CH398964A - Formfüllende Maschine, insbesondere Spritzgussmaschine - Google Patents
Formfüllende Maschine, insbesondere SpritzgussmaschineInfo
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Description
Formfüllende Maschine, insbesondere Spritzgussmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine formfüllende Maschine, insbesondere Spritzgussmaschine, mit einer Spritzvorrichtung und mit mehreren das. Formwerk zeug aufnehmenden Formschliess- und -öffnungsvor- richtungen.
Die Anordnung mehrerer Formschliess- und -öff- nungsvorrichtungen bei derartigem Maschinen dient dem Zweck, die für das Abkühlen der in die Form gefüllten plastischen Masse nach dem Füll- bzw.
Spritzvorgang notwendige Zeit dadurch für einen nächsten Spritzvorgang auszunutzen, d. h. zu über brücken, dass während :dieser Zeit bereits der nächste Spritzvorgang an einem weiteren Formwerkzeug durchgeführt werden kann. Bei den bekannten Ma schinen dieser Art sind die einzelnen Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen mit ihren Formwerkzeu gen beweglich an der Maschine angeordnet und werden nacheinander an die Spritzvorrichtung für den
Füllvorgang herangeführt. Dadurch weisen diese Maschinen gegenüber d en bekannten Maschinen, bei denen zum gleichen Zweck nur das Formwerkzeug weiterbewegt wird und nach Austritt aus der geson derten Formschliesseinrichtung nicht mehr unter dem eigentlichen: Schliessdruck stehen kann, den Vorteil auf, dass der auf das Formwerkzeug ausgeübte Schliessdruck solange wie erforderlich aufrechterhal ten werden kann.
Sie bringen jedoch den schwer wiegenden Nachteil mit sich, dass alle Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen eine beträchtliche Weg strecke an :der Maschine zurücklegen müssen, bis sie an der Entnahmestation geöffnet werden können.
Die Bewegung mehrerer Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen erfordert eine aufwendige Bauweise der Maschine. Ausserdem war wegen der hierbei zu bewegenden verhältnismässig grossen Massen die An wendung mehrerer Formschliess- und -öffnungsvor- richtungen bisher auf kleine Maschinen beschränkt.
Die geschildertem Nachteile werden nach: der Erfindung dadurch vermieden, dass die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen an der Maschine fest angeordnet sind und die Spritzvorrichtung gegenüber den Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen ver stellbar und auf die jeweilige Formschliess- und öff- nungsvorrichtung einstellbar an der Maschine ange ordnet ist.
Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass nur :die verhältnismässig leichte Spritzvorrichtung ver stellt zu werden braucht, während eine Bewegung der Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen gegen über der Maschine nicht erforderlich ist, so dass die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen praktisch beliebig gross und schwer sein können und auch grosse Maschinen mit mehreren Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen versehen werden können.
So mit kann auch unter Einhaltung des vollen Schliess druckes bei grossen Maschinen die Abkühlzeit des gefüllten Formwerkzeugs für den anschliessenden Füllvorgang ausgenutzt werden. Der Antrieb für die Bewegung :der Spritzvorrichtung kann verhältnismä ssig einfach ausgeführt werden.
Durch die feststehen. den Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen ergibt sich ausserdem der Vorteil einer wesentlich einfache- ren Anordnung und Speisung der Heiz- bzw. Kühl- einrichtungen für die Formwerkzeuge, die häufig vorgesehen .sein müssen.
Eine besonders einfache Verstellung der Spritz- vorrichtung und raumsparende Anordnung der Form schliess- und -öffnun@gsvorrichtungen wird nach: einer Ausführungsform der Erfindung dadurch erreicht, dass :die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen auf einem Kreisbogen nebeneinander angeordnet sind und die Spritzvorrichtung um eine durch :den Mittel- punkt des Kreisbogens verlaufende Achse schwenkbar ist.
