CH398937A - Expansionsdübel - Google Patents
ExpansionsdübelInfo
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Description
Expansionsdübel Die Erfindung betrifft einen Expansionsdübel, insbesondere aus Kunststoff, in dessen hinteres Ende eine Befestigungsschraube oder dergleichen einge führt werden kann.
Es sind bereits Spreizdübel bekannt, die über einen Teil ihrer Länge geschlitzt sind, und deren hinteres Ende eine Bohrung zum Einführen einer Befestigungsschraube aufweist, wogegen das vordere Ende mit sägezahnförmigen Einschnitten versehen ist. Die Riffelung der Spreizzungen dieser Dübel ermöglicht es, einerseits das durch die Schraube verdrängte Material aufzunehmen und anderseits eine gute Verankerung des Dübels im Mauerwerk zu er zielen.
Diesen Spreizdübeln haftet jedoch der schwer wiegende Nachteil an, dass die Schraube während des Eindrehens durch das Auseinanderstreben der Spreizzungen nicht mehr vollständig an ihrem Um fang geführt ist. Dies hat zur Folge, dass die Schraube von der gewünschten Richtung abweichen und z. .B in einem Längsschlitz schief zu liegen kommt. Die schiefe Lage der Schraube beeinträchtigt aber nicht nur das Aussehen der Verankerung, sondern ver mindert auch die Verankerungskraft der Schraube.
Ferner kommen durch das Auseinanderspreizen der Zungen selbst in dem Fall, dass die Schraube koaxial im Dübel sitzt, nur einige wenige Windungen zum Tragen, wie dies besonders aus Fig. 6 der österr. Patentschrift Nr. 214125 zu entnehmen ist. Ein weiterer Nachteil der bekannten Dübel ist darin zu erblicken, dass nur die unmittelbar in der Rich tung der radialen Spreizbewegung aussen an den Spreizzungen liegenden Unebenheiten die Veranke rung im Mauerwerk durch Formschluss bewirken.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass eine optimale Verankerung eines Dübels dann erreicht werden kann, wenn es gelingt, einen gleich- mässigen und möglichst tiefen, am ganzen Umfang des Bohrloches wirkenden Formschluss mit den Un ebenheiten des Dübelmantels zu erzielen, wobei über dies ein möglichst grosser Teil der Windungen der Schraube mit dem Inneren des Dübels im Eingriff stehen soll. Erfindungsgemäss wird dies dadurch er reicht, dass der Dübelkörper zumindest teilweise aus Windungen einer Schraube besteht, die dicht an- einanderliegen oder in einem geringen Abstand von einander verlaufen.
Gemäss einer speziellen Ausführungsform des er findungsgemässen Dübels ist der Querschnitt der Windungen dreieckig ausgeführt, wobei die Basen der Dreiecke die Wandung eines zentralen Durch gangsloches bilden und deren nach aussen weisende Spitzen vorzugsweise abgerundet sind. Demnach hat die Mantelfläche des Dübels ganz oder teilweise die Form eines Spitzgewindes.
Wird nun eine Schraube in einen erfindungsge mäss ausgebildeten Dübel eingeschraubt, so dehnt sich dieser in radialer Richtung aus, was auch durch Aufrollen seiner Windungen erfolgen kann. Der er findungsgemässe Dübel kann demnach in Mauerlö cher mit wesentlich grösserem Durchmesser verwen det werden, ohne dass die Führung und Zentrierung der eingesetzten Schraube im aufgeweiteten Dübel eine Verringerung erfährt. Beim Eindrehen dieser Schraube in den Dübel wird von diesem am Umfang ein gleichmässig verteilter Druck auf die Wandung des Mauerloches ausgeübt.
Wird der Dübel in einem in weichem Material vorgebohrten Dübelloch zur Expansion gebracht, so dringen die am Dübelumfang liegenden, gegebenen falls mit einer scharfen Schneide versehenen Windun gen ohne Unterbrechung tief in das weiche Material ein, wobei der Aufnahmewerkstoff zwischen die Ge windegänge eindringt und diese ausfüllt. Die radiale Aufweitung des Dübels erfolgt dabei durch konti nuierliches Aufrollen der Schraubenwindungen des Dübels.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kön nen die Windungen durch vorzugsweise axial ver laufende Stege miteinander verbunden sein. Diese kurzen, kernnahen Verbindungsstege zwischen den einzelnen Windungen werden beim Eindringen der Schraube in den Dübel fortlaufend abgeschert. Da die Gewindetiefe sehr gross ist, bedeutet dies eine gute Verankerung des Dübels im Mauerloch.
