CH398844A - Nassvermahlung von Pigmenten und Farbstoffen - Google Patents

Nassvermahlung von Pigmenten und Farbstoffen

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CH398844A
CH398844A CH231660A CH231660A CH398844A CH 398844 A CH398844 A CH 398844A CH 231660 A CH231660 A CH 231660A CH 231660 A CH231660 A CH 231660A CH 398844 A CH398844 A CH 398844A
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grinding
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pigment
sodium
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CH231660A
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Castelli Paolo
Sonz Alberto
Original Assignee
Acna
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00—Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0001—Post-treatment of organic pigments or dyes
    • C09B67/0022—Wet grinding of pigments

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Description


      Nassvermahlung    von Pigmenten und Farbstoffen    Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein       Verfahren    zur Herstellung eines     wasserunlöslichen     organischen Pigmentes oder Farbstoffes in fein verteil  ter Form.  



  Die grosse Entwicklung des  kontinuierlichen   Färbeverfahrens mit seinen technischen und wirt  schaftlichen Vorteilen für die Farbindustrie leitet sich  hauptsächlich von der Möglichkeit ab, ein hohes Aus  mass an Zerteilung der unlöslichen Farbstoffe zu er  reichen. Solch ein Färbeverfahren jedoch zeigte ver  schiedene     Unzukömmlichkeiten,    die seine Anwendung       begrenzen,    wenn nicht sogar verhindern können.  



  Unter den     gravierendsten    dieser     Unzukömmlich-          keiten    ist die schnelle     Sedimentation    der     wässrigen     Farbstoff- oder Pigmentsuspension (welche eine  gleichmässige Verteilung des Farbstoffes auf dem  Gewebe verhindert);

   und die Notwendigkeit, um ein  gutes Eindringen des Pigmentes in das Gewebe zu  erreichen, das Färben bei hohen Temperaturen (60  bis 90 ) durchzuführen, da     derartige    für den Färbe  vorgang notwendige Temperaturen in manchen Fällen  einen schädlichen Einfluss auf die     Wärmebeständigkeit     der Farbstoffe oder auf das Verhalten der Fasern in  folge ihrer unterschiedlichen Natur,     Ursprung    und  Endbehandlung haben können.  



  Um die     Sedimentation    der     wässrigen    Farbstoff  suspension zu verhindern oder zumindest zu vermin  dern, wurde bereits der Versuch unternommen, die  Viskosität der     wässrigen    Suspensionen zu erhöhen.  



  Eine Eliminierung der beim kontinuierlichen  Färbevorgang aufgetretenen Schwierigkeiten erfolgte  jedoch erst dann, als     unlösliche    Farbstoff- oder Pig  mentpasten oder Pulver, welche aus gleichförmig fein  verteilten Partikeln bestanden, auf den Markt kamen.  



  Es sind verschiedene Verfahren bekannt, deren  Ziel die Herstellung von unlöslichen     Farbstoffen    in    Form einheitlicher, fein     verteilter    Teilchen durch  trockene oder nasse     Vermahlung    von Pasten ist.  



  Unter diesen verschiedenen     Vermahlmethoden    ist  das nasse Vermahlen, im Hinblick auf die Einfach  heit der benötigten Vorrichtung und der relativ niedri  gen Arbeitskosten, das     vorteilhafteste.     



  Jedoch     zeigte    sogar diese Methode bis jetzt be  trächtliche nicht leicht lösbare Probleme, hinsichtlich  einer Verbesserung und Sicherstellung einer Gleich  mässigkeit des Endproduktes, die ja auch von der Art  des behandelten Farbstoffes oder Pigmentes ab  hängig ist.  



  Bekanntermassen     erfordert    das nasse Vermahlen   Mahlmittel ,     ausgestattet    mit besonderen Eigen  schaften, die unter Einwirkung einer mechanischen       Vorrichtung    den zur Brechung der zu mahlenden Teil  chen notwendigen Impuls erhalten.  



  Diese     Mahlmittel    müssen deshalb eine ganze  Reihe von Merkmalen besitzen, die hauptsächlich von  der gewünschten endgültigen Teilchengrösse des Farb  stoffes und dessen Ausmass an Gleichmässigkeit ab  hängen.  



  Unter den wichtigsten dieser Merkmale befinden  sich: elastische Härte, Zähigkeit, spezifisches Gewicht  und Form.  



