Einrichtung zum Antrieb einer mit konstanter Drehzahl zu betreibenden Arbeitsmaschine Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum An trieb einer mit konstanter Drehzahl zu betreibenden Arbeitsmaschine, insbesondere eines Wechselstrom- generators, mittels einer in gleichbleibender Dreh richtung mit veränderlicher Drehzahl arbeitenden Kraftmaschine, insbesondere einer Flugzeugantriebs- maschine, mit einer durch ein Differentialgetriebe mit der Kraftmaschine und mit der Arbeitsmaschine gekoppelten Hilfsmaschine und einem Regler, der den Energiefluss in der Hilfsmaschine derart regelt,
dass die Hilfsmaschine die von der Kraftmaschine allein gegebene Drehzahl der Arbeitsmaschine auf den konstant zu haltenden Nennwert bringt.
Die -erfindungsgemässe Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass das Differentialgetriebe derart aus gebildet ist, dass die Nenndrehzahl der Arbeitsma schine bei Stillstand der Hilfsmaschine bei einer etwa in der Mitte des Schwankungsbereiches liegen den Betriebsdrehzahl der Kraftmaschinc liegt, dass der Regler derart ausgebildet ist, dass dieser bei Betrieb der Kraftmaschine oberhalb dieser Betriebs drehzahl den Bewegungswiderstand der dann unter Umkehrung ihrer Drehrichtung als vom Differential getriebe angetriebene Bremse betriebenen Hilfsma schine regelt.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Ein richtung beispielsweise dargestellt. Es zeigt: Fig. <B>1</B> eine erste Ausführungsform der Einrich tung in schematischer perspektivischer Ansicht, wo bei die Kraftmaschine bei niedriger Drehzahl läuft und die Hilfsmaschine als Motor arbeitet, Fig. 2 die gleiche Ausführungsform wie in Fig. <B>1,</B> jedoch bei mittlerer Drehzahl der Kraftmaschine und bei ruhender Hilfsmaschine, Fig. <B>3</B> dieselbe Ausführungsform wie in Fig. <B>1,</B> jedoch bei hoher Drehzahl der Kraftmaschine,
Fig. 4 dieselbe Ausführungsform der Einrichtung wie in Fig. <B>1</B> in der Verwendung zum Anlassen, Fig. <B>5</B> die EinTichtung gemäss Fig. <B>1</B> bei Ver wendung zum Antrieb der Welle der Kraftmaschine und des Wechselstromgenerators beim Probebetrieb und bei Stillstand der Kraftmaschine oder entkuppel tem Zustand derselben und Fig. <B>6</B> ein Stromwegschema der Ausführungsform der Einrichtung nach Fig. <B>1</B> zur Veranschaulichung der Kombination der Antric#bsvorrichtung mit zwei Kraftmaschinen einer Anlage, die geeignet ist,
einzeln oder getrennt Abzweigluft zu liefern.
Fig. <B>7</B> bis<B>11</B> zeigen fünf verschiedene Arten von mit Druckmittel betriebenen Maschinen zur Ver wendung an Stelle der in Fig. <B>1</B> bis<B>5</B> gezeigten Roots-Maschi#ne.
Wie aus Fig. <B>1</B> bis<B>5</B> ersichtlich ist, ist eine mit einer nicht dargestellten Kraftmaschine normaler weise gekoppelte Antriebswelle<B>1</B> über ein Getriebe 2 mit der Welle eines Wechselstromgenerators<B>3</B> verbunden, der unabhängig von den Drehzahlän derungen der Kraftmaschine, die sich in einem Bereich zwischen einer Lperlaufdrehzahl und einer maximalen Betriebsdrehzahl der Kraftmaschine be wegen, mit konstanter Drehzahl angetrieben werden soll.
Zum Ermöglichen des Ausgleichs der Ände rungen der Drehzahl der Kraftmaschine ist die Welle<B>1</B> mit dem Getriebe 2 über ein Differentialgetriebe 4 verbunden, dessen grösseres Zentralrad<B>5</B> an der Welle<B>1</B> montiert ist, während das kleinere Zentral- rad <B>6</B> über eine Welle<B>7</B> mit einem Zahnrad<B>8</B> des Getriebes 2 starr verbunden ist.
