Garagieranlage für Fahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine Garagieran- lage für Fahrzeuge mit einer Anzahl von festen Abstellplätzen, welche entweder in zwei Reihen auf je einer Seite einer Fahrstrasse angeordnet sind, die von hinreichender Breite ist, damit die Fahrzeuge bei der Einfahrt auf und der Ausfahrt von den festen Abstellplätzen eine 90 ige Schwenkung aus führen können, oder in einer Reihe auf der einen Seite einer solchen Fahrstrasse zum Abstellen der Fahrzeuge quer zur bezüglichen Reihe liegen, und mit einer Anzahl von längs der Fahrstrasse ange ordneten und mindestens je ein Fahrzeug tragen den Abstellplattformen.
Eine sehr übliche Art von Garagen, z. B. in Kellergeschossen liegende oder unterirdische Ga ragen, umfasst zwei Reihen von in der oben angege benen Weise auf beiden Seiten einer Fahrstrasse angeordneten festen Abstellplätzen. Diese Fahrstrasse muss hinreichend breit sein, damit die Fahrzeuge bei der Einfahrt auf bzw. der Ausfahrt von den festen Abstellplätzen um 90 schwenken können.
Die Gesamtfläche der Fahrstrassen einer Garage stellt deshalb einen bedeutenden Teil der Boden fläche der Garage dar und bleibt als Abstellplatz unausgenützt, falls keine besonderen Massnahmen ergriffen werden.
Es sind jedoch verschiedene Verfahren bekannt geworden, die Fahrstrassen zum Abstellen von Fahr zeugen auszunützen oder die Breite der Fahrstrassen zu vermindern. Um eine Verminderung der Breite der Fahrstrassen zu ermöglichen, hat man z. B. mechanisch betriebene Transportmittel vorgeschla gen, welche die Fahrzeuge auf die Abstellplätze und von diesen weg befördern. Unter den Nachteilen der gemäss diesem Prinzip geordneten Garagen seien vor allem die hohen Anlage- und Betriebskosten sowie die Gefahr erwähnt, dass durch Versagen irgendeines der Transportmittel ein grösserer oder kleinerer Teil der Garage blockiert wird.
Gemäss einer anderen Lösung, der dadurch eine grössere Aktualität zukommt, dass sie ähnlich wie die Erfin dung eine Erhöhung des nützlichen Abstellraumes gestattet und dennoch die Möglichkeit gewährt, die Fahrzeuge auf die Abstellplätze und von diesen weg zu fahren, sind längs der Fahrstrasse eine Anzahl von durch Räder getragenen Abstellplattformen vor gesehen, d. h. Wagen, die, z.
B. von Elektromotoren angetrieben, auf Geleisen längs der Fährstrasse be weglich sind und auseinandergeführt werden können, um an einer gewünschten Stelle eine Lücke zu be lassen, so dass ein Fahrzeug auf einen festen Abstell platz bzw. von diesem weg gefahren werden kann. Durch diese Einrichtung lässt sich also ein wesent licher Teil der Gesamtfläche der Fahrstrasse als Abstellplätze ausnützen. Auf Grund einer umfang reichen Installationsausrüstung und der nötigen mechanischen Vorrichtungen erhöht diese an sich ausgezeichnete Einrichtung jedoch die Baukosten und auch die Unterhalts- und Betriebskosten einer damit ausgerüsteten Garage beträchtlich.
Ferner füh ren die längs der Fahrstrassen mechanisch verschieb baren Plattformwagen die Gefahr mit sich, dass Personen wie auch Materialien zu Schaden kommen können, und bei mechanischen oder elektrischen Fehlern können alle oder einige der Abstellplätze blockiert werden. Ausserdem muss man damit rech nen, dass wenigstens einige Kraftwagenbesitzer wegen mangelnder technischer Kenntnis oder durch das Geschehen beängstigt, dass sich beim Drücken eines Knopfes eine Anzahl Abstellplattformen plötzlich in der Garage hin und her zu bewegen beginnen, beim Abstellen ihrer Fahrzeuge um Hilfe bitten müssen.
