CH398675A - Selbstregelndes Führerbremsventil für Druckluftbremsanlagen von Schienenfahrzeugen - Google Patents

Selbstregelndes Führerbremsventil für Druckluftbremsanlagen von Schienenfahrzeugen

Info

Publication number
CH398675A
CH398675A CH619262A CH619262A CH398675A CH 398675 A CH398675 A CH 398675A CH 619262 A CH619262 A CH 619262A CH 619262 A CH619262 A CH 619262A CH 398675 A CH398675 A CH 398675A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
valve
filling
pressure
driver
piston
Prior art date
Application number
CH619262A
Other languages
English (en)
Inventor
Neubeck Karl Dipl Dr Phys
Keese Erwin
Riedel Walter
Wagner Erwin
Original Assignee
Westinghouse Bremsen Ges Mbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Bremsen Ges Mbh filed Critical Westinghouse Bremsen Ges Mbh
Publication of CH398675A publication Critical patent/CH398675A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/04Driver's valves
    • B60T15/048Controlling pressure brakes of railway vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description


  Selbstregelndes     Führerbremsventil    für     Druckluftbremsanlagen    von     Schienenfahrzeugen       Die Erfindung bezieht sich auf ein selbstregeln  des     Führerbremsventl    für     Druckluftbremsanlagen     von Schienenfahrzeugen, mit einem handbetätigten       Vorsteuerventil        und    einem Relaisventil, wobei das       Vorsteuerventil    entweder durch den von ihm selbst  geregelten Druck oder durch den vom Relaisventil  in die Hauptleitung eingesteuerten     Druck    selbstab  schliessend regelbar ist,

   bei dem ferner eine Einrich  tung zur Erzeugung     vorn        Hochdruckfüllstössen    und  eine     Einrichtung    für die     Niederdruckfüll-    und     An-          gleichperiode    vorgesehen ist.  



  Bei den bekannten     Ausführungsformen    selbstre  gelnder     Führerbremsventile    mit     Füllstosseinrichtung     wird der     Hauptluftleitungsdruck    durch ein Relais  ventil überwacht, das unter :

  dem Einfluss des     Unter-          schied#es        zwischen,    einem     Steuerdruck    und dem       Hauptluftleitungsdruck    steht, wobei der     Steuerdruck     für das Relaisventil durch Verstellen des Führerhe  bels an einem     Vorsteuerventil        kontinuierlich    ver  änderlich ist und wobei der vom     Vorsteuerventil     selbst     eingestellte    steuernde     Druck    dieses in die Ab  schlussstellung zurückführt.

   Bei     Führerbremsventilen     dieser Art sind Füllstoss- und     Angleicheinrichtungen     bekannt, welche in der     Füllstossstellung    und in der       Angleichstellung    durch direkte pneumatische Beein  flussung dies     Relaisventilkolbens    oder eines mit dem       Relaisventilkolben    gekuppelten zweiten Kolbens die       Hauptluftleitung    über einen grossen     Querschnitt    mit  der     Hauptluftbehälterleitung    verbunden und bei de  nen ein Zeitbehälter in Verbindung mit     einer    Aus  wahl von Düsen den zeitlichen Ablauf der     Hoch-       <RTI  

   ID="0001.0042">   druckfüllperiode    und der im Anschluss hieran einset  zenden     Niederdruckfüll    und     Angleichperiode,        beeinl          flusst,    derart,     dass    abhängig von der     Füllstossdauer,     der     Zeitbehältergrösse    und der Abmessungen der    Düsen: der während der     Hochdruckfüllperiode    und  teilweise auch während der     Niederdruckfüllperiode     erforderliche grosse     Füllquerschnitt    offen gehalten  wird.  



