CH397545A - Mittel zum Abdichten und Verfestigen von Bodenschichten und Bauwerken - Google Patents

Mittel zum Abdichten und Verfestigen von Bodenschichten und Bauwerken

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CH397545A
CH397545A CH7259759A CH7259759A CH397545A CH 397545 A CH397545 A CH 397545A CH 7259759 A CH7259759 A CH 7259759A CH 7259759 A CH7259759 A CH 7259759A CH 397545 A CH397545 A CH 397545A
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CH
Switzerland
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sep
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sealing
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CH7259759A
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Christoph Schmid
Rudolf Gedenk
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Deutsche Erdoel Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/40Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing mixtures of inorganic and organic compounds
    • C09K17/42Inorganic compounds mixed with organic active ingredients, e.g. accelerators
    • C09K17/46Inorganic compounds mixed with organic active ingredients, e.g. accelerators the inorganic compound being a water-soluble silicate

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  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description


  Mittel zum Abdichten und Verfestigen von Bodenschichten  und Bauwerken    Bei der Durchführung von Bauvorhaben oder bei  der Sicherung vorhandener Gebäude oder in anderen  Fällen erweist es sich oftmals als notwendig, die vor  handenen Böden oder Bauwerke zu verfestigen.  



  Bei Talsperren, Dämmen, Baugruben usw. ist es  andererseits oft erforderlich, durchlässige Schichten  abzudichten, um den Durchtritt von Flüssigkeiten,  meist Wasser, zu verhindern.  



  Für die Abdichtung und Verfestigung von Böden  ist eine Reihe von Verfahren entwickelt worden.  Hinzuweisen ist auf das Injizieren von     Zementmilch     sowie auf die speziellen chemischen Verfahren, die  unter dem Namen     Joostenverfahren    und     Monosol-          verfahren    u. a. bekannt sind. Bei den letztgenannten  Methoden wird als eigentliche     Abdichtungs-    und     Ver-          festigungssubstanz    Wasserglas verwendet. Durch Zu  gabe von besonderen Chemikalien - beim     Joosten-          verfahren    durch nachträgliches Einpressen von z. B.

         Calciumchlorid,    beim     Monosolverfahren    durch die       Zumischung    von     Natriumaluminat    vor dem Einpres  sen - wird erreicht, dass die kolloidal gelösten Silikate  des Wasserglases in wasserunlösliche Silikate umge  wandelt werden und dadurch die zu konsolidierenden  Bodenschichten oder Bauwerke entweder sofort oder  in regelbarer Zeit verfestigen oder abdichten.  



  Der Nachteil dieser Verfahren liegt darin, dass  zwei Lösungen nacheinander in den Boden gepresst  werden müssen, wie beim     Joostenverfahren,    bzw. dass  bei Verwendung von nur einer Lösung, wie beim       Monosolverfahren,    schon vor dem Einpressen eine       Silikatbildung    mit fester Struktur auftritt. Vor allem  bei feinkapillaren Böden, wie     schluffigen    Feinsanden,  treten grosse Schwierigkeiten beim Einpressen auf.    Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen durch  Zusatz sauer wirkender anorganischer Stoffe der     pH-          Wert    der     Wasserglaslösung    herabgesetzt wird und       Kieselsäuregele    ausfallen.

   Die Festigkeit dieser Gele  ist aber sehr gering.  



  Weiter ist schon vorgeschlagen worden, den     pH-          Wert    der     Wasserglaslösung    durch solche organische  Stoffe herabzusetzen, die mit Wasser Säuren bilden  wie z. B.     Säureanhydride,    Säureester,     Säurehalogenide,          Sulfonsäurehalogenide.    Die hierbei ausgefällte Kiesel  säure hatte eine genügende Festigkeit.  



  Es wurde nun gefunden, dass die Zeit zur Ab  dichtung und Verfestigung von Bodenschichten und  Bauwerken mit einer Mischung aus     Wasserglaslösung     und organischen Stoffen, die mit Wasser Säuren bilden,  durch Zusatz von Katalysatoren zu diesen Mischun  gen verkürzt werden kann. Als Katalysatoren kommen  in Frage: Alkohole und zwar sowohl normale wie       isomere,    einwertige und mehrwertige; Ester,     Alkoho-          late    und     Ketone.     



  Von den einwertigen Alkoholen sind besonders die  normalen und     isomeren    Verbindungen von     Methyl-          bis        Amylalkoho'1,    von den mehrwertigen Alkoholen  vor allem     Methylglykol,        Aethylenglykol    und Glyzerin  geeignet. Als     Ketone    kommen z. B. Aceton,     Methyl-          äthylketon    und     Methyl-i-propylketon    in Frage.  



  Die katalytisch wirkenden Substanzen werden in  Mengen von 0,1 - 1     Gew.%,    bezogen auf die Gesamt  menge der Mischung, angewandt.  



  Diese Mengen genügen, um die     Verfestigungszeit     auf jeden für eine bestimmte Aufgabe notwendigen  Wert einzustellen. Die     Reaktionszeitverkürzungen    kön  nen Werte bis zu 75 % erreichen.      In den folgenden Beispielen wird die Erfindung  näher erläutert.

    
EMI0002.0001     
  
    <I>Beispiel <SEP> 1</I>
<tb>  500 <SEP> ccm <SEP> Natriumsilikatlösung, <SEP> 38 <SEP> B6 <SEP> (480 <SEP> gr <SEP> Na20
<tb>  und <SEP> etwa <SEP> 1600 <SEP> gr <SEP> Si02 <SEP> pro <SEP> Liter
<tb>  Wasserglaslösung)
<tb>  500 <SEP> ccm <SEP> Wasser
<tb>  32,8 <SEP> ccm <SEP> o-Toluolsulfochlorid
<tb>  (25 <SEP> % <SEP> der <SEP> theor.