  Es sind auch andere Verfahren bekannt, deren  Ziel die Verkleinerung der Kristallteilchen, aus denen  die unlöslichen organischen Farbstoffe und Pigmente  bestehen, bis zur gewünschten Grösse ist.  



  Diese Verfahren beruhen auf Behandlung mit  Säure, auf trockene     Zerreibung    mit verschiedenen  mechanischen Vorrichtungen, mit anorganischen Sal  zen oder in organischen     Lösungsmitteln    (z. B. Azeton,       Isopropylalkohol,        Xylol,        Tetrachlorkohlenstoff    usw.)  auf saure     Küpenlösungen        (Küpenfarbstoffe)    und  andere.

        Alle diese Verfahren haben praktische Anwen  dung gefunden, zeigen jedoch eine solche Anzahl tech  nischer und     wirtschaftlicher    Mängel, dass sie allmäh  lich durch neuere nasse     Vermahhnethoden    ersetzt  wurden, wie solche, die unter Verwendung löslicher  oder teilweise löslicher anorganischer Salze oder Ver  bindungen ausgeführt wurden, die befriedigende  Ergebnisse, soweit es die Grössenverminderung der       Farbstoffteilchen    betrifft, ergeben, da Masse erreicht  werden können, die sogar unter dem Auflösungsver  mögen optischer Mikroskope liegen.  



  Die im allgemeinen in diesen Verfahren als Mahl  mittel angewendeten anorganischen Verbindungen  sind     Natriumchlorid,    Borsäure,     Natriumtetraborat     (Deka - oder     Pentahydrat),    Natrium- oder Kalium  sulfat in einer gesättigten     wässrigen    Lösung desselben  Salzes.  



  Letztere     Verfahren    zeigen jedoch auch einige  Mängel, wie beispielsweise die schwierige und lange  Filtration des Pigmentes oder des Farbstoffes zur Ab  trennung von restlichem     Mineralsalz.    Aus diesen  Gründen ist es zur Erleichterung der Filtration oft  notwendig, das     dispergierte    Pigment durch     Ausflok-          kung    in saurem Medium auszufällen, unterstützt durch  die Zugabe kaiionischer Verbindungen, gefolgt von  Filtrieren, sorgfältigem Waschen und anschliessendem       Wiederdispergieren    des. Pigmentkuchens.  



  Diese Behandlung ist jedoch nur auf unlösliche  organische     Pigmente    oder Farbstoffe anwendbar, wel  che durch warme saure     Ausflockung    aus ihren     wäss-          rigen    Lösungen     ihre        disperse    Form nicht verlieren  oder sie bei nachfolgender     Vermischung    mit     Disper-          sionsmitteln    wieder annehmen.  



  Werden diese Massnahmen     nicht    angewendet, so  werden Farbstoffe oder Pigmente in Pulver- oder     Pa-          stenform    reich an Elektrolyten (sogar bis zu einem  Gehalt von     207o)    erhalten, was     in    bestimmten Fällen  eine Begrenzung der Farbintensität des Farbstoffes  darstellt, ganz abgesehen von anderen schädlichen  Einflüssen hinsichtlich der Anwendungen.  



  Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass,  wenn im     Nassmahlverfahren    von Farbstoffen wasser  unlösliche und     hydrophobe    synthetische Harze in  Form von Perlen als Mahlmittel angewendet werden,  die vorhin erwähnten Mängel, die die verschiedenen       Nassmahlverfahren        einschliessen,    grösstenteils beseitigt  werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  fein verteilter Teilchen eines wasserunlöslichen orga  nischen Pigmentes oder Farbstoffes, ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man das organische Pigment oder  den Farbstoff unter Verwendung eines Kunstharzes  in granulierter Form als     Mahlmttel,    in     wässriger    Sus  pension einer nassen     Mahlung    unterwirft und an  schliessend das     Mahlmittel    abtrennt.  



