches  durch den Kettenantrieb 38 und 43 die Welle 22 mit  der     Nocke    21 antreibt. Die verschiebbar angeordnete  Nabe 31 ist ferner mit festen Keilen 39 versehen,  die in Nuten einer Büchse 40 geführt werden. Diese  Büchse ist am Exzenter 5 befestigt.

   Der Exzenter 5  dreht sich gemeinsam mit der Nabe 31 vermittels  der Keile 39 und der Büchse 40. Die Nabe 31 wird  durch eine Druckfeder 41, die sich gegen einen Stell  ring 42, der auf der Welle 32     aufgekeilt    ist, abgestützt,  ständig in die Lage gedrückt, in welcher der Zahn  kranz 30 sich ausserhalb des Eingriffs mit den Zähnen  34 des     Triebstockrades    35 befindet, wobei diese     Zähne     nur einen Teil seines Umfanges einnehmen. Auf  ähnliche Weise erfolgt die Steuerung des grossen    Exzenters 4 von der zweiten Reihe der Öffnungen 8  der Lochkarte 7.

   Die Trommel 6, mittels der die  Lochkarte 7 bewegt wird, ist mit einem     Zahnkranz     44 versehen, der mit einem     Bolzen    45 der     Nocke    21  zusammenwirkt, um diese ruckartig zu drehen.  



  Die Funktion der beschriebenen Einrichtung ist  folgende:  In der Zeit, in welcher kein     Steigladenwechsel    er  folgt, befindet sich der gesamte Steuerungsme  chanismus in einer Lage, die in     Fig.    1 oder     Fig.    2  dargestellt ist. Die Trommel 6     erfährt    eine ruckartige  Rotationsbewegung vom     Bolzen    45 der     Nocke    21  vermittels des Zahnkranzes 44, während die     Nocke     21 selbst über die Kettenräder 37 und 43, sowie  der Kette 38 durch die Unterwelle des Webstuhles  angetrieben wird.

   Die Drehung der     Nocke    21 bewirkt  eine Pendelbewegung des Traghebels 17 um den  Zapfen 18, wobei seine Schrägfläche 16, die mit  der Nase 15 zusammenwirkt, ein Ausschwenken des       Fühlhebels    10 um den Zapfen 11 bewirkt.     In    der  Lage, in der der     Fühlhebel    10 mit dem Finger 9  an die Oberfläche der Musterkarte 7 zum Aufsitzen  gelangt     (Fig.    2), kann der Finger 9 in die Wahlöffnung  8 der Karte eingreifen     (Fig.    3), wodurch der Impuls  zur Verschiebung des Schützenkastens 1 vermittels  des Schwenkhebels 13 gegeben wird, wobei dieser  Hebel 13, wie aus der     Fig.    3 zu ersehen ist,

   bei  Drehen des     Fühlhebels    10 im Uhrzeigersinn durch die  Nase 12 dieses     Fühlhebels    10 in jene Lage gehoben  wird, in welcher der rechte Arm des Schwenkhebels  13 in die Bahn der Schwingbewegung des oberen  Armes 25 des Winkelhebels gerät; dieser Winkelhebel  ist um den Zapfen 23 des Traghebels 17 drehbar  angeordnet     (Fig.    3).     In    diesem Augenblick wird die  Pendelbewegung des Winkelhebels mit den Armen 24  und 25 unterbrochen, und bei Weiterbewegung des  Traghebels 17 um den Zapfen 18 in Richtung nach  links, hervorgerufen durch die     Nocke    21, kommt es  zum Heben der Zugstange 27, was ein Ausschwingen  des zweiarmigen Hebels 28 um den Zapfen 29 zur  Folge hat und zwar im entgegengesetzten Uhrzei  gersinn.

