CH396011A - Verfahren zur Herstellung neuer 1-substituierter 3-Amino-pyrazol-4-carbonsäuren sowie ihrer funktionellen Säurederivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 1-substituierter 3-Amino-pyrazol-4-carbonsäuren sowie ihrer funktionellen Säurederivate

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CH396011A
CH396011A CH6008058A CH6008058A CH396011A CH 396011 A CH396011 A CH 396011A CH 6008058 A CH6008058 A CH 6008058A CH 6008058 A CH6008058 A CH 6008058A CH 396011 A CH396011 A CH 396011A
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Jean Dr Druey
Paul Dr Schmidt
Kurt Dr Eichenberger
Max Dr Wilhelm
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Ciba Geigy
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Description


      Verfahren        zur    Herstellung neuer     1-substituierter        3-Antino-pyrazol-4-earbonsäuren          sowie        ihrer    funktionellen Säurederivate    Gegenstand der Erfindung ist ein     Verfahren    zur  Herstellung einer neuen Gruppe von     Pyrazolen,,     nämlich der     1-substituierten    und gegebenenfalls       5-substituierten        3-Amino-pyrazol-4-carbonsäuren     oder ihrer funktionellen Säurederivate.  



       2-substituierte    3     -Amino-pyrazol-4-carbonsäuren     und ihre Derivate sind bereits bekannt. Sie werden  z. B. durch Kondensation     einer    a - Cyan -     ss    -     oxo-          propionsäure    oder ihrer funktionellen Säure- und/  oder     Oxoderivate,    z. B.     Äthoxymethylen-cyanessig-          säureester,    mit monosubstituierten     Hydrazinen    gewon  nen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man die bis anhin  unbekannten     1-substituierten        3-Amino-pyrazol-4-          carbonsäuren    oder ihre genannten Derivate, aus  gehend von den gleichen     a-Cyan-ss-oxo-propionsäuren     oder ihren     funktionellen    Säure- und/oder     Oxoderi-          vaten    gewinnen kann, wenn man erfindungsgemäss  diese Verbindungen mit     N-monosubstituierten        Hy-          drazinen,

      die am     N'-Stickstoffatom    einen durch Hy  drolyse oder     Alkoholyse        abspaltbaren    Rest tragen,  kondensiert, die erhaltenen     offenkettigen    Produkte  mit     hydrolysierenden    oder     alkoholysierenden    Mitteln  behandelt und zugleich oder nachträglich den     Pyrazol-          ring    schliesst.  



  Als funktionelle Säurederivate der     a-Cyan-ss-oxo-          propionsäuren,    besonders der     a-Cyan-a-formyl-essig-          säure    oder der     a-Cyan-a-acyl-essigsäuren,    z.

   B. der       a-Cyan    - a -     niederalkanoyl-essigsäuren,    kommen vor  allem die entsprechenden Ester, wie niedere     Alkyl-          ester,        Amide,        Thioamide,        Amidine    oder     Nitrile,    in  Frage, und als funktionelle     Oxoderiyate    vor allem  die entsprechenden     Enoläther,    besonders diejenigen  von     a-Cyan-a-formyl-essigsäure.    In erster     Linie    ver-    wendet man     Alkoxymethylencyanessigsäure-nieder-          alkylester,

      wie den     Athoxymethylencyanessigsäure-          äthylester,    ferner auch die entsprechenden     Amide     oder     Nitrile,    wie das     Äthoxymethylenmalodinitril.       Als     N-monosubstituierte        Hydrazine        kommen    ins  besondere     Monoalkyl-,    wie     Mono-niederalkyl-,    z. B.

         Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-,        Isopropyl-,        Butyl-,        Iso-          butyl-,        Pentyl-    oder     Isopentyl-,        Mono-cycloalkyl-,     wie     Cyclopentyl-    oder     Cyclohexyl-,        Mono-hydroxy-          niederalkyl-,    Mono -     halogenoniederalkyl-,        Mono-          aralkyl-,    wie     Benzyl-    oder     Phenyläthyl-,

          Mono-          heterocyclyl-,    wie     Pyridyl-,    oder     Mono-aryl-,    wie       Mono-phenyl-hydrazine,    in Frage, wobei die     Aryl-          reste    z. B. Halogen, wie Chlor oder Brom, niedere       Alkyl-    oder     Alkoxygruppen,    enthalten.  



