Palettkrangabel Stapelbare Güter, insbesondere z. B. Bausteine, werden in neuerer Zeit zwecks Erleichterung ihres Transportes im Werk barelliert oder palettiert und in den Barellen bzw. auf den Paletten zur Verwen dungsstelle gebracht. Die Barellen weisen eine recht eckige Auflagefläche und an ihren Schmalseiten Seitenwände auf. Diese Barellen haben den Vorteil, dass sie nicht nur mit einem Hubwagen angehoben und z. B. auf einen Lastwagen gehoben bzw. von einem solchen abgehoben werden können, sondern auch an einen Kranhaken angehängt und mit dem Kran hochgezogen werden können.
Solche Barellen sind aber teuer; und -sie haben den Nachteil, dass sie unbeladen gleich viel Raum in Anspruch nehmen, wie wenn sie beladen sind. Da solche Barellen in grosser Zahl benötigt werden, erfordert ihre Lager haltung sehr viel Platz. Es sind ferner Paletten, welche meistens aus Holz bestehen, bekannt, welche die Form einer rechteckigen Bühne besitzen, die aus zwei oder mehr Längsbalken und auf diese aufgena- gelten oder aufgeschraubten Querbrettern besteht. Derartige Holzpaletten sind billig, uns sie lassen sich bei Nichtgebrauch in grösserer Zahl aufstapeln, so dass sie dann nur wenig Raum in Anspruch nehmen.
Diese Holzpaletten haben aber den grossen Nachteil, dass sie nicht ohne weiteres an einen Kranhaken ange hängt und mit dem Kran hochgezogen werden kön nen.
Die Erfindung betrifft eine Palettkrangabel, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie einen Vertikalträger besitzt, welcher sich unten in zwei Füsse, an welchen je ein nach vorne auskragender, horizontaler Greifer fest angeordnet ist, gabelt und dessen oberster Teil nach vorne abgewinkelt ist und an seinem Ende eine angeschweisste Platte besitzt, in welche ein Ring zum Einhängen des Kranhakens eingesetzt ist, dass an der Rückseite des Vertikalträ- gers eine Lagerplatte befestigt ist, in welcher eine horizontale, quer zum Vertikalträger gerichtete Welle gelagert ist, welche beidseitig bis über die Greifer hinausragt, auf deren Enden je eine Büchse fest ange ordnet ist, an welchen Büchsen je zwei Streben sitzen,
an welchen je ein mit Drahtgeflecht bespannter Rah men befestigt ist, deren vertikale, seitliche Teile par- allel zu den Greifern verlaufen und deren vordere Teile gegeneinander gerichtet sind und in geringem Abstand voneinander enden, und dass auf der einen Seite der genannten Lagerplatte auf der Welle eine Stellscheibe fest angeordnet ist, welche zwei Rast löcher besitzt, welche mit einem in der Lagerplatte geführten Riegel zusammenwirken, das Ganze derart, dass die beiden genannten, mit Drahtgeflecht bespann ten Rahmen in einer unteren Endstellung, in welcher die Unterkanten ihrer vorderen Teile auf der Höhe der Greifer liegen,
und in einer um etwa 90 hoch geschwenkten Stellung mittels des Riegels verrastet werden können und dass die beiden Rahmen in ihrer unteren Endstellung zusammen mit einem am Verti kalträger befestigten, mit Drahtgeflecht bespannten Rahmen als Rückwand ein eine auf den Greifern aufliegende Palette samt dem auf ihr befindlichen Stapel umschliessendes Schutzgitter bilden.
Diese Paletkrangabel hat den Vorteil, d'ass ein- fache Paletten aus Holz, welche nur aus einer Bühne, auf welcher das Gut aufgestapelt wird, bestehen, ohne weiteres erfasst und gefahrlos hochgezogen wer den können.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus- führungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Palettkrangabel, auf dem Boden abge stellt, bei halb hochgeschwenkten Seitenrahmen des Schutzgitters, Fig. 2 diese Palettkrangabel am Kranhaken hän gend, und Fig. 3 einen Teil einer Ansicht dieser Palettkran- gabel von hinten.
Die dargestellte Palettkrangabel besitzt einen I-Profil aufweisenden Vertikalträger, welcher sich unten in zwei Füsse la und 1b gabelt. An jedem Fuss 1 a und 1 b ist je ein nach vorn auskragen der, horizontaler Greifer<I>2a</I> bzw.<I>2b</I> fest angeordnet. Der oberste Teil 1c des Vertikalträgers 1 ist schräg nach vorne abgewinkelt, und an sein Ende ist eine Platte 3 angeschweisst, in welche ein Ring 4 zum Einhängen des Kranhakens eingesetzt ist.
An der Rückseite des Vertikalträgers 1 ist eine Lagerplatte 5 angeschweisst oder angeschraubt, in welcher eine horizontale, quer zum Vertikalträger 1 gerichtete Welle 6 gelagert ist. Die äusseren, bis über die Greifer<I>2a</I> und<I>2b</I> hinausragenden Teile dieser Welle 6 sind je in einer Büchse<I>7a</I> bzw.<I>7b</I> gelagert, welche durch je zwei Streben 8a bzw. 8b mit einem rechteckigen, vertikalen, aus Rohren gebildeten und mit Drahtgeflecht bespannten Rahmen 9 verbunden sind, welcher am Vertikalträger 1 befestigt ist.