Jedes der Zentral räder<B>5</B> und<B>6</B> steht mit mehreren Planetenrädern<B>9</B> bzw. <B>10</B> in Eingriff, die in Paaren<B>9,10</B> miteinander verbunden sind, deren Wellen<B>11</B> in einem Planeten- radträger 12 montiert sind, und mit dem Planeten- radträger ist über ein übersetzungsgetriebe 14 eine Roots-Hilfsmaschine <B>13</B> mit aneinander abwälzenden Läufern 64 und Synchronzahnrädern<B>65</B> gekoppelt.
Es ist die Drehzahl, mit der der Wechselstromgene rator<B>3</B> von dem Differentialgetriebe 4 angetrieben wird, proportional der algebraischen Summe der Drehzahlen der Kraftmaschine und der Hilfsma schine, wobei durch das Getriebe ein Proportionali- tätsfaktor bestimmt wird.
Wenn also die Kraftma schine lanasamer als mit ihrer normalen Drehzahl umläuft, kann der Betrag, um den die Drehzahl des Generators zu gering ist, dadurch ausgeglichen wer den, dass Luft in der durch die Pfeile<I>15a,<B>15b</B></I> ge kennzeichneten Richtung für den Antrieb der Hilfs maschine eingelassen wird, wodurch die Drehzahl der Welle<B>7</B> erhöht wird, während ein Überschuss an Drehgeschwindigkeit bei einer Drehzahl der Kraft maschine über dem Normalwert dadurch ausgegli chen und die Drehzahl des Wechselstromgenerators auf den, Normalwert vermindert werden kann,
dass die Hilfsmaschine von dem Differentialgetriebe in der durch den Pfeil<B>16b</B> angedeuteten Richtung angetrieben wird, so dass sie als Pumpe läuft (Fig. <B>3),</B> während ihre Drehzahl durch entsprechende Drosse lung des Luftaustrittes geregelt wird. Diese Regelung erfolgt mit Hilfe einer Reglereinheit <B>16</B> mit einer Reglerwelle <B>17,</B> die vom Getriebe 2 angetrieben ist und daher mit einer Drehzahl umläuft, die jener der Welle des Wechselstromgenerators<B>3</B> proportional ist.
Die Reglereinheit <B>16</B> ist so ausgebildet, dass sie einen Schieberkolben <B>18</B> in einem zylindrischen Schieber- gehäuse <B>19</B> in eine Stellung verschiebt, die der Mo- mentandrebzahl des Generators entspricht. In den ortsfesten Teil<B>19,</B> der im folgenden als Schiebersitz des Reglers bezeichnet wird, wird zum Antrieb der Hilfsmaschine Luft unter Druck, z.
B. abgezweigte Luft, die dem Kompressor der Kraftmaschine ent nommen wird, über einen Schlitz und einen An- schlussstutzen 20 eingeführt, und wenn sich der Schieberkolben <B>18</B> in seiner der niedrigen Drehzahl der Kraftmaschine entsprechenden Stellung befindet, durch den Schieberschlitz und den Anschluss 21 zur Hilfsmaschine<B>13</B> weitergeführt, während die abgegebene Luft aus der Hilfsmaschine über eine Leitung 22 zu einer Entlüftung<B>23</B> geführt wird.
Wie der Fig. <B>1</B> entnommen werden kann, haben Änderungen der Drehzahl des Generators, wie sie normalerweise zu erwarten sind, zur Folge, dass der Kolben<B>18</B> nur einen Teil des Schlitzes 21 freigibt und somit den Zutritt von Luft zur Hilfsmaschine<B>13</B> drosselt und auf diese Weise die Drehzahl der letz teren entsprechend der Grösse der Abweichung der Momentandrehzahl des Generators von dem nor malen Drehzahlwert desselben regelt.
