CH398523A - Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen

Info

Publication number
CH398523A
CH398523A CH8224359A CH8224359A CH398523A CH 398523 A CH398523 A CH 398523A CH 8224359 A CH8224359 A CH 8224359A CH 8224359 A CH8224359 A CH 8224359A CH 398523 A CH398523 A CH 398523A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hydrogen
solution
electrolysis cell
aerolein
reaction
Prior art date
Application number
CH8224359A
Other languages
English (en)
Inventor
W Foreman Robert
S Szabo Lorraine
Veatch Franklin
Original Assignee
Standard Oil Co Ohio
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Oil Co Ohio filed Critical Standard Oil Co Ohio
Publication of CH398523A publication Critical patent/CH398523A/de

Links

Landscapes

  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Halogenhydränen       Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung von     Halogenhydrinen.    Gemäss der Erfin  dung     können        Halogenhydrine        vorteilhaft    und     wirt-          schaftlich    aus einer     a,ss-ungesättigten        Carbonylverbin-          dung,    wie z.

   B.     a,ss-ungesättigten        aliphatischen    Al  dehyden oder     Ketonen,    die     wenigstens    eine gewisse  Löslichkeit in Wasser aufweisen, hergestellt werden.  In einer besonderen     Ausführungsform    der     Erfindung     wird eine verdünnte     wässrige    Lösung eines     aliphati-          schen    ungesättigten Aldehyds und ein Halogenwasser  stoff elektrolytisch behandelt, wobei die entsprechen  den     Halogenhydrine    in hohen Ausbeuten gebildet  werden.

   Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist beson  ders     vorteilhaft    für die Herstellung von Halogen  hydrinen aus     Aerolein.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist nun da  durch gekennzeichnet, dass eine     wässrige    Lösung einer       a,ss-ungesättigten        Carbonylverbindung    der Einwirkung       eines        Gleichstroms        in    einer     Elektrolysenzelle        in     Gegenwart     wenigstens        einer    der Verbindungen Chlor  wasserstoff, Bromwasserstoff und Jodwasserstoff  unterworfen wird.

   Die     Zuführung    des Gleichstroms  erfolgt durch     kathodische    und     anodische    Elektroden,  die in der Lösung angeordnet sind oder in die Lö  sung tauchen. Ungesättigte     Carbonylverbindungen,    die       gemäss    der Erfindung behandelt werden     können,    sind  beispielsweise Aerolein,     Methacrolein,        Crotonaldehyd,          Methylvinylketon,        Mesityloxyd,        2-Cyclohexenon    und  dergleichen sowie     ihre    Homologen und analogen Ver  bindungen.

       Im    allgemeinen werden die niederen     ali-          phatischen        Carbonylverbindungen    mit 3-8 Kohlen  stoffatomen bevorzugt.     Alle        vorgenannten    Verbin  dungen sind mehr oder weniger wasserlöslich.  



  Zwar enthalten die vorstehend als Beispiele ge  nannten Verbindungen nur eine Doppelbindung, je  doch können natürlich auch Aldehyde oder     Ketone,       die     eine    grössere Zahl dieser Bindungen enthalten,  nach dem Verfahren gemäss der     Erfindung    behandelt  werden. Ferner     können    die Verbindungen einen oder  mehrere     Carbonylreste    enthalten.

   Ferner können in  den     aliphatischen    und/oder     alicyclischen    ungesättig  ten Verbindungen des oben genannten Typs verschie  dene     Alkyl-,        Aryl-    und/oder     Aralkylsubstituenten    an  stelle eines oder mehrerer Wasserstoffatome     direkt    an  die verschiedenen     Kohlenstoffatome    des Moleküls  gebunden sein.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung     kann    je  nach dem Ausgangsmaterial, dem gewünschten     Halo-          genhydrin    usw. unter sehr     unterschiedlichen    Bedin  gungen durchgeführt werden. Auf diese Variablen  wird nachstehend näher eingegangen unter besonde  rer Erwähnung ihrer     Auswirkungen    auf die elektro  chemische     Hydrohalogenierung    von Aerolein zur  Herstellung von     Glycerinmonohalogenhydrin        in    hohen  Ausbeuten.

   Natürlich wirkt sich eine Veränderung  der     Einflussgrössen    auch mehr oder weniger auf die  Wirksamkeit der elektrochemischen     Hydrohalogenie-          rung    der anderen Verbindungen der genannten Klas  sen aus.  



  Zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Er  findung wird gewöhnlich ein ungeteiltes Elektrolysen  gefäss verwendet, da der Erfolg des Verfahrens von  Reaktionen sowohl der Kathode als auch der Anode  abhängt. Auf die geteilten Zellen, die in den meisten       Elektrolyseprozessen    gebraucht werden, kann     somit     im Verfahren     gemäss    der     Erfindung    verzichtet wer  den.

   Die Beseitigung der zur Unterteilung     üblicher     Zellen verwendeten Membrane ist     vorteilhaft,    da hier  durch der Zellenwiderstand     gesenkt    und demzufolge  der Stromverbrauch geringer     wird.    Sowohl die Ka  thode als auch die Anode können aus jedem elek  trisch leitenden Material hergestellt werden, das      gegenüber den     Reaktionsteilnehmern    und den Reak  tionsprodukten     inert    ist.

   Geeignet zur Herstellung der  Kathode sind beispielsweise Cadmium,     Zink,        Zinn,     Eisen, Blei, Quecksilber oder Legierungen dieser  Metalle.     Cadmium    wird als     Material    für die Kathode  bevorzugt, da es anscheinend die besten Resultate  ergibt. Die Anode kann     zweckmässig    aus     Materialien     wie Kohle, Graphit, Platin und dergleichen hergestellt  werden, die durch die Reaktionsbedingungen nicht  nennenswert     beeinträchtigt    werden.  



  Vorzugsweise sollte die Nutzfläche der Kathoden  und Anoden gleich sein, jedoch ist es auch möglich,  Kathoden und Anoden mit unterschiedlichen Nutz  flächen zu verwenden. Zur Erzielung     maximaler     Stromausnutzung ist es     vorteilhaft,    wenn die Katho  den- und     Anodenflächen    sich gegenüberstehen. Dies  kann leicht erreicht werden, indem flache Platten als  Elektroden gebraucht werden. Wenn die Vorrichtung  mehr als eine Zelle enthält, sind die Elektroden nor  malerweise so angeordnet, dass die Abstände zwischen  Anode und     Kathode    der     jeweiligen    Zellen im wesent  lichen gleich sind.  



       In        einer        Ausführungsform    des     Verfahrens    gemäss  der     Erfindung    besteht die verwendete     Elektrolysen-          zelle    aus einer     Vielzahl    von Platten;

   die als Kathoden  und Anoden dienen und     abwechselnd    so angeordnet  sind, dass sie eine     Lamellenstruktur    bilden, die eine       Vielzahl    von aus Kathode und Anode bestehenden       Einzelzellen        enthält.    Zwischen den verschiedenen  Platten sind geeignete Dichtungen     angeordnet,    um  Auslaufen des     Materials    in der Zelle zu verhindern:

    Alle Platten     mit        Ausnahme    der Endplatten sind     mit          Öffnungen    versehen, so dass die in     die-Vorrichtung     eingeführte Lösung der     Reaktionsteilnehmer    nachein  ander durch die verschiedenen Zellen strömt. Es ist  auch     möglich,    die     Reaktionsteilnehmer    gesondert und  an verschiedenen- Stellen in.     die-        Vorrichtung-        einzu*     führen.  



  Es ist für den Fachmann leicht ersichtlich,     dä'ss     die     Zahl    der Zellen, die in der gleichen     Vörricfitüng          vorhanden        sein    können, unbegrenzt ist und- die     Zähl     und' die Abmessung dieser Zellen     hauptsäcfilich    von  der Höhe des gewünschten Durchsatzes     abhängt.     Auch die Stromdichten können     innerhalb        verfiältnis=          mässig    weiter Grenzen     liegen,        ohne    dass- der Reak  tionsablauf nachteilig beeinflusst wird.

   Allgemein kann  gesagt werden, dass die     Stromdichte    im     Bbreich    zwi  schen 1,08 und-' 108     A/dm2        liegen.        sollte,    wobei ein  Bereich von 3 bis 54     A/dm2        bevorzugt'wird.    Die opti  male Stromdichte ist verschieden, je nach     denArbeits-          bedingungen,    z.

   B. dem zu     behandelnden        Einsatz=          material,    den     angewendeten        Konzentrationen;        Arbeits=          temperaturen    usw.