Dabei kann zweckmässig der die Spritzvorrichtung tragende Maschinenteil mittels eines Schneckentriebes gegenüber dem Maschinenunterteil verschwenkbar sein.
Eine ebenfalls in bezug auf Raumersparnis gün stige Anordnung -der Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen wird nach einer weiteren Ausführungs- form der Erfindung dadurch ermöglicht, dass die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen mit ihrer Längsachse senkrecht zur Längsachse bzw. Stehebene der Spritzvorrichtung an, der Maschine angeordnet sind.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbei spiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 schematisch die Draufsicht auf das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung mit drei auf einem Kreisbogen fest angeordneten Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen und schwenkbarer Spritz- vorrichtung,
wobei die Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen senkrecht auf der Maschine befestigt sind, Fig. 2 eine Seitenansicht der Spritzgussmaschine nach Fig. 1, bei der die vorn:
liegende Formschliess- und -öffnungsvorrichtung weggelassen ist, Fig. 3 schematisch die Draufsicht auf das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung, nämlich auf eine Spritzgussmaschine mit drei in einer Reihe neben einander und waagrecht fest angeordneten Form schliess- und -öffnungsvorrichtungen und einer diesen gegenüber quer verschiebbaren Spritzvorrichtung.
Bei dem in d en Fig. 1 und. 2 schematisch darge stellten Ausführungsbeispiel einer Spritzgussmaschine sind drei Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen 1, 2 und 3 auf einem Kreisbogen nebeneinander an dem Unterteil 4 der Maschine fest angeordnet.
Die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen können in beliebiger bekannter Weise ausgebildet sein und das Formwerkzeug 5 (Fig. 2) aufnehmen. Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen 1, 2, 3 mit ihrer Längsachse senkrecht auf dem Maschinenunterteil 4 befestigt.
Die Spritzvorrichtung 6 mit den in. 'bekannter Weise ausgebildeten Spritzwerkzeugen ist um eine durch den Mittelpunkt 7 des Kreisbogens, auf dem die Vorrichtungen 1, 2, 3 angeordnet sind,
verlau fende Achse gegenüber den Formschliess- und -öff- nungsvorrichtungen schwenkbar und auf das jeweils zugehörige Formwerkzeug einstellbar. Dazu ist der die Spritzvorrichtung 6 tragende Maschinenbeil 7 mittels eines Schneckentriebs aus dem Schneckenrad. 8 und der Schnecke 9, die über geeignete Antriebs- mittel gedreht werden kann, gegenüber dem Maschi nenunterteil 4 verschwenkbar.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Spritz gussmaschine nach Fig.1 und 2 ist folgende: Der Spritz- vorgang möge bei der Formschliess- und -öffnungsvor- richtung 1 beginnen.
Dazu wird die Spritzvorrichtung 6 mit zurückgezogenem Spritzaggregat mittels des Schneckentriebes 8, 9 auf die Vorrichtung 1 ge schwenkt und eingestellt und danach das Spritzaggre- gat mit seiner Düse auf das Formwerkzeug vorge rückt und angesetzt. Der erste Spritzvorgang wird durchgeführt.
Nach seiner Beendigung wird, die Spritzvorrichtung 6 nach Zurückziehen des Spritz aggregats von dem Formwerkzeug auf die Form schliess- und -öffnungsvorrichtung 2 geschwenkt und eingestellt und danach der nächste Spritzvorgang durchgeführt, während das Formwerkzeug der Vor richtung 1 noch abkühlt. Danach wird in beschrie bener Weise auch an der Vorrichtung 3 der Spritz- vorgang durchgeführt. Dabei kann bereits das Form werkzeug der Vorrichtung 1 geöffnet werden und das Spritzstück entnommen werden, so d@ass die Vor richtung 1 wieder spritzbereit ist.
