CH398351A - Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeit aus einer Flasche mittels Druckgas - Google Patents

Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeit aus einer Flasche mittels Druckgas

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CH398351A
CH398351A CH902362A CH902362A CH398351A CH 398351 A CH398351 A CH 398351A CH 902362 A CH902362 A CH 902362A CH 902362 A CH902362 A CH 902362A CH 398351 A CH398351 A CH 398351A
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CH902362A
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Hallauer Walter
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Hallauer Walter
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/04Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description


  Vorrichtung     zur        Entnahme    von Flüssigkeit aus einer Flasche     mittels    Druckgas    Die vorliegende     Erfindung        betrifft        eine    Vorrich  tung zur Entnahme von Flüssigkeit aus einer Flasche  mittels Druckgas.  



       Luftempfindliche    Flüssigkeiten, namentlich Weine,  welche in luftdicht verschlossenen Flaschen auf  bewahrt werden, müssen nach dem     erstmaligen     öffnen rasch verbraucht werden, da der     mit    der Flüs  sigkeit in Berührung kommende Sauerstoff mit die  ser reagiert, wodurch die Flüssigkeit unbrauchbar  wird.

   Dies macht sich insbesondere beim     Offenaus-          schank    von Weinen aus Flaschen unangenehm be  merkbar, da der Restinhalt     einer    angebrochenen       Weinflasche    schon nach kurzer Zeit     infolge    der     Ein-          wirkung    der Luft sein Bouquet verliert     und        seine     Farbe     verändert    und     damit    schlecht     verkäuflich    wird.

    Für den Bierausschank aus Fässern ist es bekannt,       ein    Druckgas     in    das Fass     einzuleiten,    welches das  Bier durch ein Steigrohr     an    die Zapfstelle befördert.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun     die     Schaffung einer     Vorrichtung,    welche geeignet ist, luft  empfindliche Flüssigkeiten in Flaschen durch Zufüh  rung von Druckgas     einerseits    gegen Zutritt von Luft  zu schützen und anderseits mit     Hilfe    dieses Gases       Flüssigkeit    aus den     Flaschen    zu entnehmen.  



  Die     erfindungsgemässe        Vorrichtung    zeichnet sich  nun dadurch aus, dass die Flaschenöffnung mit einem       Pfropfenkörper    verschlossen ist, in welchem sich     ein     Einlasskanal für das Druckgas und     ein        Auslasskanal     für die auszulassende Flüssigkeit befindet, dass der       Pfropfenkörper    mit     einem    an     eine    Druckgasleitung  angeschlossenen     Einlassventil    lösbar     zusammenwirkt,     und dass das Druckgas     ein    Schutzgas für die auszu  schenkende Flüssigkeit ist.  



       Eine    beispielsweise Ausführungsform der erfin  dungsgemässen Vorrichtung wird anhand der Zeich  nung näher erläutert. Es zeigen:         Fig.    1     eine    Seitenansicht der Vorrichtung     in    einer  ersten Betätigungsphase, mit einer zu entleerenden       Weinflasche,          Fig.    2     ein    Detail der     Vorrichtung    gemäss     Fig.    1  im Schnitt,

         Fig.    3 ein weiteres Detail der Vorrichtung gemäss       Fig.    1     im    Schnitt     in    der     Schliesstellung    der Vorrich  tung und       Fig.    4 ein     Detail    gemäss     Fig.    3 in der     Offenstel-          lung.     



  Die Einrichtung gemäss     Fig.    1 weist     eine    Grund  platte 1 auf, welche zur Aufnahme einer zu entleeren  den Weinflasche 2 dient. Auf der     Weinflasche    ist an  stelle     eines    Korkens ein     Pfropfenkörper    3 aufgesetzt,  welcher sich teilweise     in    die Flasche     hineinerstreckt,     wobei an dessen     innenseitig    der Flasche befindlichen  Teil eine Steigleitung 4 und an dessen aussenseitig  der Flasche befindlichen     Teil    ein Auslaufschnabel 5  angeordnet ist.

