Einrichtung zur elektrischen Lagebestimmung einer einzelnen Markierung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elek trischen Lagebestimmung einer einzelnen Markie rung, bei welcher durch periodische Abtastung der Markierung eine Messwechselspannung erzeugt wird, deren Phasenlage ein Mass für die Lage der Markie rung relativ zur Abtastrichtung darstellt. Diese Mar kierung kann beispielsweise ein Teilstrich einer Skala sein, mit der ein Bauelement versehen ist. Vorzugs weise kann die Einrichtung auf dem optisch-elek- trischen Prinzip aufgebaut sein.
Es ist bereits bekannt, Massstäbe an Werkzeug maschinen durch Photozellen abzutasten und die Ausgangssignale der Photozellen einem Zählwerk zuzuführen, dessen Anzeige dann der Stellung der Photozelle gegenüber der Skala entspricht. Solche ziffernmässig arbeitenden Anordnungen schalten pro Teilstrich der Skala um eine Einheit weiter und eignen sich nicht zur Anzeige von analogen Zwi schenwerten.
Es ist nun auch bereits eine Anordnung bekannt, die auch analoge Zwischenwerte liefert. Diese be kannte Anordnung enthält zwei unter einem sehr spitzen Winkel gekreuzte Strichgitter, die bei dieser Anordnung ein Moire aus annähernd senkrecht zu den Teilstrichen verlaufenden hellen und dunklen Linien ergibt. Werden die beiden Strichgitter in Skalenrichtung, d. h. senkrecht zu den Teilstrichen gegeneinander verschoben, so bewegt sich das Moire senkrecht zur Verschiebungsrichtung. Bei der be kannten Einrichtung wird dieses Moire durch min destens vier Photozellen abgetastet, und die Photo zellen werden durch eine elektrische Einrichtung in einer ihrer Anordnung entsprechenden Reihenfolge nacheinander abgetastet.
Die bei der Abtastung ge wonnenen Signale werden additiv vereinigt. Durch eine Phasenmessung des kombinierten Signals können die gewünschten analogen Zwischenwerte erhalten werden, so dass diese bekannte Einrichtung auch kontinuierliche Zwischenwerte zwischen den einzel nen Teilstrichen liefert.
Die bekannte Einrichtung benötigt zwei Skalen, und das angewandte Verfahren eignet sich nicht zur Abtastung einzelner Teilstriche, da zur Erzeugung des Moires eine grössere Anzahl von Teilstrichen beider Skalen herangezogen werden müssen.
Die Erfindung baut auf der letztgenannten Ein richtung auf. Die Einrichtung gemäss der Erfindung soll ebenfalls analoge Zwischenwerte liefern, die bekannte Einrichtung soll jedoch dahingehend wei terentwickelt und verbessert werden, dass zur genauen Lagebestimmung nur ein einziger Teilstrich und nicht ein grösseres Stück einer Skala benötigt werden. Dadurch werden die Herstellungskosten verringert, und man ist keinerlei Beschränkungen bezüglich der Skala unterworfen, die auch aus weit beabstandeten Teilstrichen oder sogar im Grenzfall aus einem einzi gen Teilstrich bestehen kann.
Zunächst sei anhand der Fig. 1 und 2 das Prinzip der optisch-elektrischen Lagebestimmung beispiels weise erläutert.
In Fig. 1 bedeutet 10 eine Skalenplatte, beispiels weise aus Glas, auf welcher eine Anzahl von Teil strichen, beispielsweise durch Bedampfen mit einem gut lichtreflektierenden Metall, beispielsweise mit Silber, angebracht sind. Diese Skala soll von einer nicht mitdargestellten Lichtquelle beleuchtet werden, so dass die Teilstriche das Licht reflektieren, also als leuchtende Striche anzusehen sind. Die Skala 10 bewegt sich in der Richtung des Doppelpfeiles 11 gegenüber den übrigen in Fig. 1 dargestellten Elemen ten, und es sei die Aufgabe gestellt, die jeweilige Lage, beispielsweise des Teilstriches 12, sehr genau und mit elektrischen Mitteln zu bestimmen.
