CH398431A - Verschluss- und Schneidevorrichtung in Verpackungsmaschinen - Google Patents
Verschluss- und Schneidevorrichtung in VerpackungsmaschinenInfo
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Description
Verschluss- und Schneidevorrichtung in Verpackungsmaschinen Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung in Verpackungsmaschinen, wodurch ein dichtes Verschliessen und gleichzeitig damit auch ein Abschneiden der Packungen in Querrichtung zur Förderrichtung der Packungen durch zwei drehende Walzen bewirkt wird, welche nachgiebig gegeneinander und gegen entgegengesetzte Seiten des Verpackungsblattmaterials gedrückt werden und Umhüllungsoberflächen aufweisen, die dazu bestimmt sind, enge wechselseitig zusammenarbeitende Verschlusszonen parallel zu den Achsen der Walzen auszubilden, wobei eine der beiden zusammenarbeitenden Zonen mit einem Messer und die andere mit einem Anschlagstab versehen ist, der eine rechtwinklig zum Messer gerichtete Gegenoberfläche aufweist, und sich beide Teile über die ganze Länge der Zonen erstrecken. Ein grosser Nachteil von früheren Maschinen dieser Art besteht darin, dass sich der Berührungsdruck der Walzen gegen das Verpackungsblattmaterial während dem Schneidevorgang infolge der Tatsache verringert, dass das Messer und die Anschlag- stange einen beträchtlichen Teil des Berührungsdrukkes während dem Schneidevorgang aufnehmen, wodurch sich schlechte Dichtungen an beiden Seiten der Schnittlinie ergeben. Die Schaffung eines Ausgleiches durch Erhöhung des an den Walzen ausgeübten Druckes auf einen Wert, wie er zum guten Abdichten während dem Schneidevorgang erforderlich ist, hat einen übermässig grossen B erührungsdruck während dem Verschliessvorgang zur Folge. Um diese Unregelmässigkeiten beim Verschliessen zu vermeiden, besitzen Verpackungsmaschinen vom ähnlichen Typ zwei verschliessende Backen, welche zur Berührung mit den gegenüberliegenden Seiten des Verpackungsmaterials und auch längs der Förderrichtung, der Pakkungen bewegt werden können, und sind auch oft mit einem Messer versehen, das gleitbar einem Schlitz in einer der beiden Backen eingepasst ist, wobei das Messer zum Abtrennen des Verpackungsmaterials in einen in der anderen Backe vorgesehenen Schlitz eindringen kann, welcher sich in Ausrichtung mit dem Schlitz in der ersten Backe befindet. Der mittels einer solchen Verschluss- und Schneidevorrichtung durchgeführte Verschluss ist nicht vollständig zufriedenstellend, unter anderem auch aus dem Grunde, weil überhaupt kein abdichtender Verschluss in der Nähe der Schnittlinie, wo sich die Schlitze befinden, erzielt wird. Die vorliegende Erfindung bezweckt daher die Schaffung einer Verpackungsmaschine, bei welcher die genannten Nachteile in einfacher und zufriedenstellender Weise vermieden sind. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung wird dies dadurch erzielt, dass die Messer und/oder die Anschlagstäbe in radialen Schlitzen der Walzen gleitbar eingepasst und mit von den Endwänden der Walzen abragenden Endteilen versehen sind, welche sich im Zeitpunkt des Abschneidens zum Berühren mit Nockenoberflächen bewegen und durch letztere radial nach auswärts gedrückt werden, wobei die Nockenoberflächen im Gestell so gelagert sind, dass sie sich in einer rechtwinklig zur Tangentialebene der Walzen verlaufenden Richtung entgegen dem Druck nachgiebiger Teile bewegen können. Die Walzen werden somit unabhängig vom Messer und von der Anschlagstange betätigt und es ist möglich, den Berührungsdruck der Walzen auf einen Wert einzustellen, der sich zum Erzielen eines völlig zufriedenstellenden Verschlusses eignet. Während dem Schneidevorgang wird dem Messer und der Anschlagstange passende Kraft durch die Nockenoberflächen zugeführt, ohne dadurch den Berührungsdruck der Walzen zu beeinflussen. Mit der neuartigen Verschluss- und Schneidevorrichtung kann ein besseres Schneiden und eine Ver ringerung des zum Schneiden erforderlichen