CH396268A - Verfahren zum Konditionieren von polychloriertem Phthalocyanin-Pigment - Google Patents

Verfahren zum Konditionieren von polychloriertem Phthalocyanin-Pigment

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CH396268A
CH396268A CH7204259A CH7204259A CH396268A CH 396268 A CH396268 A CH 396268A CH 7204259 A CH7204259 A CH 7204259A CH 7204259 A CH7204259 A CH 7204259A CH 396268 A CH396268 A CH 396268A
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acid
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CH7204259A
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Ernest Brouillard Robert
Joseph Gannon James
Katz Leon
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Gen Aniline & Film Corp
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Description


  Verfahren zum Konditionieren von polychloriertem     Phthaloeyanin-Pigment       Die Erfindung betrifft     ein    Verfahren zum Kon  ditionieren von hochchloriertem     Kupferphthalocyanin     mit 13 bis 16     Chloratomen    pro Molekül zur Bildung  eines Pigmentproduktes, das sich für spezielle An  wendungen hervorragend eignet.  



       Phthalocyaningrün    lässt sich nach verschiedenen  Verfahren herstellen. Diese umfassen die     Chlorierung     von     Kupferphthalocyanin    in einem flüssigen Verdün  nungsmittel unter Druck oder die     Chlorierung    bei  Atmosphärendruck in einem Lösungsmittel, z. B.  einem     eutektischen    Gemisch aus Aluminiumchlorid  und     Natriumchlorid.    Das letztere Verfahren wird  bevorzugt, da Ausgangsmaterial und Endprodukt  im Medium einigermassen löslich sind, wodurch die       Halogenierung    erleichtert und die Bildung von  Pigmenten ermöglicht wird, welche dem theoretisch  möglichen Chlorgehalt von 16 Chloratomen pro  Molekül näherkommen.  



  Bei Verwendung eines flüssigen Verdünnungs  mittels für die     Chlorierung    isoliert man das Produkt  gewöhnlich durch Dämpfen zur Entfernung des Lö  sungsmittels, worauf der erhaltene     wässrige    Brei  filtriert und das Pigment getrocknet wird. Bei An  wendung eines     eutektischen    Gemisches von Alumi  niumchlorid und     Natriumchlorid    geschieht die Isolie  rung durch Verdünnen mit Wasser und anschliessen  des Filtrieren und Trocknen.  



  Die in der oben beschriebenen Weise erhaltenen  Pigmente haben     ausserordentlich    schlechte     Farb-          werte.    Wenn man sie beispielsweise in einer     Hoover-          Müller-    oder     einer        Dreiwalzen-Farbmühle    mit einem  geeigneten Träger, z. B. einem     Druckfarbenfirnis,     vermahlt, sind sie stumpf und zeigen nur 20-30  des üblicherweise erzielten Farbwertes. Prüft man  die Pigmente vor dem Trocknen durch Einführen  in einen     öligen    Träger, so ergeben sich ähnlich un-    günstige Eigenschaften.

   Aus diesen Gründen wird       Phthalocyaningrün    im oben beschriebenen Anfangs  stadium der     Verarbeitung    als     Grundstoff    bezeichnet,  welcher weiter konditioniert werden muss.  



  Es wurden verschiedene Methoden entwickelt  zum Konditionieren von     Phthalocyaningrün-Grund-          stoff,    so dass dieser     maximale        Brillianz    und Stärke  entwickelt; die meisten davon arbeiten mit saurem       Verpasten.    Praktisch beschränkten sich diese Ver  fahren zum sauren     Verpasten    bisher im wesent  lichen auf zwei allgemeine Methoden. Nach der  ersten löst man das Pigment in einem Gemisch  aus     Schwefelsäuremonohydrat    und     Chlorsulfonsäure,     worauf man die saure Lösung in Wasser giesst.