Der interessierende Teilstrich 12 wird durch eine Linse 13 mit entsprechender Vergrösserung in eine durch die Umrandung 14 schematisch dargestellte Ebene reell abgebildet, so dass in dieser Ebene ein ver grössertes Bild 15 des Teilstriches 12 entsteht. Bei der Bewegung der Skala 10 im Sinne des Doppel pfeiles 11 wandert dieses Bild 15 also in horizontaler Richtung innerhalb der Ebene 14. In der Bildebene 14 befindet sich eine mechanische Blende 16, die einen Spalt 17 enthält, welcher, wie hier zur Ver einfachung der Betrachtungsweise angenommen wer den soll, dieselben Abmessungen besitzt wie das Bild 15.
Diese Blende 16 mit ihrem Spalt 17 wird in der Richtung des Doppelpfeiles 18 in Schwingun gen versetzt, so dass eine Photozelle 19 stets dann beginnt, Licht zu erhalten, wenn der Spalt 17 und das Bild 15 sich zu decken beginnen, volles Licht erhält, wenn der Spalt 17 und das Bild 15 sich voll ständig decken und dass die Belichtung der Photo zelle 19 wieder abnimmt, wenn der Spalt 17 die Stellung maximalen Lichtdurchtritts wieder zu ver lassen beginnt.
Wenn man bei konstanter Schwin gungsamplitude der Blende 16 den Photozellenstrom zeitlich darstellt, wie dies in Fig.2 geschehen ist, so erhält man also den Photozellenstrom Null, wenn das Bild 15 ausserhalb des Spaltes 17 liegt; man erhält einen ansteigenden Photozellenstrom von dem jenigen Zeitpunkt an, in welchem der Spalt 17 in das Bild 15 einzutauchen beginnt, bis zum maximalen Photozellenstrom, wenn der Spalt 17 und das Bild 15 sich gerade vollständig decken. Wenn der Spalt 17 das Bild 15 wieder verlässt, nimmt der Photozellen strom wieder ab und wird Null, wenn der Spalt 17 das Bild 15 völlig verlassen hat.
Da bei der Bewe gung des Teilstriches 12, dessen Lage bestimmt wer den soll, sich auch die Lage des Bildes 15 in der Ebene 14 ändert, ist also die Phasenlage des drei eckigen Photozellenimpulses gegenüber einer Bezugs kurve, die aus dem Antrieb oder aus der Bewegung der Blende 16 abgeleitet wird, von der jeweiligen Lage des Teilstrichs 12 bzw. des Bildes 15 in der Bildebene 14 abhängig. Wenn man also die Phasen lage des Photozellenimpulses gegenüber der erwähn- ten Bezugskurve misst, so gibt diese Phase ein Mass für die Lage des Teilstrichs 12, welche bestimmt werden soll.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Lage eines Teilstriches ohne mechanische Mittel im Sinne der Blende 16 in Fig. 1 auf rein elektrischem Wege zu bestimmen und eine ent sprechende elektrische Anzeige zu liefern. Durch die Lösung dieser Aufgabe wird nicht nur eine Befreiung von mechanischen Mitteln erreicht, sondern auch eine weitaus höhere Genauigkeit, als sie mit mecha nischen Mitteln möglich ist.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe bei einer Einrichtung zur elektrischen Lagebestimmung einer einzelnen Markierung, bei welcher durch periodische Abtastung der Markierung eine Messweehselspan- nung erzeugt wird, dadurch gelöst, dass Wandler zur Abtastung der Lage der Markierung derart angeord- net sind, dass sie bei Verschiebungen der Markierung um mindestens annähernd gleiche Strecken nach einander ein maximales Ausgangssignal liefern, wo bei die Markierung in jeder Lage innerhalb des Messbereiches durch mindestens drei Wandler gleich zeitig erfasst wird, dass weiterhin eine elektrische Vorrichtung vorgesehen ist,
durch die die Ausgangs signale von den Wandlern in derjenigen Reihefolge, in der diese bei einer gleichgerichteten Verschiebung der Markierung nacheinander maximale Ausgangs signale liefern, für ein bestimmtes, mindestens an nähernd konstantes Zeitintervall abgenommen und addiert werden, und dass das so entstandene Sum mensignal einer Vorrichtung zur Glättung des Kur- venverlaufes zugeführt wird, die ihrerseits dann die Messwechselspannung liefert.
Anhand der Fig. 3 bis 6 sei zunächst ein Aus führungsbeispiel der Erfindung beschrieben, während die Fig.7 bis 11 Abwandlungen dieses Ausfüh rungsbeispiels betreffen.