Wenn die Drehzahl der Kraftmaschine normal ist und folglich kein Zuschuss vons2iten der Hilfs maschine zur Drehzahl des Generators erforderlich ist, nimmt der Schieberkolben <B>18</B> die in Fig. 2 dar gestellte Stellung ein, in der der Schlitz 21 von dem Kolbenbund 24 des Schieberkolbens vollständig ver deckt ist, so dass die Hilfsmaschine von der Luft zufuhr abgeschnitten ist und sich im wesentlichen im Stillstand befindet.
Wenn die Drehzahl der Kraftmaschine höher ist als normal, so dass bei stillstehender Hilfsmaschine der Wechselstromgenerator mit zu hoher Drehzahl angetrieben würde, bewegt sich der Schleberkolben <B>18</B> über seine in Fig. 2 gezeigte N--Utralstellung hinaus gegen die in Fig. <B>3</B> gezeigte Stellung und öffnet dabei fortschreitend einen Strömungsweg zwischen dem Schlitz 21 und dem Entlüftungsschlitz<B>25.</B> Dies er möglicht den Antrieb der Hilfsmaschine<B>13</B> durch die Reaktionskräfte des Differentialgetriebes 4 in einem Drehsinn<B>16b,</B> der jenem entgegengesetzt ist, in dem die Hilfsmaschine unter dem Druck der Luft angetrieben wird,
wenn der Schieberkolben <B>18</B> sich in seiner Stellung nach Fig. <B>1</B> befindet. Wird nun die Hilfsmaschine<B>13</B> so angetrieben, so saugt sie Luft aus der Entlüftungsleitung<B>23</B> an und fördert sie durch die Schlitze 21 und<B>25</B> entgegen einem Widerstand, der durch die Drosselwirkung des Kol benbundes 24 an diesen Schlitzen erzeugt wird. Diese Drosselwirkung nimmt mit steigender Drehzahl des Generators oder mit zunehmendem Andauern der über dem Normalwert liegenden Drehzahl desselben fortschreitend ab, da der Schieberkolben <B>18</B> indessen weiter in der Richtung bewegt wird, die dem Dreh- zahlüberschuss entspricht.
Wenn der Schieberkolben die Stellung nach Fig. <B>3</B> einnimmt, sind die Schlitze 21 und<B>25</B> von dem Kolbenbund 24 vollständig frei gegeben, und der dem Lauf der Hilfsmaschine<B>13</B> als Pumpe durch Drosselung entgegengesetzte Wider stand ist ein, Minimum.
Zur Erweiterung des verfügbaren Drehzahlbe reiches ist eine Einrichtung vorgesehen, die bei einer weiteren Fortsetzung der Bewegung des Schieber- kolbens in der Drehzahlüberschussrichtung am Schlitz<B>25</B> eine Saugwirkung erzeugt.
Diese Einrich tung besteht aus einer Strahlpumpe <B>26,</B> wobei die Druckluftzufuhr vom Anschluss 20 zu der Strahl- pumpe <B>26</B> mittels eines weiteren Kolbenbundes<B>27</B> des Schieberkolbens <B>18</B> steuerbar ist, der in diesem Falle einen Strahlpumpenschlitz <B>28</B> im Schiebersitz <B>19</B> teilweise oder ganz freigibt.
Fig. 4 zeigt die gleiche Einrichtung bei Ver wendung zum Anlassen der Kraftmaschine. Es ist zur Übertragung von Drehenergie von der Hflfsmaschine zur Kraftmaschine erforderlich, ein freies Umlaufen des Wechselstromgenerators zu verhindern;
ferner ist es notwendig, weil unter diesen Umständen ein Betrieb der Hilfsmaschine in dem Drehsinn, in dem sie bei zu niedriger Drehzahl der Kraftmaschine betrieben wird, um die Drehzahl des Generators zu erhöhen, ein Antreiben der Kraftmaschine in rück- läufigem Drehs#inn hervorrufen würde, dass der Dreh sinn der Hilfsmaschine umgekehrt werden muss. Dieser letztgenannte Umstand wird dazu ausgenutzt, den Wechselstromgenerator automatisch an einer Drehung zu hindern, wenn die Hilfsmaschine für Anlasszwecke verwendet wird.
