Halterung für ein Zapfenlager Diese Erfindung betrifft eine Halterung für Zap fenlager, wobei eine Ausführungsform für einen Betrieb mit Gasschmierung zwischen dem Zapfen lager und einem darin angeordneten Wellenzapfen bestimmt ist.
Eine Halterung für ein Zapfenlager, das für Betrieb mit Gasschmierung zwischen Lager und darin abgestützten Wellenzapfen konstruiert ist, sollte einen gewissen Grad von Biegsamkeit besitzen, um dem Zapfenlager züi ermöglichen, kleinen Winkel abweichungen des Zapfens um seine Achse zu folgen. Es sollte aber gute Festigkeit in anderen Richtungen aufweisen, um eine gute Belastbarkeit vorzusehen. Die Halterung sollte auch einer durch das Gewicht des Zapfenlagers bewirkten; konkaven Deformation widerstehen können, wenn das Lager vertikal aus gerichtet ist, da eine solche Deformation der Bieg samkeit für Winkelabweichung entgegenwirken würde.
Die erfindungsgemässe Halterung für ein Zapfen lager besitzt eine Scheibe, welche zur Bildung eines ersten Paares von diametral gegenüberliegenden, nachgiebigen Stegen an einem ersten Radius ge schlitzt ist und an einem zweiten Radius geschlitzt ist, um ein zweites Paar von diametral gegenüber liegenden, nachgiebigen Stegen auszubilden, welche in einem Winkel von 90 relativ zum ersten Paar nachgiebiger Stege versetzt sind, und Mittel, welche die Scheibe zwischen den ersten und den zweiten Paaren von nachgiebigen Stegen versteifen.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispiels weise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht im Schnitt nach der Linie 14 in Fig. 2 und Fig. 2 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1.
Die Zeichnung zeigt eine Halterung für ein Zapfenlager 1, das für einen Betrieb mit Gasschmie rung zwischen dem Zapfenlager und einem Well- zapfen bestimmt ist, der die Form einer darin an geordneten, drehbaren Welle 2 aufweist. Die Halte rung besitzt eine ringförmige Scheibe 3, welche an einem ersten Radius geschlitzt ist, um ein erstes Paar von diametral gegenüberliegenden, nachgiebigen Stegen 4, 5 zwischen kreisbogenförmigen Schlitzen 4a, 5a auszubilden, und welche an einem zweiten Radius geschlitzt ist, um ein zweites Paar diametral gegenüberliegende, biegsame Stege 6, 7 zwischen kreisbogenförmigen Schlitzen<I>6a, 7a</I> vorzusehen, wo bei das Paar Stege 6, 7 winklig um 90 relativ zum ersten Paar Stege 4, 5 versetzt angeordnet ist.
Zwi schen -den ersten und zweiten Paaren biegsamer Stege 4, 5 und 6, 7 sind Mittel zum Versteifen der Scheibe 3 in Form von passenden verstärkenden Ringen 8, 9 vorgesehen, welche in entsprechenden Lagen an gegenüberliegenden Seiten der Scheibe 3 durch Bolzen 10 befestigt sind.
Das Lager 1 weist einen äusseren, umfänglichen Flansch 11 auf, an welchem der innere Umfang der Scheibe 3 durch einen Klemmring 12 fest geklemmt ist, der durch einen in Schraubverbindung mit dem Lager 1 befindlichen Verschlussring 13 in seiner Lage festgehalten bleibt. Am Aussenumfang ist die Scheibe 3 mit einem dicht oder unlösbar damit verbundenen Klemmring 14 mit Bohrungen 15 für Bolzen versehen.
Die Scheibe 3 besitzt ent sprechende Bolzenlöcher 16, wodurch es möglich ist, die Scheibe 3 an, ihrem Aussenumfang durch Bolzen 17 an einem kreisrunden Flansch 18 eines Gehäuses 19 zu befestigen, in welchem das Lager 1 angeordnet ist. Der übersichtlichkeit halber sind die Teile 17, 18, 19 nur in Fig. 1 gezeigt.
Die ersten und zweiten Paare nachgiebiger Stege 4, 5 und 6, 7 stellen sicher, dass die Halterung Biegsamkeit für winklige Abweichungen aufweist, um dem Lager 1 zu gestatten, kleinen Winkelab weichungen der Welle 2 um ihre Achse folgen zu können. Die Ringe 8, 9 gewährleisten, dass die Halterung Festigkeit in anderen Richtungen besitzt, um eine gute Belastungsfähigkeit zu erzielen. Die Halterung erweist sich als besonders vorteilhaft, um bei senkrechter Ausrichtung des Lagers kon kaven Deformationen infolge des Gewichtes des Lagers zu widerstehen.
Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten des beschriebenen Beispiels beschränkt. So könnten die Ringe 8, 9 mit der Scheibe 3 auch ein Ganzes bilden, indem der Halter aus einem metallenen Materialstück maschinell herausgearbeitet wird.
Die Grösse und die Fertigbearbeitung der Lager oberflächen des Lagers 1 und der Welle 2 sind passend gewählt, um eine Gasschmierung aufrecht zuerhalten, wenn sich die Welle betriebsmässig dreht. Typisch für eine Dicke der Scheibe 3 ist der Bereich von 0,127 bis 0,254 mm und für einen Aussendurch messer der Scheibe 3 die Grösse von 82,6 mm, dabei hat die Welle 2 einen Durchmesser von 25,4 mm, und das mittlere radiale Spiel zwischen den Lageroberflächen des Lagers 1 und der Welle 2 beträgt je nach dem Gasschmiermittel 0,0127 bis 0,0178 mm.
Das Lager 1 besitzt in diesem Fall einen Aussendurchmesser von 31,8 mm, der Flansch 11 einen Aussendurchmesser von 38,1 mm, die Schlitze 4a, 5a (und somit auch die Stege 4, 5) haben eine radiale Breite von 3,18 mm bei einem inneren Radius von 39,7 mm, während die Schlitze <I>6a, 7a</I> (und somit die Stege 6, 7) eine radiale Breite von 3,18 mm bei einem inneren Radius von 58,7 mm aufweisen. Die Ringe 8, 9 besitzen zu sammen eine Dicke von 4,76 mm. Um im all gemeinen den. Erfordernissen hinsichtlich Biegsam keit für Winkelabweichungen und Festigkeit in ande ren Richtungen zu entsprechen, sollte die Bogenlänge der Stege 4, 5, 6, 7 ungefähr das Sechsfache ihrer radialen Breite nicht überschreiten.