  Als durch Hydrolyse     abspaltbare        Substituenten     an den.     N'-Stickstoffatomen    dieser     N-monosubsti-          tuierten        Hydrazine    fallen besonders     Acylreste,    wie       aliphatische        Carbonsäurereste,    z. B. niedere     Alkanoyl-          reste,    wie der     Acetyl-,        Propionyl-    und     Butyrylrest,     oder substituierte     Methylidenreste,    wie     Arylidenreste,     z.

   B. der     Benzylidenrest,    wobei der     Arylrest    z. B. die  oben angegebenen     Substituenten    enthalten kann, in  Betracht.  



  Die Kondensation der     Hydrazine    mit den     a-Cyan-          ss-oxo-propionsäuren    oder ihren genannten Derivaten  kann .in An- oder Abwesenheit von Kondensations  mitteln und/oder Katalysatoren erfolgen, zweckmässig  bei erhöhter Temperatur und     vorteilhaft    in Gegen  wart von Verdünnungsmitteln, wie Alkoholen, z. B.       Athanol,    aromatischen     Kohlenwasserstoffen,    z. B.  Benzol und     Toluol,    oder     halogenierten        aliphatischen          Kohlenwasserstoffen,    z. B. Chloroform.

        Die Hydrolyse wird     vorteilhaft    mit Säuren vorge  nommen, wobei man z. B. in     wässrigem,        wässrig-alkoho-          lischem    oder besser in     alkoholischem    Medium, z. B.       mit        alkoholischer        Salzsäure,    arbeitet, wobei im letzt  genannten     Fall    an Stelle der Hydrolyse     Alkoholyse     eintreten kann. Dabei kann zugleich     Ringschluss    zum  gewünschten     1-substituierten        3-Amino-pyrazolderivat     eintreten.

   Erhaltene     offenkettige    Hydrolyse- bzw.       Alkoholyseprodukte    können     gegebenenfalls    in üblicher  Weise in     Gegenwart    von sauren oder alkalischen  Kondensationsmitteln ringgeschlossen werden.  



  Die erhaltenen     1-substituierten        3-Amino-pyrazol-          4-carbonsäuren    und ihre funktionellen Säurederivate,  wie Ester,     Amide,        Thioamide,        Amidine    oder     Nitrile,     und die     Salze    davon sind neu. Sie enthalten gemäss  den obengenannten Ausgangsstoffen in     1-Stellung     besonders einen     Alkyl-,    wie niederen     Alkylrest,    z. B.

         Methyl,    Äthyl,     Propyl,        Isopropyl,        Isobutyl    oder       Isoamyl,    einen     Cycloalkylrest,    z. B.     Cyclopentyl-          oder        Cyclohexylrest,    einen     Oxyalkyl-,    z. B.     ss-Oxy-          äthyl-,    einen     Halogenalkyl-,    z. B.     ss-Chlor-äthylrest,     einen     heterocyclischen    Rest, wie einen     Pyridylrest,     oder einen     Arylrest,    z.

   B. den     Phenyl-    oder einen  Halogen-,     Alkyl-    oder     Alkoxy-phenylrest.    In     5-Stel-          lung        sind    sie     unsubstituiert    oder substituiert, z. B.  durch     einen    niederen     Alkyl-,    wie den     Methylrest.    Die  Ester leiten sich insbesondere von niederen     Alkano-          len,    z. B.     Methyl-    oder     Äthylalkohol,    ab.

   Die freie  oder funktionell abgewandelte     Carboxylgruppe    in       4-Stellung    kann in üblicher     Weise    weiter funktionell  verändert werden. So lässt sich z. B. eine veresterte       Carboxylgruppe    verseifen, eine freie     Carboxylgruppe     verestern oder eine     Cyangruppe    zur     Carbonamid-          gruppe    verseifen.  



  Die neuen     Pyrazole    besitzen eine sedative Wir  kung und können als Medikamente, z. B. mit Tran  quilizer-Wirkung, verwendet werden.  



  Besonders     wertvoll    in dieser Hinsicht sind     1-R-3-          Amino-4-cyan-5-R'-pyrazole,    wobei R einen niederen       Alkyl-    oder     Cycloalkylrest    oder einen     Oxy-    oder       Halogeno-niederalkylrest    bedeutet und R' Wasser  stoff oder einen niederen     Alkylrest    darstellt, insbe  sondere solche Verbindungen dieser Formel, in denen  R einen     Alkyl-    oder     Cycloalkylrest    mit 3-6 Kohlen  stoffatomen bedeutet, wie den     Isopropyl-,    sek.

