CH395574A - Verfahren zur Herstellung eines Zweispalt-Tonkopfes mit dreischenkligem, lamelliertem Kern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Zweispalt-Tonkopfes mit dreischenkligem, lamelliertem KernInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Zweispalt-Tonkopfes mit dreischenkligem, lamelliertem Kern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Zweispalt-Tonkopfes mit dreischenk- ligem, lamelliertem Kern, insbesondere für magne tische Aufzeichnung und Wiedergabe von Tonfre quenzen und Signalen.
Es ist bekannt, dass bei einem derartigen Ton kopf der Frequenzgang von Aufzeichnung und Wie dergabe eine Funktion der Breite der Arbeitsspalten des Kernes darstellt und dass somit bei der Fertigung der Tonköpfe engste Fabrikationstoleranzen einge halten werden müssen.
In der Regel werden die Kerne eines Tonkopfes aus lamellierten Einzelteilen zusammengesetzt, wo bei die einzelnen Lamellen aus dem Rohmaterial ausgestanzt und dann mittels eines Klebers zu einer Einheit - dem Kernpaket - zusammengekltbt werden. Diese Kernpakete werden, anschliessend an den Polflächen der späteren Arbeitsspalte geschlif fen und dann mittels kalibrierter Vorrichtungen zum Kern des Tonkopfes zusammengebaut. Nach dem jedoch für den Sprechspalt Breiten von 5 ,u und darunter erforderlich sind, bedeutet dies für den Zusammenbau des Tonkopfes einen erheblichen Auf wand an Vorrichtungen und Arbeitszeit.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung lässt sich diesen technischen Forderungen bei gleichzeitig erleichterten Fertigungsbedingungen dadurch genü gen, dass auf die Kopfseite der Schenkel des Kernes eine Brille aufgeschoben und unter dem Joch des Kernes eine Bodenplatte angebracht wird, worauf die Brille gegen die Bodenplatte gezogen wird, wo durch die Schenkel in der Querrichtung fixiert und gegen das Joch angepresst werden. Dadurch wer den die Schenkel sicher und auf einfache Weise stabil in ihre Soll-Lage gebracht. In bekannter Weise kann dabei die Breite des Sprech- und Lösch- Spaltes durch zwischen die Schenkel eingelegte Di stanzteile aus nicht magnetischem Material erhalten werden.
Die Erfindung bezieht sich auch auf einen nach dem Verfahren hergestellten Zweispalt-Tonkopf.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Tonkopfes gemäss der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Fig.l einen Aufriss des Tonkopfes ohne eine zum Zusammenhalten der Teile desselben dienende Brille, Fig. 2a einen Aufriss der drei Schenkel und des Joches des Kernes des Tonkopfes, Fig. 2b eine Seitenansicht eines Deckbleches für den Kern, Fig. 2c eine Seitenansicht des Kernes, Fig. 3a und 3b Draufsicht bzw.
Aufriss der Brille, Fig. 3c den Tonkopf mit Brille im Schnitt par allel zur Längsrichtung der Kernschenkel und Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
Der dargestellte Tonkopf weist einen Kern mit drei Schenkeln 1, 2 und 3 auf, die aus gestanzten und aufeinandergeklebten Lamellen hergestellt sind. Distanzteile 4 und 5 bestimmen die Breite von Sprech- und Löschspalt zwischen den Aussenschen keln 1 bzw. 3 und dem Mittelschenkel 2. Der Sprechspalt kann eine Breite von 5 y (5 micron) und der Löschspalt eine Breite von 50,u haben. Die Lamellen der Schenkel 1, 2, 3 und eines Joches 6 haben z. B. eine Stärke von 0,2 mm, Deckbleche 7 beidseits der Kerne besitzen eine grössere Stärke von z. B. 0,3 mm.
Die Schenkel 1, 2 und 3 und das Joch 6, das ebenfalls aus lamelliertem und zusammenge klebtem Material besteht, besitzen einen für den magnetischen Fluss erforderlichen Querschnitt. Die Deckbleche 7 halten die Schenkel und das Joch mittels der über die Schenkel 1 und 3 gesteckten Erregerspulen 8 und 9 bzw. deren Spulenkörper in einer Lage in der ein seitliches Verschieben der Schenkel nur noch in engen Grenzen möglich ist. Die beiden Deckbleche 7 bilden ausserdem eine ma gnetische Brücke über die Spalte zwischen dem Joch 6 und den Schenkeln 1, 2 und 3. Die Schen kel 1 und 3 sind mit Schultern 14a und 14b ver sehen, zwischen denen und dem Joch 6 die Spulen 8 und 9, wie aus Fig. 3c und 4 ersichtlich, gehalten sind.
Die beiden Schenkel 1 und 3 sind an ihrem kopf seitigen Ende mit einer Abschrägung la bzw. 3a versehen.
Die Spulen 8 und 9 dienen zur Aufsprechma- gnetisierung sowie zur Hochfrequenzlö,schung von auf einen Tonträger aufgezeichneten Signalen.