   Auf dem     Pfropfenkörper    3 liegt     ein          Einlassventil    6 auf, an dessen der Auflagefläche auf  den     Pfropfenkörper    gegenüberliegenden     Stirnseite     eine     Gaszuführungsleitung    11     angeschlossen    ist. Der       Einlassventilkörper        ist    an einem     gabelförmigen    Betä  tigungshebel 7 und     einem        Führungshebelpaar    8, wel  ches sich unterhalb -und     parallel    zum Betätigungshe  bel 7 erstreckt, aasgelenkt.

   Die Hebel 7 und 8     sind          ihrerseits    am freien Ende     einer    Säule 9     aasgelenkt,     welche Säule sich auf der Grundplatte 1     abstützt    und  mit dieser fest verbunden ist.

   Das     Einlassventil    6  kann nun durch     Abwärtsdrücken    des Betätigungshe  bels 7 gegen die     Federkraft        einer        Rückstellfeder    10  nach unten gegen den     Pfropfenkörper    3 gedrückt  werden, wodurch das Einströmen des durch die Gas  zuführungsleitung 11     zugeführten    Schutzgases     in    die  Flasche und das Ausfliessen des     Weines    über Steig  leitung 4 und Auslaufschnabel 5 aus der Flasche           veranlasst        wird,    wie dies nachfolgend noch näher be  schrieben wird.  



  Wie     Fig.    2 mehr im     einzelnen    zeigt, weist das Ein  lassventil 6 eine     Zylinderhülse    15 auf, an deren     Man-          telfläche    Drehzapfen 16 für die     Anlenkung    der Hebel  7 und 8     angeordnet    sind.

   In     eine    Hülsenbohrung 18  ist     ein    mit der Schutzgasleitung (nicht dargestellt)  über einen Nippel 17 verbundener     Rückschlagventil-          teil    19     eingewindet.    Ferner ist     im    unteren     Teil    der  Hülse 15 ein     Ventilstift    20 in     einer    sich verengende  Bohrung 18a der Hülse verschiebbar gelagert.

   Dieser       Stift    erstreckt sich mit einem gegen die     innere    Stirn  seite des     Rückschlagventiles    19 weisenden Zapfen 21       teilweise    in die     Ventilöffnung    23.

   Ferner ragt der  Ventilstift 20 mit     seinem    anderen Ende in     eine    koni  sche     Ausbohrung    24 auf der unteren Stirnseite 25 des       Einlassventiles    6, so dass dieser beim Herabdrücken  des     Einlassventiles    auf den     in    die konische     Ausboh-          rung    24 hereinragenden     Pfropfenkörpers    3 nach oben  gegen die     Federkraft    der     Ventilfeder    26 verschoben  wird.

   Dadurch     wird    die Kugel 27 des     Rückschlagven-          tiles    19 von der     Ventilöffnung    23 abgehoben, worauf  das Gas durch diese Öffnung und den Spalt zwischen  Mantelfläche des     Stiftes    20 und der Bohrung 18a hin  durch in den     Pfropfenkörper    3 einströmen     kann,    wie  dies nachfolgend noch näher beschrieben     wird.     



  Der     Pfropfenkörper    3, welcher     in        Fig.    3 und 4     im     Schnitt gezeigt ist, weist     einen        im    wesentlichen zylin  drischen     Teil    30 auf, an dessen unterer Stirnseite  zwei rohrförmige Teile 30a und 31 konzentrisch an  geordnet sind, welche sich in den Flaschenhals 32       hineinerstrecken.    Am freien Ende des     Teiles    31 ist  die Steigleitung 4 befestigt.

   Der obere     Randstreifen     des Teiles 30a trägt     ein    Aussengewinde, auf welches       eine        Gewindehülse    33     aufgewindet    ist, die sich eben  falls     in    den     Flaschenhals    32     hineinerstreckt    und an  ihrem äusseren Ende     einen        Ring    34 trägt, der sich       mit        seiner    unteren     Begrenzungsfläche    35 auf den       Rand    des Flaschenhalses abstützt.

