CH399011A - Verfahren und Einrichtung zum Messen einer Substanz in einem Material - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Messen einer Substanz in einem Material

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CH399011A
CH399011A CH1185762A CH1185762A CH399011A CH 399011 A CH399011 A CH 399011A CH 1185762 A CH1185762 A CH 1185762A CH 1185762 A CH1185762 A CH 1185762A CH 399011 A CH399011 A CH 399011A
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Carl Ehlert Ralph
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Gen Electric
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Description


      Verfahren    und Einrichtung zum     Messen    einer Substanz in     einem    Material    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Messen einer Substanz in einem Material.  



  Bisherige Versuche, Wasser und andere Medien  in Papier oder anderen Materialien mit Hilfe von in  fraroter Reflektion zu messen, konnten die Koordi  nation von Betastrahlendämpfung, Widerstands- oder  Dielektrikumsänderungen oder Absorption von Mi  krowellenänderung mit der     Änderung    des Gehaltes  der Substanz im Material nicht befriedigend lösen,  so dass keins der bekanntgewordenen Verfahren eine  kommerzielle Verbreitung finden konnte.  



  Die vorliegende     Erfindung    bezweckt nun die  Schaffung eines     Verfahrens,    welches ein     verbessertes     Messen der Mediumsmenge in einem Material er  laubt, welches ein Berühren des Materials vermeidet,  welches leicht und genau anwendbar ist und welches  sowohl für industrielle Zwecke wie auch für die Ver  wendung in Laboratorien geeignet ist.  



  Das vorliegende Verfahren zeichnet sich nun aus  durch Erzeugung infraroter Strahlen     mit    zwei abge  sonderten Wellenlängenbändern, welche so ausge  wählt werden, dass die Intensität der Strahlung des  einen Bandes, welche vom Material reflektiert wird,  die Menge der vorhandenen Substanz wiedergibt und  die Intensität der reflektierten Strahlung des anderen  Bandes im wesentlichen von der Änderung der  Menge der Substanz unbeinflusst bleibt durch Aus  richten der Infrarotstrahlen der Bänder auf das Ma  terial durch Aufnahme der Reflektionen vom Ma  terial und Feststellung jeder Wellenlängenbandinten  sität durch Bilden eines korrespondierenden alternie  renden elektrischen Signals und durch Vergleichen  dieser Signalwelle, welche mit jedem Strahlungsband  korrespondiert.  



  Ferner betrifft die Erfindung eine     Einrichtung     zur Durchführung des Verfahrens, die sich dadurch  auszeichnet, dass die Einrichtung eine Strahlungs-    quelle aufweist, welche infrarote Strahlen aussendet,  deren Wellenlängen diejenigen einschliessen, welche  in den gewünschten, zum     Auftreffen    auf das Material  bestimmten Spektralbändern liegen, wobei die     Re-          blektion    des einen Bandes durch den Substanzbetrag  im Material     beeinflusst    wird und die des anderen  Bandes im wesentlichen     unbeeinflusst    bleibt,

   dass  ein Strahlendetektor zum Messen der Intensität der  durch das Material reflektierten Strahlen jedes Ban  des und zur Erzeugung eines elektrischen Signales in  Abhängigkeit des festgestellten     Substanzbetrages    vor  gesehen ist, und dass. strahlenaussiebende Mittel zwi  schen Quelle und Detektormittel vorgesehen sind,  welche die durch die Detektormittel aufzufangenden  infraroten Strahlungsbänder aussieben.  



  Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfin  dung wird unter  Substanz  Moleküle verstanden,  welche in einem     Grundmaterial    gebunden sind und  ihre Identität nicht erkennen lassen. Ferner wird un  ter  Material   das verstanden, in welchem die Sub  stanz gebunden ist, derart, dass sie eine     Reflektion     von auf ihr     auftreffenden    Strahlen erlaubt.  



  Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen  nachfolgend beispielsweise erläutert  Es zeigen       Fig.    1 eine schematische Darstellung einer Ein  richtung zum Messen einer Substanz in einem flüs  sigen oder festen Material,       Fig.    2 eine Seitenansicht eines Messkopfes der       Messeinrichtung,          Fig.    3 ein Detail der     Fig.    2,       Fig.    4 eine Kurve, welche die Beziehungen zwi  schen dem Ausgang einer Photozelle und der Wellen  länge der reflektierten Strahlen zeigt, und       Fig.    5 und 6 weitere Kurven zur Erläuterung der  Erfindung.

        In Fig. 1 ist mit 1 eine Bahn aus feuchtem Ma  terial bezeichnet, welche sich mit hoher Geschwin  digkeit in Richtung der in der Figur dargestellten  Pfeile bewegt, wie dies bei einer Papierherstellungs  maschine erfolgt. Distanziert von der Papierbahn 1  befindet sich eine Strahlungsquelle in Form einer  Glühbirne 2, welche dauernd das gesamte Spektrum  einschliesslich des. Infrarotbandes ausstrahlt.

   Die  Strahlung der Lampe 2 wird durch eine     Linse    3 als  ein paralleles Strahlenbündel, welches die unsicht  baren und sichtbaren Strahlen     umfasst,    senkrecht zur  Ebene von zwei Bandpassinterferenzfilter 4 und 5  auf diese     projiziert.    Hierbei ist der Filter 4 im Strah  lungsbündel angeordnet dargestellt, beide Filter sind  jedoch rotierend     mit    einer Geschwindigkeit von 600  Umdrehungen pro Minute angeordnet, so dass diese  abwechselnd in schneller Folge unter das Strahlungs  bündel gelangen und so einzelne Strahlungsbündel  impulse     hervorbringen,    welche durch die Papierbahn  mit korrespondierender Frequenz reflektiert werden,  welche Frequenz bei diesem Beispiel 10 Perioden  pro Sekunde beträgt.  



  Die vom Papier 1 reflektierten Strahlungsimpulse  werden durch eine lichtempfindliche Vorrichtung in  Form einer Bleisulfidphotozelle 6 aufgenommen, die  auf einen integrierenden Ring 7 gerichtet ist. Das  von jedem     Filter    abwechselnd auf das Papier 1 ein  fallende Bündel gelangt hierbei zunächst durch ein  infrarotdurchlässiges Fenster 8 obenseitig des Ringes  7 und dann durch ein gegenüberliegendes, vorzugs  weise grösseres Fenster 9 am Boden des Ringes 7.  Nach dem Auftreffen der Strahlenbündel auf das  Papier 1 werden diese diffus durch das Bodenfenster  9 zurückgeworfen und gelangen auf die Innenfläche  des Ringes 7, von wo sie reflektiert werden, so dass  eine gleichmässige     Verteilung    der Strahlung resul  tiert.

   Die Photozelle 6 wandelt die Strahlungsimpulse  von     unterschiedlicher    Intensität in korrespondierende  elektrische Impulse, welche an den Eingang eines       Vorverstärkers    10 gelangen. Die Impulse werden  weiter zu einem Gleichstromausgangssignal verarbei  tet, welches mit dem Wassergehalt korrespondiert,  wie das nachfolgend noch     näher    beschrieben wird.  



  Selbstverständlich ist es hierbei auch möglich, die  Filter 4 und 5 in der Bahn des Strahlungsbündels  zwischen der Papierbahn 1 und der lichtempfind  lichen Vorrichtung 6 anzuordnen.  



  Die Filter 4 und 5 sind so     beschaffen,    dass diese  voneinander verschiedene Wellenlängen- oder Spek  tralbänder hindurchlassen, was vom Material und  dem zu messenden Bestandteil abhängig ist. Bei die  sem Beispiel, bei welchem der Betrag des sorbierten  Wassers im Papier zu bestimmen ist, ist ein     Filter    4  vorgesehen, welcher vorzugsweise ein     Bandpasszen-          trum    von 1,94 Micron aufweist, das einer Wellen  länge des Spektrums entspricht. Diese Wellenlänge  stellt ein     kräftiges    Absorptionsband dar, was deut  liche Schwankungen des     Reflexionsvermögens    von  infraroten Strahlungen durch das Wasser im Papier  bedeutet.

