CH397074A - Streufeldarme Drossel für hohe Stromstärken - Google Patents

Streufeldarme Drossel für hohe Stromstärken

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CH397074A
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Kaiserswerth Hans-Peter
Ortloff Manfred
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Siemens Ag
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    • H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F37/00—Fixed inductances not covered by group H01F17/00

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Description


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    Streufeldarme   Drossel für hohe Stromstärken Die Erfindung betrifft Drosseln für hohe Stromstärken, insbesondere von mehr als 100 A, die sich durch eine besondere    Streufeldarmut   auszeichnen. 



  Es ist bereits bekannt, die    Streufeld'armut   bei Drosseln dadurch zu    verbessern,      dass   man dieselben in    Ringkernform   ausbildet. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, die magnetischen Streufelder solcher    Ringkerndrossela   durch einen besonders kompensierenden Aufbau, unter Umständen    mit   Teilabschirmungen und dergleichen, zu verkleinern.

      In   jedem Fall ist es jedoch bei diesen    Drosseln   notwendig, die    Spulenwicklung   und den Kern sehr gleichmässig und    symmetrisch      auszuführen.   Für    nied-      rige   Stromstärken lässt sich diese Forderung gut erfüllen, weil die    Spulendrähte   dünn sind und sich der    Kernoberfläche   anschmiegen. Bei dicken Wickeldrähten, wie sie für höhere Stromstärken, z. B. 100 A oder mehr,    notwendig   sind, ist dagegen die Formbarkeit schlecht. Die notwendige Gleichmässigkeit im Wicklungsaufbau lässt sich daher äusserst schwer erreichen.

   Das Verhältnis Nutzvolumen zu    totem   Raum ist bei grossen    streufeldarm   aufgebauten Ring    kerndrosseln   besonders ungünstig. Die    Drosseln,   haben ausserdem einen beachtlich grossen Raumbedarf. 



  Es ist bekannt, dass sich die    Induktivität   von Leitungen erhöhen lässt,    wenn   der    Leiter      mit   einem    magnetisierbaren   Material umhüllt wird.    Eine   solche Ausbildung besteht in der technischen    Umkehr   der    Ringkerndrosseln   und durch    Ausnützung   der magnetisch belasteten Leitung. Praktisch ausgenützt hat man dieses jedoch nur bei hohen    Frequenzen,   z. B. mehreren MHz, wenn die mit tragbaren Leiterlängen erreichbaren    Induktivitäten   nur    niedrig      sind,   jedoch    in   dem betrachteten Frequenzbereich, z. B.

   UKW, bereits    ausreichend   hohe Scheinwiderstände ergeben. Diese    magnetisch      belasteten   Leitungen haben ein    verhältnismässig   grosses äusseres Streufeld. Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen und durch einen    einfachen   Aufbau eine möglichst hohe    Induktivität   zu erreichen und die    Streufeldstärke   von Drosseln hoher Stromstärke    bedeutend   zu vermindern. Solche    Drosseln   sollen sich insbesondere gut für die Verwendung in    amagnetischen      Funk-Entstörgeräten      eignen.   



  Die    Erfindung   bei einer    streufeldarmen   Drossel für hohe Stromstärken, insbesondere über 100 A, die aus mehreren mit    magnetisierbarem   Werkstoff um    mantelten      Strom'leherelementen   zusammengesetzt ist, besteht darin, dass die Drossel    eine   gerade Anzahl von    derartigen      Stromleiterelementen      enthält,   die derart in Form eines Spaltes über- und nebeneinander angeordnet .sind, dass sich ihre magnetischen Streufelder    ausserhalb      der   Anordnung nahezu aufheben,

   wobei die    Stromrichtung   benachbarter Stromleiterelemente    innerhalb   einer aus vier    Stromleiterelemen-      ten   zusammengesetzten Gruppe    jeweils   entgegengesetzt verläuft. 



  Die    magnetischen   Momente der    einzelnen   Elemente heben sich nach der    Erfindung      in   ihrer Gesamtheit ausserhalb der Drossel weitgehend auf. Es ist    vorteilhaft,   den gegenseitigen Abstand der    Strom-      leiterelemente   und die    Eigenkapazität   der Anordnung    möglichst   gering zu halten. Die    Entstörwirkung   ist dann    verhältnismässig      breitbandig   und reicht vom Langwellen- bis zum UKW-Bereich. 



     Im      einzelnen   ist die    erfindungsgemässe   Drossel zweckmässig aus geometrisch gleichartigen Stromleiterelementen folgenden Prinzips aufgebaut: Auf ein stromführendes Leiterstück sind Ringkerne oder ein langer    Zylinderkern   aus magnetischem Werkstoff, z. B.    Karbonyleisen,      Ferrit   oder dergleichen, geschoben. Diese    Teile   bilden ein Stromleiterelement.

   Durch die Serienschaltung mehrerer der- 

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    artiger      Stromleiterelemente   lässt sich eine hohe konzentrische    Induktivität   herstellen, weil die    Induktivi-      tät   des Leiters jeweils entsprechend der    Ringkern      permeabilität   der magnetischen Kerne heraufgesetzt wird. Diese Drossel ist im Prinzip eine    Ringkern-      drossel   mit nur einer Windung. 