       Butyl-,          Isoamyl-,        Cyclopentyl-    oder     Cyclohexylrest.     



  Die neuen Verbindungen sind jedoch auch wert  volle Ausgangsstoffe für die Herstellung von     2-substi-          tuierten        Pyrazolo[3,4-d]pyrimidinen,    die analog den  in den     schweizerischen    Patentschriften Nm. 347<B>196,</B>  361290, 366 840 und 377 834 beschriebenen     1-sub-          stituierten    Verbindungen erhalten werden     können     und als     Heilmittel    z. B. mit     koffeinartigen,    antibakte  riellen,     antimykotischen    oder     Antitumor-Wirkungen     Verwendung     finden    können.

   Solche     Umsetzungen     sind in den Schweizer Patenten     Nrn.    392 538,  377 836 und<B>371</B>455 beschrieben.  



  Je nach den vorhandenen     Substituenten    in den Ver  fahrensprodukten lassen sich verschiedene     Salze    her=  stellen. Besitzen sie saure Gruppen, wie freie     Carboxyl,            gruppen,    so können     Metallsalze    gewonnen werden, z. B.  durch Lösen in     Alkalilaugen.    Verbindungen von basi  schem Charakter bilden     Salze    mit anorganischen, oder  organischen Säuren.

   Als     salzbildende    Säuren kom  men beispielsweise in Frage: Halogenwasserstoff  säuren, Schwefelsäuren, Phosphorsäuren, Salpeter  säure,     Perchlorsäure;        aliphatische,        alicyclische,    aro  matische oder     heterocyclische        Carbon-    oder     Sulfon-          säuren,    wie Ameisen-, Essig-,     Propion-,        Oxal-,    Bern  stein-, Glykol-, Milch-, Äpfel-, Wein-,     Zitronen-,          Ascorbin-,        Oxymalein-,

          Dioxymalein-    und     Brenz-          traubensäure;        Phenylessig-,        Benzoe-,    p -     Amino-          benzoe-,        Anthranil-,        p-Oxybenzoe-,        Salicyl-    und       p-Amino-salicylsäure;        Methansulfon-,        Äthansulfon-,          Oxyäthansulfon-    und     Äthylensulfonsäure;

          Toluol-          sulfon-,        Naphthalinsulfonsäuren    und     Sulfanilsäure.     



  Die neuen pharmakologisch wertvollen Verbin  dungen, ihre     Salze    oder entsprechende Gemische  können z. B. in Form pharmazeutischer Präparate  Verwendung finden. Diese enthalten die genannten  Verbindungen z. B. in Mischung mit einem für die       enterale,        parenterale    oder     topicale    Applikation ge  eigneten pharmazeutischen organischen oder anorga  nischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche  Stoffe in Frage, die mit den beschriebenen Verbin  dungen nicht reagieren, wie z. B.

   Gelatine, Milch  zucker, Stärke,     Magnesiumstearat,    Talk, pflanzliche  Öle, Wasser,     Benzylalkohole,    Gummi,     Polyalkylen-          glykole,    Cholesterin oder andere bekannte Arznei  mittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können  z. B. als Tabletten,     Drag6es    oder in     flüssiger    Form  als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vor  liegen. Gegebenenfalls sind sie     sterilisiert    und bzw.

    oder enthalten     Hilfsstoffe,    wie     Konservierungs-,          Stabilisierungs-,    Netz- oder     Emulgiermittel.    Sie kön  nen auch noch andere therapeutisch     wertvolle    Stoffe  enthalten. Die Präparate können nach üblichen Me  thoden gewonnen werden.    Die     Ausgangsstoffe    sind bekannt oder können  nach an sich bekannten Methoden hergestellt wer  den. Ein Ausgangsstoff lässt sich auch in Gegenwart  der andern Reaktionsteilnehmer bilden.  



  Die Temperaturen sind in den nachfolgenden  Beispielen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von<B>11,6</B> g     Ni        Isopropyl-N2        acetyl-          hydrazin    und 17 g     Äthoxymethylen-cyanessigester    in  250     cm3    Äthanol wird während 12 Stunden am       Rückfluss    gekocht.

