CH396323A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Spulen und Spiralen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Spulen und SpiralenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Spulen und Spiralen Es ist bekannt, dass das Stranggiessverfahren beim Giessen von Aluminium und Aluminiumlegierungen, Kupfer, Buntmetallen, Stahl und anderen Metallen immer mehr Eingang findet. Dieses Verfahren ge währleistet qualitativ hochwertiges Gussmaterial bei wirtschaftlicher Herstellung. Die Herstellungsmöglich keiten reichen von kleinsten Stückgrössen bis zu solchen von mehreren Tonnen. Für manche Verwen dungszwecke werden Metallspulen oder -spiralen aus Voll- oder Hohlmaterial benötigt.
Die Erzeugung solcher Spulen oder Spiralen mit grossem Profilquer schnitt ist aber umständlich und teuer, weil die zur Verfügung stehenden Profile nur in verhältnismässig geringen Längen erzeugt und transportiert werden können. Diese müssen vor dem Einrollen zu einer Spule oder Spirale zusammengeschweisst werden. Ausserdem werden beim hochkantigen Einrollen, insbesondere bei Aluminium und Kupfer, die Ober flächen der Profile durch die Treibrollen der Ein- rollvorrichtung beschädigt. Durch die Kaltverformung beim Einrollen wird das Material härter und muss mehrmals nachgerollt werden, um den gewünschten Durchmesser zu erreichen. Alle diese Arbeiten sind umständlich und zeitraubend und daher sehr teuer.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Spulen oder Spiralen mit beliebigem Querschnitt, insbesondere solcher mit hochkantgestelltem und grossem Profil.
Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass man die Spulen oder Spiralen giesst. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch ge- kennzeichnet, dass zur Herstellung der Spulen oder Spiralen ein um eine Achse drehbarer Zylinder vor gesehen ist, und die Kokille, die den Profilquerschnitt bestimmt, in der Achsrichtung des Zylinders oder senkrecht dazu mit entsprechender Geschwindigkeit verschiebbar ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh rungsform der Vorrichtung zur Durchführung des er- findungsgemässen Verfahrens dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 die Vorrichtung im Aufriss, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine Einzelheit in grösserem Massstab.
Erfindungsgemäss wird das gewünschte Profil mit der erforderlichen Krümmung in einer wassergekühl ten Stranggiesskokille hergestellt und auf einer dem Krümmungsradius entsprechenden Trommel aufge wickelt.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Zylinder, der mit der Achse 2 drehbar gelagert ist, bezeichnet. Der Durchmesser des Rotationskörpers entspricht dem Innendurch messer der herzustellenden Spule. Mit 3 ist eine Strang- gusskokille bezeichnet, wobei der Querschnitt der Ko kille dem herzustellenden Profilquerschnitt entspricht. Um ein sattes Anliegen der hergestellten Spule an den Zylinder 1 zu erreichen, besitzt die Stranggussko- kille 3 nur drei Seitenwände, wobei die weggelassene Seitenwand durch den Zylinder 1 ersetzt wird.
Die Kokille 3 wird durch die Spindel 4 parallel zur Achse des Zylinders 1 geführt und verstellt. Der Antrieb des Zylinders 1 und die Bewegung der Kokille 3 durch die Spindel 4 erfolgt durch den mit 5 bezeichneten Antriebsmotor. Die Kokille 3 ist mit Hilfe eines im Innern befindlichen Kanalsystems durch Wasser ge kühlt, wobei das Kühlwasser bei 6 zugeführt wird und an den mit 7 schematisch dargestellten Austritts stellen austritt und den aus der Kokille austretenden Strang direkt kühlt. Werden Metalle im Strangguss vergossen, bei denen keine direkte Kühlung des Stran ges möglich ist, muss die Kokille entsprechend modi fiziert werden.
Auf dem Zylinder 1, der ebenfalls gekühlt sein kann, ist ein Mitnehmerstück 8 angeordnet. Dieses besitzt eine schwalbenschwanzförmige Ausnehmung, damit bei Beginn des Giessens der bereits erstarrte Spulenanfang aus der Kokille herausgezogen werden und in seiner Lage zum Zylinder 1 fixiert werden kann. Vor Beginn des Giessens wird die Kokille 3 von unten her mit dem Mitnehmerstück 8 verschlossen. Nun wird die Kokille 3 über eine Zuführungsrinne 9 und dem Trichter 12 mit flüssigem Metall gefüllt und gleich zeitig die Drehung des Zylinders 1 über den beschrie benen Antrieb eingeleitet.
Die Umfangsgeschwindig keit des Zylinders 1 muss der Erstarrungsgeschwindig- keit des flüssigen Metalles in der Kokille 3 angepasst werden. Da an der offenen Seite der Kokille 3 der Zylinder 1 die Kokillenwand darstellt und der Krüm- mungsradius der diesem gegenüberliegenden Seiten wand der Kokille 3 denselben Mittelpunkt hat wie der Zylinder 1, erstarrt das flüssige Metall in der Kokille bereits in der gewünschten Form und braucht nur noch mit dem Fortschreiten des Giessvorganges auf den Zylinder 1 aufgewickelt werden.