   Beim Anfahren des Prozesses oder  zu anderen Zeiten kann es     vorteilhaft-sein,    die Polari  tät der     Elektrodon    kurzzeitig     umzukehren,    da     dies    die  Aktivität der Zelle zu verbessern     scheint.    Der Mecha  nismus, durch den die     Umpolarisierungleine'Vcrbesse=     rang der     Aktivität-    der' Zelle     bewirkt,        ist;

          unbekannt     jedoch- ist die     Theorie    angesichts der     tatsächlich,    er=    zielten     Ergebnisse        unwichtig    für das Verfahren gemäss  der     Erfindung.     



  Zwar wird das Verfahren gemäss der     Erfindung     vorzugsweise     kontinuierlich    durchgeführt, jedoch ist  auch     Chargenbetrieb    möglich und in den Rahmen der  Erfindung einbezogen. Bei kontinuierlicher     Durch-          führung    des Verfahrens darf die Konzentration des       a,/i-ungesättigten    Aldehyds in der     wässrigen    Lösung,  die in die     Elektrolysenzelle    eingeführt     wird,    natürlich  nicht die Löslichkeit des Aldehyds in der Elektrolyt  lösung übersteigen.

       Im    Falle von Aerolein     liegt    dem  zufolge die obere Grenze über 20 %. Häufig ist es  jedoch erwünscht, bei niedrigeren Konzentrationen,       wie    etwa-     0,0i:    bis     etwa-10    %, zu arbeiten: Als- Halo  gene. eignen sich Chlor, Brom oder Jod oder deren  Gemische, wobei Brom bevorzugt wird.

   Fluor bildet  unter den Bedingungen des Verfahrens gemäss der  Erfindung kein     Fluorhydrin,    aber seine Anwesenheit  wird-nicht ausgeschlossen, da es in Mischung mit den  geeigneten Halogenen vorliegen kann.     Gewöhnlich     wird das     Halogen    in Form einer     wässrigen        Lösung          seinesWasserstoffderivats,    das     heisst    als     Halogenwas-          serstoff,    in das     Reaktionsgemisch    eingeführt.

   Als Er  gänzungsquelle für das Halogen können lösliche       Halogenidsalze    verwendet werden: Ebenso können  andere     Elektrolyte        gebraucht    werden, um- die     Leit=          fähigkeit'    der-,     Elektroiytiösung    zu! erhöhen.

   Der     Halo-          genwasserstoff-        muss;    allgemein gesagt;     wenigstens:    in       ausreichender,    Menge,     vorhanden    sein, um den ge  samten     anwesendenT        Aldehyd,    in- das- Monohalogen=       Hyärin-        umzuwandeln,    wobei es gewöhnlich-     zweck:.     mässig ist;

   den'     Hälögenwasserstoff'    in     überschuss    zu       verwenden;    da     gewöhnlich    eine gewisse     Dihalogen=          hydrinbildungj        stattfindet.    Da- das-     Verfahren,    gemäss  den     Erffndüng-in    einem sauren.

   Medium     durchgeführt     werden muss; wird     durch    die     Einführung    des, Halo=       genwasserstoffs-    sichergestellt, dass der     pH-Wert.    der       Zelle    unter<B>7,</B>     blbibt;     Die Temperatur, bei der das;

       Verfahren-        durchs          geführt'wird;    ist     nichtkritisch;    jedoch werden     gewöhn-          ]Ich;        Temperaturen:        unterhalb    des     Siedepunktes-    des       umzusetzenden        Aldehyds    oder     Ketons-bevorzugt;    so       dass:    die     Anwendung    von- Druck     vermieden    wird.

   Es  ist     jedoch-auch-möglich,        das@Verfahren    bei. überatmo  sphärischen Drucken     durchzuführen;    die     von-der        Ers          findüng    nicht     ausgeschlossen    sind.  



  Die     gewünschten    Produkte des Verfahrens     sind     Mono=- und     Dihalogenhydrine:        In        den        meisten    Fällen  wird' eine:     geriiige@    Menge eines Nebenprodukts erhal  ten;

   das-     gewöhnlich        in        Form    des gesättigten     Derivats     des     ungesättigteniAusgangsmatenals        anfällt.    Beispiels  weise,     werden    im Falle von Aerolein     Propionaldehyd     und     Propanol        alss        Nebenprodukte    gebildet Die     Vers          fahrensprodtikte        können    aus; der -     wässrigen    :

       Elektrol          l@tlösung   <B>-</B>auf übliche Weise; z. B: durch     Destillation     oder.     Extr-aktiön=        mit,        Lösungsmitteln;        abgetrennt.-    wer  den.