  Vorzugsweise wird das     hydrophobe    synthetische  Harz in Form von kleinen     Kugeln    oder Perlen ange  wendet. Ein sehr geeignetes Gewichtsverhältnis von       Trockenfarbstoff    zum Gewicht des synthetischen Har  zes liegt zwischen 1 : 2 und 1 : 4.    Das Verfahren kann in Gegenwart eines     Disper-          sionsmittels        ausgeführt    werden und nach Beendigung  des     Mahlens    können die Mahlmittel durch anschlie  ssendes Filtrieren gewonnen und dann neuerlich ver  wendet werden, während die Dispersion des Farb  stoffes oder Pigmentes konzentriert und, nachdem die  Mahlmittel mittels Filtrieren wiedergewonnen wur  den, zu Pasten- bzw.

   Pulverform getrocknet werden  kann.  



  Dem     feinverteilten    Pigment- oder     Farbstoffpulver     kann anschliessend ein     Dispersionsmittel,    ein fäulnis  verhinderndes Mittel oder ein Fungizid zugesetzt wer  den.  



  Die Grösse der gemäss der Erfindung als Mahl  mittel verwendeten     Kunstharzgranalien    kann je nach  der verwendeten mechanischen Bewegungseinrichtung  variieren, liegt jedoch vorzugsweise innerhalb eines  Bereiches von 0,1 bis 1 mm.  



  Als Mahlmittel gemäss der Erfindung kommen  beispielsweise     Methylmethacrylat-    und     Polyvinylchlo-          rid-copolymere,        Styrol-copolymere,        Divinylbenzol-          acrylinitril-methylacrylat-copolymere,        Polyäthylene,          Polypropylene,        Polyvinylharze,    Polystyrole in Frage,  und natürlich die meisten Kunstharze, deren Kenn  zeichen eine gute     Härte,    verbunden mit einem gewis  sen Mass an Elektrizität ist, so dass sie nicht leicht  während des Mahlvorganges als Folge der Zusammen  stösse mit den feststehenden oder bewegten Teilen des  Gerätes,

       miteinander    oder mit den Farbstoff- oder  Pigmentkristallen abbröckeln oder zerbrechen. Diese  Fähigkeit soll auch in wässriger Suspension in der  Kälte oder zumindest bis 45-50  C bestehen bleiben,  und die Harze sollten guten Widerstand gegen  Wasserabsorption zeigen (d. h. sie sollen ihre me  chanischen Eigenschaften auch in Gegenwart von  Wasser behalten).  



  Die Mengenverhältnisse in den Mischungen aus  trockenem Farbstoff, Mahlmittel,     Dispersionsmittel     und Wasser können in Abhängigkeit vom gewünsch  ten Endprodukt, von der Natur des Farbstoffes oder  Pigmentes, von der Grösse der ihn bildenden Teilchen  und von der Viskosität, welche die Masse während  des     Mahlens    annimmt, innerhalb weiter     Grenzen    ver  ändert werden.  



  Das Verfahren ist für die meisten Farbstoffe und  für     metallisierte    oder nichtmetallisierte     Phthalocyanin-          pigmente,    ebenso wie für die entsprechenden  Halogenabkömmlinge, für als Pigmente verwendete       Küpenfarbstoffe    oder beim Färben und Drucken von  Textilien und für kunststofflösliche Farbstoffe, an  wendbar.  



  Die Zugabe eines     Dispersionsmittels    ergibt oft  eine für das Vermahlen ausreichende Beweglichkeit  der Masse; wenn es sich jedoch als     notwendig    erweist,  kann eine Verdünnung mit Wasser vor dem Filtrieren  vorgenommen werden.  



  Die Art des dem Pigment oder dem Farbstoff  vor der     Vermahlung    gegebenenfalls zuzusetzenden       Dispersionsmittels    hängt vom Farbgehalt des Farb  stoffes als solchem und von der     geforderten    Farbein-           heit    im Endprodukt als z. B. Paste oder Pulver ab.  Die Vermählung kann in einem Kessel durchgeführt  werden, welcher mit einer kräftigen Schüttelvorrich  tung oder dergleichen versehen ist, die     eine    Unzahl  aufeinanderfolgender     Zusammenstösse    zwischen den  Pigment- oder     Farbstoffteilchen    und den Mahlmittel  teilchen verursacht.  



  Das Verfahren kann in geeigneten Vorrichtungen  sowohl schubweise als auch kontinuierlich     ausgeführt     werden.  