Hierzu und auch aus Sicherheitsgründen können selbstverständlich bei grösseren Garagen ge- schulte Garagewärter angestellt sein, jedoch dürfte sich dieser Ausweg bei mittelgrossen und kleineren Garagen allzu kostspielig stellen.
Unter Erfüllung des Wunsches nach einer be quemen Manövrierung der Fahrzeuge und unter Be seitigung der oben angegebenen Nachteile bezweckt die Erfindung, die nützliche Abstellfläche einer Ga rage zu erhöhen. Hierzu zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass die Abstellplattformen an bestimm ten Stellen längs der einen oder anderen Seite der Fahrstrasse auf einer Unterlage drehbar montiert, im übrigen aber ortsfest sind.
Jede Abstellplattform kann mittels einer Lage rungsvorrichtung auf der Unterlage drehbar getragen und mittels an der Plattformunterseite montierter Laufrollen peripherisch abgestützt sein, welche direkt auf der Unterlage oder einer oder mehreren an der Unterlage befestigten und mit dem Drehungsmittel punkt der Plattform konzentrisch verlaufenden Schie nen ruhen.
Die erfindungsgemässen Abstellplattformen lassen sich leicht und zu verhältnismässig niedrigen Kosten in den Fahrstrassen von Garagen installieren, um als Abstellplätze zu dienen und dadurch die Kapazität der Garage zu erhöhen. Sie nehmen geringen Platz in Anspruch und sind an verschiedene Garagebau- arten geschmeidig anpassungsfähig. Sie lassen sich z. B. ohne Ungelegenheit in schon in Gebrauch be findlichen Garagen installieren, und die Fahrstrassen brauchen nicht gerade zu sein. Ferner sind diese Abstellplattformen sehr leicht zu bedienen und er fordern praktisch keinen Unterhalt.
Bei den er findungsgemäss angeordneten Garagen können die auf den Abstellplattformen stehenden Fahrzeuge durch Drehung der Plattformen leicht in zweck mässige Winkellagen in der Garage eingestellt wer den, so dass andere Fahrzeuge unbehindert auf die Abstellplätze und von den Abstellplätzen weg fahren können. Leere Abstellplattformen lassen sich sogar dazu verwenden, die Manövrierung von Fahrzeugen zu erleichtern, die auf die festen Abstellplätze bzw.
von ihnen weg gefahren werden, was besonders in engen Garagen von Vorteil sein kann, obwohl die erste Aufgabe der Plattformen selbstverständlich dar in besteht, als Abstellplätze und nicht als Manövrier plätze für die Fahrzeuge zu dienen.
Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung im folgenden beispielsweise beschrieben werden. Es zeigt: Fig. 1 einen Grundriss einer Garage mit dreh baren Abstellplattformen gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Grundriss einer Abstellplattform in grösserem Massstab, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, welcher die Lagerungsvorrichtung und die Bremsvorrichtung der Plattform sowie eine Lauf rolle mit Lager darstellt,
Fig. <I>4a</I> und<I>4b</I> in Zusammenstellung einen Grundriss der Bedienungs- und Bremsvorrichtung der Plattform, wobei die Abdeckblecho teilweise entfernt sind, und Fig. 5 einen Teilgrundriss, welcher den Bedie nungshebel der Plattform in niedergeklappter Lage in einer Versenkung der einen Plattformseite liegend veranschaulicht.
Die Garagieranlage ist in der dargestellten Aus führung in einer Garage üblicher Bauart mit zwei Reihen von festen Abstellplätzen 1 angebracht, die durch eine Fahrstrasse 2 getrennt sind, welche von hinreichender Breite ist, um die Fahrzeuge bei der Einfahrt auf und der Ausfahrt von den festen Ab stellplätzen eine 90 ige Schwenkung ausführen zu lassen.