Wird hingegen der Dübel in einem in hartem Material vorgebohrten Dübelloch, z. B. in Beton oder dergleichen, zur Anwendung gebracht, so ver formen sich die Windungen aussen am Umfang, und das verdrängte Material der Gewindespitzen wird in den Gewindegrund hineingepresst. Die in den Dübel eingeführte Befestigungsschraube lässt sich durch die Verformung der Gewindespitzen weit in die Dübel bohrung eindrehen. Hierdurch entsteht eine starke Klemmwirkung auf die Befestigungsschraube und gewährleistet deren gute Verankerung im Dübelloch.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbei spiele des erfindungsgemässen Expansionsdübels wie dergegeben, und zwar zeigen: Fig. 1 den Expansionsdübel mit eingeschlitztem Oberteil im Meridionalschnitt, Fig.2 einen Querschnitt nach der Linie 11-II in Fig. 1, Fig. 3 die Ansicht des Dübels nach Fig. 1, je doch mit einem Bund (Flansch) am Oberteil, Fig. 4 die Draufsicht nach Fig. 3,
Fig. 5 den Längsschnitt einer weiteren Ausfüh rungsform des Dübels mit Stegen und Einschnitten am Kerndurchmesser, Fig. 6 die Draufsicht auf den Dübel nach Fig. 5, Fig.7 die Ansicht des Expansionsdübels nach Fig. 5 mit Halbflanschen, Fig. 8 die Draufsicht auf den Dübel nach Fig. 7 und Fig. 9 einen Querschnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 7.
Fig. 10 stellt einen Dübel im Längsschnitt ohne Oberteil dar und Fig. 11 denselben Dübel in Ansicht.
Fig. 12 veranschaulicht den Dübel nach Fig. 10 ohne Oberteil im Längsschnitt in weichem Auf nahmewerkstoff mit teilweise eingeschraubter Holz schraube und Fig. 13 stellt den Expansionsdübel nach Fig. 1 im Merid'ionalschnitt in weichem Aufnahmewerk stoff mit eingedrehter Holzschraube dar.
Die Fig. 1 und 3 zeigen einen erfindungsgemä ssen Dübel 1, dessen unteres Ende 2 aus Windungen einer Schraube besteht, die eine enge Durchgangs bohrung 3 umschliesst. Als Material für die Her stellung des Dübels eignen sich besonders Polyamide oder ähnlich feste Kunststoffe. Das obere Ende des erfindungsgemässen Dübels weist einen hülsen förmigen Oberteil 4 mit stark erweiterter Bohrung 5 auf. Zwischen den Bohrungen 3 und 5 befindet sich ein konischer Übergang 6. Damit sich der Dübel beim Ansetzen der Befestigungsschraube 7 nicht mit drehen kann, ist der Oberteil mit mehreren, vor zugsweise vier flossenartig ausgebildeten Längsrip pen 8 versehen.
Zur Erhöhung der Übertragung radi aler Druckkräfte von der Schraube 7 auf die Längs rippen 8 können gemäss Fig.2 zwei diametral ein ander gegenüberliegende Erhöhungen 9 im Inneren des hülsenförmigen Oberteils 4 und am Fusse der Längsrippen 8 vorgesehen sein. Zur Verringerung der Steifigkeit des Oberteils 4 sind zwei Längsschlitze 10 angebracht.
Das Profil 11 des schraubenlinien- förmig gewundenen Kunststoffdrahtes hat etwa die Form eines gleichschenkeligen Dreiecks, dessen Ba sis parallel zur Dübelachse verläuft und dessen nach aussen gerichtete Spitzen 12 zur Erzielung eines guten Eindringens sowie einer kräftigen Verankerung in weichen Aufnahmewerkstoffen abgerundet ist.
Erfolgt das Festhalten des Dübels 1 gegen Ver drehen beim Einschrauben der Schraube am Oberteil 4 (vgl. Fig. 13), so ist der Dübel linksgängig ge wickelt. Die zwischen der Schraube 7 und der in neren Lochwand 3 beim Eindrehen entstehende Rei bung wirkt dann nebst der Verdrängungsarbeit des Kernes 15 der Schraube 7 im Sinne einer Aufrollung der Schraubenspirale 2. Erfolgt das Festhalten des Dübels jedoch an der Basis 14 des Bohrloches 13 (Fig. 12), dann muss der Dübel wegen der das Auf rollen bewirkenden Reibungskomponente zwischen der Wandung des Loches 3 und der Schraube 7 rechtsgängig ausgeführt sein.