Nachdem die Spulen 8 und 9 über die Schen kel 1 und 3 geschoben, der Schenkel 2 in die Mitte gelegt und die Deckbleche 7 von unten in die Spulenkörper eingesteckt wurden, wird das Joch 6 gegen die Schenkel 1, 2, 3 angelegt und eine Boden platte 11, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist, unten ange legt. Nach dem Einlegen der Distanzteile 4 und 5 wird eine Brille 10 von oben auf die Schenkel aufgesteckt. Die Brille 10 besitzt an ihren Schmal seiten Abschrägungen 10b, entsprechend den<B>Ab_</B> schrägungen 1a, 3a an den Schenkeln 1 und 3.
Beim Aufschieben der Brille auf die Schenkel 1, 2 und 3 presst sie dieselben zufolge der Abschrägungen ge geneinander, so dass die Teile 4 und 5 fest in den Arbeitsspalten eingeklemmt werden. Hierdurch ist die Fixierung der Schenkel 1, 2 und 3 in der Längs ebene des Kernes festgelegt.
Die Brille 10 besteht aus einem Kunststoff ge eigneter Härte und Elastizität. Das Material der Brille ist von Bedeutung, weil sowohl magnetische Nebenschlüsse als auch Wirbelstrombildung inner halb der Brille selbst Verluste erzeugen können, welche ausgeschlossen werden müssen.
Die Brille 10 besitzt beidseits, eines Schlitzes 10a (vgl. Fig.3a), in welchen die Schenkel ragen, abge- schrägteFlächen 1 Ob. An diesenFlächenliegen Klemm backen 12a zweier winkelförmiger Klemmstücke 12 an. Schrauben 13 durchsetzen die Klemmstücke 12, die Brille 10 und die Grundplatte 11. Beim Anziehen der Schrauben 13 drücken die Klemmbacken 12a gegen die Aussenflächen der Brille 10, wodurch die Kerne in der Querachse zusammengepresst werden, gleichzeitig werden die Klemmbacken 12 durch den Zug der Schrauben 13 nach unten gezogen und drücken die Schenkel 1, 2 und 3 mit ihren Enden gegeneinander und an das Joch 6.
Die beiden an gezogenen Schrauben 13 pressen mittels der Brille 10 und den Klemmbacken 12 die Schenkelenden in zwei Richtungen zusammen und fixieren deren Lage dauerhaft, während ein guter magnetischer Kontakt zwischen den Schenkeln 1, 2, 3 und dem Joch 6 gewährleistet ist. Die Brille 10 bewirkt, dass dabei die freien Enden der Schenkel 1, 2 und 3 so zuein ander fixiert werden, dass die geforderte Breite der Spalte mit hoher Präzision sichergestellt ist.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Kerne und das Joch mittels der Brille 10, der Platte 11, der Backen 12 und der Schrauben 13 zu einer Einheit in drei Richtungen eingespannt, und die Endflächen der Schenkel können geschliffen und poliert werden. Schliesslich wird der Kern mit den Spulen in ein nicht dargestelltes Gehäuse eingesetzt oder einge gossen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Zweispalt-Ton- kopfes mit dreischenkligem, lamelliertem Kern, ins besondere für magnetische Aufzeichnung bzw. Wie dergabe von Tonfrequenzen und Signalen, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Kopfseite der Schenkel des Kernes (1, 2, 3) eine Brille (10) aufgeschoben und unter dem Joch (6) des Kernes eine Bodenplatte (11) angebracht wird, worauf die Brille gegen die Bodenplatte gezogen wird, wodurch die Schenkel in der Querrichtung fixiert und gegen das Jöch angepresst werden.1I. Zweispalt-Tonkopf, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Aussenschenkel (1, 3) des Kernes an der den Arbeitsspalten zwischen denselben und dem Mittelschenkel (2) abgewendeten Seite eine Abschrägung (la, 3a) aufweisen. UNTERANSPRÜCHE 1. Zweispalt-Tonkopf nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Brille (10) an den inneren Schmalseiten eines die Schenkel (1, 2, 3) des Kernes aufnehmenden Schlitzes (10a) mit Schräg flächen (10b, 10b) versehen ist, deren Neigung der jenigen der Aussenschenkel-Schrägflächen (la, 3a) entspricht.2. Zweispalt-Tonkopf nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Brille (10) an ihren beiden Längsseiten Aussparungen zur Aufnahme von Klemmbacken (12, 12) aufweist, deren dem Schlitz (10a) zugewendete Seiten ebenso wie die Klemm backen abgeschrägt sind. 3. Zweispalt-Tonkopf nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Brille aus nichtmagne tischem und elektrisch nicht leitendem Material be steht. 4. Zweispalt-Tonkopf nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Brille (10) mittels zweier Schrauben (13, 13) mit der Grundplatte (11) und den Klemmbacken (12, 12) verbunden ist, durch deren Anziehen die Schenkel des Kernes und das Joch in drei Richtungen verspannbar sind.
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1962
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