CH396059A - Anordnung bei Drehrohröfen - Google Patents
Anordnung bei DrehrohröfenInfo
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Description
Anordnung bei Drehrohröfen Aus dem Hauptpatent ist bekannt, dass man bei der Vorbehandlung von Oxyderzen im Drehrohrofen Rohkohle, rohen Lgnit o. ä. direkt in den mittleren Teil des Drehrohrofens einführen kann.
Hierdurch erzielt man eine Karbonisierung der Kohlen im Dreh rohrofen selbst, bei gleichzeitiger Ausnützung des Brennwertes der flüchtigen Bestandteile der Kohlen zur Vorwärmung der Beschickung in dem Teil des Drehrohrofens, der dem Aufgabeende am nächsten liegt. Die Oxyderze und eventuelle in gewöhnlicher Weise verkokte Reduktionsmittel werden wie üblich am Aufgabeend'e des Ofens eingetragen.
Es wurde gefunden, dass man durch eine spezielle Verteilung der Kohlen in der Hochtemperaturzone des Drehrohrofens sehr bedeutende Vorteile erzielen kann.
Beim Erwärmen von z. B. Eisenerz zusammen mit einem kohlenstoffhaltigen Reduktionsmittel im Drehrohrofen beginnt die Reduktion erst bei etwa 900 C. Die Reaktionsgeschwindigkeit steigt dann rasch bei steigender Temperatur ins Temperaturge biet 900-1100 C. Die Arbeitstemperatur ist jedoch durch den Erweichungspunkt des Erzes begrenzt, da sich erweichendes Erz an der Ofenausfütterung an klebt, wodurch Betriebsstörungen oder Unterbrechun gen hervorgerufen werden.
Bei eisenarmen, gestein- reichen Erzen kann der Erweichungspunkt im Tem peraturgebiet von 800-1000 C liegen.
Es wurde gefunden, dass man durch eine rich tige Verteilung der rohen Kohle im Drehrohrofen mit Hilfe von besonderen Aufgabeapparaten die Maximaltemperatur bis zu 100-200 erhöhen kann, bevor die Beschickung beim beginnenden Erweichen derselben an der Ausfütterung ankleben wird.
Dieses an und für sich überraschende Ergebnis ist ohne Zweifel dem Umstand zuzuschreiben, dass die Ein tragung von roher Kohle in die Hochtemperatur- zone des Drehrohrofens auf die Ausfütterung ab kühlend wirkt, so .dass man eine hohe Temperatur in der Beschickung aufrechterhalten. kann, ohne dass dieselbe anklebt.
Um die beste Wirkung dieser Kohleneinführung zu erzielen, müssen zwei oder mehr Aufgabeapparate verwendet werden, deren Abstand voneinander nicht dreimal den inneren Durchmesser des Drehrohrofens übersteigen darf; vorzugsweise soll der Abstand nicht zweimal den inneren Ofendurchmesser übersteigen.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 der Zeich nung schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Reduktionsanlage im Aufriss und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 1.
In den Figuren be zeichnen 1 den Drehrohrofen, 2 einen Silo für die Beschickung, 3 einen regulierbaren Aufgabeapparat und 4 ein Rohr zur Einführung der Beschickung in den Drehrohrofen. 5 ist eine Rauchkammer und 6 ein Gaskanal, der in einen Kamin oder in eine andere Absauganlage führt.
7 ist eine Austragkam- mer, wo die heisse Beschickung durch ein Rohr 8 direkt in den Schmelzofen oder in einen Transport behälter, zur späteren Überführung in den Schmelz- ofen, herabfällt. 9 ist ein Elektroofen.. 10 ist ein Rohr zur überführung von CO-Gasen vom Elektro ofen an den Drehrohrofen. 11 bezeichnet 2 Silos für Kohle oder sonstige unverkokte Brennstoffe, die mit Hilfe der Aufgabeapparate 12 und der Durchfall rohre 13 direkt in den Behälter 14 aufgegeben wer den.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, haben die beiden Aufgabestellen einen gegenseitigen Zentrums abstand von etwa zweimal dem inneren Ofendurch messer. Die Kohlen werden dem Drehrohrofen durch die Rohre 15 zugeleitet, die durch die Ofenwandung eingeführt sind. Während der Rotation des Ofens wird durch diese Rohre auch Sekundärluft zur Ver brennung der von den Kohlen bei der Erwärmung abgegebenen Kohlenwasserstoffe eingesogen. Die Rohre sind in Fig. 2 veranschaulicht.
Ein Drehrohrofen zur kommerziellen Herstellung von Eisenschwamm oder zur Vorreduktion von Eisenerzen mit anschliessender Verhüttung im Elek troofen hat einen inneren Durchmesser von 2-5 m und eine -Länge von 50-150 m. Der Abstand zwi schen den Aufgabestellen sollte in derartigen Öfen 4 bis 15 m betragen. Hat man z.
B. einen Drehrohr ofen zur Vorwärmung von Roheisenbeschickung, wo bei gleichzeitig etwa 50ö d'es Sauerstoffgehaltes der Erze durch Vorreduktion entfernt werden sollen, können Rohkohlen mit Hilfe von fünf Aufgabe apparaten, die sich über den mittleren Teil des Ofens verteilen, aufgegeben werden. Falls der innere Ofendurchmesser 3 m beträgt, soll der Abstand zwischen den Aufgabestellen 6 m betragen, so dass die Aufgabeapparate 6, 12, 18, 24 und 30 m vom Austragende des Ofens angebracht werden.
Die Erfindung kann mit Vorteil zur Herstellung von Metallschwamm durch Reduktion von. Oxyderzen verwendet werden. Besonders zweckdienlich ist sie auch zur Vorwärmung, Kalzination und Vorreduk- tion bei anschliessender Fertigreduktion und Ver hüttung im Elektroofen. Bei der Herstellung von Karbid aus Kalkstein und Kohle kann die Tempera tur im Drehrohrofen so hoch gehalten werden, dass eine weitgehende Kalzination des Kalksteines erzielt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung bei Drehrohröfen zur Vorwärmung und eventuellen Reduktion von Oxyderzen, wobei uriverkokter Brennstoff dem mittleren Teil des Ofens in dessen Hochtemperaturzone separat zugeführt wird, während.Oxyderze und eventuelle verkokte Reduktionsmittel am Aufgabeende des Ofens ein getragen werden, nach dem Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, d'ass der mittlere Teil des Ofens mit zwei oder mehr Aufgabestellen ausgerüstet ist, die mit einem jeweiligen Abstand voneinander, von Mitte zu Mitte, von höchstens dreimal dem inneren Ofen durchmesser vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH321060A CH382781A (de) | 1959-04-02 | 1960-03-22 | Verfahren zur Erwärmung der Beschickung im rotierenden Rohrofen |
| NO139223A NO118749B (de) | 1961-02-24 | 1961-02-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH396059A true CH396059A (de) | 1965-07-31 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH158562A CH396059A (de) | 1960-03-22 | 1962-02-09 | Anordnung bei Drehrohröfen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH396059A (de) |
-
1962
- 1962-02-09 CH CH158562A patent/CH396059A/de unknown
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