Längs der Fahrstrasse 2 sind nacheinander eine Anzahl von drehbaren, im übrigen jedoch orts festen Plattformen 3 angeordnet, die als Abstell plätze für Fahrzeuge dienen sollen und derart ange bracht sind, dass sie mit den auf ihnen abgestellten Fahrzeugen und ohne durch die Fahrzeuge auf den festen Abstellplätzen behindert zu werden, in solche Winkellagen drehbar sind, dass Fahrzeuge an der bezüglichen Plattform vorbei gefahren werden kön nen oder einen ausreichenden Manövrierplatz er halten, um auf die festen Abstellplätze oder von diesen zu fahren, oder dass ein Fahrzeug auf bzw. von einer Plattform weg gefahren werden kann, die als Abstellplatz für dieses Fahrzeug verwendet wird.
Die Grösse und Form der Plattformen und die Anbringung derer Drehungsmittelpunkte lassen sich in Abhängigkeit von der Breite der festen Abstellplätze, der Breite der Fahrstrasse und der Grösse der Fahrzeuge, die auf den Plattformen Platz finden sollen, anpassen. Bei der dargestellten recht eckigen Art von Plattformen besitzt jede Plattform, deren Grösse für einen Personenkraftwagen berechnet ist, ihren Drehungsmittelpunkt an der einen Seite mitten zwischen den Enden.
Die Plattformen können derart installiert sein, dass ihre Drehungsmittelpunkte zickzackförmig, etwas untereinander versetzt auf bei den Seiten einer Linie angebracht sind, die sich längs der Mittellinie der Fahrstrasse erstreckt, jedoch vorzugsweise der einen Reihe von festen Abstell plätzen etwas näher gelegen ist als der anderen. Sind die festen Abstellplätze von Standardbreite, ist es zweckmässig, die Abstellplattformen in der veranschaulichten Weise anzuordnen, so dass jede Plattform mit ihrem Drehungsmittelpunkt auf einer gedachten, von einem Punkt mitten zwischen zwei Paaren von einander gegenüberliegenden festen Ab stellplätzen quer über die Fahrstrasse gezogenen Linie liegt.
Jeder Gruppe von vier festen Abstellplätzen ist also eine drehbare Abstellplattform zugeordnet. Bei der dargestellten Anordnung bedeutet dies eine Erhöhung des nützlichen Abstellraumes mit 25 %. Es leuchtet ein, dass bei Anordnung von Abstell- plattformen an der Kreuzung von Fahrstrassen und auf anderen unausgenützten Flächen oder in Fahr strassen, die auf der einen Seite von einer Reihe fester Abstellplätze und auf der anderen Seite z. B. von einer Wand flankiert sind, die Erhöhung bis 50 @; betragen kann.
In der dargestellten Ausführung hat jede Platt form 3 rechteckige Form und umfasst zwei Rahmen abschnitte 4, die mit Abdeckblechen 5 bekleidet sind, welche die Oberseite der Plattform 3 bilden. An der einen Seite mitten zwischen den Enden wird die Plattform von einer allgemein mit 6 be zeichneten, an der Unterlage verankerten Lagerungs vorrichtung drehbar getragen. Diese Vorrichtung wird im folgenden näher beschrieben. Ausser von dieser Lagerungsvorrichtung wird die Plattform 3 von einer Anzahl Rollen 7 getragen, die auf der Unterseite der Rahmenabschnitte 4 in Haltern 8 montiert und mittels Kugellager gelagert sind.
Die Rollen 7 sind im Abstand voneinander längs zweier konzentrischer Kreisbögen angebracht, deren gemeinsamer Mittel punkt mit dem Drehungsmittelpunkt der Plattform 3 zusammenfällt, und sie können entweder direkt auf der Unterlage oder auf Schienen abrollen, die mit der Unterlage fest verbunden sind. Die Schienen können kreisförmige oder kreisbogenförmige ebene Bahnen aus Metallblech sein, die mittels Epoxy- harzleim auf der Unterlage festgeklebt sind. In der gezeigten Ausführung (die Unterlage ist hier ein Betonfussboden) bestehen die Schienen jedoch aus zwei konzentrischen kreisförmigen Bahnen 9 aus Expoxyharzleim, welcher mit Sand als Füllmittel vermischt ist.
