Druckapparat für Wertkarten, insbesondere Fahrkarten Die Erfindung bezieht sich auf einen Druck apparat für Wertkarten, insbesondere Fahrkarten, mit einer grösseren Anzahl von im Druckapparat untergebrachten, wahlweise in eine Druckstellung zu bringenden Druckplatten.
Bei bekannten Einrichtungen dieser Art, vor nehmlich bei Fahrkartendruckern, sind in einem schachtartig ausgebildeten Behälter Druckstöcke in Gestalt von Druckplatten angeordnet, die zum Druck vorgang automatisch aus diesem herausgezogen, an den Druckort gebracht und danach wieder zurück gelegt werden. Die Aufbewahrung einer grösseren Anzahl von Druckplatten setzt ein raummässig um fangreiches Gerät voraus. Ausserdem erfordert der Transport der Druckplatten zum Druckort und zu rück eine verhältnismässig komplizierte Automatik.
In der Regel liefern solche Druckapparate neben der Wertkarte bzw. der Fahrkarte auch alle nötigen Daten für eine Abrechnung und für verwaltungs technische Unterlagen, wie z. B. Statistiken. Die Drucker besitzen daher allgemein Prüfstreifeneinrich- tungen, Addierwerke sowie Gattungs- und Sorten zähler. Diese Bauelemente haben den Zweck, die ausgegebenen Wertscheine geld- und stückmässig zu erfassen.
Diese hohen und vielseitigen Anforderungen an derartige Druckapparate haben zu ziemlich auf wendigen, komplizierten und damit sehr teueren Druckerkonstruktionen geführt, die infolgedessen wirtschaftlich nur in mittleren und grösseren Fahr kartenausgaben einsetzbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckapparat für Wertkarten, insbesondere Fahr karten zu schaffen, der in seinem Aufbau möglichst klein, einfach und billig ist, indem der maschinelle Aufwand bewusst begrenzt gehalten ist, und der trotzdem praktisch alle für Kontrolle und Statistik notwendigen Angaben liefert, der sich daher auch für die Mechanisierung der Fahrkartenausgabe in kleinen und kleinsten Fahrkartenausgaben eignet.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungs gemäss darin, dass die Druckplatten bandförmig an einandergereiht sind und zwischen zwei Aufwickel- spulen für dieses Druckplattenband zur Auswahl einer bestimmten Druckplatte hin und her bewegbar sind, dass über der Auswahlstellung für die Druck platten ein senkrecht auf das Band zu bewegbarer Hubkopf angeordnet ist,
der als Träger für Preis druckwerke und ein Addierwerk dient und zur Ein stellung derselben auf den der ausgewählten Druck platte zugeordneten Preis eine der Stellenzahl der Preise entsprechende Zahl von verschiebbaren Zahn stangen aufweist, sowie ein Stiftfeld, über das die Zahnstangen von einer mit der Druckplatte verbun denen Preislochplatte gesteuert werden, und dass ferner ein quer zur Bandrichtung verschiebbarer Druckwagen oder -schlitten vorgesehen ist, der als Einführer,
Druckunterlage und Auswerfer für die Wertkartenpappe dient und das Druckplattenband unterfährt.
Durch die Anwendung dieser prinzipiellen Auf bauregeln werden wesentliche Vereinfachungen im Aufbau eines Wertkartendruckers ermöglicht, die vor allem in einer Verminderung der Zahl der notwen digen Konstruktionselemente und in einem relativ ge ringen Raumbedarf bestehen, so dass ein solcher Druckapparat bei einer Unterbringung von bis zu etwa 300 verschiedenen Druckplatten noch als Tisch gerät ausgebildet werden kann.
Die besonderen Vorteile dieses Aufbaus sind vor allem darin zu erblicken, dass durch die Anordnung der Druckplatten eine optimale Raumausnutzung und eine rasche und einfache Auswahl der gewünschten Druckplatte erzielt werden kann, die einen ma schinellen Antrieb unnötig erscheinen lässt. Der Er satz der Preistypen auf der Druckplatte durch eine Preislochplatte ermöglicht es, gleichzeitig ein zen trales Preisdruckwerk und ein Addierwerk zu steuern.