   Man dampft dann vom Äthanol  im Vakuum ab, versetzt den     ss-(NZ        Acetyl-Ni        iso-          propyl-hydrazino)-a-cyan-acrylsäureäthylester    enthal  tenden     öligen    Rückstand     mit    150     cm3    8n alkoholi  scher     Salzsäure    und kocht während 2 Stunden am       Rückfluss.    Hierauf dampft man erneut im Vakuum  ein, nimmt den Rückstand in 2n wässriger     Salzsäure     auf,     nutscht    von wenig Ungelöstem ab und stellt mit  Natronlauge auf     pH    - 8-9.

   Nun wird     mit    Chloro  form ausgezogen und der     Chloroformrückstand    aus           Cyclohexan        umkristallisiert.    Man erhält so     1-Iso-          propyl-3-amino-4-carbäthoxy-pyrazol    der Formel  
EMI0003.0005     
    in weissen     Kristallen    vom F. 72-73 .

    <I>Beispiel 2</I>  Eine Lösung von 65g     Ni-        Methyl-N2        benzyliden-          hydrazin    und 85g     Athoxymethylen-cyanessigester        ü1     500 cm-' Benzol wird 10 Stunden unter     Rückfluss     gekocht. Es entsteht ein Niederschlag, den man ab  filtriert und aus     Äthanol        umkristallisiert.    Man erhält  den     ss-(N.-        Benzyliden-Ni        methyl-hydrazino)-a-cyan-          acryl=säureäthylester    in schwach gelben Kristallen  vom F. 155-156 .  



  80 g     ss    -     (N2    -     Benzyliden-Nl-methyl-hydrazino)-a-          cyan-acryl-säureäthylester    werden 2 Stunden mit 10n  alkoholischer Salzsäure unter     Rückfluss    gekocht. Das  Lösungsmittel     entfernt    man hierauf durch Destilla  tion im Vakuum. Der Rückstand wird in 200 cm'  2n     Salzsäure        aufgenommen    und die saure Lösung mit  Äther ausgeschüttelt. Nach Abtrennung der     wässrigen     Schicht wird diese durch Zugabe von 2n Natronlauge  alkalisch gemacht. Die ausgeschiedene Base extra  hiert man durch mehrmaliges Ausschütteln mit  Äther.

   Der nach dem Abtrennen, Trocknen und Ein  dampfen des Ätherextraktes verbleibende Rückstand  wird bei 130 0,01 mm     Hg        destilliert.    Es wird so       1-Methyl-3-amino-4-carbäthoxy-pyrazol    der Formel  
EMI0003.0032     
    erhalten, das bei<B>92-93'</B>     schmilzt.     <I>Beispiel 3</I>  8 g     Ni        Isopropyl-N2        benzyliden-hydrazin    und  8 g     Äthoxy-methylen-cyanessigester    werden in 50     cm3     Benzol während 10 Stunden auf 80      erwärmt.    Nach  dem man das Lösungsmittel im Vakuum entfernt  hat,

   wird der Rückstand aus     Athanol        umkristallisiert.     Man erhält den     ss    -     (N2    -     Benzyliden    -     Ni    -     isopropyl-          hydrazino)    - a -     cyan    -     acrylsäureäthylester    in gelben  Prismen vom F. 118-120 .  



  4 g     ss-(N.-        Benzyhden-Nl-isopropyl-hydrazino)-a-          cyan-acrylsäureäthylester    kocht man 2 Stunden mit  10n alkoholischer     Salzsäure    und entfernt hierauf den  Alkohol durch Destillation     im    Vakuum. Der Rück  stand wird in 200     cm3    2n Salzsäure aufgenommen,  und die Lösung wird mit Äther extrahiert. Nach  dem Abtrennen der     wässrigen        Lösung    wird diese  durch Zugabe von 2n Natronlauge alkalisch ge  macht. Die ausgeschiedene Base extrahiert man mit  Äther.

   Nach dem Trocknen und Abdampfen des    Äthers bleibt 1-     Isopropyl    - 3 -     amino-4-carbäthoxy-          pyrazol    der Formel  
EMI0003.0061     
    zurück, das aus     Cyclohexan    in weissen Blättchen vom  F. 72-73      auskristallisiert.     



  In     ähnlicher    Weise     kann    man das     1-Äthyl-3-          amino-4-carbäthoxy-pyrazol    vom     Kp.        0,0s/1    l l   ge  winnen.  