Dabei erfordert ,die Verschwenkung der verhältnismässig leichten Spritzvorrichtung nur wenig Leistung und kann in folgedessen auch bei grossen Maschinen schnell und genau vorgenommen werden.
Falls erforderlich, können die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen 1 bis 3 in Fig. 1 auch mit ihren Längsachsen waagrecht angeordnet sein, so ,dass sie etwa sternförmig auf die Schwenkachse der Spritzvorrichtung 6 gerichtet sind.
In; Fig. 3 ist schematisch ein zweites Ausfüh- rungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Bei der dort gezeigten Spritzgussmaschine sind die die Formwerk zeuge aufnehmenden Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen 10, 11, 12 in einer geraden Reihe und mit ihren Längsachsen parallel nebeneinander und waagrecht fest auf dem Maschinenunterteil 13 angeordnet.
Die Spritzvorrichtung 14 ist mit ihrer Längsachse parallel zu den Längsachsen der Form schliess- und -öffnungsvorrichtungen angeordnet und in Querrichtung mittels eines geeigneten Antriebs 15 gegenüber den Formschliess- und -öffnungsvorrich- tungen 10, 11 12 parallel verschiebbar und einstell bar. Der Füll- bzw. Spritzvorgang wird bei dieser Ausführungsform der Erfindung entsprechend der bereits beschriebenen Wirkungsweise durchgeführt.
Es können auch bei diesem Ausführungsbeispiel mit in gerader Reihe angeordneten Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen diese Vorrichtungen 10, 11 und. 12 mit ihren Längsachsen senkrecht: auf dem Maschinenunterteil angeordnet sein, falls es sich als zweckmässig erweist.
Die Vorrichtung für die Verstellung der Spritz vorrichtung und ihre Einstellung auf die Formschliess- und -öffnungsvorrichfiungen kann; anstelle der dar- gestellten mechanischen Beispiele auch hydraulisch ausgebildet sein, und zwar sowohl für die Schwen kung und Einstellung als auch, für die Parallelver schiebung und Einstellung der Spritzvorrichtung ent sprechend der jeweils. gewählten Ausführungsform.
Statt der in Fig. 1 dargestellten Anordnung der Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen können diese auch auf einem geschlossenen Kreis neben einander angeordnet sein. Dabei ist dann die Spritz- vorrichtung um volle 360 um den Mittelpunkt des Kreises gegenüber den Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen schwenkbar.
Die Anzahl der jeweils an einer Maschine ge mäss der Erfindung angeordneten Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen ist je nach dem Anwendungs zweck oder nach anderen Erfordernissen: beliebig wählbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Formfüllende Maschine, insbesondere Spritzguss- maschine, mit einer Spritzvorrichtung und mit meh reren das Formwerkzeug aufnehmenden Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen (1 bis 3 bzw. 10 bis 12) an der Maschine fest ange ordnet sind, und die Spritzvorrichtung (6 bzw.14) gegenüber den Formschliess- und -öffnungsvorrich- tungen versbetlbar und auf die jeweilige Formschfess- und -öffnungsvorrichtung einstellbar an der Maschine angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen (1 bis 3) auf einem Kreisbogen neben- einand'er angeordnet sind und die Spritzvorrichtung (6) um eine durch den Mittelpunkt des Kreisbogens verlaufende Achse schwenkbar ist. 2.Maschine nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Spritzvorrichtung (6) tragende Maschinenteil (7) mit tels eines Schneckentriebes (8, 9) gegenüber dem Maschinenunterteil (4) verschwenkbar ist. 3. Maschine nach Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschliess- und -öffnungsvorrichtungen mit ihren Längsachsen senkrecht zur Längsachse bzw.Stellebene der Spritzvorrichtung an der Maschine angeordnet sind. 4. Maschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschliess- und -öffnungs- vorrichtungen auf einem geschlossenen Kreis neben einander angeordnet sind, und die Spritzvorrichtung um den Mittelpunkt des Kreises um volle 360 schwenkbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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