   Nicht     umgesetzte    Ausgangsstoffe, das heisst- die       Cärbonylverbindung    und der     Halogenwasserstoff,     können     zurückgewonnen    und in, die     Elektrolysanzelle          zurückgeführt        werden:    Die- im,     Verfahren=        gebildeten         Mono-     und.        Dihalogenhydrine        können:

      nach     Abtren-          nung    auf übliche Weise zum-     entsprechenden        Polyol          hydrolysiert    werden, z: B: durch     Erhitzen        in-    Gegen  wart von Oxyden;     Hydroyden,        Carbonaten-    und:     Bi-          earbonaten    der     Erdalkalien    oder     Alkalimetalle,    z.- B.

         Sodaasche,    Kalk,     Kalkstein    und     Natriumhydroxyd:     Bei Verwendung von     Aerolein    als     Ausgangsmaterial     wird Glycerin als Produkt der- Hydrolyse     erhalten..     



  Bei der Herstellung der     halogenierten    organischen       Hydroxyverbindungen    gemäss der Erfindung- ist das  reine Ergebnis der Wechselwirkung der     drei    reagie  renden Stoffe, das heisst des ungesättigten Aldehyds  oder     Ketons,    des Halogenwasserstoffs und des Was  sers,

   unter dem Einfluss des Gleichstroms die An  lagerung eines     Hydroxyradikals    und eines     Halögen-          atoms    oder von zwei Halogenatomen an die     olefi-          nische    Bindung des Ausgangsstoffs unter Bildung  einer     halogenierten    organischen     Hydroxyverbindung     oder einer     halogenierten        Carbonylverbindung.    Es       wird    angenommen, dass diese     Hydrohalogenierung     oder     Halogenierung    an oder dicht bei der Anode er  folgt.

   Gleichzeitig wird- anscheinend die an den orga  nischen Ausgangsstoff gebundene Aldehyd- oder       Ketongruppe    an oder dicht bei der Kathode reduziert.  Die Kathoden- und Anodenreaktionen scheinen  gleichzeitig stattzufinden, jedoch ist es     unwesentlich     für die Erfindung, ob sie gleichzeitig oder nachein  ander ablaufen. Es ist durchaus     möglich,    dass ver  schiedene Zwischenreaktionen     einschliesslich    der Bil  dung einer     unterhalogenigen    Säure der     Bildung    der  Endprodukte vorangehen.

   Welche Reaktionen in der  Zelle ablaufen, ist jedoch zur Zeit noch nicht endgül  tig     bekannt.    Die hier aufgestellte Hypothese     bezüglich     des Reaktionsablaufs ist daher in keiner Weise als  Begrenzung der     Erfindung    anzusehen.  



  Der hier gebrauchte Ausdruck  Stromausbeute   bedeutet das Verhältnis der     Elektrizitätsmenge,    die  theoretisch für die Zahl der     Mole    der umgewandelten  Substanz     erforderlich.    ist, zur     tatsächlich    verbrauch  ten Elektrizitätsmenge. Bei der     Hydrohalogemerung     von ungesättigten Aldehyden und     Ketonen    gemäss der  Erfindung werden theoretisch     mindestens    2.     Faraday     zur Bildung eines     Mols        Halogenhydrin.    gebraucht..  



  In den Versuchen, die     in    den     folgendenBeispielen     beschrieben werden, wurde eine     Elektrolysenzelle    der  vorstehend beschriebenen     Lamellenkonstruktion    ver  wendet.

   Sie     bestand-    aus 6 rechteckigen Platten von  70 X 203     mm:    Zur Trennung der Platten diente eine  Gummidichtung von 3,2     mm:        Die-        Elektrodennutz=          fläche    jeder Plattenseite     betrug    90,3     em2:    Da zwei  Aussenseiten der Platten nicht verfügbar sind; hatte  die Vorrichtung insgesamt eine     Elektrodennutzäläche     von 903     cm2:    Zur     kontinuierlichen        Einführung    des  Einsatzes in die Vorrichtung wurde ein Vorratsbehäl  ter     mit    Pumpe verwendet.