Diese und weitere Vorteile können aus der fol genden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles für die Erfindung entnommen werden, das in den Fig. 1-5 dargestellt ist. Dabei zeigen die Fig.l den Fahrkartendrucker teilweise im Schnitt, von vorn bei entfernter Abdeckung, Fig. 2 von links, ebenfalls mit entfernter Seiten wand und teilweise im Schnitt.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf den Druckapparat, Fig. 4 ein vergrösserter Ausschnitt aus dem Stift feld, und Fig. 5 zeigt einen Teil des Druck- und Preis plattenbandes, umfassend drei Glieder desselben.
In diesem Ausführungsbeispiel sind die Preisplat ten getrennt von den Druckplatten angeordnet und nur mit diesen gekoppelt, indem das Magazinband in zwei in gleicher Ebene nebeneinander laufende Bänder aufgeteilt ist, von denen das eine die Druck platten mit dem üblichen feststehenden Text enthält, während das andere lediglich Kennzeichen für den Preis der mit dem danebenliegenden Druckstock zu druckenden Wertkarte enthält, die über entspre chende Abtastorgane die Einstellung sowohl des Preisdruckwerkes als auch des Addierwerkes von dem Drucker bewirken. Es entfällt hierdurch die Notwendigkeit,
im Falle einer Tarifänderung die gan zen Druckplatten durch neue zu ersetzen oder etwa auf den Druckplatten auswechselbar angeordnete Preistypen auf jeder einzelnen Druckplatte gegen neue auszutauschen; vielmehr braucht man dann lediglich das ganze Preisplattenband gegen ein neues solches Band, das ausserhalb des Druckapparates vorbereitet ist, auszutauschen, was eine wesentliche Zeiteinsparung bei der Druchführung der Tarifände rung bedeutet.
Ausserdem weist der Hubkopf bei diesem Ausführungsbeispiel ein weiteres Stiftfeld auf, das von der Druckplatte gesteuert wird und einen durch den Hubkopf geführten Lochstreifen locht, wo durch Angaben für eine zentrale statistische Aus wertung der mit dem Druckapparat hergestellten Fahrkarten geschaffen werden, die die Anordnung von bei bekannten Wertkartendruckern oft vorge sehenen und den Aufwand und Raumbedarf des Druckapparates beträchtlich erhöhender Gattungs- und Sortenzählern entbehrlich macht.
Der im folgenden anhand der Zeichnungen aus führlich beschriebene Druckapparat enthält noch eine Anzahl von den Druckplatten getrennte Sonderzähler. Bei dem Druckapparat ist ferner die Anordnung so getroffen, dass ein Teil der Druckstöcke, z. B. die jenigen, die an sich variabel, jedoch für jede Druck platte gleich sind, wie z. B. das Datumsdruckwerk oder ein Druckwerk für eine laufende Nummer oder dergleichen, auf dem Hubkopf angebracht sind, wo durch sich eine besonders einfache Konstruktion er gibt.
Schliesslich weist das Ausführungsbeispiel einen Druckwagen auf, der gleichzeitig als Träger einer Kontrollstreifenanordnung dient und eine für die Druckplatte und alle weiteren am Hubkopf ange ordneten Druckwerke gemeinsame Einfärbeeinrich- tung aufweist.
Der konstruktive Aufbau des Druckapparates ist folgender: Der Drucker besteht aus einer Grundplatte 1, einem Maschinengestell 2 und einer Verkleidung 3. Er besitzt einen Druck- und Addierwerkkopf 4 und 5, der im folgenden als Hubkopf bezeichnet werden soll und der sich aus einem Gehäuse 6 mit Nummernwerk 7 und Datumwerk 8 mit Einstellwerk 8' für die Fahrkarte 9, einem Nummernwerk 10 für den Buchungsstreifen 31, einem Zeitkartenstem- pel 12, den Preiswerken 13 für Fahrkarte 9 und Buchungsstreifen 11,
einem Stiftfeld 14 für die Preis kennung und einem weiteren Stiftfeld 15 für eine Lochstreifen-Codenummer aufbaut.