   Durch Drehung  dieses Ringes 34 lassen sich die     Gewindehülsen    33  und der Rohrteil 30a relativ     zueinander    in     Axialrich-          tung    verschieben. Am untern Ende des     Rohrteiles     30a befindet sich     eine    Schulter 37, auf welcher ein       Quetschdichtungsring    38     aufliegt,    der mittels der Ge  windehülse 33 gegen die Schulter 37 des     rohrförmi-          gen    Teiles 30a gedrückt werden kann,

   wobei der  Quetschdichtungsring 38 nach aussen gepresst     wird.     Auf diese Weise entsteht ein dichtender Abschluss  zwischen dem     Pfropfenkörper    und dem Flaschenhals,  und     ein    Herausfallen des     Pfropfenkörpers    aus der  Flasche     wird        verhindert.    Diese Quetschdichtung hat  ferner den     Vorteil,        dass    der in die Flasche     hineinra-          gende        Teil    des     Pfropfenkörpers    genügend dünn ge  macht werden kann, wodurch es     möglich    wird,

   den       Pfropfenkörper        in        Flaschenhälse    mit unterschiedli  chen Durchmessern einzuführen und trotzdem in  jedem Falle durch entsprechend starkes Zusam  mendrücken der     Quetschdichtung    38 ein luftdichter  Abschluss erzielbar ist.

   In einer Bohrung 39 des rohr  förmigen Teiles 31 ist     ein    als     Rückschlagventil    ausge-         bildetes    Flüssigkeitsauslassventil mit einer     Ventilku-          gel    40 und     einer    Ventilfeder 41 angeordnet,     mit    wel  chem Flüssigkeitsauslassventil die Bohrung 39 gegen  über dem     Auslaufkanal    42 verschliessbar ist.

   Der  Auslaufschnabel 5 weist zudem an seinem äusseren  Ende ein Lippenventil 43 auf, welches ein     Eindrin-          gen    von Luft in den Kanal 42     verhindert.    Die Ventil  kugel 40 ist mittels eines     Ventilstiftes    45, der in einer       axialen    Bohrung im     zylindrischen        Teil    30     geführt     wird,

   gegen die Federkraft der     Rückschlagventilfeder     41 nach unten     verschiebbar.    Der     Ventilstift    45 dage  gen ist gegen die Federkraft einer sich     am    erweiterten  Kopf 45a des     Ventilstiftes    abstützenden Schraubenfe  der 46 ebenfalls nach unten verschiebbar. Auf der  Stirnseite des     Ventilstiftkopfes    45a stützt sich ferner  ein zylindrischer Zwischenteil 50 ab, welcher     in    einer  Kammer 52 bewegbar angeordnet ist. Die untere Be  grenzungsfläche dieser Kammer 52     wird    dabei von  dem zylindrischen Teil 30 und die obere Begren  zungsfläche von einer auf den Teil 30 aufgeschraub  ten Kappe 51 gebildet.  



  Die Kappe 51 weist an ihrer oberen Stirnseite  eine zentrale Bohrung 55 auf, durch welche sich     ein     Druckkopf 56 verschiebbar     hindurcherstreckt,    dessen  halbkugelförmig ausgebildete, aus der Kappe 51 her  ausragende Stirnseite 57 zum Zusammenwirken     mit     der konischen     Ausdrehung    24 an der unteren Stirn  seite 25 des     Einlassventiles    6 bestimmt ist. Auf der       Innenseite    der Kappe 51 weist der Druckkopf 56     eine     ringförmige Schulter 53 auf, welche an der     Innenseite     der Kappe 51 anliegt und sich mit ihrer unteren  Stirnseite über eine Schraubenfeder 58 am zylindri  schen Zwischenteil 50 abstützt.  