  Diese selbstregelnden     Führerbremsventile        mit          Füllstosseinrichtung    haben jedoch den Nachteil,     d:ass     bei einem vom     Fahrzeugführer        eingeleiteten    Füll  stoss- oder     Angleichvorgang    proportional hierzu der       Zeitbehälter    aufgefüllt wird und der     Zeitbehälter-          druck    im Anschluss an die     Hochdruckfüllperiode     auch während der     Niederdruckfüllperiode    und der       Angleichperiode    auf die den grossen Füllquerschnitt  steuernde 

  Kolbenfläche einwirken kann. Bei     einer          innerhalb    dieses Zeitraumes eventuell eintretenden  zugseitigen Notbremsung würde neben dem     Nach-          speisequerschnitt    auch der grosse     Füllquerschnitt    auf  gestossen, und die Wirksamkeit der Notbremsung er  heblich beeinträchtigt.  



  Ausserdem haben diese     selbstregelnden    Führer  bremsventile den Nachteil, dass während der vom  zweiten Relaiskolben gesteuerten     Angleichperiode    die,  Reibungen und eventuell     Seitenkräfte    des zweiten  Kolbens zu den bereits vorhandenen Reibungen     hin-          zuaddiert    werden, so     d:ass    die     Gesamtempfindlichkeit     des     Relaisventils    während der     Angleichperiod'e    erheb  lich verschlechtert wird.  



  Bei weiteren     bekannten        Ausführungsformen          selbstregelndier        Führerbremsventile    mit Füllstoss- und       Angleicheinrichtung    wird ebenfalls während der       Hochdruckfüllperiode    durch direkte pneumatische       Beeinflussung    eines mit dem     Relaisventilkolben        ge-          kuppelten    zweiten Kolbens und während der     Anf-          gleichperiode    durch direkte pneumatische Beeinflus  sung des     Relaisventilkolbens    die     

  Hauptluftleitung     über den grossen Querschnitt des     Relaisventils         mit der     Hauptluftbehälterleitung    verbunden, wobei  ebenso ein Zeitbehälter den Ablauf der     Angleich-          periode    steuert.  



  Bei     Führerbremsventilen    dieser Art     wird    vom  Fahrzeugführer manuell eine     Querschnittsverände-          rung    in der Weise vorgenommen, dass durch Ver  änderung der     Handgriffstellung    über Nocken     ein          Querschnittsschaltventil        betätigt        wird.    Dies hat den  Nachteil,

   dass entweder zu früh der grosse Füllquer  schnitt von der     Hauptluftleitung        abgetrennt    wird oder  aber der grosse Füllquerschnitt des     Querschnittsschalt-          ventils        während    der     Niederdruckfüllperiode    und An  gleichperiode geöffnet bleibt. Bei einer im     letzteren     Falle eintretenden     zugseitigen    Notbremsung wird über  grossen Querschnitt nachgespeist     unid    die     Wirksamkeit     der Notbremsung     erheb:lichbeeinträchtigt.     



  Es     sind    weiterhin selbstregelnde     Führerbremsven-          tile    für     Druckluftbremsanlagen    bekanntgeworden, bei  denen der vom Relaisventil gesteuerte Druck das       Vorsteuerventil    in die     Abschlussstellung    bringt.

   Bei       Führerbremsventilen    dieser Art sind Füllstoss- und       Angleicheinrichtungen    bekannt, die auf ein mit  den Regelgliedern des     Vorsteuerventils        gekuppeltes     Steuerglied einwirken, derart, dass die Regelungswir  kung des     Vorsteuerventils    pneumatisch über den  durch eine Feder vorgegebenen Regelbereich hinaus  während der Hochdruck- und     Niederdruckfüllperiode     erhöht     wird,

      wodurch das Füllventil des Relaisventils  in     Öffnungsstellung    gezwungen     wird    und     ausserdem     der das Steuerglied beeinflussende     Zeitbehälterdruck     gleichzeitig am Relaisventil auf ein den grossen Füll  querschnitt steuerndes Organ     einwirkt.     