Diese Rollbahnen 9 werden vorzugs weise derart hergestellt, dass zwei konzentrische ring förmige Flächen des Betonfussbodens abgeschliffen und mit verdünntem Expoxyharzleim imprägniert werden, wonach eine Oberflächenschicht von mit Sand vermischtem Expoxyharzleim auf den behandel ten Flächen angebracht wird. Diese Schichten bilden nach Selbsterhärtung äusserst verschleissfeste Bahnen, die mit dem Betonfussboden 5 vereinigt sind und grosse Tragfähigkeit besitzen.
Die Lagerungsvorrichtung 6 (Fig. 3) umfasst ein an der Unterlage verankertes Lagergehäuse 10 und einen mit der Plattform 3 verbundenen herabhän genden Zapfen 11, welcher abgestuft ist und an seinem mittleren Teil mittels eines Radialkugellagers 12 und an seinem abgesetzten Endteil mittels eines Axialkugellagers 13 im Gehäuse 10 gelagert ist.
Das Lagergehäuse 10 kann in irgendwelcher zweckmässigen Weise mit der Unterlage fest ver bunden sein. In Fig. 1 ist jedoch eine Anordnung gezeigt, die besonders vorteilhaft ist, wenn Abstell- plattformen 3 auf fertige Betonfussböden in bereits im Gebrauch befindlichen Garagen oder dergleichen installiert werden sollen. Das Lagergehäuse 10 ist somit auf einer Bodenplatte 14 festgeschweisst, die mittels Epoxyharzleim am Betonfussboden festgeklebt ist.
Die Festklebung der Bodenplatte 14 wird in der Weise durchgeführt, dass eine der Platte ent sprechende Fläche des Betonfussbodens abgeschliffen und mit verdünntem Epoxyharzleim imprägniert wird, wonach eine Lage von dickem Epoxyharzleim auf der also behandelten Fläche angebracht wird. Auf diese Lage Epoxyharzleim wird die Bodenplatte 14 herabgepresst, welche in dem dargestellten Beispiel aus Stahlblech besteht und deren Unterseite früher behandelt und mit Leim derselben Art belegt worden ist, wobei der Leim während der Lagerung und beim Transport der Platte als Rostschutz dient.
Beim Herabpressen der Bodenplatte 14 wird der Leim um den Umfang der Bodenplatte nach oben gepresst und dringt durch in der Platte vorgesehene Löcher 15 hinauf, in welchem der Leim nach Er härten kräftige Zapfen 15' bildet, die mit dem Beton fussboden fest vereinigt sind und die Festigkeit des Verbands gegen Schubbeanspruchungen erhöhen.
Um die Auffahrt auf bzw. die Abfahrt von der Abstellplattform 3 zu erleichtern und um Personen schaden zu verhüten, ist die Aussenkante 5' der Plattform abfallend angeordnet und vorzugsweise mit einem Gummiwulst 5" versehen. Ferner kann die Plattform 3 auf der Oberseite zweckmässige Führungs nuten in der Form von innerhalb der Plattform randteile liegenden Versenkungen besitzen, welche teils zur Lenkung der Räder der Fahrzeuge bei der Auffahrt auf bzw. Abfahrt von der Plattform dienen und teils die Aufgabe haben, das abgestellte Fahrzeug festzuhalten, so dass es nicht unbeabsich- tigterweise von der Plattform herabgleitet oder herab rollt.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform hat die Plattform 3 jedoch eine hauptsächlich flache Oberseite und ist mit Klötzen 16 ausgerüstet, die paarweise an dem einen Ende der Plattform in solchen Lagen angeordnet sind, dass sie auf beiden Seiten der Hinterräder eines auf die Plattform ge fahrenen Fahrzeuges Halteglieder bilden. Die Klötze 16 sind zur Anpassung an die Grösse und Stellung des Fahrzeuges einstellbar.