Kraft aufwandes auf sehr einfache Weise erzielt werden, indem, wie nachfolgend beschrieben, dem Messer bzw. dem Anschlagstab beim Schneiden eine Kippbewegung erteilt wird, in welchem Falle dann die Kanten des Messers und der Anschlagstange passenderweise etwas gekrümmt ausgebildet werden, so dass sich diese Teile in einem Punkte der tangentialen Lage miteinander berühren, der sich infolge der Kippbewegung längs der Schnittlinie verschiebt. In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 die Walzen im Schnitt und die ausserhalb der Endwände der Walzen angeordneten Arme, welche die Walzen und die Nockenoberflächen abstützen, und Fig. 2 eine Ansicht von einem der Endteile der Walzen, welcher dem anderen Endteil genau entspricht. Die Walzen 1 und 2 sind in diesem Ausführungsbeispiel übereinander angeordnet. Die untere Walze 1 ist direkt im Gestell 3 mittels zweier Arme 4 drehbar gelagert, welche im Gestell beidseits der Walze ortsfest angebracht sind und in denen die Wellenzapfen 5 der Walze abgestützt sind Die Wellenzapfen 6 der oberen Walze 2 sind an zwei Hebelarmen 7 drehbar gelagert, welche an beiden Seiten der Walze angebracht sind, wobei diese Arme mittels der Welle 8 am Gestell 3 angelenkt sind. An dieser Welle 8 sind beidseits der Walze 2 zwei weitere Arme 9 angelenkt, von denen jeder eine Rolle 11 abstützt, die an einer Welle 10 drehbar gelagert ist. Die Walzen sind mit einhül Ienden Oberflächen versehen, welche wechselseitig zusammenwirkende Verschliesszonen 12, 13 und 14, 15 bilden, und längs den Mittellinien der Verschliesszonen sind die Walzen mit radialen Schlitzen 16, 17, 1 & , 19 versehen, welche sich gerade über die Breite der Walzen erstrecken. Im Boden der Schlitze 16 und 18 sind Stäbe 20 ortsfest angeordnet, während in den Schlitzen 17 und 19 Messer 21 gleitbar eingepasst sind, welche aus den Endwänden der Walze 2 herausragende Endteile aufweisen. Die freien Enden der Arme 6 und 9 sind mittels Stangen 22 und 23 sowie Druckfedern 24, 25 nachgiebig an den Armen 4 angebracht, wobei sich der Druck der Federn mittels Muttern 26, 27 einstellen lässt. Beim Rotieren der Walzen 1 und 2 mittels einer nicht gezeigten Antriebsvorrichtung wird eine Reihe zu verpackender Einheiten 28, welche mit Abstand hintereinander angeordnet und von einem biegsamen, dicht verschliessbaren Blatthüllenmaterial umschlossen sind, zwischen den Walzen 1 und 2 synchron zur Drehung der Walzen vorwärts gefördert, wobei die Randteile des Blattmaterials zwischen die zylindrischen Endteile der Walzen gedrückt werden. Der Radius der Walzen 1 und 2 sowie die Anzahl der Verschliesszonen sind passenderweise so gewählt, dass Verschlusstellen zwischen den einzelnen verpackten Einheiten erzielt werden. Bei jedem Ver schlussvorgang gelangen die Endteile eines Messers 21 unter die Rollen 11, welche in einem Abstand von der Welle 7 so angeordnet sind, dass sie das Messer nach auswärts drücken und in Berührung mit dem gleichzeitig unter dem Messer 21 anwesenden An schlagstab 20 bringen können, wobei das Messer durch die unter dem Druck der Federn 25 stehenden Rollen gegen den Anschlagstab gedrückt wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Anschlagstäbe 20 etwas versenkt unter der Oberfläche der Verschlusszonen angeordnet, was den Schneidevorgang erleichtert, in dem das Packungsblattmaterial bei seinem Abwärtsbewegen zum Anschlagstab 20 unter Einwirkung des Messers 21 und beim Verklemmtwerden längs der Kanten der Schlitze 16, 18 gleichzeitig mit dem Schneiden auch einer Spannung unterworfen wird. Bei der beschriebenen neuartigen Verschluss- und Abtrennvorrichtung ist es möglich, dem Messer eine Kippbewegung in der Messerebene auf sehr einfache Weise dadurch zu erteilen, dass die Rollen etwas versetzt zueinander in Drehrichtung der Rollen angeordnet werden. Die Messer oder die anschlagenden Stäbe 20 sind in diesem Fall passenderweise etwas gekrümmt ausgebildet, so dass ein Messer und ein