Dies wird dadurch erreicht, dass eine in einem Drehsinn wirksame Ver- riegelungsein,richtung <B>29,</B> die auch als Freilaufkupp- lung bekannt ist, in dem Antrieb des Wechselstrom- generators vorgesehen ist. Diese Einrichtung ist so angeordnet, dass sie ein freies Umlaufen des Wechsel- stromgenerators in dem einen, Drehsinn gestattet, in dem dieser normalerweise von der Kraftraaschine angetrieben wird, jedoch eine Drehung im entgegen gesetzten Drehsinn verhindert.
Wenn; also die Hilfs maschine zum Anlassen der stillstehenden Kraft maschine im umgekehrten Drehsinn<B>16b</B> ange trieben wird, kann das von der Hilfsmaschine zur Welle des Generators übertragene Drehmoment kein Umlaufen des Generators im umgekehrten Drehsinn hervorrufen, und die ganze Abtriebsarbeit der Hilfs maschine wird daher der Antriebswelle<B>1</B> der Kraft maschine zugeführt, so dass diese in der normalen Betriebsdrehrichtung der Kraftmaschinenwelle, ange trieben wird.
Unter Anlassbedingungen ist die Drehzahl der Kraftmaschine so gering, dass sich der Schieberkolben <B>18</B> in seiner in Fig. 4 gezeigten Stellung für niedrige Drehzahl befindet, bei der die Schlitze 20 und 21 frei miteinander in Verbindung stehen, da jedoch die Kraftmaschine sich im Stillstand befindet, erzeugt ihr Kompressor keinen Druck der Abzweigluft, so dass der Schlitz 20 als Abluftschlitz gelten kann.
Um die Hilfsmaschine<B>13</B> in der erforderlichen Drehrich tung anzutreiben, muss lediglich durch die Leitung 22 Druckluft eingelassen und dabei die Entlüftungs leitung<B>23</B> abgesperrt werden. Letzteres erfolgt mittels eines Schieb#ers oder Ventils<B>30,</B> der bzw. das unter diesen Bedingungen von einem Druckfühler<B>31</B> auto matisch betätigbar ist, der in, einer Kammer<B>32</B> liegt, die mit dem Schlitz 20 in Verbindung steht.
Wenn die Kraftmaschine mit Leerlaufdrehzahl oder schnel ler läuft, wird der Druck der Abzweigluft im Schlitz 20 in der Kammer<B>32</B> wirksam und führt eine Be wegung des Schieberkörpers <B>30</B> in die in Fig. <B>1</B> bis <B>3</B> gezeigte Stellung herbei, während unter Anlassbe- dingungen, also wenn ein solcher Druck fehlt, eine Feder<B>33</B> das Ventil<B>30</B> in die Stellung nach Fig. 4 verschiebt, bei der es die Entlüftungsleitung<B>23</B> schliesst und die Druckzuleitung 34 öffnet, durch die unter der Wirkung beispielsweise eines nicht darge stellten Anlasserdruckknopfes von einer beliebigen geeigneten,
Druckquelle Luft unter Druck für das Anlassen zugeführt werden kann.
Fig. <B>5-</B> zeigt Mittel, die die zusätzliche Verwen dung der Hilfsmaschine zum Antrieb sowohl der Antriebswelle<B>1</B> der Kraftmaschine als auch des Ge nerators<B>3</B> in deren normalen Drehsinn ermöglichen, wenn von der Kraftmaschine her keine Energie zur Verfügung steht, wie dies z. B. bei Versuchsbetrieb oder bei Ausfall der Kraftmaschine der Fall ist.
In diesem Fall wird das Differentialgetriebe mittels einer Verriegelungseinrichtung ausser Tätigkeit ge setzt, die mit Verriegelungsstiften <B>35</B> ausgestattet ist, die, wenn sie durch die Betätigung eines Gabel hebels<B>36</B> zum Angriff am Zentralrad<B>5</B> gebracht werden, eine einheitliche gemeinsame Drehung der Zentralräder<B>5</B> und<B>6</B> mit dem Planetenradträger 12 mit -einer Drehzahl herbeiführen, die von der Dreh zahl der Hilfsmaschine<B>13</B> bestimmt und vom Ge triebe 14 untersetzt wird. Im übrigen ist die Betriebs weise der Hilfsmaschine ähnlich wie im Zusammen hang mit Fig. 4 beschrieben.