  Diese selbstregelnden     Führerbremsventile        mit     Füllstoss- und     Angleichereinrichtung    haben ebenfalls  den Nachteil,     dass    der während der Hochdruck-,  Niederdruck- und     Angleichperiode    wirksame     Zeit-          behälterdruck    den     grossen    Füllquerschnitt geöffnet  hält, so d ass bei einer zugseitigen Notbremsung die       Wirksamkeit    der     Notbremsung    ebenfalls erheblich  beeinträchtigt wird.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe     zugrunde,    diese  Nachteile bekannter     selbstregelnder        Führerbremsven-          tile        zu    beseitigen und ein     selbstregelndes        Führer-          bremsventil    mit Füllstoss- und mit     Angleicheinrich-          tung    zu schaffen,

   das ausschliesslich     in    Abhängigkeit  von dem tatsächlichen Luftbedarf der     Hauptluftlei-          tung    und der     Hilfsluftbehälter    den grossen Füllquer  schnitt nach Beendigung der     Hochdruckfüllperiode     während der anschliessenden     Niederdiruckfüllperiode     automatisch schliesst und verriegelt, so dass gewähr  leistet ist,

       d-ass    der grosse     Füllquerschnitt    nur im un  bedingt notwendigen Zeitraum zum Füllen der       Hauptluftleitung    geöffnet ist und     während    der Nieder  druckfüllperiode und der     Angleichperiode    die     ,not-          wendige    Sicherheit gegen Nachspeisen über grossen  Querschnitt bei     zugseitiger    Notbremsung vorhanden  ist.  



       Erfindungsgemäss    wird die Aufgabe dadurch ge  löst, dass an der das Nachspeise- und das Füllventil  unterschiedlichen Querschnitts für die Hauptluftlei-         tung        steuernden    Ventilstange des Relaisventils eine  ausschliesslich während der     Hochdruckfüllperiode     pneumatisch oder mechanisch beeinflusste     Verriege-          lungseinrichtung    vorgesehen ist, mit     dieren        Hilfe    die  Ventilstange,

   ein     Öffnern    des     Nachspeiseventils    kleine  ren Querschnitts zulassend gegen ein Betätigen des  Füllventils grösseren     Querschnitts    ausserhalb der       Hochdruckfüllperiodie        verriegelbar    ist.  



  In weiterer Ausbildung dies Erfindungsgegenstan  des ist der vom     Hauptluftleitungsdruck    entgegen dem  vom     Vorsteuerventil    geregelten Steuerdruck     beauf-          schlagte    und die Höhe des Luftdrucks in der     Haupt-          luftleiiung    beeinflussende     Membrankolben    des Relais  ventils mittels     einer    Federkupplung kraftschlüssig mit  der Ventilstange verbunden.  



  Weiterhin ist dabei die     Verriegelungseinrichtung     auf der Mittelachse der Ventilstange angeordnet und  durch einen als     Füllstosskolben    wirkenden Membran  kolben mit Rohr steuerbar.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des       Erfindungsgegenstandes    im Mittelschnitt dargestellt.  Das     Führerbremsventil    'besteht aus einem Vorsteuer  ventil 1 und einem Relaisventil 2. Das Vorsteuer  ventil enthält einen Hohlstössel 3, der mittels eines  Handgriffes. 9 in bekannter Weise in Längsrichtung  bewegbar ist. Die Längsbohrung dies Stössels 3 ist  am oberen Ende     geschlossen,    am unteren Ende da  gegen als Sitz für     einen        Ventilkörper    4 ausgebildet  und steht über     Radiialbohrungen    5 mit einer den  Stössel 3 umgebenden Ringkammer 6 in ständiger  Verbindung.

   Am Stössel 3     befinden    sich Nocken 7,  8, 10, 11, die in Abhängigkeit der vom Handgriff 9       eingelegten        Stellungen    entweder ein federbelastetes       Angleichventil    12, ein federbelastetes     Füllstossventil     13, ein federbelastetes     Abschlussventil    14 oder ein  federbelastetes     Schnellbremsventil    15 'betätigen. Die  Betätigungsvorrichtung für das     Angleichventil    12  kann auch so gewählt werden, dass die Betätigung  über einen besonderen; vom Führerbremshebel unab  hängigen     Mechanismus    erfolgt.