  Soll nun eine Flasche für den Ausschank bereit  gestellt werden, wird diese zunächst entkorkt und  dann der     Pfropfenkörper    3 auf den Flaschenhals auf  gesetzt, worauf die     Quetschdichtung    38 mittels der       Gewindehülse    33 gegen den Flaschenhals gequetscht  wird, so dass der     Pfropfenkörper    3 fest auf der Fla  sche aufsitzt und diese luftdicht verschliesst. Die Fla  sche 2 wird nun auf die Grundplatte 1 unter das     Ein-          lassventil    6 aufgesetzt, wonach das     Einlassventil    6  durch Senken des Betätigungshebels 7 auf dem  Druckkopf 56 aufgesetzt wird, wodurch eine selbsttä  tige Zentrierung erfolgt.

   Für die Entnahme von Flüs  sigkeit aus der Flasche 2 wird nun der Betätigungshe  bel 7 weiter nach unten gedrückt, wodurch zunächst       ein    in der konischen     Ausdrehung    24 angeordneter       Dichtungsring    60     (Fig.    2) gegen den Druckkopf 56       gepresst    wird.

   Der Druckkopf     bewegt    sich darauf,  wie in     Fig.    4 gezeigt ist, gegen die     Federkraft    der       Schraubfeder    58 nach unten, bis er auf     einer        Ring-          dichtung    62 an der oberen Stirnseite des zylindri  schen Zwischenteiles 50 aufliegt. Ein weiteres Herun  terdrücken des Betätigungshebels 7     bewirkt    nun zu  nächst     ein    Zusammendrücken der Dichtung 60,  wodurch der Druckkopf 56 den Ventilstift 20     im    Ein  lassventil 6 nach oben bewegt.

   Der     Ventilstift    öffnet  dabei das     Rückschlagventil    19, worauf das Gas durch  die     Ventilöffnung    23 und durch die     im    Druckkopf 56      vorgesehenen Kanäle 64     hindurch    in den von der  Dichtung 62 begrenzten     Zwischenraum        zwischen     Druckkopf 56 und Zwischenteil 50 einströmt. Von  dort gelangt das Gas durch einen im Zwischenteil 50  vorhandenen, an     seinem    in Strömungsrichtung liegen  den Ende durch eine     Rückschlagklappe    66 ver  schliessbaren Kanal 67 in die Kammer 52.

   Um dabei  ein Entweichen des Gases durch den Luftspalt zwi  schen Druckkopf 56 und Kappe 51 zu vermeiden, ist  in der Kammer 52 eine ringförmige, luftundurchläs  sige Membran 63 angeordnet, welche mit ihrem Aus  senrand     zwischen    Kappe 51 und Teil 30     eingespannt     ist und sich mit ihrem     Innenrand    am     Zwischenteil     abstützt.

   Von der Kammer 52 her gelangt der Gas  strom durch     einen    weiteren     Kanal    67a im     zylindri-          schen    Teil 30 und einen     Ringkanal    68 zwischen den  rohrförmigen Teilen 30a und 31 in die Flasche 2 und  wirkt dort auf die Flüssigkeit mit dem gleichen Gas  druck, welcher im     Gaszuführungssystem    herrscht.  



  Ein weiteres Herabdrücken des Betätigungshebels  7 bewirkt nun ein Verschieben des     Ventilstiftes    45  gegen die Kraft der Feder 46, wodurch die Kugel 40  des die Steigleitung     verschliessenden        Rückschlagven-          tiles        ebenfalls    verschoben wird, so dass die Flüssig  keit durch den auf den Flüssigkeitsspiegel einwirken  den Gasdruck durch die Steigleitung 4 und die     Ventil-          öffnung    hindurch aus dem Auslaufschnabel heraus  strömt. Der     Ausfluss    der Flüssigkeit ist dabei durch  mehr oder weniger starkes Herabdrücken des Hebels  7 regulierbar.

   Die     Abwärtsbewegung    ist aber durch  Anschlag des     Ventilstiftkopfes    45a auf dem die  Bodenfläche der Kammer 52 bildenden Teil 30 be  grenzt, welche Endstellung in     Fig.4    näher veran  schaulicht ist. Eine Dichtung 69 verhindert das Ein  strömen von Flüssigkeit aus dem     Auslaufkanal    42  durch den Spalt     zwischen        Ventilstift    45 und dessen  Führungsbohrung im Teil 30 in die Kammer 52.  