Die Abstellplattformen 3 stehen normalerweise mit ihren Längsachsen parallel zur Fahrstrasse, um die grösstmöglichste Breite derselben freizugeben, um Fahrzeuge auf dem Wege auf die Abstellplätze zu bzw. von ihnen weg vorbeizulassen. In dieser Lage blockieren die Plattformen allerdings die festen Ab stellplätze, jedoch kann irgendeiner dieser Plätze durch zweckmässige Einstellung einer oder höchstens zweier drehbarer Plattformen schnell zum Ein- oder Auslassen eines Fahrzeuges freigegeben werden.
In Fig. 1 ist eine Anzahl möglicher Winkellagen der Plattform 3 mit den darauf abgestellten Fahrzeugen gezeigt, und Pfeile deuten an, welche Möglichkeit die Fahrzeuge haben, zur Einfahrt auf bzw. Ausfahrt von den Abstellplätzen zu manövrieren.
Die erfindungsgemässen Abstellplattformen kön nen, wenn erwünscht, mit kleinen Elektromotoren ausgerüstet werden, die z. B. unter den bezüglichen Plattformen angebracht werden können, um über ein zweckmässiges Zahngetriebe diese Plattformen zu betätigen, oder können die Plattformen mit einer zweckmässigen Hebel- bzw. übersetzungsvorrichtung zur Handbedienung ausgerüstet werden. Gemäss einer einfachen und praktischen Bauart sind die Platt- formen durch einen Handhebel 17 von Hand dreh bar, welcher mit einer Sperrvorrichtung zur Ermög lichung einer auslösbaren Verriegelung der Platt formen in bestimmten Winkellagen verbunden sein kann.
In der dargestellten Ausführung ist der Hebel jedoch mit einer Bremsvorrichtung 18 verbunden, mit welcher die Plattform 3 in einer beliebigen Winkellage festgestellt werden kann. Der Handhebel 17 ist an dem einen der beiden vom Drehungs mittelpunkt der Plattform 3 weitest entfernten Ecken angebracht und besteht aus einer Stange, die da durch an der Plattform 3 schwenkbar montiert ist, dass sie an dem einen Ende mit dem einen Ende einer waagrechten, im Verhältnis zur Stange im rechten Winkel angebrachten Welle 19 verbunden ist,
die sich durch ein Loch in dem einen Rahmen abschnitt 4 der Plattform 3 unter die Plattform erstreckt und in einem Paar von an der Unter seite der Plattform befestigten Hülsen 20 drehbar und axial verschiebbar gelagert ist, welche Hülsen die Welle 19 an den beiden Enden umschliessen. In der unwirksamen Lage liegt der Hebel in einer Nut 21 im einen Randteil der Plattform 3 nieder geklappt, um z. B. das öffnen einer Tür eines auf der Plattform abgestellten Fahrzeuges nicht zu be hindern. Aus dieser Lage ist der Handhebel 17 in eine senkrechte oder beinahe senkrechte Lage hochklappbar, um als Griff zum Drehen der Platt form zu dienen.
Die mit dem Handhebel 17 drehbare Welle 19 ist an dem äusseren Ende mit dem äusseren Arm 22 eines Lenkersystems verbunden, welches einen inneren Arm 23 besitzt, der mittels eines gabel förmigen Gelenks 24 mit einem Hebel 25 verbunden ist. Der Hebel 25 ist mittels eines Zapfens 26 an der Unterseite der Plattform 3 gelagert und sein inneres Ende ist als doppelter Winkelhebel mit zwei Vorsprüngen 27 und 28 ausgebildet, die z. B. mittels einer Wantschraube 30 und einer Ver- riegelungsmutter 31 an je ein Ende eines Brems bandes 29 angelenkt sind.
Das Bremsband 29 er streckt sich um eine Bremstrommel 32, die aus einem auf der Bodenplatte 14 befestigten ringför migen Flansch besteht. In der niedergeklappten Lage des Handhebels 17 wird der Hebel 25 von einer Schraubenfeder 33 in einer Bremslage gehalten, in welcher das Bremsband 29 um die Bremstrommel 32 gespannt ist. Die Schraubenfeder 33 umschliesst den inneren Lenker 23 des Lenkersystems und ist zwischen einer einstellbaren Mutter 34 auf diesem Lenker und dem einen Rahmenabschnitt 4 der Platt form 3 eingespannt. Beim Hochschwenken des Be dienungshebels 17 wird die Feder 33 zusammenge drückt und der Hebel 25 in einer solchen Richtung geschwenkt, dass das Bremsband 29 der Brems vorrichtung 18 gelockert wird.