   Nach  der     andem    Methode verrührt man das Pigment mit  einem grossen Volumen Schwefelsäure von einer  Konzentration, die zu klein ist, um merkliche Auf  lösung zu     bewirken,    worauf man durch Eingiessen  in Wasser     fällt.    Beide Methoden erfordern sorg  fältige     überwachung    der Verarbeitungsbedingungen,  damit reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden.  



  Diese Verfahren zum sauren     Verpasten    sind  teuer und zeitraubend und haben den     Nachteil,    dass  sie grosse Mengen an Säuren benötigen, welche im  allgemeinen äusserst korrosiver Natur sind. Ausser  diesem     wirtschaftlich    ungünstigen Faktor stellt die  Verwendung solcher Säurevolumen Probleme     hin-          sichtlich    Betriebshygiene und Sicherheit sowie das  sehr     ernsthafte    und     kostspielige    Problem der Be  seitigung.  



  Zweck der Erfindung :ist die Schaffung eines Ver  fahrens zum Konditionieren von     Phthalocyaningrün,     welches die obengenannten Nachteile nicht besitzt.  Insbesondere soll die Notwendigkeit der     Verwendung     grosser Säuremengen vermieden werden, und das er  haltene     Phthalocyaningrün    soll verbesserte Teilchen-           eigenschaften    besitzen und sich speziell für die       Pigmentierung    von Kunststoffen eignen.  



  Die genannten Zwecke werden durch das erfin  dungsgemässe Verfahren zum Konditionieren von  polychloriertem     Kupferphthalocyanin-Pigment    mit  13 bis 16 Chloratomen pro Molekül erreicht, welches  dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine rohe       Chlorierungsmasse,    wie sie bei der     Chlorierung    von       Kupferphthalocyanin    anfällt, in     Gegenwart    von min  destens 5/o, bezogen auf das Gewicht des Pigments,  eines mit Wasser nicht mischbaren, flüssigen, nicht  flüchtigen,     monomeren    organischen Esters einer  mehrbasischen Säure, welcher einen Siedepunkt von  mindestens 150  C unter     Atmosphärendruck    auf  weist,

   mit einem     wässrigen    Medium vermischt und  dann die vom organischen Ester umhüllten Pigment  teilchen von der wässerigen Phase abtrennt. Es hat  sich gezeigt, dass bei Anwendung dieses Verfahrens  nicht nur die Notwendigkeit des     Konditionierens     durch saures     Verpasten    mit seinen vielen Nachteilen  dahinfällt, sondern dass ausserdem ein Pigment  gemisch entsteht, das bei Verwendung für die Fär  bung von     nichtwässrigen        Kunststoff-Zusammen-          setzungen,    insbesondere von     Bodenfliesen    und Lino  leum, ausgezeichneten Farbwert und andere gün  stige Eigenschaften besitzt.  



  Die erhaltene Pigment     Zusammensetzung    besteht  aus Teilchen mit optimalen Teilcheneigenschaften,  welche vom genannten organischen Ester umhüllt  werden. Je nach dem speziellen verwendeten Ester  lässt sich das Pigmentprodukt leicht     zum    Pigmentieren  von kompatiblen Kunststoffgemischen verwenden,  inbegriffen solche auf     Grundlage    von synthetischen  organischen     Polymermaterialien,    wie     Cumaron-Inden-          Harzen,        Cellulosederivaten,    z.

   B.     Celluloseacetat,          Celluloseacetat-butyrat,        Cellulosenitrat    und Äthyl  cellulose,     Polymethyl-methacrylat,    Polystyrol,     Vinyl-          harzen,    z. B.     Polyvinylacetat,        Polyvinylbutyrat,        Poly-          vinylchlorid    sowie     Copolymeren    aus     Vinylchlorid     und     Vinylacetat,        Alkydharzen    und dergleichen.  