  Die Dauer des Mahlvorganges hängt von der  Natur des der Behandlung unterworfenen Farbstoffes  oder Pigmentes (d. h. ob spröde oder elastisch) sowie  von der Anfangsgrösse (von 4-12, bis hinauf zu 35       Mikron)    und schliesslich vom gewünschten Ausmass der  zu erzielenden Feinheit ab-. Im     allgemeinen    werden  nach einer Mahlperiode von 3 Stunden Teilchen er  halten, deren Grösse unter dem des Auflösungsver  mögens eines optischen Mikroskops liegt. Einige  Farbstoffe erreichen nach     11/2stündiger    Behandlungs  dauer den gewünschten     Feinheitsgrad.    In den meisten  Fällen gestatten mikroskopische Beobachtungen wäh  rend des Vorganges, die fortschreitende Mahlwir  kung auf die     Farbstoffteilchen    zu verfolgen.

   Zur Be  endigung des Mahlvorganges wird die Masse, wenn  notwendig, je nach der erreichten Viskosität oder  gewünschten Konzentration der Suspension mit Was  ser verdünnt. Durch Filtrieren über einer geeigneten  Siebplatte unter vermindertem Druck wird beispiels  weise das Harz abgetrennt.  



  Das Harz kann für den gleichen Farbstoff wieder  verwendet werden.  



  Der     pH-Wert    des den Farbstoff enthaltenden Fil  trates kann, sofern es sich als notwendig erweisen  sollte, auf den gewünschten     Wert    korrigiert werden.  Danach ist der Farbstoff     gebrauchsfertig    oder     kann     nach üblichen Methoden     konzentriert    und getrocknet  werden.

   Auf diese Weise können Pasten und Pulver       feinverteilter    Farbstoffe erhalten werden, in welchen  die Teilchen die     gewünschte    Grösse und Gleichförmig  keit besitzen und     hiedurch    ausgezeichnete Eigen  schaften hinsichtlich Filtrieren,     chromatographischer     Verteilung und Stabilitätstestes der Lösungen gegen       Ausflockung.    Die     wässrigen    Dispersionen zeigen infolge  ihres hohen Grades an Zerteilung eine hohe Durch  sichtigkeit, und es können einige Tage oder sogar Wo  chen vergehen,

   bevor bei     Sedimentationsuntersuchun-          gen    die     Abscheidung    einiger Agglomerate beobachtet  werden kann.  



  Die hauptsächlichsten durch vorliegende Erfin  dung gebotenen     Vorteile    verglichen mit den bekann  ten     Nassmahlverfahren    sind folgende:  1. Fast vollständige Wiedergewinnung der Mahl  mittel infolge ihrer     Unlöslichkeit.     



  2. Leichte und schnelle Wiedergewinnung der  Mahlmittel durch einfaches Dekantieren oder schnel  les Filtrieren.  



  3. Unmittelbare Wiederverwendung.  



  4. Keine     abschmirgelnde    oder chemische Abnüt  zung der     Mahlvorrichtung.       5. Keine Verunreinigung der     Farbstoffe.     



  6. Langes und schwieriges Filtrieren der Disper  sion zur     Entfernung    teilweise löslicher     Mahlmittel     (Elektrolyten) wird hierdurch vermieden.  



  7. Gleichfalls wird die Verunreinigung     disper-          gierter    Pasten und Pulver mit     Mineralsalzrückständen,     deren     Gegenwart    häufig die Neigung einiger     disper-          gierter    Farbstoffe zur     Ausflockung    verursacht oder  erhöht, vermieden.  



  B. Die Möglichkeit der direkten Verwendung von       Farbstoffpasten,    wie sie aus den üblichen Verfahrens  massnahmen resultieren.  



  9. Die Tatsache, dass man Teilchen erhält, welche  derart gleichförmig und     verringerte    Grösse besitzen,  dass sie mit     Küpenfarbstoffen    sehr gute Ergebnisse in  kontinuierlichen Färbeverfahren     ermöglichen    (d. h.  wo eine vollständige und gleichförmige Durchdrin  gung der Teilchen in den Geweben und Garnen  sowie eine schnelle Reduktion des Farbstoffes gefor  dert wird) sowie eine verbesserte     Regelmässigkeit        in     Färbeverfahren mit kunststofflöslichen Farbstoffen.  Bei den für Harze, Gummi, Anstriche, Tinten usw.

