CH397321A - Metallfreies Fungicid - Google Patents

Metallfreies Fungicid

Info

Publication number
CH397321A
CH397321A CH1178661A CH1178661A CH397321A CH 397321 A CH397321 A CH 397321A CH 1178661 A CH1178661 A CH 1178661A CH 1178661 A CH1178661 A CH 1178661A CH 397321 A CH397321 A CH 397321A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
compounds
metal
fungicide
free
Prior art date
Application number
CH1178661A
Other languages
English (en)
Inventor
Waag Theodor
Wilhelm Dr Loettge
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wolfen Filmfab Veb filed Critical Wolfen Filmfab Veb
Publication of CH397321A publication Critical patent/CH397321A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N2300/00Combinations or mixtures of active ingredients covered by classes A01N27/00 - A01N65/48 with other active or formulation relevant ingredients, e.g. specific carrier materials or surfactants, covered by classes A01N25/00 - A01N65/48

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


      Metallfreies        Fungieid       Zur Steigerung der     Ernteerträge    ist die Anwen  dung von     Fungiciden    zur Bekämpfung von Pflanzen  krankheiten, die durch     phytopathogene    Pilze ver  ursacht werden, eine     Notwendigkeit.    Zu diesem  Zweck wurden bisher neben einigen     metallfreien          Fungiciden    vorwiegend Kupferverbindungen und or  ganische     Schwermetallverbindungen    verwendet, die  zum Teil schwer zugänglich sind oder nur über eine  geringe Wirkungsbreite verfügen,

   indem keine oder  nur eine unzureichende Wirksamkeit gegenüber den  wirtschaftlich bedeutungsvollen     Phytophthora-    und       Peronospora-Arten    vorliegt.  



  Es wurde nun eine neue     Klasse    von einfach zu  gänglichen Verbindungen gefunden, die bei einer  guten     fungiciden    Wirksamkeit - auch gegen     Phyto-          phthora        infestans    - in der notwendigen Anwen  dungskonzentration eine gute     Pflanzenverträglichkeit     besitzen.  



  Diese Verbindungen gehören zu den     Estern    der       Dithiocarbaminsäure    von     Alkylaminodimethylol,    die  durch folgende allgemeine Formel     gekennzeichnet     sind:  
EMI0001.0022     
    Dabei stellen     R1,        R2,    R3 gleiche oder verschiedene       Alkylreste    mit 1 bis 4     Kohlenstoffatomen    dar.  



  Die erfindungsgemäss angewandten Verbindungen  werden z. B. nach     DWP    Nr. 31007 hergestellt und  fallen praktisch in quantitativer Ausbeute in hoher  Reinheit feinkristallin an. Die Ausgangsverbindungen    sind billige grosstechnische Produkte der     Chemie.    So  mit ist auch die     Wirtschaftlichkeit    bei der Anwen  dung     gewährleistet.    Auf Grund ihrer Strukturbe  schaffenheit sind diese Verbindungen     mit    Streck- oder       Füllmitteln,    wie z. B.

   Kaolin, Kreide,     Talkumin    und       ähnlichem,    sehr leicht     mischbar.    Durch Zusatz von       Emulgatoren    oder Netzmitteln und Schutzkolloiden  zu diesen Mischungen werden Spritzpulver     erhalten,     die sich mit Wasser zu Suspensionen verarbeiten  lassen. In dieser Form     ist,die    notwendige     Dosierung     beider Anwendung. durch Spritzen, Giessen, Stäuben  oder Streuen einfach     durchzuführen.     



  Aus den folgenden Beispielen ist     die        fungicide     Wirksamkeit wie auch die     Pflanzenverträglichkeit    der  Verbindungen ersichtlich. Das     Tetramethylthiuram-          disulfid    ist dabei     als    Vergleichswert mit     angeführt.          Dieses    gibt zwar teilweise sehr .gute     Werte,    ist aber  im Gegensatz zu den     erfindungsgemässen    Verbindun  gen in mehreren Fällen     (Beispiel    2) überhaupt nicht  wirksam.  



  <I>Beispiel 1</I>  Prüfung gegen     Fusarium        culmorum    (A),     Venturia          inaequalis    (B) und     Alternaria        tenuis        (C)    in     vitro.     