Um die Notwendigkeit zu vermeiden, das Ge triebe zu schalten, wenn man vom Anlassen der Kraftmaschine auf den Betrieb mit konstanter Dreh zahl übergeht, sind die übersetzungsverhältnisse in dem Antrieb so gewählt, dass die Hilfsmaschine bei ihrem Lauf mit normaler Drehzahl die Kraftmaschine mit einer Drehzahl antrelibt, die die übliche An- lasserentkupplungsdrehzahl übersteigt, die gewöhn lich --in Viertel bis ein Drittel der normalen Be- triebsdrebzahl der Kraftmaschine beträgt, während anderseits die übersetzungsverhältnisse zum Wech selstromgenerator so gewählt sind,
dass der ganze Bereich der Betriebsdrehzahlen der Hilfsmaschine von der maximalen Drehzahl in der Vorwärtsdreh- richtung bis zur maximalen Drehzahl im entgegen gesetzten Drehsinn ausreicht, um die Änderungen der Drehzahl der Kraftmaschine über deren Bereich von der Leerlaufdrehzahl, die gewöhnlich etwa die Hälfte der maximalen Betriebsdrehzahl der Kraftmaschine beträgt, bis zur Maximaldrehzahl der Kraftmaschine auszugleichen.
Es sind ferner Mittel zum Verhindern des Be triebes der Hilfsmaschine für den Fall vorgesehen, dass die Drehzahl des Generators einen vorherbe stimmten Grenzwert überschreiten sollte, z. B. wenn die Kraftmaschine mit maximaler Drehzahl arbeitet und gleichzeitig der Schieberkolben <B>18</B> aus irgend einem Grunde, in der in Fig. <B>1</B> dargestellten Stellung hängenbleiben sollte.
In diesem Falle wird durch die Reglereinheit <B>16</B> ein Sicherheitsventil<B>37</B> geöffnet und die Druckkammer<B>32</B> des Druckfühlers entlüftet, wobei eine Drosselstelle<B>138</B> in der Verbindungs leitung zwischen dieser Kammer und dem Schlitz 20 gewährleistet, dass der Druck in der Kammer<B>32</B> hinreichend sinkt, so dass der Schieber<B>30</B> seine in Fig. 4 und<B>5</B> dargestellte Anilass -Stellung ohne Rücksicht auf den Druck am Schlitz 20 einnimmt. Wenn sich der Entlüftungsschieber<B>30</B> in dieser Stellung befindet, versperrt er den Austritt aus der Leitung 22 und verhindert daher den Betrieb des Luftmotors.
Fig. <B>6</B> zeigt schematisch die Anordnung einer Kraftmaschinenanlage mit zwei Kraftmaschinen, von denen eine mit dem Wechselstromgenerator<B>3</B> über ein Differentialgetriebe 4 gekoppelt ist und bei der Massnahmen getroffen sind, die einen Antrieb des WechszIstromgenerators mittels abgezweigter Luft von der anderen Kraftmaschine über die in Fig. <B>5</B> gezeigten Anschlüsse ermöglichen, wenn die den Generator normalerweise antreibende Kraftmaschine sich ausser Betrieb befindet und von der Kraftmaschi- nenantriebswelle <B>1</B> entkuppelt ist.
Diese Massnahmen gewährleisten gleichzeitig, dass ein weiterer Ver braucher für Abzweigluft aus dem Kraftinaschinen- kompressor, z. B. ein Ladesystem für eine Druck kabine, der normalerweise mit Abzweigluft aus bei den Turbinen gespeist ist, von jeweils einer beliebigen Kraftmaschine automatisch getrennt wird, die sich gerade ausser Betrieb befindet.
Diese wird dadurch erreicht, dass die Leitung 37a, die zu dem zusätzlichen Verbraucher führt, mit den, Abzweigluft-Austritts- leitungen <B>38</B> und<B>39</B> der dem Generator normaler weise zugeordneten Kraftmaschine 40 bzw. der an deren, Kraftmaschine 41 verbunden ist, wobei in beiden Strömungswegen<B>je</B> ein Rückschlagventil 42 zwischengeschaltet ist.