   Das Bandpassfilterzentrum kann etwas ab-    weichen, da noch gute Resultate mit einem Filter  erreicht werden können, dessen Zentrum bei etwa  1,91 Micron liegt und dessen Bandbreite der halben  Maximalamplitude mit einer Spitze von 0,08 Micron  beträgt. Eine Wellenlänge von etwa 2,67 Micron  kann in besonderen Fällen ebenfalls für die Feuch  tigkeitsmessung an Papier verwendet werden.  



  Der Filter 5, welcher nur die Bezugsstrahlungs  wellenlänge durchlässt, ist vorzugsweise so ausgebil  det, dass sein Band gänzlich ausserhalb des Absorp  tionsbandes vom Filter 4 oder jedes anderen Absorp  tionsbandes für das Medium liegt. Für die Feuchtig  keitsmessung vom Papier hat sich eine Bezugswellen  länge von 1,63 Micron als am besten geeignet erwie  sen. Es sind aber weitere, durch die Wasseränderun  gen nicht beeinflussbare Bezugswellenlängen von  etwa 1,0, 1,2 oder 2,2 Micron verwendbar.  



  Die vom Filter 4     bzw.    5 ausgehende Strahlung  mit Wellenlängen von 1,94 und 1,63 Micron wird  nach der Reflektion vom Papier 1 von der Photo  zelle 6     impulsförmig    aufgefangen. Der Photozellen  ausgang ist hierbei in Form einer Kurve in Fig. 5  dargestellt. Der erste durch die Strahlung     mit    1,94  Micron, welche den Filter 4 passiert und vom Pa  pier reflektiert wurde, hervorgerufene Impuls ist mit  4a bezeichnet, welcher eine grössere Amplitude als  die durch die Intensität der Strahlung mit 1,63     Mi-          cron    vom Filter 5 herrührende Kurve 5a aufweist.

    Wie gezeigt, ist der Impuls der 1,94     Micron-Strah-          lung    grösser als der Impuls der 1,63     Micron-Strah-          lung,    da die Intensität des ersteren grösser ist als  die     Intensität    des zweiten Impulses. Wenn der Was  seranteil im Papier grösser wird, nimmt der Impuls  4a entsprechend der erhöhten Absorption und der  geringeren Reflektion ab, während die Höhe des Im  pulses 5a im wesentlichen konstant bleibt.  



  Wenn die Vorspannung an der Photozelle 6 va  riiert, oder wenn die Intensität der Lichtquelle 2  schwankt, wechseln die Impulshöhen ebenfalls, be  halten aber ihren gleichen Betrag bei. Dies ist in  Fig. 4 veranschaulicht, welche das Ändern des  Photozellenstromes mit der Wellenlänge zeigt, wenn  die infrarote Strahlung durch das Papier     reflektiert     wird. Die ausgezogene Kurve 11 zeigt den Ausgangs  strom in     Abhängigkeit    der Intensität. Wie die Kurve  11 zeigt, ist der Ausgangsstrom über den grössten  Teil des Spektrums gleichförmig. Bei 1,94 Micron  hingegen fällt mit zunehmender Absorption durch  das Wasser im Papier der Ausgangsstrom steil ab.

    Die Tiefe der reziproken Spitze in 1,94     Micron-Ab-          sorptionsband    ist hierbei abhängig von dem Wasser  anteil im Material. Die gestrichelte Linie 12 zeigt  hingegen, wie der Ausgangsstrom der Photozelle 6  abfällt, wenn beispielsweise die Intensität der Licht  quelle abfällt.

   Obwohl aber die Kurve 12 eine andere  Höhe aufweist als die Kurve 11, erfolgt dennoch der  gleiche relative Wechsel am     Photozellenausgang    bei  1,94     Micron    im Vergleich mit der     Referenzwellen-          länge    von 1,63     Micron.    Das bedeutet, dass diese  denselben Wert der     Amplitudenspitze    der Impulse 4a      und 5a in Fig. 5 aufweisen, wenn der Betrag des  Wassers konstant bleibt.