  Die zuvor genannten Verbindungen wurden in  suspendierter Form den     Pilznährböden    zugegeben.  Nach dem     Aufimpfen    der drei Testpilze erfolgte  nach 3,5 und 10 Tagen eine     Beurteilung    des Pilz  wachstums.

   Es bedeuten:  0 - kein Wachstum  1 - stark gehemmtes     Wachstum     2 -     flächiges,    gehemmtes     Wachstum     3 - normales     Wachstum       
EMI0002.0001     
  
    Bonitierungswerte <SEP> nach
<tb>  g <SEP> Konz, <SEP> wirkst.

   <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 10 <SEP> Tagen
<tb>  Verbindun
<tb>  A <SEP> B <SEP> C
<tb>  Unbehandelt <SEP> - <SEP> 333 <SEP> 333 <SEP> 333
<tb>  Tetramethylthiuramdisulfid <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  0,02 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  0,002 <SEP> 0<B>1</B>3 <SEP> 113 <SEP> 003
<tb>  (1) <SEP> Bis-(dimethylaminodithiocarbaminsaurer- <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  N-methylamindimethylester <SEP> 0,02 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  0,002 <SEP> 113 <SEP> 113 <SEP> 113
<tb>  (2) <SEP> Bis-(dimethylaminodithiocarbaminsaurer- <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  N-propylaminodimethylester <SEP> 0,02 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  0,002 <SEP> 133 <SEP> 133 <SEP> 133
<tb>  (3) <SEP> Bis-(dimethylaminodithiocarbaminsaurer- <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  N-Butylaminodimethylester <SEP> 0,

  02 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  0,002 <SEP> 333 <SEP> 333 <SEP> 333
<tb>  (4) <SEP> Bis-(diäthylaminodithiocarbaminsaurer- <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  N-methylaminodimethylester <SEP> 0,02 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  0,002 <SEP> 333 <SEP> 333 <SEP> 333       <I>Beispiel 2</I>  Prüfung gegen     Septoria        apii    (D),     Phytophthora          infestans    (E) und     Peronospora        viticola    (F) im Ge  wächshaus. Die     erfindungsgemäss    genannten Verbin  dungen werden     mit    den in der vorhergehenden Ta  belle zugeordneten Nummern (1)-(4) aufgeführt.  



  Die entsprechenden Pflanzen bzw. Blätter     wurden     mit den Suspensionen der Verbindungen abgespritzt,  nach dem Antrocknen des Spritzbelages mit der ent  sprechenden     Sporensuspension        infiziert    und     im    Ge-         wächshaus    unter Infektionsglocken aufgestellt. Die       Bonitierungen    begannen mit dem ersten Erscheinen  der     Krankheitssymptome    und endeten beim vollstän  digen Befall der unbehandelten, infizierten Pflanzen  bzw. Blätter.

   Es bedeuten:  0 - ohne Befall  1 - vereinzelter Befall  2 - mittlerer     Befall     3 - starker Befall  
EMI0002.0018     
  
    Bonitierungswerte <SEP> nach
<tb>  Verbindung <SEP> onz. # <SEP> Wirkst. <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 10 <SEP> Tagen
<tb>    <SEP> D <SEP> E <SEP> F
<tb>  Unbehandelt <SEP> - <SEP> 123 <SEP> 123 <SEP> 123
<tb>  Tetramethylthiuramdisulfid <SEP> 0,2 <SEP> 001 <SEP> .. <SEP> .

    Kupferoxychlorid <SEP> 0,23 <SEP> - <SEP> - <SEP> 000
<tb>  0,34 <SEP> - <SEP> 000 <SEP>   <B>(1</B>) <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  (2) <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 000 <SEP> 000
<tb>  (3) <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 001 <SEP> 000
<tb>  (4) <SEP> 0,2 <SEP> 000 <SEP> 012 <SEP> 000       Die     Thiuramverbindung        wurde        bei    E und F nicht  geprüft, da es bereits bekannt ist, dass diese Verbin  dung in diesen Fällen unwirksam ist, Deshalb     wurde     hier als Vergleichspräparat das wirksame     Kupferoxy-          chlorid        benutzt.     



  <I>Beispiel 3</I>  Prüfung auf     Phytotoxizität     Getopfte     Cinerarien    (a),     Phaseolus-Bohnen    (b),  Tomaten (c) und Gurken (d) wurden im Gewächs-    haus mit den Suspensionen der zuvor genannten Ver  bindungen abgespritzt. Die     Bonitierungen    erfolgen  am 3., 5. und 10.

