CH395350A - Glimmentladungsröhre mit Hilfsanode - Google Patents

Glimmentladungsröhre mit Hilfsanode

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CH395350A
CH395350A CH929160A CH929160A CH395350A CH 395350 A CH395350 A CH 395350A CH 929160 A CH929160 A CH 929160A CH 929160 A CH929160 A CH 929160A CH 395350 A CH395350 A CH 395350A
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CH
Switzerland
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tube
cathode
discharge
anode
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Application number
CH929160A
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English (en)
Inventor
Mari Frouws Simon
Original Assignee
Philips Nv
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K23/00Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
    • H03K23/82Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using gas-filled tubes

Landscapes

  • Investigating, Analyzing Materials By Fluorescence Or Luminescence (AREA)

Description


      Glimmentladungsröhre    mit     Hilfsanode       Die Erfindung betrifft eine     Glimmentladungs-          röhre,    die ausser einer Hauptkathode und eine Haupt  anode wenigstens eine Hilfsanode enthält, damit in  ihr eine gegenüber der     Hauptentladungsstrecke    abge  schirmte Hilfsentladung zur Vermeidung von     Zünd-          verzögerungen    unterhalten werden kann, wobei auf  der Röhrenwandung eine zerstäubte Metallschicht  vorhanden ist.  



  In Röhren der obenerwähnten Art mit einer auf  der Röhrenwandung vorhandenen, von den Elektro  den herrührenden zerstäubten Metallschicht können  Wandladungen zur spontanen Einleitung der Haupt  entladung Anlass geben, besonders wenn durch äussere  Ursachen das Potential der Wandladung noch erhöht  wird. Infolge der auf der Wand vorhandenen leiten  den Metallschicht kann leichter eine Entladung ein  geleitet werden als bei Anwesenheit einer solchen  zerstäubten Metallschicht, da infolge der leitenden  Schicht die Ladung der ganzen Wandoberfläche ab  geführt werden kann.  



  Infolge des Vorhandenseins einer Hilfsentladung  können durch Diffusion von Ladungsträgern zur  Wand leicht Wandladungen auftreten, so dass die  Wand ein Potential annehmen kann, welches nur  wenig, nämlich nicht mehr als einige Zehner Volt,  unterhalb des Potentials der Anode der Hilfsent  ladung liegt.  



  Die Erfindung bezweckt, Massnahmen zu schaf  fen, durch die Störungen infolge des Vorhandenseins  von Wandladungen verhütet werden.  



  Die erfindungsgemässe     Glimmentladungsröhre    ist  dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsanode eine  solche Gestalt hat, dass sie einerseits mit der Kathode  zum Herbeiführen einer Hilfsentladung zusammen  wirkt, wobei die Hilfsanode anderseits eine bis auf  einen kurzen Abstand von der Röhrenwandung rei  chende Spitze aufweist, damit bei zunehmendem Po-         tential    des Wandbelages und niedrigem Potential der  Hilfsanode die Ladung der Wandbedeckung zur  Spitze der     Hilfsanode        abfliesst,    ohne dass sich daraus  eine     Zündspannungserniedrigung    in der     Hauptent-          ladungsstrecke    ergibt.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.  Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung  näher erläutert.  



       Fig.    1 ist eine schaubildliche Ansicht einer teil  weise aufgebrochenen     Glimmentladungsröhre    nach  der Erfindung.  



       Fig.    2 zeigt eine Schaltung mit mehreren solchen  Röhren.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 die teilweise aufgebrochene  gläserne Röhrenwandung mit einem Boden 2. Ein  Keramikröhrchen 3 umgibt den Durchführungsstift 4,  an dem die Kathode 5 mit Hilfe einer umgebogenen  Zunge festgelötet ist. Die Kathode hat einen abge  rundeten Rand 6 zur Vermeidung von Zündungen  von der Wandbedeckung 12 her zu der Kathode.  Die Anode 8 der Röhre ist etwas exzentrisch ange  ordnet. Unterhalb der Anode befindet sich ein Metall  streifen 9 auf einem Durchführungsstift. Im Betrieb  der Röhre wird der Streifen 9 an die Kathoden  zuleitung über einen so grossen     Vorschaltwiderstand     angeschlossen, dass zwischen 8 und 9 ein Strom von  etwa 5     ,uA    fliesst.