  Die erfindungsgemäss verwendeten     monomeren     organischen Ester sollen unter den während des       Vermischens    der     Chlorierungsmasse    mit dem     wässri-          gen    Medium oder während der nachfolgenden Ent  fernung des Wassers herrschenden Bedingungen  flüssig sein und     sollen    einen Siedepunkt von min  destens l50  C (unter     Atmosphärendruck)    besitzen,  damit sie bei der     Entfernung    des Wassers und/oder  eines in der Mischung vorhandenen flüchtigen orga  nischen flüssigen Verdünnungsmittels durch Er  hitzen oder Dampf- oder Vakuumdestillation,

   oder  auch beim Trocknen oder     ähnlichen    Operationen,  nicht ausgetrieben werden. Im allgemeinen besitzen  die verwendbaren Ester ein     Molekulargewicht    von  etwa     l75-450.    Ausser     flüssig    und     nichtflüchtig     müssen solche Ester mit Wasser nicht mischbar sein,  damit sie auf den Pigmentteilchen in Gegenwart  des     wässrigen    Mediums einen     hydrophoben    Film  bilden. Bei der mehrbasischen Säure, aus welcher  die Ester gebildet sind, kann es sich um eine an-    organische (wie Phosphorsäure) oder um eine orga  nische     aliphatische    oder aromatische Säure handeln.

    Als Beispiele für     aliphatische,    mehrbasische Säuren  seien     Adipinsäure,        Azelainsäure,    Zitronensäure,       Sebacinsäure,    Bernsteinsäure und Weinsäure ge  nannt, als aromatische, mehrbasische Säuren insbe  sondere     Phthalsäuren.    Die alkoholische Komponente  des Esters kann ein     Alkylradikal    mit l-12 oder  mehr     C-Atomen,    ein     Cycloalkylradikal,    ein     Aralkyl-          radikal,    wie     Benzyl,    ein     heterocyclisches    Radikal,  ein     Arylradikal,

      wie     Phenyl,        Cresyl,        Xenyl    und der  gleichen, oder ein Gemisch von solchen Radikalen  aufweisen. Diese Radikale können     inerte        Substi-          tuenten    enthalten z. B. niedrige     Alkylgruppen,    wie       Methyl,        Äthyl    und dergleichen, niedrige     Alkoxy-          gruppen,    z. B.     Methoxy,        Athoxy    und dergleichen,  Chloratome, niedrige     Acylgruppen,    wie     Acetyl    und  dergleichen.  



  Als Beispiele für verwendbare     monomere    orga  nische Ester seien erwähnt:       Dibutyladipat,        Didecyladipat,          Di-(methylcyclohexyl)-adipat,          Dibutoxyäthyladipat,        Dibenzyladipat,          Ditetrahydrofurfuryladipat,          Diisooctylazelat,        Acetyltrihexylcitrat,          Tri-n-butylcitrat,        Tri-(2-äthylhexyl)-phosphat,          Triphenylphosphat,        Tridimethylpenylphosphat,          Tricresylphosphat,

          Cresyldiphenylphosphat,          Diphenyhnono-o-xenylphosphat,          Dibutylbutylphosphonat,          0,0,0-Tributylphosphorothioat,          Tris-(2-chloräthyl)-phosphit,          Dimethylsebacat,        Dioctylsebacat,          Dibutoxyäthylsebacat,        Caprylbenzylsebacat,          Dibenzylsebacat,        Dibutylsuccinat,          Dibutyltartrat    und dergleichen,  sowie Gemische davon.  



  Als organische Ester werden indessen     Phthalate     bevorzugt, welche optimale Ergebnisse mit Bezug  auf maximalen Farbwert,     Verträglichkeit    mit Kunst  stoffen, Eigenschaften der erhaltenen überzogenen  Pigmentzusammensetzung und dergleichen liefern.

    Als Beispiele für solche bevorzugte Ester seien er  wähnt:       Dimethylphthalat,        Diisooctylphthalat,          Diisodecylphthalat,        Butylisodecylphthalat,          Dicaprylphthalat,        Di-(2-äthylhexyl)-phthalat,          Di-(2-äthylhexyl)-hexahydrophthalat,          Butylcyclohexylphthalat,          Dicyclohexylphthalat,          Di-(methyleyclohexyl)-phthalat,          Diphenylphthalat,        Dibutoxyäthylphthalat,          Butylbenzylphthalat    und dergleichen,  sowie Gemische davon.