Anschlagstab gegeneinander in einem Berührungspunkt anstossen, welcher sich infolge des Kippens des Messers kontinuierlich über die Verschlusstelle verschiebt. Die Erfindung ist natürlich nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel begrenzt, sondern es sind zahlreiche Abänderungen der Ausführungsform möglich, ohne den Erfindungsbereich zu verlassen. So können beispielsweise die Arme 9 mit festangebrachten Nokkenoberflächen anstatt mit Rollen 11 versehen werden. Ferner können die Walze 1 und die Anschlagstäbe 20 in der gleichen Art wie die Walze 2 und die Messer 21 nachgiebig gelagert sein. Ausserdem können in einigen Fällen die Walzen so angeordnet sein, dass sie eine hin- und hergehende Drehbewegung ausführen, eventuell in Verbindung mit einem Auseinanderbringen während der Rückwärtsbewegung der Walzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verschluss- und Schneidevorrichtung in Verpak kungsmaschmen zum Bewirken eines dichten Verschliessens und gleichzeitig damit auch eines Abtrennens der Packungen quer zur Förderrichtung derselben mittels zweier drehender Walzen, welche nachgiebig gegeneinander und gegen gegenüberliegende Seiten des Verpackungsblattmaterials gedrückt werden und Umhüllungsoberflächen aufweisen, welche dazu bestimmt sind, enge, wechselseitig zusammenarbeitende Verschlusszonen parallel zu den Achsen der Walzen auszubilden, wobei eine der beiden zusammenarbeitenden Zonen mit einem Messer und die andere mit einem Anschlagstab versehen ist, der eine rechtwinklig zum Messer gerichtete Gegenoberfläche aufweist, und sich beide Teile über die ganze Länge der Zonen erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Messer (21) und/oder die Anschlagstäbe (20)in radialen Schlitzen (16, 17, 18, 19) der Walzen (1, 2) gleitbar eingepasst und mit von den Endwänden der Walzen abragenden Endteilen versehen sind, welche sich im Augenblick des Abschneidens zur Berührung mit zwei Nockenoberflächen (11) bewegen und durch letztere radial nach auswärts gedrückt werden, wobei die Nockenoberflächen (11) im Gestell so gelagert sind, dass sie sich in einer rechtwinklig zur Tangentialebene der Walzen (1, 2) verlaufenden Richtung gegen den Druck der nachgiebigen Teile (24, 25) bewegen können.UNTERANSPRÜCHE 1. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Nockenoberflächen (11), welche mit den Endteilen eines Messers (21) oder eines Anschlagstabes (20) zusammenwirken, in der Drehrichtung der Walzen (1, 2) wechselseitig etwas versetzt sind, um den Messern und den Anschlagstäben beim Schneidevorgang eine Kippbewegung zu erteilen.2. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante der Messer (21) und der Anschlagstücke (20) in der Ebene der Schlitze etwas gekrümmt sind.3. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu einer Walze (1, 2) gehörenden Nockenoberflächen jeweils an einem federbelasteten Hebelarm (9) gelagert sind, wobei diese Hebelarme an einer parallel zu den Achsen (5, 7) der Walzen verlaufenden Welle (8) verschwenkbar gelagert sind.4. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Walzen an zwei federbelasteten Hebelarmen (6) gelagert ist, welche an der Welle (8) angelenkt sind, wobei an dieser Welle (8) auch die Hebelarme der zu dieser Walze gehörenden Nockenoberflächen angelenkt sind.5. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Endteile von allen Hebelarmen (6, 9) verlängert sind und nachgiebige Teile (24, 25) mit Mitteln zum Einstellen der Federstärke zwischen den verlängerten Teilen der Hebelarme und dem Gestell angebracht sind.6. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nokkenoberflächen aus frei drehbaren Rollen (11) beste hen, welche im Verhältnis zu den beiden Walzen (1, 2) exzentrisch gelagert sind.7. Verschluss- und Schneidevorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagstäbe (20) versenkt in den Schlitzen (16, 18) angeordnet sind.
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