CH399077A - Kraftanlage, die eine Kolbenkraftmaschine und einen Druckaustauscher aufweist - Google Patents
Kraftanlage, die eine Kolbenkraftmaschine und einen Druckaustauscher aufweistInfo
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Description
Kraftanlage, die eine Kolbenkraftmaschine und einen Druckaustauscher aufweist Die Erfindung betrifft eine Kraftanlage, die eine Kolbenkraftmaschine und einen zu deren Aufladung dienenden Druckaustauscher aufweist.
Es gibt eine besondere Gattung von Druckaus- tauschern, bei denen in einer Niederdruckspülstufe eine sich bereits vor Erreichung dieser Spülstufe in den Zellen befindende Gasmenge durch eine andere Gasmenge ersetzt wird, bei unter einem verhältnis mässig niedrigen Druck (im allgemeinen bei atmo sphärischem Druck), wogegen in einer Hochdruck spülstufe, die auf verhältnismässig niedrigem Druck befindliche Gasmenge verdichtet und durch.
eine Hochdruckgasmenge zurückgedrängt wird, wobei die Hochdruckgasmenge nach ihrer Expansion in dieser Hochdruckspülstufe :die zuerst erwähnte Gasmenge bildet.
Es ist schon vorgeschlagen worden, eine Brenn kraftmaschine mit Hilfe eines Druckaustauschers auf zuladen, wobei der Einlass der Hochdruckspülstufe mit der Abgasleitung des Kolbenmotors und die Aus lassleitung der Hochdruckspülstufe mit der Einlass- leitung des Kolbenmotors in Verbindung steht. Es hat sich aber gezeigt, d'ass sich eine solche Anlage schwer oder gar nicht starten lässt.
Gegenstand: der Erfindung ist nun eine Kraft anlage mit einer Kolbenbrennkraftmaschine, einem Druckaustauscher, der eine Niederdruckspülstufe und eine Hochdruckspülstufe hat, wobei zu jeder dieser Spülstufen ein Einlass- und ein Auslassstutzen gehö ren, ferner mit einer Leitung, welche den Auslass stutzen der Hochdruckspülstufe mit der Einlasslei- tung der Brennkraftmaschine verbindet, einem An lasser für die Brennkraftmaschine, und ist gekenn zeichnet durch Mittel,
welche im Anlassbetrieb den Zufluss von Luft aus dem Druckaustauscher zum Eimass der Bre:nnkraftmaschine unterbinden. Beiliegende Zeichnung stellt zwei Ausführungs beispiele :des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 zeigt die erste Ausführungsform schema tisch und teilweise im Schnitt.
Fig. 2 zeigt ein zu dieser Ausführungsform ge hörende Luftklappe mit zugehöriger Steuervorrich- tung, und Fig. 3 ist ein Längsschnitt eines Teiles der zwei ten Ausführungsform.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Kolbenbrenukraftmaschine bezeichnet, die zu ihrer Aufladung mit einem Druck austauscher verbunden ist, der ein. Zellenrad 2 mit Zellen 3 sowie Stirnplatten 4 aufweist.
Der Druckaustauscher ist schematisch in Ab wicklung dargestellt. Er hat eine Niederdruckspül- stufe, zu der eine Einlassleitung 5 und eine Auslass- leitung 6 gehören, sowie eine Hochdruckspülstufe, zu der eine Einlassleitung 7 und eine Auslassleitung 8 gehören. Die Leitungen 5 und 6 der Niederdruck spülstufe stehen :direkt oder indirekt mit der Atmo sphäre in Verbindung.
Die Einlassleitung 7 der Hoch druckspülstufe ist mit der Abgasleitung der Kolben- brennkraftmaschine 1 verbunden, wogegen die Aus- lassleitung 8 dieser Hochdruckspülstufe mit der Ein lassleitung 14 der Brennkraftmaschine verbunden ist.
An diese letztgenannte Leitung 14 ist auch eine Zweigleitung 9 angeschlossen, durch welche hindurch der Brennkraftmaschine 1 während deren Anlassen Brennluft zugeführt wird. In diese Zweigleitung ist ein Absperrorgan 10 eingesetzt, das im Normal betrieb der Brennkraftmaschine geschlossen ist.
In der Leitung 8 ist auch eine Luftklappe 11 eingesetzt, welche durch eine Betätigungsvorrichtung 12 wäh- rend dem Anlassen der Kraftmaschine in Schliesslage gehalten wird.
Im Betrieb der Anlage dreht das Zellenrad 2 im Sinne des Pfeiles 13. Abgase des Motors tre ten durch die Leitung 7 in die Zellen ein und strö men nach Verlassen derselben durch die Leitung 6 aus, wobei dank dem in den Zellen auftretenden Druck abfall von der Leitung 5 her Frischluft in die Zellen eindringt. Um die Gewähr zu haben, dass die Brenn- kraftmaschine nur Frischluft erhält, ist die Einmün dung der Leitung 6 in Umfangsrichtung des Zellen rades gross genug zu halten, um einen direkten Durch tritt von Frischluft aus der Leitung 5 durch die Zellen zu ermöglichen.