    verwendeten Pigmenten sind     Vorteile    durch die kleine  Teilchengrösse gegeben (leichte und regelmässige Ein  bettung in den Trägerstoffen, die Möglichkeit, eine  optimale Deckwirkung zu erreichen).    <I>Beispiel 1</I>  200 g einer     wässrigen    Suspension von     16,17-Di-          methoxy-dibenzanthron,    welche 51 g trockenen Farb  stoff enthielt,     wurden    mit 51 g     Natriumligninsulfonat     vermischt;

       hienach    wurden 202 g polymeres     Methyl-          methacrylat    in granulierter Form mit einer Teilchen  grösse von 0,2-1     mm        hinzugefügt.    Die Masse wurde  dann einer     Mahlung    mit einer Spitzengeschwindigkeit  von 5-20     m/sek        unterworfen.     



  Die Masse ist     gewöhnlich    so flüssig,     dass    eine       regelmässige    und vollständige Bewegung erreicht wer  den kann     (andernfalls    wird Wasser bis zur Erzielung  der erforderlichen Beweglichkeit hinzugefügt). Eine  Kühlung mit Wasser über die Aussenwände der Mahl  vorrichtung gewährleistet, dass die Innentemperatur  28-29  C nicht überschritten wird.  



  Der Mahlvorgang wird bei gleicher Geschwindig  keit während     ungefähr    3     Stunden        fortgesetzt,    wobei  die     Teilchengrösse    durch mikroskopische Beobachtung  kontrolliert wird, bis das gewünschte Ergebnis erhal  ten wird. Die Masse wird dann, sofern notwendig,  verdünnt und filtriert. Das Filtrat     kann    so wie es ist  oder auf eine beliebig gewünschte     Konsistenz    einge  stellt, verwendet oder einer Sprühtrocknung unter  worfen werden. Der in Form eines     ultradispersen     Pulvers abgetrennte Farbstoff besteht aus Teilchen  einer Grösse von 0,1-0,5     Mikron,    welche mit Wasser  eine kolloidale Lösung ergeben.

      <I>Beispiel 2</I>  250 g einer     wässrigen    Suspension von     3,3'-Dichlor-          1,2'-1',2-dianthrachinon-dihydroazin,        enthaltend    44 g  trockenen     Farbstoff,    werden mit 88 Teilen Polyvinyl-           chlorid    und polymerem     Methylmethacrylat    in granu  lierter Form mit einer Teilchengrösse von 0,2-1 mm  und 44 Teilen eines Kondensationsproduktes von  Formaldehyd mit     Natrium-f-naphthahnsulfonat    ver  mischt. Die erhaltene Masse wird einer     Mahlung,    wie  in Beispiel 1 ausgeführt, unterworfen, die     Mahlzeit     jedoch auf 2 Stunden beschränkt.  



  Der erhaltene Farbstoff besteht     hauptsächlich    aus  Teilchen, welche eine Grösse von 0,2-0,5     Mikron     haben und aus Teilchen, die unter dem optischen  Mikroskop nicht sichtbar sind.  



  <I>Beispiel 3</I>  250 g einer     wässrigen    Suspension von     1,2-5,6-Di-          phenyl-dithiazol-anthrachinon,    enthaltend 49 g trocke  nen Farbstoff, wurden mit 49 g     Natriumligninsulfonat     vermischt und die erhaltene Mischung mit 98 g poly  merem     Methylmethacrylat    in     Granulatform    mit einer  Teilchengrösse von 0,2-1 mm gemischt. Nach zwei  stündiger Bewegung wurde die Mischung wie in Bei  spiel 1 behandelt.  



  Der erhaltene Farbstoff besteht hauptsächlich aus  unter dem optischen Mikroskop nicht sichtbaren  Teilchen sowie aus Teilchen von 0,5-1     Mikron.       <I>Beispiel 4</I>  88 g eines     Divinylbenzol-acrylnitril-methylacrylat-          copolymers    in granulierter Form     mit    einer Teilchen  grösse von 0,2-1 mm wurden zu 200 g einer     wässrigen          Suspension    von     16,17-Dimethoxydibenzanthron,    ent  haltend 44 g 100 %     iges        Natriumligninsulfonat,    hinzu  gefügt.

   Nach dreistündiger     Mahlung,    wie in Beispiel 1  beschrieben, wird ein     Farbstoff    erhalten, der fast voll  ständig aus Teilchen  <      0,1,u    und aus Teilchen von  0,2-0,5 und     1,u    besteht.  