In Fig. 3 ist mit 20 ein leuchtender Teilstrich bezeichnet, der sich in der Richtung des Doppel pfeiles 21 bewegen möge und dessen jeweilige Lage bestimmt werden soll. Von diesem Teilstrich 20, der in seiner Mittellage gezeichnet ist, werden nun zu nächst sieben gleich helle und gleich grosse, ver grösserte Bilder 22 bis 28 entworfen. Diese Bilder entstehen alle in einer Ebene, welche auf der opti schen Achse der Fig. 3 senkrecht steht. Zur Erzeu gung dieser Bilder 22 bis 28 dienen eine Linse 29 sowie sieben weitere Linsen 30 bis 36.
Die Linse 29 ist aus einer ursprünglich runden Linse derart heraus geschnitten, wie in Fig.3a angedeutet, und jede einzelne der Linsen 30 bis 36 ist gemäss Fig.3b ebenfalls aus einer ursprünglich runden Linse her ausgeschnitten. Alle Linsen 30 bis 36 stimmen mit einander genau überein und sind in Fig. 3 auf eine planparallele Glasplatte 37 aufgekittet. Die Linse 29 wandelt das vom Teilstrich 20 kommende Licht in parallele Lichtstrahlen um und jede der Einzellinsen 30 bis 36 entwirft eines der Bilder 22 bis 28.
In Fig.3 sind ferner sieben Photozellen 38 bis 44 dargestellt, denen noch je eine räumlich feststehende Spaltblende (nicht dargestellt) zur Begrenzung der Photokathodenfläche zugeordnet ist. Die Photozellen 38 bis 44 liegen alle in einer auf der optischen Achse senkrecht stehenden Ebene, liegen in dieser Ebene jedoch nicht untereinander wie die Bilder 22 bis 28, sondern sind in dieser Ebene gegeneinander ver setzt, wie anhand Fig. 4a sogleich erläutert werden soll.
In Fig.4a ist die Zeichcnebene die auf der optischen Achse der Fig. 3 senkrecht stehende Ebene, in welcher die vor den Photozellen 38 bis 44 an geordneten Spaltblenden und die von den Linsen 33-36 entworfenen Bilder liegen. Diese Photozellen sind in Fig. 4a zur Erleichterung der später folgenden Beschreibung der Wirkungsweise mit 1 bis 7 be zeichnet und dabei jeweils durch ein aufrechtstehen- des Rechteck angedeutet, das die durch die vor- erwähnten Spaltblenden begrenzten aktiven Photo flächen bedeuten soll.
Wie Fig.4a erkennen lässt, sind diese aktiven Photoflächen 1 bis 7 seitlich gegeneinander versetzt. Die Versetzung beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel zwischen zwei aufein anderfolgenden Zeilen der Fig. 4a jeweils eine halbe Photokathodenbreite. Ferner sind in Fig.4a auch, punktiert, die sieben optischen Bilder des Teilstrichs 20, also die Bilder 22 bis 28, eingezeichnet. Die Lage dieser Bilder 22 bis 28 in der Zeichenebene der Fig.4a entspricht der Mittelstellung des Teil strichs 20.
Die Photokathoden sind also in Fig. 4a so angeordnet, dass das jeweilige optische Bild des Teilstrichs bei unveränderter Lage des Originalteil strichs auf je zwei benachbarten Photoelementen gegeneinander verschoben ist.
Wie bereits eingangs erwähnt wurde, sollen nun zur Lagebestimmung des Teilstrichs die Photoele mente 1 bis 7 nacheinander rein elektrisch abgefragt werden. Dies sei zunächst anhand der Fig. 5 und 6 erläutert. In Fig.5a bedeutet 45 eine Taktgeber Impulsquelle, welche die in Fig.6, Zeile A dar gestellten Impulse liefert. Diese Impulsreihe ist auch am Ausgang des Taktgebers 45 in üblicher Weise dargestellt. Mit 46 ist ein sogenannter Ringzähler an sich bekannter Art bezeichnet, der nacheinander an seinen Ausgängen 1 bis 7 Impulse von einer Breite gleich dem Abstand der Impulse in der Im pulsreihe A liefert, wobei die Ausgangsimpulse des Ringzählers 46 pausenlos aneinander anschliessen.