   Die Reaktionsprodukte  wurden durch     eine    Pumpe     kontinuierlich    in     einer     Menge abgezogen, die der zugeführten Menge der  Einsatzstoffe entsprach. Die Vorrichtung war in allen  Versuchen die gleiche, jedoch wurden in gewissen         FällinT        Käthoden:        und?        Anoden    aus anderem     Material          verwendet=..     



       Beispiel   <I>1</I>  In, einem     Elektrolyseur,    der mit Kathoden     aus     Cadmiums und Anoden-     aus-        Graphit.    versehen war;       wurde    eine 0,5n Lösung von     Bromwasserstoff;    die       2'%        Cd-t2.        enthielt,    und der- Aerolein langsam     zw          gesetzt'warde,        in:    einer-Menge von.     375-cm?/min    ein  geführt-. -Strom     von:

      einer     Dichte-    von<B>10-8</B>     A/dm2    und  einer Spannung, von etwa 2,7 V wurde durch die-     ein-          zelnen    Zellen des     Elektrolyseurs    geleitet. Die.

   Reak  tion wurde etwa 1,5 Stunden durchgeführt.     In    dieser  Zeit wurden insgesamt etwa 0,24     Mol    Aerolein und  0;42 -     Mo1@Bromwasserstoffsäure--        eirlgefülirt.        Insgesamt          1f,1:8        Faraday-Strom    wurden'     durch=    die.     Lösung-gelei=          tet:Die        Temperatur-wurde-während-    der     Reaktion-    bei  etwa     40 --    gehalten:

   Die     Analyse-    der erhaltenen     Lö-          sung@    ergab; dass- sie. überwiegend     Glycerinmono-    und       -dibromhydrine    enthielt: Die Umwandlung des     Acro-          Leins-    in brauchbare Produkte-betrug     93;;4:%,.        die    Aus  beute an     Mönos    und     Dibromhydringemiseh-        80%.          Eine--    weitere- Ausbeute     voir    20<I>%v</I> wurde in- Form     _    von       Propionaldehyd:

  uffd-n-Propanol-erhalten.    Die     Strom-          ausbeute    in-     der_-Umwandlung,    von,     Acrolein        in        Brom-          hydrine        betrug--30.,4-%:-          Beispiel:

     <I>2</I>  In     eine-        Vorrichtung,.        die        mit    Kathoden- aus     Cad-          mium-und-Anoden-ans    Graphit versehen war, wurde  eine 0,5n Lösung von     @Cfilorwasserstoff,        der        Aerolein     langsam..     zugegeben    wurde; in einer- Menge von       37:5        cm3/min        eingeführt..    Ein- Strom einer Dichte:

   von  10;8     A/dm2-    und     einer-        Spannung-    von etwa     3,6-e    V  wurde durch die     einzelnen    Zellen der Vorrichtung  geleitet. Die Reaktion wurde etwa 1 Stunde und 40  Minuten durchgeführt.     In    dieser Zeit     wurden    ins  gesamt etwa 0;23     Mol        Acrolein-und        0,41-Mol        Chlor=          wasserstoffsäure    eingeführt:.     Insgesamt    wurde 1,0       Faraday    durch. die Lösung geleitet.

   Die Temperatur  wurde- während der     Reaktion    bei etwa 45  gehalten.  Die Analyse der erhaltenen- Lösung ergab, dass sie  überwiegend     Glycerinmono=    und     -dichlorhydrine    ent  hielt:.- Der     Umsatz--    des     Aeroleins:    betrug. 9'6;3%, die  Ausbeute an Mono- und-     Dichlorhydringemisch    42 %.  Eine weitere Ausbeute- von 14 515 wurde in     Form.    von       Propionaldehyd    und     n=Propanol:    erhalten.

   Die Strom  ausbeute in der-     Umwandlung:    von.     Acroleinr    in       Chlorhydrine        betrug-19:%:     <I>Beispiel. 3'</I>  In     eine-    Vorrichtung, in der= Kathoden aus     Zink     und Anoden aus Graphit verwendet wurden, wurde  eine 2n Lösung von Bromwasserstoff, der     Aerolein     langsam- zugegeben wurde, in, einer Menge- von  375     cm-3/min:        eingeführt.    Strom einer Dichte von       4;54r        A/dm2'    und,     einer        Spannung    von 2;

  5V wurde  durch die     einzelnen    Zellen. der Vorrichtung- geleitet.  Die Reaktion wurde etwa 1,25 Stunden durchgeführt.  In dieser     Zeit    wurden insgesamt etwa 0,32     Mol    Acro-           lein    und 0,23     Mol        Bromwasserstoffsäure        eingeführt.          Insgesamt    0,95     Faraday    wurden durch die Lösung  geleitet. Die Temperatur wurde während der Reak  tion bei etwa 25  gehalten.