  <I>Beispiel 5</I>  42g 100%iges     Natriumligninsulfonat    werden zu  200 g einer     wässrigen    Suspension von     3-Chlor-1,2'-          1',2-dianthrachinon-dihydroazin,    entsprechend 42 g       trockenem        Farbstoff,    hinzugefügt und die so ver  flüssigte Mischung mit 84 g polymerem     Methylmeth-          acrylat    in     granulierter    Form     mit    einer Teilchengrösse  von 0,2-1 mm vermahlen. Nach zweistündigem Mah  len wird eine Dispersion von Teilchen mit einer Teil  chengrösse kleiner als 1     Mikron    erhalten.  



  <I>Beispiel 6</I>  61 g 100%iges     Natriumligninsulfonat,    50 Mole  Wasser und 122 g Polystyrol oder polymeres     Methyl-          methacrylat        in    granulierter Form mit einer Teilchen  grösse von 0,2-1 mm werden zu 100g     wässrigem          Nitroviolanthron,    enthaltend 61 g trockenen     Farbstoff,     hinzugefügt.  



  Nach zweistündigem Mahlen     wird    der vermahlene  Farbstoff weiter, wie im Beispiel 1 beschrieben, ver  arbeitet. Der erhaltene Farbstoff besteht hauptsäch  lich aus Teilchen einer Grösse von 0,5-1     ,u    und einem       kleinen    Anteil von Teilchen     mit    1,5     ,u.       <I>Beispiel 7</I>  74 g polymeres     Methylmethaerylat    oder Polypro  pylen in     granulierter    Form mit einer Teilchengrösse  von 0,2-1 mm werden zu 200 g einer     wässrigen     Suspension, bestehend aus     karbazoliertem        1,4'-Diben-          zoyl-diamino-4,1'-dianthrimid,

      welches 37 g trockenen  Farbstoff enthält, hinzugefügt.  



  Nach zweistündigem Mahlen wird der so erhaltene       ultradisperse    Farbstoff, dessen Teilchen eine Grösse  von     0,5-1,u    haben, gemäss Beispiel 1     filtriert.     



  Das Filtrat wird so wie es ist verwendet oder  nach Zugabe geeigneter     Dispersionsmittel,    welche  vom Bedarf und der Verwendung     abhängen,    getrock  net.  



  <I>Beispiel 8</I>  31 g des     Polymerisationsproduktes    von Form  aldehyd     mit        Natrium-ss-naphthalinsulfonat    und 62 g  polymeres     Methylmetbacrylat    oder     Divinylbenzol-          acrylnitril-methylacrylat        copolymer    in granulierter  Form mit einer Teilchengrösse von 0,2-1 mm werden  zu 250 g einer     wässrigen    Suspension von     Benzanthron,     enthaltend 31 g trockenes Produkt,     hinzugefügt.     



  Nach zweistündigem Mahlen wird das erhaltene  Produkt     abfiltriert    und 1 g     Natrium-dibutyl-naphtha-          linsulfonat    dem Filtrat     hinzugefügt.    Nach dem Trock  nen wird ein Farbstoff mit Teilchen von     1-1,5,u,     überwiegend von 1     ,u,    erhalten.  



  <I>Beispiel 9</I>  200 g einer     wässrigen    Suspension von     karbazolier-          tem        1,5'-Dibenzoyl-diamino-5,1'-dianthrirnid,    welche  50 g trockenen Farbstoff enthält, werden mit 50 g       Natriumligninsulfonat    und 100 g polymerem     Methyl-          methacrylat    in granulierter Form mit einer Teilchen  grösse von 0,2-1 mm vermahlen.  



  Nach zweistündigem Mahlen wird ein Farbstoff  mit Teilchen von 0,2-0,5     ,p.    und einigen Teilchen von  1     ,u    erhalten.  



  <I>Beispiel 10</I>  150 g einer     wässrigen    Suspension von     Kupfer-          phthalocyanin,    enthaltend 25 g trockenes Pigment,  werden mit 8,5 g des     Polymerisationsproduktes    von  einem     Alkylphenol        mit        Äthylenoxyd,    75 g     Divinyl-          benzolacrylnitril-methylacrylat-copolymer    in granu  lierter Form mit einer Teilchengrösse von 0,2-1 mm  und mit 40 ml Wasser vermischt.  