   Es wurde gezeigt, dass die  Amplitude des Impulses 4a, welcher von der     Reflek-          tion    der 1,94 Micron-Strahlung abhängig ist, mit  dem Wechsel des Wasseranteiles und anderen Fakto  ren variiert, während die Amplitude des alternieren  den Impulses 5a, welcher von der Reflektion der  1,63 Micron-Referenzwellenlänge abhängig ist, nur  mit den anderen Faktoren variiert. Hieraus geht her  vor, dass der Wechsel des Wasserinhaltes bestimm  bar ist.  



  Die in Fig. 5 gezeigte alternierende Kurvenform  gelangt von der Photozelle 6 zum     Vorverstärker    10,  welcher die Kurve glättet. Der Ausgang des Vorver  stärkers 10 speist einen stabilen Resonanzverstärker  13 mit veränderlichem Verstärkungsfaktor, welcher  für     Veränderliche    wie die Intensität der Licht  quelle 2, die Vorspannung der Photozelle und die  Leiterspannung, bei Abgabe eines Signals mit kon  stantem Mittelwert von 30 Volt in diesem Beispiel,  elektronisch kompensiert ist.  



  Dieses Verfahren ermöglicht eine konstante Dif  ferenz zwischen den Spitzenamplituden der Impulse  4a und 5a gemäss Fig. 5 und einem konstanten Am  plitudenwert. Der Eingangspegel für den Verstärker  13 ist etwa 0,2 bis 10 Volt. Der Verstärker 13 wird  durch einen Rückkopplungskreis gesteuert, welcher  einen Teil des Ausgangssignales des Verstärkers 13  diesem über einen Gleichrichter 14 und einem Ver  stärker 15 wieder zuführt. Der Ausgang des Ver  stärkers 13 wird einem Resonanzverstärker 16 zuge  führt, in welchem die gewünschte Frequenzkompo  nente, welche die Filterfrequenz von 10 Perioden pro  Sekunde ist, verstärkt wird, was in einer Wellenform  gemäss Fig. 6 resultiert.

   Diese Wellenform wird  einem Demodulator 19 zugeführt, ebenso wie ein Re  ferenzsignal, welches von einer anderen lichtempfind  lichen Vorrichtung in Form einer Photozelle 18  (Fig. 1) gewonnen wird. Photozelle 18 erzeugt Recht  eckimpulse mit einer Frequenz von 10 Perioden. Die  Form der Referenzimpulse und ihr Impulsverhältnis  in bezug auf die Impulse 4b und 5b sind als Kurve  17 in Fig. 6 gezeigt. Während des Zeitintervalles von  0 bis t integriert der Demodulator 19 die Fläche der  Impulse 4b. Während des Zeitintervalles von t bis 2 t  integriert der Demodulator 19 die Fläche der Im  pulse 5b. Um dieses durchzuführen, wird die Wellen  form von Fig. 6 dem Gitter einer Vakuumtriode  (nicht gezeigt) zugeführt, deren Anodenwiderstand  und Kathodenwiderstand den gleichen Wert aufwei  sen.

   Die Spannung durch den Anodenwiderstand ist  gegenüber der     Spannung    durch den Kathodenwider  stand 180o phasenverschoben. Das in Fig. 6 gezeigte  Referenzsignal 17 wird zum Betrieb eines Relais ver  wendet (nicht gezeigt), welches alternativ die am  Anodenwiderstand und am Kathodenwiderstand auf  tretende Spannung auf ein Siebnetzwerk schaltet,  welches den Mittelwert der Flächen der beiden Kom  ponenten 4b und 5b bildet. Ein Gleichstromaus  gangssignal ist zur Anzeige der prozentualen Feuch-    tigkeit im Papier kalibriert. Das dem     Rechteckim-          puls    synchrone Signal, welches über Leitung 20 dem  Demodulator 19 zugeführt wird, kann auf verschie  dene Wege hergeleitet sein.