Die Einlassleitung 20 für die Abzweigluft in den Luftsteuerschieber <B>18</B> ist mit dem Abzweigluft-Austrittsstutzen <B>38</B> der Kraftma schine 40 zwischen dieser und dem ihr zugeordneten Rückschlagventil 42 derart angeschlossen, dass sie, die Leitung 20, während des Anlassvorganges die Abluft von der Hilfsmaschine zur Kraftmaschine 40 führt, die unter diesen Bedingungen keinen nennens werten Druck für Abzweigluft erzeugt.
Die Ver braucherleitung 37a ist über ein Rückschlagventil 43 an einem Punkt der Anlassdruck-Zuleitung 34 angeschlossen, die, wenn das Ventil<B>30</B> sich, in seiner Anlassstellung befindet, von der Druckzuleitung 34 für den Anlassdruck zum Anschluss 22 der Hilfs maschine führt.
Wenn die Kraftmaschine 40 in ihrem normalen Drehzahlbereich läuft, steht in der Leitung 20 abge zweigte Luft unter Druck zur Verftigung, und das Ventil<B>30</B> befindet sich in jener Stellung, bei der der Anschluss 22 gegen den Entlüftungsanschluss <B>23</B> hin offen ist. Abzweigluft steht ausserdem in der Ver braucherleitung 37a zur Verfügung, und zwar ent weder von beiden Kraftmaschinen 40 und 41 oder, wenn sich die Kraftmaschine 41 nicht in Betrieb befindet, nur von der Kraftmaschine 40, während die Kraftmaschine 41 durch das ihr zugeordnete Rückschlagventil 42 vom System getrennt ist.
Wenn die Kraftmaschine 40 sich ausser Betrieb befindet und angelassen werdensoll, verbindet das Ventil<B>30</B> den Anschluss 22 mit der Anlassdruckleitung 34, die von einer Anlassenergiequelle 44 unter Druck gesetzt wird und mittels des Rückschlagventils 43 von der Verbraucherleitung 37a getrennt ist, während die Abluft aus der Hilfsmaschine über die Leitung 20 zum Zweigluftanschluss <B>38</B> der Kraftmaschine 40 geführt wird, der unter diesen Umständen nicht unter Druck steht,
so dass die erforderliche Druck differenz zwischen dem Eintrittsstutzen und dem Aus trittsstutzen der Hilfsmaschine gewährleistet ist. Wenn schliesslich die eine Kraftmaschine, 40 zu einem Zeitpunkt ausfällt, zu dem der Wechselstromgenera tor<B>3</B> elektrischen Strom liefern muss, während die Kraftmaschine 41 weiterläuft, ein Zustand, der z. B.
bei einem Flugzeug mit mehreren Motoren bei Aus fallen des einen Motors 40 auftreten kann, wird die Antriebswelle <B>1</B> (Fig. <B>1)</B> von der Kraftmaschine 40 getrennt und das Differentialgetriebe 4 mittels der Verriegelungseinrichtungen <B>35, 36</B> verriegelt, wäh rend das Ventil<B>30</B> in der Stellung steht, in der die Leitung 34 mit dem Anschluss 22 verbunden ist.
Der Wechselstromgenerator wird dann von der Hilfs maschine in seinem normalen Drehsinn mit einer Drehzahl angetrieben, die im wesentlichen gleich ist seiner normalen Betriebsdrehzahl, und die Hilfs maschine ist mit Abzweigluft aus der Kraftmaschine 41 gespeist, die dem Anschluss 22 über das Rück- schlagventil 43 zugeführt wird.