  Nach einstündigem Mahlen wird ein Farbstoff,  dessen Teilchen in der Hauptsache eine Grösse von       0,5-1,u    und wenige von     1,5,u    aufweisen, erhalten.  Diesen werden nun noch     fungizide    und     antifermenta-          tive    Mittel (wie z. B. 0,02%     Natriumpentachlorpheno-          lat    oder     0,1%    einer Mischung, bestehend aus 80       Natrium-o-phenylphenolat    und 20%     Pentachlorpheno-          lat)    hinzugefügt.  



  <I>Beispiel 11</I>  200g einer     wässrigen    Suspension von     16,17-          Dimethoxy-dibenzathron,    enthaltend 51 g trockenen  Farbstoff, werden     mit    5,1 g     Triäthanolaminoleat,         102 g     Divinylbenzol-acrylnitril-methylacrylat-copoly-          mer    in granulierter Form mit einer Teilchengrösse  von 0,2-1 mm und     mit    350 ml Wasser     vermahlen.     



  Nach zweistündigem Mahlen wird die Mischung  durch ein Metallsieb (13 000     Maschen/cm2)        abfil-          triert.     



  Das Harz auf dem Filter wird mit Wasser gewa  schen, während das Filtrat abermals durch ein Tuch  filtriert wird. Der Kuchen wird in einem Trocken  schrank bei 50-60  C getrocknet und dann gesiebt.  Das erhaltene Produkt stellt ein geeignetes Pigment  für     Anstrichfarben    dar.  



  <I>Beispiel 12</I>  200 g einer     wässrigen    Suspension von     1-Amino-2-          methyl-anthrachinon,    enthaltend 53 g trockenen  Farbstoff, werden während 2 Stunden mit 52 g des  Kondensationsproduktes von     Kresol,    Formaldehyd  und     Natrium-2-naphtholsulfonat,    0,8 g     Natrium-ben-          zylsulfonylat,    0,8 g     Natriumdibutylnaphthalinsulfonat     und 100 g polymerem     Methylmethacrylat    in granu  lierter     Form    mit einer Teilchengrösse von 0,2-1     mm     vermahlen.  



  Das so erhaltene Mahlprodukt wird wie im Bei  spiel 1 weiterbehandelt. Der     ultradisperse    Farbstoff  besteht aus     Teilchen        mit    einer Grösse von     0,5-1,u.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung feinverteilter Teilchen eines wasserunlöslichen organischen Pigmentes oder Farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man das organische Pigment oder den Farbstoff einer Nass- mahlüng in wässriger Suspension unter Verwendung eines Kunstharzes in granulierter Form als Mahlmittel unterwirft und anschliessend das Mahlmittel abtrennt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Granulat des Kunstharzes eine Teilchengrösse von 0,1-1 mm besitzt. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Kunstharz hydrophob ist und in Form kleiner Kügelchen oder Perlen vorliegt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis von trocke nem Farbstoff zu Kunstharz von 1: 2 bis 1: 4 beträgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kunstharz ein polymeres Me- thylmethacrylat, Vinylchlorid, Styrol, Divinylbenzol- acrylnitril-methylacrylat-copolymer,Polyäthylen, Poly- propylen oder Polystyrol ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Farbstoff ein metallisiertes oder nichtmetallisiertes Phthalocyanin, ein Küpenfarbstoff oder ein kunststofflöslicher Farbstoff ist. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Nassvermahlung in Gegenwart eines Dispersionsmittels vorgenommen wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das Dispersionsmittel ein Natrium- ligninsulfonat, ein Kondensationsprodukt von Form aldehyd und Natrium-ss-naphthalinsulfonat, ein mit Athylenoxyd polymerisiertes Alkylphenol, Triäthanol- aminoleat oder Dikresol-formaldehyd-natrium-2-naph- tholsulfonat ist. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Mahlmittel nach Beendigung der Behandlung wiederverwendet wird.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die Farbstoff- oder Pigmentdisper sion nach Wiedergewinnung des Mahlmittels zu Pasten- oder Pulverform konzentriert bzw. getrocknet wird. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass ausserdem ein Dispersionsmittel, ein antifermentatives Mittel oder ein Fungizid dem endgültigen feinverteilten Farbstoff- oder Pigment pulver hinzugefügt wird.
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