Die Herstellung des Dübels ist am wirtschaft lichsten, wenn die Dübelachse in der Ebene der Trennfuge zwischen den beiden Hälften der zur Her stellung benützten Form liegt und wenn diese Form hälfte ausserdem keine losen Einsätze enthalten. Dies setzt aber voraus, dass der erfindungsgemässe Ex pansionsdübel keine Hinterschneiditngen 16 (Fig. 10) aufweist, wie dies ohne Korrektur der Gewindeflan ken der Fall wäre.
Zu diesem Zweck sind einer seits am Gewindegrund des Kerndurchmessers die die Meridional-Ebene im spitzen Winkel schneiden den Schraubenlinien 17 mittels Einschnitte 18 heraus geschält und anderseits die über die Meridional- schnittkontur vorstehenden Hinterschneidungen 16 der Flanken 19 des Gewindes 2 entfernt (Fig. 5 und 7).
Zur Erhöhung der Festigkeit des Dübels können die Windungen miteinander durch Stege verbunden sein, und zwar sind zweckmässig die in der Trenn fuge der beiden Formhälften liegenden Stege 20 aussen und die zwischen den Einschnitten 18 be findlichen Stege 21 am Kerndurchmesser angeordnet. Beim Eindrehen einer Schraube 7 werden die Stege 20 und 21 teils abgeschert, teils schräg zur Dübel achse gestellt.
Zur Begrenzung der Einschubtiefe ist der Dübel in bekannter Weise an seinem Oberteil mit einem Bund 22 (Fig. 3 und 4) versehen. Eine material- und raumsparende Ausführungsform des erfindungsge- mässen Dübels, welche sich bei knappen Platzver hältnissen in der Umgebung des Bohrloches 13 als besonders vorteilhaft erweist, zeigen die Fig. 7 und B. Bei diesem Beispiel ist der Bund 23 sichelförmig ausgebildet. Bei Verwendung des erfindungsgemässen Dübels als Durchsteckdübel entfällt der Bund 22. (Fig. 1 und 5).
Der Vorgang beim Eindrehen des Ex pansionsdübels in nicht zu harte Werkstoffe 24 ist der Fig. 12 zu entnehmen. Der Dübel findet seinen Halt gegen Mitdrehen beim Einschrauben der Be festigungsschraube an der Basis 14 des Bohrloches 13. Gemäss Fig. 13 können Längsrippen 8 vorge sehen sein, die ebenfalls den erforderlichen Wider stand gegen Mitdrehen erzeugen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Expansionsdübel, insbesondere aus Kunststoff, in dessen hinteres Ende eine Befestigungsschraube oder dergleichen eingeführt werden kann, dadurch ge kennzeichnet, dass der Dü'belkörper zumindest teil weise aus Windungen einer Schraube besteht, die dicht aneinanderliegen oder in einem geringen Ab stand voneinander verlaufen. UNTERANSPROCHE 1.Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Querschnitt der Windungen drei eckig ist, wobei die Basen der Dreiecke die Wandung eines zentralen Durchgangsloches (3) bilden, und deren nach aussen weisende Spitzen (2) vorzugs weise abgerundet sind. 2. Dübel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Durchgangs loch (3) im schraubenartig gewundenen Teil auf etwa die Hälfte oder ein Viertel, vorzugsweise ein Drittel des Durchmessers der Öffnung (5) am hinteren Ende (4) verengt. 3.Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Windungen durch vorzugsweise axial verlaufende Stege (20, 21) miteinander ver bunden sind. 4. Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Dübelkörper an der Aussenseite seines hülsenförmigen Oberteils (4) mit flossenartigen Längsrippen (8) und gegebenenfalls zusätzlich mit Querrippen versehen ist. 5.Dübel nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der hülsenförmige Oberteil (4) mit Längsschlitzen (10) versehen ist, wobei am Fuss der im Bereich der Schlitze angeordneten Längsrippen (8) nach innen sich erstreckenden Erhöhungen (9) vorgesehen sind (Fig. 2). 6.Dübel nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, @dass am Gewindegrund die die Meridional- ebene schneidende Schraubenlinie durch Einschnitte (18) herausgeschält und die über die Meridional- schnitt-Kontur vorstehenden Hinterschneidungen (16) der Gewindeflanken (19) entfernt sind.
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