   Im vorliegenden Fall  wird hierfür die Photozelle 18 verwendet, welche     ge-          mäss        Fig.    1 so angeordnet ist, dass sie Licht von der  Quelle 2 durch einen im     wesentlichen    halbkreisför  migen Schlitz 21 in einer Scheibe 22, welche gleich  zeitig     mit    den Filtern 4 und 5 rotiert, aufnehmen  kann. Die Anordnung ist in     Fig.    3 näher dargestellt.  Während einer halben Umdrehung der Scheibe 22  ist die Photozelle 18 durch den Schlitz 21 hindurch  angestrahlt, was     mit    der Periode zwischen 0 und t  der Zeitachse gemäss     Fig.    6 übereinstimmt. Gleich  zeitig ist der Filter 4 leitend.

   Während der nächsten  halben Umdrehung wird der Lichtstrahl von der  Lichtquelle zur Photozelle 18 durch den geschlosse  nen Teil der Scheibe 22 geschnitten, in welcher Zeit  der Filter 5 leitend ist.  



  Die Scheibe 22 ist konzentrisch zu einem Rad 23  angeordnet, an welchem es durch Schrauben 24 be  festigt ist, welche sich durch längliche Schlitze 25  hindurch erstrecken. Diese Anordnung erlaubt ein  Einstellen der Scheibe 22, derart, dass der Schlitz 21  den Strahl genau dann schneidet, wenn einer der  Filter vom Strahl abgewendet und der andere Filter  sich im Strahl befindet.  



  Für die Erzeugung des synchronen Signals kann  die Ausführung gemäss     Fig.    3 andere geeignete For  men aufweisen. Beispielsweise sind anstelle des  Schlitzes 21     einzelne    Öffnungen denkbar, so dass  kurze     Lichtimpulse    auf die Photozelle auftreffen,  welches Impulsbild über einen     Multivibrator    oder  ähnliche Einrichtung in den elektrischen Impuls um  gewandelt wird. Eine weitere Lösung wäre, am Rad  23 einen Permanentmagneten anzuordnen, welcher in  einer stationären Spule eine Spannung induziert.  



  Gemäss     Fig.    2 ist der Messkopf der     Messeinrich-          tung    von einem Gehäuse 26 aus Metall umgeben,  was     in    der Darstellung durch die gestrichelte Linie  angedeutet ist. Der Messkopf     umfasst    die Licht  quelle 2, Kollektivlinse 3, Filter 4 und 5, welche für  eine     Kreisbahnbewegung    am Rad 23 angeordnet  sind, Synchronscheibe 22 und integrierenden Ring 7.  Ferner sind im Gehäuse 26 die     lichtempfindlichen     Vorrichtungen 6 und 18 angeordnet. Die Vorver  stärker 10 und 27, welche mit den Vorrichtungen 6  und 18 verbunden sind, können gleichfalls in dem  Gehäuse 26 angeordnet sein.  



  Das Rad 23 ist auf einer Achse 28 angeordnet,  welche sich ihrerseits auf einem Arm 29     befindet,     welche beide so angeordnet sind, dass sie die ein  farbigen Infrarotstrahlen auf ihrem Weg nach Durch  dringung der Filter 4 und 5 zum Fenster 8 des Rin  ges 7 nicht behindern. Das Rad 23 ist ferner als  Seilscheibe mit einer Ringnut 30 zur Aufnahme des       Transmissionsriemens    31 ausgebildet, der um eine  von einem Motor 33 angetriebenen Scheibe 32 her  umgeführt ist. Bei diesem Beispiel ist die Motorge  schwindigkeit so gewählt, dass die Filter 4 und 5      mit 600 Umdrehungen pro Minute rotieren.

   Auf  diese Weise wird erreicht, dass die Rotationsge  schwindigkeit von den anderen, für den Betrieb der  anderen     elektronischen    Komponenten des Systems  gewählten Parametern abhängig ist.  



  Es ist von Vorteil,     wenn    die lichtempfindliche  Vorrichtung 6, wie erwähnt, eine Bleisulfidphotozelle  ist. Es können aber auch andere Arten verwendet  werden, wie Bolometer, Sperrschichtzellen oder  Photokonduktoren oder andere, deren Ausgangs  signal sich in Übereinstimmung mit der Intensität der  auf die     empfindliche    Schicht auftreffenden infra  roten Strahlen ändert.  