   Von diesen     Phthalaten    wird  das     Butylbenzylphthalat    besonders bevorzugt, da es  optimale Eigenschaften mit Bezug auf Stabilität,  Siedepunkt,     Verträglichkeit    mit Kunststoffen und  dergleichen besitzt.  



  Die organischen Ester sollen in Mengen von  mindestens 5 %, bezogen auf das Gewicht des poly-      chlorierten     Kupferphthalocyanin-Pigments,    verwen  det werden, wobei der Anteil im Einzelfall von der  Art des gemischten Produktes abhängt. Wird eine  Paste gewünscht, so sind etwa     5-60%    organischer  Ester zu verwenden; grössere Mengen bis zu 200%  des Pigmentgewichtes sind zu verwenden, wenn ein  flüssiges Produkt gewünscht     wird.    Wird eintrockenes  Pulver     gewünscht,    so werden gewöhnlich     kleine     Mengen innerhalb des angegebenen Bereichs verwen  det.

   Es ist auch möglich, eine nach dem erfindungs  gemässen Verfahren hergestellte Paste     in    ein Pulver  überzuführen, indem man einen fein zerteilten     inerten     Feststoff mit hoher     ölabsorptionsfähigkeit    zusetzt,  z. B.     Calciumsilikat,        Magnesiumsilikat    oder fein  zerteilten Kalk. Der Anteil an verwendetem     inertem     Feststoff hängt im     Einzelfall    von der Menge an  überschüssigem organischem Ester ab, welche in der  behandelten Paste enthalten ist, wobei im allgemei  nen etwa 1 bis 4 Teile     inerter    Feststoff je Teil orga  nischen Esters verwendet werden.

   In der erwähnten  Weise hergestellte Pasten und flüssige     Aufschläm-          mungen    können. in dieser Form in den Handel ge  bracht oder weiterhin auf der     Walzenmühle    oder  anderweitig bearbeitet werden zur     Verbesserung    der  Zerteilung entsprechend der angestrebten Verwen  dung.  



  Die     Chlorierung    von     Kupferphthalocyanin    in  einem flüchtigen organischen     flüssigen    Verdünnungs  mittel zur Bildung eines Produktes mit 13-16  Chloratomen im Molekül ist an sich bekannt. Im  allgemeinen verwendet man als     inertes    flüssiges Ver  dünnungsmittel     Trichlorbenzol,    Nitrobenzol,     o-Di          nitrobenzol,        o-Chlorbenzol,        Tetrachlorkohlenstoff,     Chloroform,     Acetonitril,        Propionitril    und derglei  chen oder Gemische davon.

   Das erhaltene polychlo  rierte     Kupferphthalocyanin-Pigment    ist in der     Chlo-          rierungsmasse    unlöslich und kann gewonnen werden  durch Austreiben des, flüchtigen, flüssigen Verdün  nungsmittels durch Dampfdestillation. Erfindungs  gemäss kann man den organischen Ester der     Chlo-          rierungsmasse    vor der     Dampfdestillation    zusetzen,  so dass er während der Bildung des entstehenden       wässrigen    Breis anwesend ist. Die erhaltenen mit  organischem Ester überzogenen Pigmentteilchen  werden dann z.

   B. durch Dekantieren und/oder  Filtrieren vom Wasser abgetrennt, worauf     ge-          wünschtenfalls    getrocknet wird. Anstatt das Kon  densationswasser der Dampfdestillation zu benützen,  um das im erfindungsgemässen Verfahren erforder  liche     wässrige    Medium zur Verfügung zu haben,  kann man auch der     Chlorierungsmasse    vor der       Dampfdestillation    Wasser zusetzen.