Da Fahrkarten bis zu einem Wert von 999,95 DM gedruckt werden sollen, sind dem Druck werk- und dem Addierwerkkopf (4, 5) für je eine Wertreihe eine Zahnstange 17 für den Werteintrag der entsprechenden Reihe in das Addierwerk sowie für den Preisaufdruck der genannten Preiswerke 13 für Fahrkarte 9 und Buchungsstreifen 11 zuge ordnet.
In dem Baukörper 6 sind ausserdem eine Sende lampe 18 und an einer anderen Stelle des Druck apparates ein Empfänger 19 für statistische Sonder zähler sowie ein Indexstift 20 für die lagegenaue Fest legung einer Druckplatte 21 und der Preisplatte 22 gegenüber dem Hubkopf vorgesehen.
Das Gehäuse 6 trägt die gesamte Addierwerkein- richtung 5, deren Zehnerschaltung über eine biegsame Welle 23 vom Antrieb her erfolgt. Es ist an Säulen führungen 24 an gelascht, mit deren Hilfe der Hub kopf eine vertikale Hubbewegung ausführen kann, durch die zugleich die erwähnten Nummernwerke 7/10 angetrieben werden. Ein Datumwerk 8 und ein Zeitkartenstempel 12 sind ebenfalls an dem Hub kopf befestigt und lassen,sich von Hand einstellen.
Der Druckwagen oder -schlitten 25 besitzt eine Aufnahme 26 für die Fahrkartenpappen. Er liegt zwischen den Spiralspeichern 27 und besitzt Lauf rollen 28, die sich in ortsfesten Führungsschienen 29 des Apparategestells 2 bewegen. Auf der Unterseite des Druckwagens 25 ist die Buchungseinrichtung 30 befestigt; zum Zweck der Neubeschickung mit Bu chungsstreifen ist sie herausnehmbar gestaltet. Diese Buchungseinrichtung 30 ist in bekannter Weise so ausgebildet, dass sich eine Papierbahn 31 in einem bestimmten Arbeitsschritt von einer Papierrolle 32 abwickelt, an einer Druckunterlage 33 vorbeigeführt wird und dann frei abläuft.
Erforderlichenfalls kann diese Papierbahn 31 auch wieder aufgewickelt werden. An dem hinteren Ende des Wagens 25 befindet sich der Zentraleinfärber 34, der nicht nur die Druckplatte 21, sondern auch alle Nummern- (710), Datum- (8) und Preiswerke (13) sowie den Zeit kartenstempel 12 mit Farbe versorgt.
Durch diese Anordnung ist die Möglichkeit gegeben, nach Auf legen der Leerpappe mit Sichtkontrolle bis kurz vor dem Drucken die Druckplatte 21 des Spiralbandes 35 zu unterfahren, wodurch der Einfärber 34 keine zusätzlichen Antriebsmittel benötigt, und der Wagen 25 zugleich als Einführer für die Leerpappe, als Drucktisch 36 und als Auswerfer für die gedruckte Fahrkarte benutzt werden kann, was eine erhebliche Vereinfachung bedeutet. Die Aufnahme für die Fahr kartenpappen ist so ausgebildet, dass sie sowohl Fahr karten im üblichen Edmonson-Format als auch Zeit karten aufnehmen kann.
Das Druckplattenmagazin setzt sich in der Haupt sache aus zwei nebeneinanderliegenden Wickelspulen 58 zusammen und wird sonst ohne jede zusätzliche Aufnahmenut für die Druckplatten 21 mit wirt schaftlichem Vorteil aus diesen selbst dadurch ge bildet, dass die einzelnen Druckplatten 21 mit Schar nierteilen 59 versehen und durch einen Drahtstift 60 miteinander verkettet sind. Es können dabei je nach Bedarf Druckplatten für Karten im Edmonson- Format und für Zeitkarten auch in beliebiger Ab wechslung Verwendung finden.