   Beim Ausschwingen des Hebels 28 wird der       Mitnehmerzahnkranz    30 mit der verschiebbaren Nabe  31 mittels des     Nabenteils    33 in Richtung nach rechts  verschoben, so dass der     Mitnehmerzahnkranz    30 in  die Bahnebene der Zähne 34 des sich ständig drehen  den     Triebstockrades    35 gerät     (Fig.    4) und dadurch  mit     Hilfe    der Keile 39 und der Büchse 40 ein Ver  drehen des kleinen Exzenters 5 im grossen Exzenter  4 bewirkt.

   Der     Mitnehmerzahnkranz    30 ist mit dem       Triebstockrad    35 nur solange im Eingriff, solange  in ihn die Zähne 34 eingreifen, also nur über einen  bestimmten Teil der Umdrehung des     Triebstockrades     35. Sobald diese Zähne wieder aus dem Eingriff ge  langen, drückt die Druckfeder 41 die verschiebbare  Nabe 31 mit dem Kranz 30 nach links in eine Lage  ausserhalb des Eingriffes, wodurch es zum Verdrehen  des Winkelhebels mit den Armen 24 und 25 um  den Zapfen 23 in die Anfangslage     kommt.    Durch      gegenseitiges Verdrehen beider Exzenter kommt es  zur Höhenverschiebung des     Schützenkastens    1.  



  Die beschriebene Einrichtung ist relativ     einfach     konstruiert und dadurch, dass sie die Verschiebung  grosser und schwerer     Triebstockräder    durch eine Ver  schiebung von um einiges leichterer     Mitnehmerkränze     ersetzt, erlaubt sie eine wesentliche Beschleunigung  der gesamten Übertragung der Befehlsbewegung auf  die     Verdrehexzenter,    wodurch eine Verwendung dieser  Einrichtung bei schnellaufenden Webstühlen ermög  licht wird.

   Gleichzeitig erlaubt der Befehlsmechanismus  infolge seiner Empfindlichkeit die Verwendung von  Musterkarten aus Papier, deren Standzeit sich im  Vergleich zu den übrigen Systemen dadurch ver  längert, dass die     Fühlhebel    nur durch ihr Eigengewicht  zum Aufsitzen auf die Karten gelangen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Steuerungseinrichtung für den Steigladenwechsel bei Webstühlen, mit einem System gegenseitig ver- drehbarer Exzenter, deren Drehung von einem Be fehlsmechanismus, aus herbeigeführt wird, gekenn zeichnet durch die Anordnung eines schwenkbaren Hebels (17), der durch einen Nocken (21) gesteuert wird, wobei dieser Hebel (17) mit seiner Schrägfläche (16) die Abnahme der Befehlsbewegung vom Befehls mechanismus (7) aus mittels einem Fühlhebel (10) ermöglicht oder ausschliesst, wobei dieser Fühlhebel gleichzeitig einen zweiarmigen Schwenkhebel (13) steuert,
    vermittels dem der Impuls durch ein System eines Winkelhebels (24, 25) einer Zugstange (27) und eines zweiarmigen Hebels (28) auf einen verschieb baren Zahnkranz (30) übertragen wird, der in die Bahn der Zähne (34) eines Triebstockrades (35) ge langt und dadurch ein Verdrehen des entsprechenden Exzenters bewirkt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zahnkranz (30) fest auf einer Nabe (31) angeordnet ist, die verschiebbar auf einer festen Welle (32) sitzt und die mit einem der Steuer exzenter drehfest verbunden ist, wobei der Zahn kranz (30) jeweils aus dem Eingriff der Zähne (34) des Triebstockrades (35) durch eine Feder (41) ge drückt wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab nahme der Befehlsbewegung von den öffnungen (8) der Lochkarte (7) durch das Eigengewicht des frei drehbaren Fühlhebels (10) bewirkt wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trommel (6) des Befehlsmechanismus durch einen Nocken (21) ruckartig gedreht wird, wobei der Nocken (21) eine Schwenkbewegung des erstgenannten Hebels (17) hervorruft.
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