   In diesem Falle  kann man den organischen Ester der     Chlorierungs-          masse    vor oder nach dem Zusatz von Wasser unter  gutem Rühren zusetzen, oder man kann ihn mit  dem Verdünnungswasser innig vermischen und/oder  darin     emulgieren    und dann dieses Gemisch zusetzen.       Gewünschtenfalls    kann man die     Chlorierungsmasse     zur Entfernung des grössten Teils des     flüchtigen     flüssigen Verdünnungsmittels filtrieren, bevor man    sie mit dem     wässrigen    Medium in Gegenwart des  organischen Esters entsprechend dem erfindungs  gemässen Verfahren vermischt.  



  Das Verfahren zum     Polychlorieren    von     Kupfer-          phthalocyanin    in einer     Schmelze    aus Aluminium  chlorid, und     Natriumchlorid    ist ebenfalls an sich  bekannt und wird in den     USA-Patentschriften          Nrn.    2 276 860 und 2 247 752     ausführlich    be  schrieben.

   In dieser     Schmelze    soll das Verhältnis  von     Natriumchlorid    zu     Aluminiumehlorid    vorzugs  weise etwa 1 :4 betragen, das heisst dem     eutekti-          schen        Verhältnis    der beiden Komponenten entspre  chen, welches den niedrigsten     Schmelzpunkt    ergibt.

    In der derzeitigen     Praxis    wird dieses     Verhältnis        in     weiten Grenzen verändert; gelegentlich wird sogar  überhaupt kein     Natriumchlorid    verwendet, oder ein  Teil des     Natriumchlorids    wird durch     Kaliumchlorid,          Magnesiumchlorid,        Antimonchlorid    und     dergleichen     ersetzt.     Alle    diese Modifikationen sind     in    der     USA-          Patentschrift    Nr.

   2 247 752 beschrieben, und es  versteht sich, dass diese Modifikationen als der       eutektischen    Schmelze aus Aluminiumchlorid und       Natriumchlorid    äquivalent zu betrachten sind, auf  welche hier der Einfachheit halber Bezug genom  men wird. Bei diesem Verfahren ist das polychlorierte       Kupferphthalocyaninprodukt        mit    13-16 Chloratom/  Molekül in der     Schmelze        löslich,    und es wird gewon  nen durch Eingiessen der     Chlorierungsmasse        in,     Wasser, welches vorzugsweise angesäuert ist, z. B.

    durch Zusatz von 2-5     %        HCl    auf einen     pH    von etwa  1. Erfindungsgemäss kann man den organischen  Ester der     Chlorierungsmasse    vor dem Eingiessen in  Wasser zugeben, doch wird er vorzugsweise dem  Wasser zugegeben, bevor die     Chlorierungsmasse    ein  gegossen     wird.        Zweckmässigerweise        wird    der orga  nische Ester in     diesem    Wasser     emulgiert,

          erforder-          licherweise    unter     Zuhilfenahme    eines     Emulsionsmit          tels    (das im Hinblick auf die Säuerung des Wassers  säurebeständig     sein    soll), da bei Anwendung des  organischen Esters im Wasser in     nichtemulgierter     Form gewöhnlich grössere Mengen zur Erzielung be  friedigender Ergebnisse erforderlich sind.

   Die im  erhaltenen     wässrigen    Brei     befindlichen    überzogenen       Pigmentteilchen    können dann abgetrennt werden  durch Filtrieren, säurefrei Waschen und     Trocknen,     oder durch Waschen durch wiederholtes Dekantieren  und Abtrennen der organischen Schicht.  



  Das oben beschriebene Verfahren kann, wenn  auch mit weniger günstigen Ergebnissen, auch auf  andere     Chlorierungsmassen    angewendet werden, in  welchen das polychlorierte     Kupferphthalocyanin    lös  lich ist. Die     Chlorierungsmasse    kann z.