   Die Ventilkammern  16 und 17     werden    bei betätigtem Ventil 12 bzw. 13  mit dem Raum 18, der durch seine Verbindungen  mit der Ringkammer 6     Haupthehälterdruck    hat, ver  bunden, bei nicht betätigtem Ventil von     ihm    ab  getrennt. Die Kammer 19 des     Abschlussventils    14  stellt die Verbindung zum     Nachspeiseventil    des       Relaisventils    dar und ist bei geöffnetem     Abschluss-          ventil    mit der     Hauptluftleitung    20 verbunden.

   Bei       geöffnetem        Schnellbremsventil    15 wird die Haupt  luftleitung 20 über grossen     Querschnitt    mit der Atmo  sphäre verbunden.  



  Der untere Teil des     @.        Vorsteuerventils    1 enthält  eine Membran 21, in der ein Ventilrohr 22 befestigt  ist, das auf einer     Seite    dichtend durch eine Trenn  wand 23 führt und das mit seinem als Ventilsitz  ausgebildeten     oberen    Ende unter der als Dichtfläche  dienenden     Grundfläche        dies    Ventilkörpers 4 liegt.  Am anderen Ende trägt das Ventilrohr 22 einen Kol  ben 24, der in .einer     Kolbenkammer    25 dichtend       geführt    ist. Eine Feder 26 mit veränderbarer Vor-           spannurig    sucht die Membran 21 in Richtung auf  dien Ventilkörper 4 zu drücken.

   Die Federkammer 27  ist mit     einer    Entlüftungsbohrung des     Ventilrohres    22  und mit der Atmosphäre verbunden. Zur Verände  rung der     Vorspannung    der Feder 26 dient eine Stell  schraube 28. Die Kammer 16 des     Füllstossventils     13 ist     urigedrosselt        mit    einer Kammer des Relais  ventils 2     und    die Kammer 17 des     Angleichventils,    12  über eine Drossel 29 mit einem     Zeitbehälter    30 ver  bunden. Der     Zeitbehälter    30 steht mit der Kolben  kammer 25 in Verbindung.

   Zur zeitabhängigen Ent  lüftung der Kolbenkammer 25, des Zeitbehälters 30  und damit zum zeitabhängigen Angleichen einer über  ladenen Hauptleitung an den Regeldruck dient eine  im Federteller 31     befindliche    Düse 32, die über die  Kammer 27 ins Freie führt.  



  Das Relaisventil 2 enthält eine mit einem Kolben  33 durch eine Feder 34 verbundene Ventilstange 35,  die auf der einen Seite durch eine mit Anschlägen  36 versehene Gehäusewand 37     hindurchgeführt    ist       und    mit ihrem als     Ventilsitz        ausgebildeten    oberen  Ende unter der als Dichtfläche dienenden Grund  fläche des federbelasteten     Nachspeiseventils    38     liegt.     In axialer Verlängerung des     Nachspeiseventils    38 be  findet sich ein     druckentlastetes        Füllventil    grossen  Querschnitts 39.

   Die Kammern 40 und 41 sind     stän-          dig    mit dem     Hauptluftbehälter,    die Kammer 42 über  grossen Querschnitt direkt und die Kammer 43 über  das     Abschlussventil    14 des     Vorsteuerventils    1 mit der       Hauptluftleitung    20 verbunden. Der in der Kammer  43 über das     Abschlussventil    14 von der Hauptluft  le:itung     anstehende    Druck kann über die hohlen Ven  tilkörper des     Nachspeiseventils    38 und des Füllven  tils 39 in der Entlüftungsstellung des     Relaisventils     ins Freie entweichen.