Obwohl ein-, Anordnung beschrieben worden ist, bei der das Differentialgetriebe zwei Zentralräder mit Aussenverzahnungen hat, von denen das grössere mit der Welle einer Kraftmaschine und das kleinere mit dem Wechselstromgenerator gekoppelt ist, und bei der die Hilfsmaschine mit dem Planetenradträger gekoppelt ist, können die Verbindungen der Hilfs maschine der Kraftmaschine und des Generators un tereinander vertauscht werden, das in manchen Fällen eine Umkehr des Drehsinnes der einen oder der anderen dieser Einheiten herbeiführt, wie dies auf dem Gebiete der Differentialgetriebe bekannt ist, und, wenn erwünscht, können auch andere Arten von Differentialgetrieben, insbesondere solche mit einem innenverzahnten Zentralrad Verwendung finden.
Auch in anderen Hinsichten ist die Erfindung nicht auf die Einzelheiten beschränkt, wie sie für das Ausführungsbeispiel entsprechend Fig. <B>1</B> bis<B>5</B> be schrieben sind. Die umlaufende Roots-Verdränger- maschine kann durch jede beliebige Maschine ersetzt werden, deren Drehzahl innerhalb des erforderlichen Bereiches einstellbar ist und bei der die Richtung des Drehmomentes umkehrbar ist, so dass die Ma schine, zum Anlassen im entgegengesetzten Drehsinne angetrieben werden kann.
Beispielsweise kann die Roots-Maschine durch eine andere Verdrängerma- schine ersetzt werden, die in zwei entgegengesetzten Drehsinnen, und mit einer von Null bis zu einer Maximaldrehzahl kontinuierlich oder an-genähert kon tinuierlich veränderbaren Drehzahl antreibbar ist. Eine derartige Maschine kann eine solche mit un veränderlicher oder veränderbarer Verdrängung sein, und zu den geeigneten Maschinen gehören selbst ansaugende Drehkolbenmaschinen mit entweder un veränderlichem oder einstellbarem Verdrängungs volumen, Kolbenmaschinen z.
B. mit Kurbel- oder Taumelscheibenantrieb, Zahnradmaschinen und Schraubenverdrängermaschinen mit oder ohne Ex- pansionsarbe,it. Die Umkehr der Richtung des Dreh momentes kann durch Umkehr der Strömungsrich tung herbeigeführt werden, wie dies bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel der Fall ist. Vor zugsweise kann für Hilfszwecke, z. B. zur Anpassung an einen veränderlichen Lieferdruck des Mediums, jede beliebige Massnahme zur Veränderung des Hubes oder der Verdrängung dienlich sein, die zur Ver besserung der Leistungsfähigkeit des Antriebes bei trägt.
Obwohl auch in den Fig. <B>1</B> bis<B>5</B> nur eine Art eines Getriebes dargestellt ist, kann die Konstruktion des Getriebes naturgemäss variiert werden. So kann z. B. das kleinere von zwei aussenverzahnten Zentral rädern an der Antriebswelle<B>1</B> der Kraftmaschine an geordnet sein und das grössere an der mit dem Wechselstromgenerator gekoppelten Welle, und in diesem Falle muss die Hilfsmaschine so angeordnet sein, dass sie zum Anlassen der Kraftmaschine in der Vorwärts -Richtung, <B>d.</B> h.
im gleichen Drehsinn läuft wie beim Erhöhen der von der Kraftmaschine abgeleiteten Drehzahl des Generators. Zum Ver riegeln des Getriebes können ferner anstatt der dar gestellten Anordnungen Reibungskupplungen oder in jenen Fällen, in denen ein Sperren nur in einem Dreh- sin#n erforderlich ist, sogenannte Freilaufkupplungen verwendet werden. Je nach Erfordernis oder Wunisch können Differentialgetriebe mit Kegelrädern oder Planetengetriebe verwendet werden.
Der Betrieb des Ventils<B>30</B> als Sicherheitsventil gegen Drehzahlüber schreitungen kann anstatt mittels einer Hilfsent lüftung für die Druckkammer<B>32</B> auch mit einer mechanischen Auslöseeinrichtung herbeigeführt wer den, die zwischen das Betätigungsmittel und das Ventil geschaltet wird, oder es kann ein getrenntes Sich#erheitsventil zusätzlich zu dem für Anlasszwecke verwendeten Ventil<B>30</B> in dem Pumpenanschluss 22 vorgesehen sein.