   B. durch  Chlorieren des.     Phthalocyanin-Pigmentes    in     Chlor-          sulfonsäure,        p-Toluolsulfonsäure,        Sulfurylchl'orid    oder       Schwefelmonochlorid    in einem     Autoklaven    gebildet  werden     sein.    In diesen     Fällen    wird das Wasser, in  welches das Gemisch eingegossen wird, vorzugsweise  alkalisch gemacht, wobei ein     alkalibeständiges        Emul-          sionsmittel    verwendet wird,

   um den     organischen     Ester darin zu     emulgieren.         Das im erfindungsgemässen Verfahren vorwen  dete     Emulsionsmittel    soll     öl-in-Wasser-Emulsionen     zu bilden vermögen.

   Obschon     anionische    und     katio-          nische    Stoffe     ebenfalls    verwendbar sind, wendet man  vorzugsweise die bekannten     nichtionischen    oberflä  chenaktiven Stoffe mit einer     Polyoxyalkylenkette,     vorzugsweise einer     Polyoxyäthylenkette,    an, wie man  sie beispielsweise erhält durch Umsetzen einer wasser  unlöslichen organischen     Verbindung    mit mindestens  6     C-Atomen,    die mindestens ein reaktionsfähiges       Wasserstoffatom        enthält,

      mit einem     Polyalkylenglykol     oder mehreren     Mol        Alkylenglykol,        Halogenhydrin     oder     Alkylenoxyd,    vorzugsweise     Äthylenoxyd.    Als  Beispiele für reaktionsfähige wasserstoffhaltige Ver  bindungen seien erwähnt:     Carbonsäuren    und     Sulfon--          säuren    und     Amide,    Alkohole,     Thiole,        Phenole,    Amine  und dergleichen, z.

   B.     Stearinsäure,    Rizinusöl,       Abietinsäure,        die    entsprechenden     Amide,        Lauryl-          alkohol,        Tridecylalkohol        (hergestellt    mittels des     Oxo-          verfahrens),        Dodecyhnercaptan,        Nonylphenol,        Octa-          decylamin,        Kolophoniumamin    und dergleichen.

   Die  Herstellung dieser und     ähnlicher    Stoffe wird be  schrieben in den     USA-Patentschriften        Nm.    1970578,  <B>2205021, 2085706, 2002613,</B> 2266141,  2 677 700, 2 2<B>1</B>3 477 und 2 593 112. Sie können  dargestellt werden durch die Formel  
EMI0004.0044     
    worin R den Rest einer organischen Verbindung  mit     mindestens    6     C-Atomen    und einen reaktions  fähigen Wasserstoffatom bedeutet, A Wasserstoff,       Methyl    oder Äthyl darstellt und n einen Wert von  etwa 2-100 besitzt.  



  Wie oben erwähnt, kann man der     nichtwässrigen     Paste oder     Flüssigkeit    unmittelbar vor dem Trock  nen ein     inertes,    fein     zerteiltes,    festes Verdünnungs  mittel zusetzen, um ein     freifliessendes    Pulver zu  bilden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen  Verfahrens besteht darin, dass die Produkte bei er  höhten Temperaturen von 130-150  C getrocknet  werden können, ohne dass Zusammenballung oder       Klumpenbildung    eintritt, während in den     bekannten,     Verfahren     Trocknungstemperaturen    von etwa 60 bis  70  C     erforderlich    waren.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten     Teile,    wo  nichts anderes angegeben     wird,    Gewichtsteile.  <I>Beispiel 1</I>  Ein Gemisch aus 450 Teilen wasserfreiem Alu  miniumchlorid,<B>110</B> Teilen     Natriumchlorid,    20 Teilen       Cuprichlorid    und 60 Teilen     Kupferphthalocyanin     (gemahlen auf die Feinheit von Sieb Nr. 60) wird  auf einem Ölbad auf 200  C erhitzt.