   Die Membran 33 steht     in    der  Kammer 44, an die     ein,        Ausgleichbehälter    45 an  geschlossen ist,     unter    dem     Einfluss    des vom Vor  steuerventil 1 vorgegebenen Steuerdruckes und in der  Kammer 46 unter dem Einfluss des über eine Düse  47 von der     Hauptluftleitung    20 zugeführten Regel  druckes.  



  Das untere Ende der Ventilstangen 35 ist     mit    einer  Eindrehung 48 versehen, in die die Kugeln 49 der       Verriegelungseinrichtung    eingreifen können. Gelagert  sind die Kugeln 49 im Gehäuse 50, wodurch     eine     axiale Verschiebung der Kugeln, wie sie die     Ventil-          stange    35 ausführen kann, verhindert wird. Ein mit  einer Membran 51 verbundenes Rohr 52 ist am  oberen Ende mit einer Verdickung 53 versehen,  durch die die Kugeln 49 am seitlichen Heraussprin  gen aus der Eindrehung 48 der Ventilstange 35 gehin  dert werden, solange der Raum 54 drucklos ist und  eine Druckfeder 55 die Membran 51 und, das Rohr  52 in die äussere Endlage gegen den Gehäuseanschlag  56 zwingt.

   Die Eindrehung 48 in der Ventilstange  35 ist in ihrer Länge so bemessen, dass bei wirksa  mer     Verriegelungseinrichtung    die Ventilstange 35 nur  einen zum Öffnen des     Nachspeiseventils    38 und zum  Entlüften der Kammer 43 erforderlichen Hub ausfüh  ren kann. Die Kammer 54 des Relaisventils 2 steht    ausschliesslich in der     Füllstossstellung    über das geöff  nete     Füllstossventil    13 des     Vorsteuerventils    1     mit    dem  Hauptbehälter in Verbindung. In jeder     anderen          Handgriffstellung    wird die Kammer 54 durch eine  Bohrung im     Füllstossventil    13 entlüftet gehalten.  



  Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Ein  richtung ist wie folgt:  In der Ruhelage befinden sich alle beweglichen       Teile    in den gezeichneten     Stellungen.     



  Zum Lösen der Bremsen mittels     Füllstoss    gelangt  beim Drehen des Handgriffes 9     in    die     Füllstossstellung     die     Nocke    7 unter den Stössel des     Füllstossventils     13 und öffnet dieses entgegen der Federkraft. Der  in der     Kammer    18     anstehende,    über die Ringkam  mer 6 vom     Hauptluftbehälter        zugeführte    Druck ge  langt in die Kammer 54 des Relaisventils 2.

   Die  Membran 51 und das, Rohr 52 bewegt sich gegen  die Kraft der Feder 55 nach oben, so dass zuerst die  am Rohr 52 befindliche Verdickung 53 von den  Kugeln 49 geschoben wird und erst dann das Rohr  kraftschlüssig an der Ventilstange 35 zur Anlage  kommt. Bei diesem Bewegungsvorgang werden die  Kugeln 49 aus der an der Ventilstange 35 befindli  chen Eindrehung 48 ausgehoben, da das Rohr 52  den     erforderlichen    Spielraum freigibt. Die Ventil  stange wird so weit nach oben bewegt, bis der Kol  ben 33 an den Gehäuseanschlägen 36 zur Anlage  kommt und dabei sowohl das     Nachspeiseventil    38  als auch das Füllventil 39 gegen die Kraft ihrer  Federn geöffnet wurde.  



  Gleichzeitig wurde bei der Betätigung des Hand  griffes, 9 in bekannter Weise wegabhängig das     Ein-          und        Auslassventil    4 des     Vorsteuerventils    1 so ge  steuert, dass die Kammer 44 des Relaisventils 2     und,     der     Ausgleichbehälter    45 mit Steuerdruck     beauf-          schlagt    werden.  