An diese sieben Ausgänge des Ringzählers 46 sind die sieben Photozellen 38 bis 44, d. h. im Sinne der Fig. 4a die sieben Photokathoden angeschlossen, die wieder mit 1 bis 7 bezeichnet sind. Über eine Sammelleitung 47 werden die Ströme aller Photo elemente additiv miteinander gemischt, d. h. über einen gemeinsamen Widerstand 48 nach Erde ge leitet.
Die Wirkungsweise dieses Ringzählers und die additive Mischung sei nun anhand der Fig. 4a er läutert. Es sei angenommen, dass sich der Teilstrich 20 in seiner Mittellage befindet, so dass also nur die Photoelemente 3 bis 5 Licht erhalten, während die Photoelemente 1 und 2 sowie 6 und 7 un- beleuchtet bleiben.
Beim Auftreten der Ausgangs impulse an den Ausgängen 1 und 2 des Ring zählers 46 fliesst also im Widerstand 48 kein Strom, während bei Einschaltung des Photoelementes 3 seitens des Ringzählers ein der Hälfte des maximal möglichen Photoelementenstromes entsprechender Strom fliesst, weil das Bild 24 in Zeile 3 der Fig. 4a das Photoelement 3 halb überdeckt. Bei Einschalten des Photoelementes 4 in Fig.5a fliesst nun der maximal mögliche Strom eines Photoelementes im Widerstand 48, weil gemäss Zeile 4 in Fig. 4a das Bild 25 sich mit dem Photoelement 4 vollkommen deckt.
Bei Einschaltung des Photoelementes 5 in Fig.5a fliesst wieder der halbe maximal mögliche Photoelementenstrom über den Widerstand 48. Wenn also der Ringzähler 46 einen Zyklus durchlaufen hat, wird der Widerstand 48 von einem Strom gemäss Zeile 11 in Fig. 4b durchflossen. Die Phasen lage dieses Stromverlaufes gegenüber den am Aus gang 1 des Ringzählers auftretenden Impulsen hängt nun von der jeweiligen räumlichen Lage des Original teilstrichs 20 ab.
Hat sich dieser Originalteilstrich gegenüber der in Fig. 3 dargestellten Mittellage und somit auch das entsprechende Bild 22 bis 28 gegen über der in Fig.4a dargestellten Lage verschoben, und zwar beispielsweise derart, wie in Fig. 4a, Zeile 1 durch die beiden senkrechten Pfeile für die rechte und linke Kante des Bildes 22 dargestellt ist, so entsteht bei der Abfragung seitens des Ringzählers 46 der in Fig. 4b, Zeile 1 dargestellte Stromverlauf im Widerstand 48, der zwar in seiner Form mit dem in Zeile 11 in Fig.4b dargestellten Strom verlauf übereinstimmt,
jedoch in der Phase ihm gegenüber verschoben ist. Der Bezugspunkt für die Phasenmessung ist dabei stets der am Ausgang 1 des Ringzählers 46 in Fig. 5a auftretende Impuls.
Wenn die optischen Bilder infolge einer räum lichen Verlagerung des Teilstrichs 20 sich auch in Fig.4a in Stellungen verlagern, die zwischen den durch die senkrechten Pfeile in Zeile 1 bzw. durch die punktierten Linien 22 bis 28 veranschaulichten Lagen liegen, so treten je nach der Grösse dieser Verlagerung die in Fig. 4b, Zeile 2 bis 10 dargestell ten Ströme im Widerstand 48 auf. Findet eine Ver lagerung zwischen der in Fig. 4a dargestellten Mittel lage und der in Zeile 7 durch die beiden senk rechten Pfeile dargestellten Lage der senkrechten Bildkanten statt, so gelten die Stromverläufe in Fig. 4b, Zeile 12 bis Zeile 21.
Die am Widerstand 48 auftretende Treppenkurve, die also die Gestalt einer der Treppenkurven in Fig.4b hat, ist durch die Kurve 49 in Fig.5a und durch die Zeile C in Fig. 6 angedeutet. Diese Spannung wird durch einen Kondensator 50 geglättet und verläuft dann gemäss Zeile D in Fig. 6. Diese Kurve D wird in einem Schmitt-Trigger 51 in die Kurve E umgewandelt. Die Spannungskurve E wird in einer Stufe 52 differenziert, so dass sich die Impulse nach Kurve F ergeben, von denen die negativen Impulse durch einen Gleichrichter 53 kurz geschlossen werden, so dass nur die positiven Impulse nach Kurve G übrigbleiben.