   In die     Schmelze     wird während 1 Stunde und 20     Minuten    trockenes  Chlorgas mit grosser Geschwindigkeit eingeleitet,  wobei man einen     Phthalocyaningrün-Grundstoff    er  hält, welcher 15-16     Chloratome/Molekül        enthält.    Die       Chlorierungsmasse    wird dann langsam in 2000     Teile       kräftig     gerührtes    Wasser eingegossen, welches 25  Teile     Butylbenzylphthalat    enthält. Man filtriert den  erhaltenen     wässrigen    Brei, wäscht den Filterkuchen  säurefrei und trocknet bei etwa 140-150  C.

   Das  so erhaltene Pigmentpulver erweist sich bei der       Prüfung    in Asphalt und     Vinylbodenfliessen    als  stärker, gelber und heller als das mit Säure     ver-          pastete    handelsübliche     Phthalocyaningrün.    Das Pro  dukt ist auch     2i/2mal    so stark und wesentlich gelber  und heller als ein nach dem gleichen Verfahren,  jedoch ohne     Butylbenzylphthalat    erhaltenes Produkt.

    <I>Beispiel 2</I>  Man geht gleich vor wie in Beispiel 1, verwen  det jedoch anstelle von 25 Teilen     Butylbenzylphthalat     15 Teile, welche mit     Hilfe    von 0,5 Teilen eines       Emulsionsmittels    (Reaktionsprodukt aus     Rizinusöl     und 40     Mol        Äthylenoxyd)    in dem Wasser     emulgiert     werden, in welches dann die     Chlorierungsmasse    ge  gossen wird. Man erzielt ähnliche Ergebnisse wie in  Beispiel 1. Dasselbe ist der Fall, wenn man an  stelle von     Butylbenzylphthalat        Dibutylphthalat    bzw.       Dicaprylphthalat    verwendet.

    



  <I>Beispiel 3</I>  Man geht gleich vor wie in Beispiel 1, verwen  det jedoch anstelle von 25 Teilen     Butylbenzylphthalat     30 Teile     Dimethylphthalat.    Während des     Trocknens     vermischt man 50 Teile fein     zerteiltes        Calcium-          carbonat    innig     mit    dem überzogenen Pigment.

   Man  erhält ein Produkt, welches, nachdem es zu einem  feinen Pulver gemahlen wurde, einem Kunststoff auf  Basis von     Celluloseacetat    einverleibt werden kann,  wobei man bessere Ergebnisse erzielt als mit dem  handelsüblichen, mit Säure     verpasteten        Phthalo-          cyaningrün.     



  <I>Beispiel 4</I>  Man geht gleich vor wie in Beispiel 1, verwendet  jedoch anstelle von 25 Teilen     Butylbenzylphthalat     85 Teile     Dioctylphthalat.    Der erhaltene     wässrige     Brei wird durch wiederholtes Dekantieren mit  Wasser gewaschen, und die     organische    Schicht wird  in einen     Werner-Pfleiderer-Teigmischer    eingebracht.  Man wendet mechanische Arbeit, Wärme und Va  kuum an, um das Produkt zu trocknen und die  Dispersion zu verbessern. Bei der     Einverleibung    in  verschiedene Kunststoffe zeigt das so erhaltene  Pigmentprodukt vorzügliche Stärke und Brillanz.

    <I>Beispiel 5</I>  Man beschickt einen     Autoklaven    mit 2 Teilen       Kupferphthalocyanin,    0,1 Teil     Antimontrisulfid    und  6 Teilen     Tetrachlorkohlenstoff.    Die Temperatur  wird auf     130,     C erhöht, worauf man durch einen       Sprenkler        Chlor    einleitet. Die Temperatur wird auf  170-180  C ansteigen gelassen.

