CH395704A - Verfahren zum Verbinden von Diamanten durch Löten - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Diamanten durch LötenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23P—METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
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Description
Verfahren zum Verbinden von Diamanten durch Löten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ver binden von Diamanten durch Löten an andere Ge genstände mit einem Lot aus Silber und/oder Kup fer. Das Verfahren kann besonders zur Herstellung von Werkzeugen, beispielsweise Bohrern und Mei sseln, ferner von Nadeln zum Abtasten von in einer Nut niederlegten Aufzeichnungen, wie Plattenspielern usw., angewendet werden.
Ein Löten an Diamanten lässt sich nicht ohne weiteres mittels der üblichen Lötmetalle, wie z. B. Kupfer, Silber und Kupfer-Silber-Legierungen, durch führen, da diese beim Löten den Diamanten nicht benetzen.
Titan und Zirkon haben die Eigenschaft, den Diamanten sehr gut zu benetzen. Daher ist bereits ein Lötverfahren vorgeschlagen worden, bei dem Ti tan- oder Zirkonhydrid benutzt wird. Gemäss diesem bekannten Verfahren wird eine Schicht des Hydrids in Form einer Suspension auf einem Diamanten ange bracht und in einer nicht oxydierenden Atmosphäre, insbesondere in reinem Wasserstoff, oder im Vakuum oberhalb der Zersetzungstemperatur des Hydrids un ter Anwendung eines üblichen Lots eine Verbindung hergestellt.
Gemäss einem anderen bekannten Verfahren wird eine Verbindung an Diamanten mittels eines Löt- drahts aus einem üblichen Lot, z. B. einer Silber- Kupfer-Legierung, hergestellt, welcher Draht aber einen Kern aus Titan oder Zirkon besitzt.
Bei dem letzten Verfahren wird die Menge des Titans oder Zirkons so gewählt, dass sie, bezogen auf das Lötmetall, etwa 3 % ausmacht, damit die ge wünschte Benetzung des Diamanten erzielt werden kann. Grössere Mengen als etwa 15 % können den Schmelzpunkt des Lots in unerwünschtem Masse her aufsetzen und eine spröde Verbindung ergeben.
Bei dem Verfahren, bei dem zunächst eine Schicht Hydrid auf dem Diamanten angebracht wird, ist die Menge des Hydrids weniger kritisch; es kann sogar eine verhältnismässig kleine Menge ausreichen. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Benet zung nur auf der Oberfläche des Diamanten stattzu finden braucht, während es zum Erzielen einer guten Lötverbindung nicht wesentlich ist, ob das nicht un mittelbar an die Oberfläche des Diamanten grenzende Lötmetall einen Gehalt an Titan oder Zirkon besitzt.
Bei diesem bekannten Verfahren hat man Hydrid benutzt, da man glaubte, dass infolge der grossen Affinität der Metalle Titan und Zirkon mit anderen Stoffen, insbesondere Sauerstoff, bei den zum Löten erforderlichen hohen Temperaturen die Schutzwir kung des dabei durch Zersetzung aus dem Hydrid freiwerdenden Wasserstoffs unentbehrlich war.
Gemäss der Erfindung hat es sich jedoch gezeigt, dass die Anwendung von Hydrid das Löten lediglich unnötig verwickelt macht und dass eine gleichwertige Lötverbindung an einem Diamanten dadurch erzielt werden kann, dass auf dem Diamanten eine Schicht aus Titanpulver aus einer Suspension niedergeschla gen wird, worauf im Vakuum oder in einer inerten Gasatmosphäre, z. B. Wasserstoff oder Edelgas, das Löten vorgenommen wird, vorzugsweise mit der eutektischen Legierung von 72 % Silber und 28 Kupfer.
Das Anlöten eines Diamanten an eine Metall fassung kann dadurch bewerkstelligt werden, dass letztere, nachdem die Titanpulverschicht auf dem Diamanten angebracht worden ist, mechanisch mit dem Diamanten verbunden und das Ganze darauf kurzzeitig in das geschmolzene Lötmetall getaucht wird. Der Diamant wird darauf durch Schleifen von überflüssigem Lötmetall befreit. Das Lötmetall kann auch in Form von Draht oder Folie auf der Verbin dungsstelle angebracht werden, worauf es durch Hochfrequenzerhitzung geschmolzen wird.
Die Herstellung einer gut haftenden Lötverbin- dung kann noch dadurch gefördert werden, dass der Diamant vor dem Anbringen der Titanpulverschicht in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre erhitzt wird, so dass die Oberfläche einigermassen rauh wird. <I>Beispiel 1</I> Ein Diamant wird mit Petroleumäther entfettet und gegebenenfalls durch Erhitzung auf 800 C in Luft oberflächlich aufgerauht. Darauf wird der Dia mant in das Ende eines Nickelrohrs eingeklemmt, worauf eine Titanpulverschicht aus einer Suspension von 10g Titanpulver in 15 ml Butanol und 15 ml Äthanol angebracht wird. Nach dem Verdampfen des Suspensionsmittels wird der Diamant im Hoch vakuum in geschmolzenes Lot aus Silber und Kup fer getaucht.
<I>Beispiel 11</I> Ein in ein Molybdänrohr eingeklemmter Diamant wird mit einer Titanpulverschicht auf die im Bei spiel I beschriebene Weise überzogen. Darauf wird über das Rohr ein schraubenlinienförmig gewickel ter Draht eines Lotes aus Silber und Kupfer gescho ben, worauf dieser im Hochvakuum durch Hoch frequenzerhitzung geschmolzen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Verbinden von Diamanten durch Löten an andere Gegenstände mit einem Lot aus Silber und/oder Kupfer, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Diamanten eine Schicht aus Titanpulver aus einer Suspension niedergeschlagen wird, worauf im Vakuum oder in einer inerten Gasatmosphäre das Löten vorgenommen wird. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Lötung mit einem Lot aus 72 Silber und 28 ö Kupfer vorgenommen wird.
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