   Die von dieser schwachen Ent  ladung zur     Hauptentladungsstrecke    diffundierenden  Ladungsträger verhüten darin das     Auftreten    der  Zündverzögerungen, jedoch ohne dass sie     Zündspan-          nungsverringerungen    herbeiführen. Die Kathode 5  weist beiderseits einen spitzen Vorsprung 7 auf, dem  gegenüber sich jeweils eine plattenförmige     Hilfsanode     10 befindet. Die Hilfsanoden 10 sind gleichfalls auf  von Keramikröhrchen umgebenen Durchführungsstif  ten montiert. Jede Hilfsanode hat eine scharfe Spitze      13 als Vorsprung, der bis zu einem Abstand von  etwa 0,4 mm von der auf der Wandung 1 vor  handenen Metallschicht 12 reicht.

   Die Metallschicht  12 entsteht beim Formieren der Elektroden mit  Hilfe von intensiven Entladungen zum Reinigen ins  besondere der     Kathodenfläche,    so dass eine beträcht  liche     Zerstäubung    auftritt.  



  Treten nun infolge der Diffusion von Ladungs  trägern aus der     Hilfsentladung    Wandladungen auf,  so kann die Wandbedeckung 12 ein Potential an  nehmen, welches bei einer Anodenspannung von  250 Volt leicht 200 Volt betragen kann. Im Ruhe  zustand der Schaltung haben die Hilfsanoden 10  Kathodenpotential oder ein niedrigeres Potential.  Dies kann beim geringen Abstand zwischen den  Spitzen 13 und der Wandbedeckung 12 zu einer  schwachen Entladung zwischen einer der Spitzen 13  und der Wandbedeckung 12 führen.

   Da diese Ent  ladungsstellen verhältnismässig weit von der Haupt  entladungsstrecke zwischen den Elektroden 5 und 8       entfernt    sind, bewirken diese schwachen Entladungen  in der     Hauptentladungsstrecke    keine     Zündspannungs-          erniedrigung    und durchaus keine Zündung. Die Ent  ladungen zwischen 13 und 12 können mehr oder  weniger kontinuierlich auftreten, oder zum Beispiel  nur dann, wenn durch äussere elektrostatische Ein  flüsse das Potential von 12 ansteigt. Der äussere       Durchmesser    des Gehäuses beträgt 9,5 mm.

   Infolge  dieser geringen Ausmasse ist das Anbringen eines  Kontaktes     mit    der Wandbedeckung, der ohne beson  dere Massnahmen immerhin zweifelhaft wäre, kaum  nötig. Ein starker Kontaktdruck würde im übrigen  eine Einschmelzung des Bodens in den Kolben in  maschineller Weise erschweren. Infolge des kleinen  Röhrendurchmessers ist die Anwendung grösserer An  zahlen Röhren in gedruckten Schaltungen möglich.  



  Mit der erfindungsgemässen     Glimmentladungs-          röhre    wird erreicht, dass Wandladungen keine Ent  ladung mehr herbeiführen können, zum Beispiel zur  Kathode oder zu einem solchen Teil der Hilfsanode,  dass die Hauptentladung dadurch eingeleitet     wird,     denn im Ruhezustand haben die     Hilfsanoden    in  Schaltungen mit     Glimmentladungsröhren    meist Ka  thodenpotential oder ein noch einige Zehner Volt  niedriger liegendes Potential.  



  Die dargelegte Ausbildung ist besonders dann  von Wichtigkeit, wenn die Röhre zwei Hilfsanoden  enthält, die ebenso wie die Kathode aus     Molybdän     bestehen. Im Falle von zwei Hilfsanoden ist es nahezu  unumgänglich, sie aus gleichem Material wie die  Kathode herzustellen, für welche wegen der günstigen  entladungstechnischen Eigenschaften     Molybdän    ge  wählt wird. Wenn     nämlich    die Hauptentladung von  einer der     Hilfsanoden    gezündet worden ist, zieht die  andere     Hilfsanode,    welche infolge der Schaltung Ka  thodenpotential oder ein niedrigeres Potential auf  weist, auch einen Teil des Stromes auf sich, so dass  diese     Hilfsanode    etwas zerstäubt wird.

   Besteht die  Hilfsanode aus einem anderen Stoff als der der  Kathode, so wird in der Umgebung dieser Hilfsanode    die Kathode etwas mit     Hilfsanodenmaterial    bedeckt,  welches von der auf einem anderen Kathodenteil  brennenden Hauptentladung nicht sofort zerstäubt  wird. Die Bedeckung der Kathode mit     Hilfsanoden-          material    bewirkt eine Änderung der Kathodeneigen  schaften und insbesondere der Zündspannung. Es  ist daher notwendig, die Hilfsanode aus dem gleichen  Material wie das der Kathode herzustellen.