   Wenn der Chlor  verbrauch aufhört und die Untersuchung einer Probe  der     Chlorierungscharge    zeigt, dass das Produkt 13'  bis 16     Chloratome/Phthalocyanin-Molekül    enthält,       wird    die Charge in 50 Teile Wasser von 80  C ein-      gegossen, welches 0,5 Teile     Dicaprylphthalat    enthält,

    das darin mit Hilfe des Reaktionsproduktes aus  1     Mol        Nonylphenol    und 9     Mol        Äthylenoxyd        emul-          giert        ist.    Nach vollständiger     Entfernung    des Tetra  chlorkohlenstoffes durch Destillation filtriert man  den     wässrigen        Brei    und wäscht den Kuchen mit  heissem Wasser. Der Pigmentkuchen wird getrock  net und gemahlen, wobei man ein Produkt erhält,  welches sich leicht in Asphalt und     Vinyllinoleum-          Grundstoffe    einführen lässt.

      Zur     Herstellung    von     Asbest-Vinyl-Platten    mischt  man von Hand     .in    einem Gefäss aus rostfreiem Stahl  während 5 Minuten folgende Ingredienzien:  
EMI0005.0017     
  
    Ingrediens <SEP> Teile
<tb>  Titandioxyd <SEP> 3,0
<tb>  Weisselcalcit <SEP> (Calciumcarbonat) <SEP> 12,5
<tb>  Copolymer <SEP> aus <SEP> Vinylchlorid <SEP> und <SEP> Vinylacetat <SEP> 22,0
<tb>  Dioctylphthalat <SEP> 13,0
<tb>  Asbest-Füllstoff <SEP> 30,7
<tb>  calcinierter <SEP> Ton <SEP> 14,5
<tb>  normales <SEP> Bleisalicylat <SEP> (Antioxydationsmittel) <SEP> 1,5
<tb>  Stabilisatoren <SEP> 2,6
<tb>  Calciumstearat <SEP> (Schmierstoff) <SEP> 0,2
<tb>  überzogenes <SEP> Pigment <SEP> (Produkt <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 1) <SEP> 1,

  4       Das Gemisch wird dann in einen     2-Walzen-          Kunststoffmischer    gegeben, dessen beide     Walzen    auf  149  C erhitzt sind. Das Gemisch wird 5     Minuten     lang bei einem     Walienabstand    von 0,381 mm und  hierauf weitere 5 Minuten lang bei einem Walzen  abstand von 0,889 mm gemahlen.

   Hierauf wird das         Gemisch    in Blattform von der Mühle abgelöst.     Ein,          15,2'/, <    <B>15,2</B> cm grosses Stück des Blattes wird zwi  schen polierte Chromplatten gelegt und in einer       Carver-Laboratoriumspresse    l1/2 Minuten lang bei  einer Temperatur von 177  C     einem    Druck von  281 atü     unterworfen.    Die gebildete     Vinylplatte    weist  einen einheitlichen, starken, hellen     Gelbgrünton    auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Konditionieren von polychlorier tem Kupferphthalocyanin-Pigment mit 13 bis 16 Chloratomen pro Molekül, dadurch gekennzeichnet, dass man eine rohe Chlorierungsmasse, wie sie bei der Chlorierung von Kupferphthalocyanin anfällt, in Gegenwart von mindestens 5 %, bezogen auf das Ge wicht des Pigmentes, eines mit Wasser nicht misch baren, flüssigen, nicht flüchtigen, monomeren orga nischen Esters einer mehrbasischen Säure, welcher einen Siedepunkt von mindesItens 150 C unter Atmosphärendruck aufweist,
    mit einem wässrigen Medium vermischt und dann die vom organischen Ester umhüllten Pigmentteilchen von der wässrigen Phase abtrennt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der mit Wasser nicht mischbare monomere organische Ester einer mehrbasischen Säure im wässrigen Medium emulgiert ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als organischen Ester Butyl- benzylphthalat, Dimethylphthalat, Dioctylphthalat, Dicaprylphthalat oder Dibutylphthalat verwendet.
CH7204259A 1958-04-14 1959-04-14 Verfahren zum Konditionieren von polychloriertem Phthalocyanin-Pigment CH396268A (de)

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