  Das erhaltene     1-Isopropyl-3-amino-4-carbäthoxy-          pyrazol    kann wie folgt zur entsprechenden     4-Carbon-          säure        hydrolysiert    werden:  10 g     1-Isopropyl    - 3 -     amino-4-carbäthoxy-pyrazol     werden mit 100     em3    2n Natronlauge während 2  Stunden zum Sieden erhitzt. Man stellt hierauf mit  6n     Salzsäure    auf     pH    =     3-4    und putscht von dem  ausgefallenen Niederschlag ab.

   Durch     Umkristallisa-          tion    aus     Athanol    erhält man 1     Isopropyl        3-amino-          4-carboxy-pyrazol    der Formel  
EMI0003.0087     
    in weissen Kristallen vom F. 141-142  unter     De-          carboxylierung.     



  <I>Beispiel 4</I>  Zu einer Lösung von 122 g     Äthoxymethylen-          malonitrü    in 150     em3    Benzol werden 134 g     Ni        Me-          thyl-N2        benzyliden        hydrazin    gegeben. Nach kurzem  Stehen bei     Zimmertemperatur    entsteht ein Nieder  schlag, den man     abfiltriert    und aus Äthanol um  kristallisiert. Man erhält das     ss-(N2        Benzyliden-N,-          methyl-hydrazino)-a-cyan-acrylsäurenitril    in Kristal  len vom F. 218 .  



  50 g     ss    -     (N2        Benzyliden-N,-methyl-hydrazino)-a-          cyan-acrylsäurenitril    werden     mit    30     cms        konz.    Salz  säure in 400     cm3    Äthanol 30 Minuten unter Rück  fluss gekocht. Nach Eindampfen des Lösungsmittels  im Vakuum gibt man zum     Rückstand    200     cm3    Äther  und filtriert. den ausgefallenen kristallinen Nieder  schlag ab. Dieser wird mit 50     cm3    10n Natronlauge  versetzt und hierauf     mehrmals    mit Chloroform extra  hiert.

   Der nach dem Trocknen und Eindampfen des       Chloroformauszuges    verbleibende Rückstand wird  aus     Methylenchlorid        Petroläther        umkristallisiert.    Man  erhält so das     1-Methyl-3-amino-4-cyano-pyrazol    der  Formel  
EMI0003.0120     
    in Kristallen vom F. 135-136 .  



  Das     erhaltene        1-Methyl-3-amino-4-cyano-pyrazoL     kann wie folgt zum entsprechenden     4-Carbamyl-          pyrazol        hydrolysiert    werden:      Eine Lösung von 10 g     1-Methyl-3-amino-4-          cyano-pyrazol    in 30     cm3    Äthanol und 30     cm3        2n     Natronlauge wird 3 Stunden unter     Rückfluss    gekocht.  Das Lösungsmittel wird hierauf im     Vakuum    einge  dampft und der Rückstand aus     Äthanol    umkristalli  siert.

   Man erhält so das     1-Methyl-3-amino-4-          carbamyl-pyrazol    der Formel  
EMI0004.0011     
    in weissen Prismen, die nach Sublimation im Hoch  vakuum bei 178      schmelzen.       <I>Beispiel S</I>  105g     Ni        Isopropyl-N2        benzyliden-hydrazin    und  89g     Ätl.oxymethylen-malonitril    werden in 300 cm  Äthanol 8 Stunden unter     Rückfluss    gekocht.

   Nach  einigem Stehen bei Zimmertemperatur scheiden sich  schwach gelbe Kristalle ab, die man aus Äthanol       umkristallisiert.    Man erhält     ss    -     (N2    -     Benzyliden    -     Ni          isopropyl        -hydrazino)    - a -     cyan    -     acrylsäurenitril    vom  F. 152 .  



  30 g     ss-(N2        Benzyliden-Nl        isopropyl-hydrazino)-          a-cyan-acrylsäurenitril    kocht man mit 15     cm3        konz.          Salzsäure    und 150     cm3        Äthanol    während 20 Minu  ten. Das Lösungsmittel wird hierauf im Vakuum ent  fernt und der Rückstand mit     Äther    versetzt. Es  scheiden sich     Kristalle    aus, die     abgenutscht    und mit  Äther gewaschen werden.

   Der kristalline     Rückstand     wird mit 15     cms        lOn    Natronlauge versetzt und mit  Chloroform extrahiert. Nach dem Trocknen und  Eindampfen des Extraktes bleibt ein fester Rück  stand, den man aus Wasser umkristallisiert.     Man    er  hält     1-Isopropyl-3-amino-4-cyano-pyrazol    der Formel  
EMI0004.0044     
    vom F. 97 .    <I>Beispiel 6</I>  152 g     ss-Hydroxy-äthyl-hydrazin    und 212 g       Benzaldehyd    werden in 400     cm3    Benzol so lange am       Wasserabschneiden    gekocht, bis sich 36     cm3    Wasser  abgeschieden haben.