Das Druckplattenband 35 ist mit seinen Enden an beiden Wickelspulen 58 befestigt und jeweils an einer der Spulen ganz oder teilweise spiralförmig aufgerollt. Das Band lässt sich mit Hilfe einer Hand kurbel 37 wahlweise mehr oder weniger ab- bzw. aufspulen. Ein Federausgleich 61 an jeder Spule 58 sorgt dafür, dass das Druckplattenband in jeder Lage gespannt gehalten wird.
Die Druckplatte 21 selbst hat Ausnehmungen 62 für den Durchtritt der Preiswerke und des Buchungs- streifen-Nummernwerkes, ein Lochfeld 63 für die Schaltung verschiedener Sonderzähler und ein Loch feld 64, mit dessen Hilfe eine Codenummer auf einem Lochstreifen gelocht werden kann.
Zu jeder Druckplatte 21 gehört eine Preisloch- platte 22, deren einzelne Glieder ebenfalls in der vorstehend beschriebenen Weise zu einem Band 69 verbunden sind. Die Platte 22 besitzt für einen fünf stelligen Preis fünf Wertreihen 66 mit der Kennung von 0-9. Während die Stellen 67, die das darüber im Hubkopf liegende Stiftfeld 14 für einen Wertein trag in das Addierwerk 5 und für die Einstellung der Preiswerke 13 beeinflussen, kein Loch haben, werden die übrigen Stellen 68 der Wertreihen 66 gelocht.
Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass sich eine Tarifreform bei vorbereitetem neuem Lochplattenband 69 in wenigen Minuten durchführen lässt, indem man das Spiralmagazin bis zur ersten oder letzten Druckplatte durchkurbelt, das Bandende von der Spule löst, das alte Plattenband durch das neue ersetzt, wieder zurückkurbelt und dann das andere Bandende gleichfalls löst beziehungsweise neu befestigt.
Zum Zweck der Geradführung des Druckplatten bandes 35 sind zwei Führungswalzen 70 und Leit walzen 79 vorgesehen. Eine der Walzen 70 trägt dabei zwei Zahnkränze 71, die mit je einer Zahn stangenverzahnung 72 auf der Druck- und Preisplatte 21 zusammenarbeiten und die beiden Plattenbänder synchronisieren. Mit der letztgenannten Walze ist ein Druckplattennummernanzeiger 80, der von aussen sichtbar ist, durch eine biegsame Welle 73 verbunden. Der Anzeiger 80 weist auf die jeweils in Druck bereitschaft liegende Platte 21 hin.
Das Auswählen der Druckplatte 21 und das Drucken der Fahrkarte 9 erfolgt mittels einer Hand kurbel 37. Beim Auflegen einer Leerpappe auf den Druckwagen wird der Wählbetrieb automatisch auf den Druckbetrieb umgestellt, indem eine Kupplung 38 mit Hilfe einer Umsteuereinrichtung, z. B. mittels eines Schaltrelais, umgesteuert wird. Das Schaltrelais 41 steuert dabei eine Kupplung 38 und wird selbst mit Hilfe einer Sendelampe 39 und einer Photo zelle 40 photoelektrisch beim Einlegen der Leer pappen gesteuert.
Die Kupplung 38 kann selbst verständlich auch von Hand bzw. über ein Gestänge mit Hilfe des Kupplungsrades 38 mit einer Rille 42 und einem Winkelhebel 43 umgesteuert werden. Nach Einschaltung des Druckbetriebes sorgt ein Eintouren getriebe 44 für den folgerichtigen Funktionsablauf, wobei das zugehörige Antriebsmittel 45 durch Ket tenräder 46 und eine Kette 47 mit der Hauptantriebs- achse 48 des Druckers verbunden ist.
Diese Hauptantriebsachse ist im Apparategehäuse 2 gelagert und hat in der entsprechenden Reihenfolge für den Hub des Druckwerkkopfes 4 und des Addier werkkopfes 5 ein Kurvengetriebe 49, das formschlüs sig mit Säulenführungen 24 des Gehäusekopfes ver bunden ist. Die Säulenführungen sind durch Laschen 78 fest miteinander verbunden. Der Druckwagen 25 wird mittels eines räumlichen Kurvenzylinders 50 über ein Gestänge 5.1 in Druckbereitschaft gezogen und nach dem Fahrkartendruck wieder ausgefahren.