   Die Analyse der     erhälte-          nen    Lösung ergab, dass sie überwiegend     Glycerin-          mono-    und     -dibromhydrine    enthielt. Der Umsatz des  Aeroleins betrug 89,5 %, die Ausbeute an Mono- und       Dibromhydringemisch    42,6%. Eine     zusätzliche    Aus  beute von 6,3 % wurde in Form von     Propionaldehyd     und     Allylalkohol    erhalten. Die Stromausbeute in der       Umwandlung    von Aerolein in     Bromhydrine        betrug     <B>25,3%.</B>  



       Beispiel   <I>4</I>       In    eine Vorrichtung, die     mit        Cadmiumkathoden     und     Graphitanoden    versehen war,     wurde    eine 0,5n  Lösung von     Wasserstoffjodid,    der     Acroleiri    langsam  zugegeben wurde, in einer Menge von<B>375</B>     cm3/min          eingeführt.    Durch die     einzelnen    Zellen der     Vorrich-          tung    wurde ein Strom einer Dichte von 4,32     A/dm2     und einer Spannung von etwa 2 V geleitet.

   Die Reak  tion wurde etwa eine Stunde durchgeführt.     In    dieser  Zeit wurden     insgesamt    etwa 0,29     Mol        Aerolein    und  0,10     Mol        Jodwasserstoffsäure        eingeführt.        Insgesamt     0,75     Faraday    wurden durch die Lösung geleitet. Die  Temperatur wurde während der Reaktion bei etwa  36  gehalten. Die     Analyse    der gebildeten Lösung er  gab, dass sie überwiegend     Glycerinmono-    und     -dijod-          hydrine    enthielt.

   Der Umsatz des     Aeroleins    betrug  84,8 %, die Ausbeute an Mono- und     Dijodhydrin-          gemisch    62 %. Eine     zusätzliche    Ausbeute von etwa  20 % wurde in Form von     Propionaldehyd    und     Allyl-          alkohol    erhalten. Die Stromausbeute in der Umwand  lung von     Aerolein    in     Jodhydrine        betrug    41,3 %.  



  <I>Beispiel S</I>       In    eine Vorrichtung, die mit     Cadmiumkathoden     und     Graphitanoden    versehen     war,        wurde    eine 0,6n  Lösung von Bromwasserstoff, der     Methacrolein    lang  sam zugegeben wurde, in einer Menge von 760     cm3/     min eingeführt. Durch die     einzelnen    Zellen der Vor  richtung wurde Strom einer Dichte von 10,8     A/dm2     und einer     Spannung    von etwa 3,2 V geleitet.

   Die       Reaktion        wurde    etwa 1,25 Stunden durchgeführt.     In     dieser Zeit wurden     insgesamt    etwa 0,17     Mol        Meth-          acrolein    und 0,25     Mol        Bromwasserstoffsäure        ein-          geführt.        Insgesamt    0.,93     Faraday    wurden durch die  Lösung geleitet. Die Temperatur wurde     während    der       Reaktion    bei etwa 33  gehalten.

   Die Umwandlung  des     Methacroleins    in     Bromhydrine    betrug 78,7 %. Die  Stromausbeute in der Umwandlung von     Methacrolein          in    die entsprechenden     Bromhydrine    betrug 29,2 %.

    <I>Beispiel 6</I>       In    eine Vorrichtung, die mit     Cadmiumkathoden     und     Graphitanoden    versehen     war,        wurde        eine    0,65n       Bromwasserstofflösung,    der     Crotonaldehyd        allmählich     zugegeben wurde, in einer Menge von 760     cm-3/min       eingeführt. Durch die     einzelnen    Zellen der Vorrich  tung     wurde    ein Strom einer Dichte von 10,8     A/dm2     und einer Spannung von etwa 2,9 V geleitet.