  Es lassen sich aber auch mehrere, in diesem  Falle parallel geschaltete lichtempfindliche Vorrich  tungen 6 verwenden. Dies ist bei Verwendung von  Photokonduktoren vorteilhaft, deren durch ihre  grössere Flächenschicht bedingter grösserer Rausch  wert auf diese Weise verringerbar ist. Jede lichtemp  findliche Vorrichtung ist dabei so angeordnet, dass  ihre empfindlichen Elemente ein Maximum der von  der Innenfläche des Ringes 7 reflektierten Strahlun  gen aufnehmen können.  



  Der integrierende Ring 7 kann aus dünnwandi  gem     Aluminiumblech    hergestellt sein, dessen Innen  fläche für eine diffuse Streuung der an der Innen  fläche reflektierten     Strahlungen    durch Sandstrah  lung aufgerauht ist. Das Einlassfenster 8 für das pa  rallele Strahlenbündel infraroter Strahlen von den  Filtern 4 und 5 her ist aus einem infrarotdurchlässi  gen Material wie Glas oder einer dünnen Schicht aus  Polyäthylen hergestellt. Das Fenster 8 muss in je  dem Falle aber kleiner sein als das Fenster 9, um  den eintretenden Strahl gegenüber dem austretenden  so klein wie möglich zu halten.

   In der Praxis hat  sich ein Eintrittsfenster 8 mit 18 mm Durchmesser  und ein Austrittsfenster 9 mit 38 mm Durchmesser  bei einem Ringinnendurchmesser von 16 mm des  Ringes 7     bewährt.     



  Das Fenster 9 stellt ferner den Eingang für die  von der Papieroberfläche, welches Papier 1 sich etwa  mit 800 Meter pro Minute bewegt,     diffus    reflektier  ten Strahlen dar. Hierbei sei erwähnt, dass die Pa  pierbahn auch eine geringe Neigung zum einfallenden  Strahlenbündel aufweisen kann, so dass die Möglich  keit vermieden wird, dass von der     Papieroberfläche     direkt reflektierte Strahlen entlang ihrer ursprüng  lichen Einfallbahn wieder durch das Eingangsfenster  8 austreten können, wodurch ein maximales Aus  gangssignal erzielt wird. Für die Filter 4 und 5 sind       ferner    auch andere monochromatische Vorrichtun  gen, wie optische Raster, Prismen, Blenden oder  monochromatische Reflektoren verwendbar.

   Das  Ausgangssignal der Einrichtung kann beispielsweise  einer     Steuervorrichtung    eingespeist oder mittels  einem Messinstrument 34 (Fig. 1) gemessen werden.  



  Das beschriebene Verfahren und die Vorrichtung  sind aber nicht nur zur Bestimmung des Wasser  gehaltes von Papier verwendbar. Beispielsweise kann  auch ein Medium, wie Wasser, in einem anderen or-    ganischen oder zellulosen Material bestimmt werden.  Zum Messen des Wassergehaltes in     Baumwoll-          materialien    beispielsweise haben sich Einrichtungen  mit 1,94 Micron-Infrarotstrahlen, welche auf die  Wassergehaltsänderung reagieren und mit 1,63     Mi-          cron-Infrarotstrahlen    als Referenzstrahlung bewährt.