Eine weitere Kurvenscheibe 52 steuert die einzelnen Zahnstangen 17 im Hubkopf über ein Verbindungs gestänge 53 und einen Winkelhebel 54 derart, dass sie sich durch Zugfedern 55 kraftschlüssig so lange bewegen, bis sie durch einen ausgefahrenen Stift 56 des Stiftfeldes 14 der Preiskennung abgefangen und im weiteren Verlauf der Bewegung wieder in die Ausgangslage zurückgeführt werden bzw. bis der durch den Längsschritt der Zahnstangen 17 darge stellte und in das Addierwerk 5 eingetragene Wert durch das Kurvengetriebe 52, das Gestänge 53 und den Winkelhebel 54 wieder gelöscht wird.
Das ge nannte Verbindungsgestänge 53 ist infolge der Hub bewegung des Gehäusekopfes 6 und der darin ge führten Universalzahnstangen 17 über eine Ausgleich lasche 57 oder über ein Langloch im Gestänge 53 mit den Zahnstangen 17 verbunden. Ergänzend zu der Buchungseinrichtung 30 ist noch ein Lochstreifen 74 vorgesehen, der von einem Trägerkörper 75 ab- und in Verbindung mit einem Schrittschaltwerk auf einen anderen Trägerkörper 76 aufgewickelt wird. Beim Auflegen des Papierstreifens 74 muss dieser durch einen Schlitz 84 des Druck werkkopfes 4 geführt werden und über Leitrollen 76 um 90 geschränkt werden.
Auf der pultförmigen Verkleidung des Fahrkartendruckers ist zweckmässig aus Einfachheitsgründen eine Blankotafel 77 vorge sehen. Die einzelnen Kartengattungen bzw. Ver bindungen werden nach den örtlichen bzw. eisen bahntechnischen Begebenheiten alphabetisch oder nach ihrer Gangbarkeit geordnet hand- oder ma schinenschriftlich in ein Suchregister eingetragen. Zwecks Sucherleichterung wird jede Position mit einer Ordnungsnummer versehen, die auf dem bereits erwähnten Nummernanzeiger 80 beim Auswählen der Druckplatte 21 erscheint. Man hat verschiedene Möglichkeiten, die Druckplatten zu suchen.
Erfah rungsgemäss hat sich aber gezeigt, dass die Verkäufer nach kurzer Einarbeitungszeit die Kartengattungen bzw. Verbindungen frei anwählen und ohne jegliche Schwierigkeiten finden.
Der Druckapparat enthält weiter für statistische Zwecke einen Totalzähler und einen oder mehrere Sonderzähler. Zum Antrieb dieser Zähler sind auf der Druckplatte, wie bereits erwähnt, Löcher 63 in verschiedenen Lagen vorgesehen. Ein einer be stimmten Zählgruppe zugeordnetes Loch wird durch bohrt und dient dazu, mittels einer Sendelampe 18 am Hubkopf auf elektronischem Wege den betreffen den Zähler, dem ein elektronischer Empfänger 19 zu geordnet ist, um eine Einheit weiter zu schalten. Diese getrennte Anordnung der Sonderzähler und ihrer Be tätigungseinrichtungen erlaubt es, solche Anordnun gen nur bei Bedarf und nur in dem jeweils gewünsch ten Umfange einzubauen.
Die vorteilhafteste Methode der Druckplattenan- fertigung ist die, die Platten nach einem bekannten Verfahren aus Polyamid zu spritzen. Hierbei erzielt man nicht nur ein gutes Druckbild, sondern hat zugleich die Möglichkeit, alle Schriftgrade bis hin unter zu 1,2 mm Höhe zu setzen. Selbstverständlich kann man die Druckplatten auch aus anderen ge eigneten Materialien herstellen und sie auf irgend eine Weise gelenkig miteinander zu einem Band verbinden.