  Bei der Betätigung des Handgriffes 9 gelangt  ausserdem die     Nocke    8 unter den Stössel des     An-          gleichventils    12 und öffnet diesen gegen die Kraft  einer Feder. Der in der Kammer 18 anstehende       Hauptbehälterdruck    gelangt über eine     Drosselstelle     29 vorbereitend für die der     Hochdruckfüllperiode     nachfolgende     Niederdruckfüllperiode    oder die An  gleichperiode in den Zeitbehälter 30 und von dort       in:    die Kolbenkammer 25, in der ein mit dem Ventil  rohr 22 und der Membran 21 verbundener Kolben  24 dichtend     geführt    wird.

   Der Kolben 24 und die       Ventilstange    22 werden nach oben bewegt und das       Einlassventil    4 geöffnet, wodurch die Regelungswir  kung pneumatisch über den durch die Feder 26  vorgegebenen Regelbereich -erhöht wird und damit       erhöhter        Steuerdruck    für die     Niederdruckfüll-    und       Angleichperiode    in die Kammer 44 des     Relaisven-          tils    2 und in den     Ausgleichbehälter    45 gelangt.  



  Bei     Beendigung    der     Hochdruckfüllperiode    wird  der     Handgriff    9 dies     Vorsteuerventils    1 aus der     Füll-          stossstellung        herausbewegt.    Die Kammer 54 des     Re-          laisventils    2 wird über die Bohrung des Füllstoss  ventils 13 entlüftet.

   Die auf die Membran 51 und  das Rohr 52 des Relaisventils     einwirkende    Feder 55      bewegt den Kolbensatz 51/52 in Richtung zum Ge  häuseanschlag 56 so weit, bis die am Rohr 52     dar-          gestellte    Verdickung 53 an den Kugeln 49, die wäh  rend der     Hochdruckfüllperiode    aus der Eindrehung  48 der Ventilstange 35 seitlich ausgehoben :sind und  auf dem äusseren     Ventilstangendürchmesser        ruhen,     zur Anlage kommt.

   Ausschliesslich in     Abhänigkeit     vom sinkenden Luftbedarf der     Hauptluftleitung    und  der     Hilfsluftbehälter        führt    die Ventilstange 35 eine  langsame Bewegung nach unten, also im     Schliesssinn     der Ventile 38 und 39, aus, da     bei    sinkendem Luft  bedarf der über die     Drosselstelle    47 auf die Membran  33     einwirkende    Hauptleitungsdruck langsam ansteigt.  Die Kugeln 49 der     Verriegelungseinrichtung    greifen  in :dem Augenblick in die Eindrehung 48 der Ventil  stange 35 ein, wenn das Füllventil 39 bei der Ab  wärtsbewegung der Ventilstange geschlossen ist.

   Die  Feder 55 bewegt das Ventilrohr 52 und die Mem  bran 51 gegen den Gehäuseanschlag 56, so dass die  Verdickung 53 die Kugeln 49 umschliesst und gegen  erneutes Herausspringen sichert. Hierdurch ist sicher  gestellt, dass bei einer auftretenden zugseitigen Not  bremse nunmehr die Ventilstange 35 nur eine Bewe  gung entsprechend der Länge der Eindrehung 48 aus  führen kann und     ein    Nachspeisen über den grossen  Querschnitt des Füllventils verhindert wird.  



  Bei einer eintretenden zugseitigen     Notbremse    wird  die Kammer 43 des Relaisventils direkt und die  Kammer 46 über die Bohrung 47 über die Haupt  luftleitung mit der Atmosphäre verbunden und beide  Räume annähernd drucklos. Der     in,    der Kammer 44  vorhandene Steuerdruck bewegt den     Membrankolben     33     in        Richtung    zum Anschlag 46.