    Selbstverständlich können noch andere Spektral  bänder für die Wasserbestimmung verwendet wer  den, und ferner ist es möglich, für jede Messung von  variablen Bestandteilen in variablen Materialien die  geeigneten Spektralbänderpaare auszuwählen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Messen einer Substanz in einem Material, gekennzeichnet durch Erzeugung infraroter Strahlen mit zwei abgesonderten Wellenlängenbän dern, welche so ausgewählt werden, dass die Inten sität der Strahlung des einen Bandes, welche vom Material reflektiert wird,
    die Menge der vorhandenen Substanz wiedergibt und die Intensität der reflek tierten Strahlung des anderen Bandes im wesentli chen von der Änderung der Menge der Substanz un- beeinflusst bleibt durch Ausrichten der Infrarotstrah len der Bänder auf das Material durch Aufnahme der Reflektionen vom Material und Feststellung jeder Wellenlängenbandintensität durch Bilden eines kor respondierenden alternierenden elektrischen Signals und durch Vergleichen dieser Signalwelle, welche mit jedem Strahlungsband korrespondiert. II.
    Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung eine Strahlungsquelle aufweist, welche infrarote Strahlen aussendet, deren Wellen längen diejenigen einschliessen, welche in den ge wünschten, zum Auftreffen auf das Material be stimmten Spektralbändern liegen, wobei die Reflek- tion des einen Bandes durch den Substanzbetrag im Material beeinflusst wird und die des anderen Ban des im wesentlichen unbeeinflusst bleibt, dass ein Strahlendetektor zum Messen der Intensität der durch das Material reflektierten Strahlen jedes Bandes und zur Erzeugung eines elektrischen Signa les in Abhängigkeit des festgestellten Substanzbe trages vorgesehen ist,
    und dass strahlenaussiebende Mittel zwischen Quelle und Detektormittel vorgese hen sind, welche die durch die Detektormittel aufzu fangenden infraroten Strahlungsbänder aussieben. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Vergleich des alternierenden Signales bezüglich eines Referenzpegels durchgeführt wird, wodurch die Amplituden der Signalwellen mit dem Pegel symmetrisch sind, und dass zur Erzeu gung eines Signals analog dem Substanzbetrag die alternierende Welle demoduliert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Messung von Wasser in Papier ein Wellenlängenband mit einer mittleren Wellenlänge von 1,94 Micron verwendet wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung, deren Reflektion beeinflusst wird, eine Wellenlänge von 1,94 Micron aufweist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung, deren Reflek- tion durch die Substanz beeinflusst wird, in einem Band mit Wellenlängen zwischen 1,88 und 1,99 Mi- cron liegt. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungen, deren Reflek- tion durch den Substanzbetrag relativ unbeeinflusst ist, Wellenlängen von 1,0 Micron, 1,7 Micron oder 2,2 Micron aufweisen. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektormittel aufeinander folgende pulsierende elektrische Signale hervorbrin gen, welche proportional der Intensität der reflektier ten Strahlungen jedes Wellenlängenbandes sind, und dass ein Strom vorgesehen ist, welcher ein vom Be trag zwischen den mit dem Betrag der Substanz über einstimmenden Signalen abhängiges Signal hervor ruft. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die strahlenaussiebenden Mittel mindestens zwei Bandpassinterferenzfilter aufweisen, und ferner Mittel zum alternierenden Zwischenschal ten der Filter in die Strahlungsbahn zwischen Quelle und Strahlendetektor. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein hohler Strahlenintegrierring vorgesehen ist, welcher Öffnungen zur Durchdrin gung der Strahlung durch den Ring zum Material aufweist, wobei eine der Öffnung zusätzlich zur Auf nahme der durch das Material reflektierten Strahlun gen dient. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7 und 8, da durch gekennzeichnet, dass die Filter zwischen Quelle und Ring und der Strahlendetektor zur Auf nahme der Strahlung im wesentlichen an der Ober flächeninnenseite des Ringes angeordnet sind. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebssupport vorgesehen ist, auf welchem die Filter für die Bewegung durch die Strahlungsbahn angeordnet sind, und dass Mittel zur Erzeugung eines Stellungssignales vorgesehen sind, das die Winkelstellung der Filter zur Erzeu gung eines Synchronsignales anzeigt. 11.
    Einrichtung nach Unteransprüche 6 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das abgeleitete Signal auf einen festen Referenzpegel bezogen und zur Er zeugung eines weiteren Signales, dessen Betrag pro portional dem gemessenen Substanzbetrag ist, syn chron demoduliert ist.
CH1185762A 1961-10-09 1962-10-09 Verfahren und Einrichtung zum Messen einer Substanz in einem Material CH399011A (de)

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