CH396887A - Verfahren zur Herstellung von cyclischen Dicarbamaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von cyclischen Dicarbamaten

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CH396887A
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CH
Switzerland
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diols
urea
dicarbamates
alkyl
cyclic
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CH303064A
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Meister Werner
Wirth Wolfgang
Kreiskott Horst
Original Assignee
Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     cyclischen        Dicarbamaten       Das     Dicarbamat    des     2-Methyl-2-propyl-propan-          1,3-diols    ist ein bekannter Vertreter einer Gruppe von  pharmazeutisch wirksamen Verbindungen, die in der  Literatur als Tranquilizer bezeichnet werden. Die  Wirkung solcher  Tranquilizer  setzt sich aus einer  sedativen und einer hypnotischen Komponente zu  sammen. Bei einem echten      Tranquilizer     muss die  hypnotische Wirkung soweit wie möglich zugunsten  der sedativen Wirkung zurückgedrängt werden.

   Bei  dem obigen     Dicarbamat    spielt die hypnotische Wir  kungskomponente noch eine beachtliche Rolle, wie  Beispiele in der medizinischen Literatur zeigen, wo  Personen unter dem Einfluss dieses Mittels unüber  legte und unkontrollierte Handlungen begingen.  



  Es wurde nun eine Verbindungsklasse gefunden,  die     bei    guter sedativer Wirkung praktisch keine     Hyp-          nosewirkung    besitzt. Es handelt sich um die     Di-          carbamate    von     1-Alkyl-2,        3-alkylen-propan-1,3-diolen     der Formel  
EMI0001.0015     
    wobei R einen     Alkylrest    von höchstens sieben Kohlen  stoffatomen und n eine ganze Zahl von 1 bis 3  bedeutet.  



  Die genannten     Dicarbamate    zeichnen sich durch  besonders gute Verträglichkeit aus. So ist z. B. die       LD"/kg    an der Ratte bei obigen Verbindungen  > 5 000 mg,     während    die     LDSO/kg    bei dem bekannten       Dicarbamat    an der Ratte bei     600-700        mg/kg        liegt.       Die genannten Verbindungen sind in Wasser rela  tiv schwer löslich.

   Sie werden erfindungsgemäss aus  den     Diolen    der     obgenannten    Formel hergestellt, indem  man diese     Diole        entweder    in einem     indifferenten     organischen     Lösungsmittel,    gegebenenfalls     in    Gegen  wart     einer    Base, mit     Harnstoffchlorid    oder     Cyansäure     umsetzt oder sie mit Harnstoff oder     Harnstoffsalzen,     gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators, bei  höherer Temperatur     verschmilzt,

      wobei unter     Ammo-          niakabspaltung    bzw.     Ammoniumsalzbildung        Carba-          matbildung    eintritt, oder dass man die     Diole    mit       Alkylurethanen,    vorzugsweise in Gegenwart von Kata  lysatoren, wie     Aluminiumpropylat,    bei höheren Tem  peraturen     umestert.     



  Als indifferente organische Lösungsmittel kom  men beispielsweise     Benzol,        Toluol,    Chloroform,     Ae-          thylenchlorid,    Aceton und andere in Frage. Die  Umsetzung mit     Harnstoffchlorid    erfolgt in der Regel  in Gegenwart einer Base, z. B.     Dimethylanilin,        Pyridin,          Trimethylamin,    Natronlauge,     Natriumbicarbonat    und  dergleichen.  



  Die verwendeten     Diole    sind erhältlich aus     Cyclo-          pentanon,        Cyclohexanon    oder     Cycloheptanon    durch  Kondensation mit Aldehyden und Reduktion der       Ketogruppe.     



  <I>Beispiel 1</I>  Gasförmige     Cyansäure    wird in     2-(a-Hydroxy-          äthyl)-cyclohexanol-(1)    in     benzolischer    Lösung bis  zur Sättigung eingeleitet, oder Chlorcyan wird in 2       Mol    des     Diols    eingeleitet. Wenn man das Produkt  aus Alkohol umkristallisiert erhält man die weissen  Kristalle der     Dicarbamate    des     2-(a-Hydroxy-äthyl)-          cyclohexanol-(1)    vom     Schmp.    223 .

        <I>Beispiel 2</I>  17 g     2-(a-Hydroxy-butyl)-cyclohexanol-(1)    werden  mit 40 g Harnstoff bis zum Aufhören der Ammoniak  entwicklung auf 150 - 160  erhitzt. Wenn man das       verschmolzene    Produkt aus viel Methanol umkristal  lisiert, erhält man die weissen Kristalle des     Dicarba-          mats    des     2-(a-Hydroxy-butyl)-cyclohexanol-(1)    vom       Schmp.    225 .  



  <I>Beispiel 3</I>  17,2 g     2-(a-Hydroxy-butyl)-cyclohexanol-(1)    wer  den in 100 ccm absolutem Benzol gelöst und unter  Eiskühlung mit 16 g     Harnstoffchlorid    in 20 ccm ab  solutem Benzol allmählich versetzt. Anschliessend  wird noch mehrere Stunden bei Zimmertemperatur  verrührt. Der entstandene Niederschlag wird abge  saugt, mit Wasser geschlämmt und gewaschen. Aus  viel Methanol umkristallisiert, erhält man wieder das       Dicarbamat    des Beispiel 2 vom     Schmp.    225 .  



  <I>Beispiel 4</I>  14,4 g     2-(a-Hydroxy-äthyl)-cyclohexanol-(1)    wer  den mit 19g     Aethylurethan    und 1 g     Aluminium-          isopropylat    4 Stunden bei 160 - 170  unter Rühren       verschmolzen.    Am absteigenden Kühler werden ca.  9     ccm    Alkohol aufgefangen. Nach Erkalten wird  öfters mit Wasser     digeriert    und dann aus Alkohol  umkristallisiert. Man erhält so wieder das     Dicarbamat     des Beispiels 1 vom     Schmp.    223 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von cyclischen Dicar- bamaten, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Alkyl- 2, 3-alkylen-propan-1,3-diolen der Formel EMI0002.0026 worin R Alkyl mit höchstens sieben Kohlenstoff- atomen und n die Zahl 1-3 bedeuten, entweder in einem indifferenten organischen Lösungsmittel mit Harnstoffchlorid oder Cyansäure umsetzt,
    oder dass man die Diole mit Harnstoff oder Harnstoffsalzen bei höherer Temperatur verschmilzt, oder dass man die Diole mit Alkylurethanen bei höherer Tempe ratur umestert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung der Diole mit Harnstoffchlorid in Gegenwart einer Base durch führt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man die Umesterung der Diole mit Alkylurethanen in Gegenwart eines Katalysators durchführt.
CH303064A 1957-12-24 1958-11-24 Verfahren zur Herstellung von cyclischen Dicarbamaten CH396887A (de)

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