Der Anteil von direkt durch die Zel len hindurchtretender Frischluft sollte aber so klein wie möglich gehalten werden, um unnötige Verluste zu vermeiden. In der Hochd'ruckspülstufe treten die mit Frischluft gefüllten Zellen mit der Leitung 7 in Verbindung, aus welcher dann die von der Brenn- kraftmaschine kommenden Abgase in die Zellen ein treten, um die darin befindliche Luft zu verdichten.
Die so verdichtete Luft verlässt die Zellen durch die Leitung 8 und gelangt in die Einlassleitung der Brennkraftmaschine 1. Unter diesen Betriebsverhält nissen ist die Klappe 11 offen, während das Ab sperrorgan 10 geschlossen ist. Wären während des Anlassens sowohl die Luftklappe 11 als auch das Absperrorgan 10 offen, so würde die Brennkraft- maschine sowohl aus der Leitung 9 wie auch aus der Leitung 8 Luft aufnehmen.
In diesem Falle wür den die die Hochdruckspülstufe verlassenden Zellen Luft enthalten, die auf unteratmosphärischem Druck stünde, statt Abgasen, die auf überatmosphärischem Druck stehen wie im Normalbetrieb. Es würde durch die Auslassleitung 6 der Niederdruckspülstufe atmo sphärische Luft eintreten und durch die Einlassleitung 7 strömen. Dies kann vermieden werden durch Schliessung der Klappe 11, wie nun im Einzelnen mit Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert wird.
Die Luftklappe 11 sitzt auf einer Welle 14 fest, welche in einer Lagerbüchse 15 dreht und an ihrem äusseren Ende ein. Ritzel 16 trägt. Dieses steht mit einer Zahnstange 17 in. Eingriff, welche über einen aus nichtmagnetischem Material bestehenden Stan genteil starr mit einem Anker 19 verbunden ist, der durch ein Solenoid 20 angezogen werden kann. Dieses ist an den Speisestromkreis 21 des zum An lassen der Brennkraftmaschine 1 dienenden Elektro motors angeschlossen.
Auf der von der Zahnstange 17 abgewendeten Seite ist der Anker 19 fest mit der Stange 22 eines Kolbens 23 verbunden, der in einem Dämpfungs- zylinder 24 arbeitet. Der Kolben ist durch eine Feder 25 belastet, die zur Rückführung der Luftklappe 11 in die in Fig. 2 gezeigte Öffnungslage dient, wobei sie sich auf einem festen Teil 26 abstützt.
Es hat sich gezeigt, dass sich in einer Anlage, bei welcher ein Druckaustauscher zum Aufladen einer Brennkolbenmaschine dient, es beim Startern vor kommen kann, dass die Strömungsrichtung in den Zellen der normalen Strömungsrichtung entgegen gesetzt ist. Um dies zu vermeiden, wird die Klappe 11 durch Erregung des Solenoides 20 geschlossen, wobei ein dichter Abschluss nicht erforderlich ist.
Sobald die Speisung des Anlassermotors unterbrochen ist, kehrt die Luftklappe 11 langsam in die Öffnungslage zurück, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die einesteils von der Feder 25 und andernteils von der Dämpfungsvorrichtung 23, 24 abhängt. Die Abgase aus der Brennkraftmaschine vermögen. dann bereits im Druckaustauscher die richtigen Betriebsverhält nisse aufrechtzuerhalten.
In der in Fig. 3 teilweise dargestellten Variante sind die Anlagebeile 10, 11, 12 weggelassen.
Der Stutzen, der eine geradlinige Verlängerung der Einlassleitung 14 der Brennkraftmaschine 1 hinaus bildet, ist mit 9a bezeichnet. In einer Erweiterung 33 dieses Stutzens 9a ist ein Satz von Drallschaufeln 32 eingesetzt, die an ihrem inneren Ende an einem strö mungstechnisch günstig ausgebildeten Körper 34 be- festigt sind.
In der Erweiterung 33 ist ausserdem ein Rückschlagventil angeordnet, zu dem Scheiben 35 gehören, die auf Schäften 36 angeordnet sind, welche in. Lageraugen 37 von Stegen 38 eines Tragteiles 39 längsverschieblich gelagert sind.
Beim Starten liefert der Druckaustauscher keine verdichtete Luft und die Brennkraftmaschine nimmt dann nur durch das Rückschlagventil bzw. durch den Stutzen 9a Luft auf. Unter solchen Bedingungen entwickeln nämlich die Schaufeln 32 unter Zentri- fugalkrafteinwirkung einen Druckgradienten im Stut zen 9a und dessen übergang in die Einlassleitung 14 mit der Folge, dass aus dem Druckaustauscher keine Luft aufgenommen wird.