   <SEP> Neutralisation)
<tb>  20,0 <SEP> ccm <SEP> Emulgator <SEP> (Natriumsalz <SEP> einer <SEP> Isopropyl  alkylnaphthalinsulfonsäure)
<tb>  20,0 <SEP> ccm <SEP> Emulsionsstabilisator <SEP> (1%ige <SEP> ammoniak  alische <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyacrylsäure)
<tb>  x <SEP> ccm <SEP> Katalysator <SEP> (Butanol)     
EMI0002.0002     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Verfestigungszeit <SEP> des <SEP> Gemisches <SEP> in <SEP> Abhängigkeit
<tb>  von <SEP> der <SEP> Katalysatorkonzentration <SEP> bei <SEP> 20 C
<tb>  Katalysator
<tb>  Menge <SEP> ccm <SEP> Konzentration <SEP> % <SEP> Verfestigungszeit
<tb>  in <SEP> Minuten
<tb>  0,0 <SEP> 0,0 <SEP> 110 <SEP> - <SEP> 120
<tb>  1,0 <SEP> 0,1 <SEP> 70 <SEP> - <SEP> 75
<tb>  2,0 <SEP> 0,2 <SEP> 50 <SEP> - <SEP> 60
<tb>  5,0 <SEP> 0,5 <SEP> 45 <SEP> - <SEP> 50
<tb>  10,0 <SEP> 1,

  0 <SEP> 40 <SEP> - <SEP> 45     
EMI0002.0003     
  
    <I>Beispiel <SEP> 2</I>
<tb>  500 <SEP> ccm <SEP> Natriumsilikatlösung, <SEP> 38 <SEP> B6 <SEP> (480 <SEP> gr <SEP> Na20
<tb>  und <SEP> etwa <SEP> 1600 <SEP> gr <SEP> Si02 <SEP> auf <SEP> 1 <SEP> Liter
<tb>  Wasserglaslösung)
<tb>  500 <SEP> ccm <SEP> Wasser
<tb>  38,6 <SEP> ccm <SEP> aliphatisches <SEP> Säurechlorid
<tb>  C-Kettenlänge <SEP> 7 <SEP> - <SEP> 9
<tb>  20,0 <SEP> ccm <SEP> Emulgator <SEP> (Natriumsalz <SEP> einer <SEP> Isopropyl  alkylnaphthalinsulfonsäure)
<tb>  20,0 <SEP> ccm <SEP> Emulsionsstabilisator <SEP> (1%ige <SEP> ammoniak  alische <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Polyacrylsäure)
<tb>  x <SEP> ccm <SEP> Katalysator <SEP> (Methylglykol)

       
EMI0002.0004     
  
    <I>Tabelle <SEP> 2</I>
<tb>  Verfestigungszeit <SEP> des <SEP> Gemisches <SEP> in <SEP> Abhängigkeit
<tb>  von <SEP> der <SEP> Katalysatorkonzentration <SEP> bei <SEP> 20 C
<tb>  Katalysator
<tb>  Menge <SEP> ccm <SEP> Konzentration <SEP> % <SEP> Verfestigungszeit
<tb>  in <SEP> Minuten
<tb>  0,0 <SEP> 0 <SEP> unendlich
<tb>  5,0 <SEP> 0,5 <SEP> 90 <SEP> - <SEP> 95
<tb>  <B>1</B>0,0 <SEP> 1,0 <SEP> 60 <SEP> - <SEP> 65       Bei     Katalysatorkonzentrationen    über 1     Gew.%     treten zwar noch grössere Zeitverkürzungen auf, je  doch werden die Endprodukte immer stärker wasser  löslich. Dies ist für die meisten     Verfestigungszwecke     unerwünscht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Mittel zum Abdichten und Verfestigen von Boden schichten und Bauwerken, bestehend aus einer Mi schung von Wasserglaslösung und organischen Stoffen, die mit Wasser Säuren bilden, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem die Abdichtungs- und Ver- festigungszeit verkürzenden Katalysator in Mengen von 0,1 - 1 Gew.%, bezogen auf die Gesamtmenge der Mischung. UNTERANSPRÜCHE 1. Mittel nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt ein- oder mehrwertigen Alkoholen als Katalysator. 2. Mittel nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Estern als Katalysator. 3.
    Mittel nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Alkoholaten als Katalysator. 4. Mittel nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Ketonen als Katalysator.
CH7259759A 1958-07-24 1959-04-27 Mittel zum Abdichten und Verfestigen von Bodenschichten und Bauwerken CH397545A (de)

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DED28604A DE1099954B (de) 1958-07-24 1958-07-24 Mittel zur chemischen Abdichtung und Verfestigung von Bodenformationen und Bauwerken

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CH397545A true CH397545A (de) 1965-08-15

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GB1109140A (en) * 1964-10-21 1968-04-10 Sanyo Chemical Industry Compan Soil treating composition and process
FR1476636A (fr) * 1965-12-28 1967-04-14 Progil Réactifs gélifiants pour silicates solubles

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DE857936C (de) * 1951-10-02 1952-12-04 Preussische Bergwerks Und Huet Verfahren zum Abdichten durchlaessiger Gebirgsschichten, insbesondere in OElsonden, gegen Gas oder Wasser

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DE1099954B (de) 1961-02-16

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