Mit diesen wird ein Flip-Flop 54 gesteuert, dessen Ausgangsspannung H also eine Rechteckkurve darstellt, deren Phasenlage zu den Impulsen am Ausgang 1 des Ringzählers 46 der jeweiligen Lage des Teilstrichs 20 entspricht.
An den Ausgang 1 des Ringzählers 46 ist eine Differenzierstufe 55 angeschlossen, deren Ausgangs impulse einen Flip-Flop 56 steuern, aus dessen Ausgangsimpulsen über zwei Verstärker 57 und 58 die beiden gegenphasigen Rechteckkurven B1 und B11 hergestellt werden.
Diese beiden gegenphasigen Ausgangsspannungen der Verstärker 57 und 58 liegen an den Anoden zweier Röhren 59 und 60, deren Gitter beide die Spannung H erhalten. In den Kathodenzuleitungen dieser beiden Röhren liegen zwei Widerstände 61 und 62, denen noch je ein Kondensator 63 parallel geschaltet sein kann. Ein Messinstrument 64 zwischen den Kathoden der beiden Röhren 59 und 60 steht also bei der in Fig. 4a dargestellten Lage der Bilder 22 bis 28 in einer Mittelstellung und schlägt nach der einen bzw. der anderen Seite aus, wenn der Teilstrich 20 in der einen oder der anderen Richtung aus seiner Mittellage auswandert.
Die jeweilige Lage des Teilstrichs 20 kann also an dem Instrument 64 abgelesen werden.
Eine Abwandlung der Ausführungsform nach Fig.l bis 6 ist in Fig.7 dargestellt. In dieser Figur ist die Zeichenebene ebenfalls wieder diejenige auf der optischen Achse der Fig. 3 senkrecht ste hende Ebene, in welcher die Photoelemente liegen.
Im Gegensatz zu Fig. 4a sind aber nun die Photo elemente nicht alle untereinander angeordnet, sondern viehmehr, wie Fig. 7 zeigt, in drei Zeilen, so dass statt der sieben Linsen 30 bis 36 in Fig. 3 im ganzen nur drei Linsen erforderlich sind. In Fig. 7 ist in über- einstimmung mit Fig. 4a die Lage der reellen Bilder des Teilstrichs 20 wieder unter der Voraussetzung dargestellt, dass der Teilstrich 20 sich in seiner Mittellage befinden möge.
Wenn die Bilder des Teilstrichs in Fig. 7 so zu den Photoelementen liegen, wie es die Fig. 7 andeutet, so entsteht also wieder die in Zeile 11 der Fig. 4b dargestellte Treppenkurve, während bei in Fig.7 nach links ausgewanderten Bildern eine der Kurven nach Zeile 1 bis 10 in Fig. 4b entsteht und bei in Fig. 7 nach rechts aus gewanderten Bildern eine der Kurven in Zeile 12 bis 21 der Fig.4. Die Photoelemente 1 bis 7 in
Fig. 7 werden zu diesem Zweck beispielsweise mit der Schaltung nach Fig. 5a wieder in der Reihen folge ihrer Ordnungszahlen abgefragt und die Lage des Teilstrichs 20 kann wieder mit der Schaltung nach Fig. 5b gemessen werden.
Eine andere Abwandlung in der Anordnung der Photoelemente 1 bis 7 ist in Fig.8 dargestellt. Dort sind die Photoelemente 1 bis 7 in zwei Zeilen angeordnet, und es brauchen daher nur noch zwei optische Bilder des Teilstrichs erzeugt werden. Diese beiden optischen Bilder sind in Fig.8 über den Rechtecken, welche die Photoelemente andeuten und wieder mit den Ordnungszahlen versehen sind, durch zwei schraffierte Rechtecke veranschaulicht. Die Photozellen müssen in diesem Falle sehr klein sein und eng aneinanderliegen und bestehen dann vor zugsweise aus aufgedampften strahlungsempfindli chen Schichten, wie z.