Wenn man den Hebel 17 wieder loslässt, wird er selbsttätig von der Feder 33 niedergeklappt und gleichzeitig wird das Brems band 29 zum Eingriff um die Bremstrommel 32 gebracht. Das Bremsband 29 ist mittels der Wantschraube 30 regelbar und die Federspannung mittels der Mut ter 34. In der Nut 21 für den Handhebel 17 ist ein Gummipuffer 35 angeordnet, um den An schlag des Hebels zu dämpfen, wenn er von der Feder 33 in seine niedergeklappte Lage zurückge bracht wird.
Wenn die Plattform mittels des Hand hebels 17 geschwenkt wird und sich der gewünschten Winkellage nähert, wird der Handhebel losgelassen, wobei der Hebel 25 der Bremsvorrichtung 18 sofort von der Feder 33 in die Bremslage geschwenkt wird, so dass die Plattform 3 schnell und beinahe ohne Leergang, dennoch aber sanft, durch das Bremsband 29 festgestellt wird.
Um den Transport der Plattformen 3 zum Auf stellungsplatz zu erleichtern, ist jede Plattform in drei Hauptteile unterteilt, die bei der Installation endgültig zusammengebaut und mit den Abdeck- blechen 5 bekleidet werden. Zwei dieser Hauptteile bestehen aus den beiden Rahmenabschnitten 4 mit anmontierten Rollen 7. Auf dem einen Rahmenab schnitt ist ausserdem der Handhebel 17 nebst der Welle 19 und dem Lenkersystem mit den Lenkern 22 und 23 bereits angebracht. Der dritte Hauptteil besteht aus der Lagerungsvorrichtung 6 mit dem Lagergehäuse 10 und den Lagern 12 und 13 sowie den Drehzapfen 11, der Bodenplatte 14 und der oben beschriebenen Bremsvorrichtung 18 mit dem Hebel 25.
Diese Teile sind zu einer Einheit 6' zusammengebaut, deren zusammenhaltende Teile aus der Bodenplatte 14, einer oberen Platte 36, auf der der Drehzapfen 11 festgeschweisst ist, und Ver bindungsgliedern 37 gebildet sind, welch letzteren die Bodenplatte 14 und die obere Platte 36 ver binden und als Befestigungen für die Rahmenab schnitte 4 dienen. Diese Einheit 6' wird zuerst dadurch auf ihrem Platze montiert, dass die Boden platte 14 in der oben beschriebenen Weise auf der Unterlage festgeklebt wird.
Danach werden die Rah menabschnitte 4 mit der Einheit 6' dadurch ver bunden, dass Zapfen oder Schraubenbolzen 38, die in zweckmässigen Lagen an den Abschnitten 4 be festigt sind, in Eingriff mit Schlitzen geführt werden, die in den Verbindungsgliedern 37 aufgenommen sind, wobei gleichzeitig der innere Lenker 23 des Lenkersystems und der Hebel 25 der Bremsvor richtung 18 an entsprechenden Enden, die zusammen das Gabelgelenk 24 bilden, in Eingriff miteinander geschoben werden.
Die Rahmenabschnitte 4 können durch Verbindungsglieder 39 und Bolzen 40 unter einander verbunden und an den Verbindungsgliedern 37 mittels Muttern 41 festgestellt werden, es genügt aber, als zusammenhaltende Glieder die Abdeck- bleche 5 zu verwenden, die nach der Montage der Rahmenabschnitte 4 als Bekleidung oder Deckung auf diesen und auf der Einheit 6' angebracht werden, wobei sie mittels zweckmässiger Befestigungsglieder, z. B. Schrauben, befestigt werden. Ein zweckmässig grosser Teil des Abdeckbleches 5 oberhalb der Lage rungsvorrichtung 6 ist als abnehmbarer Deckel aus- gebildet, welcher in Fig. 2 mit 42 bezeichnet ist. Dieser Deckel 42 gewährt Zutritt zu der Brems vorrichtung 18 zwecks Inspektion und Nachstellung.