Insbesondere in dem Falle, dass ein getrenntes Sicherheitsventil gegen Drehzahlüber schreitung verwendet wird, können die Steuer- schleberverbindungen für die Leitung 22 für Anlass- zwecke durch weitere Bunde am Schieberkolben <B>18</B> des Regelschiebers jenseits des Bundes<B>27</B> herbeige führt werden, die derart an-geordnet sind, dass sie bei einer weiteren Bewegung des Schieberkolbens <B>18</B> über die normale Stellung für kleine Drehzahlen hin aus ein Umsteuern bewirken,
wenn die Drehzahl des Wechselstromgenerators wesentlich unterhalb des normalen Mindestwertes liegt.
Eine Anzahl Ausführungsformen von Hilfsma schinen sind in den Fig. <B>7</B> bis<B>11</B> gezeigt. In Fig. <B>7</B> ist an Stelle der Roots-Maschine <B>13</B> eine Drehkolben- maschine vorgesehen. Die Maschine ist mit einem Läufer 44a ausgestattet, der Schieber 45 aufweist, die durch 'beliebige bekannte und geeignete Mittel mit einem Ständer 46 in Berührung gehalten sind, der zwei Austrittsstutzen hat, an denen die Lei tungen<B>15</B> und 22 angeschlossen sind.
Bei der dar gestellten Ausführungsform ist die Exzentrizität des Ständers 46 in bezug auf den Läuferkörper 44a in einer Gleitführung 47 einstellbar, ein durch eine Leitung 49 mit der Druckmittelquelle verbundener Zylinder 48 ist vorgesehen, mit dessen Unterstützung bei Steigerung des Lieferdruckes eine Verminderung der Exzentrizität des Ständers 46 entgegen der Wir kung einer Feder<B>50</B> herbeigeführt wird.
Wenn der verfügbare Druck des Mediums gering ist, ist die Aussermittigkeit des Läufers 44a in bezug auf den Ständer 46 gross, so dass eine angemessene Energie menge verfügbar gemacht wird, während bei höherem Lieferdruck des Mediums die Exzentrizität vermin dert wird, da ja dann die erforderliche Energiernenge durch eine geringere Durchtrittsmenge erzeugt wer den kann.
Fig. <B>8</B> zeigt an Stelle der Roots-Maschine <B>13</B> eine doppeltw#irkende Zweizylinder-Kolbenmaschine <B><I>51,</I></B> die mit einem geeigneten Steuerschiebermechanismus <B>52</B> ausgerüstet ist, der durch eine Einrichtung<B>53</B> mit der Kurbelwelle 54 verbunden ist. Wie bei den vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist die Welle 54 mit dem Getriebe 4 verbunden.
Fig. <B>9</B> zeigt schematisch eine Schrägscheibenma- schine. Eine Anordnung von Zylindern<B>55</B> im Kreis ist gemeinsam drehbar mit einer Welle<B>56</B> vorge sehen, die mit dem Getriebe 4 verbunden ist, während die Kolben<B>57</B> der einzelnen Zylinder mittels Ver bindungsstangen.<B>58</B> mit einer Betätigungsseheibe <B>59</B> in Arbeitsverbindung stehen, die über Kugellager<B>60</B> auf einer Grundplatte<B>61</B> ruht. Jeder Kolben vollführt ,ein Arbeitsspiel<B>je</B> Umdrehung der Zylinderanord nung.
Die Neigung der Grundplatte<B>61</B> ist um einen Schwenkpunkt<B>62</B> und wie im Falle der Ausführungs form nach Fig. <B>7</B> mittels eines Zylinders 48 einstell bar, der über eine Leitung 49 mit dem Lieferdruck des Mediums verbunden ist.
Fig. <B>10</B> zeigt eine Zahnradraaschine <B>63,</B> die eben falls, wie die Maschinen bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen, mit dem Leitungssystem für das Druckmedium über Leitungen<B>15</B> und 22 ver bunden ist. An Stelle der Roots-Maschine, kann, wie Fig. <B>11</B> zeigt, auch eine Schraubenverdrängerma- schine 64 vorgesehen sein.