   Bei diesem Bewe  gungsvorgang     wird    die Ventilstange 35 so     weit    mit  genommen, bis das     Nachspeiseventil    38 geöffnet ist  und     dann    die     Verriegelungseinrichtung    eine weitere  Bewegung der     Ventilstange    verhindert.     Jetzt        wird    die  Druckfeder 34 so weit zusammengedrückt, bis der       Membrankolben    33 am     Gehäuseanschlag    46 zur An  lage kommt.

   Durch die Druckfeder 34 ist sicher  gestellt,     d'ass    bei einer zugseitigen Notbremse     nicht     die hohen Kolbenkräfte,     sondern:    nur die Federkraft  34, die den     erforderlichen        Öffnungskräften    der druck  entlasteten Ventile 38 und 39     entspricht,    von der       Verriegelungseinrichtung    aufgefangen werden muss.  



  Die im Anschluss an     eine        Hochdruckfüllperiode     einsetzende     Niederdruckfüllperiode    oder auch die       Angleichperiode    wird vom Zeitbehälter 30 in Ver  bindung mit dem Betätigungskolben 24 des Vor  steuerventils so     gesteuert,    dass erhöhter und langsam  abklingender Steuerdruck auf die Membran 33 des  Relaisventils 2 zur Steuerung des     Nachspeiseventils     38     einwirkt.    Dadurch ist     gewährleistet,

          d'ass    auch  während der     Niederdruckfüll-    und     Angleichperiode            die    hohe Gesamtempfindlichkeit des     Führerbrems-          ventils    erhalten bleibt.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung ist sowohl bei       Führecrbremsventilen,    deren     Vorsteuerventil    durch  den von ihm selbst geregelten     Steuerdruck,    als auch  bei     Führerbremsventilen,    deren     Vorsteuerventil    durch  den vom Relaisventil     in    die     Hauptluftleitung        ein-          gesteuerten    Druck in die     Abschlussstellung    zurück  geführt werden, anwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Selbstregelndes Führerbremsventil für Druckluft bremsanlagen von Schienenfahrzeugen, mit einem handbetätigten Vorsteuerventil und einem Relaisven til, wobei das Vorsteuerventil entweder durch den von ihm selbst geregelten Druck oder durch den vom Relaisventil in die Hauptleitung eingesteuerten Druck selbstabschliessend regelbar ist, bei dem ferner eine Einrichtung zur Erzeugung von Hochd'ruckfüllstössen und eine Einrichtung für die Niederdruckfüll- und Angleichperiode vorgesehen ist, dadurch gekennzeich net, dass an der das Nachspeise- und das Füllventil (38, 39)
    unterschiedlichen Querschnitts für die Hauptluftleitung steuernden Ventilstange (35) des Relaisventils (2) eine ausschliesslich während der Hochdruckfüllperiode pneumatisch oder mechanisch beeinflusste Verriegelungseinrichtung (48, 49, 52, 53) vorgesehen ist, mit deren Hilfe die Ventilstange, ein Öffnen des Nachspeiseventils (38) kleineren Quer schnitts zulassend, gegen ein Betätigen des Füllven tils (39) grösseren Querschnitts ausserhalb der Hoch druckfüllperiode verriegelbar ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Führerbremsventil nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der vom Hauptluftlei- tungsdruck entgegen dem vom Vorsteuerventil (1) geregelten Steuerdruck beaufschlagte und die Höhe des Luftdrucks in der Hauptluftleitung beeinflussende Membrankolben (33) des Relaisventils (2) mittels einer Federkupplung kraftschlüssig mit der Ventil stange (35) verbunden ist.
    2. Führerbremsventil nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung (48, 49, 52, 53) auf der Mittelachse der Ventilstange (35) angeordnet und durch einen als Füllstosskolben wirkenden Membran kolben (51) mit Rohr (52) steuerbar ist.
    3. Führerbremsventil nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass das Nachspeiseventil (38) und das Füll ventil (39) hintereinander angeordnet und nach dem Öffnen des Nachspeiseventils beim Füllstoss kraft schlüssig miteinander verbindbar sind.
CH619262A 1961-10-04 1962-05-22 Selbstregelndes Führerbremsventil für Druckluftbremsanlagen von Schienenfahrzeugen CH398675A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW30818A DE1150703B (de) 1961-10-04 1961-10-04 Selbstregelndes Fuehrerbremsventil fuer Druckluftbremseinrichtungen von Schienenfahrzeugen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH398675A true CH398675A (de) 1966-03-15