   Da       Molybdän    ein niedriges     Austrittspotentional    und daher       als    Kathode in einer Entladungsstrecke eine niedrige  Zündspannung aufweist, treten zu einer beliebig ge  stalteten Hilfsanode aus     Molybdän    leicht Durch  schläge von der aufgeladenen Wandbedeckung der  Röhre auf, welche die Hauptentladung zum Zünden  bringen. Es ist daher einleuchtend, dass die An  wendung der besonderen Gestalt der Hilfsanode von  besonderer Wichtigkeit ist, wenn die Röhre eine       Molybdänkathode    und zwei     gleichfalls    aus     Molyb-          dän    bestehende Hilfsanoden besitzt.  



       Fig.    2 zeigt einen Teil einer Zählschaltung mit       erfindungsgemässen        Glimmentladungsröhren.    21 be  zeichnet die erste dargestellte     Glimmentladungsröhre     mit einer Kathode 22, einer Anode 23, Hilfsanoden  24 und 25, einer     Hilfsentladungskathode    26 und  der gestrichelt dargestellten Wandbedeckung 27. Für  die zweite Röhre gelten die Ziffern 21 bis 37. Vor  der Röhre 21 liegt die Röhre 11, und auf die Röhre  31 folgen die Röhren 41, 51 usw.; letztere Röhren  sind aber nicht mehr dargestellt.

   Die Röhren sind je  mit einem Kathodenwiderstand 102 versehen, der  von einem Kondensator 103 überbrückt     ist.    Die  Hilfskathoden 26, 36 usw. sind je über einen grossen  Widerstand 105 mit der Kathodenzuleitung verbun  den. Ein gemeinsamer Kathodenwiderstand ist mit  <B>101</B> bezeichnet. Die Hilfsanoden 24, 34 usw. sind  je über einen Widerstand 104 mit der Kathode der  vorhergehenden Röhre verbunden. Gleichzeitig sind  sie über einen Kondensator 107 an die Eingangs  leitung 106 angeschlossen. Die Hilfsanoden 25, 35  usw. sind je über einen Widerstand<B>108</B> mit der  Kathode der nächsten Röhre und gleichzeitig über  einen Kondensator 109 mit der Eingangsleitung 110  verbunden.  



  Wird angenommen, eine Entladung erfolge in  der Röhre 21, so wird bei einem positiven Impuls  hinreichender Grösse an der Leitung 106 die Röhre  31 gezündet, da die Hilfsanode 34 dem Kathoden  widerstand 103 der Röhre 21 bereits eine positive       Vorspannung    entnimmt. Bei einem nächsten Impuls  an der Leitung 106 wird die Röhre 41 zum Zünden  gebracht.  



  Wird dagegen angenommen, dass die Entladung  in der Röhre 31 erfolgt, so wird bei einem positiven  Impuls hinreichender Grösse an der Leitung<B>110</B> die  Röhre 21 gezündet und bei einem nächsten Impuls  die Röhre 11. Die Schaltung eignet sich daher zum  Bewegen der Entladung in beiden     Richtungen    oder,  da sie als Zählschaltung benutzt wird, zum Addieren  und Subtrahieren. Infolge des Vorhandenseins der  Wandbedeckung 27, 37 usw. könnten Störungen auf-      treten, die aber von den Hilfsanoden besonderer Ge  stalt und Anordnung, wie in     Fig.    1 dargestellt, ver  hütet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Glimmentladungsröhre, welche ausser einer Hauptanode und einer Hauptkathode wenigstens eine Hilfsanode enthält, damit in ihr eine gegenüber der Hauptentladungsstrecke abgeschirmte Hilfsentladung zum Vermeiden von Zündverzögerungen unterhalten werden kann, wobei auf der Röhrenwandung eine zerstäubte Metallschicht vorhanden ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hilfsanode eine solche Gestalt hat, dass sie einerseits mit der Kathode zum Herbei führen einer Hilfsentladung zusammenwirkt, und an- derseits eine bis auf einen kurzen Abstand von der Röhrenwandung reichende Spitze aufweist,
    damit bei zunehmendem Potential der Wandbedeckung und niedrigem Potential der Hilfsanode die Ladung der Wandbedeckung zur Spitze der Hilfsanode abfliesst, ohne dass sich daraus eine Zündspannungserniedri- gung in der Hauptentladungsstrecke ergibt.
    II. Verwendung der Glimmentladungsröhre .nach Patentanspruch I in einer Zählschaltung. UNTERANSPRUCH Glimmentladungsröhre nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre zwei Hilfs anoden besitzt, die ebenso wie die Hauptkathode aus Molybdän bestehen.
CH929160A 1959-08-19 1960-08-16 Glimmentladungsröhre mit Hilfsanode CH395350A (de)

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