  Ist die gewünschte Flüssigkeitsmenge aus der Fla  sche entnommen, so     wird    der Betätigungshebel 7 los  gelassen, worauf dieser infolge der Kraft der Feder  10 in seine obere Endstellung     zurückschwenkt.     Gleichzeitig entspannt sich dabei zunächst die Feder  46     infolge    nachlassendem Druck auf den Druckkopf  56, wodurch der Ventilstift 45 nach oben bewegt       wird    und die     Rückschlagventilkugel    40 die Steiglei  tung absperrt, so     dass    der Flüssigkeitsstrom unterbro  chen wird.

   Der statische     Druck    der Flüssigkeit     im     Kanal 42 des Auslaufschnabels 5 ist nun so gering,  dass das Lippenventil 43 an der Austrittsöffnung des  Auslaufschnabels ebenfalls schliesst, so dass der Aus  lauf praktisch ohne Zeitverzögerung geschlossen  wird. Das     Lippenventil    43 verhindert ferner ein     Ein-          dringen    von     Luft    in den     Kanal    42, so dass die dort  zurückbleibende Flüssigkeit vor dem Reagieren mit  Sauerstoff geschützt ist.

   Durch die Aufwärtsbewe  gung des     Einlassventiles    6     wird    ferner der     Ventilstift     20 des     Einlassventiles    entlastet, worauf sich das       Rückschlagventil    19 automatisch schliesst und dieses  die     Gaszufuhr    unterbricht. Nach vollständiger Expan  sion der Feder 46, welche über den     Ventilstift    45    gleichzeitig den     zylindrischen    Zwischenteil 50     in     seine obere Endlage     bringt,    gelangt ferner der Druck  kopf 56 durch die nachfolgende Expansion der Feder  58 ebenfalls in seine Endstellung.

   Im weiteren  schliesst bei Unterbrechung des Gasstromes die       Rückschlagklappe    66     infolge    des herrschenden Gas  druckes in der Kammer 52 den Gaskanal 67, so dass  das Gas in der Flasche nicht entweichen kann, und so  eine konservierende Wirkung auf die Flüssigkeit  ausübt. Ist nun die beschriebene Endstellung der  Vorrichtung     (Fig.    3) erreicht,     kann    die Flasche     ohne     weiteres von der Grundplatte 1 abgehoben und bis  zur nächsten gewünschten Flüssigkeitsentnahme bei  spielsweise in einem Kühlschrank aufbewahrt wer-.  den.  



  Für den Fall, dass der Konservierungsgasdruck       geringer-    sein muss, als der Druck     im        Gaszuführungs-          system,    ist die Feder 58 zwischen Druckkopf 56 und  Zwischenteil 50 so eingestellt, dass der     in    der Flasche  herrschende Gasüberdruck in der Lage ist, den Zwi  schenteil 50 gegen die     Federkraft    der Feder 58 anzu  heben. Dieses Anheben erfolgt, bis durch Entweichen  der entsprechenden Gasmenge der Gleichgewichtszu  stand     zwischen    dem in der Flasche herrschenden       Gasdruck    und der Federkraft der Feder 58 hergestellt  ist.

   Für die Ableitung der überschüssigen Gasmenge  ist im Zwischenteil 50 eine axiale Bohrung 70 vorge  sehen, deren untere Öffnung bei Auflage des Zwi  schenteiles auf dem     Ventilstiftkopf   <I>45a</I> durch eine     in     der Stirnseite des     Ventilstiftkopfes    angeordnete Dich  tung 71 verschlossen ist. Durch diese     Bohrung    ent  weicht das Gas bei     überdruck    durch die Kanäle 64  im Druckkopf 56 in die Atmosphäre.  