Die Kokille 3 muss eine der Steigung der herzustellenden Spule, welche durch den Vorschub 4 eingestellt werden kann, angepasste Schrägstellung erhalten. Der erste Teil der Spule wird durch das Mitnehmerstück 8 festge halten. Mit zunehmender Länge der bereits gegossenen Spule bis zum halben Umfang des Zylinders 1 bewirkt das Eigengewicht ein Absinken des gegossenen Profils. Um dies zu verhindern, müssen zumindest bei der ersten halben Windung geeignete Haltevorrichtungen vorgesehen sein. Beim weiteren Giessen hält die auf dem Zylinder 1 bereits aufgewickelte Spule, wenn sie genügend Steifigkeit besitzt, die entstehenden Win dungen in ihrer richtigen Lage.
Ist die Steifigkeit nicht so gross, müssen Andrückrollen vorgesehen werden.
Die Zuführung des flüssigen Metalls erfolgt über die bereits erwähnte Giessrinne 9, die von einem das flüssige Metall enthaltenden Behälter, meist von einem Schmelzofen aus, versorgt wird. Die gleichzeitige Be schickung der Kokille 3 mit flüssigem Metall ist vor allem bei kleinen Querschnitten schwierig, da die Ent leerung des Behälters oder Ofens äusserst feinfühlig vorgenommen werden muss. Es ist daher zweck- mässig, knapp vor dem Einfluss in die Kokille 3 eine regulierbare Steuervorrichtung 10 einzubauen, mit welcher die Zuflussmenge des flüssigen Metalls zur Kokille 3 genau eingestellt werden kann.
Bei kleinem Querschnitt des Profils und grösserer Rinnenlänge neigt das Metall wegen der geringen Fliessgeschwindigkeit zum Einfrieren in der Giessrinne 9. Unter diesem Umständen ist es zweckmässig, die Giessrinne zu beheizen oder kurz vor der Stauvor richtung 10 einen Überlauf 11 vorzusehen. Über diesen lässt man soviel Metall abfliessen, dass die Fliessge- schwindigkeit in der Rinne 9 gross genug ist, um ein Einfrieren des flüssigen Metalls zu verhindern.
Für die Herstellung von Spiralen gilt im wesent lichen das Gleiche wie für die Herstellung von Spulen, nur dass in diesem Falle die Kokille nicht parallel zur Längsachse des Zylinders 1 verschoben wird, sondern in der Ebene der zu giessenden Spirale. Die Kokille 3 muss dann möglichst kurz ausgeführt werden, so dass sich die Änderung im Radius der Spirale praktisch nicht mehr bemerkbar macht. Sollen die Windungen der Spirale dicht aneinander liegen, so kann der bereits gegossene Spiralteil als Verschluss für die einseitig offene Kokille 2 fungieren.
Sollen die Windungen der Spirale einen bestimmten Abstand haben, verwendet man eine geschlossene Ko kille und fügt während des Giessens in die bereits vorhandenen Zwischenräume der gegossenen Win dungen zweckentsprechende Distanzstücke ein.
Schliesslich können beide Herstellungsverfahren kombiniert werden. Es kann zunächst eine Spule ge gossen werden und am Ende dieser die Kokille hoch geführt werden, so dass eine zwei- oder mehrlagige Spule hergestellt werden kann.
Das beschriebene Herstellungsverfahren eignet sich insbesondere zum Vergiessen von Aluminium und Kupfer, wobei auch andere Giessverfahren zur An wendung kommen können. Es lassen sich Spulen oder Spiralen mit beliebiger Windungszahl, insbe sondere solcher mit grossem und hochkantgestelltem Profilquerschnitt herstellen, und zwar in ausserordent- lich wirtschaftlicher Weise, wobei innerhalb der Spulen oder Spiralen keine Schweissstellen erforderlich sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Spulen oder Spiralen mit beliebigem Querschnitt, insbesondere solcher mit hochkantgestelltem und grossem Profil, dadurch gekennzeichnet, dass man die Spulen oder Spiralen giesst. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Spulen oder Spiralen ein um eine Achse (2) drehbarer Zylinder (1) vorgesehen ist, und die Kokille (3, die den Profilquerschnitt bestimmt, in der Achsrichtung des Zylinders oder senkrecht dazu mit entsprechender Geschwindigkeit verschiebbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Spulen oder Spiralen nach dem Stranggiessverfahren herstellt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Zylinder (1) ein Mit nehmerstück (8) angebracht ist, welches den Anfang der Spule oder Spirale in seiner Lage fixiert.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT796161A AT228956B (de) | 1961-10-23 | 1961-10-23 | Vorrichtung zur Herstellung von Spulen und Spiralen |
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| CH396323A true CH396323A (de) | 1965-07-31 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH1223862A CH396323A (de) | 1961-10-23 | 1962-10-16 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Spulen und Spiralen |
Country Status (2)
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| AT (1) | AT228956B (de) |
| CH (1) | CH396323A (de) |
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1961
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1962
- 1962-10-16 CH CH1223862A patent/CH396323A/de unknown
Also Published As
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| AT228956B (de) | 1963-08-12 |
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