  Derartige    Stromleiterelemente   können übereinander und nebeneinander angeordnet werden. Eine gute    Streufeldarmut   ausserhalb der    Drosselanordnung   wird dann erreicht, wenn die Drossel aus vier, acht oder einer grösseren durch vier teilbaren    Anzahl   von    Stromleiterelementen   besteht. Die elektrische Verbindung der    Stromleiterbolzen   bzw.    -stäbe      wird   zweckmässig derart vorgenommen, dass die benachbarten    Stromleiterelemente   innerhalb einer Vierergruppe entgegengesetzte Stromrichtung haben. 



  Beim Aufbau der erfindungsgemässen Drosseln unterscheidet man Drosseln für eine und für mehrere zu entstörende Leitungen. 



  Drosseln, die als selbständige Bauelemente für die    Schaltung   einer Leitung verwendet werden, können nach der oben angegebenen Anordnung, also in einer durch vier teilbaren Anzahl von Stromleiterelementen stapelförmig angeordnet und mit in benachbarten    Stromleiterelementen   jeweils entgegengesetzt verlaufender Stromrichtung aufgebaut werden. 



  Bei Mehrfachdrosseln unterscheidet man zwei    Ausführungen:   Einmal Drosseln für zwei und mehr    Leitungen,   die von ungleichem Strom    durchflossen   werden, und zum anderen    Zweifachdrosseln,   die von je einem Strom gleicher Stärke durchflossen werden. 



  Drosseln    der   ersten Ausführung, also mit ungleich grossen Arbeitsströmen, werden    zweckmässigerweise   aus Einfachdrosseln    zusammengestellt.   Dieses Verfahren ist auch bei den anderen    Zweifachdrosseln   anwendbar. Bei der    Zusammenschaltung   mehrerer Einfachdrosseln zu einer Bauform für mehrere Leitungen ist es    vorteilhaft,   wenn die nicht zu gleichen Drosseln gehörendem, aber    nebeneinanderliegenden      Stromleiterelemente   in gleicher Stromrichtung durchflossen werden. Es    wird   dadurch    vermieden,   dass sich die magnetischen Restmomente der Drosseln im Nahfeld verstärken. 



  Die gleiche    vorteilhafte      Anordnung   lässt sich auch bei einzelnen    Drosseln   durchführen, die eine Mehrzahl von vier    Stromleiterelementen      (Vierergruppe)   haben. Bei diesen werden jeweils die    benachbarten,   aus vier Elementen bestehenden    Gruppen   so in den    Stromflug      eingeschaltet,   dass die neben dem nächsten Drosselteil (Vierergruppe)    liegenden      StronFleiterele-      mente   gleiche    Stromrichtung   aufweisen. 



  Bei Zwei- oder Mehrfachdrosseln ist auch eine    Verschachtelung   der    Stromleiterelementenpaare   zur besseren gegenseitigen magnetischen    Streufeldkom-      pensation   zweckmässig. Hierbei ist ebenfalls zu beachten, dass die aus jeweils mindestens einer Vierergruppe bestehenden Drosselteile so neben der fremden Gruppe angeordnet sind, dass die dann nebeneinanderliegenden    Stromleiterelemente      in   gleicher Richtung vom Strom    durchflossen      werden.   Da geringe Ursymmetrien im mechanischen Aufbau und damit in den elektrischen Eigenschaften der erfindungsgemässen Drossel bei der Fertigung auftreten können, wird in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgeschlagen,

   Justier- und    Verstelleinrich-      tungen   anzubringen, durch die der Abstand der einzelnen    Stromleiterelemente   korrigiert 'bzw. verstellt    werden   kann. 



  Eine zusätzliche Verringerung    des   äusseren magnetischen Streufeldes kann gegebenenfalls durch Ab- schirmbleche vorgenommen werden. 



  Diese durch einen derartigen Aufbau erzielten Eigenschaften müssen auch im Betrieb bei starken mechanischen Belastungen erhalten bleiben. So ist es    in      weiterer      Ausbildung      der      Erfindung   vorteilhaft, die Gesamtanordnung nach ihrem Zusammenbau in mechanisch stabile Massen, z. B. Kunstharz,    Araldit   oder auch    magnetisierbare   isolierende Werkstoffe, einzubetten oder mit diesen zu umgiessen. 



  In den    Fig.   1-5    sind,   Beispiele der Erfindung dargestellt. 



     Fig.l   zeigt die Vorderansicht einer    streufeld-      armen   Drosselanordnung.    la-ld   sind die stromleitenden    Bolzen,   wobei die Stromrichtung dieser    Balzen   in den Diagonalen, also z. B. la und    1c   bzw.    lb   und    1d,   gleich, aber in benachbarten Stromleiterelementen, also z. B.    1a   und    1b   bzw.    1a   und    1d   bzw.    1c   und    1b   bzw.    1e   und    1d,   entgegengesetzt gerichtet ist.

