Stoffkasten, insbesondere Einlauf kasten eines Banddruckfilters Die Erfindung betrifft einen Stoffkasten zum Zuführen eines flüssigen Stoffes in den keilförmi gen Raum zwischen zwei einander parallelachsig zugeordneten rotierenden Zylindern bzw.
zwischen einem rotierenden Zylinder und einem diesen teil weise umschlingenden Band, insbesondere den Ein laufkasten eines zum Eindicken von Faserstoffauf- schwemmungen dienenden Banddruckfilters für die Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen.
Bei diesen Banddruckfiltern ist der die Faserstoff- aufschwemmung aufnehmende Einlaufkasten an seinem unteren Ende durch die Oberfläche eines Siebzylinders (Siebwalze) und eines von der Sieb walze zum sogenannten Einzugszylinder (Einzugs walze) laufenden Bandes und durch die Seitenwände des Einlaufkastens begrenzt. Die Umrisse der Sei tenwände sind unter Belassung von Dichtungsspal ten zwischen den Seitenwänden des Einlaufkastens und den Oberflächen der Zylinder bzw. von Zylinder und Band dem Längsschnitt des keilförmigen Rau mes wenigstens annähernd angepasst.
Als Abdichteinrichtung für die Abdichtung dieser Spalte hat man bisher an solchen Einlaufkästen mehrere, der Form des Längsschnitts des keilför migen Raumes angepasste, aussen an den Seiten wänden mittels Schrauben befestigte Gummistreifen verwendet, die aber wegen der Gefahr des Hinein- ziehens zwischen die Siebwalze und das endlose, ela stische Band: mit stumpfem Ende ausgebildet wer den. Dadurch kann man in diesen Vorrichtungen nur Faserstoffaufschwemmungen verarbeiten, deren Stoffdichte mehr als 4 % beträgt.
Bei solchen relativ hohen Stoffdichten tritt wohl etwas Stoff aus den Spalten zwischen den Gummistreifen und dem Sieb zylinder einerseits und dem Gummistreifen und dem endlosen elastischen Band anderseits aus, dickt aber an der Luft rasch ein und bildet somit eine Abdich- tung durch die eingedickten Stoffasern. Bei Ver wendung für geringere Stoffdichten, also solche unter 4 %, war ein zuverlässiges Abdichten bisher nicht möglich.
Ferner ist bei den bekannten Ausführungen eine ausreichende Abdichtung deswegen nicht ge währleistet, weil sich die stumpfen Enden der Gum mistreifen den beispielsweise durch verschiede nen, je nach der Dicke der zu bildenden Stoffbahn bedingten, veränderlichen Längsschnittformen des keilförmigen Raumes nicht hinreichend anpassen las sen. Ausserdem werden die Enden der Gummistreifen im Betrieb durch den auftretenden Stoffdruck seit lich herausgedrückt.
Zur Beseitigung dieser Nachteile wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, zum Abdichten der zwischen den Seitenwänden eines Stoffkastens und den Oberflächen von Zylindern bzw. Zylinder und Band gebildeten Dichtungsspalte, insbesondere zum seitlichen Abdichten der Dichtungsspalte an Einlauf kästen für Banddruckfilter, an jeder Seitenwand je ein Paar Dichtungsplatten vorzusehen, die nach Art von Scherenblättern gegeneinander beweglich aus gebildet und federnd gespreizt sind.
Zweckmässig wird jede Dichtungsplatte an einer mit der Seitenwand des abzudichtenden Raumes ver bundenen Blattfeder befestigt.
Ferner ist es zweckmässig, insbesondere bei ho hem Druck oder sehr geringer Stoffdichte der Faser- stoffaufschwemmung, neben den Seitenwänden des Stoffkastens mehrere Paare von Dichtungsplatten, in Achsrichtung der Walzen gesehen hintereinander, beispielsweise auf einem gemeinsamen, an der Seiten wand des Stoffkastens befestigten Bolzen anzuordnen.
Eine in dieser Weise ausgebildete Abdichtungs einrichtung erlaubt es, den Einlaufkasten der genann ten Vorrichtung mit Faserstoff aufschwemmungen ge ringer Konzentration, d. h. mit geringerer Stoffdichte als 4 % zu beschicken und in der Vorrichtung ahne Verluste zu verarbeiten.
