CH398054A - Kartusche für Kunststoff-Spritzguss, insbesondere zur Herstellung von Zahnprothesen - Google Patents
Kartusche für Kunststoff-Spritzguss, insbesondere zur Herstellung von ZahnprothesenInfo
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Description
Kartusche für Kunststoff-Spritzguss, insbesondere zur Herstellung von Zahnprothesen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kartusche für Kunststoff-Spritzguss, insbesondere zur Herstellung von Zahnprothesen. Die Verwendung von Kartuschen zum Verspritzen von thermoplastischen Kunststoffen ist bekannt. Die Form der mit Kunststoff gefüllten Metallkartusche entspricht der Ausnehmung eines Heizzylinders einer entsprechenden Maschine. Nach Einführen der Kartusche in den Heizzylinder und nachdem das Kunststoffmaterial durch Aufheizen plastisch wurde, wird durch einen Kolben die Kartusche unter Druck gesetzt, bis sie an der freiliegenden Bodenfläche platzt und der plastische Kunststoff in die vorgespannte Form gespritzt ist. Besonders bei der Herstellung von Zahnprothesen wird dieser Kartuschen-Spritzguss oft angewandt. Man verwendet meist zylinderförmige Kartuschen mit einem Durchmesser von 18 bis 22 mm. Die aus Aluminium bestehenden Kartuschen sind mit Kunststoffgranulat gefüllt. Von Vorteil bei der Kartuschen-Spritzmethode ist, dass das Kunststoffmaterial nur einmal aufgeheizt und der jeweils verbleibende Rest mit der zusammengedrückten Kartusche fortgeworfen wird. Da zudem der Kunststoff vorgetrocknet verpackt ist, entfällt ein Trocknen vor der Verarbeitung. Da für jede Zahnprothese eine neue Kartusche eingesetzt wird, kann ohne Zylinderwechsel für jeden Spritzguss die entsprechende Kunststoffart und Kunststoffarbe verwendet werden. Von Nachteil ist, dass die Aufheizzeit bis zur erforderlichen Spritzgusstemperatur 25 bis 40 Minuten beträgt. Ein solcher Zeitverlust ist auch in der Zahnprothetik zu gross. Bei ungenügender Aufheizung können in der Mitte der Kartusche noch ungeschmolzene Granulatkörnchen vorhanden sein, die in die Spritzgussmasse gelangen. Wenn anstelle des Granulats z. B. ein kompakter Kunststoffstab verwendet wird, so wird die Aufheizzeit noch länger, da Kunststoff bekanntlich ein schlechter Wärmeleiter ist. Bei dieser langen Aufheizzeit ist eine Schädigung bzw. ein Abbau des Kunststoffmaterials festzustellen. Die Erfindung bezweckt, die beschriebenen Nachteile der Kartuschen-Spritzmethode zu verhindern und die erwähnten Vorteile noch zu erweitern. Die erfindungsgemässe Kartusche ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Kunststoff-Füllung als Wärmeüberträger zwischen Kartusche und Kunststoff zu dienen bestimmte Metalleinlagen vorgesehen sind. Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben. Fig. 1 zeigt eine Kartusche im Längsschnitt, Fig. 2 zeigt eine Kunststofftablette in der Draufsicht, Fig. 3 zeigt eine perforierte Metallscheibe in der Draufsicht, Fig. 4 zeigt einen Schnitt der Kunststofftablette nach der Linie C-D in Fig. 2, Fig. 5 zeigt einen Schnitt der Metallscheibe nach der Linie A-B in Fig. 3, und Fig. 6 zeigt die Kartusche in zusammengedrücktem Zustand nach dem Auspressen des Kunststoffs. Die zylinderförmige Kartuschenhülse 1 ist mit ca 3 mm dicken Kunststofftabletten 2 gefüllt welche die gleiche Form und Grösse wie die Kartuschenbodenfläche besitzen. Die Tablettenränder legen sich also an die Kartuscheninnenwandung an. Zwischen die einzelnen Tabletten 2 sind gut wärmeleitende und perforierte kreisförmige Metallscheiben 3 gelegt, die den gleichen Durchmesser wie die Tabletten 2 besitzen, so dass sie sich ebenfalls mit ihrem Rand an die Kartuscheninnenwandung anlegen. Es hat sich gezeigt, dass die beschriebene Kartusche bei einem Durchmesser von 25 mm innerhalb von 2 Minuten vollkommen aufgeheizt ist. Durch die Metallscheiben 3 wird eine ideale Wärmeverteilung in der Kunststoffmasse bzw. Füllung erreicht. Beim Zusammenpressen der Kartusche wird die durch das Erwärmen plastisch gewordene Kunststoffmasse in Pfeilrichtung der Fig. 6 in die Form gespritzt. Die Metallscheiben 3 werden dabei gegeneinander ge drückt, wobei sich das Kunststoffmaterial durch die Perforierung der Scheiben hindurchdrückt. Somit ist es ausgeschlossen, dass ungeschmolzene Kunststoffteile in die Spritzgussform gelangen. Durch die Füllung mit kompakten Kunststofftabletten wird im Vergleich zu einer mit Kunststoffgranulat gefüllten Kartusche für das gleiche Kunststoffquantum eine wesentlich kürzere Kartusche benötigt, so dass durch den damit verbundenen kürzeren Kolbenhub die Spritzgussform schneller gefüllt wird. Da man Kartuschen mit grösserem Durchmesser verwenden kann, ohne dass sich die Aufheizzeit verlängert, kann die Höhe der Kartusche und damit der Kolbenhub und die Auspresszeit noch weiter verringert werden. Es wurde festgestellt, dass der Kunststoff an keiner Stelle überhitzt wird. Der Mehrkostenaufwand steht in keinem Verhältnis zum Erfolg; z. B. kosten die Metallscheiben für eine Zahnprothesen-Kartusche nur ca. 2 Rappen. Die Kartuschen-Aussenseite wird zweckmässig mit einem Lack, z. B. Silicon-Lack, überzogen. Der Lacküberzug soll die starke Reibung der Kartusche an der Heizzylinderwand vermindern. Ein Einfetten der Kartusche vor der Einführung in den Heizzylinder wird dadurch überflüssig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kartusche für Kunststoff-Spritzguss, insbesondere zur Herstellung von Zahnprothesen, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kunststoff-Füllung als Wärme überträger zwischen Kartusche und Kunststoff zu dienen bestimmte Metalleinlagen vorgesehen sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Kartusche nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der rohrförmigen Kartuschenhülse als Kunststoff-Füllung Kunststofftabletten (2) angeordnet sind, deren Grösse und Form dem Innendurchmesser der Kartuschenhülse entspricht, wobei zwischen den einzelnen Kunststofftabletten (2) als Metalleinlagen perforierte Metallscheiben (3) liegen, die ebenfalls in Grösse und Form dem Innendurchmesser der Kartuschenhülse (1) entsprechen.2. Kartusche nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschenhülse aussenseitig mit einem Lack, z. B. Silicon Lack, überzogen ist, zwecks Minderung der Reibung zwischen Kartusche und Heizzylinderwandung wäh- rend der Zusammenpressung der Kartusche.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH774862A CH398054A (de) | 1961-07-18 | 1962-06-27 | Kartusche für Kunststoff-Spritzguss, insbesondere zur Herstellung von Zahnprothesen |
Country Status (3)
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1962
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- 1962-06-28 AT AT518462A patent/AT241682B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT241682B (de) | 1965-08-10 |
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