   Die  Reaktion     wurde    etwa 1,25 Stunden     durchgeführt.    In  dieser Zeit wurden insgesamt etwa 0,20     Mol        Croton-          aldehyd    und 0,23     Mol        Bromwasserstoffsäure        ein-          geführt.    Die durch die Lösung geleitete     Strommenge     betrug     insgesamt    0,93     Faraday.    Die Temperatur       wurde        während    der Reaktion bei etwa<B>33'</B> gehalten.

    Der Umsatz des     Crotonaldehyds    zu den entsprechen  den     Bromhydrinen    betrug 29,8 %, die Stromausbeute  für diese Umwandlung     19,2%.     



       Natürlich    können     Änderungen    in der Stromdichte,       Elektrolytkonzentration,        Elektrodenzusammensetzung     und dergleichen vorgenommen werden,     ohne    von der  Erfindung abzuweichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Lösung einer a,ss-ungesättigten Carbonylverbindung der Ein wirkung eines Gleichstroms in einer Elektrolysenzelle in Gegenwart wenigstens einer der Verbindungen Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff und Jodwasserstoff unterworfen wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Carbonylverbindung ein Al dehyd oder Keton verwendet wird, das 3 bis 8 Koh- lenstoffatome im Molekül enthält und wenigstens an der a,ss-Bindung ungesättigt ist. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass Aerolein als Carbonylverbindung verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass eine nicht unterteilte Elektrolysen zelle verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Anodenoberfläche der Elektro- lysenzelle Cadmium enthält. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kathodenoberfläche der Elek- trolysenzellen Graphit enthält. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch zur Herstel lung von Glycerinhalogenhydrinen, dadurch gekenn zeichnet, dass eine wässrige Acroleinlösung in Gegen wart wenigstens einer der Verbindungen Chlorwasser stoff, Bromwasserstoff und Jodwasserstoff der Ein wirkung eines Gleichstroms in einer nicht unterteilten Elektrolysenzelle unterworfen wird, in der die Katho- denoberfläche Cadmium und die Anodenoberfläche Graphit enthält. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass Bromwasserstoff anwesend ist.
CH8224359A 1958-12-29 1959-12-23 Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen CH398523A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US78317558A 1958-12-29 1958-12-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH398523A true CH398523A (de) 1966-03-15

Family

ID=25128413

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH8224359A CH398523A (de) 1958-12-29 1959-12-23 Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH398523A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0989206B1 (de) Elektrolysezelle und deren Verwendung
DE3704915A1 (de) Elektrochemisches verfahren zum austausch von halogenatomen in einer organischen verbindung
DE2949379C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Glyoxalsäure durch Oxidation von Glyoxal
DE2260771B2 (de) Verfahren zur herstellung von alkalihydroxid und chlor oder wasserstoff und chlor durch elektrolyse
DE3143304A1 (de) Verfahren zum betreiben einer elektrolytischen zelle
DE2240731C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure
EP0308838B1 (de) Verfahren zur Herstellung von fluorierten Acrylsäuren und ihren Derivaten
EP0064154B1 (de) Verfahren zur Herstellung von blauen Eisenhexacyanoferrat-III-Pigmenten
CH653710A5 (de) Verfahren zur herstellung von blauen eisenhexacyanoferrat-iii-pigmenten.
CH398523A (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen
DE4029068A1 (de) Verfahren zur herstellung von halogenierten acrylsaeuren
DE2952646A1 (de) Verfahren zur elektrolyse einer waessrigen alkalimetallchloridloesung
DE1109158B (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen
EP0326855B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Fluormalonsäure und ihren Derivaten
DE2419857A1 (de) Verfahren zur elektrolyse von alkalimetallchloriden
EP0198303B1 (de) Verfahren zur anodischen Oxidation von wasserlöslichen Leukotriphenylmethanfarbstoffverbindungen
DE69709055T2 (de) Verfahren zur herstellung von tetraalkyl 1,2,3,4-butantetracarboxylaten
DE69706668T2 (de) Verfahren zur herstellung von tetraalkyl 1,2,3,4-butantetracarboxylaten
EP0278219A2 (de) Verfahren zur Herstellung von (Poly)oxatetramethylendicarbonsäuren
DE2260658C2 (de)
DE2434921A1 (de) Verfahren und vorrichtungen zur elektrolyse ionisierbarer chemischer verbindungen
DE4318533A1 (de) Bipolare Elektrolysezelle
DE2065514C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Olefinoxiden
DE2505911A1 (de) Verfahren zur herstellung von diaceton- 2-ketogulonsaeure
DE194038C (de)