B. Bleisulfidschichten, Halb leiterschichten mit Sperrschicht (Photodioden) usw.
Es sei noch bemerkt, dass man anstelle der in Fig. 3 dargestellten Anordnung zur Erzeugung von sieben Bildern des Teilstrichs 20 bzw. zur Erzeugung der drei Bilder nach Fig.7 bzw. zur Erzeugung der zwei Bilder nach Fig. 8 des Teilstrichs auch zahlreiche andere optische Anordnungen benutzen kann, bei spielsweise Anordnungen nach dem Vorbild der für Farbfernsehkameras bekannten Anordnungen mit halbdurchlässigen Spiegeln zur Erzeugung dreier Farbauszüge.
Statt der Abfragung der Photoelemente 1 bis 7 in Fig. 4a, 7 oder 8 in der Reihenfolge ihrer Ord nungszahl kann man die Abfragung auch so durch führen, dass zunächst alle Photoelemente in der Rei henfolge ihrer Ordnungszahl abgefragt werden, so dann im umgekehrten Sinne, sodann wieder in der Reihenfolge ihrer Ordnungszahl und so weiter. Eine Schaltungsanordnung, bei welcher abwech selnd in der Reihenfolge der Ordnungszahl und in umgekehrter Richtung abgefragt wird, ist in Fig. 9 dargestellt.
Diese unterscheidet sich von Fig. 5a zu nächst dadurch, dass ein sogenannter bidirektionaler Ringzähler 65 verwendet wird, der mit zwei Diffe- renzierstufen 66 und 67, einem Flip-Flop 68 und zwei Undstufen 69 und 70, wenn er von einem Taktgeber 71 gesteuert wird, zunächst nacheinander an den Ausgängen 1 bis 7 Spannungsimpulse von der Breite des Abstandes zweier Impulse des Takt- P Cr bers liefert,
sodann nacheinander an den Aus gängen 6 bis 1 ebensolche Impulse liefert und an schliessend an den Ausgängen 2 bis 7 wieder eben solche Impulse usw. Die Ausgangsimpulse treten also bei dem bidirektionalen Ringzähler 65 hin und her laufend auf, wie es in Kurve A in Fig. 11 für die entsprechenden Taktgeberimpulse durch Bei fügung der Ziffern der betreffenden Ausgänge des Ringzählers 65 angedeutet ist.
Die Photoelemente, der Ausgangswiderstand, der Beruhigungskonden sator, der Schmitt-Trigger, die Differenzierstufe, der Gleichrichter, und ein Flip-Flop sind bei der Schal tung nach Fig.9 ebenso vorhanden wie bei der Schaltung nach Fig.5a. Dementsprechend entsteht an der oberen Klemme des allen Photoelementen gemeinsamen Widerstandes wegen der abwechselnd verlaufenden Abfragung die Treppenkurve B in Fig. 11 und nach der Glättung die Kurve C.
Durch den Schmitt-Trigger wird in Fig. 9 aus dieser geglätte ten Spannungskurve wieder der rechteckige Span nungsverlauf D, welcher nach der Differenziation die in der Kurve E dargestellten kurzen Spannungs impulse ergibt. Wenn man durch den Gleichrichter die negativen Impulse unterdrückt, ergibt sich die Impulsfolge nach Kurve F. Mit diesen Impulsen wird ein Flip-Flop gesteuert, welcher zwei gegen- phasige Ausgangsspannungen G und H liefert.
Diese letzteren Spannungen liegen an den beiden Basis elektroden zweier Transistoren in Fig.10, deren zusammengeschaltete Kollektorelektroden mit einer Gleichspannung U versorgt werden. Die Emitter- elektroden ,sind über je einen Widerstand geerdet und ausserdem über ein Messinstrument miteinander verbunden, durch welches also die durch die Kurve J in Fig. 11 veranschaulichten Rechteckimpulse hin durchfliessen. Die Phasenlage dieser Rechteckimpulse ist wieder von dem in Kurve B bzw.
C dargestellten Spannungsverlauf abhängig und gibt somit wieder ein Mass für die Lage des Teilstrichs 20. Während also die Phasenmessung gemäss Fig. 5a und 5b mittels einer phasenkonstanten Bezugskurve geschieht, ändert sich die Lage der in Kurve C der Fig. 11 dargestellten geglätteten Impulse bei einer Auswanderung des Teilstrichs 20 derart, dass sich bei einer Verschiebung des Teilstrichs 20 in der einen Richtung die beiden ersten Impulse in Kurve C und die beiden letzten Impulse in dieser Kurve ein ander annähern, sich jedoch bei einer Verschiebung des Teilstrichs 20 in der anderen Richtung von einander entfernen.