Die Auswahl einer bestimmten Druckplatte und die Herstellung einer Fahrkarte mit dem beschrie benen Druckapparat wird auf folgende Weise be wirkt: In der Grundstellung des Druckers ist der Wähl- betrieb eingeschaltet, wobei das mit der Handkurbel 37 verbundene Kupplungszahnrad 38 mit dem Zahn rad 81 der rechten Winkelachse 58 in Eingriff steht.
Nach Suchen der Zielstation aus dem Register 77 und Ablesen der Ordnungsnummer dieser Verbin dung dreht man die Handkurbel 37 so lange rechts oder links herum, bis auf dem Druckplattenanzeiger 80 die betreffende Nummer erscheint und die zuge ordnete Druckplatte 21 sich an dem Druckort be findet. Die Fortschaltung des Anzeigers 80 erfolgt durch die Bewegung der Verzahnung 72 des Druck plattenbandes in Verbindung mit dem Zahnrad 71 der Führungsrolle 70 über die biegsame Welle 73.
Nach dem Auflegen der Leerpappe 9 auf die entsprechende Ausnehmung 26 des Druckwagens 25 schaltet sich der Kupplungskörper 42 mit seinem Zahnrad 38 automatisch über ein Relais 41 auf ein zweites Zahnrad 45 bzw. auf ein mit diesem verbun denes Kettenrad 46 und damit auf den Druckbetrieb um, der durch Vorhandensein eines sogenannten Eintourengetriebes 44 jeweils nach einer Umdrehung der Handkurbel beendet ist.
Setzt man jetzt die Handkurbel 37 und damit den Kupplungskörper 42 mit seinem Zahnrad 38 in Bewegung, dann treibt das mit dem Zahnrad 45 ver bundene Kettenrad 46 mittels der Kette 47 die Hauptantriebswelle 48 an. Beim Beginn des Arbeits spieles der Hauptwelle 48 zieht zunächst das Kurven getriebe 49, das mit den Säulenführungen 24 und dem Druckwerkkopf 4 und Addierwerkkopf 5 zu sammenarbeitet, diesen so weit nach unten, dass die Preisdruckwerke 13 und die Nummernwerke 7, 10 durch die dafür vorgesehenen Öffnungen 62 der in Druckbereitschaft liegenden Druckplatte 21 hindurch treten und mit dem Zeitkartenstempel 12 sowie dem nach unten zeigenden Text der Platte 21 in einer Höhe liegen,
wobei ein oder mehrere Indexstifte 20 am Hubkopf die Preisplatte 22 und die Druckplatte 21 mittels in diesen angeordneter Löcher 87 lage genau fixieren. Hierbei nähern sich die beiden Stift felder 14 und 15 für Preiskennung und Lochstreifen dem Druckplattenband.
Die Preislochplatte 22 ist so ausgeführt, dass die das Stiftfeld 14 beeinflussenden Stellen 67 kein Loch besitzen und die keine Funktion ausübenden Stellen 68 gelocht sind. Da das Stiftfeld 14 aus federnd gelagerten Stiften zusammengesetzt ist, set zen sich die Stifte 56, die kein Loch treffen, auf der Platte 22 ab und treten infolge der Hubbewegung des Gehäusekopfes 6 aus dem Stiftfeld 14 nach oben heraus, während die Stifte 14, die ein Loch treffen, durch die Preisplatte 22 hindurchtreten und somit in Ruhelage bleiben.
Im Verlauf des Arbeitsspieles setzt sich ein wei teres Kurvengetriebe 52 in Bewegung, wodurch die Zahnstangen 17 über das Gestänge 53, 57 durch die dazugehörigen Federn 55 so lange verschoben werden, bis sie durch die herausgedrückten Stifte 56 abgefangen werden.