Wie schon erwähnt, ist der Drehzapfen 11 in den Lagern im Lagergehäuse 10 vor der Montage der Einheit 6' auf der Unterlage montiert, und der Zapfen ist genau senkrecht zur Bodenplatte 14 gerichtet, wodurch die Plattform 3 auch bei Installa tion auf einer geneigten Unterlage immer eine zur Unterlage planparallele Stellung einnimmt. Um sicherzustellen, dass die Plattform 3 nach der In stallation bei ihrer Schwenkung nicht mit der Unter lage in Berührung kommt, braucht man somit nur darauf zu achten, dass die Unterlage in dem Gebiet des von den Ecken der Plattform 3 beschriebenen Schwenkungskreises eben ist.
In Fig. 3 ist die Montage einer der Rollen 7 der Plattform 3 gezeigt. Die Rollen sind vorzugs weise aus Nylon hergestellt und sind von konischer Form, wobei ihre Achsen mit vom Schwenkungsmit- telpunkt der Plattform 3 ausgehenden Halbmessern zusammenfallen. Die den grössten Durchmesser be sitzenden Enden der konischen Rollen 7 sind nach aussen gekehrt, und hierdurch wird hauptsächlich alle Drehreibung zwischen den Rollen und der Unter lage beseitigt, welch letztere in diesem Falle aus den Bahnen 9 gebildet ist.
Wie in Fig. 1 gezeigt, sind die Drehungsmittel punkte der Abstellplattformen in bezug aufeinander im Zickzack längs der Fahrstrasse angeordnet. Diese Anordnung ist dadurch besonders vorteilhaft, dass sie die Einstellung zweier benachbarter Plattformen in günstige Relativlagen gestattet, damit den Fahr zeugen der grösstmögliche Manöverraum zur Ver fügung gestellt wird. In gewissen Fällen kann es jedoch zweckmässiger sein, die Plattformen mit ihren Drehungsmittelpunkten in einer Reihe nacheinander längs oder parallel zur Mittellinie der Fahrbahn anzuordnen. Diese Anordnung ist bei schmalen Fahr strassen vorzuziehen und/oder wenn es erwünscht ist, alle Plattformen der einen Reihe von festen Abstellplätzen (oder z.
B. einer Wand) so nahe wie möglich zu verlegen. Eine andere mögliche Ab änderung ist, die Drehungsmittelpunkte der Platt formen in andere Lagen im Verhältnis zu den Platt formen selbst zu verlegen. Bei Anordnung einer Plattform nahe einer Wand oder einer Ecke kann es z. B. zweckmässig sein, den Drehungsmittelpunkt der Plattform auf das eine Ende oder die eine Ecke der Plattform zu verlegen. Auch die Schienen oder Bahnen 9 für die Rollen 7 der Plattform 3 können selbstverständlich in verschiedener Weise abgeändert werden. Es lässt sich z. B. denken, dass nur eine Schiene verwendet wird, in welchem Falle die Rollen in untereinander gleichgrossen Abständen vom Dre hungsmittelpunkt der Plattform untergebracht sind.
Ferner können die Schienen unter der Ebene der Unterlage versenkt oder ganz oben auf der Unter lage angebracht werden. Schliesslich sei hervorgehoben, dass die Plattfor men, welche in der dargestellten Ausführung recht eckig sind und nur ein darauf abgestelltes Fahrzeug tragen sollen, von anderer Form z. B. kreisförmig, sein können und so ausgebildet sind, dass sie mehr als ein Fahrzeug tragen können. Kreisförmige Platt formen sind zweckmässig mit ihren Oberflächen in gleicher Höhe mit der Unterlage angebracht, in welchem Falle die Randteile der Plattformen nicht nach unten abgebogen zu sein brauchen.