Die Anzeige des Messinstrumentes in Fig. 10 gibt also wieder ein Mass für die Lage des Teilstrichs 20.
Eine erfindungsgemässe Einrichtung zur optisch elektrischen Bestimmung der Lage von Teilstrichen kann beispielsweise zur Herstellung von Massstäben verwendet werden. Dies ist so zu verstehen, dass ein Vorlagemassstab existiert, der zusammen mit einer Glasplatte, auf welcher der herzustellende Massstab angebracht werden soll, auf einem verschiebbaren Tisch befestigt ist. Der Vorlagemassstab wandert von Teilstrich zu Teilstrich an der erfindungsgemässen Einrichtung vorbei, wobei man jeden einzelnen Teil strich in das Gesichtsfeld der optischen Einrichtung nach Fig:3 bringt und dann mittels der photo elektrischen Einrichtung die genaue Lage in diesem Gesichtsfeld bestimmt. Die Teilstriche auf dem her zustellenden Massstab können dann sehr genau auf Grund der in den Schaltungen nach Fig.5b bzw.
10 gewonnenen Phasenanzeige angebracht werden, wobei beispielsweise auch die Aufgabe gelöst wer den kann, auf Grund eines mit bekannten Fehlern behafteten Vorlagemassstabes einen neuen Massstab ohne solche Fehler herzustellen.
Ferner kann man beispielsweise auch mit den Strömen, welche die Messinstrumente in Fig. 56 bzw. 10 durchfliessen, einen Regelmechanismus steuern, welcher ein Werkzeug einer Werkzeugmaschine in eine durch die jeweilige Lage des Teilstrichs bestimmte Stellung bringt.
Für die im vorstehenden beschriebene optisch elektrische Einrichtung lässt sich auch ein magne tisches Analogon angeben. Die Markierungen oder Markierungsfolgen bestehen dann entweder aus dis kreten Teilstrichen aus einem magnetisierbaren Mate rial, z. B. aufgedampftem Nickel, oder aus Bereichen verschiedenen Magnetisierungszustandes in einer kon tinuierlichen, magnetisierbaren Schicht.
Da es eines unverhältnismässig grossen Aufwan des bedürfte, in übertragung etwa der in Fig.3 dargestellten Einrichtung auf das magnetische Gebiet Bilder eines magnetischen Teilstriches herzustellen, werden vorzugsweise mehrere "Teilstriche einer einzi gen oder mehrerer paralleler Skalen verwendet.
Der Aufbau und die Wirkungsweise einer magne tisch arbeitenden Einrichtung soll kurz in Verbin dung mit Fig. 8 beschrieben werden. Die schraffierten Rechtecke in Fig. 8 sollen dabei jetzt zwei getrennte, untereinander liegende magnetische Teilstriche be deuten, die beispielsweise zwei parallel verlaufenden getrennten magnetischen Skalen angehören. Die mit 1 bis 7 bezeichneten Rechtecke stellen dann magne tische Wandler dar, die sich zur statischen Abtastung der magnetisierten Teilstriche eignen, z. B. dünne, aufgedampfte Wismutschichten, die ihren Widerstand im magnetischen Feld ändern oder Hall-Generatoren bekannter Bauart.
Im übrigen kann die Einrichtung dann der optisch-elektrischen Einrichtung entspre chen, die oben in Verbindung mit Fig. 8 beschrieben wurde.
Natürlich lassen sich auch Anordnungen, wie sie in Fig.4a und 7 beschrieben wurden, ohne weiteres ins Magnetische übertragen.
Abschliessend soll nun noch erwähnt werden, dass anstelle mehrerer Bilder bei der optisch-elek- trischen Anordnung in Fig. 3, 4a, 7 oder 8 auch natürlich ein einziges Bild eines entsprechend langen Teilstriches treten könnte. Wenn dieser lange Strich jedoch nicht exakt gerade verläuft, was in der Praxis verhältnismässig schwer zu erreichen ist, treten un erwünschte Messfehler auf, die bei der beschriebenen Anordnung, die mit optischer Bildteilung arbeitet, vermieden werden.