Family

ID=7599604

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH619262A CH398675A (de) 1961-10-04 1962-05-22 Selbstregelndes Führerbremsventil für Druckluftbremsanlagen von Schienenfahrzeugen

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT238760B (de)
CH (1) CH398675A (de)
DE (1) DE1150703B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2086190A1 (de) * 1970-04-20 1971-12-31 Knorr Bremse Gmbh

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH623000A5 (de) * 1977-09-16 1981-05-15 Oerlikon Buehrle Ag

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2086190A1 (de) * 1970-04-20 1971-12-31 Knorr Bremse Gmbh

Also Published As

Publication number Publication date
AT238760B (de) 1965-02-25
DE1150703B (de) 1963-06-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3347605C2 (de) Pneumatisches Werkzeug
DE2316594C3 (de) Be- und Entlüftungssystem für die Federkammer eines Tandem-Federspeicher- und Betriebszylinders
DE1455593C (de)
DE2165092B1 (de) Steuerventil fuer druckluftbremsanlagen von schienenfahrzeugen
DE2920423A1 (de) Druckluftzylinder mit feststelleinrichtung
DE1455593A1 (de) Einrichtung zur Einstellung des Bremsverstaerkers fuer hydraulische Bremsen
CH398675A (de) Selbstregelndes Führerbremsventil für Druckluftbremsanlagen von Schienenfahrzeugen
DE2651377C2 (de) Beschleuniger für ein Drei-Druck- Steuerventil von Schienenfahrzeug-Druckluftbremsanlagen
DE2704986C2 (de)
CH624186A5 (en) Pressure intensifier, in particular for load-dependent compressed-air brakes of rail vehicles
DE964508C (de) Dreidrucksteuerventil fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
DE2241187B2 (de) Anhaenger-steuerventil fuer strassenfahrzeuge
DE960363C (de) Dreidrucksteuerventil fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
DE967166C (de) Fuehrerbremsventil fuer Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
DE2727766C2 (de) Lastabhängig arbeitender Druckübersetzer für Druckluftbremsanlagen von Fahrzeugen, insbesondere Straßenfahrzeugen
DE1920212B2 (de) Einlösige, membrangesteuerte Zweidruck-Steuerventileinrichtung für Druckluftbremsen, insbesondere von Schienenfahrzeugen
DE2616059C3 (de) Kombinierte elektropneumatisch und rein pneumatisch wirkende Bremseinrichtung, insbesondere für Schienenfahrzeuge
AT229361B (de) Selbstregelndes Führerbremsventil für die Druckluftbremseinrichtung von Schienenfahrzeugen
DE170986C (de)
DE893448C (de) Ventilvorrichtung zur Steuerung einer durch einen Stroemungsmitteldruck beaufschlagten Hilfsbetaetigungsvorrichtung
DE1149736B (de) Selbstregelndes Fuehrerbremsventil fuer indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge
DE1243526B (de) Bremsdruckregelsystem fuer die Bremsen eines Fahrzeugrades, insbesondere eines Fahrgestellrades eines Flugzeuges
DE968936C (de) Einrichtung zur Erhoehung der Ansprechempfindlichkeit von Relaisventilen der Fuehrerbremsventile von Druckmittelbremsanlagen bei Schienenfahrzeugen
DE1755783C3 (de) Doppelbremszylinder, insbesondere für Bremseinrichtungen von Schienenfahrzeugen
DE1555328A1 (de) Vorrichtung zur Vorbelastung einer Kraftfahrzeugbremse