   Tag nach der     Spritzung.    Es be  deuten:  1 -     ungesch'ädigt     2 - leichte Schäden  3 - mässige lokal begrenzte Schäden  4 - starke     Schäden     5 - Pflanze abgestorben    
EMI0003.0001     
  
    Bonitierungswerte <SEP> nach
<tb>  Verbindung <SEP> Konz.oWirkst' <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 10 <SEP> Tagen
<tb>    <SEP> a <SEP> b <SEP> c <SEP> d
<tb>  Unbehandelt <SEP> - <SEP> 111 <SEP> 111 <SEP> 111 <SEP> 111
<tb>  Tetramethylthiuramdisulfid <SEP> 0,2 <SEP> 111 <SEP> 111 <SEP> 111 <SEP> 111
<tb>  Kupferoxychlorid <SEP> 0,34 <SEP> 111 <SEP> 111 <SEP> 112 <SEP> 112
<tb>  (1) <SEP> 0,2 <SEP> 111 <SEP> 111 <SEP> 112 <SEP> 111
<tb>  (2) <SEP> 0,2 <SEP> 122 <SEP> 222 <SEP> 122 <SEP>   (3) <SEP> 0,2 <SEP> 122 <SEP> 112 <SEP> 111 <SEP>   (4) <SEP> 0,

  2 <SEP> 122 <SEP> 222 <SEP> 223 <SEP> -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Fungicid, dadurch gekennzeichnet, dass es als wirksame Komponente eine Verbindung der allge meinen Formel EMI0003.0005 wobei R1, R2 und R3 gleiche oder verschiedene Alkyle mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellen, enthält. UNTERANSPRUCH Fungicid nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass R1,
    R2 und R3 Methylgruppen bedeuten.
CH1178661A 1961-06-01 1961-10-11 Metallfreies Fungicid CH397321A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD7412861 1961-06-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH397321A true CH397321A (de) 1965-08-15

Family

ID=5477640

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1178661A CH397321A (de) 1961-06-01 1961-10-11 Metallfreies Fungicid

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH397321A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2219710C2 (de) Fungizide Mittel
CH638188A5 (de) Hydantoin-n-methylole.
DE1806123A1 (de) Bis (thioureido) benzole und ihre Metallsalze
DE1795772C3 (de)
DE1227891B (de) Verfahren zur Herstellung von Phenyl-mercaptomethan-sulfonamid
CH520128A (de) Verfahren zur Herstellung von Thioureidobenzolen sowie deren Verwendung in fungiziden und akariziden Mitteln
DE1768686B1 (de) Furan-3-carbonsaeureanilide und deren Verwendung als Fungizid
CH397321A (de) Metallfreies Fungicid
DE2100221A1 (de) 0 S Dialkyl cyanphenyl thioiphosphor saureester/Fungizid
DE2019535C3 (de) 2,5-Dimethyl-furan-3-carbonsäure-cyclohexylamid und diese Verbindung enthaltende fungizide Mittel
AT233320B (de) Metallfreie Fungicide
DE2114367A1 (de) Organische Zinnverbindungen und Ver fahren zu ihrer Herstellung
DE1162129B (de) Fungicide Mittel fuer den Pflanzenschutz
DE1542715A1 (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1518692B2 (de) N-a-Methyl-4-bromphenyl)-N\ N&#39;dimethylformamidin enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
CH394698A (de) Bekämpfungsmittel für Pilze und Bakterien
DE1046937B (de) Fungicide Mittel
DE2745533C2 (de)
DE1668616B2 (de) Bisdithiocarbamte, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltendes fungizides mittel
DE1235287B (de) Verfahren zur Herstellung von fungizid wirksamen Dodecylamin-Metallsalz-Komplexverbindungen der mono- und bis-Dithiocarbamidsaeuren
DD145692A5 (de) Agrochemische mittel
DE1300726B (de) Fungizide Mittel
DE2602804C2 (de) Fungizide Mittel zum Pflanzenschutz
AT218501B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen,N-substituierten Aminosulfonsäure-(N&#39;-trichlormethylsulfenyl)-amiden
AT250987B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Zinnkomplexsalzen