Wenn die Dichtungsplat ten in der Regel aus Metall gebildet werden, be sitzen sie eine grosse Seitensteifigkeit und lassen sich durch den Faserstoffdruck nicht nach aussen wegbiegen. Durch die federnde Befestigung der Scherenblätter an der Seitenwand kann deren An pressdruck an die Siebwalze einerseits und das end lose elastische Band anderseits eingestellt werden.
In der Zeichnung ist ein mit der erfindungs gemäss ausgebildeten Seitenwanddichtung versehener Banddruckfilter dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Vorderansicht des Banddruckfilters, Fig. 2 die Seitenansicht von links und Fig. 3 die Draufsicht gemäss den Pfeilen A-B in Fig. 1, wobei in Fig. 2 und 3 Einzugswalze und Band der Deut lichkeit halber fortgelassen sind.
Der zum Eindicken von Faserstoffaufschwem- mungen für die Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen verwendete Banddruckfilter besteht im wesentlichen aus einem Einlaufkasten 1 mit Zu laufrohr 2, aus der mit einem Sieb 6 bedeckten Siebwalze 3, der zu der Siebwalze achsparallelen Einzugswalze 4, dem von der Einzugswalze auf die Siebwalze auflaufenden, endlosen, elastischen Fil terband 5 und aus den zur Führung des Filterbandes erforderlichen nicht dargestellten Spann- und Um lenkwalzen.
Die Faserstoffaufschwemmung wird dem Einlaufkasten 1 durch das Zulaufrohr 2 zugeführt und bei der Rotation der Siebwalze 3 zwischen diese und das umlaufende Filterband 5 eingezogen und von dem Druck, der von dem unter Spannung stehen den Filterband ausgeübt wird, gepresst. Dabei bleiben die Fasern auf der Oberfläche der Siebwalze 3 zurück, während der grösste Teil des in der Auf schwemmung enthaltenen Wassers herausgepresst und seitlich bzw. durch das Sieb 6 hindurch abgeführt wird:
Die Vorder- und Rückwand des Einlaufkastens 1 sind gegen das Filterband 5 und die Siebwalze 3 durch je eine achsparallele, mittels der Schrauben 7, 7a an den Stirnwänden des Einlaufkastens 1 befestigte Gummileiste 8, 8a abgedichtet.
Zur Ab dichtung der Spalte zwischen den Seitenwänden des Einlaufkastens 1 und den Oberflächen von Siebwalze 3 und Filterband 5 wird an jeder Seitenwand eine den Krümmungen der Walze 3 bzw. der Bahnrich tung des umlaufenden Filterbandes 5 angepasste, an der Seitenwand des Einlaufkastens 1 befestigte Ab deckplatte 9 aus Kunststoff und ein Paar nach Art von Scherenblättern gegeneinander beweglich aus gebildeter und federnd gespreizter Dichtungsplatten 10, 10a aus Messing oder dergleichen angeschraubt, die der Form des Längsschnitts des zwischen dem Filterband 5 und der Siebwalze 3 befindlichen keil förmigen Raumes angepasst sind.
Dabei wird mittels der Federn 12, 12a die obere Dichtungsplatte 10 an das Filterband 5 und die untere Dichtungsplatte 10a an die Oberfläche der Siebwalze 3 gepresst und dadurch eine einwandfreie, seitliche Abdichtung des keilförmigen Raumes erzielt.
Der Anpressdruck der Dichtungsplatten 10, 10a kann beispielsweise durch Hinzufügen oder Ent fernen einer entsprechenden Anzahl von Beilag scheiben zwischen Feder 12 bzw. 12a und dem mit tels Schraube 11 an der Seitenwand befestigten Di stanzstück 13 den erforderlichen Betriebsverhältnis sen angepasst werden.
In gleicher Weise wie hier an einem Banddruck filter gezeigt, bei dem der abzudichtende keilförmige Raum zwischen der Siebwalze 3 und dem Band 5 gebildet wird, kann die Erfindung auch dann ange wendet werden, wenn der keilförmige Raum, wie z. B. bei Streicheinrichtungen, von zwei einander achsparallel zugeordneten Zylindern gebildet wird.