Somit sind auch in dieser Variante Mittel vorhanden, welche im Anfassbetrieb den Zufluss von Luft aus dem Druckaustauscher zum Eimass der Brennkraftmaschine unterbinden..
Sobald der Auslassdruck der vom Druckaustau- scher kommenden Luft einen gewissen Wert erreicht, so wird die Wirkung der Schaufeln 32 unterdrückt und der Brennkraftmotor aus dem Druckaustauscher aufgeladen, wobei zugleich die Ventilglieder 35 durch Aufliegen am Teil 39 schliessen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kraftanlage mit einer Kolbenbrennkraftmaschine, einem Druckaustauscher, der eine Niederdruckspül- stufe und eine Hochdruckspülstufe hat, wobei zu jeder dieser Spülstufen ein Einlass- und ein Auslass- stutzen gehören, ferner mit einer Leitung,welche dien Auslassstutzen der Hochdruckspülstufe mit der Ein lassleitung der Brennkraftmaschine verbindet und einem Anlasser für die Brennkraftmaschine, gekenn zeichnet durch Mittel, welche im Anlassbetrieb den Zufluss von Luft aus dem Druckaustauscher zum Einlass der Brennkraftmaschine unterbinden. UNTERANSPRACHE 1.Anlage nach Patentanspruch, in welcher der Anlasser ein Elektromotor ist, dadurch gekennzeich net, dass die besagten Mittel ein Absperrorgan auf weisen, das in die Leitung zwischen dem Auslass stutzen der Hochdruckspülstufe und der Einlasslei- tung der Brennkraftmaschine eingesetzt ist, und dass ein an den Speisestromkreis des Anlassmotors an geschlossenes Solenoid das Absperrorgan im Anlass betrieb in Schliesslage hält. 2.Anlage nach Unteranspruch 1, bei welcher eine Dämpfungsvorrichtung mit dem beweglichen. Teildes Absperrorgans verbunden ist. 3. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem Frischlufteinlassstutzen, der ebenso wie die besagte Leitung an die Einlass- leitung der Brennkraftmaschine angeschlossen ist, ein Rückschlagventil und Drallschaufeln eingesetzt sind,welch letztere während des Anlasseis der durch strömenden Luft einen Drall erteilen und durch den dadurch im Bereich des Überganges vom Frischluft einlassstutzen in die Einlassleitung erzeugten Druck- gradIenten bewirken, dass nur diese Luft zur Brenn kraftmaschine gelangt,wogegen im Normalbetrieb die durch die Leitung vom Druckaustauscher kom mende Luft durch das hinter den Schaufeln an geordnete Rückschlagventil gezwungen wird., zur Brennkraftmaschine abzuströmen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB8774/60A GB895808A (en) | 1960-03-11 | 1960-03-11 | Improvements in or relating to supercharging reciprocating internal-combustion engines |
| GB1575660 | 1960-05-04 |
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| CH399077A true CH399077A (de) | 1966-03-31 |
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Family Applications (1)
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| CH265461A CH399077A (de) | 1960-03-11 | 1961-03-06 | Kraftanlage, die eine Kolbenkraftmaschine und einen Druckaustauscher aufweist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH399077A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980002725A1 (fr) * | 1979-06-08 | 1980-12-11 | Knorr Bremse Gmbh | Dispositif de reglage pour une soupape disposee dans la conduite d'air de charge d'un moteur a combustion |
| EP0028745A1 (de) * | 1979-11-09 | 1981-05-20 | Knorr-Bremse Ag | Stellgerät für eine in der Ladeluftleitung eines Verbrennungsmotors angeordnete Luftklappe |
| EP0036045A1 (de) * | 1980-03-17 | 1981-09-23 | BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. | Druckwellenmaschine |
-
1961
- 1961-03-06 CH CH265461A patent/CH399077A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980002725A1 (fr) * | 1979-06-08 | 1980-12-11 | Knorr Bremse Gmbh | Dispositif de reglage pour une soupape disposee dans la conduite d'air de charge d'un moteur a combustion |
| EP0020791A1 (de) * | 1979-06-08 | 1981-01-07 | Knorr-Bremse Ag | Stellgerät für eine Luftklappe in der Ladeluftleitung eines Verbrennungsmotors |
| EP0028745A1 (de) * | 1979-11-09 | 1981-05-20 | Knorr-Bremse Ag | Stellgerät für eine in der Ladeluftleitung eines Verbrennungsmotors angeordnete Luftklappe |
| EP0036045A1 (de) * | 1980-03-17 | 1981-09-23 | BBC Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie. | Druckwellenmaschine |
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