   Mit 4 sind die    Stromleiteranschlusselemente   und mit 6 das    Verbindungsstück   zwischen den    benach-      barten      Stromleiterbolzen      lb   und    1e   bezeichnet. Die isolierende Platte 2 hält die    Bolzen   in gleichem Abstand. 



  In    Fig.   2 ist im Schnitt die in    Fig.   1 gezeigte    streufeldarme,   aus vier    Stromleiterelementen   bestehende Drosselanordnung dargestellt. Mit la und 1b    sind   stromleitende    Bolzen      bezeichnet.   Diese    Bolzen   werden durch isolierende Scheiben 2 in entsprechendem Abstand gehalten. Die Bolzen sind durch    ma-      gnetisierbares   Material 3, z. B.    Karbonyleisen,   umgeben.

   Die    Stromzuführung,   zu der    Drosselanord-      nung   geschieht durch ein winkelig gebogenes Stromanschlussstück 4, und    die   elektrische Kontaktgabe zwischen den dargestellten    Stromleiterbolzen      wird   durch    ein   elektrisch leitendes Verbindungsblech 5 vorgenommen. Die Stromrichtung im    Bolzen      1b   ist entgegengesetzt der Stromrichtung des    Bolzens   la. Der    Bolzen   1 & ist über das Verbindungsstück 6    Fait   dem nicht dargestellten weiteren Stromleiterelement    elektrisch   kontaktiert. 



  In    Fig.   3 ist schematisch    der   Stromverlauf    einer      Drosselanordnung   angegeben, die sich aus einer aus acht    Stromleiterelementen   zusammengesetzten Anordnung aufbaut. Die stark angezogenen Verbindungslinien zwischen den einzelnen Stromleitern la bis    Ih   stellen die an der Vorderseite sichtbaren elektrisch    leitenden   Verbindungsstücke und die unterbrochen ausgezogenen Linien    stellen   die    nicht   sichtbaren auf der Hinterseite angebrachten Verbindungsstücke zwischen den    Stromleiterbolzen   dar.

   

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    Fig.   4 zeigt eine    Zweifachdrossel   in gleicher schematischer Darstellung mit Vierergruppen zur Entstörung von zwei zum gleichen Stromkreis gehörenden Leitungen. Die zu der einen Drossel gehörenden    Stromleiterelemente   sind mit    la-Ih,   die zur anderen Drossel gehörenden mit    1'a-1'h   bezeichnet. Die nebeneinanderliegenden    Stromleiterelemente,   die nicht zur gleichen Drossel gehören, haben gleiche Stromrichtung. Der Strom    fliesst   in    ld   und 1'a, in    lc   und 1'b, in    1d   und 1'h sowie in 1    f   und 1'g, jeweils auf das Paar bezogen, in gleicher Richtung. 



  In    Fig.5   ist ein Teilschnitt einer Drosselanordnung mit einer    Justiervorrichtung      dargestellt.   Dabei ist ein    Stromleiterbolzen      1b   fest in    den;      Bohrungen   zweier isolierender Distanzstücke 2a und 2b festgelegt. Der    Stromleiterbolzen   la dagegen    wird!   in einem    Verstellorgan   7 gehaltert, mit dem der Abstand A zwischen den beiden    Stromleiterbolzen   la und    1b   variiert werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Streufeldarme Drossel für hohe Stromstärken aus mehreren mit magnetisierbarem Werkstoff ummantelten Stromleiferelementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel eine gerade Anzahl von derartigen Stromleiterelementen besitzt, die derart in Form eines Stapels übereinander und nebeneinander angeordnet sind, dass sich die magnetischen Feldvektoren ausserhalb der Drossel weitgehend aufheben, wobei die Stromrichtung benachbarter Stromleiterelemente innerhalb einer aus vier Stromleiterelementen zusammengesetzten Gruppe jeweils entgegengesetzt verläuft. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Streufeldarme Drossel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche von benachbarten Stromleiterelementen gebildete Stromschleifer gleiche geometrische Grösse aufweisen und vom gleichen Betriebsstrom -durchflossen sind. 2. Streufeldarme Drossel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Stromleiter- elemente zu einem kompakten Block vergossen sind. 3.
    Streufeldarme Drossel nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d'ass der Verguss aus Kunststoff oder Araldit besteht. 4. Streufeldarme Drossel nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verguss aus einem magnetisierbaren und isolierend-en Material besteht. 5. Streufeldarme Drossel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Korrektur mechanischer und elektrischer Unsymmetrien, d. h. zum magnetischen Abgleich, Verstellvorrichtungen, z.
    B. Verstellschrauben, vorhanden sind, mit deren Hilfe die Abstände zwischen den einzelnen Stromleiterelementen variiert werden können. 6. Streufeldarme Drossel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei aus Stromleiter- elementen aufgebaute Drosseln senkrecht aufeinander angeordnet sind. 7. Streufeldarme Drossel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, d@ass drei aus Stromleiter- elementen aufgebaute Drosseln senkrecht aufeinander angeordnet sind.
CH915061A 1960-09-29 1961-08-04 Streufeldarme Drossel für hohe Stromstärken CH397074A (de)

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DE1266378B (de) 1968-04-18

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