Der durch den Längsschritt der Zahnstange 17 dargestellte Wert jeder Reihe 66 (Einer-Pfennig, Zehner-Pfennig, Einer-Mark, Zehner-Mark, Hunder- ter-Mark) wird durch Zähne der Zahnstange 17 so wohl in das Addierwerk 5 eingetragen, als auch auf die Preisräder 13 des Preisdruckwerkes für die Fahr karte 9 und des Preisdruckwerkes für die Buchungs streifen 11 durch andere Zähne 82 dieser Stange 17 übertragen, wodurch diese Preisdruckwerke für den Preisabdruck bereitgestellt sind.
Während dieser ersten Hubphase des Hubkopfes haben sich auch die Stifte des Stiftfeldes 15 für die Lochstreifen-Codenummer, die kein Loch in der Druckplatte 21 trafen, nach oben gedrückt, während die anderen ähnlich der Preisplatte 22 in Ruhelage bleiben. Da hierbei die bewegten stempelartigen Stifte 15 durch eine Schlitzöffnung 84 in ein Loch blech 83 (Matrize) laufen, durchstossen bzw. lochen sie direkt den in dem Schlitz 84 geführten, durch ein Schrittschaltwerk gesteuerten Lochstreifen 74. Der Streifen 74 läuft von einem Trägerkörper 75 ab und wickelt sich selbsttätig auf einen anderen Träger körper 76 auf, wobei er aus baulichen Gründen über Leitrollen 76 vor und hinter dem Schlitz ge schränkt ist.
Das Arbeitsspiel ist jetzt so weit fortgeschritten, dass ein räumliches Kurvengetriebe 50 den Druck wagen 25, der in ortsfesten Führungsschienen mittels Rollen 28 läuft, in die Maschine hineinzieht und das Druckplattenband 35 unterfährt. An dem Druck wagen 25 ist das Farbwerk 34 federnd angebracht, das jetzt gleichzeitig die am Druckort liegende Platte 21, den Zeitkartenstempel 12 sowie die Preisdruck werke 13, die Nummernwerke 7/10 und das Datum werk 8 mit Farbe versieht. Da der Druckwagen 25, die Buchungseinrichtung 30, die Druckunterlage 36 und der Pappeneinführer eine Einheit bilden, liegt die Leerpappe nun ebenfalls an dem Druckort.
Zu diesem Zeitpunkt macht der Hubkopf, der während des Druckwagentransportes in Ruhe stand, infolge der Ausbildung der entsprechenden Steuer kurve 49 noch eine kleine Hubbewegung nach unten, und die Fahrkarte 9 wird gedruckt; zugleich wird das Druckplattenteilstück 85, das auf dem Buchungs streifen 11 erscheinen soll, abgedruckt.
Nach erfolgtem Fahrkartendruck vollziehen sich die geschilderten Bewegungsspiele in umgekehrter Reihenfolge; der Hubkopf 6 hebt sich an, die fort laufenden Nummernwerke 710 schalten sich weiter, die Stiftfelder 1415 löschen sich vermöge ihrer Federn 16, die Zahnstangen 17 und die Preisräder 13 werden durch das zugehörige Kurvengetriebe 52 mit dem Gestänge 53 und dem Winkelhebel 54 in ihre Ausgangslage zurückgeführt. Zu diesem Zweck hat das Addierwerk 5, da der Werteintrag nur in einer Richtung erfolgt, ein Freilaufgetriebe 86. Bei dem Addierwerk 5 werden ausserdem die während des Werteintrages vorbereiteten Zehnerschaltungen in an sich bekannter Weise durchgeführt.
Schliesslich wird der Druckwagen 25 von dem Kurvenzylinder 50 über das Gestänge 51 wieder in die Ausgangslage zurückgefahren und hierbei der Buchungsstreifen 11 um eine Zeile weitergeschaltet. Mit dem Abschluss der Bewegung liegt dann die gedruckte Fahrkarte 9 griffbereit auf dem Wagen 25, und das Eintourengetriebe 44 schaltet das Kupp lungszahnrad 38, das mit der Handkurbel 37 in Verbindung steht, wieder auf das Rad 81 der Winkel- achse 58 und damit auf Wählbetrieb zurück. Das Arbeitsspiel kann nun von neuem zum Druck der nächsten Fahrkarte beginnen.