   Hierauf gibt man 338g     Äthoxy-          methylen-cyanessigester    zu und kocht 6 Stunden.  Beim Abkühlen scheidet sich der     ss-[N,-        Benzyliden-          Nl    -     (ss    -     oxy-äthyl)-hydrazinol-a-cyan        acrylsäureäthyl-          ester    vom F. 159  aus.  



  29 g dieses Esters werden mit 11     cm3        konz.          Salzsäure    in 100     cm3    Äthanol 30     Minuten    unter       Rückfluss    gekocht. Das Lösungsmittel wird hierauf  eingedampft, und der Rückstand wird mit Äther aus  gewaschen.

   Es verbleibt eine     kristalline    Masse, die  nach Zugabe von 2n Natronlauge mit Äther extra  hiert     wird.    Nach dem Trocknen und Eindampfen  des     Lösungsmittels    bleibt ein Öl zurück, das nach    einigem Stehen     kristallisiert.    Durch Umkristallisation  aus Benzol erhält man das     1-(ss-Oxy-äthyl)-3-amino-          4-carbäthoxy-pyrazol    der Formel  
EMI0004.0071     
    in     Kristallen    vom F. 75 .

      <I>Beispiel 7</I>  49g     Ni        Phenyl-N2        benzyliden-hydrazin    und 42 g       Athoxymethylen-cyanessigester    werden ohne Lösungs  mittel 8 Stunden auf 180  erwärmt. Das feste Re  aktionsprodukt wird aus Äthanol umkristallisiert.  Man erhält den     ss-(N2        Benzyliden-Ni        phenyl-hy-          drazino)    - a -Cyan -     acrylsäureäthylester    in schwach  gelben Kristallen vom F. 180 .  



  10 g dieses Esters werden mit 4     cm3        konz.    Salz  säure in 100     cm3        Äthanol    gekocht. Das Lösungs  mittel wird hierauf im Vakuum eingedampft. Der  Rückstand wird mit     lOn    Natronlauge     versetzt    und  mit Äther     extrahiert.    Nach dem Trocknen und Ein  dampfen des Lösungsmittels verbleibt ein kristalliner  Rückstand, der durch     Sublimation    gereinigt wird.  Man erhält so das     1-Phenyl-3-amino-4-carbäthoxy-          pyrazol    der Formel  
EMI0004.0092     
    in Kristallen vom F. 105 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer 1-substituierter und gegebenenfalls 5-substituierter 3-Amino-pyrazol- 4-carbonsäuren oder ihrer funktionellen Säurederi vate, dadurch gekennzeichnet, dass man a-Cyano-ss- oxo-propionsäuren oder ihre funktionellen Säure und/oder Oxoderivate mit N-monosubstituierten Hydrazinen, die am N'-Stickstoffatom einen durch Hydrolyse oder Al'koholyse abspaltbaren Rest tragen, kondensiert,
    die erhaltenen offenkettigen Produkte mit hydrolysierenden oder alkoholysierenden Mitteln behandelt und zugleich oder nachträglich den Pyrazol- ring schliesst. UNTERANSPRACHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man in erhaltenen Pyrazolen, die in 4-Stellung eine verseifbare, funktionell abgewan delte Carboxylgruppe enthalten, diese zur Carboxyl- gruppe verseift. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man erhaltene 4-Cyan-pyrazole zu den entsprechenden 4-Carbamyl-pyrazolen ver seift. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von <B>x</B> - Cyan - a - formyl-essigsäure- oder a-Cyan-a-acyl- r essigsäure-estern ausgeht. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von u -Cyan - a - formyl-essigsäure- oder a-Cyan-a-acyl- essigsäure-nitrilen ausgeht. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von Alkoxymethylen-cyanessigsäure-estern aus geht. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man von Alkoxymethylencyanessigsäure-nitrilen aus geht. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Un- teransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einem N-Mono-alkyl- oder N-Mono-cyclo- alkyl-hydrazin umsetzt, dessen N'-Stickstoffatom durch einen Alkanoyl- oder Benzylidenrest substi tuiert ist.
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