Auf den über die Büchsen<I>7a</I> und<I>7b</I> vorstehen den Enden der Welle 6 ist je eine weitere Büchse 10a bzw. 10b fest angeordnet, an welchen je zwei Streben lla bzw. llb sitzen. An diesen Streben lla und llb ist je ein mit Drahtgeflecht bespannter, aus Rohren gebildeter Rahmen 12a, 13a bzw. 12b, 13b befestigt, deren vertikale, seitliche Teile 12a und 12b parallel zu den Greifern<I>2a</I> und<I>2b</I> verlaufen. Die vor deren Teile 13a und 13b dieser Rahmen sind gegenein ander gerichtet und enden in geringem Abstand vonein ander. Diese vorderen Teile 13a und 13b dieser bei den Rahmen sind koaxial zur Welle 6 gebogen oder gekantet.
Auf der einen Seite der Lagerplatte 5 ist auf der Welle 6 eine Stellscheibe 14 fest angeordnet, in welcher zwei Rastlöcher 15a und 15b für einen Riegel 16 vorgesehen sind, welcher Riegel in der La gerplatte 5 geführt ist. Die Rahmen 12a, 13a und <I>12b, 13b</I> können miteinander unter Drähten der Welle 6 um etwa 90 nach oben oder unten geschwenkt wer den, und sie können in ihren Endstellungen mittels des Riegels 6 und der auf der Welle 6 sitzenden Stell scheibe 14 fixiert werden. Befinden sich diese Rah men 12a, 13a und 12b, 13b in ihrer unteren End- stellung, so liegen die unteren Kanten ihrer vorderen Teile 13a und 13b auf der Höhe der Greifer 2a und 2b.
Zweckmässig ist, wie dargestellt, die Stellscheibe 14 als Kurvenseilscheibe ausgebildet, auf welcher der eine Endteil eines Drahtseiles 17, dessen eines Ende auf der Kurve der Kurvenseilscheibe 14 befestigt ist, aufliegt. Dieses Drahtseil 17 läuft über eine am Ver tikalträger 1 gelagerte Umlenkrolle 18 und sein anderes Ende ist am einen Ende einer Schrauben feder 19 angehängt, deren anderes Ende am Ver tikalträger 1 befestigt ist.
Diese Schraubenfeder 19 dient zum Ausgleich des Gewichtes der Rahmen 12a 13a und 12b, 13b, und die Kurve der Kurvenseil- Scheibe 14 ist so berechnet, dass das Gewicht dieser Rahmen 12a, 13a und 12b, 13b in jeder beliebigen Stellung derselben angenähert ausgeglichen ist, so dass diese Rahmen unter ganz geringem Kraftaufwand hochgeschwenkt werden können. Der obere, abge winkelte Teil 1c des Vertikalträgers 1 ist so bemessen, dass sich bei in unterer Endstellung befindlichen Rah men 12a, 13a und 12b, 13b der Lagerpunkt des Ringes 4 senkrecht über dem Schwerpunkt der gan zen Palettkrangabel befindet und die Greifer 2a und 2b bei am Kranhaken hängender Palettkrangabel waagrecht sind.
Zum Aufnehmen einer Palette werden die Rah men 12a, 13a und 12b, 13b bei bis angenähert auf den Boden oder die Lastwagenbrücke abgesenkter Palettkrangabel hochgeschwenkt, so dass sie sich beidseitig des obersten Teiles 1c des Vertikalträgers 1 befinden, wobei sie durch diesen letzteren etwas fe dernd auseinandergedrückt werden. In dieser Stellung werden diese Rahmen mittels des Riegels 16 ver- rastet. Hierauf wird die Palettkrangabel mittels des Kranes an die aufzunehmende Palette heranbewegt, derart, dass die Greifer<I>2a</I> und<I>2b</I> innenseitig der äusseren Längsbalken der Palette unter diese einge fahren werden.
Hernach werden die Rahmen 12a, 13a und 12b, 13b nach Lösen des Riegels 16 in ihre untere Endstellung geschwenkt und dann wieder mit tels des Riegels 16 verrastet. Die Palette samt dem auf ihr befindlichen Stapel von Bausteinen oder der gleichen ist nun von einem durch den mit Drahtge flecht bespannten Rahmen 9 als Rückwand und die ebenfalls mit Drahtgeflecht bespannten Rahmen 12a, 13a und 12b, 13b gebildeten Schutzgitter allseitig um schlossen, welches das Herabfallen von Bausteinen oder dergleichen mit Sicherheit verhindert.
Die Bie gung oder Kantung der vorderen Teile 13a und 13b der Rahmen 12a, 13a und 12b, 13b bezweckt, die Oberkante dieser vorderen Teile 13a und 13b bei in unterer Endstellung befindlichem Rahmen möglichst nahe an die Oberkante des auf der Palette befindli chen Stapels zu bringen. Die Palettkrangabel kann nun mit der gefassten Palette mittels des Kranes ge fahrlos hochgezogen werden. Nach dem Absetzen der Palettkrangabel am Bestimmungsort wird der Riegel 16 gelöst und werden die Rahmen 12a, 13a und 12b, 13b hochgeklappt, worauf die Palettkran- gabel von der abgesetzten Palette weggefahren werden kann.