  Die beschriebene     Vorrichtung    gestattet es,     luftem-          pfindliche    Flüssigkeiten auch nach dem     erstmaligen     Öffnen ihrer Behälter längere Zeit aufzubewahren, da  der     FlüssigkeitsspiegeI    ständig mit dem ein Schutzgas  für die Flüssigkeit bildendes     Druckgas    überdeckt  bleibt und das Gas jeden Luftzutritt verhindert.

   Ins  besondere wird durch diese Vorrichtung der Offen  ansschank von Weinen in Gaststätten wesentlich er  leichtert, wobei es beispielsweise denkbar ist, die ver  schiedenen     für    den     Offenausschank    vorgesehenen  Flaschen je mit einem beschriebenen     Pfropfenkörper     3 zu versehen und nur eine     einzige        Flaschenaufnah-          mevorrichtung    mit dem     Einlassventil    6 auf dem  Schanktisch anzuordnen. Es. ist aber zur Beschleuni  gung des Ausschankes auch möglich, eine Mehrzahl  solcher Vorrichtungen, welche beispielsweise fest am  Schanktisch angeordnet sein können, zu verwenden.

    Ferner wird bei     einer        bevorzugten    Ausführungsform  der Vorrichtung die     Gaszuführungsleitung        innerhalb     der Säule     entlanggeführt.     



  Als Schutzgas für Wein kann hierbei beispiels  weise die Kohlensäure-Leitung einer Bierförderan  lage, welches Druckgas einen     Überdruck    von 0,5 bis  1     kg/cm2    aufweist, angezapft werden, wodurch sich  eine separate     Druckgasquelle    erübrigt. Es ist aber  auch möglich, andere Schutzgase zu verwenden. Fer  ner ist es notwendig, andere Flüssigkeiten als Wein      durch entsprechend gewählte Schutzgase aus Fla  schen oder     ähnlichen    Gefässen abzuzapfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeit aus einer Flasche mittels Druckgas, dadurch gekennzeich net, dass die Flaschenöffnung mit einem Pfropfenkör- per verschlossen ist, in welchem sich ein Einlasskanal für das Druckgas und ein Auslasskanal für die auszu lassende Flüssigkeit befindet,
    dass der Pfropfenkör- per mit einem an eine Druckgasleitung angeschlosse nen Einlassventil lösbar zusammenwirkt, und dass das Druckgas ein Schutzgas für die auszuschenkende Flüssigkeit ist. UNTERANSRPÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfropfenkörper ein über druckventil für das Schutzgas aufweist.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfropfenkörper ein Flüssig- keitsauslassventil aufweist, welches den Auslasskanal für die Flüssigkeit verschliesst. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flüssigkeitsauslassventil so ausgebildet ist, dass es sich bei einem Druck auf den Pfropfenkörper öffnet. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassventil ein Rück- schlagventil aufweist, welches sich bei einem Druck auf den Pfropfenkörper öffnet. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassventeil ortsveränder lich an einem schwenkbaren Hebel angeordnet ist. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen Einlassventil und Pfropfenkörper ein Dichtungsring befindet, durch welchen Einlassventil und Pfropfenkörper auskuppel- bar verbunden sind. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgas Kohlensäure (C02) ist.
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CH902362A CH398351A (de) 1962-07-27 1962-07-27 Vorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeit aus einer Flasche mittels Druckgas

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CH (1) CH398351A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT385021B (de) * 1986-03-27 1988-02-10 Kurt Artmann Portioniervorrichtung fuer in flaschen abgefuellte fluessigkeiten
ITAR20100001A1 (it) * 2010-01-11 2011-07-12 Gianni Innocenti Dispositivo di distribuzione e controllo per l'erogazione di bevande particolarmente di vini mossi, spumanti, champagne e similari
FR2966812A1 (fr) * 2010-11-02 2012-05-04 Vinomatic Dispositif de soutirage d'un liquide contenu dans une bouteille et procede de soutirage par ledit dispositif

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FR2966812A1 (fr) * 2010-11-02 2012-05-04 Vinomatic Dispositif de soutirage d'un liquide contenu dans une bouteille et procede de soutirage par ledit dispositif

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